Lintig

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Lintig
Stadt Geestland
Wappen von Lintig
Koordinaten: 53° 36′ 13″ N, 8° 52′ 46″ O
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 47,27 km²
Einwohner: 1225 (30. Jun. 2017)
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04745, 04756, 04765
Lintig (Niedersachsen)
Lintig

Lage von Lintig in Niedersachsen

Lintig in der Stadt Geestland
Lintig in der Stadt Geestland

Lintig (niederdeutsch Lintig) ist eine Ortschaft der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lintig befindet sich südöstlich des Bederkesaer Sees.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Großenhain und Meckelstedt nach Lintig eingegliedert.[1]

Zum 1. Januar 2015 bildete Lintig mit den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen die neue Stadt Geestland.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Einwohner
1910 0503
1925 0555
1933 0545
1939 0515
1950 0867
1961 1354
1970 1290
1975 1222
1987 1290
1992 1323
Datum Einwohner
1997 1367
2002 1377
2007 1313
2010 1262
2013 1226
2017 1225
0 0

(Quellen: 1910,[3] 1925–1939,[4] 1950;[5] 1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils Volkszählungsergebnisse einschließlich Großenhain und Meckelstedt[1]; 1975,[6] 1987–2013 jeweils am 31. Dezember,[7] 2017 laut Infobox)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Lintig setzt sich aus sieben Ratsherren folgender Parteien zusammen:[8]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister von Lintig ist Heinz-Wilhelm Boldt (CDU). Sein Stellvertreter ist Sascha Krüger (CDU).[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Lintiger Kommunalwappens stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der sämtliche Wappen im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[9]

Wappen von Lintig
Blasonierung:Gespalten, vorn in Rot ein silberner Kranichflügel, hinten in Silber ein aufgerichteter, mit dem Bart nach rechts gekehrter roter Schlüssel.“[9]
Wappenbegründung: Der Kranichflügel ist ein Teil des Wappens des Adelsgeschlechts „von der Lieth“, das im 15. Jahrhundert in „Lyntge“ besitzlich war. Der Schlüssel ist dem Wappen der Stadt Bremen entlehnt, die bis 1654 die Grundherrschaft in Lintig besaß, doch sind Farbe und Stellung des Schlüssels verändert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild der Holländermühle in Lintig
Schleuse in Lintig

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Lintig besteht eine gut erhaltene und restaurierte Galerie-Holländerwindmühle von 1872, die heute mit mehreren Nebengebäuden einem Landhandelsgeschäft als Verkaufsfläche dient
  • Die Steinkiste von Meckelstedt ist eine bronzezeitliche Steinkiste im Dorf

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmale in Lintig

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Jupp Hussels (1901–1984), Schauspieler, Rundfunksprecher und Unterhalter, starb im eingemeindeten Großenhain
  • Martin Brinkmann (* 1976), Autor, Kritiker und Herausgeber, gründete im eingemeindeten Meckelstedt den „Bunte Raben Verlag“

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Elendstein von Großenhain[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 14. März 2019] S. 14).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lintig – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  2. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 430 (Digitalisat [PDF; 454 kB; abgerufen am 8. Mai 2019] S. 4).
  3. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Lehe. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 8. Mai 2019.
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (→ Siehe unter: Nr. 55). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln 1950, S. 52, Sp. 2 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 8. Mai 2019] Landkreis Wesermünde, S. 61).
  6. Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 895 kB) → Siehe unter: Nr. 1923. In: Internetseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1975, abgerufen am 12. Juni 2019.
  7. Bevölkerungszahlen. In: Internetseite Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Abgerufen am 8. Mai 2019.
  8. a b Der Ortsrat von Lintig. In: Internetseite Bürgerinformationssystem der Stadt Geestland. Abgerufen am 8. Mai 2019.
  9. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  10. Männer vom Morgenstern (Hrsg.): „Hake Betken siene Duven“ – Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. 3. Auflage. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.