Liste der Baudenkmäler in Hengersberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler des niederbayerischen Marktes Hengersberg zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. [Anm. 1]

Wappen von Hengersberg
Blick auf Hengersberg

Baudenkmäler nach Ortsteilen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz Hengersberg

Ensemble Marktplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktennummer E-2-71-125-1

Das Ensemble umfasst den kleinen, etwa rechteckigen Marktplatz mit seiner Umbauung.

Die Siedlung gehörte seit dem 8./9. Jahrhundert zu dem großen Besitz des nahe gelegenen Klosters Niederaltaich, dem Heinrich II. 1009 das Recht verlieh, in Hengersberg Markt zu halten und Zoll zu erheben. Damit ist Hengersberg der älteste Markt Altbayerns. Auch die Grafen Bogen besaßen in dem Ort Rechte, die nach dem Aussterben des Hauses an die Wittelsbacher übergingen. Die doppelte Abhängigkeit scheint der Entwicklung nicht förderlich gewesen zu sein; um 1800 bestanden nur 140 Anwesen.

Die vier Seiten des Marktplatzes an dessen Ecken jeweils Straßen einmünden, fassen das ehemalige Pfleggericht, einige große Gasthöfe und einige Handwerkerhäuser ein. Es handelt sich um verputzte, oft breitgelagerte zwei- und dreigeschossige Bauten des 18. und frühen 19. Jahrhundert und einige Neubauten. Die Vielfalt der Dachformen - mittelsteile und steile Giebel - und Traufdächer, Mansard- und Krüppelwalmdächer - ist charakteristisch für das Platzbild, zu welchem bis in das frühe 19. Jahrhundert ein freistehendes kleines Rathaus in der Platzmitte gehörte.

Hengersberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Deggendorfer Straße 3
(Standort)
Wohn- und Geschäftshaus zweigeschossiger Halbwalmdachbau mit stuckierten Fensterrahmungen und Wandbild, 18. Jahrhundert D-2-71-125-3 Wohn- und Geschäftshaus
Erkerdinger Straße 21
(Standort)
Kapelle, sogenannte Schwarzmühl-Kapelle kleiner Satteldachbau, Ende 18. Jahrhundert; mit Ausstattung D-2-71-125-68 Kapelle, sogenannte Schwarzmühl-Kapelle
Frauenbergstraße 4
(Standort)
Wohnhaus zweigeschossiger freistehender Krüppelwalmdachbau mit neubarockem Fassadenstuck und Zwerchhaus, um 1900 D-2-71-125-6 Wohnhaus
Frauenbergstraße 16
(Standort)
Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt spätgotischer barockisierter Saalbau mit eingezogenem Chor und Südturm, im Kern spätgotisch, im 18. Jahrhundert verändert, Turmzwiebel 1846; mit Ausstattung;

Kirchhofmauer, abschnittsweise Naturstein-, Backstein- und Mischmauerwerk, 15. Jahrhundert und später

D-2-71-125-7 Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt
weitere Bilder
Mangstraße 1
(Standort)
Kapelle, sogenannte Josefskapelle neugotischer ziegelsichtiger Satteldachbau mit Dachreiter, 1878 D-2-71-125-8 Kapelle, sogenannte Josefskapelle
Marktplatz 1;Passauer Straße 2
(Standort)
Gasthof zweigeschossiger barocker Halbwalmdachbau in Ecklage mit neubarockem Stuckdekor, 1793, Dekor um 1900 D-2-71-125-9 Gasthof
Marktplatz 2
(Standort)
Ehemals Pfleggericht dreigeschossiger Halbwalmdachbau mit mehrgeschossigem Speicher, wohl 17. Jahrhundert D-2-71-125-10 Ehemals Pfleggericht
Marktplatz 5
(Standort)
Wohn- und Geschäftshaus zweigeschossiger klassizistischer Walmdachbau in Ecklage mit Lisenengliederung und Kranzgesims, Anfang 19. Jahrhundert, Dekor vereinfacht D-2-71-125-11 BW
Marktplatz 6
(Standort)
Wohn- und Geschäftshaus zweigeschossiger historisierender Walmdachbau in Ecklage mit Fledermausgauben und Rustikagliederung, 1. Hälfte 19. Jahrhundert D-2-71-125-12 Wohn- und Geschäftshaus
Marktplatz 8
(Standort)
Wohn- und Geschäftshaus dreigeschossiger Mansarddachbau in Ecklage mit Stuckdekor in klassizistischem Stil, 1795. D-2-71-125-13 Wohn- und Geschäftshaus
Marktplatz 10
(Standort)
Fasthof dreigeschossiger Halbwalmdachbau mit sparsamer Stuckgliederung, frühes 19. Jahrhundert D-2-71-125-14 BW
Mimminger Straße 3
(Standort)
Ehemals Gasthaus zweigeschossiger Halbwalmdachbau in Ecklage mit Pilastertor, bezeichnet mit 1824 D-2-71-125-19 Ehemals Gasthaus
Mimminger Straße 7
(Standort)
Ehemals Tuchmacherhaus zweigeschossiger Halbwalmdachbau mit Putzgliederungen und Eisenbalkon, bezeichnet mit 1806;

Balkon, Eisen, Ende 19. Jahrhundert

D-2-71-125-20 Ehemals Tuchmacherhaus
Mimminger Straße 8
(Standort)
Wohn- und Geschäftshaus zweigeschossiger Zeltdachbau in Ecklage mit Stuckgliederung, 18./19. Jahrhundert D-2-71-125-21 BW
Nähe Schwanenkirchener Straße
(Standort)
Kapelle Satteldachbau mit Putzgliederung, 1852; mit Ausstattung D-2-71-125-28 Kapelle
Passauer Straße 38
(Standort)
Ehemals Spital zweigeschossiger freistehender Traufseitbau mit Satteldach und Fassadenfresko, 17./18. Jahrhundert, im Kern wohl älter, Fresko 1. Hälfte 18. Jahrhundert, nördlicher Walmdachanbau später. D-2-71-125-23 BW
Rohrberg 8
(Standort)
Katholische Pfarrkirche St. Michael spätgotischer Saalbau mit eingezogenem Chor und Westturm, um 1290 über ehemaligem Burgstall, Langhaus 1812 gewölbt, neubarocke Umgestaltung 1908 D-2-71-125-24 Katholische Pfarrkirche St. Michael
weitere Bilder
Schwanenkirchener Straße 6
(Standort)
Ehemals Künstler- und Wohnhaus zweigeschossiger traufseitiger Flachsatteldachbau mit historisierend stuckierten Fensterrahmungen, um 1850, Stuck von Max Seywald letztes Drittel 19. Jahrhundert D-2-71-125-25 BW

Altenufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Kapellenweg 17
(Standort)
Wohnteil eines Hakenhofes Flachsatteldachbau mit Blockbau- Obergeschoss und Kniestock, Ende 18. Jahrhundert D-2-71-125-29 BW

Boxbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Boxbach 3 a
(Standort)
Wohnstallhaus Flachsatteldachbau mit Blockbau-Obergeschoss, weitem Vordach und Traufschrot, 1. Drittel 19. Jahrhundert D-2-71-125-31 BW

Edermaning[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Nähe Edermaning
(Standort)
Kapelle unverputzter Satteldachbau, bezeichnet mit 1948; mit Ausstattung D-2-71-125-33 BW

Eusching[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Brunnholz
(Standort)
Kapelle kleiner Satteldachbau, 2. Hälfte 19. Jahrhundert D-2-71-125-34 BW

Grubmühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
In Grubmühle
(Standort)
Kapelle kleiner Walmdachbau, Mitte 19. Jahrhundert; mit Ausstattung D-2-71-125-35 BW

Heiming[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Hochfeld
(Standort)
Kapelle mit vorkragendem Walmdach, 1. Hälfte 19. Jahrhundert D-2-71-125-36 BW

Holzberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Nähe Holzberg
(Standort)
Kapelle neugotischer Satteldachbau mit Dachreiter, letztes Viertel 19. Jahrhundert D-2-71-125-38 Kapelle

Hub[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Hub 6
(Standort)
Wohnhaus eines Vierseithofes zweigeschossiger Halbwalmdachbau mit Greddach und Traufschrot, um 1840 D-2-71-125-39 BW
Obere Point
(Standort)
Kapelle kleiner Satteldachbau mit Putzgliederung und Totenbrettern, bezeichnet mit 1824 D-2-71-125-40 BW

Hütting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Hütting 9
(Standort)
Kapelle kleiner Flachsatteldachbau mit Vordach, 1. Hälfte 19. Jahrhundert D-2-71-125-41 BW

Killersberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Nähe Killersberg
(Standort)
Kapelle kleiner Satteldachbau, wohl Anfang 19. Jahrhundert D-2-71-125-43 BW

Manzing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Manzing 3
(Standort)
Getreidekasten spätgotischer Bruchsteinbau mit Satteldach, Spitzbogentür und Blockbaugiebel, 16. Jahrhundert D-2-71-125-45 BW

Mimming[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
In der Lindachwiese
(Standort)
Kapelle, sog. Linderholzkapelle Satteldachbau, letztes Viertel 19. Jahrhundert; mit Ausstattung D-2-71-125-47 BW
Linderbreite
(Standort)
Kapelle, sog. Mutzkapelle Walmdachbau mit vorkragendem Dach und Totenbrettern, wohl Mitte 19. Jahrhundert D-2-71-125-46 BW

Reichersdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Reichersdorf 1
(Standort)
Kapelle St. Gotthard neugotischer Satteldachbau mit Dachreiter, bezeichnet mit 1850; mit Ausstattung D-2-71-125-50 BW
Reichersdorf 6
(Standort)
Bauernhaus eines ehemaligen Vierseithofes, sog. Gotthardshof zweigeschossig mit flach geneigtem Satteldach und drei giebelseitigen Schroten, bezeichnet mit 1857 D-2-71-125-49 BW

Reisach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Reisach 8
(Standort)
Wohnstallhaus eines Dreiseithofes Flachsatteldachbau mit Blockbau-Obergeschoss und Kniestock, im Kern Ende 18. Jahrhundert D-2-71-125-51 BW

Schwanenkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Pfarrplatz 5
(Standort)
Pfarrkirche St. Laurentius neugotischer Saalbau mit eingezogenem spätgotischem Chor und Südturm, Langhaus und Turm 1854; mit Ausstattung D-2-71-125-52 Pfarrkirche St. Laurentius
Winzerer Straße 2
(Standort)
Gasthaus zweigeschossiger Halbwalmdachbau, bezeichnet mit 1835 D-2-71-125-53 BW

Schwarzach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Erlachstraße 7
(Standort)
Kruzifix gefasstes hölzernes Hauskreuz mit Wettermantel, 17./18. Jahrhundert D-2-71-125-56 BW
Hauptstraße 3
(Standort)
Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul unverputzter spätgotischer Saalbau aus Bruchsteinmauerwerk mit eingezogenem Chor und Westturm, bezeichnet mit 1532; mit Ausstattung;

Friedhofsmauer, unverputztes Natursteinmauerwerk

D-2-71-125-55 Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul

Siedersberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Siedersberg 4
(Standort)
Wohnstallhaus Flachsattaldachbau mit Blockbau-Obergeschoss und Traufschrot, Ende 18. Jahrhundert D-2-71-125-57 BW

Unterfrohnstetten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Unterfrohnstetten 26
(Standort)
Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus barocker Saalbau mit eingezogenem Chor und Südturm, 18. Jahrhundert, Langhaus im Kern älter; mit Ausstattung D-2-71-125-59 BW
Unterfrohnstetten 33
(Standort)
Wohnteil eines ehemaligen Wohnstallhauses Flachsatteldachbau mit Blockbau-Obergeschoss, zweiseitig umlaufendem Schrot und Hochschrot, um 1800 D-2-71-125-60 BW

Walmering[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Walmering 12
(Standort)
Kapelle Satteldachbau mit Dachreiter, 19./20. Jahrhundert; mit Ausstattung D-2-71-125-58 BW

Waltersdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
In Waltersdorf
(Standort)
Kapelle Satteldachbau, bezeichnet mit 1850; mit Ausstattung D-2-71-125-62 BW
Waltersdorf 5
(Standort)
Wohnstallhaus zweigeschossiger giebelgeteilter Blockbau mit Flachsatteldach und Schroten, letztes Viertel 18. Jahrhundert D-2-71-125-63 BW
Waltersdorf 10
(Standort)
Wohnhaus eines Vierseithofes zweigeschossiger Halbwalmdachbau mit Greddach, Traufschrot und Putzverzierungen, um 1840 D-2-71-125-64 BW

Würzing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Klingenfeld
(Standort)
Feldkapelle kleiner Satteldachbau, zweite Hälfte 19. Jahrhundert D-2-71-125-65 BW

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Letztere ist über die unter Weblinks angegebene Verknüpfung als PDF im Internet einsehbar und im Bayerischen Denkmal-Atlas kartographisch dargestellt. Auch diese geben, obwohl sie durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege täglich aktualisiert werden, nicht überall den aktuellen Stand wieder. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste oder im Bayerischen Denkmal-Atlas nicht, dass es gegenwärtig ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Außerdem ist die Bayerische Denkmalliste ein nachrichtliches Verzeichnis. Die Denkmaleigenschaft – und damit der gesetzliche Schutz – wird in Art. 1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) definiert und hängt nicht von der Kartierung im Denkmalatlas und der Eintragung in die Bayerische Denkmalliste ab. Auch Objekte, die nicht in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind, können Denkmäler sein, wenn sie die Kriterien nach Art. 1 BayDSchG erfüllen. Bei allen Vorhaben ist eine frühzeitige Beteiligung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege nach Art. 6 BayDSchG notwendig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Baudenkmäler in Hengersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien