Lisa Zimmermann

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Lisa Zimmermann Freestyle-Skiing
Lisa Zimmermann (2014)
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 2. März 1996
Geburtsort Nürnberg
Karriere
Verein TV Fürth 1860
Trainer Thomas Hlawitschka
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Winter-X-Games 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften
0Gold0 2015 Kreischberg Slopestyle
Logo der Winter-X-Games X-Games
0Gold0 2017 Aspen Big Air
FIS Freestyle-Skiing-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 2013 Chiesa Slopestyle
Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
 Debüt im Weltcup 8. Februar 2013
 Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 8. (2013/14)
 Slopestyle-Weltcup 1. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Slopestyle 2 0 2
 Big Air 2 0 1
letzte Änderung: 6. Februar 2017

Lisa Zimmermann (* 2. März 1996 in Nürnberg) ist eine deutsche Freestyle-Skierin. Sie ist amtierende Weltmeisterin im Slopestyle und gehört der Nationalmannschaft des Deutschen Skiverbandes im Freestyle an.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lisa Zimmermann, die für den Verein TV Fürth 1860 startet, begann mit sechs Jahren als Eiskunstläuferin. Als ihr jüngerer Bruder Max (deutscher Meister 2011 Freestyle) sie im Jahr 2010 zum Skifahren in einen Funpark mitnahm, war sie von Anfang an begeistert, wechselte mit 14 Jahren zum Freestyle-Skiing und gab das Eiskunstlaufen auf. Als Mitglied im deutschen Freestyle-Team wurde sie mit Fördergeldern des DOSB und der Deutschen Sporthilfe unterstützt. Weil im deutschen Skigebiet das Training nicht immer möglich ist, fuhr sie meist nach Österreich und in die Schweiz. Im Sommer trainierte sie Sprünge auf dem Trampolin sowie auf Wasserschanzen. Im Jahr 2012 gewann sie die Chill and Destroy Tour.[1]

Zur Saison 2012/13 kam Zimmermann in den A-Nationalkader und war die erste Frau, die einen „Double 12“ (Doublecork 1260) mit doppelter Überkopfdrehung und dreieinhalb Schrauben stand. Am 8. Februar 2013 in Silvaplana startete sie erstmals im Freestyle-Skiing-Weltcup. Mit Rang 18 bekam sie dort auf Anhieb ihre ersten Weltcup-Punkte. Bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2013 in Voss erreichte Zimmermann im Slopestyle den 17. Platz. Wenig später wurde sie in Chiesa in Valmalenco Junioren-Weltmeisterin. Im August 2013 stand sie als Dritte in Cardrona erstmals auf einem Weltcup-Podium und sie gewann die Nine Queens. In Gstaad (Schweiz) gewann sie am 19. Januar 2014 als erste Deutsche einen Slopestyle-Weltcup.[1][2]

Zimmermann war für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi qualifiziert. Dort konnte sie trotz ihrer Mitfavoritenrolle keine Medaille erreichen. Im ersten Qualifikationsdurchgang stürzte sie, auch der zweite Durchgang gelang nicht fehlerfrei. Die Punktrichter beurteilten ihre Leistungen mit 67,20 Punkten, was Platz 14 bedeutete. Die Teilnahme am Finale der zwölf Besten blieb ihr damit verwehrt.[3] Beim Slopestyle-Weltcup-Finale 2014 in Silvaplana gewann sie den letzten Wettbewerb der Saison 2013/14 und wurde Slopestyle-Gesamtweltcupsiegerin. Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Kreischberg gewann sie die Goldmedaille.[4] Zu Beginn der Saison 2015/16 siegte sie bei den New Zealand Winter Games in Cardrona im Big Air und errang im Slopestyle den dritten Platz. Im Februar 2016 gewann sie beim U.S. Grand Prix und Weltcup in Boston und erreichte zum Saisonende den 15. Platz im Gesamtweltcup und den dritten Platz im Slopestyle-Weltcup. Nach Platz Drei beim Weltcup in Mönchengladbach und Platz Eins beim Weltcup in Mailand holte sie bei den Winter-X-Games 2017 in Aspen die Goldmedaille im Big Air.

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Nürnberg geborene Zimmermann verbrachte den Großteil ihrer Kindheit im benachbarten Fürth. Im oberbayerischen Bad Aibling absolvierte sie die Realschule, derzeit ist sie Fachoberschülerin am Leistungsinternat CJD der Christophorusschulen Berchtesgaden. Sie hat einen jüngeren Bruder.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lisa Zimmermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Lisa Zimmermann. In: Internationales Sportarchiv 06/2014, Munzinger-Archiv. 4. Februar 2014..
  2. Deutsche Olympia-Hoffnung im Slopestyle: Lisa Zimmermann, die coole Revolutionärin, n-tv.de vom 19. Januar 2014, abgerufen am 12. Februar 2014
  3. Lisa Zimmermanns olympischer Traum platzt, n-tv.de vom 11. Februar 2014, abgerufen am 11. Februar 2014
  4. Achterbahnfahrt zu Gold, abgerufen am 22. Januar 2015