Lisa Badum

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Lisa Badum, MdB

Lisa Hildegard Badum[1] (* 2. Oktober 1983 in Forchheim) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen).

Von 2016 bis 2018 war sie Bezirksvorsitzende der Grünen Oberfranken[2], im September 2017 wurde sie in den 19. Deutschen Bundestag gewählt.[3] Sie ist klimapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.[4] Sie setzt sich besonders für den Ausbau der Erneuerbaren Energien mittels einer bürgernahen Energiewende,[5] für die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Treibhausgasen und für einen CO2-Preis[6] ein. Im Februar 2019 schlug sie die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis vor.[7]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badum besuchte von 1990 bis 1994 die Anna-Volksschule in Forchheim. Nach dem Abitur am dortigen Ehrenbürg-Gymnasium begann sie 2003 ein Studium der Politikwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, welches sie 2010 erfolgreich abschloss. Sie verbrachte zwei Semester ihres Studiums in Thessaloniki in Griechenland.[8][9]

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits als Jugendliche engagierte sich Badum bei der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.[9] An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg setzte Badum ihr Engagement fort, u. a. als Senatorin und als Begründerin des gleichstellungspolitischen Referats. Über die Grüne Hochschulgruppe sowie MdB Ursula Sowa kam sie 2005 zu Bündnis 90/Die Grünen. Seit Mai 2008 ist Badum Kreisrätin für den Landkreis Forchheim.

Im Zuge ihrer Tätigkeit bei einem grünen Energieversorger setzte sich Badum politisch verstärkt für die „Bürgerenergiewende“ ein. Seit 2014 ist sie Mitglied des Vorstands bei Bürgerenergie Bayern.

Im Dezember 2008 wurde sie als grüne Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2009 für den Wahlkreis 236 (Bamberg-Forchheim) nominiert und auf Platz 15 der bayerischen Landesliste gewählt, was für den Einzug in den Bundestag nicht reichte. Bei der Bundestagswahl 2013 verpasste sie auf Platz 13 der Landesliste erneut den Einzug, dieser gelang ihr schließlich 2017 auf Listenplatz 11.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2010 bis zum Herbst 2013 arbeitete Badum als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro von MdB Uwe Kekeritz in Fürth. Von 2012 bis zu ihrer Wahl in den Bundestag 2017 war sie im Bereich Bürgerenergie bei dem grünen Energieversorger Naturstrom tätig.[8][9]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ihr kommunal- und gleichstellungspolitisches Engagement wurde Badum 2015 mit dem Helene-Weber-Preis ausgezeichnet, der ihr von Familienministerin Manuela Schwesig überreicht wurde.[1]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lisa Badum ist Mitglied bei Terre des Femmes, Bund Naturschutz, Bürgerenergie Bayern, Verein Nationalpark Nordsteigerwald, Energie- und Klimaallianz Forchheim und der Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lisa Badum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2017 in Bayern, abgerufen 25. September 2017
  2. Thorsten Gütling: Bauer und Schmid führen Oberfrankens Grüne. In: Nordbayern.de. Verlag Nürnberger Presse, 18. Oktober 2018, abgerufen am 20. März 2019.
  3. ANNA LIENHARDT: Bundestagswahl 2017: Lisa Badum (Grüne) schafft es in den Bundestag. In: infranken.de. 25. September 2017, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  4. Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: Abgeordnete - Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Abgerufen am 18. Juni 2018 (deutsch).
  5. abgeordnetenwatch.de | Profil von Lisa Badum, DIE GRÜNEN - Bundestag. Abgerufen am 20. März 2019.
  6. Bundesregierung rechnet mit steigenden Emissionen. Abgerufen am 20. März 2019 (deutsch).
  7. Grünen-Politikerin fordert Friedensnobelpreis für Greta Thunberg. 6. Februar 2019, abgerufen am 20. März 2019 (deutsch).
  8. a b Jung und kampferprobt: Lisa Badum will in den Bundestag in nordbayern.de, abgerufen 26. Oktober 2017
  9. a b c Tobias Baier: Lisa Badum. In: Aus dem Hintergrund. 25. Januar 2018, abgerufen am 25. Januar 2018.
  10. Deutscher Bundestag - Lisa Badum. Abgerufen am 20. März 2019.