Liste der Kommunalwappen mit der Jakobsmuschel in der Schweiz

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Die Flagge der Schweiz

Dieser Artikel enthält die Liste der Kommunalwappen mit der Jakobsmuschel in der Schweiz.

Als Jakobsmuscheln oder Pilgermuscheln werden zwei nahe verwandte Arten von Muscheln bezeichnet, die beide zur Gattung Pecten gehören. Der Name Jakobsmuschel geht auf den heiligen Jakobus, den Schutzpatron der Pilger, zurück, dessen Erkennungszeichen die Muschel ist.

Kanton Aargau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der Kanton Aargau (französisch Argovie, italienisch Argovia, rätoromanisch Argovia, schweizerdeutsch Aargou) ist ein deutschsprachiger Kanton im Norden der Schweiz. Der Hauptort ist Aarau.

Auf Rot eine weisse Jakobsmuschel mit durchbohrten Flügeln.
Erklärung: Die Jakobsmuschel ist ein Hinweis auf die zahlreichen Pilgerwege nach Santiago de Compostela, von denen einer über Buttwil führte. Daran erinnert auch der Name des Weilers Galitzi (für Galicien). Bis 1957 hatte die Gemeinde als Wappenmotiv die Martersäule Christi verwendet, die historisch jedoch für die gesamten Freien Ämter steht.[1]

Kanton Freiburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der Kanton Freiburg (französisch Fribourg, italienisch Friburgo, rätoromanisch Friburg, schweizerdeutsch Frybùrg), amtlich Staat Freiburg[2] und État de Fribourg[3], ist ein französisch- und deutschsprachiger Kanton im Westen des Landes. Hauptort ist Freiburg.

Die obere Hälfte zeigt einen schwarzen Pferdekopf auf Gold. Auf der unteren Hälfte sind auf Rot eine goldene Egge und zwei Jakobsmuscheln dargestellt.

Kanton Genf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der französischsprachige Kanton Genf (französisch Genève, italienisch Ginevra, rätoromanisch Genevra, schweizerdeutsch Gänf), amtlich Republik und Kanton Genf, liegt im Südwesten der Schweiz; Hauptort ist Genf.

Kanton Graubünden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der deutsch-, rätoromanisch- und italienischsprachige Kanton Graubünden (rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Grischun?/i, italienisch Grigioni, französisch Grisons, schweizerdeutsch Graubünda oder Bündnerland) ist der grösste Kanton der Schweiz, deren südöstlicher Teil und liegt vollständig im Gebiet der Alpen. Der Hauptort ist Chur.

In Gold (Gelb) der schreitende heilige Jakobus in blauem Gewand, mit einem Pilgerstab
Erklärung: Das Wappen zeigt den Patron der Reformierten Kirche Bever in den getauschten Farben des Kreises Oberengadin.

In Rot drei goldene (gelbe) Muscheln
Erklärung: Dem heiligen Jakobus dem Älteren ist die Dorfkirche geweiht; sein Attribut ist die Jakobsmuschel.

In Rot durchgehendes silbernes Kreuz, oben beseitet von zwei Muscheln

Erklärung: Die Muscheln sind Beigaben des heiligen Jakobus [d. Ä.], Patron der Pfarrkirche zu Samnaun-Compatsch, Patron der Gemeinde Samnaun. Das Kreuz bildet einen Hinweis auf die Grenzgemeinde Samnaun.

In Grün ein schräglinks gestellter, gestürzter goldener Schlüssel mit nach links gewendetem Schlüsselbart, beseitet von zwei goldenen Muscheln
Erklärung: Die Motive des in den Farben der Trivulzio gehaltenen Wappens stehen für das Doppelpatrozinium der Pfarrkirche an. Der Schlüssel steht für den Heiligen Petrus, während die Muscheln den Heiligen Jakobus den Älteren symbolisieren.

Kanton Luzern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der Kanton Luzern (französisch Lucerne, italienisch Lucerna, rätoromanisch Lucerna, schweizerdeutsch Lozärn) ist ein deutschsprachiger Kanton, dessen Grossteil geografisch gesehen zum Mittelland der Zentralschweiz gehört. Sein Hauptort ist Luzern.

Kanton Nidwalden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der Kanton Nidwalden (französisch Nidwald, italienisch Nidvaldo, rätoromanisch Sutsilvania, in einheimischer Mundart Nidwaudä, amtlich und vor allem historisch auch Unterwalden nid dem Wald) ist ein deutschsprachiger Kanton der Schweiz, der zusammen mit dem Kanton Obwalden Unterwalden bildete, einen der drei Urkantone der Schweizerischen Eidgenossenschaft von 1291. Hauptort des Kantons Nidwalden ist Stans.

In Rot ein silberner Wellenbalken, darüber eine silberne, dreitürmige, bezinnte Burg mit goldener Bedachung auf den Seitentürmen, in der unteren Schildhälfte eine silberne Muschel
Erklärung: Das Wappen von Beckenried stammt aus dem Jahr 1883 und ist ein Entwurf des Stanser Heraldikers Adalbert Vokinger. Die silberne Burg soll an die beiden Burgstellen Isenringen und Retschrieden in Beckenried erinnern. Robert Durrer schreibt in seinem Heft über die Gemeindewappen Unterwaldens (1918): „Die Muschel ist dem Familienwappen des alten Ortsgeschlechts Amstad entnommen, weil Posthalter Jakob Amstad die Initiative zu dieser Wappenannahme ergriffen und die Kosten des Entwurfes übernommen hatte und bereits seit einem halben Jahrhundert ein auf der Gemeindekanzlei zurückgebliebenes Privatsiegel eines Gemeindepräsidenten aus dieser Familie die Rolle des Gemeindesiegels vertreten hatte.“

Im roten Feld drei silberne (weisse) Jakobsmuscheln
Erklärung: Das Wappen wurde 1901 von Robert Durrer geschaffen. Die Muscheln spielen auf den Hauptpatron der alten Pfarrkirche an, den Apostel Jakob der Ältere. Robert Durrer hatte den Emmettern als Variante eine bekränzte Kuh mit Fahrtrichel vorgeschlagen, die er persönlich favorisierte, weil darin das alte Sinnbild des Kantons "die Kuh von Unterwalden" heraldisch fixiert worden wäre. Damit fand er aber beim Gemeinderat kein Gehör.[4], abgerufen am 15. März 2015

Kanton Schwyz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der Kanton Schwyz (französisch Schwytz[5] oder Schwyz, italienisch Svitto, rätoromanisch Sviz) ist ein deutschsprachiger Kanton der Zentralschweiz; sein Hauptort ist die Gemeinde Schwyz.

Erklärung: Die beiden Raben im Wappen Feusisbergs erinnern an die Sage des Mönchs Meinrad von Einsiedeln († 861), die weissen Jakobsmuscheln symbolisieren den Kirchenpatron, Jakobus den Älteren.

Kanton Thurgau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der Kanton Thurgau (französisch Thurgovie, italienisch Turgovia, rätoromanisch Turgovia, lateinisch Thurgovia) ist ein deutschsprachiger Kanton im Nordosten der Schweiz. Der Hauptort des Kantons ist Frauenfeld.

Auf Gold ein Roter Schrägbalken mit drei Silbernen Muscheln
Erklärung: Die Farben Rot, Gelb und Weiss sind mit der Zugehörigkeit zum Tannegger Amt erklärbar. Und die Muscheln? Ursprünglich trugen Wallfahrer, die das Grab des Apostels Jakob besuchten, solche Muscheln auf sich; angenäht auf den Kleidern wurden sie zum allgemeinen Kennzeichen der Pilgerschaft. Nach der Gründung des Klosters Fischingen 1139 durch den Bischof von Konstanz führte der alte Pilgerweg von Konstanz über Sirnach und Fischingen nach Einsiedeln. Da Sirnach zudem Pilgerstation war, ist der Zusammenhang zwischen den Muscheln im Wappen und dem Brauch des Pilgers gegeben.[6]

Kanton Waadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Der Kanton Waadt (französisch Vaud, italienisch Vaud, rätoromanisch Vad) ist ein französischsprachiger Kanton im Westen des Landes; Hauptort ist Lausanne. Der Kanton wird als die Waadt oder auch als das Waadtland bezeichnet, im Französischen Pays de Vaud. Die Einwohner werden als Waadtländer, im Französischen als Vaudois bezeichnet.

Kanton Wallis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kantons

Das Wallis (französisch Valais, italienisch Vallese, rätoromanisch Vallais, arpitanisch Valês), amtlich Staat Wallis und État du Valais, ist ein französisch- und deutschsprachiger Kanton im Südwesten der Schweiz. Der Hauptort ist Sitten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joseph Galliker, Marcel Giger: Gemeindewappen des Kantons Aargau. Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, Buchs 2004, ISBN 3-906738-07-8, S. 138.
  2. Siehe deutschsprachige Website (Überschrift) des Kantons Freiburg
  3. Siehe französischsprachige Website (Überschrift) des Kantons Freiburg
  4. Das Emmetter Wappen auf www.emmetten.ch
  5. Die Schreibweise mit tz wird vom Guide du Typographe romand verwendet und ist dementsprechend häufig anzutreffen.
  6. Gemeinde Sirnach: Die Wappen, abgerufen am 2. März 2015