Lippische Landes-Zeitung

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Lippische Landes-Zeitung

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Lippischer Zeitungsverlag
Erstausgabe 1767
Erscheinungsweise Mo-Sa
Verkaufte Auflage
(IVW 3/2017, Mo–Sa)
37.194 Exemplare
Chefredakteur Ralf Freitag
Weblink Lippische Landes-Zeitung
Landes-Zeitung, 1905

Die Lippische Landes-Zeitung (Abkürzung LZ) ist eine Tageszeitung für den Kreis Lippe, die sich auf die 1767 gegründeten Lippischen Intelligenzblätter zurückführt. Seit 1878 erscheint das Blatt unter seinem heutigen Titel. Die LZ ist damit eine der ältesten Tageszeitungen in Deutschland. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die LZ gleichgeschaltet. Sie ging 1936 in dem NS-Parteiblatt Lippische Staatszeitung auf, nachdem der damalige LZ-Verleger Max Staercke den Zeitungsverlag für 100.000 Reichsmark verkauft hatte. Die Zeitung konnte erst nach Aufhebung der Lizenzpflicht für Presseprodukte am 19. November 1949 wieder erscheinen. Neuer Verleger war Hermann Bösmann, der den Druckereibetrieb bereits seit 1945 von den britischen Besatzungsbehörden gepachtet hatte.

Die LZ erscheint in der Region zwischen Detmold und Augustdorf im Süden, Oerlinghausen und Bad Salzuflen im Westen, Kalletal im Norden und Blomberg sowie Lügde im Osten. Die verkaufte Auflage beträgt 37.194 Exemplare, ein Minus von 18,1 Prozent seit 1998.[1] Die Redaktion hat ihren Hauptsitz in Detmold. Weitere Standorte für Geschäftsstellen und Redaktionsbüros sind die Städte Lage, Bad Salzuflen, Lemgo und Blomberg.

Das Blatt berichtet werktäglich auf rund 14 Lokalseiten plus Lokalsport aus dem Kreis Lippe. Die Zeitung kooperiert mit der Neuen Westfälischen aus Bielefeld, von der die Lippische Landes-Zeitung die Mantelseiten übernimmt, und ist an Radio Lippe beteiligt.

Der Verleger ist Rainer Giesdorf, als weitere Geschäftsführer fungieren Max Giesdorf (Märkte und Distribution) sowie Redaktionsleiter Ralf Freitag (Medien und Kommunikation).[2] Die Zeitung wird im Medien Centrum Giesdorf (MCG) bei der Druckerei und Verlag Hermann Bösmann GmbH in Detmold gedruckt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lippische Landes-Zeitung sieht sich in der Tradition der 1767 gegründeten Lippischen Intelligenzblätter. Die in Lemgo gedruckten Blätter erschienen bis 1842 und wurden vom Regierungs- und Anzeigeblatt am Verlagsort Detmold abgelöst. Mit der Ausgabe vom 2. Januar 1878 ersetzte die Lippische Landes-Zeitung das Regierungs- und Anzeigeblatt.[3][4]

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lippische Landes-Zeitung hat in den vergangenen Jahren leicht an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 18,1 Prozent gesunken.[5] Sie beträgt gegenwärtig 37.194 Exemplare.[6] Das entspricht einem Rückgang von 8234 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 88,8 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[7]


Mit der Zeitung verbundene Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Neumann-Hofer, Verleger der Zeitung (1899–1920) und Mitglied des Landtages des Landes Lippe
  • Max Staercke, Chefredakteur und von 1920 bis 1936 Verleger der Zeitung, Mitglied des Volks- und Soldatenrates des Landes Lippe und Mitglied des Landtages des Landes Lippe
  • Artur Schweriner, deutscher Schriftsteller und Journalist, schrieb freiberuflich für die Zeitung
  • Gerhard Latzel, Schachkomponist der Zeitung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  2. Silke Buhrmeister: Ralf Freitag leitet Medien-Bereiche der Lippischen Landes-Zeitung. In: LZ.de. 2. Januar 2014.
  3. Informationen zur Unternehmensgeschichte auf der Verlagshomepage, abgerufen am 21. Februar 2016
  4. Arno Schröder: Die Geschichte des Zeitungswesens in Lippe. Meyersche Hofbuchhandlung, Detmold 1932, S. 75.
  5. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  6. laut IVW, drittes Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  7. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)

Koordinaten: 51° 57′ 32″ N, 8° 50′ 51″ O