Liste der Geotope im Landkreis Donau-Ries

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Diese Liste enthält 43 (Stand August 2016) Geotope des Schwäbischen Landkreises Donau-Ries in Bayern.[1] Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand Oktober 2015) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Kennung

Einzelheiten Position Fläche
Hektar
Datum
Gunzenheimer Gump ESE von Gunzenheim Die Gump in Gunzenheim 006.jpg 779A025


Kaisheim
Bei Gunzenheim wurde eine mehrere tausend Kubikmeter große Malmscholle innerhalb der Bunten Trümmermassen zum Teil abgebaut. In der entstandenen Mulde bildete sich wegen der geringen Wasserdurchlässigkeit der Trümmergesteine ein kleiner Teich.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 30 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Schurf (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,15
Süßwasserkalk am Adlersberg NW von Reimlingen Commons-logo.svg Nördlingen und Reimlingen Adlersberg 004.jpg 779A026


Reimlingen
Die markante Kuppe des Adlersbergs liegt im Bereich der Kristallinschollen des inneren Rings im Ries-Krater. Die Kristallingesteine sind hier nicht aufgeschlossen, aber an mehreren ehemaligen Abbaustellen die darüber entstandenen mächtigen travertinartigen Süßwasserkalke.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 80 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Felskuppe
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,8
Angulatensandstein am Hirschenbuck WSW von Wassertrüdingen BW 779A028


Dornstadt-Linkersbaindt
Der ehemalige Steinbruch im Wald am Hirschenbuck ist 250 m lang und bis zu 10 m hoch. Zu sehen sind mächtige Bänke des Angulatensandsteins aus dem Lias.
  • Größe: Länge 250 m, Breite 10 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,25
Kristallinscholle im Tiefental ENE von Hürnheim BW 779A032


Nördlingen
In dem ehemaligen Steinbruch sind ein durch den Ries-Impakt verlagerter Verband von Amphiboliten, Biotit-Plagioklas-Gneisen sowie Apliten und Pegmatiten aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 4 m, Breite 2 m, Höhe 2 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,0012
Steinbruch Lindle SE von Holheim Commons-logo.svg Geotop Lindle - panoramio (8).jpg 779A033


Nördlingen
Der Steinbruch Lindle (bzw. Arlt) liegt in einer verkippten Malmkalkscholle. Die Schichten wurde hier beim Ries-Ereignis teils parallel zum Kraterrand aufgebogen. Erlebnis-Geotop mit geologisch-naturkundlichem Lehrpfad.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 300 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Lagerungsverhältnisse, Vergriesung (Impakt), Schlifffläche (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet
  • Wert: wertvoll
9
Malmscholle Rauhe Birk E von Ebermergen Commons-logo.svg D-7-7230 0104 Harburg Rauhe-Burg-bei-Ebermergen 2014-002.jpg 779A001


Harburg (Schwaben)
Markante Malmscholle, die beim Ries-Ereignis ausgeworfen und in Brekzie umgewandelt wurde. Die Vergriesung ist an mehreren ehemaligen Abbaustellen zu erkennen.
  • Größe: Länge 120 m, Breite 30 m, Höhe 25 m
  • Geotoptyp: Vergriesung (Impakt) Auswurfmaterial (Impakt), Felskuppe
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,36
Ehem. Suevitbruch SE von Amerdingen Amerdingen Trassbruch an der Kapellenstraße 028.jpg 779A005


Amerdingen
In dem ehemaligen Bruch stehen zwei Varianten des Suevits an: Im Nordteil ist er dunkel und glasreich, im Süden hell und glasarm mit hohem Sedimentanteil. Heute ist der Steinbruch schlecht zugänglich, steht großteils unter Wasser, die Wände sind verwachsen, das Gestein angewittert bis verwittert.
  • Größe: Länge 130 m, Breite 5 m, Höhe 60 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,065
Kristallinbrekzien-Aufschluss an Meyers Keller Commons-logo.svg Nördlingen Geotop-Meyers-Keller 025.jpg 779A006


Nördlingen
Beim Restaurant Meyers Keller ist angewitterte, braungefärbte Kristallinbrekzie aufgeschlossen. Es handelt sich um eine Aufwölbung des inneren kristallinen Rings. Etwas südlich gibt es einen verfallenen Aufschluss von sedimentärer Brekzie. Darüber liegt das Basalkonglomerat der Riessee-Süßwasserkalke.
  • Größe: Länge 12 m, Breite 6 m, Höhe 4 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge Auswurfmaterial (Impakt), Innerer Wall (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,0072
Ehem. Steinbruch E von Gosheim Commons-logo.svg Geotop Gosheim Kalvarienberg-Übersicht.jpg 779A008


Huisheim
Der ehemalige Steinbruch von Gosheim liegt am Ostrand des Ries. Aufgrund des Ries-Ereignisses sind hier die dickbankigen Kalke des Weißjura Beta und Gamma überkippt gelagert.
  • Größe: Länge 120 m, Breite 40 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Vergriesung (Impakt) Auswurfmaterial (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,48
Ries-Seekalke am Galgenberg bei Nördlingen Nördlingen, Hexenfelsen, 1.jpeg 779A009


Nördlingen
Der markante Felsen aus Süßwasserkalk ist der Erosionsrest von dolomitischen Süßwasserkalken, die nach dem Impakt das Kraterbecken gefüllt hatten. Die massigen Kalke gehen auf Algenriffe zurück, die vor allem an erhöhten Stellen wie dem inneren Kraterrand entstanden.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 10 m, Höhe 7 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Felskuppe, Innerer Wall (Impakt), Karst-Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,02
Aufschluss N von Langenmühle BW 779A011


Maihingen
Bei der Langenmühle wurde früher Gestein zur Schottergewinnung abgebaut. Aufgeschlossen sind zerrütteter Granit und Paragneis aus dem Grundgebirge. Sie wurden beim Ries-Ereignis etwa 400 m angehoben und bilden jetzt einen Teil des Inneren Walls. In stärker deformierten Bereichen ist Polymikte Kristallinbrekzie mit etwas sedimentären Anteilen gangartig eingepresst. Etwa 200 m südöstlich liegt der Aufschluss Langenmühle II. Dort kommen zusätzlich Keuper-Gesteine (Bunte Brekzie) dazu. Eine quadratmetergroße Fläche ist angeschliffen und macht so die brekziierten Kristallingesteine erkennbar. Die Aufschlüsse am Geo-Lehrpfad Klosterberg Maihingen sind beschildert.
  • Größe: Länge 60 m, Breite 4 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Vergriesung (Impakt) Auswurfmaterial (Impakt), Gesteinsart, Innerer Wall (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,024
Impaktgesteine NW von Wengenhausen Commons-logo.svg BW 779A012


Marktoffingen
Im Südostteil des ehemaligen Steinbruchs ist stark zerklüftetes Kristallingestein zu finden, darüber mehrere Meter Kristallinbrekzie. Im Nordteil ist die Kristallinbrekzie von Süßwasserkalk des Ries-Sees überlagert. In den Gesteinen darunter waren Strahlenkegel zu erkennen.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 16 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge, Vergriesung (Impakt) Auswurfmaterial (Impakt), Innerer Wall (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsbestandteil
  • Wert: besonders wertvoll
0,08
Steinbruch NE von Hainsfarth Commons-logo.svg Suevit u. Bunte Breccie 040910.jpg 779A013


Hainsfarth
Steinbruch, auf dessen Ostseite eine unebene Auflagerung von glasreichem Suevit auf Bunter Brekzie gut zu erkennen ist. Die Bunte Brekzie besteht hier überwiegend aus rötlichen und bräunlichen Keuper- und Dogger-Gesteinen. Zwischen Suevit und Bunter Brekzie liegt eine dünne Zwischenschicht aus feinkörnigem Suevit.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 50 m, Höhe 7 m
  • Geotoptyp: Standard-/Referenzprofil Auswurfmaterial (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,75
Riesseekalke am Büschelberg SE von Hainsfarth Commons-logo.svg Geotop Buschelberg 002.jpg 779A015


Hainsfarth
Auf dem Sportplatz bei Hainsfarth liegt ein eindrucksvoller Aufschluss des Riesseekalks. Das Gestein entstand durch ein Algenriff im Riessee. Zu sehen sind bis zu 5 m hohe massige Kalkstotzen dazwischen sind Kalkschichten eingebaut. Etwas östlich ist das gleiche Gestein in einem weiteren Steinbruch aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 20 m, Höhe 6 m
  • Geotoptyp: Standard-/Referenzprofil, Tierische Fossilien, Kraterrand (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: besonders wertvoll
0,4
Burgfelsen in Wallerstein Wallersteiner Felsen von Osten her.jpg 779A016


Wallerstein
Süßwasserkalkstotzen, der als Härtling die Riesebene um etwa 70 m überragt. Er entstand teils unter Wasser durch kalkreiche Arteser und besteht aus porösen, meist massigen Kalken.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 40 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, FelskuppeKarst-Horizontalhöhle, Innerer Wall (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: besonders wertvoll
0,2
Ehem. Sandgrube N von Megesheim BW 779A017


Hainsfarth
In der ehemaligen Sandgrube ist eine schräggeschichtete Wechselfolge von grob- und feinklastischem Material aufgeschlossen. Es sind Delta-Ablagerungen eines Flusses, der in den Riessee mündete und einen Teil der Ries-Auswurfmassen wieder in den Krater zurücktransportierte.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 20 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Sedimentstrukturen, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,1
Straßenaufschluss bei Unterappenberg BW 779A018


Megesheim
Der Aufschluss in einer überkippten, nicht von hier stammenden Jura-Scholle zeigt auf der Nordseite eine Schleppfaltung in gebankten Kalken des Malm Beta und Gamma. Auf der Südseite ist das Gestein durch das Ries-Ereignis stark zerbrochen.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 5 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Falte/Mulde/Sattel Auswurfmaterial (Impakt), Vergriesung (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark
  • Wert: wertvoll
0,01
Bahneinschnitt NNW von Weilheim Commons-logo.svg Monheim Weilheim Schliffflächen am Bahnheimeinschnitt 004.jpg 779A019


Monheim
Als die Riesauswurfmassen über den hier anstehenden Malmkalk glitten, entstand durch oberflächliche Vergriesung eine Schlifffläche. Sie wurde beim Bau der Eisenbahn freigelegt und ist heute mit Eisenplatten abgedeckt. Detailfotos der Schliffflächen sind nach Aufruf des nebenstehenden Links zu sehen.
  • Größe: Länge 2 m, Breite 1 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Schlifffläche (Impakt), Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,0002
Ehem. Steinbruch am Wennenberg NE von Alerheim Wennnenberg bei Alerheim im Ries von Osten.jpg 779A020


Alerheim
Der Wennenberg gehört zum kristallinen inneren Wall und besteht hauptsächlich aus verwittertem Granodiorit, dem 'Wennenbergit'. Dieser kersantit-ähnliche Lamprophyr hat hier seine Typlokalität.
  • Größe: Länge 25 m, Breite 5 m, Höhe 4 m
  • Geotoptyp: Typlokalität, Innerer Wall (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,0075
Ehem. Steinbruch W von Rögling BW 779A021


Rögling
Im ehemaligen Bruch sind Röglinger Bankkalke in riffnaher Fazies aufgeschlossen, bei denen sich der Beginn der typischen Wannensedimentation andeutet (Malm Zeta 1).
  • Größe: Länge 35 m, Breite 10 m, Höhe 7 m
  • Geotoptyp: Typlokalität
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,035
Ehem. Steinbruch ESE von Warching BW 779A022


Monheim
In dem Steinbruch am Rand des Warchinger Riffzugs sind Plattenkalke, Schiefer und Bankkalke der Unteren Solnhofer Schichten mit der trennenden Krummen Lage aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 70 m, Breite 30 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,21
Parautochthone Scholle am Sportplatz N von Hausen BW 779A024


Fremdingen
Die durch das Riesereignis verkippte (parautochthone) Scholle von Malmkalk liegt über Doggersandstein. Die Schichtfolge ist am Südrand des Sportplatzes gut aufgeschlossen.
  • Größe: Länge 120 m, Breite 10 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Schichtfolge
  • Aufschlusstyp: Böschung (künstlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,12
Erzgruben im Meilenhard NE von Daiting Daiting Erzgrube am Meilenhard 08.jpg 779G001


Daiting
Im 19. Jahrhundert wurde im Meilenhart bei Daiting Eisenerz abgebaut. Das Eisen war in Bohnerzen enthalten, die - in Lehm eingebettet - in teils tiefen Karsthohlformen lagen. Auf den Feldern im Umfeld lassen sich noch Bohnerze einsammeln. Während der Abbauzeit im 19. Jahrhundert wurden aus der Bohnerzgrube am Meilenhart zahlreiche Reptilien geborgen, präpariert und publiziert. Danach geriet der Fossilfundort weitgehend in Vergessenheit und wurde erst in den 1960er Jahren wieder entdeckt und lieferte dann bis Ende der 1980er Jahre gute Funde, bis der Gemeindesteinbruch stillgelegt und verfüllt wurde. Auf der topografischen Uraufnahme von Bayern (Abb. 4) aus dem 19. Jhdt. ist die Eisenerzgrube ganz im Norden des Wäldchens östlich der Straße eingezeichnet. Später bewegte sich der Kalksteinabbau nach Süden. Das Gelände ist inzwischen stark überwachsen und fast unzugänglich. Aufschlüsse sind derzeit nicht vorhanden.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 20 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Schurf
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,5
Pingen E von Wemding BW 779G002


Wemding
Im Wald östlich von Wemding finden sich mindestens drei verfallene Braunkohleschächte mit Pingen. Sie sind das einzige noch sichtbare Zeugnis des Braunkohleabbaus während der 1920er Jahre.
  • Größe: Länge 350 m, Breite 270 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Pinge/nfeld
  • Aufschlusstyp: Pinge (künstlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
9,45
Ofnethöhlen SW von Holheim Commons-logo.svg Nördlingen - Ofnethöhle auf dem Riegelberg 02.jpg 779H001


Nördlingen
Die parautochthone Scholle in verkarstetem Malm-Delta Massenkalk liegt am inneren Kraterrand. Sie beherbergt die Reste eines alten Karstsystems. Bei diesen Höhlenresten handelt es sich um hallenartige Hohlräume mit weitem Portal. An den Wänden findet man schwache Sinterbildung. Bekannt wurden die Ofnethöhlen durch archäologische Funde, u.a. rituelle Schädelbestattungen aus der Altsteinzeit.
  • Größe: Länge 15 m, Breite 8 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Karst-Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Naturschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,0075
Pumperloch E von Otting BW 779H002


Monheim
Durch einen Erdfall erfolgt der Zugang zur meist horizontalen Karsthöhle. Im Inneren findet man Sinterbildungen. ACHTUNG: NICHT BETRETEN, GERINGE SICHERHEIT!
  • Größe: Länge 5 m, Breite 2 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Karst-Schacht-&Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,001
Hohlensteinhöhle SW von Ederheim BW 779H003


Ederheim
Die Hohlensteinhöhle entstand durch Über- und Nebeneinanderstapeln mehrerer Weissjura-Massenkalkblöcke, die aus dem Rieskrater herausgeschleudert wurden (allochthone Schollen). Leichter erodierbares Gestein (Bunte Brekzie) wurde durch die Verwitterung entfernt und es entstand die Höhle. Nach dem 5 m breiten und 3 m hohen Eingang fällt die Höhle ca. 25 m steil ab und endet in einem kleinen saalähnlichen Raum.
  • Größe: Länge 60 m, Breite 25 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Karst-Horizontalhöhle, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Höhle (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,15
Geologische Orgel NW von Haselbach Geologische Orgel Haselbach 013.jpg 779H004


Esterholz
Als letzter Aufschluss eines ansonsten zugewachsenen, ehemaligen Steinbruchs findet sich eine geologische Orgel. Hierbei handelt es sich um eine fast vertikale Höhle, an deren oberen Ausgang sich das darüberliegende Erdreich mit Wurzelwerk erkennen lässt. Sie liegt in den donaueiszeitlichen Ur-Iller-Schottern, im höchstgelegenen Teil der Aindlinger Terrassentreppe.
  • Größe: Länge 5 m, Breite 2 m, Höhe 3 m
  • Geotoptyp: Gesteinsart, Geologische Orgel
  • Aufschlusstyp: Kiesgrube/Sandgrube (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,001
Schwalbquelle S von Wemding Commons-logo.svg Schwalbaustritt-Schwalbquelle.jpg 779Q001


Huisheim
Die Karstquelle liegt am inneren strukturellen Kraterrand des Ries in Malm-Delta-Kalken.
  • Größe: Länge 6 m, Breite 2 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Verengungsquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,0012
Karstquelle in Brünsee Commons-logo.svg Harburg Brünsee Quelle 01.jpg 779Q002


Harburg (Schwaben)
Im ausgebauten und aufgestauten Quellteich liegen mehrere gut schüttende Quellen. Der Ablauf erfolgt in das Wörnitz Altwasser.
  • Größe: Länge 30 m, Breite 20 m, Höhe 1 m
  • Geotoptyp: Verengungsquelle
  • Aufschlusstyp: kein Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Naturpark
  • Wert: bedeutend
0,06
Parautochthone Scholle Riegelberg SW von Holheim BW 779R001


Nördlingen
Die parautochthone Scholle am inneren Kraterrand besteht aus verkarstetem Malm-Delta Massenkalk.
  • Größe: Länge 400 m, Breite 200 m, Höhe 45 m
  • Geotoptyp: Auswurfmaterial (Impakt), Karst-Horizontalhöhle, Felskuppe, Vergriesung (Impakt), Kraterrand (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
8
Felsnadel Taubenstein WSW von Christgarten BW 779R002


Forheim
Die Felszinne, die weitgehend im Wald verborgen ist, besteht aus Malm-Massenkalken und liegt (als Teil einer parautochthonen Scholle) am strukturellen Riesrand.
  • Größe: Länge 4 m, Breite 3 m, Höhe 15 m
  • Geotoptyp: Felsturm/-nadel
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: bedeutend
0,0012
Felshang am Fischerholz N von Harburg Commons-logo.svg Harburg Hüllenloch am Fischerholz Stand 2017 018.jpg 779R003


Harburg (Schwaben)
Felswand am ehemaligen Wörnitz-Prallhang in dickbankigen Malm-Delta-Kalken, die nach oben in Riffkalk mit kleinen Kuppen übergehen. An den Felswänden sind zahlreiche Schwammreste ausgewittert. Durch den ehemaligen Steinbruchbetrieb wurden mehrere Karsthöhlen angeschnitten. In Karstspalten sind rote Lehme mit Oligozän-Miozän- Fauna abgelagert.
  • Größe: Länge 200 m, Breite 10 m, Höhe 25 m
  • Geotoptyp: Prallhang, Felswand/-hang, Schichtfolge, Karstschlot, Karstspalte, Karst-Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,2
Felsen S von Rehau Commons-logo.svg Rehau Griesblöcke 007.jpg 779R004


Monheim
Der sogenannte Griesfelsen weist auflässige Abbaue von Dolomit auf. Der autochthon anstehende Riffdolomit wurde nur in Störungszonen, bzw. Kompressionszonen (Riesereignis) etwas brekziert. Es handelt sich folglich nicht um einen echten Griesfelsen (allochthone Malmscholle aus dem Ries).
  • Größe: Länge 80 m, Breite 35 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet, Naturpark, Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,2
Felskuppe Wöllwart SE von Harburg Commons-logo.svg D-7-7230-0022 Harburg Wöllwart 015 Landschaftspflegerinnen bei der Arbeit.jpg 779R005


Harburg (Schwaben)
Die teilweise vergrieste allochthone Malmscholle am ehemaligen Wörnitz-Prallhang weist randlich Felstürme auf.
  • Größe: Länge 50 m, Breite 40 m, Höhe 5 m
  • Geotoptyp: Felskuppe, Felsturm/-nadel Auswurfmaterial (Impakt), Vergriesung (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
0,2
Felsen am Wedelbruck bei Harburg Harburg Wedelbuck.jpg 779R006


Harburg (Schwaben)
Die landschaftsprägenden Felsbildungen am ehemaligen Wörnitzprallhang liegen im Massenkalk des Malm Epsilon bis Zeta.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 50 m, Höhe 45 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
1,5
Kaufertsberg mit Hexenküche E von Lierheim Commons-logo.svg D7-7129-0200 Moettingen-Lierheim Hexenkueche 010.JPG 779R007


Möttingen
Überkippte Malmscholle (Riestrümmermassen) mit ehemaligem Prallhang der pleistozänen Eger (Hohlkehlen). Der Malm Gamma ist stark geklüftet und verkarstet (mit kurzer Höhle Hexenküche). Ehemalige kleine Abbaue an der Westseite erschliessen die vergriesten Bankkalke.
  • Größe: Länge 20 m, Breite 20 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Auswurfmaterial (Impakt), Karst-Schacht-&Horizontalhöhle
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal, FFH-Gebiet
  • Wert: bedeutend
0,04
Kühsteinfelsen SW von Mönchsdeggingen Commons-logo.svg Mönchsdeggingen Kühsteinfelsen 02.jpg 779R008


Mönchsdeggingen
Der Kühsteinfelsen bei Mönchsdeggingen ist eine allochthone Scholle am morphologischen Rand des Rieskraters und bietet einen umfassenden Blick über den gesamten Krater. Der eigentliche Felsen besteht aus den obersten, dickbankigen Kalksteinen der Arzberg-Formation (Uhlandi-Kalke des Malm Gamma). Ein kleiner aufgelassener Steinbruch am Ostende des Kühsteinfelsens erschließt fossilführende Schwammkalke und -mergel der Arzberg- Formation. Das Geotop wurde vom Geopark Ries zu einem Erlebnisgeotop ausgebaut und ist mit einem Lehrpfad und entsprechenden Infotafeln ausgestattet.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 30 m, Höhe 30 m
  • Geotoptyp: Felswand/-hang, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: Hanganriss/Felswand (natürlich)
  • Schutzstatus: FFH-Gebiet, Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,45
Riesseekalk-Kuppen auf dem Ulrichsberg E von Marktoffingen BW 779R010


Marktoffingen
Der Ulrichsberg zwischen Marktoffingen und Maihingen ist aus teilweise fossilführenden Riesseekalken aufgebaut. Diese bilden eine auffällige, buckelige Landschaft, die sich über die gesamte Hochfläche erstreckt. Bei gutem Wetter ist von hier der Rieskraterrand deutlich zu erkennen.
  • Größe: Länge 450 m, Breite 120 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Felskuppe, Gesteinsart
  • Aufschlusstyp: sonstiger Aufschluss (natürlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
5,4
Dolinenfeld SE von Warching BW 779R011


Monheim
Südöstlich Warching erstreckt sich im Wald ein großes Dolinenfeld im Malm-Kalk. Es handelt sich um zahlreiche auffällige und tiefreichende Dolinen auf einem Areal von mehreren hundert Metern in alle Richtungen.
  • Größe: Länge 300 m, Breite 400 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Dolinenfeld
  • Aufschlusstyp: Doline/Erdfall (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturpark, Landschaftsschutzgebiet
  • Wert: wertvoll
12
Donauwörth Mangoldfelsen 001.jpg Commons-logo.svg Donauwörth Mangoldfelsen 001.jpg 779R012


Donauwörth
Die allochthone Malmscholle befindet sich inmitten der Stadt Donauwörth und wurde als Teilstück in einer Mauer integriert. Bis zum Jahre 1301 stand darauf die Burg Mangoldstein, in der Maria von Brabant, Herzogin von Bayern, durch ihren eifersüchtigen Gatten hingerichtet wurde. Heute verwandelt er sich im Sommer zur Kulisse einer Freilichtbühne. Gedenktafeln erinnern an den 30-jährigen Krieg.
  • Größe: Länge 10 m, Breite 10 m, Höhe 8 m
  • Geotoptyp: Auswurfmaterial (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Block (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: bedeutend
0,01
Bunte Trümmermassen bei Aufhausen BW 779A030


Forheim
Der ehemalige Steinbruch liegt etwa 3 km südlich des Kraterrandes. Aufgeschlossen sind allochthone Malm-Kalke des Kimmeridge. Durch die starke Beanspruchung liegen sie in stark brekziierter und vergriester Form vor. Stellenweise wirkt das Gestein richtiggehend verknetet.
  • Größe: Länge 150 m, Breite 70 m, Höhe 10 m
  • Geotoptyp: Auswurfmaterial (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Steinbruch (künstlich)
  • Schutzstatus: kein Schutzgebiet
  • Wert: wertvoll
1,05
Kalvarienberg in Wörnitzstein Commons-logo.svg D-7-79-131-118 Woernitzstein Kalvarienbergkapelle Totale v SSW-002.JPG 779R013


Donauwörth
Der Kalvarienberg in Wörnitzstein ist eine größere Kalkscholle, die beim Ries-Impakt aus dem Karter geschleudert und in den Bunten Trümmermassen etwa 20 km außerhalb des Kraters abgelagert wurde. Durch die bevorzugte Erosion der tonigen Gesteine der Bunten Brekzie wurde die härtere Kalkscholle herauspräpariert. Derartige Kalkhärtlinge sind typisch für das südliche Vorries und prägen hier die Landschaft. Das Geotop liegt am Geopark Ries-Lehrpfad Kalvarienberg Wörnitzstein und ist beschildert.
  • Größe: Länge 100 m, Breite 50 m, Höhe 20 m
  • Geotoptyp: Auswurfmaterial (Impakt)
  • Aufschlusstyp: Felshang/Felskuppe (natürlich)
  • Schutzstatus: Naturdenkmal
  • Wert: wertvoll
0,5
Legende für Geotop

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geotope im Landkreis Donau-Ries – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien