Linkenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Linkenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Linkenbach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 34′ N, 7° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Puderbach
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 5,43 km2
Einwohner: 501 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56317
Vorwahl: 02684
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 040
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Ortsbürgermeister: Achim Hoffmann
Lage der Ortsgemeinde Linkenbach im Landkreis Neuwied
NeuwiedBuchholz (Westerwald)Asbach (Westerwald)WindhagenNeustadt (Wied)RheinbreitbachUnkelBruchhausen (Landkreis Neuwied)ErpelVettelschoßLinz am RheinKasbach-OhlenbergOckenfelsSankt Katharinen (Landkreis Neuwied)DattenbergLeubsdorf (am Rhein)Bad HönningenRheinbrohlHammerstein (am Rhein)LeutesdorfIsenburg (Westerwald)KleinmaischeidGroßmaischeidStebachMarienhausenDierdorfOberdreisWoldertRodenbach bei PuderbachRatzertNiederwambachSteimelDöttesfeldPuderbachDürrholzHanrothRaubachHarschbachNiederhofenDernbach (Landkreis Neuwied)Urbach (Westerwald)LinkenbachBreitscheid (Westerwald)WaldbreitbachRoßbach (Wied)Hausen (Wied)DatzerothNiederbreitbachHümmerichOberhonnefeld-GierendOberradenStraßenhausKurtscheidBonefeldEhlscheidRengsdorfMelsbachHardertAnhausenRüscheidThalhausenMeinbornNordrhein-WestfalenLandkreis Altenkirchen (Westerwald)Landkreis AhrweilerLandkreis Mayen-KoblenzKoblenzMarienhausenWesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Linkenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Puderbach an.

Linkenbach, Luftaufnahme (2016)

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Westerwald-Gemeinde Linkenbach liegt zwischen den Kreisstädten Neuwied und Altenkirchen (Westerwald). Das bergige Gemeindegebiet (bis 401 m ü. NHN) liegt im Märkerwald im nordöstlichen Teil des Naturparkes Rhein-Westerwald.

Umgeben wird Linkenbach von den Nachbargemeinden Dürrholz im Norden, Urbach im Osten, Oberraden im Süden, Oberhonnefeld-Gierend im Südwesten sowie Willroth und Horhausen (Westerwald) im Westen.

Gemeindeflächennutzung
Fläche in ha Anteil
Wald 294 54,2 %
Landwirtschaft 157 28,9 %
Siedlung 40 7,4 %
Verkehr 42 7,7 %
Wasser 2 0,4 %
Sonstige 8 1,4 %
Gesamt 543

(Stand: 31. Dezember 2017 – Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linkenbach wurde 1346 erstmals urkundlich erwähnt.

Mit dem Grafen zu Wied (ab 1784 Fürst) wurde in den Jahren 1716 bis 1793 ein jahrzehntelanger Streit um das Besitzrecht an dem Wald im Kirchspiel Urbach geführt. In einem Vergleich wurde den Einwohnern des Kirchspiels und damit anteilmäßig auch den Linkenbachern die Rechte an dem heutigen Märkerwald übertragen.

Mitte des 18. Jahrhunderts wird von einer Heilquelle in der Gemarkung Linkenbach berichtet. Diese befand sich im Walddistrikt „Hermannsborn“ und ist heute versiegt. Der Brunnen muss ein begehrtes Heilwasser gespendet haben, denn er wurde Tag und Nacht von Soldaten der Grafschaft Wied bewacht. Die Abgabe des Wassers erfolgte unter der Aufsicht der Soldaten, die auch die für das Wasser zu zahlenden Gebühren einkassierten. Hierzu wurde von der gräflich-wiedischen Verwaltung in Dierdorf am 7. März 1786 eine „Instruction und Ordre“ an den „bey dem Heylbrunnen ohnweit Linkenbach auf Commando stehenden Unter-Officier“ erlassen. So wurde z. B. verboten, dass „bey dem Brunnen Brantwein und anderes hitziges Getränk feyl gehalten wird“. Der Preis je Maaß (1¾ Liter) betrug 2 Stüber. Arme Leute erhielten das Wasser umsonst.

Für welche Leiden oder Gebrechen das Wasser dieses Heilbrunnens so begehrt war, ist nicht überliefert. Da in der „Instruction“ auch von „Sauerwasserkrügen“ die Rede ist, könnte es sich um einen Säuerling gehandelt haben, der bei inneren Leiden Anwendung findet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Linkenbach; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 146
1835 237
1871 259
1905 299
1939 276
1950 298
1961 338
Jahr Einwohner
1970 401
1987 355
1997 474
2005 482
2011 466
2017 460

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Linkenbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achim Hoffmann wurde 2009 Ortsbürgermeister von Linkenbach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 83,40 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Der Vorgänger von Achim Hoffmann war Edgar Manderbach.[4][5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Linkenbach
Blasonierung: „Durch einen silbernen Schrägbalken geteilt, oben in Grün eine silberne Wolfsangel und unten in Rot einen silbernen Schalenbrunnen mit geteiltem Wasserstrahl.“
Wappenbegründung: Mit der Wolfsangel (Forsthaken) wird darauf hingewiesen, dass Linkenbach Anteil an dem großen Märkerwald im Kirchspiel Urbach hat. Der Brunnen weist darauf hin, dass früher in der Gemarkung Linkenbach ein Heilbrunnen sprudelte. Das Wappen wurde rechtsgültig mit Urkunde vom 9. November 1981 nach einem Entwurf von Ernst Zeller, Raubach.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Linkenbach unterhält der Kreis Neuwied eine Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) mit angeschlossener Deponie, zu der auch andere Landkreise ihren Abfall anliefern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Süden des Gemeindegebietes führt die ICE-Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main (nächster Bahnhof in Montabaur) und die Bundesautobahn 3 (KölnFrankfurt). Die in drei Kilometer Entfernung liegende Bundesstraße 256 (MayenNeuwiedAltenkirchenWaldbrölBergneustadt) ist der nächste Autobahn-Zubringer (Autobahn-Anschlussstelle Neuwied).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Aufderheide, Gerhard Ebbinghaus, Ernst Zeiler: Geschichte des Kirchspiels Urbach. Ein Westerwälder Heimatbuch. Winters, Wissen 1987.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Linkenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 11. Juli 2019.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Achim Hoffmann kandidiert wieder als Bürgermeister in Linkenbach. NR-Kurier, 8. Mai 2014, abgerufen am 16. März 2020.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Puderbach, Verbandsgemeinde, sechste Ergebniszeile. Abgerufen am 16. März 2020.