Lisa M. Stybor

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Bei der Arbeit. Sizilien (1997)
Am Bach III Öl auf Nessel 150 × 200 cm (2015)

Lisa Maria Stybor[1][2] (* 1953 in Aachen; meist Lisa M. Stybor) ist eine deutsche Malerin und Zeichnerin.[3] Sie unterrichtete Farbe, Fläche, Raum / Bildnerisches Gestalten an der Hochschule Anhalt in Dessau.[4]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morgenröte Monte Subasio Assisi, Italien Acryl auf Papier 18 × 26 cm (2013)
Zerstörte Stadt. Das Erdbeben von L'Aquila 70 × 100 cm Graphit auf Papier (2017)

Stybor wuchs in Aachen auf. Von 1981 bis 1986 studierte sie Design, Malerei und Plastik an der Fachhochschule Aachen.[5] 1987/1988 brachte sie ein Fulbright Stipendium für anderthalb Jahre an die University of Oklahoma, Norman (USA), wo sie den Abschluss als Master of Fine Arts in Art (Painting) erlangte.[6][7]

Von 1989 bis 1991 hatte Stybor Lehraufträge an der Fachhochschule Aachen[5] sowie 1992 und 1993 Lehraufträge an der Fachhochschule Düsseldorf.[7]

Seit 1989 ist sie Mitglied der Darmstädter Sezession.

Von 1993 bis 2016 war Stybor Professorin für Künstlerische Grundlagen in den Fachbereichen Design und Architektur, Hochschule Anhalt, Dessau (FH).[7]

Stybor lebt in Berlin.[8]

». . . Mit jeder neuen Entscheidung, jedem neuen Schritt bewegst du dich vorwärts, und der Lichtkegel wandert mit. Und wieder wird ein kurzes, neues Stück des Weges sichtbar. Die Sicherheit, die du an einem Tag gewonnen hast, kann beim nächsten Tag, beim nächsten Schritt, schon wieder verloren sein. Das Einzige, was hilft, ist: keine Angst haben, weiter gehen und ab und zu einen Blick zurück auf deinen Weg werfen.«

Lisa M. Stybor: Lied von der Erde - Song of the Earth, 2017[9]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

See Graphit auf Karton 29,2 × 20,1 cm Riesengebirge (Polen, 2009)

Stybor stellt mit ihrer Arbeitsweise, dem Konzept der Präsentation ihres Oeuvres, die Liniarität der Zeit radikal in Frage. In ihrer OPER/A „Lied von der Erde“, die circa 100 Arbeiten aus 20 Jahren ihres Schaffens vereint, bricht sie mit der linearen Entwicklung des künstlerischen Schaffens ebenso wie mit der linearen Wahrnehmung. Durch unterschiedlichste Ausdrucksweisen und Themen stellt sie das zeitliche Nebeneinander von vier Aspekten (Geburt, Entfaltung, Zerstörung (Sterben) sowie das Unfassbare (die Verwandlung)) der Welt dar.[10][11]

Völkermord an den Armeniern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Völkermord an den Armeniern ist, seitdem Stybor das erste Mal um 1998 von einem armenischen Studenten davon hörte, zu einem Kernstück ihrer Arbeit geworden. Sie widmete diesem Thema den Zyklus zum Völkermord an den Armeniern.[12] Stybor hat dieses Thema unter anderem in ihrer Ausstellung „1915 – AGHET- Weg der Tränen“ verarbeitet.[13][14]

Lehre und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wandbild DER_KEIN_BUCH_LESENDE (Dessau, 2011)

Im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit entwickelte Stybor gemeinsam mit Studenten eines zweiten Semesters 2011 Ideen zum Thema „2020 - Kulturfreie Zone Dessau?“. Realisiert wurde der Entwurf der Studentin Arlett Streich DER_KEIN_BUCH_LESENDE.[15]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987 + 1988 Studium der Malerei, MfA in Art, University of Oklahoma, Norman, USA (Fulbright Stipendien)[16]
  • 1988 T.G.Mays Purchase Award, Uni. Oklahoma[5]
  • 1988 Stipendium aus dem Ben Barnett Memorial Fund, Uni. Oklahoma[5]
  • 1989 Preis für junge Künstler der neuen Darmstädter Sezession, Darmstadt[5]
  • 1990 Preis zur Förderung von jungen Künstlern der Stadt Aachen, Suermondt-Museum Aachen[5]
  • 2013 und 2014 AIR artestudioginestrelle, Assisi, Italien[7]
  • 2015 AIR_Tyrone Guthrie Art Center, Annaghmakerrig, Irland[7]
  • 2016 AIR_Award_Baer Art Center, Island[7]
  • 2017 Artist In Residence_Finnish Artists Studio Foundation, Helsinki, Finnland[7]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lisa M. Stybor – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dorte Huneke-Nollmann: Weg der Tränen: Bilder zum Massaker an Armeniern. (siehe auch persönliche Webseite: http://www.stybor.de/index.php?l=l1&go=3&p=208 ). www.waz.de, 3. März 2015, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  2. "Trail of Tears - Weg der Tränen" 1915 - Aghed, der Genozid an den Armeniern. Eine Vernissage mit Lisa M. Stybor. Einleitede Worte: Azat Ordukhanya. Evangelische Stadtakademie Bochum e.V., 28. April 2015, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  3. Katalog der Deutsche Nationalbibliothek. Person: Stybor, Lisa M. d-nb.info, 9. Juni 2017, abgerufen am 25. August 2017.
  4. LISA STYBOR. www.auroraprize.com, 2015, abgerufen am 14. Mai 2017.
  5. a b c d e f Hochschule Anhalt, Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachbereich Design: Prof. Lisa M. Stybor. Lehrende. www.design.hs-anhalt.de, archiviert vom Original am 26. Dezember 2017; abgerufen am 20. Dezember 2017.
  6. Raphael Vella: Artist-Teachers in Context. Springer, 2016, S. 204 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  7. a b c d e f g DARMSTÄDTER SEZESSION: LISA M. STYBOR. Lehrende. www.darmstaedtersezession.de, 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  8. Kunstverein Lippstadt e.V.: Lisa M. Stybor. 1915 Aghet - Weg der Tränen. www.kunstverein-lippstadt.de, 2017, abgerufen am 25. November 2017.
  9. Lisa M. Stybor: Lied von der Erde - Song of the Earth. Versuch über die Gleichzeitigkeit - Experiment on Simultaneity (Seite 101). Hrsg.: Lisa M. Stybor. 1. Auflage. Berlin 2017, ISBN 978-3-9817637-1-3, S. 112.
  10. Anne Simone Krüger: Über die Arbeiten von Lisa M. Stybor – Lied von der Erde. „Das Werk als Symphonie der Gleichzeitigkeit“ zur Vernissage im Palais für aktuelle Kunst, Glückstadt, 02.07.2017. www.darmstaedtersezession.de, 2. Juli 2017, abgerufen am 24. Dezember 2017.
  11. ALLES IST ERLAUBT/DIE REGELN SIND STRENG. Lisa M. Stybor, Malerei, Zeichnung, Installation. www.stawag.de, archiviert vom Original am 2013; abgerufen am 24. Dezember 2017.
  12. Aurora Humanitarian Initiative: Lisa Stybor. www.auroraprize.com, 2015, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  13. 1915 AGHET – Finissage. Der Genozid an dem Armenischen Volk. – Lisa M. Stybor. Chemnitzer Künstlerbund e.V., 2017, abgerufen am 24. Dezember 2017.
  14. Anton Launer: Weg der Tränen im Raskolnikow. www.neustadt-ticker.de, 8. September 2016, abgerufen am 24. Dezember 2017.
  15. Thomas Steinberg: WANDBILD: 2020 - KULTURFREIE ZONE DESSAU? MIT WANDBILD GEGEN KULTURFREIE ZONE - KUNST. Designer gestalten Giebelwand in der Johannisstrasse. hier zitiert aus "Mitteldeutsche Zeitung", 8. Mai 2011, abgerufen am 24. Dezember 2017.
  16. Lisa M. Stybor: CV - Studium, Preise, Stipendien, Artist-in-Residence, Lehre. www.stybor.de, abgerufen am 26. Dezember 2017.