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Liste der Häufigkeiten chemischer Elemente

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Wasser ist eine Verbindung aus dem häufigsten Element im Universum (Wasserstoff) und dem häufigsten Element auf der Erde (Sauerstoff)

Die Liste der Häufigkeiten chemischer Elemente gibt die relative Häufigkeit der einzelnen chemischen Elemente in verschiedenen Systemen – wie dem gesamten Universum, der Erde oder dem menschlichen Körper – an. Die Häufigkeit der Elemente unterscheidet sich je nach betrachtetem System stark voneinander.

Wird das gesamte Universum betrachtet, ist Wasserstoff das mit Abstand häufigste Element mit etwa 90 %. Danach folgt Helium mit etwa 10 %, das teilweise schon durch die primordiale Nukleosynthese entstanden ist, aber auch im Zuge des Wasserstoffbrennens in Sternen entsteht. Alle weiteren Elemente zusammen machen nur einen sehr kleinen Teil der im Universum vorhandenen Materie aus. Die Häufigkeiten folgen dabei großteils den Reaktionszyklen der stellaren Nukleosynthese. So sind die nicht direkt in Sternen gebildeten Elemente Lithium, Bor und Beryllium selten, die darauf folgenden wie Kohlenstoff und Sauerstoff häufig. Ein häufiges schweres Element ist Eisen, das den Endpunkt der stellaren Nukleosynthese darstellt. Alle schwereren Elemente können nur durch andere astrophysikalische Ereignisse wie Novae oder Supernovae gebildet werden und sind dementsprechend seltener. Charakteristisch ist auch die unterschiedliche Häufigkeit von Elementen mit gerader und ungerader Ordnungszahl, die ebenfalls mit der Nukleosynthese über Heliumkerne zusammenhängt (Harkin-Regel).

Auf der Erde unterscheidet sich die Elementhäufigkeit von der im Weltraum. So sind die im Universum dominierenden leichtesten Elemente Wasserstoff und Helium selten, da sie sich gasförmig gravitativ nur in viel größeren Himmelskörpern – den Sternen wie der Sonne und Gasplaneten wie etwa Jupiter, zusammenballen. Stattdessen sind die häufigsten Elemente Sauerstoff, Eisen und Silicium. Es gibt auf der Erde große Unterschiede in der Verteilung. So findet sich ein Großteil des Eisens im Erdkern, während Sauerstoff und Silicium vorwiegend in der Erdkruste zu finden sind. Betrachtet man andere Systeme auf der Erde, etwa die Meere oder biologische Systeme, liegen wiederum geänderte Häufigkeiten der Elemente vor.

Die ersten systematischen Untersuchungen zur Elementhäufigkeit stammen von Victor Moritz Goldschmidt, nach ihm heißt die grafische Darstellung der Elementhäufigkeiten Goldschmidt-Diagramm.

ElementName des Elementes
SymbolElementsymbol des jeweiligen Elementes
OrdnungszahlOrdnungszahl des jeweiligen Elementes
AtommasseAtommasse des jeweiligen Elementes in der Einheit u
HäufigkeitHäufigkeit des Elementes im betrachteten System in den angegebenen Einheiten (ppmw (ppm weight) bezieht sich jeweils auf ein Massenverhältnis)
BemerkungenHinweise zur Elementhäufigkeit, etwa zur Verteilung oder Entstehung
essentiell?Ist das Element essentiell für den menschlichen Organismus?

Häufigkeiten im Sonnensystem

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Elemente-Häufigkeit im Sonnensystem
Elemente-Häufigkeit im Sonnensystem

Diese Liste der Häufigkeiten chemischer Elemente im Sonnensystem beruht aus zwei Datensätzen. Zum einen der Häufigkeit der Elemente in der Photosphäre der Sonne, zum anderen aus der Zusammensetzung von CI-Chondriten.[1.1] Diese besitzen von allen Meteoriten die Elementhäufigkeiten, die am nächsten der durchschnittlichen Zusammensetzung des Sonnensystems entsprechen.[1.2] Ausgenommen sind die stark flüchtigen Elemente Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und die Edelgase, deren Gehalt in Chrondriten deutlich geringer ist. Bei diesen sind daher, abgesehen von den Edelgasen, die Daten der Photosphäre angegeben.[1.3] Die Häufigkeit von Helium wird aus Daten der Helioseismologie berechnet, die von Neon aus dem Verhältnis von Neon und Sauerstoff, wobei ein Verhältnis von Ne/O von 0,244±0,05 angenommen wurde.[1.4] Die Daten von Argon, Krypton und Xenon wurden mit Hilfe der Systematik der Nukleosynthese und der Interpolation von Häufigkeits-Kurven berechnet.[1.3]

Während die Werte der meisten Elemente in CI-Chondriten mit relativ geringen Messunsicherheiten von 3 bis 10 %[1.3] bekannt sind, sind die Messunsicherheiten für Messungen der Absorptionsspektren der Sonne und daraus bestimmten Häufigkeiten in der Sonnenatmosphäre mit 10 bis 20 % deutlich größer.[1.5] Es wird daher nur bei Natrium, Magnesium, Aluminium, Silicium, Calcium, Mangan, Eisen und Nickel, deren Photosphäre-Werte am genauesten bekannt sind, eine Kombination der beiden Datensätze angegeben, bei allen weiteren nur die Daten aus den CI-Chrondriten.[1.6]

Element Symbol Ordnungs­zahl Atom­masse (u) Häufigkeit[1.7] Bemerkungen
normiert auf
Silicium=106
Rang
WasserstoffH11,0082.81e101.häufigstes Element, kein zusammengesetzter Atomkern (außer beim schweren Wasserstoff (Deuterium) und überschweren Wasserstoff (Tritium))
HeliumHe24,0032.34e92.zweithäufigstes Element, entstand teilweise durch primordiale Nukleosynthese sowie durch Wasserstoffbrennen
LithiumLi36,94156,130.entstand in Spuren bei der primordialen Nukleosynthese
BerylliumBe49,0120,65755.
BorB510,81118,134.
KohlenstoffC612,0119.08e64.entsteht durch den Drei-Alpha-Prozess
StickstoffN714,0072.44e66.
SauerstoffO815,9991.62e73.entsteht durch Weiterreaktion des Drei-Alpha-Prozesses
FluorF918,998127823.
NeonNe1020,1803.96e65.entsteht durch Kohlenstoffbrennen
NatriumNa1122,99055.85314.
MagnesiumMg1224,3051.04e67.entsteht durch Kohlenstoff- und Neonbrennen
AluminiumAl1326,98281.10212.
SiliciumSi1428,0861.0e68.entsteht durch Sauerstoffbrennen
PhosphorP1530,974839518.entsteht durch Sauerstoffbrennen
SchwefelS1632,065424.74710.entsteht durch Sauerstoffbrennen
ChlorCl1735,453531519.
ArgonAr1839,94888.75211.
KaliumK1939,098365920.
CalciumCa2040,07860.38213.
ScandiumSc2144,95633,732.
TitanTi2247,867242821.
VanadiumV2350,94227426.
ChromCr2451,99613.22716.
ManganMn2554,938927217.
EisenFe2655,8458.74e59.entsteht durch Siliciumbrennen, Endpunkt der Kernfusion in massereichen Sternen
CobaltCo2758,933229222.
NickelNi2858,69350.02615.
KupferCu2963,54655125.
ZinkZn3065,409124824.
GalliumGa3169,7233631.
GermaniumGe3272,64012127.
ArsenAs3374,9226,1538.
SelenSe3478,96071,528.
BromBr3579,90412,435.
KryptonKr3683,79857,329.
RubidiumRb3785,4686,9637.
StrontiumSr3887,62024,133.
YttriumY3988,9064,4942.
ZirconiumZr4091,22410,536.
NiobNb4192,9060,7753.
MolybdänMo4295,9402,6045.
TechnetiumTc4398,90684.kein stabiles Isotop; HWZ des längstlebigen Isotops 4 Mio. Jahre
RutheniumRu44101,0701,7746.
RhodiumRh45102,9060,34163.
PalladiumPd46106,4201,3949.
SilberAg47107,8680,50357.
CadmiumCd48112,4111,5948.
IndiumIn49114,8180,17970.
ZinnSn50118,7103,6943.hat mit 10 stabilen Isotopen die meisten stabilen Isotope
AntimonSb51121,7600,33964.
TellurTe52127,6004,7440.
IodI53126,9041,6047.
XenonXe54131,2935,6039.
CaesiumCs55132,9050,36761.
BariumBa56137,3274,6141.
LanthanLa57138,9060,46958.
CerCe58140,1161,18751.
PraseodymPr59140,9080,17971.
NeodymNd60144,2400,87952.
PromethiumPm61146,91585kein stabiles Isotop; HWZ des längstlebigen Isotops 20 Jahre
SamariumSm62150,3600,27365.
EuropiumEu63151,9640,10475.
GadoliniumGd64157,2500,35262.
TerbiumTb65158,9250,063777.
DysprosiumDy66162,5000,42059.
HolmiumHo67164,9300,090676.
ErbiumEr68167,2590,26366.
ThuliumTm69168,9340,041079.
YtterbiumYb70173,0400,25967.
LutetiumLu71174,9670,038680.
HafniumHf72178,4900,15772.
TantalTa73180,9480,021782.seltenstes stabiles Element
WolframW74186,8400,14473.
RheniumRe75186,2070,056378.zu 37 % 185Re (stabil), zu 63 % 187Re (HWZ 40 Mrd. Jahre)
OsmiumOs76190,2300,67954.
IridiumIr77192,2170,62456.
PlatinPt78195,0781,21850.
GoldAu79196,9670,20168.
QuecksilberHg80200,5900,38460.
ThalliumTl81204,3830,18169.
BleiPb82207,2003,3244.stabiles Element mit der höchsten Ordnungszahl, Endpunkt mehrerer Zerfallsreihen
BismutBi83208,9800,14274.instabil, auf Grund langer Halbwertszeit noch nicht zerfallen
ThoriumTh90232,0380,034481.
UranU92238,0290,0089483.

Häufigkeiten auf der Erde

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Häufigkeiten der Elemente in der kontinentalen Erdkruste

Massenanteile der Elemente …

Element Symbol Ordnungs­zahl Häufigkeit [ppmw] Bemerkungen
ge-
samte
Erde[2]
Erdhülle[3] Kontinen-
tale Erd-
kruste[4]
Erd
kern[2]
Ozeane
[mg/l][4]
WasserstoffH12608800140060011e4überwiegend in Wasser enthalten: Grund-, Oberflächenwasser, Eis, Troposphäre
HeliumHe24.0e-38.0e-37.0e-6entsteht in der Erde durch α-Zerfall, in Erdgas enthalten, entweicht laufend ins All
LithiumLi31,1602000,18Vorkommen in Mineralen wie Amblygonit und in Salzseen
BerylliumBe40,0415,32,805.6e-6selten, Minerale sind bsp. Beryll und Bertrandit
BorB50,26161004,4Vorkommen in Borat-Mineralen wie Borax und Kernit
KohlenstoffC6730870200200028selten auch elementar als Diamant und Graphit, vor allem in Carbonat-Mineralen, auch in Biosphäre, Erdöl- und Kohlelagern
StickstoffN725300019750,5überwiegend als N2 in der Atmosphäre enthalten, selten gebunden in Mineralen wie Nitronatrit
SauerstoffO830e449e446e41e485e4elementar als O2 in der Atmosphäre, große Zahl von oxidischen und silicatischen Mineralen
FluorF91728059001,3häufigste Minerale sind Fluorit und Fluorapatit
NeonNe105.0e-35.0e-31.2e-4seltener Bestandteil der Erdatmosphäre
NatriumNa1118002.6e42.4e401.1e4häufiger Bestandteil des Meerwassers, viele Minerale wie Halit
MagnesiumMg1215.4e41.9e42.3e401.3e3vor allem in Carbonaten wie Dolomit und Silicaten wie Olivin zu finden, häufigerer Bestandteil des Meerwassers
AluminiumAl131.55e47.6e48.2e402.0e-3häufig, weit verbreitet in Oxiden, Hydroxiden und Alumosilicaten wie Feldspat
SiliciumSi1415.3e426e428e43.5e42,2zweithäufigster Bestandteil der Erdkruste, große Zahl von Silicat-Mineralen
PhosphorP151470900110043500,06in Phosphaten, vor allem Apatit gebunden
SchwefelS161.12e44803503.34e4910auch elementar, dazu eine Vielzahl Sulfid- und Sulfat-Mineralen
ChlorCl1711190015001.9e4als Chlorid, große Halit-Vorkommen, häufiger Bestandteil des Meerwassers
ArgonAr183,63,50,45häufigstes Edelgas auf der Erde, Bestandteil der Atmosphäre; Entsteht durch Betazerfall von Kalium-40
KaliumK191762.4e42.1e40400wichtige Kalisalze sind Sylvin und Carnallit
CalciumCa201.63e43.4e44.2e40410häufig, als Carbonat (Calcit), Silicat, Sulfat (Gips), Phosphat (Apatit) und Fluorid (Fluorit) zu finden
ScandiumSc2110,75,12206.0e-7selten, ein Scandium-Mineral ist Thortveitit
TitanTi228304100570001.0e-3häufig, vor allem als Rutil und Ilmenit zu finden
VanadiumV23994101201352.5e-3seltene Minerale sind u. a. Vanadinit und Patrónit, vor allem als Beimischung in anderen Erzen
ChromCr24450019010084003.0e-4häufigstes Mineral ist Chromit, Einzelfunde gediegenen Chroms sind bekannt
ManganMn25135085095020002.0e-4häufig in Oxiden wie Braunsteinen, Manganknollen in der Tiefsee
EisenFe2631.9e44.7e45.6e485.3e42.0e-3der Erdkern besteht großteils aus Eisen, in der Erdkruste v. a. oxidische und sulfidische Minerale, selten auch gediegen
CobaltCo27900372525502.0e-5gediegen in Meteoriten und Erdkern, gebunden vor allem in Sulfid- und Arsenidmineralen wie Smaltit oder Cobaltit
NickelNi281.83e4150845.24e45.6e-4gediegen in Meteoriten und Erdkern, gebunden vor allem in Sulfid- und Arsenidmineralen wie Millerit oder Nickelin
KupferCu2998100602402.5e-4auch gediegen, sulfidische und oxidische Minerale wie Chalkopyrit und Cuprit
ZinkZn3080120701354.9e-3Vorkommen vor allem als Sphalerit, Wurtzit und Smithsonit
GalliumGa316,01419103.0e-5selten, vergesellschaftet mit Zink, Aluminium oder Germanium
GermaniumGe32155,61,5455.0e-5selten, vor allem in sulfidischen Mineralen
ArsenAs331,65,51,84,83.7e-3selten gediegen, gebunden in Arseniden, Arsenchalcogeniden wie Realgar und Arsenaten
SelenSe344,50,80,05142.0e-4Selenide kommen selten in sulfidischen Erzen vor
BromBr350,0356,02,4067,1als Bromid meist zusammen mit Chlorid, auch im Meerwasser und Salzseen enthalten
KryptonKr361.9e-51.0e-42.1e-4seltener Bestandteil der Atmosphäre
RubidiumRb370,405299000,12in geringen Mengen in anderen Alkalimetallerzen enthalten
StrontiumSr3814,414237007,9als Sulfat (Coelestin) und Carbonat (Strontianit) zu finden
YttriumY392,77263301.3e-5vergesellschaftet mit den schwereren Lanthanoiden bspw. in Gadolinit
ZirconiumZr406,9621017003.0e-5häufigstes Mineral ist Zirkon, seltener Baddeleyit
NiobNb410,515192001.0e-5vergesellschaftet mit Tantal vor allem in Mineralen der Columbit- und Tapiolit-Reihe
MolybdänMo421,80141,25,50,01häufigstes Vorkommen als Molybdänit, seltener als Wulfenit oder Powellit
TechnetiumTc431.2e-15äußerst selten als kurzlebiges Spaltprodukt von Uran
RutheniumRu441,270,021.0e-33,917.0e-7selten, kommt gediegen vor, vergesellschaftet mit anderen Platinmetallen
RhodiumRh450,2461.0e-31.0e-30,756selten, kommt gediegen vor, vergesellschaftet mit anderen Platinmetallen
PalladiumPd460,950,0110,0152,9gediegen, in Sulfiden gebunden, mit den anderen Platinmetallen
SilberAg470,150,120,0750,454.0e-5gediegen, in sulfidischen Erzen wie Argentit, selten auch als Halogenid (Chlorargyrit)
CadmiumCd480,130,30,150,321.1e-4vergesellschaftet mit Zinkerzen als Greenockit und Otavit
IndiumIn490,0110,10,250,0110,02selten, vergesellschaftet mit Zink
ZinnSn500,41352,31,04.0e-6selten gediegen, häufigstes Mineral ist Kassiterit
AntimonSb510,100,650,20,312.4e-4selten gediegen, gebunden in Antimoniden und Antimonchalcogeniden wie Stibnit
TellurTe520,5800,011.0e-31,80selten, auch elementar, sonst als Tellurid
IodI530,070,060,450,20,06als Iodid und Iodat, u. a. als Lautarit in Chilesalpeter
XenonXe549.0e-63.0e-55.0e-5seltener Bestandteil der Atmosphäre
CaesiumCs550,0146,53,003.0e-4in geringen Mengen in anderen Alkalimetallerzen enthalten
BariumBa564,4126043000,013häufigstes Mineral ist das Sulfat Baryt, auch als Carbonat (Witherit)
LanthanLa570,450173903.4e-6mit den anderen leichten Lanthanoiden in Ceriterden wie Monazit
CerCe581,16436601.2e-6
PraseodymPr590,1755,29,206.4e-7
NeodymNd600,871224202.8e-6
PromethiumPm611.5e-15äußerst selten als kurzlebiges Spaltprodukt
SamariumSm620,2826,07,504.5e-7mit den anderen leichten Lanthanoiden in Ceriterden wie Monazit
EuropiumEu630,1060,0992,001.3e-7
GadoliniumGd640,3845,96,207.0e-7mit den anderen schweren Lanthanoiden in Yttererden wie Gadolinit
TerbiumTb650,0700,851,201.4e-7
DysprosiumDy660,4654,35,209.1e-7
HolmiumHo670,1041,11,302.2e-7
ErbiumEr680,3032,33,508.7e-7
ThuliumTm690,0480,190,5201.7e-7
YtterbiumYb700,3082,53,208.2e-7
LutetiumLu710,0460,70,801.5e-7
HafniumHf720,1954,23,007.0e-6praktisch nur als Bestandteil von Zirconium-Mineralen zu finden, einzige bekannte Ausnahme ist das Hafniumsilikat Hafnon
TantalTa730,0278,02,002.0e-6vergesellschaftet mit Niob vor allem in Mineralen der Columbit- und Tapiolit-Reihe
WolframW740,190641,30,551.0e-4überwiegend als Wolframat oder Oxid, bsp. als Wolframit oder Scheelit
RheniumRe750,07531.0e-37.0e-40,2314.0e-6selten, vorwiegend in Molybdän-Erzen
OsmiumOs760,9080,011.5e-32,79selten, kommt gediegen vor, vergesellschaftet mit anderen Platinmetallen
IridiumIr770,8551.0e-31.0e-32,63selten, kommt gediegen vor, vergesellschaftet mit anderen Platinmetallen
PlatinPt781,745.0e-35.0e-35,36häufigstes Platinmetall, vergesellschaftet mit den anderen Platinmetallen
GoldAu790,1985.0e-34.0e-30,6074.0e-6überwiegend gediegen, selten auch als Tellurid
QuecksilberHg800,0230,40,0850,0503.0e-5vorwiegend als Sulfid in Zinnober, seltener auch gediegen in Form von Tröpfchen
ThalliumTl810,0200,290,850,0541.9e-5in Mineralen wie Avicennit, vergesellschaftet mit Blei, Rubidium, Zink oder Eisen
BleiPb820,62018141,603.0e-5selten gediegen, häufigstes Mineral ist Galenit
BismutBi830,0550,28.5e-30,092.0e-5elementar, in Oxiden wie Bismit und Sulfiden wie Bismutin
PoloniumPo842.1e-112.0e-101.5e-14sehr seltenes Zwischenprodukt mehrerer Zerfallsreihen
AstatAt853.0e-21
RadonRn866.1e-114.0e-136.0e-16
FranciumFr871.3e-18
RadiumRa889.5e-119.0e-78.9e-11
ActiniumAc896.1e-145.5e-9
ThoriumTh900,055119,601.0e-6radioaktiv, vergesellschaftet mit den Lanthanoiden, vor allem in Monazit
ProtactiniumPa919.0e-81.4e-65.0e-11sehr seltenes Zwischenprodukt beim Zerfall von Uran
UranU920,0153,22,703.2e-3radioaktiv, wichtigstes Mineral ist Uraninit
NeptuniumNp934.0e-14entsteht durch Neutroneneinfang oder (n,2n) Reaktionen in Uranerzen
PlutoniumPu942.0e-16geringe Mengen des langlebigsten Isotops 244Pu finden sich in manchen Uranerzen; 239Pu entsteht durch Neutroneneinfang aus 238U

Zusammensetzung des menschlichen Körpers (70 kg)

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Element Symbol Ordnungs­zahl Masse
in g[5]
(Rang)
Masse
in %
Stoff­menge
in mol
essenziell ? Bemerkungen
SauerstoffO843000 (1.)61.42.7e3javor allem als Wasser gebunden. Bestandteil fast aller organischer Verbindungen
KohlenstoffC616000 (2.)22.91.3e3jaGrundlage aller organischen Verbindungen
WasserstoffH17000 (3.)106.9e3jahäufigstes Element, vor allem als Wasser gebunden. Bestandteil vieler organischer Verbindungen
StickstoffN71800 (4.)2.61.3e2jaBestandteil vieler organischer Verbindungen, u. a. aller Proteine
CalciumCa201200 (5.)1.73.0e1jaKnochenaufbau und Modifikation der Synapsenaktivität
PhosphorP15780 (6.)1.12.5e1jaals Phosphat; Bestandteil der DNA, Energiestoffwechsel, als Knochenbildner Hydroxylapatit
SchwefelS16140 (7.)0.204.4e0jain den Aminosäuren Cystein und Methionin enthalten
KaliumK19125 (8.)0.183.2e0jawichtig für das Membranpotential inner- und außerhalb der Zellen
NatriumNa11100 (9.)0.144.3e0jawichtig für das Membranpotential inner- und außerhalb der Zellen und Impulsübertragung in Nervenfasern
ChlorCl1795 (10.)0.132.7e0jaals Chlorid Bestandteil der Magensäure und Regulation des Wasserhaushalts
MagnesiumMg1225 (11.)0.0361.0e0jaBestandteil verschiedener Enzyme
FluorF95 (12.)0.0072.6e-1nicht eindeutigals Fluorapatit im Zahnschmelz und in Knochen enthalten
EisenFe264 (13.)7.2e-2jaBestandteil vieler Enzyme und des Hämoglobins
ZinkZn302,3 (14.)3.5e-2jaBestandteil vieler Enzyme
SiliciumSi141 (15.)3.6e-2jain Spuren als Silicat in Knochen
TitanTi220,70 (16.)1.5e-2neinkeine bekannte biologische Funktion
RubidiumRb370,68 (17.)8.0e-3nicht eindeutigwegen Ähnlichkeit zu Kalium im Körper enthalten
StrontiumSr380,32 (18.)3.7e-3neinwegen Ähnlichkeit zu Calcium im Körper enthalten
BromBr350,26 (19.)3.3e-3neinBromid wegen Ähnlichkeit zu Chlorid im Körper enthalten
BleiPb820,12 (20.)5.8e-4nicht eindeutiggiftig, kann in Knochen bei Verdrängung von Calcium gespeichert werden
KupferCu290,07 (21.)1.1e-3jaBestandteil verschiedener Enzyme, v. a. Oxidasen, Ähnlichkeit zu Eisen
AluminiumAl130,06 (22.)2.2e-3neinkeine bekannte biologische Funktion
CerCe580,04 (23.)2.9e-4neinkeine bekannte biologische Funktion
ZinnSn500,03 (24.)2.5e-4nicht eindeutigkeine genaue Funktion bekannt
BariumBa560,02 (25.)1.5e-4neinwegen Ähnlichkeit zu Calcium im Körper enthalten
CadmiumCd480,02 (26.)1.8e-4nicht eindeutigkann teilweise Zink verdrängen
BorB50,018 (27.)1.7e-3nicht eindeutigessentielles Element für manche Pflanzen
NickelNi280,015 (28.)2.6e-4jaBestandteil von Enzymen
IodI530,015 (29.)1.2e-4jain Schilddrüsenhormonen enthalten
SelenSe340,014 (30.)1.8e-4jain der Aminosäure Selenocystein enthalten
ManganMn250,012 (31.)2.2e-4jaBestandteil verschiedener Enzyme, in Pflanzen wichtig für die Photosynthese
ArsenAs330,007 (32.)9.3e-5nicht eindeutigbiologische Bedeutung geringer Arsenmengen unbekannt, in höheren Dosen toxisch
LithiumLi30,007 (33.)1.0e-3neinwegen Ähnlichkeit zu Natrium im Körper enthalten
MolybdänMo420,005 (34.)5.2e-5jaBestandteil von Enzymen wie der Xanthinoxidase
ChromCr240,002 (35.)2.8e-5jaals dreiwertiges Chrom möglicherweise am Fettstoffwechsel beteiligt
CobaltCo270,002 (36.)3.4e-5jaim Vitamin B12 enthalten

Einzelnachweise

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  1. K. Lodders, M. Bergemann & H. Palme: Solar System Elemental Abundances from the Solar Photosphere and CI-Chondrites. In: Space Science Reviews. Band 221, 2025, Artikel 23, doi:10.1007/s11214-025-01146-w.
    1. S. 1
    2. S. 23
    3. 1 2 3 S. 3
    4. S. 20
    5. S. 2
    6. S. 45
    7. S. 47-50
  2. 1 2 Rebecca A. Fischer, William F. McDonough: Earth's core composition and core formation. In: Treatise on Geochemistry. 3. Auflage, Band 1, 2025, S. 27, doi:10.1016/B978-0-323-99762-1.00116-9.
  3. Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente. S. Hirzel Verlag 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
  4. 1 2 David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 85. Auflage. CRC Press, Boca Raton, Florida, 2005. Section 14, Geophysics, Astronomy, and Acoustics; Abundance of Elements in the Earth’s Crust and in the Sea.
  5. Wolfgang Kaim, Brigitte Schwederski: Bioanorganische Chemie. 4. Auflage. Teubner, 2005, ISBN 3-519-33505-0.