Liste der Geotope im Landkreis Coburg

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Diese Liste enthält die Geotope des oberfränkischen Landkreises Coburg in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Kennung

Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum
Ehemalige Ziegeleigrube bei Dörfles-Esbach Esbacher-See.jpg 473A002


Dörfles-Esbach
Die aufgelassene und teilweise geflutete Ziegeleigrube erschließt die Basis der Lehrbergschichten sowie Schilfsandstein in stark siltitig-toniger Ausprägung. Dieser Faziestyp ist im Coburger Raum einmalig.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 400 m, Höhe 13 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil
  • Wert: bedeutend
12
Ehem. Steinbruch am Stiefvater ENE von Kipfendorf 473A005


Neustadt b.Coburg
Der aufgelassene und weitgehend verfallene Steinbruch erschließt die Grenze zwischen Mittlerem und Oberem Muschelkalk. Die Straßenböschung an der Westseite des Berges zeigte den Grenzdolomit (Unterer Keuper).
  • Größe: Länge 10 m, Breite 5 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,005
Ehem. Steinbruch Sauloch NW von Blumenrod Blumenrod-Sauloch.jpg 473A006


Rödental
Die ehemaligen Steinbrüche am Sauloch erschließen Gesteine vom Feuerletten bis Lias Alpha 1. Der Hauptsandstein des Mittelrhät neigt zur Felsmeerbildung. Instruktiv ausgebildet sind herausgewitterte Felsen und unterschiedliche Verwitterungserscheinungen wie Hohlkehlen oder löchrige Wabenmuster. In der Nachbarschaft befinden sich weitere natürliche Felsbildungen, die von kurzen Höhlen durchzogen werden.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 100 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Tafoni/Wabenverwitterung
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
2
Ehem. Steinbruch An der Kehr in Blumenrod Blumenrod-An-der-Kehr.jpg 473A007


Rödental
Der ehemalige Steinbruch im Hauptsandstein des Mittelrhät zeigt wabenartige Verwitterungserscheinungen im pfeilerartig herauspräparierten Sandsteinfelsen.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 2 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Tafoni/Wabenverwitterung
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,001
Ehemaliger Steinbruch im Taimbacher Forst NE von Oberlauter Taimbach-Sandgrube.jpg 473A008


Rödental
Der vorliegende Steinbruch ist einer der wenigen instruktiven Aufschlüsse im Wellenkalk in Oberfranken. Er erschließt den Grenzgelbkalk und ca. 30 m Hangendes.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 80 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Tierische, Fossilien
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,8
Straßenaufschluss W von Tremersdorf 473A009


Lautertal
Dieser Straßenaufschluss dokumentiert den tiefsten Teil des Unteren Muschelkalkes (Grenzgelbkalkstein).
  • Größe: Länge 40 m, Breite 1 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,004
Straßenaufschluss W von Tiefenlauter 473A010


Lautertal
Dieser Straßenaufschluss dokumentiert den obersten Teil des Unteren Muschelkalkes, mit dem Leithorizont der Schaumkalkbänke. Die gebankten Kalke wurden hier auch als Bruchsteine gewonnen.
  • Größe: Länge 40 m, Breite 10 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
0,04
Straßenaufschluss bei Fürth am Berg 473A012


Neustadt b.Coburg
Der hervorragende Aufschluss im Mittleren Buntsandstein zeigt planare Schrägschichtungskörper. Mehrere alte Kelleranlagen bieten zusätzliche Aufschlüsse. Besondere Vorsicht: Lage an einer viel befahrenen unübersichtlichen Straße!
  • Größe: Länge 10 m, Breite 2 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Sedimentstrukturen, Gesteinsart, Stollen
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,002
Ehemaliger Steinbruch NE von Plesten 473A013


Neustadt b.Coburg
Der aufgelassene Steinbruch am Plestener Berg dokumentiert mit seiner Biegefalte die Kulmbach-Eisfelder Störungszone.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 2 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Falte/Mulde/Sattel, Gesteinsart, Störung
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,002
Ehemaliger Steinbruch am Gruber Stein W von Creidlitz 473A014


Grub a.Forst
Der aufgelassene Bruch ist hervorragend zum Studium von Calichestrukturen im Mittleren Keuper geeignet.
  • Größe: Länge 80 m, Breite 10 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,08
Hohensteiner Felsen W von Stöppach 473A015


Ahorn
Die Hohensteiner Felsen bestehen aus Rhätsandstein, sie gehören einer Rhätscholle an, die sich innerhalb der Roten Letten befindet.
  • Größe: Länge 15 m, Breite 5 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Felswand/-hang
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,0075
Ehem. Muschelkalkbruch am Buchberg NW von Tiefenlauter 473A016


Lautertal
Guter Aufschluss im unteren Muschelkalk des Coburger Landes.
  • Größe: Länge 30 m, Breite 20 m, Höhe 4 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
0,06
Quelltöpfe des Lauterbaches NNW von Oberlauter Commons-logo.svg Quelltopf der Lauter (Itz).JPG 473Q001


Lautertal
Die in ihrer Art im Landkreis Coburg einmaligen artesischen Quellen liegen im Bereich des Lauter-Durchbruchs durch den verkarsteten Mittleren Muschelkalk. In der Ansammlung von Quelltrichtern (8×8m) treten durchschnittlich 420 l/s aus. Der Grund des Quellteiches besteht aus ca. 2 m tiefen Trichtern, in deren Zentrum man durch die ständige Bewegung des Schlammbodens man die Wasseraustrittstellen erahnen kann.
  • Größe: Länge 8 m, Breite 8 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Verengungsquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,0064
Doline Donnerloch E von Drossenhausen Drossenhausen-Doline-Donnerloch.jpg 473R001


Meeder
Die hervorragend erschlossene Doline belegt instruktiv die Karstphänomene im Mittleren Muschelkalk. Historische Berichte belegen die plötzliche Entstehung der Einsturzdoline am 19. Oktober 1779. Die Beschreibung verdeutlicht, dass es sich beim Donnerloch ursprünglich um eine echte Einsturzdoline handelte, die nicht auf oberflächliche Lösungsvorgänge zurückgeht.
  • Größe: Länge 14 m, Breite 14 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Doline
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,0196
Birketsbach W von Weißenbrunn vorm Wald Weißenbrunn vW 09.jpg 473R002


Rödental
Die Sinterterrassen von Weißenbrunn gehören zu den eindrucksvollsten Nordostbayerns. Das kalkreiche Wasser entspringt aus dem Unteren Muschenkalk an der Grenze zum Röt. Der Birketsbacher Kalktuff steht den berühmten Vorkommen vom Pennickental bei Jena und von Crailsheim in nichts nach.
  • Größe: Länge 400 m, Breite 3 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Sinterterrassen, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Prallhang/Flussbett/Bachprofil (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,12
Ehem. Steinbruch Rote Grube ENE von Muggenbach 473A017


Seßlach
Im Steinbruch sind dm- bis m-mächtige Sandsteinschichten der Rhätolias-Ubergangsschichten aufgeschlossen. Das besondere sind Staffelbrüche im Gestein, welche das tektonische Umfeld der Heldburger Gangschar verdeutlichen. Die Grube wurde schon vor 1980 aufgelassen und erfreut sich eines regen Besucherstromes ob seiner Fauna und Flora (Lage im Naturschutzgebiet).
  • Größe: Länge 250 m, Breite 130 m, Höhe 7 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
2,95
Felsblöcke SW von Heinersdorf 473R003


Seßlach
Auf dem Höhenzug Hahn zwischen Heilgersdorf und Heinersdorf befinden sich mehrere Felsfreistellungen aus Rhät- Sandstein. Die im Hochwald gelegenen Felsen zeigen teils sehr schöne wabenförmige Verwitterungsstrukturen.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 10 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Felsgruppe
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,1
Ehem. Steinbruch bei Weißenbrunn 473A019


Rödental
Nahe dem westlichen Ortsrand von Weißenbrunn vorm Wald befindet sich ein aufgelassener Steinbruch. Gewonnen wurde Kalktuff, der aus dem überlagernden Unteren Muschelkalk abgeleitet werden kann. Aufgeschlossen sind geschichtete Kalktuffschichten. Sie zeigen teilweise Verkarstungserscheinungen. Das Objekt ist über die Lindleite und einen folgenden Feldweg gut erreichbar.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 15 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,075
Ehem. Steinbruch E von Waltersdorf 473A020


Rödental
Östlich von Waltersdorf, oberhalb einer Wasserfassung an der Sommerleite, befindet sich eine der wenigen noch erhaltenen ehmaligen Abbaustellen im Mittleren Buntsandstein der Region. Das Gestein, das in teils mächtigen Bänken ansteht, zeigt im bergfeuchten Zustand deutliche Schichtung und tiefrote Farbe, die jedoch beim Trocknen rasch blasser wird. Die Aufschlusssituation ist ausgezeichnet, Handstücke können auch gefahrlos auf der teilweise überwachsenen Abbauhalde aufgelesen werden.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 20 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,2
Ehem. Sandgrube N von Theißenstein 473A021


Rödental
Nördlich von Theißenstein befindet sich eine aufgelassene Sandgrube, in der Sande des Oberen Rhät abgebaut wurden. Während der westliche Teil der Grube nahezu vollständig mit Erdaushub und Bauschutt verfüllt wurde, ist im Osten des Geländes noch ein größerer Restaufschluss vorhanden. Hier steht ein sehr heller, feinkörniger Sandstein (vermutlich der Obere Sandstein) an. Das Gelände liegt an einem Wanderweg (Markierung blaues X und blauer Punkt) und ist gut zugänglich.
  • Größe: Länge 75 m, Breite 25 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,1875
Muschelkalkbrüche N von Fechheim 473A022


Neustadt b.Coburg
Am Südhang des Fechheimer Berges befinden sich sechs kleine, aufgelassene Kalksteinbrüche im Grenzbereich zwischen Unterem und Mittlerem Muschelkalk. Im westlichsten Bruch, Lage (Gauß-Krüger) R 4436981, H 5572062, wurde offenbar aktuell (Sommer 2017) Material zum Wegebau entnommen. Im Anstehenden sind kalkige und mergelige, nach Süden einfallende Schichten aufgeschlossen, die sowohl Fauna als auch Spurenfossilien enthalten und gelegentlich deutliche Wellenrippeln zeigen. Als Belege für die Kulmbach-Eisfelder Störungszone können auffällige Falten und Klüfte gelten, die in den Brüchen 1 und 4 (Nummerierung von West nach Ost) jeweils am westlichen Abbaustoß (Bild 3) zu beobachten sind. Das Gelände ist von einem Wanderweg mit Informationstafeln mit naturkundlichen Themen gut erschlossen.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 10 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Störung
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil, FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
0,02
Einberger Schweiz SE von Einberg 473R004


Rödental
Zwischen Einberg und der aufgelassenen Sandgrube Langguth befindet sich die Einberger Schweiz. Das Gelände ist übersät von Blöcken aus Rhätsandstein in allen Dimensionen. Im frischen Bruch zeigt der Sandstein Schichtung. Der gesamte Bereich ist durch zahlreiche Wanderwege und Pfade hervorragend erschlossen und dementsprechend frequentiert.
  • Größe: Länge 500 m, Breite 200 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Felsgruppe
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil
  • Wert: wertvoll
10
Legende für Geotop

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geotop im Landkreis Coburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien