Linsburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Linsburg
Linsburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Linsburg hervorgehoben
Koordinaten: 52° 36′ N, 9° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Steimbke
Höhe: 47 m ü. NHN
Fläche: 23,5 km²
Einwohner: 912 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31636
Vorwahl: 05027
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstr. 4
31634 Steimbke
Bürgermeister: Jürgen Leseberg (Wählergemeinschaft SG Steimbke)
Lage der Gemeinde Linsburg im Landkreis Nienburg/Weser
Steinhuder Meer Nordrhein-Westfalen Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Schaumburg Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Region Hannover Balge Binnen Binnen Binnen Binnen Bücken Diepenau Drakenburg Estorf (Weser) Eystrup Eystrup Gandesbergen Hämelhausen Hämelhausen Haßbergen Haßbergen Hassel (Weser) Hassel (Weser) Heemsen Hilgermissen Hoya Hoyerhagen Husum (bei Nienburg) Landesbergen Leese Liebenau (Niedersachsen) Linsburg Linsburg Marklohe Nienburg/Weser Pennigsehl Raddestorf Rehburg-Loccum Rodewald Rohrsen Schweringen Steimbke Steyerberg Steyerberg Stöckse Stolzenau Uchte Warmsen Wietzen WarpeKarte
Über dieses Bild

Linsburg ist eine Gemeinde im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen und gehört zur Samtgemeinde Steimbke.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Linsburg liegt am Nordrand des Staatsforstes Grinderwald, circa 10 Autominuten südlich der Kreisstadt Nienburg/Weser.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Besiedlung der Gegend zeigt sich an dem etwa 3,5 Kilometer südöstlich von Linsburg im Grinderwald gelegenen Großsteingrab Linsburg, das vor etwa 4500 Jahren errichtet worden ist. In einer Urkunde aus dem Jahre 1263 wird auf ein Adelsgeschlecht „de Linesburg“ hingewiesen. Ein wahrscheinlich bereits im 16. Jahrhundert bestehendes herzogliches Jagdlager, das im Laufe der Zeit zu einem Jagdschloss mit 10 Gebäuden ausgebaut wurde, ließen sich Ende des 17. Jahrhunderts die Herzöge von Calenberg zum repräsentativen Jagdschloss Linsburg erweitern. Ab 1770 wurde das Schloss abgebrochen, da es seit dem Weggang des Kurfürsten 1714 nach Großbritannien weitgehend ungenutzt war.

Im Jahr 2003 feierte Linsburg sein 800jähriges Bestehen, was auf eine Urkunde aus dem Jahr 1203 mit der erstmaligen Erwähnung des Ortes Linsburg zurückgeht.

Am Bahnhof entstand in den 1950er Jahren eine abgeschlossene Siedlung.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2011[2]
Wahlbeteiligung: 60,00 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,73 %
24,54 %
13,71 %
WG a
Anmerkungen:
a WG Linsburg
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 9 gewählte Mitglieder; ihm gehören gegenwärtig zwei Parteien und eine Wählergemeinschaft an:

  • WG Linsburg: 6 Sitze
  • CDU: 2 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Seit der Kommunalwahl am 10. September 2006 werden (wegen der unter die Grenze von 1000 gesunkenen Einwohnerzahl) nur noch 9 Mandate (zuvor 11) vergeben.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 6. Dezember 1983 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein goldenes Zwölfender-Hirschgeweih mit silbernem Schädel, zwischen den Geweihstangen ein aufgerichtetes Eichenblatt, unter dem Geweih zwei offene silberne Büffelhörner.“

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens stammen vom Heraldiker Heinz Bannier aus Dörverden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Grinderwald befindet sich ein im Jahr 1977 erbauter, 134 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom mit einem Betriebsgeschoss in 80 Meter Höhe.

Steinzeitgrab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das mit fünf Steinen unvollständig erhaltene Großsteingrab Linsburg befindet sich etwa 3,5 Kilometer südöstlich von Linsburg im Grinderwald. Es liegt in einer mit Buchen bestandenen Forstabteilung. Die Stelle wird von alters her als „Bei den fünf Steinen“ bezeichnet. In der näheren Umgebung findet sich mit dem Teufelsbett bei Stöckse ein weiteres Großsteingrab.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linsburg ist in südwestlicher Richtung an die Bundesstraße 6 angeschlossen. Nordöstlich von der Gemeinde verläuft die Bahnstrecke Bremen–Hannover mit einem eigenen Haltepunkt. Es besteht eine S-Bahn-Anbindung im Stundentakt mit der S-Bahn-Linie 2 NienburgHannover HbfHaste.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Linsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. http://wahl.kdo.de/?kommune=Samtgemeinde%20Steimbke&instflash=yes&noflash=&wahl=2011_____Gemeinderatswahl%20Linsburg%2011.09.2011_____110818112435985&showData=tabelle