Linksrheinisch

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Die linksrheinischen Departements 1812

Linksrheinisch ist eine feststehende geographische Lagebezeichnung für diejenigen Gegenden in Deutschland, die an dem in Stromrichtung linken Ufer des Rheins liegen.

Namentlich werden Stadtteile von Duisburg, Düsseldorf, Köln und Bonn als linksrheinisch bezeichnet. In Köln und Bonn wird das rechtsrheinische gelegene Stadtgebiet auch als Schäl Sick bezeichnet, in Düsseldorf hingegen das linksrheinische. Die beiden Bahnstrecken entlang des Rheins werden dementsprechend Rechte Rheinstrecke und Linke Rheinstrecke genannt.

Aus französischer Sicht wird das linksrheinische Gebiet als Cisrhenanisch („diesseits des Rheins“) bezeichnet, so bei der Cisrhenanischen Republik.

Nachgewiesen ist der Begriff linksrheinisch namentlich durch die Eisenbahndirektion Cöln linksrheinisch der Preußischen Staatseisenbahnen vom 1. April 1880; er findet sich auch in den Bedingungen des Waffenstillstands von Compiègne vom 11. November 1918.[1]

Das hauptberufliche Rheinische Notariat, auch Nur-Notariat genannt, geht auf ein französisches Revolutionsdekret vom 6. Oktober 1791 zurück, das in den von Frankreich annektierten linksrheinischen Gebieten 1798 bzw. 1801, in den in Nordwestdeutschland annektierten Gebieten 1811 eingeführt wurde und dort z. T. bis heute Geltung hat.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Text in deutscher Sprache.