Linus Giese

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Linus Giese (* 1986 in Bremen) ist ein deutscher Autor, Buchblogger, Buchhändler und Aktivist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giese studierte Germanistik in Bayreuth und Dresden, danach absolvierte er ein Volontariat in einem Medienunternehmen[1]. Seit 2011 betreibt er das Buchblog Buzzaldrins Blog. Im Juni 2017 begann Giese, als Buchhändler zu arbeiten, seit November 2017 in Berlin. Noch im selben Jahr outete er sich als transgender.[2] Giese dokumentiert seither sein Coming-out und sein Leben unter anderem via Twitter und Instagram, wo ihm mehrere tausend Menschen folgen.

Wegen zahlreicher Hassbotschaften und Drohungen nach seinem Coming-out sah Giese sich gezwungen, seine bisherige Arbeitsstelle zu kündigen, da die Adresse gegen seinen Willen im Internet verbreitet worden war.[3] Er arbeitet in der Buchhandlung She Said in Berlin-Neukölln[4] und ist Mitgründer des PEN Berlin.[5] Giese lebt in Berlin.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gieses Buchblog Buzzaldrins Blog fand schon vor seinem Coming-out in der Tagesschau und Radiobeiträgen Erwähnung.[6] Er rezensiert dort vor allem anspruchsvolle zeitgenössische Literatur und ist auf verschiedenen Buchmessen präsent.

Daneben verfasste Giese mehrere Artikel für überregionale Zeitungen, in denen er sich mit Transrechten, Geschlechterrollen und Transfeindlichkeit auseinandersetzt.[7] Er war als Experte mehrfach zu Gast in Podcasts oder Talkshows, u. a. beim WDR mit Georgine Kellermann[8] oder bei Deutschlandfunk Nova[9].

Im August 2020 erschien sein autobiographischer Roman Ich bin Linus im Rowohlt Verlag, in dem er von seinem Leben als trans Mann erzählt.[10]

Buch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Kreienbrink: Diese kleinen Leute. In: ZEIT Online. 15. März 2018, abgerufen am 20. August 2020.
  2. Linus Giese: Mein neues Leben als Linus. In: Tagesspiegel. 20. Dezember 2017, abgerufen am 20. August 2020.
  3. Matthias Kreienbrink: Transgender über Online-Hass: "Die Angriffsfläche ist mein Leben". In: SPIEGEL. 8. April 2018, abgerufen am 20. August 2020.
  4. Wie wir beim Lesen in den Flow kommen. Abgerufen am 7. Juni 2022.
  5. Mitgründer:innen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 18. Juli 2022; abgerufen am 16. Juli 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.penberlin.de
  6. Cornelia Geißler: Linus Giese: „Ich hatte Angst, dass mir mein Name wieder genommen würde“. 17. August 2020, abgerufen am 20. August 2020 (deutsch).
  7. Autorenprofil von Linus Giese. In: Rowohlt Verlag. Abgerufen am 20. August 2020.
  8. Matthias Schwarzer: WDR-Studioleiterin als Transgender-Frau: Georgine Kellermann spricht über ihr Coming-out. 17. Januar 2020, abgerufen am 20. August 2020.
  9. Shanli Anwar (Moderation): "Transmenschen müssen ihre Geschichten selbst erzählen!" Deutschlandfunk Nova, 22. Februar 2019, abgerufen am 20. August 2020.
  10. Nora Noll: Autobiografie von Linus Giese: Euphorische Männlichkeit. In: Süddeutsche Zeitung. 19. August 2020, abgerufen am 20. August 2020.