Linzer Aach

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Linzer Aach
Seefelder Aach
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BW

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Landkreis Sigmaringen, Bodenseekreis
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Torfried bei Herdwangen
47° 53′ 3″ N, 9° 9′ 39″ O47.8841666666679.1608333333333640
Quellhöhe 640 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Unteruhldingen in den Bodensee47.7330555555569.2263888888889395Koordinaten: 47° 43′ 59″ N, 9° 13′ 35″ O
47° 43′ 59″ N, 9° 13′ 35″ O47.7330555555569.2263888888889395
Mündungshöhe 395 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 245 m
Länge 52 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 287 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Uhldingen[1]
AEo: 271 km²
Lage: 2,4 km oberhalb der Mündung
NNQ (04.11.1971)
MNQ 1939/2009
MQ 1939/2009
Mq 1939/2009
MHQ 1939/2009
HHQ (22.09.1968)
216 l/s
1,03 m³/s
3,15 m³/s
11,6 l/s km²
29,7 m³/s
58 m³/s
Linke Nebenflüsse Furtbach, Erlengraben, Aubach, Deggenhauser Aach, Gießbach, Lautenbach
Rechte Nebenflüsse Herdenbach, Wäschbach, Torpenbach, Nellenflurbach
Gemeinden Wald, Pfullendorf, Herdwangen-Schönach, Owingen, Frickingen, Überlingen, Salem, Bermatingen, Uhldingen-MühlhofenVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Die Linzer Aach ist ein rund 52 Kilometer langer, nördlicher bzw. rechter Zufluss des Bodensees und damit des Rheins im Linzgau in Baden-Württemberg (Deutschland).

Nameskunde[Bearbeiten]

Die Linzer Aach trug wohl ursprünglich den Namen Linz, der auf einen keltischen Flussnamen Lentia zurückgeht. Nach dem Fluss wurde der alemannische Teilstamm der Lentienser und, ähnlich wie bei anderen Flüssen, die umgebende Landschaft Linzgau (eine frühmittelalterliche Grafschaft) benannt.

Wie nachfolgend ausgeführt wird der heute Linzer Aach genannte Fluss in seinem Mittellauf auch Salemer Aach bzw. Hintere Aach[2][3] und in seinem Unterlauf und Mündungsbereich Seefelder Aach genannt.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Linzer Aach entspringt im Landkreis Sigmaringen im Herdwanger Ried, einem Moorgebiet zwischen Herdwangen und Alberweiler. Von dort fließt sie durch das bei Ruhestetten (südlicher Gemeindeteil von Wald) gelegene Naturschutzgebiet Ruhestetter Ried, wobei sie ihre ersten Kilometer in nordöstlicher Richtung zu und durch Aach-Linz (west-südwestlicher Stadtteil von Pfullendorf) verläuft. Dabei tangiert sie die Orte Aach im Norden und Linz im Süden. Danach macht sie einen langgestreckten Rechtsbogen, um in entgegengesetzter Richtung zurück durch den Südteil von Linz zu fließen. Anschließend vorbei am kleinen Grimiswald verlaufend nimmt die Linzer Aach südlich von Lautenbach (nordöstlicher Gemeindeteil von Herdwangen-Schönach) den von Westen kommenden Herdenbach auf, und fließt fortan in überwiegend südlicher Richtung. Bei Schönach mündet der aus Richtung Südwesten heran fließende Wäschbach ein.

Unterhalb Schönachs tritt die Linzer Aach in den Aachtobel ein, ein steiles bewaldetes Tal bei Taisersdorf und Hohenbodman (nordöstlicher Gemeindeteil von Owingen), das von der Aach in den weichen Molassesandstein geschnitten wird und als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist; ab dem Aachtobel verläuft die Linzer Aach im Bodenseekreis. Von einem Aussichtsturm (658 m ü. NN), der knapp 200 Meter südlich von Hohenbodman steht, kann die Aussicht über Teile dieses Tobels genossen werden, der zwischen Bruckfelden (westlicher Gemeindeteil von Frickingen) im Norden und Lippertsreute (nordöstlicher Stadtteil von Überlingen) im Süden endet.

Ab diesen zwei Ortschaften durchfließt die Linzer Aach das Salemer Tal. Darin passiert sie unter anderem den Kernort von Frickingen und das Schloss Salem (circa 1,5 Kilometer nördlich von Salem), wird vom Stefansfelder Kanal (benannt nach Stefansfeld, nördlicher Gemeindeteil von Salem) begleitet, der von der Linzer Aach abzweigt und östlich von Buggensegel wieder auf diese stößt, und fließt durch den Kernort der Gemeinde Salem. Ab hier wird der Fluss auch Salemer Aach genannt.

Wenige Hundert Meter nordöstlich des Weilers Wehhausen (zu Salem) mündet die aus Richtung Norden kommende Deggenhauser Aach in die Linzer Aach. Anschließend macht sie bei Ahausen (westlicher Gemeindeteil von Bermatingen), wo sie auch Hintere Aach genannt wird, einen langgestreckten Rechtsbogen, um schließlich überwiegend westwärts zu fließen.

In ihrem Unterlauf und dem Mündungsbereich, auch Seefelder Aach, genannt verläuft die Linzer Aach nach Uhldingen-Mühlhofen, wo sie zwischen der Bodenseeortschaft Unteruhldingen (südwestlicher Gemeindeteil von Uhldingen-Mühlhofen) im Süden und dem Bodenseeweiler Seefelden (westlicher Gemeindeteil von Uhldingen-Mühlhofen) im Norden im Naturschutzgebiet Seefelder Aachmündung in den Überlinger See (Nordwestteil vom Obersee des Bodensees) und damit in den Rhein mündet.

Wasserscheide[Bearbeiten]

Das Quellgebiet der Linzer Aach liegt auf der Rhein-Donau-Wasserscheide, die ein Teil der europäischen Hauptwasserscheide ist. Die Linzer Aach fließt in überwiegend südlicher Richtung in den Bodensee und damit über den Rhein in die Nordsee, der etwas weiter nördlich von deren Quellgebiet entspringende Kehlbach entwässert in zumeist nördlicher Richtung verlaufend über die Fließgewässer Andelsbach und Ablach in die Donau und damit in das Schwarze Meer.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Rheingebiet, Teil I 2009. Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Würtemberg, 2011, S. 75, abgerufen am 26. Januar 2013 (PDF, deutsch, 1,85 MB).
  2. „Hintere Aach“ unter anderem laut „DTK50 BW“ (dig. topogr. Karte; siehe dort beim Flussabschnitt bei Ahausen (Bermatingen-)Ahausen), wird zum Beispiel dort aber auch nur „Aach“ genannt, und laut „Der Große Weltatlas“ (Bertelsmann; 1992)
  3. „Hinter Aach“ (das fehlende „e“ ist evtl. ein Tippfehler) z. B. laut „Der Große Falk-Atlas“ (2003/04 – Deutschland/Europa)