Liste der Bischöfe von Samland

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Wappen von Fischhausen

Das Fürstbistum wurde 1257 gegründet und 1525 mit dem Übergang der Landeshoheit an das Herzogtum Preußen aufgelöst. Der Sitz des Fürstbischofs war Fischhausen. Das Wappen verweist auf den ehemaligen Bischofssitz in Ostpreußen.

Die folgenden Personen waren Fürstbischöfe von Samland:

Römisch-Katholische Bischöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Bischof von bis Anmerkung Darstellung Wappen
01 Dietrich I. 1252 1254 Fr. Rheodoricus, im April 1252 und Juni 1255 genannt
02 Heinrich I. von Streitberg 1254 1274 Strittberg, vor Februar 1254 genannt Siebmacher103-Streitberg.jpg
03 Hermann I. 1275 1276 aus Köln, bis Dezember 1276, † 9. März 1287
04 Christian von Mühlhausen 1277 1294 1257 zum Bischof bestellt, bis März 1294 Mühlhausen Divi-Blasii 209.JPG
05 Siegfried von Regenstein 1295 1318 vor dem 11. April 1296 zum Bischof bestellt, † 1318
06 Johann I. von Clare 1320 1344 1320 zum Bischof bestellt, † nach dem 25. April 1344
07 Johann II. von Bludau 1344 1358 am 2. November 1344 zum Bischof ernannt und in Avignon konsekriert, † 20. Januar 1358
08 Jakob von Kulm (1344) (1354) (Culm)[1], † nach dem 21. April 1354
09 Bartholomäus von Radam 1354 1378 † nach dem 5. September 1378
010 Tilo von Stobenhain 1378 1386 Thilo (Dietrich) aus Marburg, 1378 zum Bischof bestellt, † 1386
011 Heinrich II. Kuwal 1387 1395 am 13. März 1387 zum Bischof bestellt, 1395 zurückgetreten
012 Heinrich II. von Seefeld 1395 1414 am 25. Juli 1395 zum Bischof bestellt
013 Heinrich III. von Schauenburg 1415 1416
014 Johann II. von Salfeld 1416 1425 1416 zum Bischof ernannt
015 Michael Jung (Bischof) 1425 1441 1425 zum Bischof bestellt, † 1443
016 Nikolaus I. Schöneck 1442 1470 gen. Schlotterkopf, 1442 zum Bischof bestellt, bis Januar 1470
017 Dietrich II. von Cuba 1470 1474 1470 zum Bischof bestellt, ermordet im August 1474
018 Johann III. von Rehewinkel 1474 1497 1474 zum Bischof bestellt, bis 23. Februar 1497
019 Nikolaus II. Kreuder 1497 1503 am 26. Februar 1497 zum Bischof bestellt, † nach dem 2. Juli 1503
020 Paul von Watt 1503 1505 1503 zum Bischof bestellt, † 25. April 1505
021 Günther von Bünau (Bischof) 1505 1518 aus Meissen, 1505 zum Bischof bestellt, bis 16. Juli 1518 Bünau Wp.jpg
022 Georg von Polenz 1518 1523 1518 zum Bischof bestellt, anschließend zum Priester und Bischof geweiht, 1523 Übertritt zum Protestantismus

Das Bistum wird 1525 aufgelöst

Protestantische Bischöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Bischof von bis Anmerkung Darstellung Wappen
0 Georg von Polenz 1523 1550 der römisch-katholisch geweihte Bischof von Samland trat 1523 zum Protestantismus über und war der erste evangelische Bischof, er heiratete 1525 und nach dem Tode der ersten Frau, erneut 1527; † 28. April 1550
023 Joachim Mörlin 1568 1571 von Braunschweig kommend, am 1. Januar 1568 als Bischof eingesetzt, † 23. Mai 1571 Joachim-Moerlin-01.jpg
024 Tilemann Hesshus 1573 1577 wurde 1577 aus dem Amt entlassen Tilemann Heshusius.jpg

Das Bistum wurde endgültig aufgelöst und in das Bistum Pomesanien eingegliedert

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Friedrich Mooyer: Verzeichnisse der deutschen Bischöfe vom Jahr 800 bis Chr. Geb., Minden 1854, S. 94

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Friedrich Mooyer: Verzeichniß der deutschen Bischöfe seit dem Jahre 800 nach Chr. Geb., Minden 1854, S. 94.