Liste der Kulturdenkmäler in Gau-Algesheim

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In der Liste der Kulturdenkmäler in Gau-Algesheim sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Stadt Gau-Algesheim aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 2. Januar 2017).

Gau-Algesheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalzonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung Bild
Denkmalzone Alter christlicher Friedhof Schulstraße
Lage
1829 heute Eickemeyer-Park; 1829 eröffnet, bis etwa 1883 belegt, verkleinert und 1955 zur Parkanlage umgestaltet; alter Baumbestand; im westlichen Teil Gruppe von dreizehn spätklassizistischen Sandsteingrabmälern:
  • Grabmal Quirin Ewen († 1846): über Pyramidenstumpf aufragendes Kreuz mit verwittertem Korpus; ursprünglich Kreuzigungsgruppe (Assistenzfiguren jetzt in der Leichenhalle des neuen Friedhofs)
  • Grabmal Valentin Kaiser († 1841): Cippus mit gusseisernem Kreuz
  • Grabmal Johann Kleisinger († 1863): gotisierend mit Reliefs
  • Grabmal Johann Anton Waldeck († 1876), außerdem nachträglich zwei Priestern gewidmet: gotisierende Stele mit Relief des Guten Hirten
  • Grabmäler Theobald Mayer († 1840) und Philipp Zimmer († 1861): jeweils mit Handwerkerzeichen
  • anonymes Grabmal, letztes Viertel des 19. Jahrhunderts: mächtiger Eichenstumpf
  • Kriegerdenkmal 1914/18 in der Mittelachse des Friedhofs: offenes Bruchsteinoktogon mit rundbogigen Arkaden, 1931; Neugestaltung 1960: mittig monumentale Dornenkrone im Bronzeguss als Sinnbild des menschlichen Leids im Kriege
Denkmalzone Alter christlicher Friedhofweitere Bilder
Denkmalzone Marktplatz Marktplatz 1–10, Flösserstraße 2, Kloppgasse 1, 2, Langgasse 1, Neugasse 1, 2, 3, 5, Weingasse 1
Lage
Marktplatz mit Rathaus und neugotischer katholischer Pfarrkirche sowie hier und in anschließenden Straßen Ackerbürgerhäuser mit anspruchsvollen Fassaden (barock und spätklassizistisch) Denkmalzone Marktplatzweitere Bilder
Denkmalzone Schloss Ardeck Schloßgasse 12
Lage
vor dem 15. Jahrhundert hervorgegangen aus von Mainzer Erzbischöfen gegründeter, 1112 genannter Wasserburg; erhalten die im Kern spätgotische ehemalige Amtskellerei: stattlicher Putzbau, teilweise vor dem 15. Jahrhundert, mit drei Türmen, Umbau mit Treppengiebeln im 19. Jahrhundert; Grabenmauern in Teilen erhalten Denkmalzone Schloss Ardeck
Denkmalzone Jüdischer Friedhof nordöstlich der Stadt; Flur Am Judensand
Lage
1358 1358 genannt, bis in die 1930er Jahre belegt; Einfriedungsmauer mit Tor, über 30 Grabsteine von der ersten Hälfte des 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert Denkmalzone Jüdischer Friedhofweitere Bilder

Einzeldenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung Bild
Stadtbefestigung 1344 von der etwa ovalen, turmbewehrten Ringmauer (Graben 1344 genannt, Mauer 1360 noch im Bau) erhalten: spätmittelalterlicher Graulturm mit geringem Stadtmauerrest, Ruine des Kamp’schen Turms und teilweise erhaltener Ringmauerabschnitt mit verfülltem Stadtgraben Stadtbefestigungweitere Bilder
Heljerhaisje Appenheimer Straße
Lage
erste Hälfte des 18. Jahrhunderts Wegekapelle; spätbarocker Putzbau, Muttergotteskulptur, erste Hälfte des 18. Jahrhunderts Heljerhaisje
Schulhaus Appenheimer Straße 4
Lage
1909–10 repräsentativer Bruchsteinbau im Heimatstil, bezeichnet 1909–10, Architekt Hans Baptist Becker, Darmstadt Schulhaus
Kamp’scher Turm Badstube, hinter Nr. 5
Lage
14. Jahrhundert Ruine des Kamp’schen Turms der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung; rechteckiger Bruchsteinbau
Stadtmauer Badstube, hinter Nr. 7–15 (ungerade Nummern)
Lage
14. Jahrhundert Ringmauerabschnitt der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung; der ehemalige Stadtgraben trotz Auffüllung erkennbar Stadtmauer
Skulptur Bahnhofstraße, bei Nr. 8
Lage
1742 Hl. Johann von Nepomuk, Kopie der barocken Figur von 1742 Skulptur
Weingut Hessel Bahnhofstraße 16
Lage
1870 Winzerhof; spätklassizistisches Wohnhaus und Kelterhaus, Bruchstein, 1870, Architekt Reinhardt Weingut Hessel
Friedhofskreuz und Grabmäler Bergstraße, auf dem neuen christlichen Friedhof
Lage
Friedhof 1883 angelegt
  • Blickpunkt der Hauptachse: Friedhofskreuz mit Korpus von 1882
  • in der Mitte der Anlage: Gruftkapelle der Familie Avenarius, um 1920, neuklassizistischer Kubus, an der Rückwand Bildnisköpfe Richard († 1917) und Angelika Avenarius († 1910) von 1912;
  • Grabmal Franz Joseph Hassemer († 1909): Kreuz über Felssockel, daneben Galvanoplastik eines Todesengels, Einfriedung
  • Grabmal Georg Presser († 1898): klassizierende Granitstele mit Relief des Todesengels
  • Grabmal Familie Quirin Feser, um 1900: Galvanoplastik des segnenden Christus nach Bertel Thorvaldsen
  • Grabmal Familie Jean Franz Mayer († 1936), in Zweitverwendung, um 1870: neugotische Stele mit Zinnenbekrönung und Kreuzaufsatz
  • in der Leichenhalle: die beiden Assistenzfiguren einer Kreuzigungsgruppe (1846) vom Alten Friedhof
Friedhofskreuz und Grabmälerweitere Bilder
Graulturm Flösserstraße ohne Nummer
Lage
14. Jahrhundert Graulturm der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung; runder Stadtmauerturm mit kegelförmigem Steinhelm Graulturm
Altes Kaufhaus Flösserstraße 2
Lage
1862 Treppengiebelhaus, bezeichnet 1862, im Kern mindestens barock, spätklassizistisch und neugotisch überformt; Wirtschaftstrakt, 19. Jahrhundert Altes Kaufhaus
Hofanlage Flösserstraße 15
Lage
18. und 19. Jahrhundert Dreiseithof, 18. und 19. Jahrhundert; barockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, bezeichnet 1750, im Kern wohl um 1700, Gewölbestall 19. Jahrhundert, Ziehbrunnen, bezeichnet 1729 Hofanlage
Wegekapelle Kegelplatz, bei Nr. 1
Lage
1777 Wegekapelle, spätbarock, bezeichnet 1777 Wegekapelle
Evangelische Gustav-Adolf-Kirche Kirchstraße 3
Lage
1926/27 barockisierender Heimatstilsaalbau, 1926/27, Architekt Heinrich Walbe, Darmstadt Evangelische Gustav-Adolf-Kirche
Spolie Kloppgasse, an Nr. 2
Lage
um 1300 skulptierter Gewölbeschlussstein, um 1300 Spolie
Wohnhaus Kloppgasse 6
Lage
zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts spätbarockes Wohnhaus, teilweise Fachwerk, verputzt, wohl aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Wohnhaus
Hofanlage Kloppgasse 10
Lage
17. bis 19. Jahrhundert Hofanlage, 17. bis 19. Jahrhundert; barockes Wohnhaus, bezeichnet 1681, Scheune, bezeichnet 1747, Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert, Kelterhaus wohl aus dem frühen 19. Jahrhundert Hofanlage
Weingut Langgasse 8
Lage
18. und 19. Jahrhundert ehemals Gasthof „Zur Krone“; Hofanlage, 18. und 19. Jahrhundert; barocker Winkelbau, teilweise Fachwerk, verputzt, Wirtschaftsgebäude 19. Jahrhundert; straßenbildprägend Weingut
Greiffenclauer Hof Langgasse 9
Lage
16. bis 19. Jahrhundert Hofanlage, 16. bis 19. Jahrhundert; Fachwerkhaus, teilweise massiv, im Kern wohl aus dem 16. Jahrhundert, bezeichnet 1714, ein Keller bezeichnet 1555; straßenbildprägend Greiffenclauer Hof
Hofanlage Langgasse 10
Lage
18. und 19. Jahrhundert ehemals Gasthaus „Zum Stern“; Hofanlage, 18. und 19. Jahrhundert; barockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, Weinkeller bezeichnet 1735, barocke Feierabendbank
Weingut Langgasse 18
Lage
18. und 19. Jahrhundert ehemaliges Weingut Huff; repräsentative Dreiflügelanlage, 18. und 19. Jahrhundert; barocker, klassizistisch überformter Walmdachbau, mit älteren Teilen (um 1600), Spolie von 1566; Fachwerknebengebäude Weingut
Johannishof Langgasse 22, Langgasse ohne Nummer, Weingasse 36
Lage
1940er bis 1960er Jahre Johannishof der Weingroßhandlung Doré und Plitzner; weitläufige historisierende Anlage mit teilweise zweigeschossiger Kelleranlage, im Wesentlichen aus den 1940er bis 1960er Jahren, Architekt Bernhard und Franz-Josef Gerharz, später Manfred Romahn Johannishofweitere Bilder
Rathaus Marktplatz 1
Lage
im Kern spätgotischer, barock überformter Mansarddachbau mit Schweifgiebel, barocke Allegorien; platzbildprägend Rathaus
Hofanlage Marktplatz 10
Lage
1730 Hofanlage; barocker Mansarddachbau, bezeichnet 1730; platzbildprägend Hofanlage
Katholische Pfarrkirche St. Kosmas und Damian Neugasse 2
Lage
1887–89 neugotische Hallenkirche, 1887–89, Architekt Max Meckel, Frankfurt am Main; spätgotischer Westturm mit romanischen Teilen, Chor 1407; über der Stützmauer des Kirchhofs Friedenssäule 1914/24 Katholische Pfarrkirche St. Kosmas und Damian
Kronenberger Hof Neugasse 7
Lage
1732 ehemaliger Hof der Reuß von Gundheim; barocker Mansarddachbau, bezeichnet 1732; straßenbildprägend Kronenberger Hof
Spolie Neugasse, an Nr. 11
Lage
1529 Reliefstein, Kurmainzer Wappen, bezeichnet 1529 und 1742 Spolie
Synagoge Querbein 9
Lage
1861 ehemalige Synagoge, kleiner Bruchsteinbau im Rundbogenstil, 1861 Synagoge
Katholisches Pfarrhaus Schloßgasse 1
Lage
1719 barocker Walmdachbau, bezeichnet 1719; historistisches Majolikarelief in der Art der della Robbia; Torbogen bezeichnet 1719 Katholisches Pfarrhaus
Schulhaus Schloßgasse 2
Lage
1826 ehemaliges Schulhaus; eingeschossiger klassizistischer Putzbau, 1826, eventuell mit älteren Teilen Schulhaus
Skulptur Schulstraße, in Nr. 20
Lage
lebensgroße barocke Figur des hl. Bonifatius
Wohnhaus Weingasse 1
Lage
1700 barockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, 1700 Wohnhaus
Wohnhaus Weingasse 20
Lage
1747 spätbarocker Krüppelwalmdachbau, bezeichnet 1747 Wohnhaus
Keller Weingasse, unter Nr. 32; Im Weiher, unter Nr. 5
Lage
spätgotischer Einstützenraum
Wasserbehälter südlich des Ortes; Flur Auf Leimen
Lage
1926 gestaffelte Sandsteinquaderfassade, bezeichnet 1926 Wasserbehälter
Wegekreuz westlich des Ortes an der B 41
Lage
1885 Sandsteinkruzifix mit Metallkorpus, 1885 Wegekreuz

Laurenziberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalzonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung Bild
Denkmalzone Friedhof Laurenziberg südlich des Weilers an einem Feldweg; Flur Vor dem neuen Hof
Lage
1851 1851 angelegt, mit teilweise erhaltener Umfriedung; am Nordrand:
  • Grabmal Jakob Heinrich Bang († 1857): sechsseitige Rotsandsteinstele mit Rundbogenfries, Sockel mit Emblem aus Bienenkorb und Pflug
  • Grabmal Johann Zelt († 1890): Obelisk
  • Grabmal (…) Maria Rang (um 1860): Figur auf hoher Stele
  • Grabmal Karl Ludwig Huf († 1863): Cippus mit Obelisk

außerdem:

  • Grabmal Margaretha Bolle († 1871): spätklassizistisch mit Bekrönung
  • Grabmal Margaretha Zelt († 1878): Säule mit Blütenkranz und Draperie
  • anonym Grabmal (um 1890): Urnenbekrönung
  • Grabmal Christoph Zelt († 1898): gründerzeitliche Stele
Denkmalzone Friedhof Laurenzibergweitere Bilder

Einzeldenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung Bild
Katholische Wallfahrtskapelle St. Laurentius Laurenziberg, hinter Nr. 8
Lage
1707 barocker Saalbau, bezeichnet 1707, historisierender Umbau 1906, Architekt August Greifzu, Mainz Katholische Wallfahrtskapelle St. Laurentiusweitere Bilder

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmäler in Gau-Algesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien