Linea Aeropostal Venezolana

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Aeropostal – Alas de Venezuela
Logo der Aeropostal
Douglas DC-9-50 der Aeropostal
IATA-Code: VH
ICAO-Code: ALV
Rufzeichen: AEROPOSTAL
Gründung: 1929
Sitz: Caracas, VenezuelaVenezuela Venezuela
Drehkreuz:

Flughafen Caracas

Heimatflughafen:

Flughafen Caracas

Leitung: Eduardo Legaspi Zuazua (Präsident)
Flottenstärke: 7
Ziele: National
Website: aeropostal.com

Aeropostal – Alas de Venezuela (kurz Aeropostal) ist eine venezolanische Fluggesellschaft mit Sitz in Caracas und Basis auf dem Flughafen Caracas. Sie ist nach Avianca die zweitälteste noch existierende Fluggesellschaft Südamerikas. Zusammen mit Santa Barbara Airlines ist Aeropostal die führende Fluglinie des Landes.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Fluggesellschaft wurde 1929 durch den Franzosen Marcel Bouilloux-Dafont unter dem Namen "Aéropostale" gegründet. Ziel der Gesellschaft war es, die Stadt Maracay mit den erzreichen Gebieten im Süden und dem Erdölgebiet um Maracaibo zu verbinden, wo Franzosen Schürf- und Bohrrechte besaßen. Erste Flugzeuge waren die Latecoère 26 und Latecoère 28.

Am 31. Dezember 1933 übernahm die venezolanische Regierung einen Teil des Unternehmens, nachdem Frankreich die Subventionen für die Fluggesellschaft eingestellt hatte. Die Gesellschaft erhielt den Namen „Linea Aeropostal Venezolana“. 1935 ging die Geschäftsführung zum ersten Mal an einen Venezolaner, Francisco Leonardi, und am 21. Mai 1937 ging die Gesellschaft vollständig in den Besitz der venezolanischen Regierung über. Die französischen Maschinen wurden dann auch durch Fairchild 71 und später durch Lockheed Modell 10 ersetzt.

1939 wurde die Basis aufgrund der Nähe zur wachsenden Hauptstadt Caracas zum Flughafen Maiquetía (Caracas / Simón Bolívar) verlegt, der heute immer noch Stützpunkt der Airline ist. In diesem Jahr kamen auch die ersten Douglas DC-3 zur Flotte hinzu. 1943 wurde mit AVENSA der erste starke Konkurrent gegründet. Diese von Pan Am ins Leben gerufene und somit private Gesellschaft sollte bis zu AVENSAs Betriebseinstellung im Jahr 2002 Aeropostals „Erzfeind“ werden. Nach dem Krieg verließen die Electras die Flotte, und es kamen Martin 202 und Douglas DC-4 hinzu. Mit diesen Flugzeugen wurden erste internationale Verbindungen nach Brasilien und auf die niederländischen Antillen aufgenommen. Im Jahr 1947 wurden für Strecken in die USA Lockheed Constellations eingeführt. Die Weiterentwicklung Lockheed L-1049 „Super Constellation“ ermöglichte die Aufnahme von Flügen nach Europa in den 1950er Jahren. Aeropostal gehörte auch zu den ersten Fluggesellschaften, die mit der De Havilland 106 Comet einen reinen Jet bestellten. Nach der Unfallserie mit den Comet 1 Mitte der 1950er Jahre wurde die Bestellung jedoch storniert.

1959 wurde beschlossen, die internationalen Strecken an einen neuen Flag Carrier zu geben, aus dem die VIASA entstand. Mit Aufnahme des Flugbetriebes der VIASA 1961 stellte Aeropostal ihre internationalen Strecken ein und wurde eine reine Inlandsfluggesellschaft. 1968 kamen mit Douglas DC-9 die ersten Jets zur Gesellschaft, die nach und nach die propellergetriebenen Muster ersetzten. In den 70er Jahren bereits konnten wieder einige Strecken in Nachbarländer und zu einigen Karibikinseln wieder aufgenommen werden. Anfang der 80er Jahre wurde mit der Bestellung von drei werksneuen McDonnell Douglas MD-83 ein neues Kapitel eingeläutet. Das Streckennetz wurde wieder stark ausgebaut, insbesondere in die Karibik und in die USA (Atlanta und Orlando). Anfang der 90er Jahre kamen drei gemietete McDonnell Douglas MD-83 zur Flotte, zwei Maschinen der damals gescheiterten Germanwings aus Deutschland mit einer reinen Business-Klassen-Bestuhlung und eine von Midway Airlines aus den USA. Alle drei Maschinen wurden bereits nach zwei Jahren wieder an den Lessor zurückgegeben.

1994 musste die Gesellschaft nach langen finanziellen Schwierigkeiten den Flugbetrieb einstellen. Die Flotte wurde in Maiquetía (Flughafen von Caracas) 'eingemottet'. Die drei eigenen MD-83 wurden verkauft, um den Wartungsbetrieb weiterbetreiben zu können.

1996 wurde der Rest der Gesellschaft für den verhältnismäßig geringen Preis von knapp 30 Millionen US$ an private Eigentümer verkauft, darunter auch an einige britische Geschäftsleute und den jetzigen Vorsitzenden Nelson Ramíz. Die neuen Eigentümer führten den Zusatztitel „Alas de Venezuela“ ein. Der Flugbetrieb wurde am 7. Januar 1997 mit einer DC-9 wiederaufgenommen, und schon im Sommer erreichte die DC-9 – Flotte wieder eine Größe von neun Maschinen. Aeropostal hatte Pläne, die Flotte langfristig auf Airbus-Maschinen vom Typ A320 für Kurz- und Mittelstrecken und A310 für die neu erworbenen Streckenrechte nach Frankfurt und Zürich umzustellen, und selbst von modernen Airbus A330-200 war die Rede. Die Expansionspläne wurden jedoch zurückgeschraubt, nachdem sich die Vorhaben als zu groß erwiesen. Die bereits angemieteten Airbus A310 und A320 gingen zurück an ihre Eigentümer, nachdem sie nur kurze Zeit auf den Nord- und Südamerika-Strecken zum Einsatz kamen. Die Europa-Strecken wurden nie aufgenommen.

Ehemalige Boeing 727-200 der Aeropostal

Aufgrund der neuen US-Gesetze, die Venezuela als unsicher im Bereich des Luftverkehrs einstufen, musste die Gesellschaft für US-Strecken Flugzeuge von Falcon Air Express anmieten. Dabei handelt es sich um Boeing 727-200, die 2005 jedoch durch McDonnell Douglas MD-80 ersetzt wurden. 2004 kamen erneut MD-80 zur Flotte hinzu. Sie haben die eigenen Boeing 727 auf den Südamerika-Strecken ersetzt.

Aeropostal hat sich an der honduranischen Airline Sol Air beteiligt. Daraufhin wurde der Name in Aerohonduras geändert. Zwei Boeing 737-300 kamen bei dieser Airline zum Einsatz. Diese Airline stellte jedoch den Flugbetrieb bereits 2005 wieder ein.

Um die Position in Lateinamerika zu stärken, baut Aeropostal derzeit eine weitere Airline in Costa Rica auf. Eine Douglas DC-9-20 ist bereits in den vollen Farben von Aeropostal Costa Rica abgestellt.

Durch die Gründung der staatlichen Fluggesellschaft Conviasa, die ab Frühjahr bzw. Sommer 2005 auf einigen Strecken mit Aeropostal konkurriert, muss sich die Linie neuen Herausforderungen stellen. Auch wenn Aeropostal und Santa Barbara Airlines sehr gute Ausgangspositionen haben, ist das langfristige Überleben der privaten Fluggesellschaften in Venezuela nicht gesichert.

Flugziele[Bearbeiten]

Aeropostal bedient von Caracas aus Porlamar, Maracaibo, Valencia, Barquisimeto, Puerto Ordaz, Maturín, Cumaná und Las Piedras[1].

Flotte[Bearbeiten]

McDonnell Douglas MD-82 der Aeropostal

Mit Stand Juli 2015 besteht die Flotte der Aeropostal aus sieben Flugzeugen[2]:

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze[3]
Douglas DC-9-50 1 135
McDonnell Douglas MD-82 6 1 inaktiv 164
Gesamt 7
Historische Flotte

Folgende bekannte Flugzeugmuster waren für die Aeropostal im Einsatz:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aeropostal – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. aeropostal.com - Destinos (spanisch) abgerufen am 12. Januar 2015
  2. ch-aviation - Aeropostal (englisch) abgerufen am 25. Juli 2015
  3. aeropostal.com - Nuestra Flota (spanisch) abgerufen am 12. Januar 2015