Linia (Powiat Wejherowski)

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Linia
Wappen der Gmina Linia
Linia (Polen)
Linia
Linia
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Wejherowo
Gmina: Linia
Geographische Lage: 54° 27′ N, 17° 56′ O54.45194444444417.933611111111Koordinaten: 54° 27′ 7″ N, 17° 56′ 1″ O
Einwohner: 1405
Postleitzahl: 84-223
Telefonvorwahl: (+48) 58
Kfz-Kennzeichen: GWE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Lębork -Łebno
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 22 Ortschaften
13 Schulzenämter
Fläche: 119,82 km²
Einwohner: 6081
(30. Jun. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2215062
Verwaltung
Gemeindevorsteher: Łukasz Jan Jabłoński
Adresse: ul. Turystyczna 15
84-223 Linia
Webpräsenz: www.gminalinia.pl/

Linia (deutsch Linde, kaschubisch Lëniô) ist ein Dorf mit Sitz einer Landgemeinde in der polnischen Woiwodschaft Pommern und gehört zum Kreis Wejherowo (Neustadt in Westpreußen).

Die Kirche in Linia (Linde)

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Kaschubendorf Linia liegt 20 Kilometer südöstlich der Stadt Lębork (Lauenburg in Pommern) und 32 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Wejherowo. Durch den Ort führt eine Nebenstraße, die von Lębork (an der Landesstraße 6, ehemalige deutsche Reichsstraße 2, heute auch Europastraße 28) kommend weiter bis nach Łebno (Lebno, an der Woiwodschaftsstraße 224) führt.

Linia war von 1905 bis 2000 Bahnstation an der von Pruszcz Gdański (Praust') über Kartuzy (Karthaus) nach Lębork (Lauenburg in Pommern) und bis Łeba (Leba). Der Streckenabschnitt wurde stillgelegt.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor 1920 war Linia ein Dorf im Landkreis Neustadt in Westpreußen im Regierungsbezirk Danzig der preußischen Provinz Westpreußen. Seit 1874 gehört die Gemeinde Linde zum Amtsbezirk Occalitz (heute polnisch: Okalice), in den auch die Gemeinden Klutschau (Tłuczewo), Kantrschin (Kętrzyno), Wahlendorf (Niepoczołowice) und Werder (Zakrzewo) eingegliedert waren.

In der Folgezeit wurde der Amtsbezirk Occalitz in den Amtsbezirk Zewitz (Cewice) umbenannt.

Am 10. Januar 1920 wird der Amtsbezirk Zewitz an Polen abgetreten.

Am 24. Oktober 1940 wird der Amtsbezirk Linde gebildet - im Landkreis Neustadt in Westpreußen im Regierungsbezirk Danzig im Reichsgau Danzig-Westpreußen. Er bestand aus den Gemeinden Kantrschin, Klutschau, Linde, Wahlendorf, Waldeck und Werder.

Im Jahre 1945 kam Linde unter der Bezeichnung Linia wieder zu Polen und wurde in den Powiat Wejherowski in der Woiwodschaft Pommern (1975–1998 Woiwodschaft Gdańsk) integriert. Linia ist heute Ortsteil und Sitz der gleichnamigen Gmina.

Gmina Linia[Bearbeiten]

Die Kaschubei zwischen Ostsee und Tucheler Heide

Bei der Gmina Linia im Kaschubenland handelt es sich um eine Landgemeinde. Sie umfasst eine Fläche von 119,82 km², was 9,34 % der Gesamtfläche des Powiat Wejherowski entspricht. In der Gmina leben 5.878 Einwohner, von denen ein Viertel im Dorf Linia wohnt.

Durch die Gmina Linia zieht sich von Süden nach Norden die Łeba (Leba), die auf ihrem Weg zur Mündung in die Ostsee bereits den Kaszubski Park Krajobrazowy (Kaschubei-Landschaftsschutzpark) durchquert hat, der an die Südostseite der Gemeinde grenzt. Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Seen, u.a. den Jezioro Folwarczne, den Jezioro Miłoszewskie (Miloschewer See) und der Jezioro Lewinko (Lewinkoer See).

Die westliche Gemeindegrenze ist (mit Ausnahme des Ortes Osiek (Osseck), der zum Kreis Lauenburg in Pommern gehörte) die ehemalige Provinzgrenze zwischen Pommern und Westpreußen, die zwischen 1919 und 1939 deutsch-polnische Staatsgrenze (Polnischer Korridor) war.

Nachbargemeinden der Gmina Linia sind:

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gmina Linia umfasst 22 Ortschaften, die 13 Ortsteilen ("Schulzenämtern") zugeordnet sind.

  • Ortsteile:
  • Kętrzyno (Kantrschin, 1940-45 Kontenau)
  • Kobylasz-Potęgowo (Kobillaß-Potengowo)
  • Lewinko (Lewinko)
  • Lewino (Lewinno)
  • Linia (Linde)
  • Miłoszewo (Miloschewo)
  • Niepoczołowice (Wahlendorf)
  • Osiek (Osseck, Kr. Lauenburg/Pom.)
  • Pobłocie (Poblotz)
  • Smażyno (Smasin)
  • Strzepcz (Strepsch)
  • Tłuczewo (Klutschau, 1940-45 Lebabrück)
  • Zakrzewo (Werder)
  • Übrige Ortschaften: Dargolewo (Dargelau), Głodnica, Igrzeczna, Lebór, Morzycz, Niedźwiadek, Niepoczołowice-Folwark und Trzepczykowo.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Schultz, Der Kreis Lauenburg in Pommern, 1912

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 12. Dezember 2013.