Lisa Davis

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Lisa Davis (* 15. Oktober 1963 in den USA) ist eine US-amerikanische Managerin und Chemieingenieurin. Seit August 2014 ist sie Mitglied des Vorstandes von Siemens und dort Leiterin des Siemens Sector Energy.

Lisa Davis hat als erstes Vorstandsmitglied von Siemens ihren Arbeitsplatz in den USA, in Houston, Texas. Bei Siemens ist sie die Nachfolgerin von Michael Süß. Nach Medienberichten ist sie die bestbezahlte Managerin eines deutschen Unternehmens.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Davis studierte Chemieingenieurwesen an der University of California in Berkeley, das Studium schloss sie mit einem Bachelor ab. Ab 1985 war sie Ingenieurin bei der Firma Chevron, im Bereich Produktion Region West. 1986 wechselte sie zur Exxon Corporation, ab 1987 war sie als Ingenieurin in der Geschäftsentwicklung der Texaco tätig. Bei Texaco wurde sie 1990 Ingenieurin in der Prozessabteilung und ab 1993 Managerin in der Betriebsplanung. 1996 wurde sie Betriebsleiterin bei Texaco. Ab 1998 war sie für Royal Dutch Shell tätig, mit Sitz zunächst in den USA, später in London.

Bei Shell war sie zunächst Vice President für Betrieb und Instandhaltung bei Shell Oil Products, ab 2000 dann Vice President für Strategie & Portfolio. Nach mehreren weiteren Stationen bei Shell in den USA und Europa war sie zuletzt ab 2012 Executive Vice President für Strategie, Portfolio & Alternative Energien bei Shell mit Standort in London, wo sie administrativ direkt unter dem Vorstand tätig war. Seit 2014 ist sie bei Siemens verantwortlich für die Bereiche Power and Gas, Wind Power and Renewables und Power Generation Services.

Nach Medienberichten wurde sie von Siemens in den Vorstand geholt, weil Siemens am nordamerikanischen Schiefergasboom durch Hydraulic Fracturing teilhaben will. Zugleich soll sie das Unternehmen Dresser-Rand, das im Jahr 2014 von Siemens übernommen wurde, integrieren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Laut einem Bericht von Rüdiger Köhn in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verdient sie 4,6 Millionen Euro pro Jahr, siehe Das ist Deutschlands bestbezahlte Managerin, FAZ 5. Januar 2015 (online), Druckfassung 6. Januar