Lior Shambadal

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Lior Shambadal

Lior Shambadal (hebräisch ליאור שמבדל‎; * 14. Mai 1950 in Tel Aviv) ist ein israelischer Dirigent.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lior Shambadal studierte Bratsche, Posaune, Komposition und Dirigieren in seiner Heimatstadt Tel Aviv und anschließend in Salzburg am Mozarteum und in Wien. Zu Dirigierstudien weilte er bei Carlo Maria Giulini, Igor Markevitch, Sergiu Celibidache und Franco Ferrara. Shambadal schloss seine Studien ab u. a. in elektronischer Musik in Wien und Komposition in Frankreich bei Witold Lutosławski.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dirigent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine umfangreiche Konzerttätigkeit verbindet Lior Shambadal mit Orchestern in Israel und dem europäischen Raum:

  • 1980 Chefdirigent des Haifa Symphonie-Orchesters
  • 1986 bis 1993 Leiter des Kibbutz-Kammerorchesters in Tel Aviv; mit ihm unternahm er zahlreiche Tourneen durch Europa
  • 1993 bis Ende der Spielzeit 1999/2000 Generalmusikdirektor des Pfalztheaters Kaiserslautern; dort war er maßgeblich an der Eröffnung des neuen Theaters beteiligt.
  • seit 1997 Chefdirigent der Berliner Symphoniker
  • von 2000 bis 2003 war er zusätzlich Chefdirigent des Sinfonie-Orchesters RTV-Slovenia Ljubljana.

Durch Gastdirigate mit internationalen Orchestern sowie durch CD- und Fernsehproduktionen ist Lior Shambadal international bekannt.

Als Komponist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shambadal ist Gründer des Ensembles der Komponistengruppe Acustic 7/11 und des Ensembles für Neue Musik. Als solcher ist er auch als Komponist auf verschiedenen Gebieten – von der Kammermusik über Liedkompositionen bis zu symphonischen Werken – hervorgetreten.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niccolò Paganini: Konzerte für Violine und Orchester I – VI. Ae-Kyung Song-Krist, Mechernich 2007
  • Piano concertos. Ae-Kyung Song-Krist, Mechernich 2005
  • Die ganze Welt der Klassik. Universal Music, Berlin 2005
  • Astor Piazzolla: Adios Noniño. Koch Universal, Planegg [2004]
  • Magret Wolf: Kirisk. BMG Ariola, München [u. a.] [2003]
  • Double concertos. BMG Ariola, München [u. a.] [2002]
  • Elena Zaremba – Portrait. BMG Ariola, Hamburg / München [2001]
  • Die schönste Klassik zum Träumen. Koch International, München [2001]
  • Robert Schumann: Overtures. BMG Ariola, Hamburg / München [2001]
  • Rhapsody for Klezmer. Koch International, München [2000]
  • And the angels sing. Koch International, München [1999]
  • Giora Feidman plays Bloch, Olivero, Ora Bat Chaim. Koch International, München [1997]
  • Trombone concertos. Claves-Verlag, Thun / Helikon Harmonia Mundi, Eppelheim, Vertrieb [1996]
  • Franz Hummel: Gesualdo. BMG Ariola, Hamburg / München [1996]
  • Violin concertos. Claves-Verlag, Thun / Helikon-Musikverlag, Heidelberg, Vertrieb [1993]
  • Return to the south. Network-Medien-Cooperative, Frankfurt (Main) [1992]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]