Linsburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 36′ N, 9° 18′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Nienburg/Weser | |
| Samtgemeinde: | Steimbke | |
| Höhe: | 47 m ü. NHN | |
| Fläche: | 23,57 km² | |
| Einwohner: | 1009 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31636 | |
| Vorwahl: | 05027 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NI | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 56 020 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Kirchstr. 4 31634 Steimbke | |
| Website: | www.gemeindelinsburg.de | |
| Bürgermeisterin: | Tina Dettmer (Wählergemeinschaft Linsburg) | |
| Lage der Gemeinde Linsburg im Landkreis Nienburg/Weser | ||
Linsburg ist eine Gemeinde im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen und gehört zur Samtgemeinde Steimbke.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Linsburg liegt am Nordrand des Staatsforstes Grinderwald, circa 10 Autominuten südlich der Kreisstadt Nienburg/Weser. Die Siedlung besteht aus den Ortsteilen „Berg“ und „Grund“, die zusammengewachsen sind.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine erste Besiedlung der Gegend in der Jungsteinzeit zeigt sich an dem etwa 3,5 Kilometer südöstlich von Linsburg im Grinderwald gelegenen Großsteingrab Linsburg, das vor etwa 4500 Jahren errichtet worden ist.
Urkundlich wurde Linsburg erstmals 1203 als zehntpflichtige Siedlung erwähnt. In einer Urkunde aus dem Jahre 1263 wird auf ein Adelsgeschlecht „de Linesburg“ hingewiesen. 1302 kam Linsburg mit der übrigen Grafschaft Wölpe an die Welfen. 1627 wurde Linsburg bei der Belagerung Nienburgs zerstört. Dabei starben viele Einwohner. Ein wahrscheinlich bereits im 16. Jahrhundert bestehendes herzogliches Jagdlager, das im Laufe der Zeit zu einem Jagdschloss mit 10 Gebäuden ausgebaut wurde, ließen sich Ende des 17. Jahrhunderts die Herzöge von Calenberg zum repräsentativen Jagdschloss Linsburg erweitern. Am 28. Juni 1693 soll Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg hier den Grafen von Königsmarck zu einer Liebesnacht empfangen haben. Ab 1770 wurde das Schloss abgebrochen, da es seit dem Weggang des Kurfürsten 1714 nach Großbritannien weitgehend ungenutzt war. 1847 wurde der Halt an der Bahnstrecke Wunstorf–Bremen eingerichtet, der zu einem Bahnhof umgebaut wurde. Rund um den Bahnhof entstand in den 1950er Jahren eine abgeschlossene Siedlung. 1921 wurde Linsburg an die elektrische Stromversorgung angeschlossen.
Im Jahr 2003 feierte Linsburg sein 800-jähriges Bestehen.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Rat der Gemeinde Linsburg besteht aus neun Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1000 Einwohnern.[2] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Die letzte Kommunalwahl am 12. September 2021 ergab das folgende Ergebnis:[3]
| Partei | Anteilige Stimmen | Anzahl Sitze |
|---|---|---|
| WG Linsburg | 61,55 % | 5 |
| CDU | 23,40 % | 2 |
| GRÜNE | 8,76 % | 1 |
| SPD | 6,30 % | 1 |
Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2021 lag bei 71,02 %[4]
Bürgermeisterin
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Tina Dettmer (WG Linsburg) im Jahr 2021 zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin.[5]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wappen wurde am 6. Dezember 1983 durch den Landkreis genehmigt.
Blasonierung: „In Blau ein goldenes Zwölfender-Hirschgeweih mit silbernem Schädel, zwischen den Geweihstangen ein aufgerichtetes Eichenblatt, unter dem Geweih zwei offene silberne Büffelhörner.“
Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens stammen vom Heraldiker Heinz Bannier aus Dörverden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Grinderwald befindet sich ein im Jahr 1977 erbauter, 134 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom mit einem Betriebsgeschoss in 80 Meter Höhe.
Großsteingrab
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Das mit fünf Steinen unvollständig erhaltene Großsteingrab Linsburg befindet sich etwa 3,5 Kilometer südöstlich von Linsburg im Grinderwald. Es liegt in einer mit Buchen bestandenen Forstabteilung. Die Stelle wird von alters her als „Bei den fünf Steinen“ bezeichnet. In der näheren Umgebung findet sich mit dem Teufelsbett bei Stöckse ein weiteres Großsteingrab.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Linsburg ist in südwestlicher Richtung an die Bundesstraße 6 angeschlossen. Nordöstlich von der Gemeinde verläuft die Bahnstrecke Wunstorf–Bremen mit einem eigenen Haltepunkt. Es besteht eine S-Bahn-Anbindung im Stundentakt mit der S-Bahn-Linie 2 Nienburg–Hannover Hbf–Haste.
| Linie | Verlauf | Takt |
|---|---|---|
| S 2 | Nienburg (Weser) – Linsburg – Hagen (Han) – Eilvese – Neustadt am Rübenberge – Poggenhagen – Wunstorf – Dedensen-Gümmer – Seelze – Letter – Hannover-Leinhausen – Hannover-Nordstadt – Hannover Hbf – Hannover Bismarckstraße – Hannover-Linden/Fischerhof – Hannover-Bornum – Empelde – Ronnenberg – Weetzen – Lemmie – Wennigsen (Deister) – Egestorf (Deister) – Kirchdorf (Deister) – Barsinghausen – Winninghausen – Bantorf – Bad Nenndorf – Haste (Han) Stand: Fahrplanwechsel Juni 2022 | 60 min |
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ludwig Hoffmeyer (1845–1935), Lehrer und Autor zur Osnabrücker Stadtgeschichte
Meinkingsburg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1782 erhielt der Gastwirt Meinking an der neu errichteten königlichen Chaussee von Hannover nach Nienburg und weiter nach Bremen (heute: Bundesstraße 6) die Erlaubnis, an der Kreuzung mit dem Linsburger Kirchweg ein Gasthaus zu errichten. Der Siedlungsplatz wird noch heute von der Gastwirtschaft dominiert.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
- ↑ Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten ( des vom 10. Juni 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. März 2017.
- ↑ https://votemanager.kdo.de/20210912/032565407/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&stimmentyp=0&id=ebene_8_id_225
- ↑ https://votemanager.kdo.de/20210912/032565407/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&stimmentyp=0&id=ebene_8_id_225
- ↑ https://www.gemeindelinsburg.de/inhalte/verwaltung/gemrat.php
