Liste bekannter Personen mit Bezug zur Schule am Meer

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Diese Liste enthält bekannte Personen des ehemaligen reformpädagogischen Landerziehungsheims Schule am Meer (1925–1934) im Loog auf der Nordseeinsel Juist (Ostfriesland) im Freistaat Preußen. Sie erlaubt auf Basis der ganz unterschiedlichen handelnden Charaktere und ihrer Lebenswege eine differenziertere historische Ein- und Zuordnung dieses schulischen Pilotprojekts, das sich durch seinen musischen Schwerpunkt, ganz besonders jedoch durch das von Martin Luserke initiierte „Darstellende Spiel“ in eigener Theaterhalle von den meisten anderen Schulprojekten unterschied. Für viele kunstinteressierte Zeitgenossen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde die S.a.M. dadurch besonders förderungswürdig – parteienübergreifend.

1931: Am frühen Vormittag entstandene Panorama-Aufnahme (Teilansicht) der Schule am Meer aus Nordost, Blickrichtung Südwest. Links das Hauptgebäude „Diesseits“ mit Speisesaal im niedrigeren Anbau, rechts daneben der nördliche Teil der „Arche“. Rechts neben dem neu errichteten Hallenbau für Chor, Orchester, Laienspiel und Hallensport das „Ubben-/Mamminga-Haus“ (weiß), das „do“ (mit Walmdach) und der südliche Teil des „re“ (hell, am Bildrand). Auf dem Foto fehlen die „Westfalenhalle“ südöstlich des „Diesseits“, die südlich gelegenen Gebäude „Jenseits“, der Stall auf dem „Olymp“, das Mädchenhaus „Gaurisankar“ und das Bootshaus, das nordwestlich gelegene „mi“ inkl. Ahrens-Haus sowie das „Neufundland“ im Nordosten

Bekannte Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellen Abel-Musgrave, ca. 1924
  • Ellen Abel-Musgrave (1908–1988) wurde in Clifton geboren, einem Vorort von Bristol in England. Sie war das älteste Kind des Chemikers, Schriftstellers und Übersetzers Curt Abel-Musgrave (1860–1938) und dessen Ehefrau Charlotte (1878–1923), geborene Prüfer. Ihr jüngerer Bruder war der in Königstein im Taunus geborene Richard Abel-Musgrave (1910–2007),[1] der sich später als Ökonom internationales Renommée erwarb. Ab 1927 besuchte sie in Leipzig und im Ostseebad Wustrow die Dora Menzler-Schule für Gymnastik, gestaltete Bewegung und Musikerziehung, die auf eine Ausbildung in naturistischer Gymnastik und Ausdruckstanz fokussierte. 1929 erhielt Ellen Abel-Musgrave ihr Diplom als staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin und wirkte von 1929–1930 an der Schule am Meer auf Juist, wo sie 1930 Mitglied der S.a.M.-Außengemeinde wurde.[2]
  • Rudolf Aeschlimann (1884–1961), genannt „Aeschli“, Lehrer für Französisch, (Italienisch), Erdkunde und Geschichte, stammte aus der Schweiz.[3] Er zählte 1906 gemeinsam mit Paul Geheeb, August Halm, Martin Luserke und Gustav Wyneken zu den Männern und Lehrkräften der ersten Stunde bei der Gründung der Freien Schulgemeinde Wickersdorf. Ab 1918 war er mit der Lehrerin Helene Pahl (1893–1987) verheiratet, die dort seit 1915 Englisch unterrichtete, ab 1925 an der S.a.M. Ab Oktober 1924 gehörte Aeschlimann zu den Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung Schule am Meer. 1925 gehörte das Lehrer-Ehepaar zusammen mit Fritz Hafner, Martin Luserke und Paul Reiner zu der Gruppe von Sezessionisten, welche die FSG Wickersdorf verließen, um auf Juist die Schule am Meer zu gründen. Von 1917–1924 Geschäftsführer der FSG Wickersdorf, war Aeschlimann auch der Verwalter und „Landwirt“ der S.a.M. Er soll sich dort besonders glücklich gefühlt und mit Vorliebe speziell um die als schwieriger geltenden Schüler bemüht haben.[4]
  • Antonia Cordes (1902–1992), genannt „Toni“, war eine Tochter von Heinrich Cordes und Schwester der S.a.M.-Schülerin Clara Cordes. Toni unterrichtete im Sommer 1926 als Gastlehrerin an der Schule am Meer das Fach Biologie, im Mittelkurs die Systematik der Zoologie, im Oberkurs die Anatomie des Menschen.[5] Sie gehörte zu den Vertrauensleuten der Schule am Meer.[6] Später war sie Assistenzärztin an der Universitätsfrauenklinik Jena. Antonia Cordes wurde 1929 approbiert und promovierte 1933. Sie stellte 1933 einen Antrag zur Aufnahme in die NSDAP, wurde jedoch abgelehnt, weil ihre Mutter Yuksin Chou chinesischer Abstammung war.[7] Ab 1935 war sie als niedergelassene Ärztin im thüringischen Apolda tätig. 1941 wurde sie als Fachärztin für Gynäkologie anerkannt.[8] Ihr Bruder Ernst Cordes (1908–1983) war Mitglied der Außengemeinde der S.a.M.[9]
  • Fritz Hafner (1877–1964), Maler, Lehrer für Zeichnen, Schreiben und Heimatkunde, stammte aus Österreich. Er kam 1925 mit Rudolf Aeschlimann, Martin Luserke und Paul Reiner von der Freien Schulgemeinde Wickersdorf, wo er seit 1905 als Kunstlehrer tätig gewesen war,[10] und gehörte zu den Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung Schule am Meer. Mit seiner Familie verblieb er als einziger des Lehrerkollegiums bis zum Lebensende auf Juist. Die von ihm und seinen Kollegen Max Oettli, Paul Reiner und Erna Vohsen aufgebaute Lehrmittelsammlung der Schule konnte er ab 1934/35 als Grundstock in das neu gegründete Heimatmuseum der Insel Juist (heute Küstenmuseum Juist) überführen und dieses bis 1953 leiten,[11][12] bevor ihn sein Sohn für weitere drei Jahre ablöste.
  • Walter Jockisch (1907–1970) aus Danzig promovierte im Jahr 1930 in Frankfurt am Main in Germanistik zum Thema „Andreas Gryphius und das literarische Barock“. Anschließend war er an der S.a.M. Lehrer für Deutschkunde, der sich sehr für das Laienspiel in der Theaterhalle der Schule am Meer engagierte. Retrospektiv wurde er von Hans Werner Henze als „hagerer anthroposophischer Pädagoge und Theatermann“ beschrieben.[13] Ab 1935 wirkte er als Spielleiter, Dramaturg, Oberspielleiter, künstlerischer Beirat, Regisseur und Intendant in Frankfurt am Main, Göttingen, Essen, Darmstadt, Kiel, Hannover, Oberhausen, Heidelberg, Bonn sowie in der Schweiz in Luzern und zuletzt in Münster.[14] Seit seiner Jugend war Jockisch mit Edgar Weil (1908–1941), dessen Bruder Hans Joseph Weil (1906–1969), mit Grete Dispeker und Thomas Manns Kindern Erika und Klaus Mann befreundet. Seine Ehefrau Gisela (1905–1985), geborene Günther,[15] die an der S.a.M. Eduard Zuckmayer kennengelernt hatte, folgte diesem ins türkische Exil. Nach der Heirat adoptierte Zuckmayer die Tochter Jockischs, Michaela „Michèle“ (später verh. Schenkirz).[16] Ab 1947 lebte Jockisch mit seiner aus niederländischer Emigration zurückgekehrten Jugendfreundin Grete Weil, geb. Dispeker, zusammen, die mit seinem 1941 im Konzentrationslager Mauthausen ermordeten Freund Edgar Weil verheiratet gewesen war. 1960 heirateten beide.
  • Friedrich Könekamp (1897–1977) aus Offenburg, an der S.a.M. Lehrer für Mathematik und Physik zwischen 1928 und 1930.[17][18] Seine Ehefrau Irmgard unterrichtete Englisch. Er wandte sich ganz vom Christentum ab, war sozialistisch orientiert und engagiert. Seine künstlerischen Aktivitäten als Maler fanden ihren Niederschlag unter anderem auf Spartakus-Plakaten. Ab 1933 stand er auf Fahndungslisten der Gestapo, so dass er ins Exil musste. Sein wissenschaftliches, schriftstellerisches und künstlerisches Werk ist durch die erzwungene Emigration in seiner Heimat Deutschland weitgehend unbekannt geblieben. 1967 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
  • Heinrich Meyer (1904–1977) war direkt nach seinem Studienabschluss von 1928 bis 1930 an der Schule am Meer Lehrer für Latein und Deutsch. Im Frühjahr 1931 wurde er Mitglied der Außengemeinde.[21] Am 11. Juni 1930 bestieg er in Bremen die „Crefeld“ des Norddeutschen Lloyd nach Galveston und emigrierte in die USA.[22] Dort lehrte der Franke als Professor für Deutsch und Literatur an diversen Hochschulen. 1939 ermöglichte er dem deutschen Literaturwissenschaftler Eduard Berend die rettende Flucht vor Deportation und Tod.[23] 1972 wurde Meyer mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Bis zu seinem Lebensende war er mit seinem S.a.M.-Kollegen Fritz Rittmeyer freundschaftlich verbunden. Durch den an der Schule am Meer betriebenen Gartenbau blieb Meyer zeitlebens stark an dieser Thematik interessiert. Er sammelte und studierte u. a. eine Vielzahl deutsch- und fremdsprachiger Bücher aus mehreren Jahrhunderten zum Themenkomplex. Außerdem pflanzte er über die Jahrzehnte hinweg auch selbst Tausende von Blumenzwiebeln an, wobei es ihm die im Frühjahr blühenden Hyazinthen, Narzissen und Tulpen besonders angetan hatten.[24]
  • Max Oettli (1879–1965), Lehrer für Biologie und Chemie, hatte bis 1921 am ersten Landerziehungsheim der Schweiz auf Schloss Glarisegg unterrichtet. Er setzte sich dafür ein, dass Schüler im Naturkunde-Unterricht eigene Experimente durchführen konnten und veröffentlichte dazu schon 1919 Das Forscherbuch – Anregungen zu Beobachtungen und Versuchen. Später leitete er die Schweizerische Zentralstelle zur Bekämpfung des Alkoholismus in Lausanne, gründete die Geschäftsstelle der Vereinigung zur Aufklärung über die Tabakgefahren, stand dem Bund der Alkoholgegner vor und war Mitglied der Jugendschriftenkommission des Schweizerischen Lehrervereins.[25] Er war zwischen 1928 und 1931 in der S.a.M. beschäftigt.[17][18]
  • Paul Reiner (1886–1932), Lehrer für Chemie und Physik. Der Franke promovierte in Chemie, kam aus der Jugendbewegung und war Mitbegründer des ersten deutschen Abstinenten-Jugendbundes sowie des süddeutschen Wandervogels. Er gehörte zum Kreis um den Dichter Stefan George, war während seines Studiums Assistent des Nationalökonomen und Soziologen Alfred Weber und 1919 Mitglied des Vorstandes der revolutionären Entschiedenen Jugend Deutschlands (EJD). Zudem war er Mitarbeiter des ultralinken Politikers Karl Korsch im thüringischen Kabinett aus SPD und KPD. An der Schule am Meer, zu der er mit Rudolf Aeschlimann, Fritz Hafner und Martin Luserke von der Freien Schulgemeinde Wickersdorf wechselte, gab er die Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer heraus (siehe Hauptartikel, Abschnitt Werke). Darüber hinaus leitete er das „Seminar“ der S.a.M., das gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen aufgriff. Für die Staatsbürgerkunde war er durch das Studium seiner weiteren Fächer Soziologie und Philosophie befähigt.[26] Zusammen mit seinen Naturkunde-Kollegen Erna Vohsen, Max Oettli und Fritz Hafner legte er, der auch Mineralogie studiert hatte, die Lehrmittelsammlung der S.a.M. an. Er gehörte zu den Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung Schule am Meer und wechselte sich zeitweise mit Luserke in der Schulleitung ab. Seine Ehefrau Anni unterrichtete Deutschkunde und Rechnen. Zusammen mit ihren vier Töchtern wohnten sie in der Arche. Paul Reiners früher Tod in Zürich war für die S.a.M. schmerzhaft.
  • Der in Winterthur geborene Jakob Fritz Rittmeyer (1903–1981) war Lehrer für Deutschkunde und Geschichte an der S.a.M. Er hatte 1927 an der Universität Zürich zum Thema Das Problem des Tragischen bei Jakob Michael Reinhold Lenz promoviert.[27][28][29] Die Tätigkeit auf Juist war seine erste als Lehrer nach Studienabschluss und Promotion. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Heinrich Meyer, der zeitgleich mit ihm an der S.a.M. unterrichtete.[30] Rittmeyer heiratete 1936, bekam mit seiner Ehefrau Verena (1916–2004) vier Kinder und lehrte am Seminar Küsnacht, das er als dessen Vizedirektor nach Kriegsende wegen politisch begründeter Dispute vorübergehend verlassen musste. Seine Rehabilitation folgte erst Jahre später.[31] Er war auch als Autor tätig.[32]
  • Günther Rönnebeck (1901–1986) unterrichtete Deutsch, Geschichte und Englisch an der Schule am Meer. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Adolf Grimme ins Oberpräsidium Hannover geholt und war dort zunächst Referent für Schulreform. Nach der Gründung des Landes Niedersachsen war er ab 1947 als Oberschulrat und ab 1952 als Ministerialdirigent Abteilungsleiter für Schulangelegenheiten. Als Mitautor war er u. a. an Unterrichtsmaterial für die Gemeinschaftskunde an Gymnasien beteiligt.[33][34][35][36][37]
  • Kurt Sydow (1908–1981) war von 1929–1932 als Musikerzieher an der Schule am Meer tätig. Als Nikolaus, der eine Chronik der Zeit als launig gereimte Epistel vortrug, überzeugte er insbesondere die jüngeren S.a.M.-Schüler.[38] Der Musikpädagoge, Komponist und Musikwissenschaftler aus Pommern wurde später Rektor der Adolf-Reichwein-Hochschule in Osnabrück und befasste sich in Publikationen mit seinen früheren Kollegen Martin Luserke und Eduard Zuckmayer.[39]
  • Erna Vohsen (1904–), Lehrerin für Physik, war von 1925–1930 an der Schule am Meer.[40] Während ihrer Schultätigkeit promovierte sie 1928 mit einer Dissertation über Röntgenuntersuchungen an Metallen. Gemeinsam mit Fritz Hafner, Max Oettli und Paul Reiner legte sie die Lehrmittelsammlung der S.a.M. an. Im Frühjahr 1930 trat sie der Außengemeinde als Mitglied bei.[41] Ihre 1931 vorgelegte Assessorarbeit, die auch Abbildungen enthält, befasste sich mit dem Physikunterricht an der Schule am Meer. Am 6. August 1935 verließ Vohsen ihre Heimat an Bord der „Bremen“ des Norddeutschen Lloyd nach Southampton.[42] Dort heiratete sie den Londoner Architekten Herry und führte von diesem Zeitpunkt an den Doppelnamen Vohsen-Herry.[43]
Erne Wehnert auf Juist, um 1930
  • Erna Wehnert (1900–1985), auf eigenen Wunsch „Erne“ genannt, war Lehrerin für Englisch und Latein an der S.a.M.[18] Ausweislich des Logbuches der Schule am Meer engagierte sie sich dort stark für das schulische Segeln,[44] das Tauchbaden[45] in der See und das Darstellende Spiel.[46] Ihre jüngere Schwester Hild Wehnert (1911–1996) bestand ihr Abitur im Frühjahr 1930 an der S.a.M.[47] und trat deren Außengemeinde als Mitglied bei.[48] Zusammen mit Dieter und Martin Luserke sowie Beate Köstlin (später: Uhse) fuhr Erne Wehnert auf Luserkes Krake mit.[49] Nach Kriegsende erinnerte sie das Fischland an der mecklenburgischen bzw. vorpommerschen Ostseeküste an Juist. Ab Oktober 1946 leitete sie die beiden Schulen in Althagen (Mecklenburg) und Ahrenshoop (Vorpommern) und baute dort den Schulbetrieb engagiert wieder auf.[50][51][52] Die von Rudolf Aeschlimann betreute Subsistenzlandwirtschaft der Schule am Meer griff Wehnert in Althagen und Ahrenshoop ebenso auf wie Luserkes Darstellendes Spiel, das sie mit der von ihr gegründeten Fischländer Spielschar adaptierte.[53] In Ahrenshoop erinnert man sich noch heute gern an die dort bis 1970 beruflich wirkende Schulleiterin und Lehrerin; ihr zu Ehren ist der Erne-Wehnert-Weg des Seebades im Ortsteil Niehagen benannt, wo sie auch verstorben war. Sie wurde auf dem Friedhof der Schifferkirche beigesetzt.[54]
  • Eduard Zuckmayer (1890–1972), genannt „Zuck“, Musikpädagoge, Komponist, Dirigent und Pianist aus Rheinhessen, ist der ältere und als hochbegabt eingestufte Bruder des Schriftstellers Carl Zuckmayer (Der Hauptmann von Köpenick).[55][56] In München studierte er Rechtswissenschaften und Musik, dirigierte am Stadttheater Mainz und lehrte am Mainzer Konservatorium. 1925 folgte er einem Ruf Luserkes nach Juist und brach dafür eine sehr aussichtsreiche Karriere als Konzertpianist ab. In der Schule am Meer gefiel es ihm so gut, dass er sich dort mit großem Elan und einem hohen Maß an Produktivität engagierte (siehe Hauptartikel, Abschnitt Werke) und bis zur Schulschließung 1934 blieb. Nach einem kurzen Intermezzo an der Odenwaldschule wurde er 1935 aus „rassischen“ Gründen aus der Reichskulturkammer (RKK) ausgeschlossen. Nach seiner durch Paul Hindemith vermittelten Emigration in die Türkei wurde er im Auftrag von Staatspräsident Kemal Atatürk zum prägenden Gestalter der türkischen Musikpädagogik, in die er Grundsätze der deutschen Jugendmusikbewegung integrierte.[57] Er bildete bis 1970 nahezu sämtliche türkischen Musiklehrer aus und blieb dort bis heute eine angesehene und erinnerte Persönlichkeit.[58][59] Gisela Jockisch (1905–1985), geborene Günther,[60] die er an der S.a.M. kennengelernt hatte, folgte ihm mit ihrer kleinen Tochter „Michèle“ (später verh. Schenkirz) nach Ankara. Nach der Heirat adoptierte er das Mädchen. Er blieb der S.a.M. zeitlebens verbunden und unterhielt bis zu seinem Tod freundschaftliche Kontakte zu ehemaligen Schülern wie beispielsweise Oswald Graf zu Münster Freiherr von Grothaus. Für den Ex-Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Edzard Reuter, war Zuckmayer ein „sehr feiner, ein sehr stiller Mann“. Von diesem sei eine Atmosphäre ausgegangen, die „ganz einzigartig“ war, „wenn er sich ans Klavier setzte und spielte“.[61] Ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2015 beleuchtet Zuckmayers Wirken.[62]

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Berliner Gottfried Bruno Ahrends (* 1917) war das jüngste von vier Kindern des renommierten Berliner Architekten Bruno Ahrends. Gottfried besuchte die S.a.M. zwischen etwa 1927 und 1933. Die Familie sah sich während der NS-Zeit gezwungen, wegen ihrer jüdischen Herkunft das Land zu verlassen. Gottfried gelang es auf Umwegen, nach Südafrika zu emigrieren. Dort heiratete er und bekam zwei Söhne.
  • Die Berlinerin Maria Becker (1920–2012), Film- und Theaterschauspielerin, -Regisseurin und Hörspielsprecherin, bezeichnete den Besuch der Schule am Meer, an der sie ihre ersten Theatererfahrungen machte, rückblickend als die „glücklichste Zeit“ in ihrem Leben: „Die Lehrer haben uns Kinder ernstgenommen und auf jede erdenkliche Art gefördert. Diese Erfahrung hat mich zutiefst geprägt.“[63] Im Dritten Reich galten sie und ihre Schwester Thea als „Halbjüdin“ oder „Jüdischer Mischling ersten Grades“. 1936 emigrierte Becker mit ihrer Schwester und ihrer jüdischen Mutter nach Österreich, wo sie trotz ihres noch jugendlichen Alters das Max-Reinhardt-Seminar besuchen konnte. Im März 1938 allerdings musste sie wegen des Einmarschs der deutschen Wehrmacht in Österreich erneut ins Ausland flüchten. Ihre Halbschwester ist die spätere Schauspielerin Renate Becker.
  • Der in China geborene Herbert von Borch (1909–2003), Soziologe, Journalist und Publizist, besuchte die Schule am Meer von 1925 bis zu seinem Abitur im Jahr 1928. Er gehörte neben Clara Cordes, Walter Georg Kühne und Günther Leitz zu den sechzehn Schülern, die der Sezession um Martin Luserke, Rudolf Aeschlimann und Paul Reiner von der Freien Schulgemeinde Wickersdorf nach Juist folgten. Seine Familie entstammte dem magdeburgischen Uradel. Nach seinem Abitur zählte er als Student zu den Förderern der Schule am Meer. Nach seinem Studium in Berlin, Frankfurt am Main und Heidelberg bei Karl Jaspers und Alfred Weber promovierte er 1933. Bis 1943 war er journalistisch tätig; 1935 bis 1939 als Auslandskorrespondent in Rom. 1949 gründete er die bis 1998 erschienene Zeitschrift Aussenpolitik. Von den 1960er Jahren bis in die 1980er Jahre veröffentlichte er eine Reihe von Büchern, die zum Teil in mehreren Sprachen erschienen sind, zu soziologischen und historischen Themen. Er war als Korrespondent in den USA nacheinander für die FAZ, die Welt und die SZ tätig und wurde mehrfach ausgezeichnet.[64] Für eine ganze Generation von Deutschen hat er deren Bild von den Vereinigten Staaten geprägt.
  • Der Berliner Gerhard Bry (1911–1996), genannt „Gerd“, legte 1930 seine Reifeprüfung an der S.a.M. ab, die er mit Hans Ulrich Arnold, Felix Henn, Walter Georg Kühne und Hild Wehnert (1911–1996) absolvierte. Unmittelbar danach begann er in Heidelberg und Berlin Rechtswissenschaften zu studieren, musste jedoch nach der Machtabtretung an die Nationalsozialisten aufgeben und sich mit Hilfsarbeiten über Wasser halten, weil er 1932 für die Untergrundorganisation Neu Beginnen rekrutiert worden war.[65][66][67][68] Später begann er eine kaufmännische Ausbildung. Im Sommer 1935 geriet er durch seine Untergrundtätigkeit in zunehmende Gefahr, so dass ihn Freunde zur Emigration drängten. Er verließ Deutschland mit seiner späteren Ehefrau Thea Henkin, geborene Hackelberg, ging zunächst nach London und wanderte mit ihr 1938 in die USA aus. Von dort aus versorgte er seinen ehemaligen Kampfgenossen Robert Havemann während des Zweiten Weltkrieges mit Lebensmittelsendungen und wissenschaftlichen Publikationen.[69] In den USA begann Gerd erneut ein Hochschulstudium der Volkswirtschaft und lehrte als Universitätsprofessor. Im Alter von 85 Jahren verstarb er in den Vereinigten Staaten und wurde in Waltham, Middlesex, Massachusetts, beigesetzt.[70]
  • Die in China geborene Clara Cordes (1907–1985), genannt „Clärchen“, besuchte zwischen 1915 und 1923 die Deutsche Schule in Peking, danach die Freie Schulgemeinde Wickersdorf. 1925 gehörte sie zu den sechzehn Schülern, die Rudolf Aeschlimann, Martin Luserke und Paul Reiner von dort zur Schule am Meer nach Juist folgten. Von 1927 bis 1929 wurde sie in Hamburg zur Gymnastiklehrerin ausgebildet. Von Ostern 1931 bis Ostern 1932 war sie dann als Lehrerin an der FSG Wickersdorf beschäftigt.[71] Sie heiratete Hans Werner Skafte Rasmussen (1906–1945), dessen Brüder Ove und Arne ebenfalls die S.a.M. besuchten.[7] Clara und ihr Ehemann bekamen fünf Kinder. Die junge Familie hatte es jedoch insbesondere in der Nachkriegszeit schwer.
Peter Döblin, 1919
  • Peter Döblin (1912–1994) aus Pommern machte sein Abitur 1929 u. a. zusammen mit Hubert H. Kelter, Ove Skafte Rasmussen und Iolanda Freiin zu Tettau unter witterungsbedingt erschwerten Umständen an der Schule am Meer.[72][73] Als sein berühmter Vater Alfred Döblin Deutschland wegen der Nationalsozialisten verlassen musste, folgte ihm Peter mit Mutter und zwei Brüdern nach Frankreich. 1935 emigrierte er in die Vereinigten Staaten[74] und war dort als Schriftsetzer für die Tageszeitung Daily News in New York City tätig.[75]
  • Konrad Frielinghaus (1907–1968) aus dem schlesischen Oppeln machte 1928 sein Abitur an der S.a.M. Danach studierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin Bergbaukunde, Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaft. 1933 erhielt er sein Diplom als Bergbau-Ingenieur. Zwischen 1933 und 1935 war er im marxistischen Untergrund gegen die Nationalsozialisten als Widerstandskämpfer der Organisation Neu Beginnen aktiv, wurde verhaftet und von 1935 bis 1938 zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Bis 1945 war er im Erz- und Steinkohlebergbau tätig, während des Krieges jedoch durch einen dreijährigen Einsatz in einer Bewährungseinheit der Wehrmacht unterbrochen. Nach Kriegsende arbeitete er als Ingenieur bei der Gelsenkirchener Bergwerks-AG und arbeitete politisch für die KPD und Gewerkschaften. 1948 bis 1949 war er in der Hauptverwaltung der IG Bergbau angestellt. Danach war er wechselnd oder teils gleichzeitig als Ingenieur, als Wissenschaftler und Politiker aktiv, zog nach Algerien und verstarb dort am 19. Dezember 1968 an den Folgen eines Autounfalls.[76]
  • Eva Gross war die Tochter von Frieda Gross und dem Maler Ernst Frick. Ihre Mutter Frieda war mit Elisabeth Jaffé Freiin von Richthofen befreundet, mit der sie zusammen dasselbe Internat besucht hatte. Das hielt Jaffé von Richthofen jedoch nicht davon ab, mit dem Ehemann ihrer Freundin, Otto Gross, einen unehelichen Sohn zu zeugen. Von Richthofen und ihr Ehemann Edgar Jaffé adoptierten diesen. Eva Gross machte ihr Abitur 1931 zusammen mit Herta Haubold, Klaus Luserke, Hildegard Paulsen, Hans Reyersbach, Uli Sild, Wolfgang Siller, Katherine Weise und Heinz Zederbohm.[77]
  • G. Woldemar Hörnig machte seine Reifeprüfung im Frühjahr 1933 zusammen mit Reiner Planck, Ruth Berger, Anna Margarethe Kantorowicz, Hilde Müseler, Rolf Pappiér, Raitelhuber und Rudolf Stoltz seine Reifeprüfung an der S.a.M.[78] Seine dafür eingereichte große Arbeit Die besonderen Gesichtspunkte beim Bildschmuck von Jugendschriften mit praktischen Versuchen für ein bestimmtes Buch deutet bereits seinen späteren beruflichen Werdegang an.[79] Er wurde Zeichner, Maler, Illustrator und Graphiker. Bekannt wurde insbesondere sein 1962 vorgelegter und ab Sendebeginn 1963 realisierter Entwurf des ersten ZDF-Senderlogos, das zwei dicht nebeneinander stehende simplifizierte Sendemasten und zwei von deren oberen Enden ausgehende, sich überlagernde, annähernd elliptische Abstrahlfelder zeigt, ähnlich stilisierten Augen.[80][81][82]
  • Hubert H. Kelter aus Hamburg machte sein Abitur 1929 an der Schule am Meer u. a. gemeinsam mit Peter Döblin, Ove Skafte Rasmussen und Iolanda Freiin zu Tettau. Seine mündliche Prüfung im harten Eiswinter 1928/29 wurde zu einem abenteuerlichen Unterfangen.[83][73] Nach seinem Abitur gehörte er als Student der Volkswirtschaft[84] in Kiel zu den Vertrauensleuten der Schule am Meer, die interessierte Eltern potenzieller Schüler informierten und berieten. Kelter war nach dem Zweiten Weltkrieg von 1946 bis 1975 Geschäftsführer der Handelskammer Hamburg, Leiter der dortigen Commerzbibliothek und Autor.[85][86] Er war Gründer und Präsident der Martin-Luserke-Gesellschaft.[87][88] Kelter hielt lebenslangen Kontakt zu Rudolf Aeschlimann, Jens Rohwer und Martin Luserke.[89]
  • Die in Hamburg geborene Felicitas Kestner (1914–2001) besuchte nach der von den Nationalsozialisten geschlossenen Hamburger Lichtwarkschule von 1933 bis 1934 die Schule am Meer, wo sie durch ihren Musiklehrer Eduard Zuckmayer große Unterstützung erhielt.[90] Sie hatte „das große Glück“, per Ausnahmeregelung in die Unterprima (Jahrgangsstufe 12) aufgenommen worden zu sein, denn regulär wollte die S.a.M. nur bis zur Untersekunda (Jahrgangsstufe 10) neue Schüler zulassen. In ihrer Autobiographie schrieb sie: „Es war ein herrliches Jahr“.[91] Nach der Schulschließung empfahl ihr Martin Luserke, in die Odenwaldschule zu wechseln, um dort ihr Reifezeugnis zu erwerben. Felicitas erfuhr erst nach der politischen Machtabtretung an die Nazis, dass sie jüdischer Herkunft war. Sie war evangelisch getauft und von ihren Eltern nicht über ihre jüdische Abstammung informiert worden. Ihr ursprünglicher Familienname war Cohnheim; nach ihrer Heirat wurde sie später als Komponistin Felicitas Kukuck bekannt. U. a. mit ihrem Mitschüler Jens Rohwer blieb sie in Kontakt.
  • Kai Köster (1911–1976) aus Heidelberg, genannt „Kajus“, war ebenso wie sein Bruder Uwe Schüler der Schule am Meer, der während seines Studiums der Rechtswissenschaften in Heidelberg Golo Mann kennenlernte und sich mit ihm befreundete. Beide waren Mitglieder der Sozialistischen Studentengruppe Heidelberg. Kurz nach Weihnachten 1931 nahm Golo den etwas jüngeren Kajus mit nach München, so dass dieser auch die übrigen Mitglieder der Familie Mann kennenlernte. Golo versuchte dort, Kajus mit seiner deutlich jüngeren Schwester Elisabeth zu verkuppeln, was offenbar misslang.[92] Am 1. Juni 1939 trat Köster in die NSDAP ein. In der Anfangsphase des Zweiten Weltkrieges profitierte er wohl von Umstrukturierungen des Auswärtigen Amtes (AA) durch Joachim von Ribbentrop und war ab 1940 unter Gerhard Rühle und Kurt Georg Kiesinger in der Rundfunkpolitischen Abteilung für Allgemeine Propaganda aktiv, in ständiger Rivalität zu Goebbels' Propagandaministerium (RMVP). Nach Kriegsende war er sofort für den neu gegründeten NWDR in Hamburg tätig, ab 1946 Leiter des Presseamtes des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, ab 1947 Ministerialrat. Ab 1950 kehrte er zum Auswärtigen Amt zurück und wurde zwischen 1953 und 1963 sowie 1966 und 1970 als Generalkonsul und Botschafter im Ausland eingesetzt.[93] Er soll zusammen mit anderen AA-Mitarbeitern der NS-Zeit den harten Kern einer Seilschaft gebildet haben, die z. B. den ehemaligen AA-Mitarbeiter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger wegen dessen NS-Vergangenheit gestützt hat.[94]
  • Die aus Ostpreußen stammende Beate Köstlin (1919–2001) besuchte die Schule am Meer von 1931–1934. In ihrer Autobiographie beschreibt sie, dass ihr die Schule auf Juist „sehr gefiel“. Der Schulgründer Martin Luserke, ihr „Lieblingslehrer“, sei „ein phantastischer Mann“, „großzügig und geistreich“ sowie „verständnisvoll“ gewesen.[95] Sie fuhr mehrfach auf Martin Luserkes Krake mit, auch in die Niederlande.[96] Schon als kleines Mädchen sehr am Fliegen interessiert, begegneten ihr auf Juist die nördlich der S.a.M. am Strand der Nordsee landenden Doppeldecker. Während der Sommerferien landeten zwei junge Männer mit einem solchen Fluggerät auf einem Stoppelfeld des Gutshofes Wargenau ihrer Eltern bei Cranz. Darin durfte sie als Schülerin erstmals und wiederholt mitfliegen.[97] 1937 gegen den Willen ihrer Eltern auf dem seinerzeit neuen Flugplatz Rangsdorf bei Berlin ausgebildet, auf dem auch Ernst Udet, Elly Beinhorn, Bernd Rosemeyer, Heinz Rühmann und Leny Marenbach verkehrten,[98][99] erwarb Beate als einzige Frau unter sechzig Flugschülern ihren Pilotenschein. Als Testpilotin überführte sie später für Bücker fabrikneue Flugzeuge und machte Stunts für die UFA.[100] Ihr durch die 1939 erfolgte Heirat unter dem Namen Beate Uhse international bekannt gewordener Lebensweg ist symptomatisch für eine primär von der Weimarer Zeit und einem liberalen Elternhaus geprägte, selbstbewusste und an ihren Bedürfnissen orientierte Frau, die sich von den Zwängen ihrer Zeit und einer männlichen Dominanz zu befreien suchte. Trotz zahlreicher Widerstände ist ihr das über weite Strecken gelungen.
  • Walter Georg Kühne (1911–1991) war einer der sechzehn Schüler, die Ostern 1925 von der FSG Wickersdorf zur S.a.M. wechselten; er machte dort 1930 sein Abitur, zusammen mit Hans Ulrich Arnold, Gerd Bry (1911–1996), Felix Henn und Hild Wehnert (1911–1996).[101] Zeitlebens befreundet war er mit Ernst Putz. Er emigrierte zur Zeit des Nationalsozialismus nach Großbritannien. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges begeisterte er die Paläontologen der University of Cambridge, denen er Stoßzähne von selbst entdeckten Mammuts vorlegte.[102][103][104][105] Nach dem Krieg nach Deutschland zurückgekehrt, studierte und promovierte er, wurde habilitiert. Er lehrte später an der Freien Universität in Berlin, deren Institut für Paläontologie er 1958 begründete.[106] Er wurde auch als Fachbuchautor bekannt.
  • Pelle Wilhelm Konrad Lehmann (1917–1977) war ein Sohn des Schriftstellers Wilhelm Lehmann aus dessen zweiter Ehe mit der Lehrerin Frieda (1889–1975), geb. Riewerts.[107][108] Seine Eltern ermöglichten ihm den Besuch der Schule am Meer. Seinen Rufnamen verdankte er dem Epos „Pelle Erobreren“ (von Martin Andersen Nexø, 1987 verfilmt mit Pelle Hvenegaard und Max von Sydow). Sein Vater, der zwischen 1912 und 1917 Lehrer an der FSG Wickersdorf gewesen war und dort mit Martin Luserke, Rudolf Aeschlimann und Paul Reiner gegen Gustav Wyneken opponiert hatte, beschrieb Pelle als „praktisch veranlagt“. Dieser wolle jedoch „mit Gewalt zum Geistigen hin“ und nehme es seinem Vater übel, dass dieser ihn da nicht ernst nehmen könne. Pelle, der sich als Erwachsener in offizieller Umgebung statt seines Rufnamens gern „Peter“ nannte, war später Lehrer in Eckernförde, ein „Büchernarr“ mit „exquisiter Bibliothek“, wie es sein Vater in einem Brief vom 10. September 1951 an Werner Kraft beschrieb.[109] Pelle war mit Irmgard, genannt „Kaska“, geborene Carstens, verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn ist Jens-Peter Lehmann (* 1944).[110]
  • Günther Leitz (1914–1969) aus dem hessischen Gießen gehörte zu den sechzehn Schülern, die von der FSG Wickersdorf nach Juist wechselten. Er besuchte ab 1925 die Schule am Meer, deren Schulalltag er mit einer Leica-Kleinbildkamera (damals als „Kleinfilmkamera“ bezeichnet) fotografisch dokumentiert hat. Diese stammte aus der Produktion des von seinem Vater geführten optischen Unternehmens Leitz-Werke in Wetzlar.[111] Seinem Schulkameraden und drei Jahre jüngeren Freund Oswald Graf zu Münster schenkte er während dessen Schulzeit eine gerade neu auf den Markt gebrachte Leica-Reporterkamera, mit der er dessen weiteres Leben mitgestaltete. Beide spielten im Orchester der Schule unter Eduard Zuckmayer das Violoncello. Nach einer kaufmännischen Ausbildung übernahm Günther die Geschäftsführung der Ernst Leitz GmbH. Er widmete sich vorrangig dem Aufbau einer Forschungsabteilung für optische Gläser und dem Aufbau eines Werks in Canada.
  • Gerd Lichtenhahn (1910–1964) studierte nach seinem Abitur an der Schule am Meer Architektur. 1950 plante er mit Ernst Friedrich Ludwig Brockmann die Europahalle der Hannover Messe und von 1955 bis 1958 die Essener Grugahalle, 1958 das Leuchtenhochhaus auf dem Messegelände in Hannover. Selbständig plante er in Essen von 1963 bis 1964 das Grugabad.
  • Robert Albrecht Lienau (1905–2001) aus Wien studierte nach seinem Abitur an der Schule am Meer an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin Rechts- und Staatswissenschaften und promovierte 1938 zum Thema „Stellung und Befugnisse des Präsidenten des Ständigen Internationalen Gerichtshofes“.[112] Zusammen mit seiner Schwester Rosemarie (1903–1996) führte er nach dem Tod des Vaters ab 1949 den Robert Lienau Musikverlag weiter. Erst 1990 verkauften sie das Unternehmen aus Altersgründen.
Friedel mit seiner Mutter Paula Ludwig, ca. 1924
  • Der im niederschlesischen Glatz geborene Siegfried Ludwig (1917–2007), genannt „Friedel“, besuchte die S.a.M. von 1927 bis 1934. Seine Mutter war die österreichische Lyrikerin und Malerin Paula Ludwig, die ihn, begleitet von Carl Zuckmayer, im Loog auf Juist besuchte. Yvan Goll berichtete seiner Ehefrau Claire am 22. Februar 1931 per Brief über Paula Ludwig: „Sie hat auch einen Sohn von 13 Jahren, der in einer Schulgemeinde am Meer lebt. Unehelicher Sproß. […] Jetzt schreibt sie diese Gedichte an ihren Knaben.“ Friedels Vater war der Druckereimitinhaber, Verleger und Offizier Walter Rose (1881–1962) aus dem niederschlesischen Neurode. Er finanzierte seinen S.a.M.-Schulbesuch. Ein richtiges Familienleben lernte Friedel jedoch nicht kennen, er wurde über lange Phasen in Pflege gegeben.[113] Mit seinem Schulkameraden Günther Leitz war er zeitlebens befreundet. Durch ihn erhielt er nach der Schulschließung einen Ausbildungsplatz im optischen Unternehmen Ernst Leitz, wurde Industriekaufmann und Fotograf.[114] Nach dem Reichsarbeitsdienst (RAD) folgte er seiner Mutter nach Paris. Dabei half deren Freundin Erika Mann. In Paris besuchte er Bildhauerkurse an der Academie Ranson bei Aristide Maillol, kam nach Kriegsbeginn in südfranzösische Internierungslager.[115] Nach der Besetzung von Paris durch die Wehrmacht kam er frei und ging über die Pyrenäen nach Spanien, wo er erneut interniert wurde. Bei der Registrierung dort trug er seinen Namen versehentlich falsch ein und erhielt daher Identifikationspapiere, in denen sein Name umgekehrt wurde: zu Ludwig Friedel. Dabei blieb es bis zu seinem Lebensende.[116] Von ehemaligen S.a.M.-Schulkameraden und weiteren Freunden erhielt er Lesestoff in die Lager geschickt, erlernte Sprachen und malte seine Umgebung. Wieder in Freiheit, arbeitete Friedel drei Jahre in Madrid als Sprachlehrer und studierte Bildhauerei. Im Dezember 1946 traf er in Rio de Janeiro ein, wo er als selbständiger Fotograf arbeitete. Ende 1947 zog er zu seiner Mutter nach São Paulo.[117] 1956 kehrte Friedel nach Deutschland zurück, wo er von Günther Leitz Arbeit bekam. Als in Fachkreisen bekannter Leica-Fotograf lehrte er u. a. an der Leica Akademie und bildete Fotografen aus. Bis 1970, kurz nach dem Tod von Günther Leitz, lebte er zusammen mit seiner Mutter in Wetzlar, bevor beide nach Darmstadt umzogen. Ein Foto zeigt den 88-jährigen Friedel mit seiner Leica.[118] 89-jährig verstarb er. Eine an das Grabmal seiner Mutter gelehnte gebrochene Tafel erinnert an ihn (siehe Foto).[119][120]
Dieter Luserke mit seinem Vater an Bord der Krake, um 1935
  • Der im thüringischen Wickersdorf geborene Dieter Luserke (1918–2005), erst Seemann, später in einem der Schifffahrt nahen Beruf, jüngster Sohn des Schulgründers Martin Luserke, besuchte von 1929 bis 1934 die Schule am Meer. Als Fünfzehnjähriger, der schon vom schulischen Segeln begeistert war, brach er seine Schulzeit direkt nach der Schließung der S.a.M. ab und begleitete dann den Vater auf dessen Blazer Krake durch die Küstengewässer der Nord- und Ostsee.[121] Für Dieter war das die Möglichkeit, seinen Vater endlich für sich allein haben zu können, nachdem er ihn vorher mit so vielen anderen Schulkameraden der S.a.M. rund um die Uhr hatte teilen müssen.[122]
  • Der ebenfalls in Wickersdorf geborene Klaus Luserke (* 5. Oktober 1912) legte im Frühjahr 1931 sein Abitur an der Schule am Meer zusammen mit Eva Gross, Herta Haubold, Hildegard Paulsen, Hans Reyersbach, Uli Sild, Wolfgang Siller, Katherine Weise und Heinz Zederbohm ab,[123] um danach ein Studium aufzunehmen. Er war zunächst im Verlagswesen tätig, als Reichsredner der völkischen Deutschen Glaubensbewegung (siehe auch: Völkische Bewegung) aktiv, Mitarbeiter des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland und Mitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. 1935 bewarb er sich für die SS und beteiligte sich im selben Jahr erstmals an der musikalischen Gestaltung der Weihnachtsfeier für die SS-Hauptämter,[124] die für ihr Schulungsamt gezielt akademisch gebildete Männer von außen anwarben.[125] Er arbeitete in dem für die Indoktrination der SS-Angehörigen zuständigen SS-Schulungsamt, das zunächst dem Rasse- und Siedlungshauptamt der SS (RuSHA) unterstellt war, ab August 1938 dann dem SS-Hauptamt (SS-HA). Dort war er in dessen Hauptabteilung III Kulturelle Gestaltung in der Abteilung A Feiergestaltung unter Kurt Eggers Referent für „Stoffsammlung“ und in Personalunion zugleich in der Abteilung B Referent für „Musiker“,[126] wo er wiederholt die kultischen Thingspiele der SS anlässlich der Sonnenwende einstudierte,[127] bei denen Hitlerjungen und BDM-Mädchen Rituale wie den Sprung über loderndes Feuer ausführten.[128] Dann jedoch wurde er im September 1937 aus disziplinarischen Gründen aus der SS ausgeschlossen, weil seine Verbindungen zu einem Käufer pornographischer Literatur bekannt wurden. Für die SS galt das als ehrrührig. Klaus Luserke richtete daraufhin ein „Gnaden- und Wiederaufnahmegesuch“ an Heinrich Himmler persönlich, das von diesem angenommen wurde, weil es sich um eine „ausgeprägte Jugendtorheit“ gehandelt habe, Klaus Luserke aber „im Grunde anständig und ordentlich“ sei. Himmler ordnete an, die SS solle ihm bei der Ergreifung des Schriftsteller-Berufes helfen und ihm eine Aufwandsentschädigung für den Besuch der Reichspresseschule zahlen.[129] Himmler ließ ihn zwecks Bewährung zu den SS-Totenkopfverbänden einziehen und erteilte ihm den persönlichen Befehl, „bis Weihnachten zu heiraten“.[127]
  • Oswald Graf zu Münster Freiherr von Grothaus (1917–2003), genannt „Ossi“, im Vogtland geboren, aber im preußisch annektierten Kniestedt bei Salzgitter aufgewachsen, besuchte von 1931–1934 die Schule am Meer und spielte dort unter der Leitung von Eduard Zuckmayer Violoncello im Schulorchester. Auf einem Orchesterfoto aus dem Schul-Werbeprospekt von 1931/32 (siehe Hauptartikel) kann man ihn – etwas verdeckt vom Notenständer – links neben Dirigent Zuckmayer erkennen. Durch die Schließung der S.a.M. musste er auf eine andere Schule wechseln, so kam er zum Landerziehungsheim Schule Marienau nach Dahlem[130] und gehörte dort zur Kameradschaft von Schulleiter Max Bondy. Nach dem Krieg arbeitete er als Landwirt auf dem familieneigenen Gut, nach 1958 für eine große Versicherungsgesellschaft. Seine Leidenschaft galt zwischen 1935 und 1995 der Fotografie. „Ossis“ dokumentarische Fotos sind posthum (2015) in sechs Bildbänden publiziert worden, im ersten Band auch Fotos, die sein drei Jahre älterer Schulkamerad Günther Leitz in der S.a.M. aufgenommen hatte. Mit diesem und seinem S.a.M.-Kameradschaftsführer der Delphine, Eduard Zuckmayer, führte „Ossi“ eine lebenslange Freundschaft.[131]
  • Der in Shanghai geborene Rolf Pappiér (1914–1998) stammte aus einer Bremer Kaufmannsfamilie, die im internationalen Handel tätig war, u. a. in Argentinien und China. Als Jugendlicher entwickelte er ein großes Interesse an der Bildenden Kunst. Er legte im Frühjahr 1933 zusammen mit Ruth Berger, G. Woldemar Hörnig, Anna Margarethe Kantorowicz, Hilde Müseler, Reiner Planck, Jens Jürgen Rohwer und Rudolf Stoltz an der S.a.M. seine Reifeprüfung ab. Für seine große Ausstellung selbst gefertigter Zeichnungen im Zeichensaal des Obergeschosses der Bühnenhalle wurde er in seinem Abschlusszeugnis explizit geehrt.[132] Dazu hieß es im Logbuch der Schule: „Im Zeichensaal ist eine große Rolf Pappiér-Ausstellung. Die ausgestellten Zeichnungen machen einen sehr guten Eindruck. Die offenkundig gepflegte Liebe zum Material und die Sauberkeit der Durchführung sprechen an. Die Schule kann stolz auf ihn sein.“[133] 1936 emigrierte er nach Argentinien und arbeitete dort erfolgreich als Filmregisseur, Art Director, Szenenbildner und Schauspieler. In den 1940er und 1950er Jahren wurde er für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Er verstarb 84-jährig und wurde auf dem deutschen Friedhof in Buenos Aires begraben. Online finden sich Fotos[134] bzw. Videoclips,[135] die ihn zeigen, aber auch einige seiner kompletten Filme.[136][137]
  • Der in Chemnitz geborene Arne Skafte Rasmussen (1912–1994) war einer der Schüler, die von der FSG Wickersdorf zur Schule am Meer wechselten. Nach seinem Schulabschluss erhielt er eine technische Ausbildung und arbeitete in der Forschung und Entwicklung für die Auto Union AG, bei deren Zusammenschluss sein Vater Jørgen Skafte Rasmussen eine Schlüsselrolle einnahm. Später war Arne in der Motorenentwicklung für den Kleinwagenhersteller Framo und zuletzt für Fichtel & Sachs tätig. Über den angegebenen Einzelnachweis ist Arne im Video zu sehen.[138]
  • Der in Zschopau geborene Ove Skafte Rasmussen (1909–1995) war einer der Schüler, die von der FSG Wickersdorf zur Schule am Meer wechselten. Er war drei Jahre älter als sein Bruder Arne. Er machte 1929 gemeinsam mit Peter Döblin und Hubert H. Kelter ein vom Dauerfrost begleitetes Abitur.[73] Als Student der Staatswirtschaft in München war er ab Frühjahr 1930 Mitglied der Außengemeinde[139] und einer der Vertrauensleute der S.a.M.[140] Er schloss mit zweifacher Promotion (Dr. oec. publ. et rer. pol.) ab und war später Geschäftsführer der Eisenwerk Erla G.m.b.H., die sein Vater 1928 übernommen hatte. 1949 gründete Ove in der Nähe von Frankfurt am Main die Rasmussen GmbH, einen Zulieferer der Automobilindustrie. Ein Foto des 78-jährigen Ove ist über den Einzelnachweis abrufbar.[141]
  • Der im hessischen Offenbach am Main geborene Werner Rings (1910–1998) besuchte von 1926 bis 1929 die Schule am Meer. Er studierte in Berlin, Freiburg und Heidelberg und emigrierte nach dem 30. Januar 1933 nach Spanien. Dort war er für die republikanische Regierung tätig und erlebte zwischen 1936 und 1939 den Spanischen Bürgerkrieg mit, in dem es um Demokratie oder faschistische Diktatur ging. Während des Zweiten Weltkrieges suchte er im unbesetzten Teil Frankreichs Zuflucht, bevor es für ihn auch dort unter dem Vichy-Regime zu unsicher wurde. 1942 floh er in die Schweiz. Dort konnte er nach Kriegsende als Journalist und Foto-Journalist, Autor, Regisseur und Produzent arbeiten.
  • Der aus dem holsteinischen Neumünster stammende Jens Jürgen Rohwer (1914–1994), Komponist und Musikwissenschaftler, war von 1930 bis 1933 Stipendiat der Schule am Meer. Sein Abitur legte er im Frühjahr 1933 mit Auszeichnung ab, zusammen mit Reiner Planck, Ruth Berger, G. Woldemar Hörnig, Anna Margarethe Kantorowicz, Hilde Müseler, Rolf Pappiér, Raitelhuber und Rudolf Stoltz[142]. Er studierte anschließend zuerst Nationalökonomie, dann wechselte er zu Musikwissenschaft (Schulmusik und Komposition) in Berlin.[143] Jens hospitierte u. a. bei Paul Hindemith. Er blieb auch später mit seinen ehemaligen Lehrern und Schulkameraden der S.a.M. in Kontakt, beispielsweise mit Helene und Rudolf Aeschlimann, Hubert H. Kelter, Felicitas Kukuck, Dieter und Martin Luserke sowie Eduard Zuckmayer.[144][145] Von der Jugendbewegung wurde er stark beeinflusst. Während der NS-Zeit war er Mitglied des NS-Studentenbundes, danach des NS-Dozentenbundes und komponierte die Musik zu propagandistisch getextetem NS-Liedgut, wovon er sich in der Nachkriegszeit distanzierte und dafür entschuldigte. Das NS-Regime verbot eines seiner Oratorienwerke mit dem Titel Und da war Gottes Name.[146] Als Soldat der Wehrmacht wurde er 1941 schwer verwundet. 1943 bis 1945 lehrte er an der Gaumusikschule in Posen, ab 1946 an der Landesmusikschule in Lübeck, ab 1950 an der daraus hervorgegangenen Schleswig-Holsteinischen Musikakademie, die er zwischen 1955 und 1971 leitete. 1952 erhielt er den Schleswig-Holsteinischen Kulturpreis, 1957 wurde er habilitiert, 1958 promovierte er in Kiel. Ab 1972 erhielt er eine Professur an der Musikhochschule Lübeck. Aus seiner Ehe gingen drei Töchter und drei Söhne hervor, darunter Bernd (* 1951), Götz (* 1947) und Friedemann.[147]
Uli Sild, um 1935
  • Der Österreicher Ulrich Sild (1911–1937), genannt „Uli“, wechselte Ostern 1927 als zunächst Fünfzehnjähriger von einem Gymnasium in Wiens 21. Bezirk zur Schule am Meer. Die Freiluftschule und das Reizklima der Nordsee sollten sein Bronchialasthma kurieren helfen. Im Herbst 1929 führte der passionierte Bergsteiger S.a.M.-Kameraden auf den Triglav in den Julischen Alpen und auf die Große Zinne in den Sextner Dolomiten. Nach seiner Reifeprüfung 1931, die er zusammen mit Eva Gross, Herta Haubold, Klaus Luserke, Hildegard Paulsen, Hans Reyersbach, Wolfgang Siller, Katherine Weise und Heinz Zederbohm ablegte,[148] kehrte er nach Österreich zurück und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Während seines Studiums begleitete er von Radstadt aus in lehrender Funktion Skiwanderungen von Gruppen der S.a.M. Diese führten beispielsweise vom 3. bis 17. Januar 1932 durch die Schladminger Tauern in Tagestouren auf das Sauschneiderhörndl (1.500 m), den Rostbrandl (1.791 m), das Grieskareck (1.939 m) oder mehrtägig zum Seekarhaus (1.800 m), von dem aus mehrere Gipfel bis zu einer Höhe von 2.450 m Höhe gemeinsam bestiegen wurden.[149] Uli zählte von 1931 bis zur Schulschließung Ostern 1934 zu den Förderern der Schule am Meer.[150] Vierzehn Tage vor seinem akademischen Abschlussexamen stürzte er mit seiner Seilschaft ab,[151][152] wurde nach Wien überführt und dort auf dem Friedhof Jedlesee beigesetzt.[153]
Iolanda Freiin von Tettau (re.) mit ihrem Vater, Wilhelm Freiherr von Tettau, und ihrem Zwillingsbruder, Wolfram Freiherr von Tettau, 1913
  • Iolanda Paola Ada Lucia Freiin von Tettau (1908–2005) besuchte zunächst die Mädchenschule in Berlin-Lankwitz und danach die dortige Höhere Töchterschule. 1929 schloss sie auf Juist mit der Reifeprüfung ab, zusammen mit Peter Döblin und Hubert H. Kelter.[154][73] Danach wurde sie Mitglied der Außengemeinde der Schule am Meer und absolvierte in Berlin eine Ausbildung an der Akademie für Künste und Handwerk. Ab 1931 war sie im Landschulheim am Solling in Holzminden tätig.[155] Der Einfluss Martin Luserkes und der S.a.M. wirkte sich nachhaltig auf ihr künftiges Denken und ihre Interessen aus. Sie heiratete 1931 den Diplom-Ingenieur und Oberregierungsrat Christian Hildebrand (1905–1944), mit dem sie zwei Kinder hatte, den späteren Soziologen Manuel Hildebrand (* 1935) und den Architekten Michael Hildebrand (* 1938). Die Ehe wurde im April 1939 geschieden. Schon im Dezember 1939 heiratete sie erneut. Ihr zweiter Ehemann war der Militärarzt Horst Werner (1913–1992). Aus dieser Verbindung ging eine Tochter hervor, die spätere Physiotherapeutin Barbara Fritz (* 1940). Iolanda und er holten anlässlich ihrer Silbernen Hochzeit im Jahr 1964 die während der NS-Zeit unterlassene kirchliche Trauung in der Stuttgarter Schlosskirche nach. Für den bekannten Berliner Modeschöpfer Heinz Oestergaard entwarf Iolanda modische Accessoires wie beispielsweise Schmuck. Ihre Kreativität fand jedoch auch als geschickte Puppenspielerin bei Albrecht Roser ihren Ausdruck. Sie kreierte eine Vielzahl von Puppen, Engeln, Kränzen und viele weitere kunsthandwerkliche Erzeugnisse. Bei der Evangelischen Akademie in Bad Boll ging Iolanda ihren literarischen und philosophischen Interessen nach. Sie engagierte sich in der Stuttgarter Sektion der Dante-Gesellschaft, mit der sie sich u. a. Italiens Kunstdenkmäler und Regionen erschloss. Iolanda verstarb kurz nach ihrem 97. Geburtstag und ruht im Familiengrab auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg.[156]
  • Der aus dem damals sächsischen Halle an der Saale stammende Ruprecht Weise (–1998) baute nach der im August 1945 erfolgten sowjetischen Demontage der Hallenser Pumpenfabrik seines Vaters das Unternehmen mit seinem Onkel Erich Weise ab 1951/52 in Bruchsal wieder neu auf und führte es weiter.[157] Bei der TSG Bruchsal 1846 e. V. wurde jährlich das durch ihn geförderte und nach ihm benannte Ruprecht-Weise-Jugend-Turnier durchgeführt. 1987 führte er Klage gegen Lothar-Günther Buchheim (Das Boot), der seinen Vater Felix Weise in der Nachkriegszeit unter einem Vorwand um zahlreiche wertvolle Gemälde gebracht haben soll.[158][159] U. a. berichteten die Berliner Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und der Stern darüber. Die fraglichen Gemälde bildeten später den Grundstock für Buchheims Kunstsammlung, die einen Millionenwert hat.

Bekannte Eltern von Schülern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruno Ahrends (1878–1948), ein renommierter Berliner Architekt, plante den 1930/31 errichteten Hallenbau der Schule am Meer, dessen prominentes Feature ein großer Theatersaal war (siehe Hauptartikel, Abschnitt Architektur), deutschlandweit der einzige einer Schule. Die weiteren von Ahrends geplanten Gebäude für die Schule am Meer wurden nicht mehr realisiert.[160] Ahrends musste aus Deutschland emigrieren und gelangte über Großbritannien und eine Internierung auf der Isle of Man als Enemy Alien (feindlicher Ausländer) letztlich nach Südafrika, wo er bald nach seiner Ankunft verstarb.
  • Der Schauspieler Theodor Becker (1880–1952) aus dem badischen Mannheim und die in Wien geborene Schauspielerin und Theaterregisseurin Maria Fein (1892–1965) sind die Eltern der S.a.M.-Schülerin Maria Becker. Ihre Mutter war jüdischer Abstammung, aber schon früh zum Katholizismus konvertiert. Die während der Zeit des Nationalsozialismus dennoch als „Volljüdin“ geltende Mutter, die unter Max Reinhardt viele Uraufführungen bestritt, durfte ab 1933 nicht mehr an deutschen Bühnen auftreten. Zusammen mit ihren Töchtern emigrierte sie 1936 nach Österreich, wo sie mit Reinhardt das Wiener Theater in der Josefstadt leitete. Ihr Ehemann hatte sich um 1934 von seiner jüdischen Ehefrau scheiden lassen und heiratete die Schauspielerin Helma Seitz, die mehr als drei Jahrzehnte später einem breiten Fernsehpublikum als „Fräulein Rehbein“ oder „Rehbeinchen“ in der Krimiserie Der Kommissar (mit Erik Ode) bekannt wurde. Ode war Schüler der FSG Wickersdorf. Becker und Seitz hatten eine Tochter, die spätere Schauspielerin Renate Becker, Halbschwester von Thea und Maria Becker.
  • Herbert von Borch (1876–1961) war ein in Ostasien eingesetzter deutscher Diplomat. Er leitete die deutsche Kommission mit Konsul Kurt Schirmer (1877–1930) und Vizekonsul Wilhelm Wagner (1884–1949) in Peking, die nach dem Ersten Weltkrieg den am 21. Mai 1921 geschlossenen Sonderfriedensvertrag zwischen China und Deutschland verhandelt hatte. Während der Schulzeit seines Sohnes auf Juist war er ab 1925 Botschaftsrat in Tokio und ab 1928 Gesandter 1. Klasse (Botschafter) in Peking.
  • Heinrich Cordes (1866–1927) war im auswärtigen Dienst des Auswärtigen Amtes als Dolmetscher an der deutschen Gesandtschaft und deutschen Konsulaten in China tätig und ab 1901 Bankdirektor der Deutsch-Asiatischen Bank (DAB) in Tientsin, ab 1905 auch in Peking. Er war mit Yuksin Chou verheiratet.[7] Er zahlte seiner Tochter Clara (1907–1985) den Besuch der FSG Wickersdorf und nach ihrem Wechsel ab Ostern 1925 auch den Besuch der S.a.M.
  • Der aus Pommern stammende Alfred Döblin (1878–1957), Psychiater und expressionistischer Schriftsteller (Berlin Alexanderplatz, 1929), Vater von fünf Söhnen, war einige Jahre vor Beginn des Ersten Weltkrieges aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten und ließ seine Kinder vor Schuleintritt als evangelische Christen eintragen. Dahinter stand neben dem Bestreben der Assimilation die Hoffnung, dass sie es so leichter haben würden. Am Krieg nahm er freiwillig als Militärarzt teil. 1917 sympathisierte er mit der russischen Revolution. Ab 1918 engagierte er sich für die Demokratie in Deutschland und trat in die USPD ein. 1923 sah er sich durch die anti-jüdischen Pogrome im Berliner Scheunenviertel mit seiner jüdischen Abstammung konfrontiert. Er begründete die vornehmlich politisch links orientierte Gruppe 1925 mit. 1931 erarbeitete er zusammen mit Heinrich Mann ein Lesebuch für Schulen in Preußen.[161] Als Jude und Sozialist sah er sich am 28. Februar 1933 genötigt, Deutschland wegen der Nationalsozialisten verlassen zu müssen. Seine Frau und drei Söhne, darunter auch der frühere S.a.M.-Schüler Peter, folgten ihm. Am 10. Mai 1933 wurden während der NS-Bücherverbrennungen seine Werke vernichtet; im September übersiedelte er von der Schweiz nach Paris. 1936 erhielt Alfred Döblin die französische Staatsbürgerschaft und konvertierte 1941 in Frankreich zum Katholizismus. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück, um es 1953 resigniert erneut zu verlassen.
  • Der im hessen-nassauischen Biebrich geborene Wilhelm Dyckerhoff (1868–1956), von 1924 bis 1928 Regierungsvizepräsident in Aurich, ermöglichte einem seiner fünf Kinder den Besuch der Schule am Meer. Er war im Beirat der Dyckerhoff-Zementwerke und später in deren Aufsichtsrat, im Landtag der preußischen Provinz Hannover und gehörte 1930 bis 1933 dem Preußischen Staatsrat an.[162]
  • Otto Frielinghaus (1877–1956), Ministerialrat im Preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe, später im Reichswirtschaftsministerium bis 1943, nach 1945 Banktreuhänder in Nordrhein-Westfalen[163][164], ermöglichte seinem Sohn und seiner Tochter Ilse den Besuch der Schule am Meer.[165] Er gehörte auch zu den Vertrauensleuten der S.a.M.
  • Wilhelm Gratenau war ein Großkaufmann aus Hamburg, der Holz und Zellstoff aus Skandinavien und dem Baltikum importierte und ein Sägewerk besaß.[166] Er erwarb 1924 Gut Lindenhof und den Bredenbeker Teich, an dessen Nordufer er ein großes Strandbad bauen ließ.[167] Auf Gut Lindenhof wurde eine landwirtschaftliche Frauenschule eingerichtet.[168] Gratenau ermöglichte es seiner Tochter Herta (Abitur 1932)[169] und zwei Söhnen, die Schule am Meer zu besuchen.
  • Die aus Kettwig bei Essen stammende Elisabeth Grüttefien-Kiekebusch (* 1871) war eine Landschaftsmalerin. Sie war die Witwe des Berliner Landschaftsmalers Hermann Kiekebusch (* 1857). Von Berlin-Lichterfelde aus ermöglichte sie ihrer Tochter und ihrem Sohn, die Schule am Meer zu besuchen.
  • Julius Halberstadt (1876–1939) war neben seinem Schwager Lenor Helft Mitinhaber der Firma Schade & Füllgrabe in Frankfurt am Main und Leipzig, die dort zur damaligen Zeit insgesamt rund 180 Lebensmittel- und Feinkost-Filialen mit etwa 700 Mitarbeitern betrieb. Im Rhein-Main-Gebiet war sie die größte Lebensmittelmarkt-Kette. Halberstadt ermöglichte es seinem Sohn Walter,[170] die Schule am Meer zu besuchen. Im Zuge der von den Nationalsozialisten betriebenen „Arisierung“ verkauften Halberstadt und Helft 1936 ihr Unternehmen. Helft verstarb 1937, Halberstadt emigrierte nach New York City.[171]
  • Otto Hörnig war Besitzer einer Strumpffabrik in Chemnitz, der seine beiden Söhne zur Schule am Meer schickte. Sein Sohn G. Woldemar Hörnig (Abitur 1933) entwickelte Anfang der 1960er Jahre das erste ZDF-Logo.
  • Gustav Kämmerer führte zusammen mit seinem Bruder Rudolf in Osnabrück eine seit 1808 bestehende Papierfabrik. Die beiden stellten ab 1908 die Produktion des Unternehmens Papierfabrik Gebrüder Kämmerer KG auf so genannte Elektropapiere (Kabelpapier zur Isolation) um, mit dem sie u. a. AEG oder Felten & Guilleaume belieferten, die ab 1918 Mitgesellschafter des nun als Papierfabrik GmbH vormals Brüder Kämmerer firmierenden Unternehmens geworden waren. Kämmerer, weiterhin Fabrikdirektor, ermöglichte es seiner Tochter, die Schule am Meer zu besuchen.
  • Der Berliner Alfred Kantorowicz (1880–1962) war ab 1923 der erste Ordinarius für Zahnmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er entwickelte als erster ein System der Prophylaxe von Zahnerkrankungen, insbesondere in Schulen. Zwischen 1919 und 1933 war er Stadtverordneter und Mitglied der SPD-Fraktion in Bonn. Kantorowicz und seine erste Frau Frieda (1905–1968), genannt „Friedel“ (später UN-Korrespondentin des ADN)[172], hatten vier Kinder; ihrer Tochter Anna Margarethe ermöglichten sie den Besuch der Schule am Meer. Sie legte ihr Abitur im Frühjahr 1933 zusammen mit Reiner Planck, Ruth Berger, G. Woldemar Hörnig, Hilde Müseler, Rolf Pappiér, Raitelhuber und Rudolf Stoltz ab.[173] Am 1. April 1933 wurde Kantorowicz verhaftet und in das Konzentrationslager Börgermoor gebracht. Am 23. September 1933 wurde er formell aus dem preußischen Staatsdienst entlassen, seine 1926 verliehene Ehrendoktorwürde aberkannt. Am 5. November 1933 wurde er aus der Lagerhaft entlassen. Er konnte einem Ruf an die Universität Istanbul folgen und verließ Deutschland mit seiner Familie. 1946 wurde er an die Universität Bonn zurückgerufen, konnte seine wissenschaftliche Tätigkeit dort jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aufnehmen. 1948 wurde er emeritiert, war danach aber noch als Referent für Gesundheitswesen im nordrhein-westfälischen Innenministerium aktiv.[174]
  • Gerhard M. Kelter war ein Hamburger Unternehmer und zunächst zusammen mit Hubert Hünlinghof (1848–1906)[175] Mitinhaber des 1838 gegründeten Handelsunternehmens Chs Lavy & Co. in der Hochallee 9, das mit zeitweise mehr als 500 Mitarbeitern im Im- und Export agierte, Oberbekleidung und Regenschirme herstellte und mit der Lavy Ltd. eine Dépendance in Großbritannien hatte. Nach dem Tod Hünlinghofs stieg Julius Asch (1875–1939) im Jahr 1914 als Teilhaber ein. Mit ihm war Kelter auch Mitinhaber des 1919 von Asch gegründeten Tochterunternehmens Laco Export Co., das sich unter der Hamburger Adresse Bleichenbrücke 25–29 als Hersteller feiner Seidenschals und -krawatten einen Namen machte und Wilhelm II. in dessen niederländischem Exil ausstattete. Kelter verhielt sich auch in der Zeit des Nationalsozialismus offenbar loyal gegenüber seinem jüdischen Kompagnon. Per 4. Januar 1938 verfügte jedoch das Reichswirtschaftsministerium unter Walther Funk, dass bereits ein jüdischer Teilhaber genügte, um einen Wirtschaftsbetrieb als jüdisches Unternehmen zu deklarieren – mit allen Nachteilen der NS-Gesetzgebung. Am 23. Juni 1938 übergab Asch daher seine Anteile gegen eine Abfindung in Höhe von 850.000 Reichsmark an Gerhard M. Kelter und den neuen Mitinhaber Weger und verließ das Unternehmen per 30. Juni 1938. Am selben Tag entzog ihm die Zollfahndungsstelle mit einer Sicherungsanordnung die Kontrolle über sein gesamtes Vermögen. Seine Emigrationsbemühungen scheiterten an den Behörden[176][177]; Asch nahm sich am 2. Januar 1939 in Blankenese in der Elbe das Leben.[178][179] Das Ehepaar Kelter ermöglichte es seinen Kindern Gabriele (Abitur 1932) und Hubert (Abitur 1929), die S.a.M. zu besuchen.
  • Der aus dem schlesischen Breslau stammende Otto Kestner (1873–1953), war ein deutscher Arzt und Physiologe. Er war mit der in Bremen geborenen Eva Marie Mathilde Kestner (1882–1973), geborene Barth, verheiratet. 1916 hatte er vor dem Hintergrund von Assimilationsbestrebungen auf Wunsch seiner Ehefrau den Familiennamen Cohnheim abgelegt, als er sich evangelisch taufen ließ. Der Hamburger Ordinarius und Institutsdirektor richtete zusammen mit Carl Haeberlin eine Klima-Station in Wyk auf der Nordseeinsel Föhr ein. Kestner wurde von den Nationalsozialisten per 30. Juni 1934 zwangsweise emeritiert. Er emigrierte 1939 nach Großbritannien, war dort (wie Bruno Ahrends) zeitweise als Enemy Alien auf der Isle of Man interniert und kehrte 1949 nach Deutschland zurück.
Außenminister Adolf Köster, ca. 1920
  • Der aus Verden in der preußischen Provinz Hannover stammende Adolf Köster (1883–1930), SPD-Politiker, Hochschullehrer, nacheinander Reichsminister des Auswärtigen und Reichsminister des Innern zur Zeit der Weimarer Republik, Diplomat und Publizist, Gegner der Nationalsozialisten, und seine Ehefrau Käthe waren die Eltern zweier Söhne, Kai und Uwe, die beide die Schule am Meer besuchten.[180][181] Adolf Köster verstarb als Gesandter in Belgrad nach einer Blinddarmoperation an einer Sepsis.
  • Die Berlinerin Margarete Köstlin-Räntsch (1880–1945), eine der ersten Ärztinnen Deutschlands, Mutter der Schülerin Beate Köstlin (später Uhse), suchte gemeinsam mit ihrem aus Württemberg stammenden Ehemann Otto Köstlin (1871–1945) gezielt nach einem modernen Landerziehungsheim mit liberaler Erziehung sowie einem vielfältigen sportlichen und musischen Angebot, um ihrer jüngsten Tochter eine bessere Bildung und einen Umgang mit Gleichgesinnten zu ermöglichen.[182] Mit der Schule am Meer auf Juist wurden sie fündig. Das Ehepaar wurde 1945 auf seinem Gut in Ostpreußen von der in Richtung Berlin vorrückenden Roten Armee ermordet.
  • Walter Kühne (1875–1956), Maler, Zeichner und Graphiker aus Jamlitz in der Niederlausitz, ermöglichte seinem jüngsten Sohn, die Schule am Meer zu besuchen. Kühne hatte 1915/16 als Zeichenlehrer an der FSG Wickersdorf unterrichtet, die seine Kinder Wolfgang (* 1902), Marianne (* 1907) und Walter Georg (1911–1991) als Schüler besuchten.[106]
  • Wilhelm Lehmann (1882–1968) war ein in Venezuela geborener promovierter Pädagoge und Schriftsteller. Zwischen 1912 und 1917 war er Lehrer an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf, wo er Martin Luserke kennenlernte, den er dort bis Kriegsbeginn 1914 als Schulleiter erlebt hat. Ebenso wie Luserke geriet auch Lehmann in pädagogischen Konflikt mit Schulgründer Gustav Wyneken. Wie Luserke nahm Lehmann ab 1917 am Ersten Weltkrieg teil, desertierte im September 1918 jedoch mit Vorsatz in britische Kriegsgefangenschaft. Dies thematisiert Lehmanns 1925 bis 1927 entstandener Roman Der Überläufer, der jedoch erst 1962 veröffentlicht werden konnte. Alfred Döblin, Vater eines anderen späteren S.a.M.-Schülers, erkannte Lehmann 1923 den Kleist-Preis zu, zeitgleich mit Robert Musil. Lehmann ermöglichte es später seinem Sohn, die Schule am Meer zu besuchen. Er selbst trat per 1. Mai 1933 aus Sorge um seinen Beruf und seinen Beamtenstatus der NSDAP bei – „gegen seine innersten Überzeugungen“.
  • Ernst Leitz II (1871–1956) war ein linksliberal eingestellter deutscher Industrieller und ab 1920 Alleingesellschafter der optischen Werke Leitz im hessischen Wetzlar. Dem jüngsten seiner drei Söhne ermöglichte er nach dem Besuch der FSG Wickersdorf ab 1925 auch den Besuch der Schule am Meer. Der S.a.M. stiftete er zu Projektionszwecken ein Epidiaskop.[183] Ernst Leitz II, ein erklärter Gegner des Nationalsozialismus[184], rettete während des Dritten Reiches zahlreiche jüdische Mitarbeiter seines Werks, indem er ihnen Visa für die Vereinigten Staaten beschaffte.[185] Er verwies sie alle an das New Yorker Büro des Unternehmens in der Fifth Avenue, das sie im Hotel unterbrachte und verpflegte, bis für alle geeignete Arbeitsplätze gefunden waren.[186][187] In den USA wurde dieses verantwortliche Engagement von Ernst Leitz II mit den Aktivitäten von Oskar Schindler verglichen und mit The Leica Freedom Train bezeichnet.[188]
  • Robert Heinrich Lienau (1866–1949) war Verleger und Besitzer des Robert Lienau Musikverlages in Wien. Sein Sohn Wilhelm besuchte die S.a.M.[149]
Marie von Malachowski-Nauen und Heinrich Nauen mit Tochter Nora, 1910
Elsa Oeltjen-Kasimir und ihr Ehemann Jan Oeltjen, 1913
  • Der deutsche Künstler Jan Oeltjen (1880–1968) und seine zweite Ehefrau, die österreichische Künstlerin Elsa Oeltjen-Kasimir (1887–1944) finanzierten ihrer Tochter Leni (* 1910 in Rom), aus erster Ehe Oeltjens mit der Kunstmalerin Johanna Feuereisen (1873–1947), den S.a.M.-Schulbesuch. Leni trat danach der S.a.M.-Außengemeinde bei.[197]
  • Friedrich Paulsen (1874–1947) war ein im holsteinischen Wedel geborener Architekt, der an der Baugewerkschule Eckernförde und der TH München studiert hatte.[198] Zwischen 1910 und 1913 fungierte er als Geschäftsführer des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und führte bis 1914 in Kiel und später in Berlin ein eigenes Architekturbüro.[199] Danach wirkte er als Chefredakteur der Fachzeitschrift Bauwelt.[200] Als die Familie in Berlin-Steglitz lebte, war seine Tochter Hildegard Schülerin der Schule am Meer. Ihr Abitur legte sie zusammen mit Eva Gross, Herta Haubold, Klaus Luserke, Hans Reyersbach, Uli Sild, Wolfgang Siller, Katherine Weise und Heinz Zederbohm ab.[201] Danach trat sie der Außengemeinde bei.[202]
Jørgen Skafte Rasmussen mit Ehefrau Therese, geborene Liebe, 1904
  • Jørgen Skafte Rasmussen (1878–1964) war ein dänischer Ingenieur und Hauptaktionär der Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG, deren Marke DKW ab 1928 als temporär größter Motorradhersteller der Welt bekannt wurde. Ab 1921 war deren Werbeslogan „DKW, das kleine Wunder, läuft bergauf wie andre runter!“ sehr erfolgreich, der die im Volksmund als „Arschwärmer“ bezeichneten DKW-Fahrräder mit Hilfsmotor bewarb. Im selben Jahr führte Rasmussen nach US-Vorbild die Fließbandfertigung ein. 1926 gründete er ein Zweigwerk in Berlin-Spandau, in dem der DKW Typ P und der DKW Zweizylinder-Zweitaktmotor hergestellt wurden. 1928 erwarb Rasmussen die Audiwerke AG in Zwickau. Als Folge der Weltwirtschaftskrise ab Herbst 1929 kam es im Jahr 1932 zur Fusion mit der Horchwerke AG Zwickau und den Wanderer-Werken in Schönau bei Chemnitz. Auf diese Weise entstand die Auto Union AG, deren Logo mit den vier horizontal ineinander verschlungenen Ringen die ehemals vier Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer symbolisiert. Rasmussen kam bei der Gründung der Auto Union AG eine Schlüsselrolle zu.[203] Im Jahr 1929 stellte Rasmussen den europaweit ersten Kühlschrank für Privathaushalte her, zum festen Begriff wurde die „DKW-Kühlung“. Rasmussen und seine in Stolberg geborene deutsche Ehefrau Therese (1884–1973), geborene Liebe, ermöglichten es den beiden jüngsten ihrer vier Kinder, Ove und Arne, die S.a.M. zu besuchen.
  • Der in Honnef in der Rheinprovinz in eine römisch-katholische Familie geborene Josef Rings (1878–1957), ein Architekt und Stadtplaner, war in Offenbach am Main, in Darmstadt, im Ruhrgebiet, auf Juist und in Israel tätig, u. a. als Leiter der Bauabteilung der Friedrich Krupp AG. Er wird als Planer des Ausbaus der Schule am Meer etwa zwischen 1926 und 1929 benannt, ergo für Arche, Do, Jenseits und Westfalenhalle.[204] Er war mit Mathilde „Tilly“ Menkel (–1942) verheiratet. 1910 wurde ihr gemeinsamer Sohn Werner geboren, dem sie 1926–1929 den Besuch der S.a.M. finanzierten. Dieser lebte und arbeitete nach Abitur und Studium ab 1933 in Spanien. Josef Rings, ein aktives SPD-Mitglied, sah sich nach dem 30. Januar 1933 von den Nationalsozialisten verfolgt und in seiner beruflichen Existenz bedroht. Wegen seiner jüdischen Ehefrau beantragte er 1934 die Einwanderung in das britische Mandatsgebiet Palästina. Er erhielt das Visum und wurde britischer Staatsbürger, während seiner Ehefrau wegen einer akuten schweren Erkrankung die Einreise verweigert wurde. Dadurch musste sie mit dem Schiff zu dessen Ausgangshafen nach Deutschland zurückkehren. So wurde das Ehepaar auseinandergerissen, denn Josef Rings konnte eine Rückkehr ins NS-Reich nicht riskieren. 1939 wurde ihm von NS-Dienststellen die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Er arbeitete u. a. als Stadtplaner in Tel Aviv. 1942 verstarb seine Ehefrau in einem jüdischen Krankenhaus in Köln nach schwerer Krankheit eines natürlichen Todes.[205][206] 1948 kehrte Josef Rings nach Deutschland zurück und lehrte als Professor für Stadtplanung an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.
Cenzi Sild mit ihrem Hund, 1930er Jahre
Ada Freifrau von Tettau Contessa Niëvo und Wilhelm Freiherr von Tettau, 1907
  • Der in Erfurt im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach geborene Wilhelm Freiherr von Tettau (1872–1929), Architekt, und seine Gattin Ada Freifrau von Tettau Contessa Niëvo (1879–1960), geborene Gräfin Niëvo, seinerzeit in Berlin-Lankwitz ansässig, ermöglichten ihrer Tochter, die Schule am Meer zu besuchen. Deren Zwillingsbruder, Wolfram Lionello Donatello Freiherr von Tettau (1908–1956), war jedoch nicht an der S.a.M., sondern machte sein Abitur am Askanischen Gymnasium in Berlin und studierte danach an der Technischen Hochschule zu Berlin Architektur.
  • William Unna war ein Facharzt für Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten in Hamburg, der seinem Sohn den Besuch der Schule am Meer ermöglichte.
  • Felix Weise (–1961) war ein Pumpen-Fabrikant (Firma Weise Söhne) in Halle an der Saale, außerdem schon während der Weimarer Republik ein Sammler expressionistischer Gemälde, beispielsweise von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner oder Karl Schmidt-Rottluff. Weise ermöglichte es seiner Tochter und seinem Sohn, die Schule am Meer zu besuchen.

Bekannte Förderer und Vertrauensleute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kommerzialrat Alfred Breuninger (1884–1947) war einer der Vertrauensleute der S.a.M.[209] Er war ab 1932 Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Warenhaus-Kette Breuninger, die noch heute besteht.
  • Margarete Elisabeth Dispeker (1906–1999), genannt „Grete“, gehörte zu den Vertrauensleuten der S.a.M. Sie wuchs in einem großbürgerlich-liberalen Elternhaus in München auf; ihr Vater war der Geheime Justizrat Siegfried Dispeker. Eine Kindheitsfreundschaft verband sie mit Doris von Schönthan. Als Freundin von Erika und Klaus Mann verehrte sie deren Vater Thomas Mann und nahm ihn als schriftstellerisches Vorbild. Sie studierte Germanistik in Frankfurt am Main, München, Berlin und Paris. 1932 heiratete sie den an den Münchner Kammerspielen tätigen Dramaturgen Edgar Weil (1908–1941), ihren Großcousin. Durch die Machtabtretung an die Nationalsozialisten musste sie sich mit ihrer jüdischen Herkunft auseinandersetzen. Als ihre große Liebe, ihr erster Ehemann, nach einer ersten willkürlichen Verhaftung 1933 zum Aufbau einer Filiale des in Deutschland von der „Arisierung“ bedrohten väterlichen Pharmabetriebs in die Niederlande emigrierte, folgte sie ihm 1935 nach und verzichtete deshalb auf ihre Promotion, obwohl sie bereits an ihrer Dissertation arbeitete. Sie machte stattdessen eine Ausbildung zur Fotografin und übernahm in Amsterdam ein eingeführtes Fotostudio, fotografierte Lion Feuchtwanger, Alma Mahler-Werfel und Franz Werfel. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Wehrmacht im Frühjahr 1940 wurde ihr Mann bei einer Razzia festgenommen, deportiert und 1941 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.[213] Grete Weil, die sich vom Joodsche Raad Amsterdams anstellen ließ, musste ab 1943 untertauchen. In ihrem Versteck begann sie, schriftstellerisch zu arbeiten.[214] Für ihren Freund Klaus Mann nicht nachvollziehbar, kehrte sie 1947 wieder nach Deutschland zurück und war zunächst als Übersetzerin und Rezensentin tätig. Später gehörte sie dem deutschen PEN-Zentrum an und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden. 1960 heiratete sie ihren Jugendfreund, mit dem sie seit 1947 zusammen gelebt hatte, den ehemaligen S.a.M.-Lehrer, den Opernregisseur und -intendanten Walter Jockisch (1907–1970), der auch mit Edgar Weil befreundet gewesen war.[215][216][217]
  • Alfred Ehrentreich (1896–1998), Reformpädagoge und Autor, kam von seinem Wohnsitz in Berlin-Schlachtensee an die Schule am Meer und traf dort mit Martin Luserke zusammen, den er bereits von der FSG Wickersdorf kannte.[218] Er war einer der Vertrauensleute der S.a.M. und saß zeitweise deren Außengemeinde vor.[210][219][220]
  • Adolphe Ferrière (1879–1960) aus Genève-Champel war ein schweizerischer Pädagoge, Autor und Begründer der Éducation nouvelle. Der ab 1921 Gehörlose war einer der Vertrauensleute der Schule am Meer, der interessierte Eltern schriftlich informiert und beraten hat.[221]
  • Hedwig Freudweiler (* 17. November 1875), genannt Betty, war eine promovierte Pädagogin und Frauenrechtlerin aus Zürich,[222][223] die zunächst am Kantonalen Primarlehrerseminar Zürich nach fünfjähriger Ausbildungszeit ihr Primarlehrerpatent erworben hatte und sich danach im Jahr 1900 an der Universität Zürich für den Fachbereich Zoologie immatrikulierte.[224][225] Im April 1916 wurde sie in den Vorstand der Züricher Union für Frauenbestrebungen gewählt.[226] Wissenschaftlich ungenügender Quellenlage zufolge soll sie 1918 nach schwerer Erkrankung verstorben sein.[10] Sie wird jedoch in einer schweizerischen Publikation von 1921 als tagesaktuelle Vortragsrednerin aufgeführt[227] und 1925 in der Liste der Vertrauensleute der S.a.M. benannt.[221] In jedem Fall kannte sie das gesamte Gründerteam der Schule am Meer bereits aus dem Thüringer Wald, wo sie seit 1907 an der FSG Wickersdorf Naturkunde unterrichtet hatte.[10]
Hans Freyer, um 1925
  • Hans Freyer (1887–1969), promovierter und habilitierter Soziologe, Historiker und Philosoph, war Vorsitzender des „Bundes Freunde der Schule am Meer“ bzw. der daraus hervorgegangenen „Außengemeinde“ der S.a.M. und war einer ihrer Vertrauensleute.[220] Er hielt sich nach der Schulschließung im August 1934 in der Schule auf, um sich mit Martin Luserke zu besprechen, bevor dieser mit der Krake in See stach. Freyer leitete am 1. Dezember 1934 die außerordentliche Versammlung der S.a.M.-Außengemeinde in seinem Privathaus in der Störmthalerstraße 2 in Leipzig-Liebertwolkwitz, um deren Auflösung beschließen zu lassen. Das Gebäude besteht noch heute.[228][229]
  • Julius Gebhard (1884–1966) war ein Hamburger Erziehungswissenschaftler, der in München und Göttingen Pädagogik studiert und bei Hermann Julius Nohl zum Thema „Der Sinn der Schule“ promoviert hatte. Ab 1923 war er Mitglied der SPD. Als Assistent und später Wissenschaftlicher Rat am Erziehungswissenschaftlichen Seminar der Universität Hamburg war er einer der S.a.M.-Vertrauensleute, die er wegen deren musischer Ausrichtung unterstützen wollte.[230] 1946 habilitierte er sich zum Thema „Alfred Lichtwark und die Kunsterziehungsbewegung in Hamburg“.[231]
  • Ida Goldschmidt-Livingston (1863–1933), Tochter von Frank (1830–1891) und Emma Livingston (1840–1917), geb. Steinberger, gehörte zu den S.a.M.-Vertrauensleuten. Sie war die Witwe des Musikwissenschaftlers Hugo Goldschmidt (1859–1920). Als sie 1933 verstarb, wurde sie auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Frankfurt am Main beigesetzt.[232]
  • Emil Grobel war ein promovierter Rechtsanwalt in Elberfeld (heute Teil von Wuppertal), der zu den Vertrauensleuten der S.a.M. zählte. 1926/27 ließ er sich in der Elberfelder Jägerhofstraße 129 von dem Kölner Architekten Hans Heinz Lüttgen ein dreigeschossiges Landhaus im Stil des Neuen Bauens errichten.[233] 1964 gehörte er zu den Unterzeichnern einer von Karl Graf von Westphalen initiierten Petition an Bundeskanzler Ludwig Erhard, die sich für ein Einfrieren des Etats und des Rüstungsstandes der Bundeswehr einsetzte.[234]
  • Hans Hecht (1876–1946) war ein deutscher Ordinarius für Anglistik in Göttingen. Der Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs galt als Shakespeare-Experte und stand diesbezüglich mit Martin Luserke in Kontakt. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung hatte man Hecht ab 1934 die Prüfungsberechtigung entzogen; ab 1935 wurde er von seinen Verpflichtungen ganz entbunden. Ein nur mäßig begabter Kollege, der seine Habilitation einzig Hechts Fürsprache verdankte, hatte gegen ihn gehetzt, bis Hechts Seminare boykottiert wurden. Von guten Freunden versteckt und immer wieder rechtzeitig vor Razzien gewarnt, überlebte Hecht das Dritte Reich, ohne zu emigrieren.[235][236]
  • Oskar Heller (1889–), einer der Vertrauensleute der S.a.M.[221][210][211], studierte in Freiburg, München, Berlin und Heidelberg. Er promovierte 1914 und wurde im selben Jahr als Arzt approbiert. Als Kinderarzt ließ er sich in Ludwigshafen am Rhein nieder. 1934 wurde er von den Nationalsozialisten aufgrund seiner jüdischen Herkunft mit Berufsverbot belegt und emigrierte im November 1934 in die USA, wo er sich in Hicksville, Nassau County, Long Island, im US-Bundesstaat New York ansiedelte.[237]
  • Die in Elsaß-Lothringen geborene Elisabeth Jaffé Freiin von Richthofen (1874–1973) war eine der ersten Sozialwissenschaftlerinnen Deutschlands, promoviert bei Max Weber. Die als „blendend schöne Frau“[243] beschriebene Jaffé-von Richthofen unterstützte die Schule am Meer als Kuratoriumsmitglied der Stiftung Schule am Meer, die Mittel für die Schule generierte.[244] Sie war die Kusine des „Roten Barons“ Manfred von Richthofen und Witwe des 1925 verstorbenen Nationalökonomen, USPD-Politikers und Finanzministers Edgar Jaffé. Sie war auch mit dem Psychiater, Psychoanalytiker und Anarchisten Otto Gross, dem Soziologen und Nationalökonom Alfred Weber sowie dessen Bruder, dem in denselben Fachgebieten tätigen Max Weber, liiert. Mit Gross, dem Ehemann ihrer Freundin Frieda, hatte sie ein uneheliches Kind, das ihr Ehemann Jaffé adoptierte.
  • Selma Jolowicz (1870–1939)[245] war eine Frauenrechtlerin, die u. a. zu einer aktiven Einflussnahme von Frauen in den politischen Parteien und der Ausübung ihrer Macht als Konsumentinnen in der Wirtschaft aufrief.[246] Ab Frühjahr 1931 war sie Mitglied der Außengemeinde der Schule am Meer.[247] Mitte 1934 war sie Gründerin einer Gruppe berufstätiger Frauen in Frankfurt am Main, die anfangs rund 100, 1936 bereits 160 Frauen umfasste. Geboten wurden Fachgruppen für Kindergärtnerinnen, Musikerinnen, Hausangestellte, kaufmännische Angestellte und Gymnastiklehrerinnen, außerdem Vortrags- und Musikabende, Koch- und Nähkurse sowie eine Zeitungslesegemeinschaft.[248] Als Schatzmeisterin des Jüdischen Frauenbundes korrespondierte sie u. a. mit Ottilie Schoenewald[249] und war in der Ortsgruppe des Bundes in Frankfurts südlichem Vorort Neu-Isenburg aktiv. Sie beriet eine Vielzahl von Vereinen in finanziellen Angelegenheiten, war als Dozentin im Freien Jüdischen Lehrhaus (Nachfolgeinstitut der 1920 gegründeten Jüdischen Volkshochschule Frankfurt am Main)[250] tätig und engagierte sich für die Bildung der Jugendlichen. Durch die zunehmende Emigration aus dem Deutschen Reich war die Fluktuation in den einzelnen Gruppen hoch. Mit den Novemberpogromen am 9. November 1938 fanden die Aktivitäten ihr Ende.[251]
  • Walter Kaesbach (1879–1961), Kunsthistoriker, war seinerzeit Direktor der Kunstakademie Düsseldorf und ein bedeutender Förderer des Expressionismus. Er war einer der Vertrauensleute der Schule am Meer und führte anlässlich einer Studienreise die S.a.M.-Schüler persönlich durch eine Ausstellung moderner Malerei in Düsseldorf und eine weitere zu Wilhelm Lehmbruck in Duisburg. Von den Nationalsozialisten wurde er aufgrund deren Kunstpolitik 1933 zunächst beurlaubt und dann seines Amtes enthoben.
  • Der Österreicher Ludwig Kelbetz (1905–1943) aus Graz war einer der S.a.M.-Vertrauensleute.[252] Als Dozent am Musikheim in Frankfurt an der Oder unter Georg Götsch setzte er sich gegen die Kunstmusik zugunsten der Laien- und Volksmusik ein. 1932/33 war er als Lehrbeauftragter für Musik und Bewegung an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen (DHfL) in Berlin-Charlottenburg tätig, die bis 1935 bestand. Er vertrat das „natürliche Turnen“ nach Karl Gaulhofer. Kelbetz fiel als Unteroffizier der Wehrmacht vor Stalingrad.[253]
  • Der Österreicher Ernst Kurth (1886–1946) war einer der bedeutendsten Musikwissenschaftler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gehörte zu den Vertrauensleuten der Schule am Meer, die interessierte Eltern informierten und beraten haben.[221] Er forschte und lehrte überwiegend in der Schweiz.
  • Felix Lommel (1875–1968), Mediziner und Hochschulprofessor aus Jena.
  • Paul von Monakow (1885–1945), promovierter Neurologe und Privatdozent in Zürich, ist der Sohn des bekannten Psychiaters und Neurologen Constantin von Monakow. Paul von Monakow war mit des S.a.M.-Lehrers Paul Reiners Schwägerin Alice (1889–1948) verheiratet.[260][261] Er zählte zu den Vertrauensleuten der S.a.M.[221] Paul Reiner verstarb 1932 schwer erkrankt in Zürich, für die S.a.M. ein herber Verlust. Paul von Monakow verunglückte beim Bergsteigen tödlich.[262]
  • Irmgard Gräfin zu Münster, geborene von Trützschler Freiin zum Falkenstein (1891–1967), gehörte zu den Vertrauensleuten und Förderern der S.a.M.[263] Ihr Sohn Oswald Graf zu Münster Freiherr von Grothaus war bis 1934 S.a.M.-Schüler.
  • Hermann Julius Nohl (1879–1960), einer der Vertrauensleute der S.a.M.[221], hatte an der Kaiser-Friedrichs-Universität zu Berlin Philosophie, Geschichte und deutsche Literatur studiert. 1908 habilitierte er sich bei Literaturnobelpreisträger Rudolf Eucken, bei dem auch Martin Luserke studiert hatte. Durch den Serakreis Jena um den Verleger Eugen Diederichs gelangte er in Kontakt zur Jugendbewegung, durch Landerziehungsheime im Thüringer Wald wie die Freie Schulgemeinde Wickersdorf zu den Vertretern der Reformpädagogik, Paul Geheeb, Martin Luserke und Gustav Wyneken. Er war Ordinarius für Pädagogik an der Universität Göttingen und Mitherausgeber der Zeitschrift Die Erziehung. Im Kontext mit dem 1922 geschaffenen Reichsgesetz für Jugendwohlfahrt und dem im Folgejahr verkündeten Jugendgerichtsgesetz vertrat Nohl eine auf Zuwendung, Unterstützung und Resozialisierung gerichtete sozialpädagogische Position. Noch 1935 konnte seine Monographie Die pädagogische Bewegung in Deutschland und ihre Theorie erscheinen, obwohl die Nationalsozialisten ihm und seiner pädagogischen Auffassung misstrauisch gegenüberstanden. Sein Werk betont die Eigenständigkeit der Erziehung in Theorie und Praxis, also das Gegenteil von dem, was die Nazis praktizierten. 1937 wurde er dann zwangsweise emeritiert. 1938 wies er in seinem Werk Charakter und Schicksal – Eine pädagogische Menschenkunde auf die Notwendigkeit einer anthropologischen Fundierung pädagogischer Theorie und Praxis hin. 1939 veröffentlichte er eine grundlegende Diskussion ethischer Prinzipien in seinem Buch Die sittlichen Grunderfahrungen – Eine Einführung in die Ethik, erneut ein Affront gegen die Nazis. Direkt nach Kriegsende 1945 konnte er wieder zu seinem Lehrstuhl in Göttingen zurück.[264]
  • Der im thüringischen Nordhausen geborene Gerhard Pinthus (1907–1955) war bereits als Vierzehnjähriger Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes und Schüler der Freien Schulgemeinde Wickersdorf. An der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau studierte er Musik und zählte zu den Vertrauensleuten der Schule am Meer.[265] Als Student wurde er Mitglied der Agitprop-Gruppe Das Rote Sprachrohr und war für den Arbeiter-Theater-Bund des Ruhrgebietes verantwortlich.[266] 1932 promovierte er zum Thema Das Konzertleben in Deutschland. Ein Abriss seiner Entwicklung bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.[267] Aufgrund seiner politischen Orientierung wurde Pinthus von den Nationalsozialisten 1934 inhaftiert. Er verbrachte mehrere Jahre im Konzentrationslager Buchenwald. 1938 kam er aufgrund einer Generalamnestie für politische Gefangene aus Anlass des 50. Geburtstages von Adolf Hitler frei.[268] Es gelang Pinthus, nach Palästina zu emigrieren, wo er seinen Vornamen von Gerhard zu Benjamin änderte. Er war als Sportlehrer und Musikschriftsteller tätig. Im Alter von nur 48 Jahren verstarb er südlich von Tel Aviv in Giv'at Brenner.[269]
  • Der aus Hamburg stammende Physiker und Universitätsprofessor Robert Wichard Pohl (1884–1976) unterstützte die Schule am Meer mit einer großzügigen Spende einer Vielzahl von Musikinstrumenten für den Musiksaal bzw. das Schulorchester.[270] Während der NS-Zeit gehörte er dem konservativen oppositionellen Kreis um den ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister Carl Goerdeler an; Pohls Kontaktperson wurde im Januar 1945 hingerichtet, Goerdeler im darauffolgenden Monat.
  • Jørgen Skafte Rasmussen (1878–1964) war einer der Vertrauensleute der Schule am Meer[220] und gleichzeitig Vater zweier S.a.M.-Schüler. Er war ein dänischer Ingenieur und Hauptaktionär der Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG (ausführlichere Darstellung s. o. im Abschnitt über bekannte Eltern).
  • Ludwig Roselius (1874–1943) war einer der S.a.M.-Vertrauensleute und Förderer.[220] Er ließ 1906 das von ihm entwickelte Verfahren patentieren, dem Kaffee das Koffein zu entziehen und gründete Kaffee HAG. Der völkischem und nordisch-germanischem Gedankengut gegenüber offene konservative Kaffeehändler war seit 1917 Generalkonsul Bulgariens mit Dienstsitz in Bremen. Er unterstützte Adolf Hitler, mit dem er 1922 in Bremen zusammengetroffen war, aber auch Not leidende Kommunisten, lud den sozialdemokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert zu sich ein, korrespondierte mit dem liberalen Reichsminister des Auswärtigen Walther Rathenau und dem nationalliberalen Reichskanzler Gustav Stresemann.[273] Er förderte die Künstlerkolonie Worpswede. Roselius' Unternehmen Kaffee HAG gehörte der 1921 gegründete Angelsachsen-Verlag in Bremen, bei dem eine Vielzahl von Publikationen der Schule am Meer und einige von Martin Luserke erschienen sind.[274] Am 2. Juni 1933 lud Roselius zum Ersten Nordischen Thing nach Bremen ein, zu dem sich etwa 150 Germanen- und Frühgeschichtsforscher, Rassekundler und Archäologen sowie rund 300 Gäste aus der Politik, Wirtschaft und Heimatbewegung trafen und von Roselius bewirtet wurden.[275] Er war Teilhaber des Flugzeugherstellers Focke-Wulf und wurde später förderndes Mitglied der SS (Schutzstaffel).[276]
  • Alex Schackwitz (1878–1952), zweifach promovierter (Dr. phil. et med.) Gerichtsarzt (Pathologe) und Autor, hatte 1924 in Hannover dazu beigetragen, den berüchtigten Serienmörder Fritz Haarmann zu überführen.[277][278] Er zählte zu den Vertrauensleuten der Schule am Meer.[239][211]
  • Walter Schatzki (1899–1983), Buchhändler und Antiquar, gehörte zu den Vertrauensleuten der S.a.M.[239][211] Er betrieb seit 1920 die Jugendbücherstube am Rathenauplatz 12 bzw. Theaterplatz 12, dem heutigen Willy-Brandt-Platz, in Frankfurt am Main. Er bot nicht nur neue Kinder- und Jugendliteratur an, sondern war ein akribischer Sammler alter Kinderbücher. So konnte er im Jahr 1931 immerhin rund 700 Titel aus seinem umfangreichen antiquarischen Bestand an die New York Public Library verkaufen. Seiner Sammelleidenschaft ist es zu verdanken, dass die anschaulich bebilderte Geschichte Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann im Jahr 1933 wiederentdeckt und in der Insel-Bücherei neu aufgelegt werden konnte. Ab 1926 lernte Heinrich Cobet bei ihm, der nach Kriegsende ein Initiator der Neugründung der Deutschen Bibliothek, der Frankfurter Buchmesse und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels sowie des Börsenvereins Deutscher Verleger- und Buchhändler-Verbände (heute: Börsenverein des Deutschen Buchhandels) wurde.
  • Emil Schubarth (1902–1978) war einer der S.a.M.-Vertrauensleute in der Schweiz.[279] Der Mathematiker promovierte 1927 zur Bestimmung der W-Kurven und unterrichtete am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium in Basel. Er setzte sich für eine Gleichberechtigung des humanistischen Gymnasialzweiges ein. Er führte regelmäßige Schüler-Lehrer-Gespräche zur Axiomatik der Geometrie und veröffentlichte u. a. das Buch Fortschritt und Erinnerung – Opuscula selecta.[280]
  • Hetty Schuler (1900–1945) aus Köln zählte von spätestens 1928 bis 1934 zu den Vertrauensleuten der S.a.M. An der FSG Wickersdorf gehörte sie zur Kameradschaft von Rudolf Aeschlimann und machte dort ebenso wie ihre Schwester Else Schuler das Abitur. Der Kontakt zum Lehrer-Ehepaar Aeschlimann blieb zeitlebens erhalten. Hetty Schuler wurde ab 1926 von dem Maler, Zeichner und Graphiker Franz Joseph Esser porträtiert, den sie 1933 heiratete.[281] Von etwa Mitte Juni bis Ende Juli 1927 hielt sich die ausgebildete Kinderkrankenpflegerin auf der Insel Juist auf.[282] Ihr späterer Ehemann, zu dieser Zeit wegen eines Studienaufenthaltes mit abschließender eigener Werkschau in Istanbul, adressierte während dieser Zeitspanne Fotopostkarten an sie unter der Anschrift der Schule am Meer, wo sie bei Aeschlimanns im Diesseits logierte und mitarbeitete.[283]
  • Karl Seidelmann (1899–1974) gehörte der Außengemeinde der Schule am Meer an.[284] Der habilitierte Musikpädagoge war während der Weimarer Republik in führenden Positionen der Bündischen Jugend aktiv, textete und komponierte zahlreiche Volkslieder[285] und verfasste Bücher zu Erscheinungsformen der Jugendbewegung, beispielsweise zu Bund und Gruppe bzw. über die Pfadfinder.[286] Um das Jahr 1948 leitete er eine Jugendleiterschule des 1947 gegründeten Bayerischen Jugendringes auf Schloss Neubeuern.
  • Hannes Sild (–1937), promovierter Rechtsanwalt in Wien und ein bekannter Bergsteiger, war seit 1908 Ehemann von „Uschbamädel“ Cenzi von Ficker. Der Vater des S.a.M.-Schülers Uli Sild (1911–1937) zählte zu den Vertrauensleuten der Schule, die Eltern potenzieller Privatschüler informierte und beraten haben (ausführlichere Darstellung s. o. im Abschnitt über bekannte Eltern).[287]
Alfred Weber, um 1925
  • Alfred Weber (1868–1958), promovierter und habilitierter Heidelberger Soziologe und Nationalökonom, der zu den Vertrauensleuten der S.a.M. gehörte.[221] Der sozialistisch orientierte Weber stand unter anderem mit Karl Jaspers und Edgar Jaffé in Kontakt, mit dessen Ehefrau Elisabeth Jaffé Freiin von Richthofen er ein Verhältnis hatte. Sie war zeitweise allerdings auch Partnerin seines Bruders Max Weber und von Otto Gross. Nach dem Ersten Weltkrieg war Alfred Weber Mitgründer der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Als erklärter Gegner des Nationalsozialismus beendete er 1933 freiwillig seine Lehrtätigkeit, um einer Entlassung zuvorzukommen.
  • Die in Jena aufgewachsene Annemarie Elisabeth Wyneken (1906–1942), genannt „Anne“, außereheliche Tochter von Gustav Wynekens Ehefrau Luise Margaretha (1876–1945), geborene Dammermann, war ab 1919 Schülerin der FSG Wickersdorf gewesen. Ihr eigentlicher Vater war ein am D.L.E.H. Haubinda unterrichtender Kollege ihrer Mutter. Gustav Wyneken gab Anne jedoch nach außen als seine leibliche Tochter aus. Sie gehörte der Außengemeinde der S.a.M. an.[288] Ab 1931 absolvierte sie an der Pädagogischen Akademie in Frankfurt am Main eine Ausbildung zur Volksschullehrerin, die sie am 29. März 1933 erfolgreich mit dem Staatsexamen abschloss. Dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann Wilhelm Herbert Balser (eigentlich Wilhelm Herbert Adams, 1912–1945), genannt „Willi“, kennen und freundete sich mit Eva Seligmann (1912–1997) an. Willi Balser und Anne heirateten im Oktober 1934. Einem Bekenntnisschreiben Gustav Wynekens zufolge, das dieser an Annes Ehemann richtete, wurde Anne als Wickersdorfer Schülerin zu einer Bewunderin und Anhängerin Martin Luserkes. Ab 1. Mai 1934 war Anne als Lehrerin tätig. 1934, 1938 und 1940 bekam das Ehepaar Nachwuchs, zwei Mädchen und einen Jungen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Annes Ehemann als Angehöriger der SS-Division Totenkopf unter Theodor Eicke zum Kriegsverbrecher. Ende August 1940 wurde die psychisch erkrankte Anne in die berüchtigte Landesheil- und Pflegeanstalt Weilmünster eingeliefert, die mit der Tötungsanstalt Hadamar kooperierte. Sie litt offenbar an Wahnvorstellungen, der Verdacht auf Schizophrenie wurde diskutiert. Ihre drei Kinder kamen in ein NSV-Heim in Darmstadt.[289]

Sonstige bekannte Personen mit Bezug zur Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Connor (1907–1983), Journalist, Musikkritiker und Musikpädagoge, verfasste zu Beginn seiner Laufbahn im Jahr 1925 die auf Martin Luserkes Angaben beruhenden mehrseitigen Sonderdrucke zur Schule am Meer, die wiederholt Morgenausgaben der Berliner Börsen-Zeitung beigefügt wurden.[290] 1934 schrieb er in derselben Zeitung auch einen Nachruf auf das geschlossene Landerziehungsheim.
  • Marie Franke, genannt „Fräulein Franke“, war die Wirtschaftsleiterin der Schule am Meer. Sie hatte diese Funktion bereits zwischen 1909 und 1925 an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf ausgeübt und war dann Rudolf Aeschlimann, Fritz Hafner, Martin Luserke und Paul Reiner nach Juist gefolgt.[291] Sie war beispielsweise für die ernährungsreformerische Versorgung der Schüler verantwortlich und wirkte vorrangig im Diesseits, wo sich die Küche und der Speisesaal des Landerziehungsheims befanden.
  • Adolf Grimme (1889–1963) stand wiederholt mit Martin Luserke in wohlwollendem persönlichen Kontakt (Briefe sind bis heute erhalten), als es um die Gründung und den Betrieb der Schule am Meer ging.[292] Grimme (SPD) war um 1925 Oberschulrat in Magdeburg, ab 1928/29 Ministerialrat im Preußischen Kultusministerium und persönlicher Referent des Kultusministers, bevor er im Januar 1930 unter neuer Regierung Preußischer Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung wurde. Nach dem Krieg war er der erste Kultusminister Niedersachsens und Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR). Nach ihm ist der Grimme-Preis benannt.
  • Fritz Karsen (1885–1951), Reformpädagoge, besuchte die Schule am Meer und traf dort mit Martin Luserke zusammen. Er ermöglichte 1932 einer Oberprima seiner Karl-Marx-Schule aus Berlin, sich vor Ort mit den Juister Reformschülern auszutauschen. Luserkes pädagogisches Konzept vermochte ihn jedoch nicht zu überzeugen (siehe Hauptartikel, Abschnitt Kritik), bei den bestehenden ideologisch-politischen Unterschieden zwischen den beiden Pädagogen nicht verwunderlich.[293]
  • Antje und Jan Klostermann waren das Hausmeister-Ehepaar, das sich um die Schule am Meer kümmerte. Nach der Schulschließung 1934 übernahmen sie auf dem „Olymp“ den Stall und bauten ihn sich zu einem Wohnhaus um. Das Gebäude „Jans Hof“, früher Im Loog 11, besteht heute noch an der Störtebekerstraße.
  • Carl Zuckmayer (1896–1977), Schriftsteller, hielt sich mehrfach in der Schule am Meer auf, um seinen dort als Musikerzieher, Chor- und Orchesterleiter wirkenden Bruder Eduard Zuckmayer zu treffen. Dort erarbeitete er 1929 den Text zu „Kakadu – Kakada“, der Komposition eines Kinderstücks seines Bruders (siehe Hauptartikel, Abschnitt Werke). Er begegnete natürlich auch Martin Luserke, zu dem er jedoch eine Antipathie entwickelte. Davon wurde möglicherweise Zuckmayers Dossier über Luserke und die Schule am Meer beeinflusst, das er 1943/44 für das US-amerikanische Office of Strategic Services (OSS), den Vorläufer der Central Intelligence Agency (CIA), verfasste (siehe Hauptartikel, Abschnitt Kritik).[294]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Werner Sinn: Please bring me the New York Times – On the European Roots of Richard Abel Musgrave (PDF-Datei; 3,8 MB). In: International Tax Public Finance, 16 (2009), S. 124–135, Fundstelle: S. 126, auf: hanswernersinn.de
  2. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist, 5. Rundbrief, Juli 1930, S. 15.
  3. Werner Kraft / Wilhelm Lehmann: Briefwechsel 1931–1968. Wallstein, Göttingen 2008. ISBN 978-3-8353-0235-8. (s. Personenregister)
  4. Walter Frey-Mauerhofer: Rudolf Aeschlimann. In: Burgdorfer Jahrbuch 1963. S. 193f. (PDF-Datei; 46,4 MB). Auf: unibe.ch
  5. Berichte der Schule am Meer Juist (Nordsee) – Zusammenfassender Bericht über die beiden ersten Jahre der Schule 1925–1927. No. 7, S. 6.
  6. Stiftung der Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 9. Rundbrief, August 1931, S. 20.
  7. a b c Wilhelm Matzat: Cordes, Heinrich. Auf: tsingtau.org
  8. Antonia (Toni) Cordes. Auf: charite.de
  9. Stiftung der Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 9. Rundbrief, August 1931, S. 18.
  10. a b c Gudrun Fiedler, Susanne Rappe-Weber, Detlef Siegfried (Hrsg.): Sammeln – erschließen – vernetzen: Jugendkultur und soziale Bewegungen im Archiv. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014. ISBN 978-3-8470-0340-3, S. 178.
  11. Historisches auf der Nordseeinsel Juist – Persönlichkeiten: Fritz Hafner, auf: juist.de, abgerufen am 7. April 2016.
  12. 1934 – Fritz Hafner, Heimatmuseum Juist, auf: juist.de
  13. Hans Werner Henze: Reiselieder mit böhmischen Quinten – Autobiographische Mitteilungen 1926–1995. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015. ISBN 978-3-596-31053-1, S. ?.
  14. Thomas Blubacher: Walter Jockisch. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz, Bd. 2. Chronos Verlag Zürich 2005. ISBN 978-3-0340-0715-3, S. 932.
  15. Carl Zuckmayer: Briefwechsel: Briefe 1935–1977. Wallstein-Verlag, Göttingen 2004. ISBN 978-3-89244-627-9, S. 122.
  16. Barbara Trottnow: Eduard Zuckmayer – Ein Musiker in der Türkei. Dokumentarfilm. Auf: YouTube, 2:41 Min.
  17. a b Auskunftsblatt über die Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Schuljahr 1928/29, S. 13.
  18. a b c Auskunftsblatt über die Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Schuljahr 1929/30, S. 13.
  19. Luserke, Martin, in: Deutsches Archiv für Theaterpädagogik, auf: archiv-datp.de
  20. Helga Mittelbarer: NS-Literaturpreise für österreichische Autoren. Eine Dokumentation (Literatur in der Geschichte – Geschichte in der Literatur). Böhlau, Wien 1998. ISBN 978-3-205-98204-3. S. 87.
  21. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 8. Rundbrief, April 1931, S. 29.
  22. Norddeutscher Lloyd: Passagierliste der „Crefeld“ vom 11. Juni 1930 – Dr. Heinrich Meyer, Juist. In: Staatsarchiv Bremen
  23. The Correspondence between Eduard Berend and Heinrich Meyer. Auf: vanderbilt.edu
  24. Katharina Mommsen: Novarum Rerum Cupidus: Nachruf auf den Herausgeber von German Studies in America: Heinrich Meyer. In: German Studies Review, Vol. 1, No. 3 (Oktober 1978), S. 336–341.
  25. Oettli, Max. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Auf: hls-dhs-dss.ch
  26. Peter Dudek: Versuchsacker für eine neue Jugend – Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf 1906–1945. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2009. ISBN 978-3-7815-1681-6. S. 197.
  27. Fritz Rittmeyer: Das Problem des Tragischen bei Jakob Michael Reinhold Lenz. Phil. Diss. Zürich, Diss.-Druckerei A.-G. Gebr. Leemann, 1927
  28. Karl S. Guthke: Das deutsche bürgerliche Trauerspiel. Sammlung J. B. Metzler. Springer Verlag, Berlin 2016. ISBN 978-3-476-01491-7, S. 116.
  29. Werner Meyer: Aus dem Leben von Fritz Rittmeyer (1903–1981). Küsnacht 1981
  30. Katharina Mommsen: Novarum Rerum Cupidus: Nachruf auf den Herausgeber von German Studies in America: Heinrich Meyer. In: German Studies Review, Vol. 1, No. 3 (Oktober 1978), S. 336–341.
  31. Nachrufe: Verena Rittmeyer (PDF-Datei, 1,1 Megabyte). In: Küsnachter Jahrheft 2003–2004, S. 110. Auf: ortsgeschichte-kuesnacht.ch
  32. Fritz Rittmeyer: Mutterherzen. Jeremias Gotthelf als Deuter der Ehe. Zwingli-Verlag, Zürich 1947
  33. Bernd Dühlmeier: Und die Schule bewegte sich doch. Unbekannte Reformpädagogen und ihre Projekte in der Nachkriegszeit. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2004, ISBN 978-3-7815-1328-0, S. 45–46.
  34. Dieter Sauberzweig (Hrsg.): Adolf Grimme – Briefe. Lambert Schneider, Heidelberg 1967. ISBN 978-3-89244-133-5, s. Biogr. Notizen über die Verf. der Einleitungen zu den einzelnen Lebensabschnitten.
  35. Peter Zocher: Edo Osterloh – vom Theologen zum christlichen Politiker. Eine Fallstudie zum Verhältnis von Theologie und Politik im 20. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007. ISBN 978-3-525-55750-1, S. 175ff., 189–192, 709.
  36. Klassenkampf. In: Der Spiegel, 24, 8. Juni 1960. Auf: spiegel.de
  37. Sebastian Müller-Rolli, Reiner Anselm: Evangelische Schulpolitik in Deutschland 1918–1958: Dokumente und Darstellung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1999. ISBN 978-3-525-61362-7. S. 448ff., 452, 783.
  38. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 6. Dezember 1931.
  39. Hans-Christian Schmidt: Geschichte der Musikpädagogik. Bärenreiter, Kassel 1986. S. 530.
  40. Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung: Erna Vohsen. Auf: dipf.de
  41. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 4. Rundbrief, Mai 1930, S. 21.
  42. Norddeutscher Lloyd: Passagierliste der „Bremen“ vom 6. August 1935 – Dr. Erna Vohsen, Juist. In: Staatsarchiv Bremen
  43. Peter Zahn (Hrsg.): Hilfe für Juden in München: Annemarie und Rudolf Cohen und die Quäker 1938–1941, Walter de Gruyter, Berlin 2013. ISBN 978-3-486-73591-8, S. 53.
  44. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 8. Juli 1931.
  45. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintragungen vom 2. Dezember 1931 und vom 25. November 1932.
  46. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintragungen vom 20. und 21. Februar 1932, vom 10. Dezember 1932 und 25. Februar 1933.
  47. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 25. März 1930.
  48. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 4. Rundbrief, Mai 1930, S. 21.
  49. Foto: Martin Luserke, Beate Köstlin (Uhse) und Erne Wehnert an Bord der Krake. Auf: luserke.net
  50. Cover-Foto: Astrid Beier: Schule Althagen in Mecklenburg, Schule Ahrenshoop in Pommern.
  51. Astrid Beier: Schule Althagen in Mecklenburg, Schule Ahrenshoop in Pommern. Eigenverlag, Ahrenshoop 2005, ohne ISBN, auf: gbv.de
  52. Gemeindearchiv Ahrenshoop: Erne Wehnert, Schule Althagen/Schule Ahrenshoop, Laufzeit: 1946–1970.
  53. Astrid Beier / Friedrich Schulz: Wer die Segel da streichet ist feig… – Erinnerungen an die Pädagogin Erne Wehnert (1900–1985), in: Heimatverband im Landkreis Ribnitz-Damgarten e. V. (Hrsg.): Jahrbuch 1994, S. 97f.
  54. Foto: Grabstein der Lehrerin und Schulleiterin Erne Wehnert auf dem Friedhof der Schifferkirche Ahrenshoop, auf: genealogy.net
  55. Eduard Zuckmayer. Auf: uni-hamburg.de
  56. Carl Zuckmayer – Gottfried Bermann Fischer. Briefwechsel. Briefe 1935–1977. Bd. 1. Wallstein, Göttingen 2004. ISBN 978-3-89244-627-9, S. 120–121.
  57. Eduard Zuckmayer – Ein Musiker in der Türkei. Auf: bt-medienproduktion.de
  58. Eduard Zuckmayer. Auf: kosektas.com
  59. Eduard Zuckmayer. Auf: uni-hamburg.de
  60. Carl Zuckmayer: Briefwechsel: Briefe 1935–1977. Wallstein-Verlag, Göttingen 2004. ISBN 978-3-89244-627-9, S. 122.
  61. Barbara Trottnow: Eduard Zuckmayer – Ein Musiker in der Türkei. Dokumentarfilm. Auf: YouTube, 2:41 Min.
  62. Eduard Zuckmayer – Ein Musiker in der Türkei. Auf: deutsches filminstitut.de
  63. „Unterwegs“ mit Maria Becker. Barbara Lukesch in: Annabelle, 27. April 2001. Auf: lukesch.ch
  64. Herbert von Borch. In: Munzinger Archiv. Auf: munzinger.de
  65. Oliver Schmidt: Meine Heimat ist – die deutsche Arbeiterbewegung. Biographische Studien zu Richard Löwenthal im Übergang vom Exil zur frühen Bundesrepublik. Peter Lang Internationaler Verlag der Wissenschaften, Bern, Frankfurt am Main u. a. 2007. ISBN 978-3-631-55829-4, S. 69–70.
  66. Bry, Gerhard: Resistence. Recollections from the Nazi Years. West Orange, New Jersey, USA, 1979.
  67. Richarz, Monika: Bürger auf Widerruf. Lebenszeugnisse deutscher Juden 1790–1945. Verlag C. H. Beck, München 1989. ISBN 978-3-406-33856-4, S. 458–470.
  68. Oliver Schmidt: Meine Heimat ist – die deutsche Arbeiterbewegung. Biographische Studien zu Richard Löwenthal im Übergang vom Exil zur frühen Bundesrepublik. Peter Lang Internationaler Verlag der Wissenschaften, Bern, Frankfurt am Main u. a. 2007. ISBN 978-3-631-55829-4, S. 83, 93, 95, 104.
  69. Dirk Draheim (Hrsg.): Robert Havemann: Dokumente eines Lebens. Ch. Links Verlag, Berlin 1991. ISBN 978-3-86153-022-0, S. 58–59, 70–73.
  70. Gerhard Bry Memorial Site in the Beth Israel Memorial Cemetery. Auf: billiongraves.com
  71. a b Gudrun Fiedler, Susanne Rappe-Weber, Detlef Siegfried (Hrsg.): Sammeln – erschließen – vernetzen: Jugendkultur und soziale Bewegungen im Archiv. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014. ISBN 978-3-8470-0340-3, S. 180.
  72. Hubert Kelter et al: Martin Luserke. 3. Mai 1880 bis 1. Juni 1968. Würdigung am Vorabend seines Geburtstages. o. V., Hamburg 1969
  73. a b c d Hans Kolde: 1929: Mit dem Flugzeug ins Abitur. Auf: edwj.de
  74. Biographie Alfred Döblin. Auf: alfreddoeblin.de
  75. Allen M. Jalon: A New Jersey Tale of Two Alfred Doblins — and One Umlaut. Auf: forward.com
  76. Nachruf auf Konrad Frielinghaus. In: Heidelberger Blätter, 14/16, November 1969 – April 1970, Materialis-Verlag, Heidelberg, 1970, S. 5–7. (PDF-Datei, 6,7 Megabyte) Auf: who-owns-the-world.org
  77. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 13. März 1931.
  78. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 22. März 1933.
  79. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 14. Rundbrief, April 1933, S. 10.
  80. Foto: Erstes ZDF-Senderlogo, in: Süddeutsche Zeitung, 6. Juni 2011, auf: sueddeutsche.de
  81. ZDF Pressemitteilung vom 16. Januar 1963.
  82. Claudia Herling: Index Logo: Inspiration für die Logo-Entwicklung – Hintergrundwissen für die Praxis, Verlagsgruppe Hüthig-Jehle-Rehm, 2008. ISBN 978-3-8266-5947-8, S. 98.
  83. Hubert Kelter et al: Martin Luserke. 3. Mai 1880 bis 1. Juni 1968. Würdigung am Vorabend seines Geburtstages. o. V., Hamburg 1969
  84. Hubert Kelter: Beimoor – Die frühen Jahre (PDF-Datei; 5,9 MB). In: Ursula Ehlers-Rücker (Hrsg.): Großhansdorf erzählt. Schwanenverlag, Berkenthin 2004. ISBN 978-3-9807105-4-1. Zitiert nach: Heimatverein Grosshansdorf-Schmalenbeck e. V. (Hrsg.): Der Waldreiter, 59, 11, November 2007, S. 37–43.
  85. Gesucht wird die beste Verdeutschung. In: Die Zeit, 22. Februar 1951. Auf: zeit.de
  86. Kelter, Hubert. In: Commerzbibliothek Hamburg. Auf: gbv.de,
  87. Peter Lambrecht: Luserke-Gedenken, in: Mitteilungsheft Nr. 83 (1993) der Vereinigung ehemaliger Schüler und der Lehrer der Meldorfer Gelehrtenschule / Traditionsgemeinschaft Greifenberger Gymnasiasten, Meldorf, Winter 1993, S. 9.
  88. Nachlass Martin Luserke (inkl. Akten der Martin-Luserke-Gesellschaft). In: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek Kiel, Signatur: Cb 37. Auf: kalliope-verbund.info
  89. Walter Frey-Mauerhofer: Rudolf Aeschlimann. In: Burgdorfer Jahrbuch 1963. S. 198. (PDF-Datei; 46,6 MB). Auf: unibe.ch
  90. Claudia Friedel: Komponierende Frauen im Dritten Reich. Versuch einer Rekonstruktion von Lebensrealität und herrschendem Frauenbild. LIT, Münster 1995. ISBN 3-8258-2376-8, S. 382.
  91. Felicitas Kukuck: Autobiographie in Form eines Tagebuchs. S. 9. (PDF-Datei; 446 KB). Auf: felicitaskukuck.de
  92. Thomas Mann, Katia Mann, Erika Mann, Klaus Mann, Golo Mann, Monika Mann, Elisabeth Mann Borgese: Die Briefe der Manns, Ein Familienporträt. S. Fischer Verlag. Berlin 2016. ISBN 978-3-10-403734-9, Brief 39: Golo Mann an Katia Mann, Heidelberg, 15. Januar 1932.
  93. Kajus Köster. Auf: bundesarchiv.de
  94. Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes, Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik, Karl Blessing Verlag, München 2010
  95. Beate Uhse: Mit Lust und Liebe – Mein Leben. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main/Berlin 1989. ISBN 3-550-06429-2, S. 53–55.
  96. Foto (undatiert): Martin Luserke, Schülerin Beate Köstlin (später: Uhse), Lehrerin Erna Wehnert an Bord der Krake. Auf: luserke.net
  97. Beate Uhse: Mit Lust und Liebe – Mein Leben. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main/Berlin 1989. ISBN 3-550-06429-2, S. 62–63.
  98. Video: Hitlers nützliche Idole – Heinz Rühmann, ZDF 2007 (Leny Marenbach mit Heinz Rühmann auf dem Flugplatz Rangsdorf, ab 8:40 Min.), auf: youtube.com
  99. Gabi Schlag: Geheimnisvolle Orte: Der Flughafen Rangsdorf – Ein Flugplatz der Geschichte, rbb-Doku, 45 Min., 30. Januar 2018.
  100. Markus Würz: Beate Uhse 1919–2001, in: Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, auf: hdg.de
  101. Logbuch der Schule am Meer, Eintrag vom 25. März 1930.
  102. Rolf Kohring: Walter Georg Kühne, 1911–1991. In: News Bulletin of the Society of Vertebrate Paleontology. Ausg. 153 (1991), S. 46–47.
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  104. Zofia Kielan-Jaworowska / Richard L. Cifelli, / Zhe-Xi Luo: Mammals from the Age of Dinosaurs. Origins, Evolution, and Structure. Columbia University Press, New York 2004. ISBN 0-231-11918-6, S. 169.
  105. Zofia Kielan-Jaworowska: Walter G. Kühne. In: Pursuit of Early Mammals. Life of the Past. Indiana University Press, Bloomington, Indiana, 2013. ISBN 978-0-253-00824-4, S. 74–77.
  106. a b c Gudrun Fiedler, Susanne Rappe-Weber, Detlef Siegfried (Hrsg.): Sammeln – erschließen – vernetzen: Jugendkultur und soziale Bewegungen im Archiv. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014. ISBN 978-3-8470-0340-3, S. 168.
  107. Wilfried Barner, Christine Lubkoll, Ernst Osterkamp, Ulrich Raulff: Jahrbuch der Deutschen Schiller-Gesellschaft, Walter de Gruyter, Berlin 2015. ISBN 978-3-11-034555-1, S. 185.
  108. David Scrase (Hrsg.): Wilhelm Lehmann – Gesammelte Werke, Klett-Cotta, Stuttgart 1994. ISBN 3-608-95044-3, S. 399.
  109. Ricarda Dick (Hrsg.): Werner Kraft / Walter Lehmann – Briefwechsel 1931–1968, 2 Bde., Wallstein Verlag, Göttingen 2008. ISBN 978-3-8353-0235-8, I: S. 194, 357, 448, 513. II: S. 372, 394, 407.
  110. Wilhelm Lehmann – Gesammelte Werke, Autobiographische und vermischte Schriften. Bd. 8. Klett-Cotta, Stuttgart 1994. ISBN 978-3-608-95047-2, S. 122–124, 680.
  111. Die Schule am Meer auf Juist. In: Gesine zu Münster (Hrsg.) / Oswald zu Münster: Fototagebuch Band 1 – Aufenthalt in den Landschulheimen Schule am Meer auf Juist und in Marienau 1931–1937. Bei der Olympiade 1936, Berlin. FTB, Hamburg 2015. ISBN 978-3-946144-00-7. S. 3–5.
  112. Lienau, Robert Albrecht. In: Deutsche Nationalbibliothek. Auf: d-nb.info
  113. Heide Helwig: Ob niemand mich ruft – Das Leben der Paula Ludwig. Langewiesche-Brandt, Ebenhausen 2004. ISBN 3-7846-0182-0, S. 69–70.
  114. Barbara Glauert-Hesse (Hrsg.), Claire Goll, Yvan Goll, Paula Ludwig: Nur einmal noch werd ich dir untreu sein – Briefwechsel und Aufzeichnungen 1917–1966. Wallstein-Verlag, Göttingen 2013. ISBN 978-3-8353-1046-9, S. 363, 483.
  115. Ulrike Längle: Paula Ludwig – Gedichte, auf: planetlyrik.de, zitiert aus: Elisabeth Reichart (Hrsg.): Österreichische Dichterinnen. Otto Müller Verlag, Salzburg 1993. ISBN 978-3-7013-0863-7.
  116. Barbara Glauert-Hesse (Hrsg.), Claire Goll, Yvan Goll, Paula Ludwig: Nur einmal noch werd ich dir untreu sein – Briefwechsel und Aufzeichnungen 1917–1966. Wallstein-Verlag, Göttingen 2013. ISBN 978-3-8353-1046-9, S. 169, 432.
  117. Heide Helwig: Ob niemand mich ruft – Das Leben der Paula Ludwig. Langewiesche-Brandt, Ebenhausen 2004. ISBN 3-7846-0182-0, S. 226.
  118. Foto: Ludwig Friedel im August 2005 in Idstein, auf: kulturring-idstein.de
  119. Waldfriedhof Darmstadt, Grabstelle: R 14f 4/10.
  120. Volker Weidermann: König, wenn er leuchtet, Nachwort, in: Paula Ludwig: Dem dunklen Gott – Ein Jahresgedicht der Liebe. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67534-8.
  121. Dieter Luserke: Mit meinem Vater Martin Luserke an Bord des guten Schiffes KRAKE-ZK 14 (1988), auf: luserke.net
  122. Gabriele Boschbach: Hautnah erlebte Geschichten von der See und der Küste. In: Ostfriesen-Zeitung, 21. September 2001. Auf: luserke.net
  123. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 13. März 1931.
  124. NS 2/21 Bl. 22f. zitiert nach: Hans-Christian Harten: Himmlers Lehrer – Die Weltanschauliche Schulung in der SS 1933–1945. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014. ISBN 978-3-657-76644-4, S. 595.
  125. Bastian Hein: Die SS – Geschichte und Verbrechen. C. H. Beck, München 2015. ISBN 978-3-406-67514-0.
  126. Hans-Christian Harten: Himmlers Lehrer – Die Weltanschauliche Schulung in der SS 1933–1945. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014. ISBN 978-3-657-76644-4, S. 71, 84, 85.
  127. a b Hans-Christian Harten: Himmlers Lehrer – Die Weltanschauliche Schulung in der SS 1933–1945. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014. ISBN 978-3-657-76644-4, S. 57.
  128. Caroline Kieke: Sommersonnenwende – Das Spiel mit dem Feuer, in: Stern, 21. Juni 2008, auf: stern.de
  129. NS 2/51. RS Luserke, Klaus, 5.10.12; NS 2/63 (17. September 1937), zitiert nach: Hans-Christian Harten: Himmlers Lehrer – Die Weltanschauliche Schulung in der SS 1933–1945. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014. ISBN 978-3-657-76644-4, S. 595.
  130. Oliver Das Gupta: Graf Münsters Blick auf den Krieg in Russland. In: Süddeutsche Zeitung, 22. Juni 2016
  131. Die Schule am Meer auf Juist. In: Gesine zu Münster (Hrsg.) / Oswald zu Münster: Fototagebuch Band 1 – Aufenthalt in den Landschulheimen Schule am Meer auf Juist und in Marienau 1931–1937. Bei der Olympiade 1936, Berlin. FTB, Hamburg 2015. ISBN 978-3-946144-00-7, S. 3–5.
  132. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 22. März 1933.
  133. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 19. März 1933.
  134. Foto: Ralph Pappier, auf: biographies.net
  135. Un tema nuestro: Enrique Muiño, Ralph Pappier, H. Mc Dougall y F. Muñoz Azpiri, protagonistas de la película Caballi, Ralph Pappier in der 1. Szene im Hintergrund stehend; ab 0:18 Min. Ralph Pappier rechts im Bild, 0:45 Min., auf youtube.com
  136. Pobre, mi madre querida (1948), Regie: Homero Manzi und Ralph Pappier, 1:24:52 Std., auf youtube.com
  137. El último payador (1950), Regie: Homero Manzi und Ralph Pappier, 1:27:44 Std., auf youtube.com
  138. Video: DKV historien fortalt af Arne Rasmussen – Die Geschichte von DKW, erzählt von Arne Rasmussen (in dänischer Sprache), youtube.com, 1:00:57 Std.
  139. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 4. Rundbrief, Mai 1930, S. 21.
  140. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 9. Rundbrief, August 1931, S. 20.
  141. Foto: Der 78-jährige Ove Skafte Rasmussen im Jahr 1988 in einem alten DKW, in: Bilhistorisk Tidsskrift, 94 (1988), S. 14, auf: dvk-database.dk
  142. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 22. März 1933.
  143. ROHWER, Jens. Auf: komponistenlexikon.de
  144. Nachlässe Jens Jürgen Rohwer, Martin Luserke, Staatsbibliothek Berlin, auf: staatsbibliothek-berlin.de
  145. Nachlass Jens Jürgen Rohwer, Staatsbibliothek Berlin, auf: staatsbibliothek-berlin.de
  146. Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. Kiel 2004, S. 5. 828.
  147. WDR Sinfonieorchester/Rundfunkchor: Fragment und Vollendung, 11. April 2014, Köln (PDF-Datei; 1,3 MB). Besetzung des Sinfonieorchester Kölns, S. 17.
  148. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 13. März 1931.
  149. a b Wilhelm Lienau: Unser diesjähriger Skikurs in Radstadt, in: Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist, 11. Rundbrief, März 1932, S. 15–16.
  150. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist, 9, August 1931, S. 19.
  151. Uli Sild, in: Österreichische Alpenzeitung, Folge 1182, Juni 1937, S. 142–145.
  152. Historisches Alpenarchiv der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol (PDF-Datei; 859 KB), Personenmappe Uli Sild, Signatur: DAV PER 1 SG/2041/0, auf: historisches-alpenarchiv.org
  153. Grabstelle Uli Sild, Wien, Friedhof Jedlesee, Gruppe 9, Reihe 13, Nr. 1.
  154. Hubert Kelter et al: Martin Luserke. 3. Mai 1880 bis 1. Juni 1968. Würdigung am Vorabend seines Geburtstages. o. V., Hamburg 1969.
  155. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 8. Rundbrief, April 1931, S. 29.
  156. Familiengrab Wilhelm von Tettau, Alter St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin, Abt. D-W-026.
  157. Rudolf Ernst Weise (1844–1935). Auf: buergerstiftung-halle.de
  158. Andreas Förster: Jeder hätte zugreifen können wie ich. In: Berliner Zeitung, 10. Juli 1997. Auf: berliner-zeitung.de
  159. Andreas Förster: Der Feldafinger Sammler verstrickt sich in Widersprüche: Buchheims späte Version seiner Kunstgeschäfte. In: Berliner Zeitung, 18. Juli 1987. Auf: berliner-zeitung.de
  160. Jochen Büsing: Im Loog: die wechselvolle Geschichte des anderen Juister Ortsteils. Burchana, Borkum 2010. (ohne ISBN) S. 63–64.
  161. Biographie Alfred Döblin. Auf: alfreddoeblin.de
  162. Dyckerhoff, Wilhelm Hermann. In: Hessische Biografie. Auf: lagis-hessen.de
  163. Werner Friedrich Bruck: Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Wirtschaftsprüfers und die Anforderungen an sein Wissen in Deutschland und England. Julius Springer Verlag, Berlin 1932, S. V (Vorwort), S. 1.
  164. Helga Berndt: Die höheren Beamten des Ministeriums für Handel und Gewerbe in Preußen 1871 bis 1932. Eine Analyse und Dokumentation zu ihrer sozialen Zusammensetzung und Verflechtung. In: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte / Economic History Yearbook, Band 22, Heft 2, Februar 1981. S. 105–200.
  165. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 9. Rundbrief, August 1931, S. 18.
  166. Gratenau, Friedrich Wilhelm: 130 Jahre bewegende Momente. Geschichte eines deutschen Familienunternehmens, 2008.
  167. Josef Nyary: Die Bredenbek – der Fluss der vielen Quellen. In: Hamburger Abendblatt, 9. September 2006. Auf: abendblatt.de
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  169. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 8. März 1932.
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  171. Benno Nietzel: Handeln und Überleben. Jüdische Unternehmer aus Frankfurt am Main 1924–1964. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012. ISBN 978-3-525-37024-7, S. 176–177.
  172. BArch, DC 900/717, Laufzeit 1952–1961.
  173. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 22. März 1933.
  174. Ralf Forsbach: Die Medizinische Fakultät der Universität Bonn im Dritten Reich, Oldenbourg-Verlag, München 2006. ISBN 978-3-486-57989-5, S. 335–346.
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  177. Juden in Blankenese – Ein Dorf erinnert sich. In: Die Welt, 9. Mai 2004. Auf: welt.de
  178. Gisela Dulon: Verschweig uns nicht. Nachdenken über Julius Asch in Blankenese. Privatdruck, Hamburg 2003.
  179. Uwe Bahnsen: Hanseaten unter dem Hakenkreuz: Die Handelskammer Hamburg und die Kaufmannschaft im Dritten Reich. Wachholtz Verlag 2015, ISBN 978-3-529-09215-2
  180. a b Auskunftsblatt über die Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Schuljahr 1928/29, S. 14.
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  182. Beate Uhse: Mit Lust und Liebe – Mein Leben. Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1989. ISBN 3-550-06429-2, S. 53.
  183. Berichte der Schule am Meer Juist (Nordsee) – Zusammenfassender Bericht über die beiden ersten Jahre der Schule 1925–1927. No. 7, S. 15.
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  188. Cornelia Fuchs: Ernst Leitz II – Der Leica-Schindler. In: Stern, 19. Februar 2007. Auf stern.de
  189. Heide Hellwig: „Ob niemand mich ruft“ – das Leben der Paula Ludwig. C. H. Beck, München 2004. ISBN 978-3-406-61067-7. S. 117.
  190. Ludwig, Paula. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  191. Das Kniestedter Herrenhaus. Auf: salzgitteraner.de
  192. Das Kniestedter Gutshaus. Auf: salzgitteraner.de
  193. Gustav Ernst Köhler: Weihnacht 45. Die Geschehnisse in Winnerod. In: Heimatbrief 2, 2009, Heimatgeschichtliche Vereinigung Reiskirchen e. V. (Hrsg.), S. 3–6. Auf: hgv-reiskirchen.de
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  197. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 8. Rundbrief, April 1931, S. 29.
  198. Peter Genz: Bauen über die Region hinaus: Architekten aus der Baugewerkschule Eckernförde 1868–1968. Wachholtz, Kiel 2006. ISBN 978-3-529-05335-1, S. 152.
  199. Eva Maria Froschauer: An die Leser! Baukunst darstellen und vermitteln – Berliner Architekturzeitschriften um 1900. Wasmuth 2009. ISBN 978-3-8030-0707-0, S. 65.
  200. Christian Welzbacher: Die Staatsarchitektur der Weimarer Republik. Lukas Verlag, Berlin 2006. ISBN 978-3-936872-62-0, S. 17, 35, 36, 38, 45, 72, 92, 93, 97, 116, 137, 178 (hier: S. 35).
  201. Logbuch der Schule am Meer Juist, Eintrag vom 13. März 1931.
  202. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 8. Rundbrief, April 1931, S. 29.
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  204. Berichte der Schule am Meer Juist (Nordsee) – Zusammenfassender Bericht über die beiden ersten Jahre der Schule 1925–1927. No. 7, S. 29.
  205. Auswanderung von Josef Rings 1934 nach Palästina, Annahme der britischen Staatsbürgerschaft; Verweigerung des Einreisevisums für Mathilde Menkel wegen schwerer Erkrankung, natürlicher Tod 1942 in Deutschland. In: ETH Zürich, AfZ – Archiv für Zeitgeschichte. Auf: ethz.ch
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  208. Sean Moore Ireton, Caroline Schaumann: Heights of Reflection: Mountains in the German Imagination from the Middle Ages to the Twenty-first Century. Camden House 2012. ISBN 978-1-57113-502-5, S. 289.
  209. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist, o. Nr., November 1934, S. 5.
  210. a b c d Auskunftsblatt über die Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Schuljahr 1928/29, S. 15.
  211. a b c d e f g h Auskunftsblatt über die Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Schuljahr 1929/30, S. 16.
  212. Peter Dudek: „Versuchsacker für eine neue Jugend“ – Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf 1906–1945. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2009, ISBN 978-3-7815-1681-6, S. 257.
  213. Edgar Weil: Brief an Grete Weil (31. August 1941). Auf: kuenste-im-exil.de
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  215. Bettina Bannasch, Gerhild Rochus: Handbuch der deutschsprachigen Exilliteratur: Von Heinrich Heine bis Herta Müller. Walter de Gruyter, Berlin 2013. ISBN 978-3-11-025675-8, S. 585–587.
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  218. Gerd Radde: Fritz Karsen – ein Berliner Schulreformer der Weimarer Zeit. Colloquium, Berlin 1973. ISBN 978-3-7678-0350-3, S. 130.
  219. Auskunftsblatt über die Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Schuljahr 1929/30, S. 15.
  220. a b c d Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Der vollständige Ausbau der Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Angelsachsen-Verlag, Bremen 1925, S. 14.
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  222. Hedwig Freudweiler: Studien über das Gefässsystem niederer Oligochäten. Inaugural-Dissertation, G. Fischer April 1905.
  223. Hedwig Freudweiler: Studien über das Gefäßsystem niederer Oligochäten. In: Jenaer Zeitschrift für Naturwissenschaften, XL. Bd. 1905, S. 383–422.
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  226. Union für Frauenbestrebungen, Zürcher Stimmrechtsverein (Hrsg.): Frauenbestrebungen – Organ der deutsch-schweizerischen Frauenbewegung, Nr. 5 Jg. 1916, 1. Mai 1916, S. 39–40.
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  228. Dirk Käsler: Soziologische Abenteuer: Earle Edward Eubank besucht europäische Soziologen im Sommer 1934. Springer, Heidelberg/Berlin 2013. ISBN 978-3-531-11781-2, S. 101.
  229. Martin Luserke: Zum Abschluß. An die Mitglieder unserer Außengemeinde. In: Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), o. Nr., November 1934, S. 1.
  230. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 9. Rundbrief, August 1931, S. 20.
  231. Klaus-Peter Horn: Erziehungswissenschaft in Deutschland im 20. Jahrhundert. Zur Entwicklung der sozialen und fachlichen Struktur der Disziplin von der Erstinstitutionalisierung bis zur Expansion. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2003. ISBN 978-3-7815-1271-9, S. 235.
  232. Harald Jenner: Die Familie Livingston und das Nellinistift in Frankfurt am Main. (= Mäzene, Stifter, Stadtkultur, Bd. 12). Verlag Frankfurter Bürgerstiftung, Frankfurt am Main 2015. ISBN 978-3-934123-20-5.
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  239. a b c d e Auskunftsblatt über die Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Schuljahr 1928/29, S. 16.
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  241. Berichte der Schule am Meer Juist (Nordsee) – Zusammenfassender Bericht über die beiden ersten Jahre der Schule 1925–1927. No. 7, S. 15.
  242. Prof. Dr. phil. Gunther Ipsen. Auf: uni-leipzig.de
  243. Rainer Blasius: Akademische Liebschaften. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. August 2014. Auf: faz.net
  244. Der Nachmittag gehörte der Körperbildung und Kunst. In: Ostfriesischer Kurier, Nr. 101, 3. Mai 1990, S. 31.
  245. Selma Sara Jolowicz gestorben (Nachruf). In: Jüdisches Nachrichtenblatt, 27/28 (1939), 4. April 1939, S. 10.
  246. Claudia Prestel: Frauenpolitik oder Parteipolitik? Jüdische Frauen in innerjüdischer Politik in der Weimarer Republik. In: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Archiv für Sozialgeschichte – Juden in Politik und Gesellschaft der 1920er Jahre 37 (1997). Verlag J. H. W. Dietz Nachf., Bonn 1997, S. 147.
  247. Stiftung Schule am Meer (Hrsg.): Blätter der Außengemeinde der Schule am Meer Juist (Nordsee), 8. Rundbrief, April 1931, S. 28.
  248. CJA (Archiv des Centrum Judaicum, Stiftung Neue Synagoge Berlin), 75 C, Fr 1, Nr. 9807, Bl. 13 bzw. Nr. 9839, 35 Bl. 22.
  249. Schoenewald, Ottilie. Auf: nachlassdatenbank.de
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  289. Peter Dudek: Sie sind und bleiben eben der alte abstrakte Ideologe! Der Reformpädagoge Gustav Wyneken (1875-1864) – Eine Biographie. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2017. ISBN 978-3-7815-2176-6, S. 39–57.
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  291. Gudrun Fiedler, Susanne Rappe-Weber, Detlef Siegfried (Hrsg.): Sammeln – erschließen – vernetzen: Jugendkultur und soziale Bewegungen im Archiv. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014. ISBN 978-3-8470-0340-3, S. 178.
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  293. Christa Uhlig: Reformpädagogik und Schulreform: Diskurse in der sozialistischen Presse der Weimarer Republik; Quellenauswahl aus den Zeitschriften „Die Neue Zeit“/„Die Gesellschaft“ und „Sozialistische Monatshefte“ (1919–1933). Lang, Bern u. a. 2008. ISBN 978-3-631-55703-7, S. 95.
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