Lion – Der lange Weg nach Hause

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Filmdaten
Deutscher Titel Lion – Der lange Weg nach Hause
Originaltitel Lion
Produktionsland USA, Australien, Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 10[2]
Stab
Regie Garth Davis
Drehbuch Luke Davies
Produktion Emile Sherman,
Iain Canning,
Angie Fielder
Musik Volker Bertelmann,
Dustin O’Halloran
Kamera Greig Fraser
Schnitt Alexandre de Franceschi
Besetzung
Synchronisation

Lion – Der lange Weg nach Hause ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Regisseurs Garth Davis aus dem Jahr 2016. Der Film feierte im Rahmen des Toronto International Film Festivals 2016 seine Premiere und kam am 25. November 2016 in die US-amerikanischen Kinos. Der Film basiert auf dem Roman A Long Way Home (deutscher Titel: Lion: Der lange Weg nach Hause) von Saroo Brierley aus dem Jahr 2014, in dem der Autor seine eigene Lebensgeschichte niederschrieb.

Im Rahmen der Oscarverleihung 2017 erhielt Lion in sechs Kategorien eine Nominierung, darunter als Bester Film und für das Beste adaptierte Drehbuch.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der fünfjährige Junge Saroo lebt in einem kleinen Dorf in Indien mit seiner Mutter, seinem älteren Bruder und einer kleineren Schwester. Eines Tages begleitet er seinen großen Bruder Guddu zur Arbeit und soll eigentlich am Bahnhof auf ihn warten, doch als Guddu nicht auftaucht und auch seine Suche nach ihm erfolglos verläuft, klettert der Junge in einen leeren Zug, um dort auf ihn zu warten. Saroo schläft jedoch ein, und als er aufwacht, ist der Zug unterwegs in die 1600 Kilometer entfernte Millionenmetropole Kalkutta.

Als er dort ankommt, kann er sich nicht verständlich machen, da die Menschen bengalisch sprechen, er aber nur Hindi. Da er zudem seinen Familiennamen nicht kennt und auch den Namen seines Wohnortes falsch ausspricht, weiß er nicht, wie er wieder zurückkommen soll. Saroo muss einige Wochen auf der Straße leben, bis er schließlich von der Polizei in einem Waisenhaus untergebracht und bald von einem australischen Ehepaar aufgenommen und adoptiert wird. Sue und John Brierley bieten dem Jungen in Tasmanien, wo Saroo groß wird, ein liebevolles Zuhause.

Durch Jalebi, eine indische Süß­ig­keit, wird Saroo als Er­wachs­ener an seine frühere Heimat erinnert

Als Erwachsener ist Saroo äußerst ehrgeizig und befindet sich in einer Ausbildung zum Hotelmanager. Bald beginnt er sich allerdings mit der Frage seiner Herkunft zu beschäftigen, und auf einer Party durch eine indische Süßigkeit namens Jalebi an seine Kindheit in Indien erinnert, wird die Sehnsucht nach seiner leiblichen Familie zunehmend größer. Freunde erzählen ihm von Google Earth, einer neuen Technologie, mit der Saroo im Jahr 2008 beginnt, Indien nach dem Bahnhof abzusuchen, an dem er seinen Bruder verloren hatte. Weil er ungefähr weiß, wie lange er im Zug saß und im Internet recherchiert, wie schnell dieser fuhr, ist er in der Lage einen Suchradius zu berechnen, in dem er seine alte Heimat vermutet. Als er sich eines Abends nach jahrelanger Suche auf Google Earth außerhalb des ursprünglichen Suchgebietes die Landschaft ansieht, kommt ihm diese bekannt vor. Er folgt einer Bahnlinie und erkennt einen Wasserturm an einem Bahnhof wieder. Von dort folgt er dem Weg, den er als Kind heimgelaufen war und findet schließlich seinen Heimatort wieder.

Er beschließt, nach Indien zu fliegen, ohne zu wissen, ob seine Mutter, die den Lebensunterhalt mit dem Schleppen von Steinen verdiente, und sein Bruder noch leben. Seiner Adoptivmutter erzählt er davon erst kurz vorher; entgegen seiner Erwartung zeigt sie Verständnis. Auch seine Freundin Lucy versteht anfänglich nicht, warum er ein solches Interesse daran hat, seine leiblichen Verwandten zu finden. Saroo findet seine Mutter und seine Schwester tatsächlich, sein Bruder ist aber in jener Nacht von einem Zug erfasst und getötet worden. Zudem erfährt er, dass er seinen Namen immer falsch ausgesprochen hat, denn eigentlich heißt er „Sheru“, was „Löwe“ bedeutet. Am Ende zeigen dokumentarische Aufnahmen, dass ein Jahr später auch seine Adoptiveltern Saroos indische Heimat besuchen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Bahnhof von Khandwa stieg Saroo als 5-Jähriger in einen Zug

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Saroo Brierley war als 5-Jähriger wirklich in einen Zug eingestiegen und erwachte 14 Stunden später in der ihm fremden Stadt Kalkutta. Dort hatte er sich zunächst wochenlang mit Bettelei über Wasser gehalten, bis er in ein Waisenhaus kam. Weil er weder den Namen der Stadt wusste, aus der er stammte, noch einen Familiennamen nennen konnte, wurde der Junge zur Adoption freigegeben. Das Ehepaar, das ihn adoptierte, lebte in Tasmanien, wohin sie ihn mitnahmen.

Saroo, der noch heute in der Firma seiner Eltern arbeitet, fing als Erwachsener an, mit Hilfe von Google Earth nach seiner früheren Heimat zu suchen. Er suchte die Aufnahmen von ganz Indien nach Anhaltspunkten ab und berechnete schließlich, wie weit er in jener Nacht wohl gefahren sein könnte. Schließlich zog er einen entsprechend weiten Kreis um Kalkutta und kam so zu dem Ort Khandwa in Zentralindien. Saroo zoomte in die Karte hinein und erkannte Vieles wieder, darunter auch einen Springbrunnen, an dem er als Kind gespielt hatte.[3] Nachdem er im Jahr 2012 seine Familie in Indien wiedergefunden hatte, veröffentlichte Brierley 2014 den Roman A Long Way Home, in dem er seine Lebensgeschichte niederschrieb.[4] Das Buch erschien unter dem Titel Mein langer Weg nach Hause auch in deutscher Sprache.[5]

Stab und Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regie übernahm der Australier Garth Davis. Die filmische Adaption des Romans stammt vom Drehbuchschreiber Luke Davies.

Der Schauspieler Dev Patel, mit dem bereits vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten Probeaufnahmen stattfanden[6], ist im Film in der Rolle von Saroo im Erwachsenenalter zu sehen. Als Kind wird Saroo von Sunny Pawar gespielt. Nicole Kidman und David Wenham übernahmen die Rollen seiner australischen Adoptiveltern Sue und John Brierley. Im Juli 2015 wurde die Besetzung von Lucy mit Rooney Mara bekannt, die im Film Saroos Freundin spielt.[7] Abhishek Bharate übernahm im Film die Rolle seines leiblichen Bruders Guddu Khan, Divian Ladwa als Mantosh Brierley die Rolle seines Adoptivbruders und Pallavi Sharda die der indischen Studentin Prama. Die Rolle von Kamla Munshi, Saroos leiblicher Mutter, wurde mit Priyanka Bose besetzt. Deepti Naval spielt Saroj Sood, die Gründerin der indischen Adoptionsbehörde ISSA. Tannishtha Chatterjee ist in der Rolle von Noor und Nawazuddin Siddiqui in der Rolle von Rawa zu sehen.

Iain Canning, einer der Produzenten des Films, sagte über die Besetzung der Hauptrolle mit Patel: „Dev bringt eine unglaubliche Tiefe in diese Rolle, die über alles hinausgeht, was wir bisher von ihm gesehen haben.“ Viele der anderen Schlüsselrollen wurden mit erfahrenen indischen Schauspielern besetzt. So ist Siddiqui, der im Film in der Rolle von Rawa zu sehen ist, einer der größten Filmstars Indiens und wurde vielfach ausgezeichnet. Auch Bose, Chatterjee und Naval sind als Schauspieler in Indien hoch angesehen. Jadhav, der im Film den jungen Mantosh spielt, ist ein indischer Junge, der an einer von einer NGO betriebenen Schule entdeckt wurde. Ladwa ist hingegen wie Patel Brite.[6]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Rolle Synchronsprecher
Dev Patel Saroo Brierley Tino Mewes
Sunny Pawar Saroo als Junge Anshumali Dhillon
Nicole Kidman Sue Brierley Petra Barthel
David Wenham John Brierley Michael Lott
Rooney Mara Lucy Kaya Marie Möller
Pallavi Sharda Prama Shanti Chakraborty
Abhishek Bharate Guddu Khan
Divian Ladwa Mantosh Brierley Marios Gavrilis
Priyanka Bose Kamla Munshi
Deepti Naval Saroj Sood
Tannishtha Chatterjee Noor Ana Purwa
Nawazuddin Siddiqui Rawa
Emilie Cocquerel Annika Jessica Walther-Gabory
Arka Das Sami Imtiaz Haque
Keshav Jadhav Mantosh als Junge Ishaan Dhillon

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden in Indien und ab April 2015 in Australien, unter anderem in Melbourne und Hobart statt.[7] Insgesamt dauerten die Dreharbeiten 53 Tage.[8]

In den ersten sechs Wochen fanden die Dreharbeiten in Indien statt, so in der Industriestadt Indore und in Kalkutta in Westbengalen, wo man an der Howrah Train Station drehte[9], dem ältesten Bahnhof der Stadt und dem größten Komplex innerhalb des indischen Eisenbahnsystems, der sich einige Kilometer westlich des Zentrums der indischen Großstadt befindet und Ankunftsort der wichtigsten Züge von Süden und Westen ist. Diesen verglichen die Produzenten des Films mit dem New Yorker Grand Central Terminal, allerdings würden an der Howrah Station täglich Millionen von Menschen abgefertigt.[8] Weitere Aufnahmen entstanden dort an der Howrah Bridge[6], die über den Hugli Kalkutta mit Howrah verbindet und als eines der Weltwunder Indiens gilt, das von Menschenhand geschaffen wurde.

Im zweiten Teil des Produktionsprozesses wurden die Dreharbeiten auf der Insel Tasmanien fortgeführt, die sich im Süden Australiens befindet. Die dortigen Dreharbeiten erstreckten sich über viereinhalb Wochen.[8] Im April 2015 erfolgten an acht Tagen Aufnahmen in Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien, die im Film zu Saroos neuer Heimatstadt wird.[10] Am nahe der Hafenstadt gelegenen Mount Wellington wurde die Szene gedreht, in der Saroo und Lucy auf die Stadt Hobart blicken. Am Marion Bay erfolgten die Aufnahmen der Szene, in der die Familie am Strand Cricket spielt. Weitere Drehorte in Tasmanien waren die Bruny Island südöstlich von Tasmanien, die im Überflug gefilmt wurde, der Recherche Bay an der Südküste Tasmaniens und Cape Hauy, das die äußerste Spitze der Insel bildet.[11]

Filmmusik und Marketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik wurde von Dustin O’Halloran und Volker Bertelmann alias Hauschka komponiert, die gut miteinander befreundet sind. Der Regisseur Garth Davis hatte nach zwei verschiedenen Komponisten gesucht, die für die Filmmusik der beiden Hälften, in die Lion aufgeteilt ist, verantwortlich sind. Davis wollte Hauschka für die erste Hälfte des Films, weil dessen Musik eine große Menge kindlicher Elemente aufweist und eine gewisse Kühnheit zum Ausdruck bringt. O’Halloran übernahm die Komposition der Filmmusik in der zweiten Hälfte des Films, der von einer eher emotionalen Geschichte geprägt ist. Hauschka und O’Halloran arbeiteten anfänglich getrennt voneinander in ihren jeweiligen Studios in Düsseldorf und Los Angeles und setzten sich erst später zusammen, um ihre Ideen zusammenzubringen.[12] Insgesamt hatten Hauschka und O’Halloran sechs Monate an der Musik für den schon so gut wie fertigen Film gearbeitet.

Der deutsche Komponist Hauschka wurde durch seine mit Hilfe präparierter Klaviere eingespielten Musikstücke bekannt. Der Regisseur Garth Davis hatte in Melbourne ein Konzert von Bertelmann besucht, bei dem der Musiker auf der Bühne beschrieben hatte, dass ihm ein solches Konzert innerlich wie eine Zugfahrt durch verschiedene Städte vorkomme. Dieses Bild hatte Davis gefallen, und genau eine solche Musik wollte er auch für seinen Film.[13]

Das Lied Never Give Up wurde von der australischen Sängerin und Komponistin Sia eingesungen.[14] Dieses Lied wurde am 18. November 2016 als Single veröffentlicht[15] und stieg auf Platz 15 in die iTunes Soundtrack Charts Top 100 ein.[16] Das Lied ist zudem das erste Lied des Soundtracks zum Film, der insgesamt 19 Tracks umfasst, am 25. November 2016 von Sony Classical in digitaler Version veröffentlicht wurde[17] und am 2. Dezember 2016 als CD erschien.

Kritiker wie Scott Feinberg von The Hollywood Reporter erachteten bereits vor der Premiere die Filmmusik als Oscar-würdig, auch wenn nur wenige Passagen daraus bekannt waren.[18][19] Für ihre Arbeit wurden Hauschka und O’Halloran im Rahmen der Golden Globe Awards 2017 im Dezember 2016 gemeinsam in der Kategorie Beste Filmmusik nominiert.[20] Ebenfalls im Dezember 2016 wurde der Soundtrack als Anwärter bei der Oscarverleihung 2017 in der Kategorie Beste Filmmusik in die Kandidatenliste (Longlist) aufgenommen.[21] Das auf dem Soundtrack enthaltene Lied Never Give Up wurde in die Longlist für den Besten Filmsong aufgenommen.[22]

Im August 2016 wurde ein erster Trailer zum Film veröffentlicht.[23]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Weinstein Company sicherte sich im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2014 die weltweiten Vertriebsrechte für den Film, mit der Ausnahme von Australien und Neuseeland, wo der Film von Transmission Films vertrieben wird.[7]

Der Film feierte am 10. September 2016 im Rahmen des Toronto International Film Festivals 2016 seine Premiere.[24] Im Oktober 2016 wurde der Film im Rahmen des London Film Festivals vorgestellt und kam am 25. November 2016 in die US-amerikanischen Kinos. Den Verleih in Deutschland übernahm Universum Film. Ein deutscher Kinostart erfolgte am 23. Februar 2017.[25]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Film FSK 12. In der Freigabebegründung heißt es: „Einzelne dramatische und bedrohliche Situationen können [...] Kinder im Grundschulalter auch wegen der leichten Identifikation mit der Hauptfigur übermäßig belasten. Doch 12-Jährige sind in der Lage, sich ausreichend zu distanzieren. Die vielen ruhigen Passagen, die klare emotionale Orientierung mit positiver Auflösung der Konflikte sowie die Betonung von familiärer Harmonie geben ihnen ausreichend Halt, sodass für diese Altersgruppe keine Überforderung anzunehmen ist.“[26]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Schauspieler Dev Patel, der im Film Saroo spielt, und der
Regisseur Garth Davis bei der Premiere des Films in Toronto

Der Film konnte 82 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen (von insgesamt 73 Kritikern, Stand 14. Dezember 2016).[27]

Bereits vor seiner Premiere wurde der Film als einer der vielversprechendsten Anwärter auf die Auszeichnung als Bester Film bei der Oscarverleihung 2017 gehandelt[28][29], und auch The Weinstein Company setzte diesbezüglich große Hoffnungen in den Film.[30] Scott Feinberg von The Hollywood Reporter sieht neben dem Film auch Garth Davis als Regisseur, Luke Davies für seine Arbeit am Drehbuch, Grieg Fraser für seine Arbeit an der Kamera und Filmeditor Alexandre de Francheschi als mögliche Kandidaten. Als denkbaren Besten Nebendarsteller und als mögliche Beste Nebendarstellerinnen bringt Feinberg zudem Dev Patel, Nicole Kidman und Rooney Mara ins Gespräch.[18]

Peter Debruge von Variety spricht von der Verfilmung eines bemerkenswerten Drehbuchs, von einem eleganten, tiefen und einfühlsamen Ansatz und von herrlichen Breitbildaufnahmen, wobei viele davon aus hochauflösenden Draufsichten bestehen. Lion, so Debruge, sei als Spielfilmdebüt eine gute Werbung für den Regisseur, der zuvor selbst Werbespots drehte.[24]

Marcel Reich von Welt Online erklärt, dass der Film sehr viel besser sei, als sein Trailer, was er als außergewöhnlich empfindet: „Während der Trailer vermuten lässt, dass der Film die meiste Zeit in der Jetzt-Zeit spielt und die Kindheit nur durch Flashbacks erzählt wird, ist in Wirklichkeit die komplette erste Hälfte Saroos Kindheit in Indien gewidmet.“[31]

Bettina Peulecke von NDR Kultur meint, die schönsten Geschichten schreibe bekanntermaßen immer noch das Leben. Wenn man diese auf die Leinwand bringe, könne das allerdings fürchterlich in die Hose gehen, so Peulecke, was bei Lion jedoch nicht der Fall sei, und der Verfilmung gelinge die Balance zwischen Rührung und Realismus in ehrlichen Bildern, die sich wohltuend vom farbenprächtig bis kitschigen Indienklischee abheben.[32]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen besonders guten Start hatte der Film in Australien, wo er am 19. Januar 2017 seine Premiere feierte und Platz 1 der Kino-Charts erreichte. Auch in Neuseeland erreichte der Film die Spitze der Kino-Charts. In Deutschland verzeichnet Lion 387.632 Besucher.[33] Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich bislang auf 126,8 Millionen US-Dollar, wobei mehr als 50 Millionen US-Dollar in den USA erwirtschaftet wurden.[34]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film und die Beteiligten erhielten eine große Zahl von Nominierungen und Auszeichnungen, darunter zwei Auszeichnungen und zudem drei Nominierungen im Rahmen der AACTA International Awards 2017[35], mehrere Nominierungen im Rahmen der NAACP Image Awards 2017[36], eine Nominierung im Rahmen der Excellence in Production Design Awards 2017[37] und eine Nominierung im Rahmen der Costume Designers Guild Awards 2017 für Cappi Ireland.[38] Im Rahmen der Oscarverleihung 2017 erhielt Lion in sechs Kategorien eine Nominierung, darunter als Bester Film und für das Beste adaptierte Drehbuch. Die folgende Auflistung enthält eine Auswahl der bekanntesten Preisverleihungen.

American Society of Cinematographers Awards 2017

Artios Awards 2017

  • Nominierung für das Beste Casting in der Kategorie Studio or Independent Drama[40]

British Academy Film Awards 2017

Critics’ Choice Movie Awards 2016 (Dezember)

Directors Guild of America Awards 2017

  • Nominierung als Beste Filmproduktion 2016 (Garth Davis)
  • Auszeichnung als Beste Filmproduktion eines Spielfilmregiedebüts 2016 (Garth Davis)[44][45]

Evening Standard British Film Awards 2017

Golden Globe Awards 2017

Nicole Kidman, hier bei der Premiere beim Toronto International Film Festival 2016, spielt im Film Saroos Adop­tiv­mut­ter Sue Brierley

Hollywood Film Award 2016

  • Auszeichnung mit dem Hollywood Supporting Actress Award (Nicole Kidman)[49]

Hollywood Music In Media Awards 2016

  • Nominierung als Beste Filmmusik (Dustin O’Halloran & Hauschka)[50]

Oscarverleihung 2017

Producers Guild of America Awards 2017

Satellite Awards 2016

  • Nominierung als Bester Film
  • Nominierung für das Beste adaptierte Drehbuch (Luke Davis)
  • Nominierung für den Besten Filmschnitt (Alexandre de Francheschi)
  • Nominierung als Beste Nebendarstellerin (Nicole Kidman)
  • Nominierung als Bester Nebendarsteller (Dev Patel)[53]

Saturn Awards 2017

Screen Actors Guild Awards 2017

  • Nominierung als Bester Nebendarsteller (Dev Patel)
  • Nominierung als Beste Nebendarstellerin (Nicole Kidman)[55]

Washington DC Area Film Critics Association Awards 2016

  • Nominierung als Bester Kinderdarsteller (Sunny Pawar)
  • Nominierung für das Beste adaptierte Drehbuch (Luke Davies)[56]

Young Artist Awards 2017

  • Nominierung als Bester Hauptdarsteller in einem Spielfilm in der Kategorie Young Actor (Sunny Pawar)[57]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Lion – Der lange Weg nach Hause. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 165521/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Lion – Der lange Weg nach Hause. Jugendmedien­kommission.
  3. Saroo Brierley: A Long Way Home. A Memoir. Penguin 2014 (e-book, Version_1, sine pagina).
  4. Verlorener Sohn findet Mutter mit Google Earth In: heute.at. Abgerufen am 7. August 2016.
  5. Mein langer Weg nach Hause In: ullsteinbuchverlage.de. Abgerufen am 7. August 2016.
  6. a b c 'Lion', Starring Dev Patel, Nicole Kidman, and Rooney Mara, Notches Four Golden Globe Nominations (Including Best Picture) and Zurich Film Festival Diversity in Film Award In: Vanity Fair, 29. Dezember 2016.
  7. a b c Alex Ritman: Rooney Mara Joins Weinstein Co.'s 'Lion' Alongside Nicole Kidman and Dev Patel In: The Hollywood Reporter, 7. April 2015.
  8. a b c Brian Brooks: 'Lion' For Thanksgiving? Dev Patel, Nicole Kidman & Rooney Mara Star In Awards Hopeful – Specialty B.O. Preview In: deadline.com, 23. November 2016.
  9. Cailey Rizzo: Where 'Lion' Shot All Those Incredible Tasmanian Scenes In: travelandleisure.com. Abgerufen am 7. Januar 2017.
  10. Emma Hope: Oscars buzz starts early for Saroo Brierley’s blockbuster biopic Lion In: couriermail.com.au, 2. September 2016.
  11. Cailey Rizzo: Where 'Lion' Shot All Those Incredible Tasmanian Scenes In: travelandleisure.com. Abgerufen am 7. Januar 2017.
  12. Jon Burlingame: Unusual Musical Approaches Pay Dividends for 'Moonlight', 'Nocturnal Animals', 'Lion' In: Variety, 1. Dezember 2016.
  13. Alexander Esch: Hauschka komponiert jetzt für Hollywood In: wz.de, 29. Juli 2016.
  14. Danielle Jackson: Sia releases new single, 'Never Give Up', from the 'Lion' soundtrack In: Entertainment Weekly, 18. November 2016.
  15. Anstehender Charthit des Soundtracks von 'Lion'. Sia - Never Give Up In: dance-charts.de, 21. November 2016.
  16. The USA iTunes Soundtrack Charts Top 100 In: musicchartfeeds.com. Abgerufen am 29. November 2016.
  17. Original Motion Picture Soundtrack (OST) from the movie Lion In: soundtracktracklist.com. Abgerufen am 26. November 2016.
  18. a b Scott Feinberg: Feinberg Forecast: The First Look at the 89th Oscar Race In: The Hollywood Reporter, 9. September 2016.
  19. And the predicted Nominees are In: awardscircuit.com. Abgerufen am 10. September 2016.
  20. Musiker Hauschka ist für Golden Globe nominiert In: Westdeutsche Zeitung, 12. Dezember 2016.
  21. 145 Original Scores In 2016 Oscar Race In: oscars.org, 13. Dezember 2016.
  22. 91 Original Songs Vie for 2016 Oscar In: oscars.org, 13. Dezember 2016.
  23. Markus Trutt: 'Lion': Dev Patel, Nicole Kidman und Rooney Mara im ersten rührenden Trailer zum Drama mit Oscar-Chancen In: filmstarts.de, 26. August 2016.
  24. a b Peter DebrugeToronto Film Review: 'Lion' In: variety.com, 10. September 2016.
  25. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 8. September 2016.
  26. Freigabebegründung für Lion In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 24. Februar 2017.
  27. Lion In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  28. Markus Trutt: "Lion": Dev Patel, Nicole Kidman und Rooney Mara im ersten rührenden Trailer zum Drama mit Oscar-Chancen In: filmstarts.de, 26. August 2016.
  29. Anne Thompson: 2017 Oscar Predictions: Best Picture In: indiewire.com, 13. Juni 2016.
  30. Zack Sharf: 'Lion' Trailer: Inspirational True Story Is The Weinstein Company’s Major Oscar Hopeful In: indiewire.com, 25. August 2016.
  31. Marcel Reich: Oscar-Kandidat 'Lion'. Dies ist ein Film, der will, dass wir weinen In. Welt Online, 22. Februar 2017.
  32. Bettina Peulecke: 'Lion' – Eine Familie findet zusammen In: NDR Kultur, 22. Februar 2017.
  33. Top 100 Deutschland 2017 In: insidekino.com. Abgerufen am 28. März 2017.
  34. Lion In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 28. März 2017.
  35. Mel Gibson, Nicole Kidman, Emma Stone win International AACTA awards In: brisbanetimes.com.au, 7. Januar 2017.
  36. Ruth Kinane: Beyoncé leads the pack of 2017 NAACP Image Awards nominees In: Entertainment Weekly, 13. Dezember 2016.
  37. Patrick Hipes: Art Directors Guild Awards Nominations: 'Rogue One', 'Game Of Thrones' & More In: deadline.com, 5. Januar 2017.
  38. Dave McNary: 'Rogue One', 'La La Land', 'Fantastic Beasts' Nab Costume Designers Guild Nominations In: Variety, 12. Januar 2017.
  39. Patrick Hipes: ASC Awards: Cinematographers Unveil Film Nominees In: deadline.com, 11. Januar 2017.
  40. Denise Petski: Casting Society Unveils 2017 Artios Awards Film Nominees In: deadline.com, 3. Januar 2017.
  41. Leo Barraclough: BAFTA Film Award Nominations: 'La La Land' Leads Race In: Variety, 9. Januar 2017.
  42. Patrick Hipes: BAFTA Awards: 'La La Land' Wins Best Film In: deadline.com, 12. Februar 2017.
  43. Gregg Kilday: 'La La Land,' 'Arrival,' 'Moonlight' Top Critics' Choice Nominations In: The Hollywood Reporter, 1. Dezember 2016.
  44. DGA Film Nominees Include Nate Parker, 'Deadpool's' Tim Miller, Barry Jenkins, Damien Chazelle In: The Hollywood Reporter, 12. Januar 2017.
  45. DGA Awards Winners: Complete List In: Variety, 4. Februar 2017.
  46. Evening Standard British Film Awards: Kate Beckinsale and Hugh Grant crowned In: standard.co.uk, 8. Dezember 2016.
  47. William Moore: Evening Standard British Film Awards – The shortlist In: standard.co.uk, 24. November 2016.
  48. Luca Celada: The 74th Golden Globe Nominations: La La Land, Moonlight And Emerging TV Talent In: goldenglobes.com, 12. Dezember 2016.
  49. JT/CSTF! to be honored at Hollywood Film Awards In: atrl.net, 29. Oktober 2016.
  50. 2016 Hollywood Music in Media Awards Nominations Announced In: filmmusicreporter.com, 2. November 2016.
  51. Here Are the 2017 Oscar Nominations In: time.com, 24. Januar 2017.
  52. Hilary Lewis und Ashley Lee: 2017 PGA Film Nominees Include 'Deadpool,' 'Moonlight,' 'La La Land'; 'Westworld,' 'Stranger Things,' 'Atlanta' Among TV In: The Hollywood Reporter, 5. Januar 2017.
  53. Jazz Tangcay: Satellite Nominations Announced In: awardsdaily.com, 29. November 2016.
  54. The 43rd Annual Saturn Awards nominations are announced for 2016 In: saturnawards.org. Abgerufen am 2. März 2017.
  55. Tracy Brown: Screen Actors Guild Awards nominations 2017: Complete list of nominees In: Los Angeles Times, 14. Dezember 2016.
  56. The 2016 WAFCA Awards In: dcfilmcritics.com. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
  57. 2017 Nominations In: youngartistawards.org. Abgerufen am 25. März 2017.