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Liste der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum

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Auf dieser Liste sind die ältesten noch bestehenden Schulen im deutschsprachigen Raum aufgeführt, die im Mittelalter oder in der Frühen Neuzeit gegründet wurden (bis 1800). Es ist zu beachten, dass die Tradition nicht immer lückenlos zu belegen ist und die Kontinuität vielfach gebrochen sein kann. Die traditionsreichsten Schulen sind heute fast ausnahmslos Gymnasien und gehen auf Einrichtungen der höheren Bildung zurück.

Historische Schulformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Codex Manesse (fol. 292v, um 1305): Schulmeister von Esslingen. Darstellung des Minnesängers als Schulmeister.

Nach dem Ende der Antike mit römischen Städten im deutschsprachigen Raum waren zunächst vom Benediktinischen Mönchtum getragene Klosterschulen die ersten Schulen, ab dem 8. Jahrhundert auch Domschulen. Karl der Große hatte 789 eine Verordnung erlassen, an allen Klöstern und Bischofssitzen Schulen einzurichten. Die Bischofsschulen öffneten sich vom 9. bis 12. Jahrhundert zunehmend auch für Laien. In den Städten entstanden daneben auch Stiftsschulen in kirchlicher und Ratsgymnasien in städtischer Trägerschaft. Ratsschulen waren meist Lateinschulen und als solche Einrichtungen der höheren Bildung, da Latein die lingua franca der Wissenschaft war. Sogenannte „Deutsche Schulen“, an denen in der Volkssprache unterrichtet wurde, waren als Klipp- oder Winkelschulen meist privat organisiert und vermittelten praktisch ausgerichtetes Elementarwissen. Keine Nachwirkung geht heute mehr von den Ritterakademien für die Ausbildung des adligen Nachwuchses aus.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das mittelalterliche Schulsystem erlebte um 1500 durch den Humanismus erhebliche Strukturveränderungen und änderte sich durch die Reformation grundlegend. In den jetzt protestantischen Gebieten gingen die kirchlichen Schulen in landesherrliche oder städtische Verwaltung über. Im 16. Jahrhundert gründeten zahlreiche calvinistische Länder und Städte ein sogenanntes Gymnasium academicum (auch Gymnasium illustre oder Hohe Schule genannt), meist als Fürstenschule, die die Ausbildung des geistlichen Nachwuchses übernehmen sollte. Diese Einrichtungen hatten oft einen quasiuniversitären Charakter, durften aber keine akademischen Grade verleihen, da der Kaiser calvinistischen Schulen keine Universitätsprivilegien verlieh. Ähnliche voruniversitäre Bildungseinrichtungen gab es vor allem in Norddeutschland in den Gelehrtenschulen. Um auf die Herausforderungen des Protestantismus und speziell der akademischen Gymnasien zu reagieren, richtete im Zuge der Gegenreformation der 1540 gegründete Jesuitenorden zahlreiche Kollegien ein und bestimmte zwei Jahrhunderte lang das katholische Schulwesen, bis der Orden 1773 unter dem Einfluss der Aufklärung vorübergehend aufgelöst wurde.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste große Zäsur im Bildungswesen fand im Zuge der Säkularisation als Folge der Französischen Revolution und der anschließenden Koalitionskriege statt, insbesondere durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803. Die kirchlichen Schulen gingen jetzt in staatliche Verwaltung über. Auch nach dem Wiener Kongress 1815 blieben die Schulen weitgehend unter staatlicher Kontrolle, wurden aber z. B. durch die preußischen Reformen grundlegend umstrukturiert. Jetzt wurde das humanistische Gymnasium zur typischen Institution der höheren Bildung. Nach der Reichsgründung 1871 wurden das Bildungssystem zunehmend differenziert und Schulen in großer Zahl errichtet. Schwerwiegende Brüche in der Kontinuität der Schultraditionen bedeuteten die Gleichschaltung des Schulwesens nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 und nach dem Zweiten Weltkrieg die Auflösung der Gymnasien in der DDR zugunsten der Erweiterten Oberschulen.

Liste der Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungen bis 1500[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet Stadt Schule (heutiger Name) Schultypus bei der Gründung Entwicklung
7. Jahrhundert oder frühes 8. Jahrhundert St. Gallen Flade Klosterschule Vermutlich Anfang 8. Jahrhundert (von Otmar von St. Gallen?) als Klosterschule mit interner und externer Schule gegründet. 1805 geschlossen, als die Fürstabtei St. Gallen aufgelöst wurde. 1808/1809 als „Gymnasium kath. Fundation“ und „Bürgerschule“ wiedereröffnet. Seit der Gründung der Kantonsschule am Burggraben als Sekundarschule geführt.
um 740 Eichstätt Willibald-Gymnasium Kloster- und Domschule 1564–1614 bischöfliches „Collegium Willibaldinum“, 1614–1773 Jesuitengymnasium, 1773–1802 erneut bischöfliches Willibaldinum (Gymnasium und – für die Studierenden der Philosophie – Lyzeum); 1803–1807 staatliches Gymnasium und Lyzeum Eichstätt; 1808–1839 Königliche Studienschule / Kgl. lateinische Schule; Kgl. humanistisches Gymnasium, dann humanistisches Gymnasium mit Oberrealschule; 1843 Neugründung eines Bischöflichen Lyzeums als akademische Studienanstalt für Philosophie und Theologie, das in der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt aufgegangen ist.
um 740 Freising Dom-Gymnasium Kloster- und Domschule 1697–1803 Freisinger Lyzeum, Wiedererrichtung 1834 als Philosophisch-theologische Hochschule Freising bis 1966. Humanistisches Dom-Gymnasium 1828 als königliche Studienanstalt gegründet. Bis 1960 mit Oberrealschule, heute mathematisch-naturwissenschaftliches Josef-Hofmiller-Gymnasium.
748 Fulda Rabanus-Maurus-Schule Klosterschule 1572–1773 Jesuitenkolleg, 1734–1805 Universität Fulda und Gymnasium.
um 797 Münster Gymnasium Paulinum Domschule Ab 1588 Jesuitenkolleg, ab 1778 staatliches humanistisches Gymnasium.
799 Essen Gymnasium Essen-Werden Klosterschule Lateinschule der Abtei Werden; seit 16. Jahrhundert Vollgymnasium und Priesterseminar; ab 1803 kath. Höhere Rektoratschule; seit 1906 städtisch.
vor 800 Paderborn Gymnasium Theodorianum Domschule Im 16. Jahrhundert humanistisches „Gymnasium Salentinianum“; 1585–1773 Jesuitenkolleg; galt als dritte Fakultät der 1614 gegründeten Universität (1819 aufgelöst).
vor 800 Passau Gymnasium Leopoldinum Domschule Domschule aus dem 8. Jahrhundert, ab 14. Jahrhundert Lateinschule; ab 1612 Jesuitenkolleg und ab 1773 Gymnasium; kurzzeitig Europäisches, seit 2013 wieder sprachliches und humanistisches Gymnasium
nach 800 Herford Friedrichs-Gymnasium Lateinschule Lateinschule der Reichsabtei Herford; nach der Einführung der Reformation in der Stadt Herford am 30. Juni 1540 Verlegung ins ehemalige Augustinerkloster in gemeinsamer Trägerschaft von Abtei und Stadtrat. Seit dem 17. Jh. rein städtisch. 1766 Benennung nach Friedrich dem Großen.
804 Osnabrück Gymnasium Carolinum Domschule (bzw. Missionsschule) 1142 erste urkundliche Erwähnung, 1555 Simultanschule, seit Ende des 16. Jahrhunderts „Carolinum“ genannt, 1625–1633 und 1650–1773/74 Jesuitenschule, 1628–1633 Jesuitenuniversität, 1830 Einführung des Abiturs, 1885 Staatliche Schule, seit 1927 Städtisches Gymnasium.
um 815 Hildesheim Gymnasium Josephinum Domschule 1595–1773 „Gymnasium Mariano-Josephinum“ der Jesuiten.
852 Essen Burggymnasium Schule für adlige Damen 1819 Vereinigung der katholischen Schule mit dem 1564 gegründeten lutherischen Gymnasium
im 9. Jahrhundert (genaue Jahreszahl umstritten) Xanten Stiftsgymnasium Stiftsschule Im 9. Jahrhundert gegründet als Stiftsschule, im Spätmittelalter Lateinschule schola latina xantinis. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts Progymnasium, seit 1964 Vollgymnasium
975 Regensburg Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen Domschule 975 gegründet von Bischof Wolfgang von Regensburg, Mitte der 1950er Jahre Schaffung einer Institution für Chor, Schule und Internat
2. Hälfte 10. Jahrhundert Einsiedeln Stiftsschule Einsiedeln Klosterschule Gründung des Gymnasiums 1839[1], seit 1872 eidgenössisch anerkannte Maturitätsabchlüsse[2]
vor 1002 Verden Domgymnasium Domschule 1578 Reformierung als protestantische Schule.
vor 1047 Beromünster Kantonsschule Beromünster Stiftsschule seit 1866 Kantonsschule
1088 Naumburg (Saale) Domgymnasium Domschule Seit 1528 reformiert, ab 1542 Lateinschule, 1950 geschlossen, 1991 als Privatschule wiedergegründet.
vor 1140 Melk Stiftsgymnasium Melk Klosterschule Seit 1707 ein humanistisches Gymnasium moderner Prägung, seit 1976 auch Oberstufenrealgymnasium, älteste Schule Österreichs
um 1160 Ratzeburg Lauenburgische Gelehrtenschule Domschule seit 1845 Gelehrtenschule
ca. 2. Hälfte 12. Jahrhundert[3][4] Engelberg Stiftsschule Engelberg Klosterschule seit 1851 Stiftsschule
1205 Meißen Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra Schule des Augustiner-Chorherrenstifts 1543 in eine von drei protestantischen Fürsten- und Landesschulen in Sachsen umgewandelt (zusammen mit Schulpforta und St. Augustin Grimma)
1212 Leipzig Thomasschule Schola pauperum des Augustiner-Chorherrenstifts Seit 1539 städtisch.
1223 Saarbrücken Ludwigsgymnasium Stiftsschule des Stifts Sankt Arnual Seit 1604 Gymnasium.
spätestens 1225 Hildesheim Gymnasium Andreanum Lateinschule Seit 1542 evangelisch-lutherisch, bis 1546 kirchlich, danach städtisch, seit 1977 wieder evangelisch-lutherisch.
1236 Güstrow Domschule Güstrow Lateinschule 1236 Stiftsschule zur Ausbildung des Kleriker-Nachwuchses, 1553 entstand die Neue Domschule mit der Vereinigung der alten Domstiftsschule und der Ratsschule, einer evangelischen Gelehrtenschule, 1902 zusammengelegt mit dem Realgymnasium zur „Vereinigte John-Brinckman-Schule und Domschule“.
1249 Kirchheim unter Teck Ludwig-Uhland-Gymnasium und Schlossgymnasium Lateinschule 1249 urkundlich nachgewiesen, 1833 Latein- und Realschule, 1909 Realgymnasium, 1953 Gymnasium, 1966 Teilung in Schlossgymnasium und Ludwig-Uhland-Gymnasium
um 1250 Freiburg im Breisgau Berthold-Gymnasium Lateinschule Seit 1457 Vorbereitungsschule für die Universität, 1620 Übernahme durch die Jesuiten als Gymnasium academicum (als Teil der Universität).
1253 Helmstedt Gymnasium Julianum Lateinschule wahrscheinlich der Dominikaner Seit 1362 Stadtschule.
1267 Esslingen am Neckar Georgii-Gymnasium Lateinschule
vor 1274 Tübingen Uhland-Gymnasium Lateinschule seit dem 16. Jahrhundert „Schola anatolica“, 1818 Erhebung zum Lyzeum, 1855 Erhebung zum Gymnasium, 1937 Verleihung des Namens Uhland-Gymnasium
1276 Reutlingen Friedrich-List-Gymnasium Lateinschule Seit 1842 Lyzeum.
1278 Biberach Wieland-Gymnasium Lateinschule 1278 ist die erste urkundliche Erwähnung einer Lateinschule und eines lateinischen Schulmeisters in Biberach dokumentiert.
vor 1280 Duisburg Landfermann-Gymnasium Lateinschule 1559 Städtisches Gymnasium (Vorgänger der 1566 gegründeten alten Universität Duisburg);1821 Stiftisches Gymnasium; 1885 Königliches Gymnasium; 1918 Staatliches Gymnasium
1281 Luckau Bohnstedt-Gymnasium Lateinschule 1818 Gymnasium; seit 1953 Erweiterte Oberschule; 1982 geschlossen; 1990 Wiedereröffnung
1282 Horb am Neckar Martin-Gerbert-Gymnasium Lateinschule
1285 Andernach Kurfürst-Salentin-Gymnasium Lateinschule 1574 Stiftung des Kurfürsten von Köln, Graf Salentin von Isenburg; 1952 Staatliches Gymnasium
1293 Bielefeld Ratsgymnasium Bielefeld Lateinschule Gründung durch Graf Otto III. von Ravensberg
spätestens 1294 Ulm Humboldt-Gymnasium Lateinschule ursprünglich Lateinschule des Klosters Reichenau, seit 1383 städtisch. Seit 1613 Gymnasium.
spätestens 1300 Dresden Kreuzschule Lateinschule für die Sänger der capella sanctae crucis, dem heutigen Dresdner Kreuzchor der Kreuzkirche Heute ist die Kreuzschule ein evangelisches Gymnasium mit Internat.
1302 Neuss Quirinus-Gymnasium Lateinschule 1302 erste urkundliche Erwähnung der Lateinschule; seit 1562 humanistisches Gymnasium; 1616 Gründung eines Jesuitengymnasiums, ab 1783 Franziskaner-Gymnasium; 1802 Vereinigung beider Schulen und Umwandlung in ein Collège nach französischem Muster; 1814 Progymnasium; seit 1852 Vollgymnasium
1305 Krems an der Donau Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Krems (Piaristengymnasium) Lateinschule 1232 erste urkundliche Erwähnung eines Schulmeisters; 1305 erste erhalten gebliebene Schulordnung der Lateinschule; 1579 Bezeichnung der fünfklassigen lateinischen Stadtschule als Gymnasium; 1616 Gründung eines sechsklassigen Jesuitengymnasiums; 1776 Übernahme durch den Piaristen-Orden; 1802–1849 Führung einer philosophischen Lehranstalt(universitäre Einrichtung); 1849 Verlängerung der gymnasialen Ausbildung auf acht Jahre; 1871 Übernahme des Piaristengymnasiums durch den Staat
spätestens 1307 Schleswig Domschule Domschule Erste urkundliche Erwähnung 1307; Einrichtung der Schule um 1100 wahrscheinlich.
1307 Salzwedel Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Lateinschule (der Altstadt Salzwedel) Erste urkundliche Erwähnung 1307. 1744 Vereinigung mit Lateinschule der Neustadt. 1882 Umzug des Gymnasiums in heutiges Gebäude Vor dem Lüchower Tor.
1319 Plauen Diesterweg-Gymnasium Lateinschule Erste urkundliche Erwähnung 1319 der dem Komtur des Deutschen Ordens zu Plauen unterstehenden Lateinschule. Um 1800 Lyzeum, seit 1835 Gymnasium. Ab 1946/53 Oberschule, ab 1960 Erweiterte Oberschule, seit 1990 wieder Gymnasium.
1320 Kiel Kieler Gelehrtenschule Lateinschule Seit dem 16. Jahrhundert Gelehrtenschule.
1325 Aschersleben Stephaneum Lateinschule
1328 Celle Ernestinum Lateinschule Geht wahrscheinlich auf eine ältere Lateinschule zurück
spätestens 1329 Wangen im Allgäu Rupert-Neß-Gymnasium Lateinschule
1329 Warendorf Gymnasium Laurentianum Lateinschule Seit 1675 Gymnasium.
1330 Stadthagen Ratsgymnasium Lateinschule 1610 Gymnasium illustre, 1619 Gründung der Universität Ernestina, 1621 Verlegung der Universität nach Rinteln.
1333 Uelzen Herzog-Ernst-Gymnasium Lateinschule 1333 erste Erwähnung; seit 1816 Bürgerschule, seit 1926 Reformrealgymnasium, seit 1937 Oberschule, seit 1955 Gymnasium
1337 Rheinberg Amplonius-Gymnasium Lateinschule 1889 geschlossen; 1903 als private Rektoratsschule der katholischen Pfarrgemeinde neu wiedergegründet; seit 1912 städtisch; seit 1939 Oberschule für Jungen; ab 1946 Progymnasium; seit 1957 Gymnasium
vor 1342 Wesel Konrad-Duden-Gymnasium Städtische Lateinschule wahrscheinlich 1241 oder 1277; Seit 1540 evangelisch-reformiert; seit 1612 als Gymnasium bezeichnet.
1348 Hannover Ratsgymnasium Hannover Lateinschule Nach 1532 evangelisch-reformiertes humanistisches Gymnasium.
vor 1354 Markgröningen Hans-Grüninger-Gymnasium Kirchliche Lateinschule vermutlich im 13. Jhdt. eingerichtet (urkundlich belegt für 1354); seit dem 16. Jhdt. evangelisch-reformiert, dann städtisch; 1922 geschlossen, 1966 durch Gymnasium ersetzt.
1354 Quakenbrück Artland-Gymnasium Lateinschule
vor 1373 Wertheim Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Lateinschule Erste urkundliche Erwähnung 1373.
vor 1376 Hann. Münden Grotefend-Gymnasium Ratsschule 1376 Ersterwähnung im Stadtbuch; 1542 Höhere Schule; 1829 Rückstufung zur Realschule; seit 1897 Gymnasium
1379 Möckmühl Gymnasium Möckmühl Lateinschule 1379 Gründung eines Chorherrenstifts mit Lateinschule; 1840 Beginn einer gymnasialen Ausrichtung
1380 Hermannstadt Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium Schule 1380 erste Erwähnung; 1555 Gymnasium; 1578 Gymnasium academicum; 1779–1781 Errichtung des jetzigen Schulgebäudes; 1919 neben der klassischen Gymnasialabteilung eine „Realabteilung“, an welcher das Griechische durch Geometrie, Chemie und Biologie ersetzt wird; seit 1921 Schulname „Brukenthalgymnasium“; bis heute eine Schule in deutscher Unterrichtssprache für die deutsche Minderheit in Rumänien
1390 Buxtehude Halepaghen-Schule Klosterschule 1390 erstmals ein rector scholarium urkundlich erwähnt, 1552 reformatorische "Kirchen- und Schulordnung"/Lehrplan mit Katechismusunterricht, ab 1641 Unterricht durch Rechenmeister wie Nicolaus und Matthias Rohlfs, 1836 nur noch "Rektorschule" zwischen Volksschule und Progymnasium, 1881 Anerkennung als Höhere Bürgerschule nach Vereinigung mit der höheren Töchterschule (gegründet 1853), seit 1927 Reformrealgymnasium und Koedukation, 1932 erster Abiturjahrgang, 1947 "Städtische Oberschule", 1952 Umbenennung in Halepaghen-Schule
1392 Marbach am Neckar Friedrich-Schiller-Gymnasium Lateinschule
1393 Kulmbach Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Lateinschule 1802 höhere Bürgerschule, 1893 Königliche Realschule, seit 1950 Gymnasium
vor 1393 Rendsburg Herderschule Stadtschule 1590 Lateinschule; 1820 Gelehrtenschule; 1854 Realgymnasium; 1947 „Herderschule“ (bis 1973 altsprachliches Gymnasium)
1393 Stade Athenaeum Klosterschule Seit der Reformation Lateinschule.
1395 Sindelfingen Goldberg-Gymnasium Lateinschule
um 1400 Bad Windsheim Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium Lateinschule Seit 1611 als Gymnasium bezeichnet.
1406 Lüneburg Johanneum Städtische Lateinschule.
1407 Dresden Gymnasium Dreikönigschule Lateinschule in Altendresden 1947 aufgelöst, 1992 neu gegründet
1414 Borken Gymnasium Remigianum Lateinschule. erste Erwähnung der Borkener „Lateinschule“ in einer Schenkungsurkunde von Johann Walling, dem ersten Dechanten des Borkener Kollegiatskapitels
1415 Braunschweig Martino-Katharineum Lateinschule Martineum seit 1415; Martineum und Katharineum seit 1745 Gymnasien; seit 1828 ein Gesamtgymnasium, ab 1866 als Martino-Katharineum.
vor 1421 Recklinghausen Gymnasium Petrinum Lateinschule Seit 1729 Franziskanerschule, seit 1820 städtisch.
1432 Landau Eduard-Spranger-Gymnasium Lateinschule erste urkundliche Erwähnung 1432
1445 Eppingen Hartmanni-Gymnasium Lateinschule erste urkundliche Erwähnung 1445
1446 Schleusingen Hennebergisches Gymnasium Lateinschule Gymnasium ab 1577
1450 Köln Dreikönigsgymnasium Private Lateinschule 1552 von der Stadt Köln übernommen; 1557 bis 1778 Jesuitengymnasium.
1450 Lüdenscheid Zeppelin-Gymnasium kirchliche Lateinschule Lateinschule 1450–1858, ab 1685 Rektoratsschule. Ab 1858 höhere Knabenschule in städtischer Trägerschaft, ab 1930 Realgymnasium und Oberrealschule.
1458 Görlitz Gymnasium Augustum Klosterschule 1565 städtische Lateinschule; 1945 geschlossen; 1990 Neugründung; seit 2008 zusammengeschlossen zum Gymnasium Anne-Augustum
1477 Northeim Gymnasium Corvinianum Lateinschule
1479 Schwabach Adam-Kraft-Gymnasium Lateinschule Seit 1894 Progymnasium, seit 1948 Oberrealschule mit Gymnasium.

16. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet Stadt Schule (heutiger Name) Schultypus bei der Gründung Entwicklung
um 1500 Weinsberg Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg Lateinschule 1540 Bau eines neuen Schulhauses nachgewiesen; seit 1970 heutiger Name
um 1500 Heidenheim an der Brenz Hellenstein-Gymnasium Lateinschule 1899 Einweihung heutiges Schulgebäude; 1914 erstes Abitur; seit 1953 heutiger Name
um 1500 Attendorn Rivius-Gymnasium Humanistenschule seit 1975 heutiger Name
1505 Emden Johannes-Althusius-Gymnasium Lateinschule 1483 erste Erwähnung einer Lateinschule; seit 1836 Gymnasium
1505 Regensburg Albertus-Magnus-Gymnasium Lateinschule Reichsstädtisches Gymnasium Poeticum (1505); 1811 Zusammenschluss mit dem Jesuitengymnasium St.Paul (1589); 1962 heutige Namensgebung
1510 Meiningen Henfling-Gymnasium Lateinschule 1705 zum Lyzeum illustre erhoben; 1821 in Gymnasium Bernhardinum umbenannt; 1945 heutige Namensgebung
vor 1510 Simmern/Hunsrück Herzog-Johann-Gymnasium Lateinschule 1965 heutige Namensgebung
1512 Leipzig Nikolaischule Lateinschule, Bürgerschule Ab 1995 Gymnasium Neue Nikolaischule Leipzig
1515 Freiberg Geschwister-Scholl-Gymnasium Lateinschule Ab 1876 Gymnasium Albertinum; nach 1945 EOS „Geschwister-Scholl“; nach 1990 Geschwister-Scholl-Gymnasium
1520 Frankfurt am Main Lessing-Gymnasium und Goethe-Gymnasium Lateinschule 1897 in das altsprachliche Lessing-Gymnasium und das reformierte Goethe-Gymnasium aufgeteilt
1521 Gemmingen Lateinschule Gemmingen Lateinschule
1522 Altenburg Friedrichgymnasium Städtische Lateinschule Seit 1713 „Herzogliches Friedrichgymnasium“; 1947 Auflösung und Umwandlung zur Erweiterten Oberschule (EOS)Karl Marx“; 1991 Wiedergründung als Gymnasium
1523 Bad Bergzabern Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum Lateinschule während der Französischen Revolution geschlossen, 1836 wieder eröffnet
1524 Gotha Gymnasium Ernestinum Gymnasium illustre 1945 aufgelöst, 1991 wiedergegründet
1524 Lemgo Engelbert-Kaempfer-Gymnasium
1526 Nürnberg Melanchthon-Gymnasium Städtisches Gymnasium
1526 Ingolstadt Reuchlin-Gymnasium Pädagogium Ab 1571 Jesuitenschule
1527 Marburg/Lahn Gymnasium Philippinum Pädagogium der Universität Marburg Ab 1833 als kurfürstliches Gymnasium von der Universität unabhängig
1527 Husum Hermann-Tast-Schule Evangelische Stadtschule (Lateinschule)
1527 Bautzen Philipp-Melanchthon-Gymnasium Evangelische Ratsschule (Lateinschule)
1527 Worms Rudi-Stephan-Gymnasium Städtische Lateinschule
1528 Goslar Ratsgymnasium Städtische Schule
1528 Ansbach Gymnasium Carolinum Städtische Schule Ab 1737 Gymnasium illustre; 1792–1806 Königlich-Preußisches Gymnasium
1528 Lindau Bodensee-Gymnasium Lateinschule
1528 Ansbach Gymnasium Carolinum Lateinschule Ab 1737 Gymnasium Carolinum illustre
1529 Hamburg Gelehrtenschule des Johanneums Gelehrtenschule
1529 Bremen Altes Gymnasium Gymnasium illustre
1530 Minden Ratsgymnasium Städtische Schule
1531 Lübeck Katharineum Lateinschule
1531 Augsburg Gymnasium bei St. Anna Gelehrtenschule
um 1532 Einbeck Goetheschule Einbeck Evangelische Ratsschule (Lateinschule) heutige Namensgebung 1949
1534 Soest Archigymnasium Lateinschule
1535 Anklam Lilienthal-Gymnasium Lateinschule
1536 Siegen Gymnasium Am Löhrtor Lateinschule Eine städtische Pfarrschule als Vorgängerinstitution 1342 erstmals erwähnt; 1536 von Erasmus Sarcerius zur Lateinschule umgewandelt
1537 Windsbach Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium Windsbach Lateinschule 1898 Progymnasium, 1949 Vollanstalt, 1966 heutige Namensgebung
1539 Meißen Gymnasium Franziskaneum Meißen Lateinschule
1540 Meldorf Meldorfer Gelehrtenschule Gelehrtenschule
1540 Speyer Gymnasium am Kaiserdom Lateinschule
1540 Weilburg Gymnasium Philippinum Lateinschule
1541 Wismar Große Stadtschule Evangelisch-lutherische Lateinschule Ab 1948 Erweiterte Oberschule, seit 1989 wieder Gymnasium
1542 Linz Akademisches Gymnasium Linz Evangelische Landschaftsschule
vor 1543 Düren Stiftisches Gymnasium Düren Lateinschule Für 1543 Schulhaus nachgewiesen, das beim Stadtbrand beschädigt wurde
1543 Schulpforte Landesschule Pforta Sächsische protestantische Fürsten- und Landesschule (1 von 3, zusammen mit Sankt Afra Meißen und St. Augustin Grimma) 1935–1945 Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NPEA, auch: Napola)
1543 Meißen Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra Sächsische protestantische Fürsten- und Landesschule (1 von 3, zusammen mit Schulpforta und St. Augustin Grimma) 1950 geschlossen, 1992 neu gegründet
1543 Friedberg (Hessen) Augustinerschule Klosterschule der Barfüßer
1543 Dortmund Stadtgymnasium Archigymnasium (evangelische Gelehrtenschule)
1543 Wolfenbüttel Große Schule Lateinschule
1544 Eisenach Martin-Luther-Gymnasium Schola Provincialis Seit 1185 existierte die Lateinschule St. Georgen; 1707 Erhebung zum Gymnasium illustre; 1950 Umwandlung in Erweiterte Oberschule; 1960 Auflösung; seit 1991 wieder Gymnasium
1545 Halberstadt Gymnasium Martineum Pfarrschule 1545 von Pfarrschule zur ersten städtischen Schule Halberstadts umgewandelt
1545 Düsseldorf Görres-Gymnasium Herzogliche Landesschule Von 1625 bis 1773 unter der Leitung der Jesuiten; anschließend Kurfürstliches Gymnasium
1545 Öhringen Hohenlohe-Gymnasium Hohenlohesches Landesgymnasiums Gründung während der Reformationszeit durch die Grafen zu Hohenlohe nachdem es zuvor eine Schule des Öhringer Chorherren-Stifts gegeben hatte; ab 1811 Lateinschule ohne gymnasiale Oberstufe; ab 1847 Lyzeum; ab 1903 Progymnasium; ab 1928 Progymnasium und Realschule; seit 1956 Gymnasium
1546 Eisleben Martin-Luther-Gymnasium Höhere Landesschule gegründet von Martin Luther
1546 Heidelberg Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Pädagogium gegründet von Kurfürst Friedrich II.
1546 Hof Jean-Paul-Gymnasium humanistisch-reformatorisches Gymnasium gegründet von Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach
1549 Kremsmünster Stiftsgymnasium Kremsmünster Klosterschule, Lateinschule gegründet von Abt Gregor Lechner, aus einer bereits (seit 777?) bestehenden Klosterschule entstanden
1550 Grimma Gymnasium St. Augustin Sächsische protestantische Fürsten- und Landesschule (1 von 3, zusammen mit Sankt Afra Meißen und Schulpforta)
1550 Bad Homburg vor der Höhe Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Lateinschule Aus einer bereits bestehenden Volksschule entstanden
1550 Dillingen an der Donau Johann-Michael-Sailer-Gymnasium Jesuiten-Gymnasium Fürstbischöfliche Gründung, bis 1773 jesuitisch, seit 1803 staatlich
1552 Klagenfurt Europagymnasium Reformiertes Gymnasium Gründung als Gelehrtenschule. Ab 1604 Jesuitenkolleg, ab 1773 Lyzeum
1553 Wien Akademisches Gymnasium Jesuitenkolleg
1553 Schwerin Fridericianum Fürstenschule
1554 Roßleben Klosterschule Roßleben Knabenschule 1949–1990 EOS Goetheschule Roßleben
1555 Laubach Laubach-Kolleg Lateinschule
1556 Maulbronn und Blaubeuren Evangelische Seminare / Gymnasien mit Internat Protestantische Klosterschulen Maulbronn seit 1807, Blaubeuren seit 1817 als „Seminar“ bezeichnet. Heute staatliche Gymnasien mit kirchlichem Internat für die Klassen 9 bis 12.
1556 Lörrach Hebel-Gymnasium Lateinschule
1559 München Wilhelmsgymnasium Pädagogium
1559 Offenhausen (Oberösterreich) Volksschule Offenhausen Dorfschule 1559 von Jörg III. von Perkheim in seinem Testament als "gemaine Schul" gestiftet
1561 Erfurt Evangelisches Ratsgymnasium Pädagogium zunächst „paedagogium in coenobio Augustiniano“, ab 1624 „Gymnasium evangelicum“, 1950 geschlossen, 1992 wiedereröffnet
1561 Greifswald Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Städtische Schule zunächst schola senatorium, 1820–1947 und wieder seit 1991 Gymnasium, 1947–1991 Erweiterte Oberschule
1561 Trier Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Jesuitenkolleg seit 1896 unter heutigem Namen
1561 Mainz-Neustadt Rabanus-Maurus-Gymnasium Jesuitenkolleg Seit 1773 humanistisches Kurfürstlich Mainzisches Emmerizianisches Gymnasium; 1618–1782 ist das Gymnasium gemeinsam mit der Universität in der Domus Universitatis untergebracht.
1561 Oppenheim am Rhein Gymnasium zu St. Katharinen Lateinschule Die Gründung der reformierten Lateinschule des Katharinenstiftes erfolgte durch Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz, welcher den Heidelberger Humanisten Friedrich Zorn mit der Leitung eines Gymnasiums beauftragte. Nach der Vertreibung der Franziskaner zog die Schule in das Kloster (heute St. Bartholomäus) ein. Die Ausbildung der Schüler bereitete auf ein Studium an der Universität Heidelberg vor.
1561 Weimar Goethegymnasium Lateinschule 1561 Stadt- und Landschule, ab 1712 „Wilhelminum Ernestinum“, seit 1716 Wilhelm-Ernst-Gymnasium Weimar, 1887 Umzug in größeren Schulneubau, nach 1945 sowjet. Militärschule, 1951 bis 1991 Polytechnische OberschuleJohann Wolfgang von Goethe“, seit 1991 Goethegymnasium.
1561 Würzburg Wirsberg-Gymnasium Lateinschule
1562 Innsbruck Akademisches Gymnasium Lateinschule und Jesuitenkolleg
1564 Ohrdruf Gymnasium Gleichense Lateinschule seit 1623 Lyzeum illustre; 1870–1946 Gräflich Gleichensches Gymnasium; 1854–1945 Verlust der Bezeichnung Lyzeum und der direkten Hochschul-Reife
1564 Parchim Friedrich-Franz-Gymnasium Lateinschule erst Große Stadtschule, 1827 Friedrich-Franz-Gymnasium
1566 Flensburg Altes Gymnasium
1566 Eutin Johann-Heinrich-Voß-Gymnasium Gelehrtenschule Seit 1309 ist eine Lateinschule belegt
1566/67 Norden Ulrichsgymnasium Lateinschule Seit 1631 Paedagogium illustre, damit Erwerb der allgemeinen Hochschulreife möglich; Namensgebung nach dem ostfriesischen Grafen Ulrich II.
1569 Holzminden Campe-Gymnasium Reformierte Internatsschule
1570 Bad Hersfeld Konrad Duden Schule Trivialschule Schule im Franziskanerkloster; 1570 Stiftungsurkunde vom Abt Michael und Schutzbrief Kaiser Maximilians II.
1572 Jülich Gymnasium Zitadelle Partikularschule Ab 1664 Jesuitenschule
1572 Memmingen Elsbethenschule Lateinschule Ab 1802 auch deutsche Schule; seit 1969 Grundschule
1573 Hall in Tirol Franziskanergymnasium Jesuitenkolleg nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 von den Franziskanern übernommen
1573 Traben-Trarbach Gymnasium Traben-Trarbach Lateinschule Ab 1649 Gymnasium illustre
1573 Oldenburg Altes Gymnasium Lateinschule
1573 Graz Akademisches Gymnasium Jesuitenkolleg seit der Gründung der Universität Graz 1585 akademisches Gymnasium; seit 1773 staatlich
1573 Jever Mariengymnasium Lateinschule
1573 Grünstadt Leininger Gymnasium Lateinschule 1573 Höninger Lateinschule, 1630 kriegsbedingte Einstellung des Schulbetriebs, 1729 Neugründung in Grünstadt, 1752 Umwandlung in Gymnasium, 1802–1811 École Secondaire, 1811–1817 Collège, 1817–1933 bay. Progymnasium, 1933–1945 Oberschule, 1945–1950 Realschule, 1950–1962 Progymnasium, seit 1962 Leininger Gymnasium
1574 Berlin Gymnasium zum Grauen Kloster Landesschule
1575 Kopenhagen Deutsche Schule St. Petri Armenschule; deutsche Schule Älteste noch bestehende Deutsche Auslandsschule
1575 Merseburg Domgymnasium Stiftsschule 1830 Stiftsschule, 1830–1945 Domgymnasium, 1946–59 Ernst-v.-Harnack-Oberschule, 1959–1991 Ernst-Haeckel-Oberschule (EOS), seit 1991 wieder Domgymnasium
1578 Neustadt an der Weinstraße Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Gymnasium illustre
1577 Schleusingen Hennebergisches Gymnasium „Georg Ernst“ Gymnasium Gründung durch Graf Georg Ernst von Henneberg mit Alumnat, nach 1945 „Max-Greil-Oberschule“, seit 1992 Gymnasium „Georg Ernst“
1579 Korbach Alte Landesschule Gymnasium illustre Gründung der Grafen von Waldeck, Vorläufer der gräflichen Schule war eine städtische Schule (seit mindestens 1266), zwischen beiden gab es eine räumliche und zum Teil personelle Kontinuität
1579 Wuppertal-Barmen Gymnasium Sedanstraße Deutsche Schule Gegründet von Barmer Bürgern und der Pfandherrin des Bergischen Amtes Beyenburg, der Gräfin Maria von Waldeck. Lateinschule seit ca. 1600
1580 Rostock Große Stadtschule Lateinschule
1582 Moers Gymnasium Adolfinum Schola illustris Eine Lateinschule gab es seit 1574; ab 1821 Progymnasium, ab 1874 Gymnasium
1582 Freiburg im Üechtland Kollegium St. Michael Jesuitenkolleg
1582 Augsburg Gymnasium bei St. Stephan Jesuitenkolleg Jesuitenkolleg St. Salvator, 1807 aufgehoben; 1828 als kath. Bürgerschule im Gebäude des säkularisierten Damenstifts St. Stephan neu begründet; 1835 an Benediktiner übergeben; als „gymnasium sui generis“ seit der Neugründung staatliches Gymnasium mit Vorrechten des Klosters bzgl. der Schulleitung
1582 Gars am Inn Gymnasium Gars Lateinschule der Augustiner-Chorherren
1582 Koblenz Görres-Gymnasium Jesuitenkolleg
1584 Leer (Ostfriesland) Ubbo-Emmius-Gymnasium Lateinschule
1586 Göttingen Max-Planck-Gymnasium Pädagogium
1586 Bamberg Kaiser-Heinrich-Gymnasium Collegium Ernestinum; Priesterseminar mit Gymnasium Seit Anfang des 17. Jahrhunderts Jesuitenschule
1586 Durlach Markgrafen-Gymnasium Gymnasium illustre 1724 nach Karlsruhe (neue Residenzstadt) verlegt, das Durlacher Gymnasium blieb weiterhin bestehen
1586 Zittau Christian-Weise-Gymnasium Lateinschule
1588 Steinfurt Gymnasium Arnoldinum Gymnasium illustre
1589 Basel Gymnasium am Münsterplatz Städtisches Gymnasium
1592 Wuppertal-Elberfeld Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Lateinschule Deutsche Schule bestand schon vor der Reformation. 1592 Anschluss einer Lateinklasse unter eigenem Rektorat.
1595 Osnabrück Ratsgymnasium Stadtschule
1596 St. Blasien Kolleg St. Blasien Jesuitenkolleg Gegründet in Freiburg im Üechtland in der Schweiz, 1856 nach Feldkirch (Vorarlberg) gezogen, 1934 nach St. Blasien
1597 Siegburg Anno-Gymnasium Lateinschule 1593/1594 Erlaß zur Gründung einer Lateinschule; 1855 Progymnasium; 1886 Gymnasium in staatlicher Trägerschaft, 1974 Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt Siegburg
1599 Gundorf Grundschule Gundorf Evangelische Schule 1599 erster Küster Bartholomäus Heinrich; über 400 Jahre vollständig nachgewiesene Schulgeschichte; nach 322 Jahren im Jahr 1921 Übergang in staatliche Aufsicht

17. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet Stadt Schule (heutiger Name) Schultypus bei der Gründung Entwicklung
1601 Aachen Kaiser-Karls-Gymnasium Jesuitenschule Ab 1773 städtisch.
spätestens 1601 Büdingen Wolfgang-Ernst-Gymnasium Lateinschule
1602 Detmold Gymnasium Leopoldinum Provinzialschule Ab 1833 Leopoldinum (nach dem Stifter eines Schulneubaus, Fürst Leopold II. zur Lippe); 1949–1987 getrennt in Leopoldinum I und II
1604 Konstanz Heinrich-Suso-Gymnasium Jesuitenkolleg

I1604 ISaarbrücken ILudwigsgymnasium

1605 Gießen Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Lateinschule
1605 Coburg Casimirianum Hohe Schule
1607 Hanau Hohe Landesschule
1608 Gera Goethe-Gymnasium/Rutheneum Gymnasium
1609 Iserlohn Märkisches Gymnasium Lyzeum Iserlohnense 1609–1703 schola sancta, 1703–1727 Gelehrtenschule, 1793–1840 Lateinschule, 1840–1863 höhere Bürgerschule, 1863–1890 Realschule I. Ordnung und Realgymnasium, 1919–1933 Reformrealgymnasium und Oberrealschule in der Weimarer Republik
1609 Duisburg-Meiderich Heinrich-Bongers-Schule Freischule 1609–1709 evangelische Schule, seit 1875/79 kommunale Volksschule, seit 1968 Grundschule, seit 1978 städtische Gemeinschaftsschule mit Schulkindergarten und städtische katholische Grundschule
1612 Stockholm Deutsche Schule Deutsche Schule Älteste Schule Stockholms; Gründung durch die St. Gertruds-Gemeinde; 1939–1953 geschlossen
1614 Bückeburg Gymnasium Adolfinum Lateinschule
1614 Stuttgart Collegium Ambrosianum Lateinschule Später bischöfliches Spätberufenenseminar, 1983 verlegt in das bischöfliche Kolleg St. Josef in Ehingen (Donau) und umbenannt in Ambrosianum, 2010 verlegt nach Tübingen und umbenannt in Theologisch-propädeutisches Jahr Ambrosianum
spätestens 1616 Neuburg an der Donau Descartes-Gymnasium Lateinschule Bereits im 16. Jahrhundert als Lateinschule gegründet, 1616 von Jesuiten als Gymnasium übernommen
1617 Salzburg Akademisches Gymnasium Humanistisches Gymnasium
1618 Mönchengladbach Stiftisches Humanistisches Gymnasium Lateinschule 1315 Schuleinrichtung der Benediktinerabtei, seit 1877 Gymnasium
1619 Husum (Ortsteil Rödemis) Iven-Agßen-Schule Volksschule Seit 1978 Grundschule, älteste hier aufgeführte Volksschule
1620 Aschaffenburg Kronberg-Gymnasium Jesuitenschule
1620 Heilbronn Theodor-Heuss-Gymnasium Gymnasium Aus der seit dem 15. Jahrhundert belegten Lateinschule hervorgegangen, Gymnasium 1620–1827, Karlsgymnasium 1827–1938, Theodor-Heuss-Gymnasium seit 1950
1625 Bad Münstereifel St. Michael-Gymnasium Jesuitenschule Gründungsbeschluss gefasst am 29. September 1625 (Michaelistag) auf Betreiben des Rats der Stadt Münstereifel durch den Jesuitenorden.
1626 Bonn Beethoven-Gymnasium Minoritengymnasium Ab 1673 Jesuitenkolleg.
1626 Amberg Erasmus-Gymnasium Gymnasium der Jesuiten Ab 1773 kurfürstliches Gymnasium; ab 1806 königliches Gymnasium; ab 1914 Humanistisches Gymnasium.
1627 Coesfeld Gymnasium Nepomucenum Jesuitenkolleg
1628 Warburg Gymnasium Marianum Klosterschule Dominikaner; ab 1826 königliches Progymnasium; ab 1874 städtisches Gymnasium
1628 Hamburg-Heimfeld Friedrich-Ebert-Gymnasium
1629 Burghausen Kurfürst-Maximilian-Gymnasium Jesuitenkolleg
1629 Darmstadt Ludwig-Georgs-Gymnasium Paedagogium
1630 Rottweil Albertus-Magnus-Gymnasium Lyzeum der Dominikaner
1631 Straubing Johannes-Turmair-Gymnasium Jesuitenschule Seit 1631 höhere Schule der Jesuiten; seit 1773 städtisch; 1966 heutige Namensgebung nach dem bayerischen Geschichtsschreiber Aventin, gen. Turmair.
1632 Schweinfurt Celtis-Gymnasium Humanistisches Gymnasium Gegründet unter dem Namen „Gymnasium Gustavianum“ nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf, 1833 nach dem neuen Landesvater Ludwig I. in Gymnasium Ludovicianum umbenannt, 1964 erneute Umbenennung nach dem Humanisten Konrad Celtis.
1637 Rheda-Wiedenbrück Ratsgymnasium Stadtschule
1639 Schöningen Anna-Sophianeum Lateinschule 1956 heutige Namensgebung
1639 Köln Ursulinenschule Erzbischöfliche Schule
1640 Schöningen Anna-Sophianeum Lateinschule 1808 aufgehoben und als Stadtknabenschule weitergeführt; seit Ende des 19. Jahrhunderts Progymnasium bzw. Realgymnasium
1642 Dorsten Gymnasium Petrinum Seit 1823 Progymnasium, 1837 staatliche Schulleitung, seit 1900 Vollgymnasium.
1642 Meppen Windthorst-Gymnasium Jesuitengymnasium Seit 1820 in Königliches Gymnasium.
1643 Arnsberg Gymnasium Laurentianum Gymnasium der Prämonstratenser
1644 Admont Stiftsgymnasium Admont Gymnasium der Benediktiner
1646 Aurich Gymnasium Ulricianum
1649 Feldkirch Bundesgymnasium Jesuitenkolleg
1652 Hadamar Fürst-Johann-Ludwig-Schule Gymnasium der Jesuiten
1652 Trier Auguste-Viktoria-Gymnasium Klosterschule der Augustinerinnen für Mädchen
1652 Vechta Antonianum Klosterschule der Franziskaner Seit 1714 Vollgymnasium.
1655 Brilon Gymnasium Petrinum Klosterschule der Minoriten für Jungen Klosterschule bis 1804; 1821 Wiedergründung als städtisches Progymnasium; seit 1858 Vollgymnasium.
1655 Schwäbisch Hall Gymnasium bei St. Michael Gymnasium illustre 1318 Lateinschule in Hall
1656 Schleiz Gymnasium Rutheneum seit 1961
Dr.-Konrad-Duden-Gymnasium Schleiz
Gymnasium Eine Lateinschule existierte seit dem 13./14. Jahrhundert. Das Dudengymnasium führt die Schultradition fort.
1657 Hamm Gymnasium Hammonense Gymnasium academicum Seit 1781 humanistisches Gymnasium nach Zusammenlegung mit der Lateinschule.
1657 Horn Bundesgymnasium Piaristengymnasium 1657 als Schola Hornana gegründet, 1872 Umwandlung in ein Landesgymnasium, 1883/84 Zubau eines Schülerheims, 1921 Umwandlung in ein Bundesgymnasium, 1928 Zubau des ersten österreichischen Aufbaugymnasiums.
1658 Rheine Gymnasium Dionysianum
1658 Paderborn Gymnasium St. Michael Paderborn Freischule Mädchengymnasium der Augustiner Chorfrauen
1658 Ellwangen Peutinger Gymnasium Hervorgegangen aus einer 764 gegründeten Klosterschule, 1658 Umwandlung in Jesuitenschule was als offizielle Gründung gilt. Seit 1802 königlich-württembergisches Vollgymnasium.
1659 Kempen Gymnasium Thomaeum Städtisches Gymnasium Bis 1802 nur geistliche Schulleiter.
1660 Münnerstadt Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium Bis 1680 unter der Leitung der Bartholomiten, dann bis 1803 der Augustiner.
1662 Augsburg Maria-Ward-Gymnasium Höhere Töchterschule im Englischen Institut Bis 1992 Schule der Ordensgemeinschaft Congregatio Jesu, heute sprachliches und wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium für Mädchen in Trägerschaft der Diözese Augsburg.
1662 Brig Kollegium Brig Jesuitenschule
1664 Bayreuth Gymnasium Christian-Ernestinum Gymnasium illustre Im 19. Jahrhundert Königliche Studienanstalt Bayreuth, seit 1891 Königlich-Bayrisches Gymnasium, seit 1952 wieder unter dem alten Namen Gymnasium Christian-Ernestinum, heute sprachliches, humanistisches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium
1667 Emmendingen Goethe-Gymnasium Lateinschule 1695 Neugründung durch den bad. Markgrafen Fridericus Magnus, nach 1848 Höhere Bürgerschule, 1895 Realschule, 1934 Realprogymnasium, 1937 Dietrich-Eckart-Oberschule für Jungen, 1946 Oberrealschule, 1948 Gymnasium, ab 1974 Goethe-Gymnasium
1670 Baden-Baden Klosterschule vom Heiligen Grab Mädchenpensionat 1952 Progymnasium, 1970 Vollgymnasium, seit 1982 Koedukation.
1672 Mannheim Karl-Friedrich-Gymnasium Reformiertes Pädagogium Ab 1720 Jesuiten-Gymnasium.
1675 Magdeburg Domgymnasium Ab 1928 Vereinigtes Dom- und Klostergymnasium, ab 1949 Humboldtschule (später Humboldtschule EOS), ab 1989 Humboldt-Gymnasium, 2007 geschlossen. Die 1989 neu gegründete Privatschule Ökumenisches Domgymnasium beruft sich auf die Tradition des Domgymnasiums.
1677 Düsseldorf St.-Ursula-Gymnasium Mädchenschule der Ursulinen
1677 Vreden Gymnasium Georgianum Gründung durch Franziskaner-Observaten
1680 Lingen (Ems) Gymnasium Georgianum Trivialschule 1697–1819 Gymnasium academicum, danach Gymnasium
1681 Düren St. Angela-Schule Mädchenschule der Ursulinen Seit 1829 Mädchen-Elementarschule; 1927 private Mädchenmittelschule, seit 1931 Realschule und Gymnasium
1686 Stuttgart Eberhard-Ludwigs-Gymnasium und Karls-Gymnasium Gymnasium illustre
1686 Bensheim Altes Kurfürstliches Gymnasium
1686 Ehingen Gymnasium Ehingen Schule der Benediktinermönche Seit 1825 staatlich
1686 Geseke Gymnasium Antonianum Franziskanergymnasium Später städtisches Gymnasium mit neusprachlichem Schwerpunkt
1688 Tauberbischofsheim Matthias-Grünewald-Gymnasium Tauberbischofsheim Franziskanergymnasium 1688 Der Fürstbischof von Mainz genehmigt der Stadt Bischofsheim die Gründung eines Gymnasiums unter Leitung der Franziskaner; 1954 Neuer Schulname: Matthias-Grünewald-Gymnasium
1689 Berlin Französisches Gymnasium Französischsprachiges Gymnasium für die Hugenotten
1690 Münster Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium
1691 Leipzig August-Bebel-Schule (Leipzig)
1691 Saarlouis Gymnasium am Stadtgarten Collège der Augustinermönche Seit 1815 preußisches Collegium.
1694 Frankfurt an der Oder Friedrichsgymnasium Lateinschule Am 1. Juli 1694 durch Kurfürst Friedrich III von Brandenburg gegründet.[5] Schließung 2008. Gebäude als Grundschule weiter genutzt.
1696 Freiburg St.-Ursula-Gymnasium Schule der Ursulinen heute privates Gymnasium in der Trägerschaft des Schulstiftung der Erzdioziöse Freiburg
1698 Halle Latina Waisenschule 1946 Überführung in eine EOS; 1991 wieder ein Landesgymnasium
1699 Dorsten Gymnasium St. Ursula Töchterschule des Ursulinenklosters Im 19. Jahrhundert in ein Lyzeum umgewandelt, später Oberlyzeum; während des Dritten Reiches staatliche Oberschule; seit 1946 Gymnasium

18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet Stadt Schule (heutiger Name) Schultypus bei der Gründung Entwicklung
1704 Plön Gymnasium Schloss Plön Lateinschule Bis 1821 nach dem Begründer Christoph Gensch von Breitenau “Breitenauiarium” oder “Breitenauisches Gestift” genannt. Wurde 1814 in den Rang einer Gelehrtenschule erhoben, 1922 mit der Kadettenanstalt vereinigt. Von 1933 bis 1945 war sie eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt, ab 1946 “Internatsoberschule Schloss Plön” und wurde 2001 umbenannt in “Gymnasium Schloss Plön”.[6]
1709 Dresden St. Benno-Gymnasium Lateinschule für die Dresdner Kapellknaben 1939 aufgelöst; 1991 neu gegründet
1712 Fritzlar Ursulinenschule Fritzlar Mädchenschule Während Bismarcks Kulturkampf und im Dritten Reich geschlossen. Heute eine ganztägige koedukative Gesamtschule
1712 Herford Wilhelm-Oberhaus-Schule Katholische Elementarschule Seit 1968 ist die ehemalige katholische Elementarschule bzw. Volksschule und heutige katholische Grundschule die einzige städtische Konfessionsschule.
1712 Uetersen Rosenstadtschule Rektorschule/Lateinschule 1712 wurde durch ein Vermächtnis von Ida Hedwig von Brockdorff die im vorausgegangenen Krieg zerstörte Rektorschule aus dem Jahr 1542 wiederaufgebaut. Diese Schule wurde später durch ein Rektorat ersetzt, das wegen Platzmangel geschlossen wurde. Folgeschule wurde 1866 die „Schule am Roggenfeld“ die heutige „Rosenstadtschule“.
1715 Rastatt Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Piaristenkolleg 22. Juni 1715 Stiftung des Rastatter Piaristenkollegs durch Markgräfin Augusta Sybilla
1723 Niederalteich (Niederbayern) St.-Gotthard-Gymnasium Klosterschule der Benediktinermönche von Niederaltaich Schultradition seit Gründung des Klosters (731 bzw. 741). 1723 Benennung nach dem Heiligen Gotthard, 1803 Säkularisierung des Klosters und Schließung der Schule, 1918 Wiedergründung des Klosters und der Schule (1925), 1937 von Nationalsozialisten angeordnete Schließung, 1946 Wiedereröffnung
1724 Karlsruhe Bismarck-Gymnasium Gymnasium illustre von Durlach in die neue Residenzstadt verlegt; 1836 mit der höheren Bürgerschule verbunden
1724 Meran (Südtirol) Benediktinergymnasium Meran Gymnasium der Benediktiner Wurde 1946 eine öffentliche Schule und ist seit 1987 ein Gymnasium mit zwei Fachrichtungen: humanistisch und neusprachlich. 2011 wurde die ursprüngliche Schule mit dem Josef-Ferrari-Gymnasium zusammengeschlossen.
1735 Schwerin Niels-Stensen-Schule Katholische Schule Wurde 1939 widerrechtlich geschlossen. Die Grundschule wurde 1994, die weiterführende Schule 2006 wiedereröffnet.
1738 Potsdam Helmholtz-Gymnasium Stadtschule seit 1812 Gymnasium; seit 1946 Erweiterten Oberschule; 1991 Neugründung als Gymnasium
1738 Altona Christianeum Gymnasium Academicum Lateinschule als Vorläufer bereits seit 1683
1743 Rietberg Gymnasium Nepomucenum Franziskanergymnasium Seit Beginn des 19. Jahrhunderts Progymnasium; seit 1972 Vollgymnasium
1745 Erlangen Gymnasium Fridericianum Gymnasium Illustre
1746 Wien Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie Kaiserliche Akademie (Ritterakademie) Bis 1773 von Jesuiten geleitet; 1783 aufgelöst, in der Favorita wird eine Ingenieurakademie untergebracht; 1797 Wiedererrichtung der „Theresianischen Ritterakademie“ unter der Leitung der Piaristen; 1849 Gymnasium unter staatlicher Aufsicht, Öffnung für das Bürgertum; 1938 Auflösung der Theresiana und Einrichtung einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt; seit 1957 wieder Gymnasium
um 1755 Bruchsal Schönborn-Gymnasium Von Jesuiten geleitete Lateinschule 1773 bis 1797 Fusion mit Priesterseminar, danach durch Augustiner geleitet, ab 1870 nicht mehr rein katholisch
1758 Wien HTL Spengergasse k.k. Commerzialzeichnungsakademie Die älteste berufsbildende Schule Österreichs und eine der ältesten technischen Schulen der Welt.
1761 Bonn-Bad Godesberg KGS Burgschule katholische Elementarschule 1761 vom Kölner Kurfürsten Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels genehmigte Dorfschule; später Volksschule. Seit 1968 katholische Grundschule.[7]
1764 Boppard Kant-Gymnasium Lateinschule der Franziskaner
1764 Gummersbach Gymnasium Grotenbach Rektoratsschule für Jungen und Mädchen
1770 Schopfheim Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim Gegründet als Lateinschule 1838 in eine Höhere Bürgerschule umgewandelt, 1922 in eine Oberrealschule, seit 1948 Gymnasium
1775 Blieskastel Von der Leyen-Gymnasium
1778 Donaueschingen Fürstenberg-Gymnasium
1779 Kassel Friedrichsgymnasium Lyceum Knüpfte an die Tradition einer bestehenden Lateinschule an
1780 Bozen Franziskanergymnasium Gymnasium
1784 Waltershausen, Ortsteil Schnepfenthal Salzmannschule Erziehungsanstalt Gründung von Christian Gotthilf Salzmann; heute staatliches Spezialgymnasium für Sprachen
1785 Bocholt St.-Georg-Gymnasium Lateinschule des Minoritenordens Im Jahre 1903 erfolgt durch Verfügung des Ministeriums die Anerkennung als Vollgymnasium.
1795 Neustrelitz Gymnasium Carolinum Oberschule
1799 Wetzlar Goetheschule private Oberschule 1810 Umwandlung in eine öffentliche Anstalt und Vereinigung mit einer seit 1695 von den Jesuiten geleiteten katholischen Schule zum Königlichen Gymnasium; nach der Einführung der integrierten Gesamtschulen im Landkreis Wetzlar 1969 gymnasiale Oberstufenschule

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webseite der Stiftsschule Einsiedeln, Geschichtliches
  2. Albert Hug: Einsiedeln (Benediktinerabtei). In: Historisches Lexikon der Schweiz
  3. Urban Hodel, Rolf De Kegel: Engelberg (Kloster). In: Historisches Lexikon der Schweiz
  4. Rolf De Kegel: Frowin. In: Historisches Lexikon der Schweiz
  5. Seite des Friedrichsgymnasiums Frankfurt
  6. A. Heggen (Hrsg.): 300 Jahre Gymnasium Schloss Plön. Neumünster, 2004, S. 15 – 18.
  7. Festschrift 250 Jahre Burgschule in Bad Godesberg (1762–2011). KGS Burgschule, Bonn-Bad Godesberg, 2011.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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