Liste der Geotope im Landkreis Bamberg

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Diese Liste enthält die Geotope des oberfränkischen Landkreises Bamberg in Bayern in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Die Textpassagen wurden mit freundlicher Genehmigung des LfU 1:1 übernommen und unterliegen dem Urheberrecht. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden. Das Betreten der Geotope erfolgt auf eigene Gefahr und vom LfU wird keine Haftung übernommen.

Name Bild Kennung

Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum
Ehemalige Steinbrüche westnordwestlich von Sassendorf BW 471A002


Zapfendorf
In den Sassendörfer Steinbrüchen wurde erstmals die Grenze zwischen Lias Alpha 1 und 2 durch Fossilfunde markiert. Durch Bewuchs und Teilverfüllung sind keine Aufschlüsse mehr zu erkennen.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Tierische Fossilien
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
1
Ehemaliger Steinbruch nordöstlich von Zapfendorf BW 471A003


Zapfendorf
In dem Steinbruch wurden Rhätsandstein und Lias Alpha abgebaut. Eine Grotte ist mit Heiligenfiguren und Kerzen geschmückt.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 200 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Tierische Fossilien
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
4
Hohlweg bei Kremmeldorf BW 471A004


Memmelsdorf
Der Hohlweg wird von Kellern gesäumt. Aufgeschlossen ist der belemnitenreiche Lias Epsilon.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 8 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Tierische Fossilien, Gesteinsart, Stollen
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,08
Ehemaliger Steinbruch ostsüdöstlich von Würgau BW 471A005


Scheßlitz
Der ehemalige Abbau von Malm Gamma in Schichtfazies ist heute teilweise mit Bauschutt und Erdaushub verfüllt.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
1
Hohlweg südwestlich von Helfenroth BW 471A008


Rattelsdorf
Im Hohlweg steht Löß sowie der höhere Teil des Mittleren Burgsandsteins an.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 10 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Hohlweg
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,15
Hohlweg südwestlich von Lauter BW 471A010


Lauter
Im schönen Hohlweg sind Lößbedeckungen und weißer Sandsteinkeuper aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 40 m, Breite 3 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Hohlweg
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,012
Hohlweg nördlich von Höfenneusig BW 471A011


Rattelsdorf
Im Hohlweg sind eine Steinmergelbank im Mittleren Burgsandstein sowie Lößbedeckung aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 40 m, Breite 3 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Hohlweg
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,012
Basaltbrüche ostnordöstlich von Oberleinleiter BW 471A013


Heiligenstadt i.OFr.
Zwei kleine ehemalige Steinbrüche bilden die einzigen Aufschlüsse von Basalt in der Frankenalb. In den Basalten findet man Bruchstücke von Malmkalken und anderen Gesteinen, die die ehemals glutflüssige Lava beim Aufstieg im Schlot mitgerissen hat. Bei dem Gestein handelt es sich um einen Olivinnephelinit mit Einsprenglingen von Augit und Olivin (< 1 mm) in seiner feinkörnigen Grundmasse. Altersbestimmungen ergaben, dass es vor ca. 31 Mio. Jahren (Oligozän) entstanden ist.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 10 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal, Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,02
Ehem. Dolomitbruch nördlich von Ludwag Commons-logo.svg Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst Kalkgrube Ludwag.JPG 471A014


Scheßlitz
Sehr großer Aufschluss im Mittleren Malm, der besonders eindrucksvoll die horizontalen und vertikalen Übergänge von geschichteter und massiger Fazies erkennen lässt. Im stillgelegten Bruch sind Riffstrukturen aufgeschlossen. Die Oberen Mergelkalke sind relativ fossilreich (vor allem Ammoniten).
  • Größe: Länge 400 m, Breite 600 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Tierische Fossilien
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: wertvoll
24
Hohlweg zu den Unterhaider Steinbrüchen BW 471G001


Oberhaid
Der Hohlweg stellte die Zufahrt zu den ehemaligen Steinbrüchen Unterhaid dar.
  • Größe: Länge 30 m, Breite 3 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Hohlweg
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,009
Jungfernhöhle ostnordöstlich von Tiefenellern Commons-logo.svg Jungfernhoehle.jpg 471H001


Litzendorf
Der etwa 1,5 Meter hohe Höhleneingang liegt im Gipfelbereich einer Riffdolomitkuppe. Die Höhle liegt ca. zwei Meter tiefer. Neben jungsteinzeitlicher Linearbandkeramik wurden Skelettteile von 40 Menschen gefunden. Anfänglich wurde vermutet, dass die Opfer gewaltsam zu Tode kamen. Weitere Ausgrabungen in der Umgebung fanden in den Jahren 2008 und 2009 statt. Geologisch-paläontologische Untersuchungen belegen unter der einige 1000 Jahre alten Kulturschicht weitere Horizonte.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 8 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Karst-Halbhalbhöhle/Naturbrücke
  • Aufschlusstyp: Höhle (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark, FFH-Gebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,008
Wiesentquelle in Steinfeld Commons-logo.svg Wiesentquelle.JPG 471Q001


Stadelhofen
Typische Karstquelle aus dem Mittleren Malm (Tiefer Karst).
  • Größe: Länge 3 m, Breite 3 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Verengungsquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,0009
Zwirnstein nordwestlich von Steinfeld 471r001-Zwirnstein NW von Steinfeld.jpg 471R001


Stadelhofen
Die Felsengruppe wird als Kletterfelsen genutzt.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 100 m, Höhe 50 m
  • Geotoptyp: Felsgruppe
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal, Naturpark
  • Wert: bedeutend
1
Dünenzug im Hauptsmoorwald östlich von Bamberg BW 471R003


Hauptsmoorwald
Das Sanddünengebiet ist über zwei Kilometer breit. Die Dünen sind meist 1 bis 4 m hoch, maximal erreichen sie 8 m. Oft bilden sie langgestreckte wallartige Züge, die entweder in Windrichtung (ca. SW-NE) bzw. quer dazu verlaufen. Es kommen auch sichelförmige Dünen vor. Es wird angenommen, dass die Dünen in der ausgehenden Würmeiszeit und in der frühen Nacheiszeit entstanden sind (10000 bis 12000 Jahre vor heute). Begünstigt wurde die Ausblasung durch die damalige Vegeationsarmut.
  • Größe: Länge 1000 m, Breite 200 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Dünenfeld
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
20
Hangrutsch nordnordwestlich von Daschendorf BW 471R004


Baunach
Vom Hangrutsch (Mitte der 1980er Jahre) sind Abrisskante und Dellen noch deutlich zu erkennen.
  • Größe: Länge 400 m, Breite 500 m, Höhe 50 m
  • Geotoptyp: Rutschung
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Naturpark
  • Wert: wertvoll
20
Ellerbachschlucht südöstlich von Tiefenellern Commons-logo.svg Ellerbach Tiefenellern.jpg 471R005


Litzendorf
Über den wenig wasserdurchlässigen Mergeln des Unteren Malms treten zahlreiche Quellen aus. Die Tuffbildungen talaufwärts sind nicht nur besonders mächtig, sondern auch besonders schön und teilweise kaskadenartig entwickelt. Man geht davon aus, dass die Tuffbildung hier - im Gegensatz zu anderen großen Tufflagern - die Tuffbildung erst nach der letzten Eiszeit einsetzte, da die versteinerten Schneckenarten auch heute noch vorkommen. Der Bach wurde teilweise zur Forellenzucht abgesperrt.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 50 m, Höhe 7 m
  • Geotoptyp: Sinterbildung
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark, FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
1,5
Blütental nordöstlich von Voitmannsdorf BW 471R006


Königsfeld
Felsformationen mit Höhlen in den Schichten des Malm Delta umsäumen die markante Sohlentalform. Der Talboden ist mit Löß flächig aufgefüllt.
  • Größe: Länge 1500 m, Breite 500 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Sohlental, Felsgruppe, Karst-Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: wertvoll
75
Trockental Teichgrund nordöstlich von Königsfeld BW 471R007


Königsfeld
Das schöne Trockental enthält neben Felsformationen des Malm Delta eine holozäne Talfüllung. In einer der vielen Höhlen wurden praehistorische Funde gemacht.
  • Größe: Länge 1500 m, Breite 100 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Sohlental, Felsgruppe, Karst-Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: wertvoll
15
Felsburg NE von Tiefenellern Commons-logo.svg 2005-10-19 2261 Eulenwand Übersicht.jpg 471R008


Litzendorf
Die Felsburg im Massenkalk des Malm Gamma wird als Kletterfelsen genutzt.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 200 m, Höhe 40 m
  • Geotoptyp: Felsburg
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark, FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
0,2
Wiesenttal zwischen Steinfeld und Treunitz Commons-logo.svg Wiesenttal bei Steinfeld.jpg 471R009


Stadelhofen
Das mäandrierende Bachsystem mit verschiedenen Totarmen ist vor allem ökologisch wertvoll.
  • Größe: Länge 6000 m, Breite 300 m, Höhe 50 m
  • Geotoptyp: Sohlental, Felsgruppe, Mäander
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: wertvoll
180
Felsen am Würgauer Berg BW 471R010


Scheßlitz
Die Schwammriffe, die hier zu Felsen herauspräpariert wurden, stammen in diesem Fall bereits aus dem Unteren Malm.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 200 m, Höhe 100 m
  • Geotoptyp: Felsburg
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
4
Paradiestal NNW von Treunitz Commons-logo.svg Paradiestal Frühjahr.jpg 471R011


Stadelhofen
Das Paradiestal ist ein bekanntes Ausflugs- und Wanderziel.
  • Größe: Länge 3000 m, Breite 250 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Trockental, Felsgruppe, Karst-Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: wertvoll
75
Kellergasse in Priegendorf BW 471G002


Baunach
Zu beiden Seiten der St.-Anna-Straße wurden insgesamt 28 Felsenkeller vom Ende des 18. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts in den Sandstein gehauen und genutzt. Die Keller sind verschlossen, an den Eingängen und zwischen den Kellern sind schöne Aufschlüsse im Mittleren Burgsandstein des Keupers (Teil der Löwenstein- Formation) mit eingeschlossenen Tonlinsen (Abb. 4) sichtbar. Schrämmspuren zeigen die leichte händische Bearbeitbarkeit des Sandsteins. Einige Kellereingänge wurden 2004 mit ortsfremden Quadersteinen außen renoviert. Die Kellergasse ist als Baudenkmal erfasst (Denkmal-Nr. D-4-71-115-84).
  • Größe: Länge 130 m, Breite 15 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Felsenkeller
  • Aufschlusstyp: Felsenkeller (künstlich)
  • Schutzstatus: Denkmalschutz, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,195
Veitenstein ostnordöstlich von Lußberg Commons-logo.svg Veitenstein Haßberge 0325-PSD.jpg 471G003


Baunach
Das Felsgebilde besteht aus Rhät-Sandstein des Oberen Keupers (Exter-Formation). Darunter liegen rote tonige Schichten des Feuerlettens (Trossingen-Formation). Im Veitenstein hat sich vermutlich durch Bewegungen des Sandsteins auf den tonigen Schichten eine schmale Klufthöhle geöffnet, die sich im Inneren als bis zu 17 Meter tiefer Spalt fortsetzt. Dieser wurde im Mittelalter durch den Menschen behauen und es wurden auch kleine Räume geweitet. Der Höhleneingang ist verschlossen. An der Südwestseite ist das Querkelesloch (Zwergleinsloch), eine schmale Röhre, dessen Zweck und Entstehung unklar sind (Abb. 3). Archäologisch bemerkenswert sind die Inschriften aus dem Mittelalter. Am Geotop ist ein Aussichtspunkt mit Panoramatafel, Infotafeln zum Veitenstein und Wald der Haßberge sowie ein Holz-Pavillon. Es ist am Wanderweg von Lußberg ausgeschildert. Der Veitenstein ist als Bodendenkmal Erdstall des Mittelalters oder der frühen Neuzeit erfasst (Denkmal-Nr. D-4-5930-0004).
  • Größe: Länge 40 m, Breite 40 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Bearbeiteter Fels
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Bodendenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,16
Tongrube Holzbachacker SE von Buttenheim BW 471A015


Altendorf
In der Tongrube Holzbachacker SE von Buttenheim wird Amaltheenton (Lias delta bzw. Pliensbachium) abgebaut. Die Fa. Liapor verwendet das Material zur Produktion von Blähton. In Sammlerkreisen ist der außergewöhnliche Fossilienreichtum der Tongrube international bekannt. Neben Kopffüßern (Ammoniten und Belemniten) können auch Stachelhäuter, Fische und Krebse gefunden werden. Besonders höffig sind die Aufschlüsse des Unteren Toarcium (Lias epsilon). Dementsprechend ist dieser Bereich durch besonders häufige Grabungsspuren von Sammlern leicht erkennbar. Oft sind die Fossilien pyritisiert. Bei der Verwitterung von Pyrit entsteht gelegentlich Gips. Auch hiervon sind Funde möglich (selten). Das Sammeln wird insbesondere an arbeitsfreien Tagen toleriert.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 100 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Sedimentstrukturen
  • Aufschlusstyp: Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: besonders wertvoll
2 24. Juli 2017
Großer Tummler im Leinleitertal mit Quellhöhle C 69 BW 471Q002


Heiligenstadt i.OFr.
Der Große Tummler im oberen Leinleitertal ist eine periodisch aktive Karst-Überlaufquelle. Sie schüttet nur nach der Schneeschmelze oder intensiven Niederschlägen (Hungerbrunnen). Dann allerdings ist die Schüttung so stark, dass sich das in diesem Bereich als Trockental ausgebilldete Leinleitertal in eine Flusslandschaft verwandelt. Die Quelle tritt im gebankten Werkkalk des Malm beta zu Tage, der hier tektonisch stark beansprucht ist. Durch die Erosion hat sich eine ca. 18 m lange und bis zu 0,8 m hohe Quellhöhle (Höhlenkataster Fränkische Alb, C 69) gebildet. Etwa 40 m NW davon (talaufwärts) befindet sich der Kleine Tummler, der jedoch deutlich kleiner ist.
  • Größe: Länge 18 m, Breite 2 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Störungsquelle
  • Aufschlusstyp: Höhle (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: besonders wertvoll
0,0036 25. Juli 2017
Doline W von Roßdorf am Berg BW 471R012


Wattendorf
Die größere Doline ist gut erhalten und wird teilweise als Wiese genutzt. In der Umgebung waren früher Dolinen häufiger.
  • Größe: Länge 45 m, Breite 40 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Doline
  • Aufschlusstyp: Doline/Erdfall (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,18 28. Juli 2017
Steinerne Rinne N von Roschlaub Commons-logo.svg Steinerne Rinne bei Roschlaub.jpg 471R013


Scheßlitz
Schöne steinerne Rinne, die im Buchenwald verläuft. Am Quellaustritt besteht Beeinträchtigung durch Windwurf, so dass ein Teil der Quelle neben der Rinne verläuft.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 0 m, Höhe 0 m
  • Geotoptyp: Steinerne Rinne
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,0025 28. Juli 2017
Trockental W von Hohenpölz BW 471R014


Heiligenstadt i.OFr.
Das Tal folgt einer Störungszone, die annähernd parallel zur Frankenalbfurche verläuft. Zwischen Laibarös im N und Heroldsmühle im S ist das Tal der Leinleiter als Trockental ausgebildet. Der obere Talbereich (W von Hohenpölz bis Laibarös) führt nur sporadisch Wasser und wird von Hungerbrunnen und Tummlern (u. a. der Große Tummler mit Quellhöhle C 69, Geotop Nr. 471Q002) nach ergiebigeren Niederschlägen bzw. der Schneeschmelze gespeist. Weitere Karsterscheinungen wie Karstquellen und Quellhöhlen sind anzutreffen. In den Prallhängen der Talflanken und bei Quellaustritten sind Kalke des Oberen Jura (Malm alpha bis Malm gamma - Oxfordium und unteres Kimmeridgium) aufgeschlossen. Die meist trockengefallenen Wasserläufe in den oberen Talbereichen sind von Malmschutt bedeckt. Die Entstehung des Trockentals ist auf die Kaltzeiten des Pleistozäns zurückzuführen, während der die Karstwasserwege durch Permafrost versiegelt waren. Das Tal ist durch einen Geologischen Lehrpfad mit Fossilienklopfpflatz und einen überregionalen Wanderweg (Frankenweg) erschlossen.
  • Größe: Länge 3000 m, Breite 500 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Trockental
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark
  • Wert: besonders wertvoll
150 28. Juli 2017
Legende für Geotop

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geotope im Landkreis Bamberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien