Liste der Kulturdenkmale in Flöha

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadtwappen

Die Liste der Kulturdenkmale in Flöha enthält die Kulturdenkmale in Flöha.[Anm. 1]

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals im Medienarchiv Wikimedia Commons
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Wenn vorhanden Straßenname und Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
Kartenansicht, um Koordinaten zu setzen. In dieser Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Kulturdenkmale ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Kulturdenkmale mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben. Sie identifiziert das Kulturdenkmal eindeutig. Der Link führt zu einem PDF-Dokument des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, das die Informationen des Denkmals zusammenfasst, eine Kartenskizze und oft noch eine ausführliche Beschreibung enthält. Bei ehemaligen Kulturdenkmalen ist zum Teil keine ID angegeben, sollte eine angegeben sein, ist dies die ehemalige ID. Der entsprechende Link führt zu einem leeren Dokument beim Landesamt. In der ID-Spalte kann sich auch folgendes Icon Notification-icon-Wikidata-logo.svg befinden, dies führt zu Angaben zu diesem Kulturdenkmal bei Wikidata.

Flöha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wohnhaus in Ecklage Adlerstraße 2
(Karte)
um 1900 historisierende Putzfassade, baugeschichtlich und straßenbildprägend von Bedeutung.

Fenster zum großen Teil verändert, Putzfassade mit flacher Putznutung im Erdgeschoss.

09240129
 


Wohnhaus in Ecklage Adlerstraße 6
(Karte)
um 1905 ehemals Kellers Gaststätte, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich und straßenbildprägend von Bedeutung.

Putzfassade, Schwebegiebel.

09240128
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Uhle-Villa: Fabrikantenvilla mit Terrassenanlage östlich der Villa (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle) Am Park 4
(Karte)
1868 Putzbau mit Stilelementen der Neorenaissance, Villa des Spinnerei-Fabrikanten Uhle, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Terrassenanlage mit Stützmauern aus Bruchstein und Sandsteinabdeckung, Zaunpfosten aus Sandstein und Ziergittern, zweiarmige Treppe aus Sandstein von der Ostseite der Terrasse in den Garten, weitere Treppe an der Nordseite, halbrunde bastionsartige Aufweitung (Fundament eines ehem. Pavillons?) nördlich der Villa als Teil der Terrassenanlage, in der Mitte der Terrasse befindet sich ein kleines Wasserbecken, im Garten befinden sich noch einige Altbäume (Linde, Eiche, Hainbuche, Lebensbaum und Eibe) sowie südlich der Villa noch Reste einer Felspartie.

09240163
 


Wohnhaus
Wohnhaus August-Bebel-Straße 4
(Karte)
um 1930 markanter Putzbau mit Stuckornamentik und Walmdach, baugeschichtlich von Bedeutung.

zweigeschossiger Putzbau über quadratischem Grundriss mit Drempel, dort drei Oculi, der Mittlere mit Stuckornamentik, betonter Eingangsbereichsonst im Stil der 1930er Jahre, recht schlichter Bau, Treppe Werkstein (Zweifamilienhaus, evtl. mit ehemaliger Arztpraxis).

09240130
 


Grundschule Friedrich Schiller (Schule mit angebauter Turnhalle)
Grundschule Friedrich Schiller (Schule mit angebauter Turnhalle) Augustusburger Straße 2
(Karte)
1908/1909 repräsentativer Putzbau zwischen deutscher Neorenaissance und Reformstil, Turnhalle mit neobarocken Stilelementen, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und straßenbildprägend von Bedeutung.

dreigeschossiger Putzbau über Natursteinsockel, repräsentativer Eingangsbereich aus Hilbersdofer (?) Porphyrtuff, Fenstergewände ebenfalls Porphyrtuff, Betonung der Fassade durch Schweifgiebel, Dachreiter.

09240038
 


Spinnerei J. C. Weißbach (Fabrikgebäude der ehemaligen Spinnerei J. C. Weißbach & Sohn)
Spinnerei J. C. Weißbach (Fabrikgebäude der ehemaligen Spinnerei J. C. Weißbach & Sohn) Augustusburger Straße 23
(Karte)
1856 schlichter, funktional ausgerichteter Putzbau, industriegeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

viergeschossiger Putzbau mit fünf zu zehn Achsen, Satteldach mit durchgehendem Dachhecht, Gartenpavillon mit Resten einer Deckenbemalung, Fabrik heute Möbelhaus, bis 2015 Abbruch Gartenpavillon nach Hochwasser 2002 verzeichnet.

09240040
 


Mietshaus in geschlossener Bebauung
Mietshaus in geschlossener Bebauung Augustusburger Straße 51
(Karte)
um 1905 Putzbau mit mittebetontem Erker, Gliederung mit Reformstilelementen, zwei Läden, baugeschichtlich von Bedeutung.

dreigeschossiger Putzbau, Erker mit Pagodendach über zwei Geschosse, Putznutung im Erdgeschoss, Läden nachträglich verändert.

09240137
 


Mietshaus in geschlossener Bebauung
Mietshaus in geschlossener Bebauung Augustusburger Straße 53
(Karte)
1906 mit Laden, qualitätvolle Jugendstilfassade, baugeschichtlich von Bedeutung.

Jugendstilfassade, originale Putzfassung, Fenster teilw. original, Laden verändert, qualitätvolle Gestaltung.

09240139
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß-Nachfolger: Heizwerk (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle)
Weitere Bilder
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß-Nachfolger: Heizwerk (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle) Augustusburger Straße 65a
(Karte)
1900–1903 industriegeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Teil eines bedeutenden Fabrikkomplexes, der das Stadtbild Flöhas bestimmend prägt, Fabrik hatte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt Flöha.

09244758
 


Oberschule Plaue; Ernst-Schneller-Schule (ehem.) (Schule)
Oberschule Plaue; Ernst-Schneller-Schule (ehem.) (Schule) Augustusburger Straße 81
(Karte)
um 1910 im alten Gemeindeteil Plaue, stattlicher Putzbau mit zwei Gebäudeflügeln, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Putz verändert, Anbauten, Fachwerkelemente.

09240132
 


Rathaus in offener Bebauung
Rathaus in offener Bebauung Augustusburger Straße 90
(Karte)
um 1900 Klinkerbau mit übergiebeltem Mittelrisalit und Ecktürmchen, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Roter Klinker, Sockelgeschoss und Gliederungselemente aus Hilbersdorfer Porphyrtuff.

09240134
 


Wohnhaus in offener Bebauung und Ecklage, mit Einfriedung
Wohnhaus in offener Bebauung und Ecklage, mit Einfriedung Augustusburger Straße 100
(Karte)
um 1905 historisierender Putzbau, baugeschichtlich von Bedeutung.

Putzfassade, Fenstergewände, auch im Ladenbereich original, ebenfalls Dachgaupen original, ein Laden nachträglich.

09240131
 


Villa, Nebengebäude und Einfriedung
Villa, Nebengebäude und Einfriedung Augustusburger Straße 118
(Karte)
1890 Villa repräsentativer Klinkerbau mit aufwendiger Gliederung und Veranda, Walmdach, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Ehemalige Willich-Villa, Besitzer der Buntpapierfabrik, guter Originalbestand, auch originale Innenausstattung, Rollornamente an Decken, Holzveranda, Erker, Holz-Kassettendecke im ehemaligen Herrenzimmer, Klinkerfassade, Nebengebäude wohle ehem. Waschhaus.

09240125
 


Postamt in offener Bebauung und Nebengebäude
Postamt in offener Bebauung und Nebengebäude Bahnhofstraße 4
(Karte)
um 1930 zeittypischer Putzbau mit ausgewogener Fassade und originalen Haustüren, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Walmdach, Fensterläden im Obergeschoss, guter Originalzustand, Putzfassade.

09240175
 


Betriebsschule der Baumwollspinnerei Flöha (Schule, Lehrwerkstatt, Turnhalle und Lehrlingswohnheim sowie Treppenanlage mit Tierplastik am westlichen Eingangsbereich)
Weitere Bilder
Betriebsschule der Baumwollspinnerei Flöha (Schule, Lehrwerkstatt, Turnhalle und Lehrlingswohnheim sowie Treppenanlage mit Tierplastik am westlichen Eingangsbereich) Bahnhofstraße 20
(Karte)
1956–1957 heute u. a. Schullandheim, geschlossen erhaltene bauliche Anlage im Stil der 1950er Jahre, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Gutes Beispiel der Bauzeit, städtebaulich konzipiert, Eck- und Platzbebauung mit Freitreppe, Freigelände und Plastik, Originalzustand ohne Beeinträchtigungen erhalten.

09240176
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Schweizerhäuser Bergstraße 2; 2a; 4; 4a; 6; 8
(Karte)
Ende 19. Jh. vier Arbeiterwohnhäuser, sog. Schweizerhäuser (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle), schlichte Putzbauten, teils mit Fachwerkdrempel, sozialgeschichtlich und ortgeschichtlich von Bedeutung.

Heute stark verändert, Putzfassade, Schwebegiebel.

09240167
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Arbeiterwohnhaus (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle)
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Arbeiterwohnhaus (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle) Bergstraße 10
(Karte)
um 1820 älteres, zum Arbeiterwohnhaus umgenutztes Bauernhaus, Obergeschoss Fachwerk, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung. 09240166
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Friedensburg: Arbeiterwohnhausgruppe (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle)
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Friedensburg: Arbeiterwohnhausgruppe (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle) Bergstraße 12
(Karte)
1906 in Anlehnung an englische Arbeiterwohnhauszeilen im Heimatstil errichtete Putzbauten über hohem Sockelgeschoss, mit Veranden, Zierfachwerk und Giebeln, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung. 09240174
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: sog. Altbau (4 Gebäude, davon 1 Gebäude Selfaktorgebäude = südliche Gebäudegruppe), Ballenhaus (äußerstes nördliches Gebäude), Oederaner Bau (Gebäude im Fabrikhof), sog. Neubau mit Maschinenhaus (nördliches Gebäude – Claußstraße 2), Wasserbau (nordöstliches Gebäude – Claußstraße 3), Hauptverwaltungsbau mit Zwirnerei, Packerei und Versand (östliche Gebäudegruppe – Claußstraße 5, 7), mobiles Kulturgut (Archivalien) sowie Seeberbrücke (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle)
Weitere Bilder
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: sog. Altbau (4 Gebäude, davon 1 Gebäude Selfaktorgebäude = südliche Gebäudegruppe), Ballenhaus (äußerstes nördliches Gebäude), Oederaner Bau (Gebäude im Fabrikhof), sog. Neubau mit Maschinenhaus (nördliches Gebäude – Claußstraße 2), Wasserbau (nordöstliches Gebäude – Claußstraße 3), Hauptverwaltungsbau mit Zwirnerei, Packerei und Versand (östliche Gebäudegruppe – Claußstraße 5, 7), mobiles Kulturgut (Archivalien) sowie Seeberbrücke (siehe Sachgesamtheit 09240155, Zur Baumwolle) Claußstraße 1; 2; 3; 5; 7
(Karte)
1809 (Spinnerei-Altbau) historisch gewachsene Fabrikanlage von hoher stadtgeschichtlicher, baugeschichtlicher, industriegeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung.

Bedeutender Fabrikkomplex, der das Stadtbild Flöhas bestimmend prägt, Fabrik hatte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt Flöha, älteste der Spinnereien Sachsens, die seit ihrer Gründung bis 1994 ohne Unterbrechung produzierten, ständige Erweiterung unter Einbeziehung der ältesten Bausubstanz, dadurch Entwicklung der Industriearchitektur vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ablesbar, 1809 Gründung durch Kommerzienrat Seeber, Leiter des Chemnitzer Handelshauses Benjamin Gottlieb Pflugbeil & Co und Bau des ersten Produktionsgebäudes (Altbau), 1815 Übergabe der Fabrik an Seebers Schwager Peter Otto und Ernst Iselin Clauß, 1826 erste Erweiterung des Spinnereibetriebes durch Aufsetzen eines sechsten Stockwerkes auf das alte Gebäude und Anbau eines weiteren sechsstöckigen Gebäudes, 1828 alleinige Übernahme der Fabrik durch Ernst Iselin Clauß (bis in die 40er Jahre im Besitz der Familie Clauß), 1867 Anbau eines dreistöckigen Baus für Selfaktor-Spinnmaschinen (Selfaktorbau) und Errichtung des Oederaner Baus, 1863 Errichtung einer betriebseigenen Gasanstalt, 1867 Ersetzung der alten Holzbrücke über die Zschopau durch eine Steinbrücke (Seeberbrücke), 1887 weitere bauliche Erweiterung, 1900 Bau des Zwirnereigebäudes mit dem Kontor, 1903 Neubau einer Spulerei und einer Glasiererei, 1904 Fertigstellung des so genannten Neubaus, 1972–1996 Verrohrung des Mühlgrabens

  • Sammlung: Archivakten zur Geschichte der Spinnerei, Bauarchiv der Produktionsgebäude und technischen Anlagen, Villen, Sozialgebäuden, Holzmodellsammlung, Bleiglasfenster (eingelagerte Oberlichter) und Steintafeln für treue Arbeiter,
  • sogenannter. Altbau (südliche Gebäudegruppe – Flst. 301/18): bezeichnet 1809, 1887, Ballenhaus (äußerstes nördliches Gebäude – Flst. 301/18, 587/2, 585/2), Oederaner Bau (Gebäude im Fabrikhof – Flst. 301/18)
  • sogenannter Neubau mit Maschinenhaus (nördliches Gebäude – Claußstraße 2 – Flst. 301/19)
  • Wasserbau (nordöstliches Gebäude – Claußstraße 3 – Flst. 301/18)
  • Hauptverwaltungsbau mit Zwirnerei, Packerei und Versand (östliche Gebäudegruppe – Claußstraße 5, 7 – Flst. 301/18)
  • Ehemalige Gärtnerei (Zur Baumwolle 20 – Flst. 351/14): als Sengenhaus bezeichnet, kleines Gebäude mit Mansarddach
  • Ehemaliges Pförtnerhaus (Zur Baumwolle 18 – Flst. 1/6): neben der Försterbrücke, schlichter Klinkerbau mit Zierfachwerk
  • Gartenhaus (Zur Baumwolle 26 – Flst. 351/2): am Hintereingang der Baumwollspinnerei gelegen
  • Seeberbrücke (Fußgängerbrücke über die Zschopau): Gemarkung Flöha, Flst. 585/1, Gemarkung Plaue, Flst. 303/2, 303/3, 302
09240135
 


Mietshaus mit Einfriedung
Mietshaus mit Einfriedung Dammstraße 6
(Karte)
um 1905 Putzbau mit Zierfachwerk im Giebel, baugeschichtlich von Bedeutung.

Klinkermischbauweise, grünglasierte Steine als Ornament, Fachwerkzwerchgiebel mit Schwebegiebel, Dachaufbauten original.

09240136
 


Mietshaus in halboffener Bebauung und Ecklage
Mietshaus in halboffener Bebauung und Ecklage Dammstraße 12
(Karte)
um 1905 mit Laden, Putzbau mit Reformstilelementen, baugeschichtlich von Bedeutung.

dreigeschossiger Putzbau, Gliederung der Fassade durch Putznutung im Erdgeschoss, Putzspiegel unter Fenstern, zwei Zwerchhäuser, Ladenzone verändert, wichtig im Zusammenhang mit den nebenstehenden Gebäuden, Ensemblewirkung.

09240138
 


Wohnhaus in offener Bebauung
Wohnhaus in offener Bebauung Dresdner Straße 1
(Karte)
um 1890 baugeschichtlich von Bedeutung.

Putzfassade, flacher Mittelrisalit, wichtig für Straßenbild.

09240033
 


Förderschule A. S. Makarenko (Schule)
Weitere Bilder
Förderschule A. S. Makarenko (Schule) Dresdner Straße 2
(Karte)
1889–1901 lang gestreckter, zweigeschossiger Putzbau über hohem Sockelgeschoss mit Mittelrisalit und übergiebelten Seitenrisaliten, Gurt- und Traufgesims sowie Fenstergewände in Naturstein (Porphyrtuff), baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Bildet einen Komplex mit Schillerschule in der Augustusburger Straße, in den Giebel bezeichnet 1889 und 1901.

09240039
 


Pfarrhof; heute Superintendentur (Südliches Pfarrhaus und westliches Seitengebäude eines Pfarrhofes)
Pfarrhof; heute Superintendentur (Südliches Pfarrhaus und westliches Seitengebäude eines Pfarrhofes) Dresdner Straße 4
(Karte)
ca. 1599 Dendro bildprägendes Fachwerkensemble, baugeschichtlich, hausgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, aufgrund des hohen Alters Seltenheitswert.

Fachwerk-Obergeschoss, wichtig für Ortsbild, originale Tür- und Fenstergewände.

09240037
 


Wohnhaus in offener Bebauung Dresdner Straße 5
(Karte)
um 1890 Putzbau mit übergiebeltem Mittelrisalit und Freigespärre im Giebel, baugeschichtlich und straßenbildprägend von Bedeutung.

Putzfassade, Schwebegiebel, wichtig für Straßenbild, Mittelrisalit, Zwerchgiebel.

09240034
 


Alte Schule (Ehemalige Schule)
Alte Schule (Ehemalige Schule) Dresdner Straße 6
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. ohne Anbau, heute Diakonisches Werk und Wohnhaus, schlichter Putzbau mit Porphyrtuffgewänden und Krüppelwalmdach, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Massiver Bau, guter Originalbestand, originale Haustür, zwei Türportale an Traufseite mit Inschrift „Schule“, Korbbögen über Fenster im Inneren.

09240054
 


Sachgesamtheit Ev. Stadtkirche St. Georg und Alter Kirchhof, mit folgenden Einzeldenkmalen: Kirche (mit Innenausstattung), Gemeindehaus, Denkmale für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges und des Ersten Weltkrieges, zwei Grabmale sowie Einfriedungsmauer mit nördlichem Tor und daneben befindlichem Leichenhäuschen (siehe Einzeldenkmal 09240210, gleiche Anschrift) sowie zwei Linden als Torbäume (Gartendenkmale) und Kirchhof als Sachgesamtheitsteil
Weitere Bilder
Sachgesamtheit Ev. Stadtkirche St. Georg und Alter Kirchhof, mit folgenden Einzeldenkmalen: Kirche (mit Innenausstattung), Gemeindehaus, Denkmale für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges und des Ersten Weltkrieges, zwei Grabmale sowie Einfriedungsmauer mit nördlichem Tor und daneben befindlichem Leichenhäuschen (siehe Einzeldenkmal 09240210, gleiche Anschrift) sowie zwei Linden als Torbäume (Gartendenkmale) und Kirchhof als Sachgesamtheitsteil Dresdner Straße 8
(Karte)
Ende 15. Jh. baugeschichtlich, stadtgeschichtlich und künstlerisch von Bedeutung, orts- und landschaftsbildprägend, Grabmale von stadtgeschichtlicher und personengeschichtlicher Bedeutung.

Baumpaar aus zwei Linden (Tilia spec.) als Torbäume am nördlichen Zugangstor.

09240036
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Ev. Stadtkirche St. Georg und Alter Kirchhof: Kirche (mit Innenausstattung), Gemeindehaus, Denkmale für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges und des Ersten Weltkrieges, zwei Grabmale sowie Einfriedungsmauer mit nördlichem Tor und daneben befindlichem Leichenhäuschen (siehe auch Sachgesamtheit 09240036, gleiche Anschrift) Dresdner Straße 8
(Karte)
Ende 15. Jh. im Kern vermutlich romanische Saalkirche, verputzter Bruchsteinbau mit eingezogenem dreiseitig geschlossenem Chor, Dachreiter, baugeschichtlich, stadtgeschichtlich und künstlerisch von Bedeutung, Grabmale von stadtgeschichtlicher und personengeschichtlicher Bedeutung.
  • Kirche: Schiff 1741 umgebaut, restauriert 1880, Ausstattung: Schnitzaltar (um 1500), Kanzel (1676) und Taufstein (um 1595)
  • Gemeindesaal: zeittypischer Putzbau mit Ausstattung aus der Erbauungszeit u. a. Wandbild im Inneren an der Stirnseite des Gebäudes.
  • Grabmale:
    • Grabtafel für Gottlob Ferdinand Heymann (ehemals Spinnereibesitzer von Gückelsberg, verst. 1846)
    • Grabtafel für Magister Fr. Gottlieb Merkel, Flöhaer Pastor (1762–1828)
09240210
 


Sachgesamtheit Friedhof Flöha-Georgen mit folgenden Einzeldenkmalen: vier Grabanlagen, drei Grabmale und Einfriedung mit Tor an der Dresdner Straße (siehe Einzeldenkmal 09240035) sowie Friedhofsgestaltung (Gartendenkmal) Dresdner Straße 23
(Karte)
um 1900 originelle Eingangsgestaltung an der Dresdner Straße, monumentale Grabmale im Stil ihrer Zeit sowie Gräber für Opfer des Luftangriffs auf Flöha vom Februar 1945, ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Einfriedung: schmiedeeiserner Ziergitterzaun im Süden zur Dresdner Straße mit ebenfalls schmiedeeisernem Zufahrtstor, Zufahrt mit zwei symmetrisch zum Tor angelegten Rampen von der Dresdner Straße, begleitet von einer Baumreihe aus geschnittenen Linden, mittlerer Baum gegenüber dem Tor nicht geschnitten (Landmarke), Hauptweg vom Tor nach Nordosten, weiterer Hauptweg vom Nebeneingang an der Südöstseite des Friedhofs nach Nordwesten verlaufend, zwei Linden-Alleen entlang der beiden Hauptwege, außerdem Linden-Reihe entlang des nördlichen Abschnitts der Nordwest-Grenze des Friedhofs.

09305219
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Friedhof Flöha-Georgen: vier Grabanlagen, drei Grabmale und Einfriedung mit Tor an der Dresdner Straße (siehe auch Sachgesamtheit 09305219) Dresdner Straße 23
(Karte)
um 1900 monumentale Grabmale im Stil ihrer Zeit sowie Gräber für Opfer des Luftangriffs auf Flöha vom Februar 1945, ortsgeschichtlich von Bedeutung.
  • Grabanlagen:
    • Grabanlage der Familie Heinrich von Einsidel (1852–1921): monumentaler Aufbau, Mittelteil mit schwerem Gebälk, dass von je zwei kurzen gedrungen Doppelsäulen getragen wird, steinerne Einfriedung,
    • Grabanlage der Familie Franz Reinhold Weber (1840–1920): Mittelteil flankiert von je zwei kannelierten Säulen, darüber Gebälk mit Zahnschnitt, davor stehende steinerne Vase mit Akanthusblättern, steinerne Einfriedung
    • Erbbegräbnis Familie Sander, um 1900, Steinkreuz mit davor stehender segnender Christusfigur (Galvanoplastik)
    • Erbbegräbnis Familie Schicketanz, um 1910, tempelartiger Aufbau, vier Pfeiler mit Kapitell, darüber halbkugelförmige Bedachung, steinerne Einfriedung
  • Grabmale: drei Gräber für Opfer des Luftangriffs vom 14. Februar 1945
  • Bauliche Anlagen: Schmiedeeiserner Zaun mit Tor entlang der Dresdner Straße (Friedhofseinfriedung am Haupteingang zum Friedhof).
09240035
 


Alte Mühle (Ehemaliges Mühlenanwesen mit westlicher Gebäudegruppe, bestehend aus nördlichem Wohn- und Wirtschaftsgebäude und südlich anschließenden Arbeiterwohnhäusern (Nr. 11, 13), östliche Gebäudegruppe mit nördlichem Mühlengebäude, rückwärtig angrenzendem Turbinenhaus sowie südlichem ehemaligen Arbeiterwohnhaus (Nr. 15)) Erdmannsdorfer Straße 11; 13; 15
(Karte)
um 1830 von der Baumwollspinnerei Clauß aufgekaufte alte Mühle und zu Werkswohnungen umgenutzt, mehrfach überformte und ihrer Nutzung angepasste Gebäudegruppe mit baugeschichtlicher, ortsgeschichtlicher und technikgeschichtlicher Bedeutung.

Teilweise Fachwerk-Konstruktionen, verschiedene Bauphasen, stark überbauter Komplex mit zahlreichen auch beeinträchtigenden Bauveränderungen, in geschichtlichem Zusammenhang zur Baumwollspinnerei wichtig, wurde von dieser 1879 gekauft, ein Haus von 1814 mit originalem Portal, originalen Fenstern und Türen, 2. Bau aus 2. Hälfte 19. Jahrhundert

09240169
 


Stauklappenwehr und Wärterhaus Erdmannsdorfer Straße 17
(Karte)
um 1880 dreiteiliges Klappenwehr mit einem Bediensteg von einem Ufer zum anderen, technikgeschichtlich von Bedeutung, Seltenheitswert.

Zusammenhang zur Baumwollspinnerei,

  • Wehrwarte: Erdmannsdorfer Str. 17; zweigeschossiger Putzbau über Natursteinsockel, Mansarddach, an der Südseite im Erker Inschrift „WEHR-WARTE.“
  • Wehranlage: Wehrstraße; Technische Daten:
    • Wehrklappenzahl: drei Stück
    • lichte Weite zwischen den Pfeilern 12,40 m, lichte Breite Grundablass 2,50 m.
    • Breite der Trennpfeiler 0,80 m
    • Breite über alles 43,80 m
    • Drehwinkel der Klappen 60°

Planung/Konstruktion/Lieferung: Fa. Stauwerke A.-G. Zürich Bauleitung: Baurat Prof. R. Toepel, Leipzig/Connewitz; Bauausführung: Firma Rudi Wolle, Leipzig; Antriebselemente: Hebezugfabrik A. Pippig u. Co., Leipzig.

09240170
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei Gückelsberg, ehemals Heymann: drei Spinnereigebäude, Kessel- und Maschinenhaus mit Schornstein, nördlich anschließender Verbindungsbau, Mühlgraben, Turbinenhaus, Kontorgebäude, Schlosserei, (Kutscher-)Wohnhaus, Wolllager, Scheune, Spritzenhaus, zwei Arbeiterwohnhäuser (Fabrikweg 1 und 2)
Weitere Bilder
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei Gückelsberg, ehemals Heymann: drei Spinnereigebäude, Kessel- und Maschinenhaus mit Schornstein, nördlich anschließender Verbindungsbau, Mühlgraben, Turbinenhaus, Kontorgebäude, Schlosserei, (Kutscher-)Wohnhaus, Wolllager, Scheune, Spritzenhaus, zwei Arbeiterwohnhäuser (Fabrikweg 1 und 2) Fabrikweg 1; 2; 4
(Karte)
1829 Straßenpflaster, zwei Bergkeller sowie Villa mit Einfriedungsmauer entlang des Gartens und des Mühlgrabens (siehe Sachgesamtheit 09304751, gleiche Anschrift), baugeschichtlich, industriegeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutsame Anlage.

Baumwolllager, Scheune, Spinnereineubau, Sprinklerhaus, Turbinenhaus, Transformatorenhaus, zwei Spinnereialtbauten, Zwischenbau, Kesselhaus, Maschinenhaus, Schornstein, Packerei, Kontorgebäude, Schlosserei, Kutscherhaus, Stall, Feuerwehrgebäude, Villa erbaut von Maurermeister Otto Liebig, 1884 um zwei Stockwerke aufgestockt durch Baumeister L. Mehner aus Chemnitz

  • Büro- und Kontorgebäude: zweigeschossiger Putzbau mit guter Innenausstattung, äußerlich Veränderungen
  • Werkstattgebäude: zweigeschossiger Putzbau, Ziegelmauerwerk, Porphyrtuffgewände
  • Wohnhaus: zweigeschossig, quadratischer Grundriss, Ziegelmauerwerk verputzt, Porphyrtuffgewände
  • Wagenschuppen: Bruchstein und Ziegelmauerwerk verputzt, Porphyrtuffgewände, Satteldach, Straßenpflasterung des Fabrikweges erhalten im Bereich von der Staatsstraße bis zum Fabrikkomplex
  • Wohnhaus (Schlussstein bezeichnet 1792) zweigeschossig, Satteldach, Obergeschoss Fachwerk verputzt, Giebel verschiefert, 1861 von Spinnerei Gückelsberg erworben, später Arbeiterwohnhaus
  • Arbeiterwohnhaus: als Mietskaserne erbaut, Eingang an Giebelseite, Mittelgang von dem Räume abgehen, zweigeschossig, Satteldach
  • Spritzenhaus: eingeschossiger Putzbau, flachgeneigtes Satteldach, Giebelseite Holztor mit Außenbeschlag, Segmentbogenfenster mit Gewänden
  • Bergkeller: An Brückenzufahrt, eingeschossig in Berg hineingebautes Kellerhaus, gehörte zum Fabrikkomplex der ehemaligen Spinnerei Gückelsberg, gegenüber Fabrikweg 4
  • Bergkeller am Hang: Öffnung gemauert, Gewölbekeller, circa 5 m tief in den Hang gegraben, offen.
09240213
 


Sachgesamtheit Baumwollspinnerei Gückelsberg, ehemals Heymann mit folgenden Einzeldenkmalen: drei Spinnereigebäude, Kessel- und Maschinenhaus mit Schornstein, nördlich anschließender Verbindungsbau, Mühlgraben, Turbinenhaus, Kontorgebäude, Schlosserei, (Kutscher-)Wohnhaus, 2 Wolllager, Scheune, Spritzenhaus, zwei Arbeiterwohnhäuser (Fabrikweg 1 und 2)
Weitere Bilder
Sachgesamtheit Baumwollspinnerei Gückelsberg, ehemals Heymann mit folgenden Einzeldenkmalen: drei Spinnereigebäude, Kessel- und Maschinenhaus mit Schornstein, nördlich anschließender Verbindungsbau, Mühlgraben, Turbinenhaus, Kontorgebäude, Schlosserei, (Kutscher-)Wohnhaus, 2 Wolllager, Scheune, Spritzenhaus, zwei Arbeiterwohnhäuser (Fabrikweg 1 und 2) Fabrikweg 4
(Karte)
1829 Straßenpflaster, zwei Bergkeller sowie Villa mit Einfriedungsmauer entlang des Gartens und des Mühlgrabens (siehe Sachgesamtheit 09304751, gleiche Anschrift), drei nebeneinander errichtete Spinnereigebäude der Pionierzeit in Ziegelbauweise (um 1830 und um 1847) sowie der 1920er Jahre in Stahlbetonbauweise mit erhaltenen Nebengebäuden und Fabrikantenvilla, baugeschichtlich bedeutend, bedeutende, weil seltene, weitestgehend authentisch erhaltene Baumwollspinnerei des Flöhatals mit Produktions- und Sozialbauten, durchgängige Produktion zwischen 1830 und 1990, industriegeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend.

Villengarten: der Villengarten hatte ursprünglich eine größere Ausdehnung nach Westen als heute, Bruchsteinmauer entlang der Flöha, teilweise als Damm ausgebildet, gleichzeitig als Einfriedungsmauer und Hochwasserschutz fungierend, wertvoller Altgehölzbestand aus u. a. Blut-Buche (Fagus sylvatica f. purpurea), Hänge-Buche (Fagus sylvatica f. pendula), Stiel-Eiche (Quercus robur), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Berg-Ahorn (Acer Pseudoplatanus), Kanadische Hemlockstanne (Tsuga canadensis), Weymouths-Kiefer (Pinus strobus), außerhalb des heutigen Villengartens befinden sich noch eine Hänge-Esche (Fraxinus excelsior 'Pendula'), eine Schwarz-Kiefer (Pinus nigra) und ein kapitaler Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera), nach Süden hin Blick über die Flöha in die Landschaft.

09304751
 


Sachgesamtheit Waldfriedhof Flöha-Plaue mit folgenden Einzeldenkmalen: Friedhofskapelle, Glocke (ursprünglich in Kapelle), Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, zwei Grabmale, eine Grabanlage und Friedhofseinfriedung (siehe auch Einzeldenkmal 09247722) sowie Friedhofsgestaltung (Gartendenkmal) Friedhofstraße 1
(Karte)
1908 baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und landschaftsgestaltend von Bedeutung.

die Friedhofsgestaltung beschränkt sich auf die südliche Hälfte des Friedhofsgeländes in dem sich auch die Kapelle befindet, im Norden befindet sich der Wirtschaftsbereich, der Friedhof besitzt keinen typische Waldfriedhofscharakter, sondern ist durch seine regelmäßige Gestaltung mit Alleen und Baumreihen aus überwiegend Nadelgehölzen geprägt.

  • Bauliche Schutzgüter:
    • Gebäude: Friedhofskapelle an der Nordgrenze des Friedhofs
    • Einfriedung: an der Friedhofstraße im Eingangsbereich nahe der Friedhofskapelle Einfriedungsmauer aus verputztem Ziegelmauerwerk mit Sandsteinsockel
    • Erschließung: drei Zufahrtstore mit zweiflügeligen Ziergittertoren an der Friedhofstraße, je östlich und westlich der Kapelle sowie gegenüber dem Haupteingang, orthogonales Wegesystem mit Ausnahme der beiden von der Friedhofstraße kommenden Zufahrtswege, die sich südlich der Kapelle in einem Bogen treffen
    • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges am östlichen Zufahrtsweg
    • Wege mit wassergebundener Decke und Gerinne aus Lesesteinen, Zufahrtswege mit Granitpflaster, Fläche südlich der Kapelle mit großformatigen Steinplatten belegt
    • Glocke: gegenüber Kapelle „Maria Magdalena Clauss/1908/Franz Schilling in Apolda/Goss mich“
    • Steinkreuz: neben Glocke, großes Natursteinkreuz, Inschrift: „26.XII.1864–5.VI.1909“, „Dem Begründer unserer/ersten Leichenhalle/Herrn Ernst Iselin Clauss“
    • denkmalwerte Grabmale: zwei Grabmale und eine Grabanlage
  • Vegetation: Alleen bzw. Baumreihen aus vorwiegend Nadelgehölzen entlang der orthogonal verlaufenden Wege: entlang der nördlichen Friedhofsgrenze zur Friedhofstraße Baumreihe aus Lärchen (Larix decidua), entlang des nördlichen Längsweges Reihe aus Lebensbäumen (Thuja occidentalis), am mittleren Längsweg Allee aus Eschen (Fraxinus excelsior), Lebensbaum (Thuja occidentalis) und Scheinzypresse (Chamaecyparis spec.), entlang des südlichen Längsweges im Bereich der Kapelle Reihe aus Scheinzypressen (Chamaecyparis spec.), am westlich der Kapelle liegenden ersten Querweg Allee aus Lebensbaum (Thuja occidentalis), am zweiten Querweg Allee aus Colorado-Tanne (Abies concolor).
09305160
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Waldfriedhof Flöha-Plaue: Friedhofskapelle, Glocke (ursprünglich in Kapelle), Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, zwei Grabmale, eine Grabanlage und Friedhofseinfriedung (siehe auch Sachgesamtheit 09305160, gleiche Anschrift) Friedhofstraße 1
(Karte)
1909 baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.
  • Kapelle: Mittelteil auf quadratischem Grundriss und Seitenflügel, Mittelteil in repräsentativer Gestaltung mit Eingang, dieses flankiert von kannelierten Pilastern, die die Segmentbogenverdachung stützen, oberhalb des Segmentbogens Relief mit zwei Engeln mit Lorbeerkranz sowie Kreuz, die seitlichen Anbauten baulich verändert, Inschrift Kapelle: „Gestiftet zum 100jährigen Geschäftsjubiläum der Firmen E. I. Clauss Nachf., Plaue von ihrem derzeitigen Inhabern Frau Marie Magdalene verw. Clauss und Herrn Ernst Stefan Clauss Juni 1909“
  • Einfriedungsmauer entlang der Friedhofsstraße
  • Glocke: gegenüber Kapelle „Maria Magdalena Clauss/1908/Franz Schilling in Apolda/Goss mich“
  • Steinkreuz: neben Glocke: großes Natursteinkreuz von Efeu bewachsen, Inschrift: „26.XII.1864–5.VI.1909“, „Dem Begründer unserer/ersten Leichenhalle/Herrn Ernst Iselin Clauss“
  • Kriegerdenkmal: errichtet für Gefallene des Ersten Weltkrieges, nachträgliche Widmung auch für Gefallene des Zweiten Weltkrieges, Stele, bekrönt von Adler, Inschrift: „Plaue – Bernsdorfs Heldensöhnen geweiht“, Tafel für Gefallene des Zweiten Weltkrieges.
  • Erbbegräbnis Familie Clauß: Grabwand bewachsen von Efeu, bekrönt von steinernem Kreuz
  • zwei Grabplatten für Maria Magdalene Clauss und Ernst Stephan Clauss
  • Grabmal Bode: Granitplatte mit Kreuz, davor Galvanoplastik Trauernde (Mariendarstellung)
09247722
 


Turnhalle mit Gedenktafel (Relief für die Opfer des Faschismus) Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 8
(Karte)
1928 geschichtlich von Bedeutung.

Errichtet von Arbeitersportlern, ab 1933 Haftlager Geschichtsdenkmal.

09240172
 


Villa von Einsidel (Villa mit Garten (Nebenanlage) und Zufahrtsallee (Gartendenkmal)) Hausdorfer Straße 9
(Karte)
1904, später überformt Putzbau mit polygonalem Eckturm, baugeschichtlich von Bedeutung.

ehemaliges Rittergut mit Bedienstetenwohnhaus, Besitzer von Einsidel war ehem. Lehngerichtsbesitzer

  • Villa: zweigeschossiger Putzbau mit polygonalem Eckturm, Bleiglasfenster, guter Originalbestand, Marmor, Stuckornament, älterer Baukörper, an den Villa angefügt wurde
  • Bedienstetenwohnhaus: 2. Hälfte des 19. Jh., Abbruch 2000
  • Garten (Nebenanlage): große Obstbaumwiese und Terrassierung südlich der Villa, im Osten Zufahrtsallee aus Linden (Tilia spec.) und Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus).
09240032
 


Denkmal für die Opfer des Faschismus Heinrich-Heine-Straße 5
(Karte)
nach 1945 (Denkmal) Gedenktafel mit Reliefplastik im Eingangsbereich der Texturseidenwerke, zur Erinnerung an getötete ausländische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg, umgearbeitetes und umgewidmetes ehemaliges Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges (ehemaliger Stahlhelm zur Kette umgearbeitet). 09240133
 


Wohnhaus mit Einfriedung Heinrich-Heine-Straße 14
(Karte)
um 1900 zeittypischer Putzbau mit sparsamer Klinkergliederung und Zierfachwerk in den Giebeln, baugeschichtlich von Bedeutung.

Guter Originalbestand, Fachwerkdrempel und -zwerchgiebel, Schwebegiebel.

09240127
 


Denkmal für die Verfolgten des Naziregimes
Denkmal für die Verfolgten des Naziregimes Lessingstraße
(Karte)
um 1970 (Denkmal) Sandsteinstele mit Darstellung eines Fahnenträgers (Halbrelief), repräsentatives Denkmal von künstlerischer und ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Sandsteinstele mit leicht überlebensgroßem Halbrelief, darunter Inschrift: „Zu Tode geführt und siehe wir leben“ sowie Symbol VDN.

09303323
 


Mietshaus in Ecklage und in halboffener Bebauung
Mietshaus in Ecklage und in halboffener Bebauung Lessingstraße 6
(Karte)
1909 städtebaulich markantes Eckgebäude mit Laden, Fassade in Klinkermischbauweise mit Zierfachwerk, ehemals mit ortsbekanntem Kolonialwarenladen, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert.

Mietshaus in Ecklage, ehemals mit Colonialwarenladen im Erdgeschoss, 1909 im Auftrag des Bauherrn Meier erbaut. Zweigeschossig, Sockel Naturstein, Fassade in Klinkermischbauweise, Zierfachwerk im Dachbereich. Hausecke polygonal ausgebildet, dort im Erdgeschoss ursprünglich Zugang zum Colonialwarenladen. Die originale Ladenausstattung blieb leider nicht erhalten. Für das Erscheinungsbild des Hauses waren die einst sprossengeteilten Fenster bedeutsam. Wichtig für das Erscheinungsbild des Hauses ist auch der zweigeschossige Eckerker über polygonaler Grundfläche, welcher vom Ersten Obergeschoss in das Dachgeschoss hineinreicht. Abgeschlossen wird das Haus durch ein Satteldach, der Erker durch eine Welsche Haube. Das Haus prägt durch seine qualitätvolle Gestaltung und dominante Lage das Bild des Straßenzuges. Durch seinen guten Originalzustand dokumentiert das Haus eindrucksvoll städtisches Bauen um 1900, welches u. a. durch Jugendstil und „Schweizer Stil“ beeinflusst wurde. Der langjährige Colonialwarenladen war offensichtlich in Flöha sehr bekannt. Der Denkmalwert ergibt sich, aus dem vorhergehenden abgeleitet, aus dem stadtgeschichtlichen, baugeschichtlichen und städtebaulichen Wert des Hause. (LfD/2012).

09304248
 


Wohnhaus in halboffener Bebauung, Teil eines Doppelwohnhauses
Wohnhaus in halboffener Bebauung, Teil eines Doppelwohnhauses Lessingstraße 8
(Karte)
nach 1912 architektonisch anspruchsvoll gestalteter Putzbau, Doppelwohnhaus erbaut für den technischen bzw. kaufmännischen Direktor des Tafelglaswerkes Falkenhütte in Flöha, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bebauung.

Ca. 1912 für den kaufmännischen oder den technischen Direktor des Tafelglaswerkes Falkenhütte in Flöha erbaut. Zweigeschossiger schlichter Putzbau in sachlicher Gestaltung, welcher geprägt wird durch eine der inneren Nutzung entsprechende Anordnung und Gestaltung der Fensteröffnungen. Der Hauseingang wird durch einen vorkragenden Dreieckgiebel betont, seitlich befindet sich ein Standerker auf segmentbogenförmigem Grundriss. Abgeschlossen wird das Haus durch ein hohes Walmdach, besetzt mit kleinen Fledermausgaupen. In seiner Formensprache steht das Haus in der Tradition der Reformarchitektur des beginnenden 20. Jh. In Abgrenzung zur Historismusarchitektur orientierten sich die Architekten, wie beispielsweise Tessenow und Schmidthenner, an der Baukunst des 18. Jh., dort speziell am Gartenhaus von Goethe. Das Credo dieser Bauideale sind Einfachheit, Schlichtheit und Bürgerlichkeit. Ganz offensichtlich fühlt sich der Architekt der beiden Villen Lessingstr. 8 und 10 diesen Architekturauffassungen verpflichtet. durch den guten Originalzustand und die relative Seltenheit von Bauten dieser Stilrichtung in Flöha und Umgebung kommt beiden Bauwerken eine baugeschichtliche Bedeutung zu.

09304249
 


Wohnhaus in halboffener Bebauung, Teil eines Doppelwohnhauses
Wohnhaus in halboffener Bebauung, Teil eines Doppelwohnhauses Lessingstraße 10
(Karte)
nach 1912 architektonisch anspruchsvoll gestalteter Putzbau, Doppelwohnhaus erbaut für den technischen bzw. kaufmännischen Direktor des Tafelglaswerkes Falkenhütte in Flöha, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bebauung.

Ca. 1912 für den kaufmännischen oder den technischen Direktor des Tafelglaswerkes Falkenhütte in Flöha erbaut. Zweigeschossiger schlichter Putzbau in sachlicher Gestaltung, welcher geprägt wird durch eine der inneren Nutzung entsprechende Anordnung und Gestaltung der Fensteröffnungen. Der Hauseingang wird durch einen vorkragenden Dreieckgiebel betont, seitlich befindet sich ein Standerker auf segmentbogenförmigem Grundriss. Abgeschlossen wird das Haus durch ein hohes Walmdach, besetzt mit kleinen Fledermausgaupen. In seiner Formensprache steht das Haus in der Tradition der Reformarchitektur des beginnenden 20. Jh. In Abgrenzung zur Historismusarchitektur orientierten sich die Architekten, wie beispielsweise Tessenow und Schmidthenner, an der Baukunst des 18. Jh., dort speziell am Gartenhaus von Goethe. Das Credo dieser Bauideale sind Einfachheit, Schlichtheit und Bürgerlichkeit. Ganz offensichtlich fühlt sich der Architekt der beiden Villen Lessingstr. 8 und 10 diesen Architekturauffassungen verpflichtet. durch den guten Originalzustand und die relative Seltenheit von Bauten dieser Stilrichtung in Flöha und Umgebung kommt beiden Bauwerken eine baugeschichtliche Bedeutung zu. (LfD/2012).

09304250
 


Villa mit Garten und Einfriedung
Villa mit Garten und Einfriedung Pufendorfstraße 8
(Karte)
1909 zeittypischer, weitgehend original erhaltener Putzbau im Schweizer Stil, von baugeschichtlichem Wert.

zweigeschossiger Putzbau über annähernd rechteckigem Grundriss, unterschiedliche Fensterformate mit gesprossten Oberlichtern mit schmalen Putzfaschen, fast alle Fenster original, halbrunder Eckerker, Wintergärten – teilweise mit Buntglasscheiben und Sprossung, Giebeldreiecke mit Zierfachwerk, hohes Mansarddach mit Biberschwanzdoppeldeckung, Einfriedung: steinerne Zaunspfeiler – vermutlich original, Zaunfelder Holz – nicht original, Garten mit Resten der ursprünglichen Bepflanzung, hier vor allem die Nadelgehölze (Lärchen und Kiefern) sowie die kapitale Roteiche und die Ziersträucher, im Bodenrelief die alte Wegeführung (Rondell) noch sehr gut ablesbar.

09303324
 


Ehemaliges Wohnstallhaus eines Dreiseithofes
Ehemaliges Wohnstallhaus eines Dreiseithofes Rudolf-Breitscheid-Straße 1
(Karte)
um 1800 eines der letzten Bauernhäuser im Stadtgebiet von Flöha und somit wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte.

Stattliches Fachwerkgebäude, vermutlich um 1800 erbaut, später zum Wohnhaus umgebaut. Der letzte Bauer des Gutes, zu dem das Wohnstallhaus gehörte, war der Wilhelm Naumann. Vor 2012 saniert. Zweigeschossig mit massivem, vermutlich massiv unterfahrenem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss. Dieses zweirieglig mit zahlreichen gezapften Streben. Ein Giebel massiv. Abschluss durch Krüppelwalmdach mit nachträglich aufgesetztem Hecht. Als typisches, authentisch erhaltenes Bauernhaus baugeschichtlich und sozialgeschichtlich bedeutsam. Als eines der letzten erhaltenen Bauernhäuser von Flöha erlangt das Gebäude auch stadtentwicklungsgeschichtliche Bedeutung.

09240042
 


Wohnhaus in geschlossener Bebauung
Wohnhaus in geschlossener Bebauung Rudolf-Breitscheid-Straße 35
(Karte)
um 1905 historisierender Putzbau mit Jugendstilelementen, baugeschichtlich von Bedeutung.

Fachwerkzwerchgiebel, Holzbalkone, Fachwerkdrempel, Betonfenstergewände, verziert, Putzfassade, Schwebegiebel, Sockel Werkstein.

09240043
 


Erich-Weinert-Schule (ehem.) (Ehemalige Schule) Schillerstraße 24
(Karte)
1927 heute Berufsschule und Altenpflegeschule, repräsentativer, sachlich gestalteter Putzbau von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert.

Sachlicher Zweckbau, Putzfassade mit Klinker, Eingang überdacht, Vordach ruht auf Klinkerpfeilern, Freitreppe, Lochfassade mit regelmäßig angeordneten Rechteckfenstern – gesprosste Kastenfenster, Klinker zumeist geflammt.

09240177
 


Häuslerhaus Schweddey 9
(Karte)
2. Hälfte 18. Jh. Obergeschoss Fachwerk verkleidet, baugeschichtlich von Bedeutung.

Satteldach, Fachwerk-Obergeschoss verkleidet, Erdgeschoss massiv, originale Tür- und Fenstergewände.

09240060
 


Häuslerhaus Schweddey 13
(Karte)
2. Hälfte 18. Jh. Obergeschoss Fachwerk verkleidet, baugeschichtlich von Bedeutung.

Krüppelwalmdach, Fachwerk-Obergeschoss, gezapfte Streben, Erdgeschoss massiv, Tür- und Fenstergewände im Erdgeschoss erhalten, beide Giebel verbrettert.

09240059
 


Ehemaliger Kindergarten Straße des Friedens 16
(Karte)
um 1960 zeittypischer Putzbau mit mittigem und aufwändig gestaltetem Eingangsbereich, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung.

Putzfassade, Originalbestand bis ins Detail erhalten.

09240126
 


Sachgesamtheit Waldsiedlung (ehemalige Gendarmensiedlung), bestehend aus 12 Mehrfamilienhäusern, einem Nebengbeäude und den umgebenden Gärten (alles Sachgesamtheitsteile) Waldsiedlung 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8; 9; 10; 11; 12
(Karte)
um 1920 gut erhaltene Beamtensiedlung von städtebaulichem, baugeschichtlichem und stadtgeschichtlichem Wert.

Jedes Gebäude zweigeschossig mit verbrettertem Obergeschoss, Mittelrisalit, Erdgeschoss Putz, Türen und Fenster original, Walmdächer in Schiefer mit Dachhäuschen an den Giebelseiten, Wohnhäuser mit jeweils vier Wohnungen, um 1930 als Gendarmeriesiedlung erbaut, einheitlich gestaltete Mehrfamilienwohnhäuser.

09240156
 


Villa Waldeck (Villa, Bedienstetenwohnhaus und Villengarten) Waldstraße 1
(Karte)
1894 ehemaliges Gästehaus der Baumwollspinnerei Clauß, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.
  • Villa: zweigeschossiger Putzbau über Sockelgeschoss, unregelmäßiger Grundriss, gerade Fensterbedachungen im Erdgeschoss, Standerker, spätere Veranda, schmales Gurtgesims, an den Giebeln Putzgliederung, Zusammenhang zur Baumwollspinnerei Clauß
  • Villengarten:
    • Einfriedung: im Norden zur Waldstraße Reste eines Holzlattenzaunes
    • Erschließung: Zugang von Norden von der Waldstraße, vor der Villa bogenförmige Zufahrt, im hausnahen Bereich regelmäßiges Wegesystem mit wassergebundenen Decken noch ablesbar
    • Vegetation: wertvoller Altgehölzbestand aus u. a. Rot-Eiche (Quercus rubra), Stiel-Eiche (Quercus robur), Säulen-Eiche (Quercus robur 'Fastigiata'), Linden (Tilia spec.), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Rot-Buche (Fagus sylvatica), Schwarz-Kiefer (Pinus nigra), Kanadische Hemlockstanne (Tsuga canadensis), Hänge-Esche (Fraxinus excelsior 'Pendula'), Eiben (Taxus baccata), Rosen (Rosa)und Rhododendren (Rhododendron), im südlichen Gartenbereich flankieren je ein Baumpaar aus Linden (Tiliaspec.) rechts und links die Villa, zwei Eiben (Taxus baccata) als Torbäume am Zufahrtstor.
09240157
 


Stauklappenwehr und Wärterhaus Wehrstraße
(Karte)
um 1880 dreiteiliges Klappenwehr mit einem Bediensteg von einem Ufer zum anderen, technikgeschichtlich von Bedeutung, Seltenheitswert.

Zusammenhang zur Baumwollspinnerei

  • Wehrwarte: Erdmannsdorfer Str. 17; zweigeschossiger Putzbau über Natursteinsockel, Mansarddach, an der Südseite im Erker Inschrift „WEHR-WARTE.“
  • Wehranlage: Wehrstraße; Technische Daten:
    • Wehrklappenzahl: drei Stück
    • lichte Weite zwischen den Pfeilern 12,40 m, lichte Breite Grundablass 2,50 m
    • Breite der Trennpfeiler 0,80 m
    • Breite über alles 43,80 m
    • Drehwinkel der Klappen 60°

Planung/Konstruktion/Lieferung: Fa. Stauwerke A.-G. Zürich Bauleitung: Baurat Prof. R. Toepel, Leipzig/Connewitz; Bauausführung: Firma Rudi Wolle, Leipzig; Antriebselemente: Hebezugfabrik A. Pippig u. Co., Leipzig.

09240170
 


Wohnstallhaus Wehrstraße 10
(Karte)
um 1700 Obergeschoss Fachwerk, baugeschichtlich und hausgeschichtlich von Bedeutung.

Das Wohnstallhaus wurde um 1700 errichtet und vermutlich im 18. Jh. giebelseitig durch einen Scheunenanbau erweitert sowie nachträglich massiv unterfahren. Diese Angaben beruhen auf vergleichenden Schätzungen des Baubestandes. Der zweigeschossige Fachwerkbau mit massivem, aus Ziegelsteinen errichtetem Erdgeschoss (wahrscheinlich im 19. Jh. nachträglich massiv unterfahren) und einem in Fachwerkbauweise aufgerichtetem Obergeschoss wird durch ein Satteldach abgeschlossen. Wichtige Gestaltungsmerkmale des Erdgeschosses sind die aus Hilbersdorfer Porphyrtuff gefertigten Fenstergewände sowie das Türportal, die der Bauphase zu Beginn des 19. Jh. zuzuordnen sind. Das Obergeschoss weist eine für das ausgehende 17. und beginnende 18. Jh. charakteristische Fachwerkkonstruktion mit aufgeblatteten Kopfstreben und einer Riegelreihe auf. Die Fachwerkkonstruktion des nachträglichen Scheunenanbaus wird durch eingezapfte Streben charakterisiert. Die Fensterproportionen sowie deren Anordnung wurden in beiden Geschossen des Wohnstallhauses beibehalten.

Das Gebäude ist, wie dies für mitteldeutsche Wohnstallhäuser charakteristisch ist, ein ursprünglich dreizoniger (durch den Scheunenanbau vierzoniger), quergeteilter, traufseitig aufgeschlossener Bau. Sein Inneres blieb in gutem Originalzustand erhalten. Zu nennen wäre z. B. die ursprüngliche Raumstruktur. Zum Originalbestand des Gebäudes gehören weiterhin der Mittelflur mit einem Natursteinplattenbelag im Erdgeschoss, der Stall mit einer einfachen Bretterdecke, der Mittelflur und ein kurzer Kammergang mit Brettertüren im Obergeschoss, die Holzstiege zwischen dem Erd- und dem Obergeschoss sowie der originale Dachstuhl: ein Kehlbakendach mit einfach stehendem Stuhl, dessen Holzverbindungen durch Aufblattungen realisiert wurden.

Eine Besonderheit bildet der offensichtlich nachträglich errichtete Scheunenanbau, der in diesem Landschaftsraum vergleichsweise selten anzutreffen ist. Üblicher sind derartige Hausformen im oberen Erzgebirge. Auch dieser Anbau ist zweigeschossig, er wurde sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss als Fachwerkbau errichtet, lediglich der Sockelbereich an der Gartentraufseite wurde massiv aus Bruchsteinen errichtet. Wesentliche Veränderungen dieses Anbaus sind nicht feststellbar. So blieben beispielsweise der Holztennenbelag sowie die Stiegen und der Dachstuhl erhalten.#Das Wohnstallhaus steht traufständig an der Wehrstraße, einer der zum ehemaligen Dorf Plaue gehörenden alten Dorfstraße, die parallel zur Zschopau verlief. Hinter diesem Gebäude steht die alte Plauer Mühle. Aufgrund seiner Anordnung zur Straße (traufseitig unmittelbar an der Wehrstraße) und dem Fehlen jeglicher Seitengebäude muss geschlossen werden, dass dieses Gebäude ein ehemaliges Gärtnerhaus ist. Hierfür spricht weiterhin, dass die hinter diesem Wohnstallhaus befindlichen Ländereien ursprünglich zum „Kluge Gut“, später Sattelgut (davor Vorwerk des Rittergutes Erdmannsdorf) gehörten. Dadurch bestand nie die wirtschaftliche Möglichkeit, dass sich an der linken Zschopauseite Bauerngüter entwickeln konnten. Schon im 16. Jh. sind allerdings Gebäude auf Zeichnungen von Matthias Oeder an gleicher Stelle zu erkennen. Demzufolge bestand schon zu diesem Zeitpunkt eine Ansiedlung von Gärtneranwesen. Es ist überliefert, dass mit Ausnahme von Kirche und Pfarrhof alle Gebäude der Dörfer, aus denen Flöha entstand, zerstört wurden. Damit ist zum einen historisch belegt, dass das genannte Wohnstallhaus zu den ältesten noch bestehenden Wohnhäusern der Stadt Flöha gehört. Weiterhin wird damit deutlich, dass das Wohnstallhaus in der Wehrstr. 10 vermutlich das Wohnhaus eines Gärtneranwesens war. Nur so wären auch der ungewöhnliche Scheunenanbau sowie die Traufstellung des Hauses parallel zur Wehrstraße zu erklären. Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung im Verlauf des 19. Jh. verschwanden die baulichen Zeugen des ehemaligen Dorfes Plaue bis auf wenige Ausnahmen, zu denen das beschriebene Haus gehört. Somit wird das Wohnstallhaus nicht nur zum haus- und sozialgeschichtlichen Zeugnis dörflicher Wohn- und Wirtschaftsverhältnisse im 18. und 19. Jh. sondern auch zum stadtgeschichtlichen Zeugnis.

Wie bereits ausgeführt, gehört dieses Haus zu den wenigen noch erhaltenen dörflichen Bauten des 18. Jh., die in Flöha, speziell im Bereich des ehemaligen Dorfes Plaue erhalten blieben. Es verdeutlicht in hervorragender Weise aufgrund seiner Gestaltung und seines guten Originalzustandes die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen im sächsischen Dorf des 18. und 19. Jh. Hieraus resultiert seine baugeschichtliche (hausgeschichtliche), stadtgeschichtliche sowie heimat- und sozialgeschichtliche Bedeutung, die es aufgrund seines guten Originalzustandes besitzt.

09240173
 


Wohnhaus Wehrstraße 16
(Karte)
1. Drittel 18. Jh. Obergeschoss Fachwerk, baugeschichtlich von Bedeutung.

Erdgeschoss massiv, Fachwerk-Obergeschoss, Holzschuppen angebaut, evtl. Häuslerhaus, Satteldach, eine Riegelreihe, Holzverbindungen vorwiegend gezapft, aber auch Verblattungen nachweisbar, ein Giebel verschiefert.

09240171
 


Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger mit folgenden Einzeldenkmalen: Fabrikantenvilla mit Terrassenanlage östlich der Villa (siehe Einzeldenkmal 09240163, Am Park 4), Heizwerk (siehe Einzeldenkmal 09244758, Augustusburger Straße 65a), vier Arbeiterwohnhäuser (siehe Einzeldenkmal 09240167, sog. Schweizerhäuser, Bergstraße 2, 2a, 4, 4a, 6, 8), Arbeiterwohnhaus (siehe Einzeldenkmal 09240166, Bergstraße 10), Arbeiterwohnhausgruppe (siehe Einzeldenkmal 09240174, sog. Friedensburg, Bergstraße 12), sog. Altbau (4 Gebäude, davon 1 Gebäude Selfaktorgebäude = südliche Gebäudegruppe), Ballenhaus (äußerstes nördliches Gebäude), Oederaner Bau (Gebäude im Fabrikhof), sog. Neubau mit Maschinenhaus (nördliches Gebäude – Claußstraße 2), Wasserbau (nordöstliches Gebäude – Claußstraße 3), Hauptverwaltungsbau mit Zwirnerei, Packerei und Versand (östliche Gebäudegruppe – Claußstraße 5, 7), mobiles Kulturgut (Archivalien) und Seeberbrücke (siehe Einzeldenkmal 09240135), Arbeiterwohnhaus (siehe Einzeldenkmal 09240168, Haus Eintracht, Zur Baumwolle 7, 9, 11, 13), Arbeiterwohnhaus (siehe Einzeldenkmal 09305818, Haus Harmonie, Zur Baumwolle 8), ehemalige Badeanstalt und Kinderbewahranstalt (siehe Einzeldenkmal 09240165, Zur Baumwolle 15), ehemaliges Ledigenwohnheim mit Kinderbewahranstalt und Kirchgemeindesaal mit Einfriedung (siehe Einzeldenkmal 09240164, Zur Baumwolle 17), Pförtnerhaus (Zur Baumwolle 18), Gärtnerei (Zur Baumwolle 20) und Verwaltungsgebäude (ehemaliges Gartenhaus, Zur Baumwolle 26, siehe Einzeldenkmal 09305162), ehemaliges Kutscher- und Stallgebäude mit Verbindungsbau (siehe Einzeldenkmal 09240161, sog. Lindenhaus), Altes Herrenhaus mit Tor zum Villengarten (siehe Einzeldenkmal 09240159, Zur Baumwolle 33), Fabrikantenvilla und Remise (siehe Einzeldenkmal 09240158, Villa Immenhof, Zur Baumwol
Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger mit folgenden Einzeldenkmalen: Fabrikantenvilla mit Terrassenanlage östlich der Villa (siehe Einzeldenkmal 09240163, Am Park 4), Heizwerk (siehe Einzeldenkmal 09244758, Augustusburger Straße 65a), vier Arbeiterwohnhäuser (siehe Einzeldenkmal 09240167, sog. Schweizerhäuser, Bergstraße 2, 2a, 4, 4a, 6, 8), Arbeiterwohnhaus (siehe Einzeldenkmal 09240166, Bergstraße 10), Arbeiterwohnhausgruppe (siehe Einzeldenkmal 09240174, sog. Friedensburg, Bergstraße 12), sog. Altbau (4 Gebäude, davon 1 Gebäude Selfaktorgebäude = südliche Gebäudegruppe), Ballenhaus (äußerstes nördliches Gebäude), Oederaner Bau (Gebäude im Fabrikhof), sog. Neubau mit Maschinenhaus (nördliches Gebäude – Claußstraße 2), Wasserbau (nordöstliches Gebäude – Claußstraße 3), Hauptverwaltungsbau mit Zwirnerei, Packerei und Versand (östliche Gebäudegruppe – Claußstraße 5, 7), mobiles Kulturgut (Archivalien) und Seeberbrücke (siehe Einzeldenkmal 09240135), Arbeiterwohnhaus (siehe Einzeldenkmal 09240168, Haus Eintracht, Zur Baumwolle 7, 9, 11, 13), Arbeiterwohnhaus (siehe Einzeldenkmal 09305818, Haus Harmonie, Zur Baumwolle 8), ehemalige Badeanstalt und Kinderbewahranstalt (siehe Einzeldenkmal 09240165, Zur Baumwolle 15), ehemaliges Ledigenwohnheim mit Kinderbewahranstalt und Kirchgemeindesaal mit Einfriedung (siehe Einzeldenkmal 09240164, Zur Baumwolle 17), Pförtnerhaus (Zur Baumwolle 18), Gärtnerei (Zur Baumwolle 20) und Verwaltungsgebäude (ehemaliges Gartenhaus, Zur Baumwolle 26, siehe Einzeldenkmal 09305162), ehemaliges Kutscher- und Stallgebäude mit Verbindungsbau (siehe Einzeldenkmal 09240161, sog. Lindenhaus), Altes Herrenhaus mit Tor zum Villengarten (siehe Einzeldenkmal 09240159, Zur Baumwolle 33), Fabrikantenvilla und Remise (siehe Einzeldenkmal 09240158, Villa Immenhof, Zur Baumwol Zur Baumwolle 6; 7; 8; 9; 10; 11; 12; 13; 15; 17; 18; 20; 26; 29; 31; 33; 39; 39a
(Karte)
1809–1904 historisch gewachsene Fabrikanlage mit zugehörigen Wohn- und Sozialgebäuden für Arbeiter und Angestellte und Fabrikantenvillen, von hoher stadtgeschichtlicher, baugeschichtlicher, industriegeschichtlicher, städtebaulicher und ortsbildprägender Bedeutung [alle nicht genannten Gebäude besitzen keinen Denkmalkwert].

Geschichte und Beschreibung der Gesamtanlage siehe Objekt 09240135. Villengarten: Geschichte: (Quelle: Rentsch+Tschersich: Denkmalpflegerische Zielstellung Park an der Baumwolle. Chemnitz 1992. (unveröffentlicht))

  • 1875–95 Gestaltung des sich unmittelbar an das Alte Herrenhaus anschließende Parkareals
  • um 1895 Erweiterung des Parks nach Nordwesten und Westen im Zusammenhang mit der Erbauung der Villa „Immenhof“
  • 1912/15 Umgestaltung der Wegeführung an der Villa Immenhof durch das Atelier für Gartenarchitektur Womack und Dalch, Chemnitz
  • um 1930 Umgestaltung des ovalen Blumenbeetes in ein Wasserbecken (nicht mehr vorhanden)
  • nach 1930 zweite Parkerweiterung nach Nordwesten
  • um 1950 Anlage der Freilichtbühne am ehem. Standort des Tennisplatzes
  • Bauliche Schutzgüter:
    • Erschließung: Hauptzugang südlich des Alten Herrenhauses durch schmiedeeisernes zweiflügliges Ziergittertor, außerdem Anbindung der Wege an die umgebenden Straßen, landschaftlich geschwungenes Wegesystem mit wassergebundenen Decken, (heute teilweise asphaltiert und stellenweise in seinem Verlauf verändert), terrassenartige Fläche mit Stützmauern nordwestlich des Alten Herrenhauses (hier befand sich offenbar ursprünglich eine Art Gartenhaus, über deren Nutzung aber nichts bekannt ist).
    • Gartenbauten: zentral im Villengarten gelegenen kleine Freilichtbühne mit Stützmauern und Treppen aus Porphyr, Gartenbrücke aus Beton über den Mühlgraben an der Westgrenze des nördlichen Gartenbereichs.
    • Wasserelemente: kleines Wasserbecken in der Mitte einer ovalen Rasenfläche (ursprünglich Blumenbeet) nördlich des Alten Herrenhauses (Ersatz für das verlorene historische Wasserbecken), kleiner Teich westlich des Herrenhauses, Mühlgraben an der Westgrenze des nördlichen Gartenbereichs (im restlichen Garten verrohrt).
  • Vegetation: wertvoller Altgehölzbestand aus u. a. Rot-Buche (Fagus sylvatica), Blut-Buche (Fagus sylvatica f. purpurea), Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), Stiel-Eiche (Quercus robur), Rot-Eiche (Quercus rubra), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Winter-Linde (Tilia cordata), Hainbuche (Carpinus betulus), Esche (Fraxinus excelsior), Kanadische Hemlockstanne (Tsuga canadensis), Schwarz-Kiefer (Pinus nigra), Weymouths-Kiefer (Pinus strobus) und Rhododendren (Rhododendron spec.).
  • Sonstige Schutzgüter: Gelände nach Westen hin ansteigend, die Höhenunterschiede werden stellenweise durch Stützmauern und Treppen ausgeglichen, Blickbeziehung von der Villa Immenhof über den Garten nach Osten.
09240155
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Haus Eintracht: Arbeiterwohnhaus, sog. Haus Eintracht (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 7; 9; 11; 13
(Karte)
1909 Putzbau im Reformstil der Zeit um 1910, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung.

Wohnhauszeile, zweigeschossiger Putzbau über Sockelgeschoss in Klinker-Mischbauweise, Hervorhebung der Fassade im Eckbereich, von Lisenen gerahmte Fenster mit Ziegelbedachung, Schmuckfries, Putzspiegel, ausgebautes Dachgeschoss.

09240168
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Haus Harmonie: Arbeiterwohnhaus, sog. Haus Harmonie (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift)
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Haus Harmonie: Arbeiterwohnhaus, sog. Haus Harmonie (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 8
(Karte)
1907 hoch über der Zschopau aufragendes Gebäude mit aufwändig gestalteter Putzfassade, Anklänge an den geometrischen Jugendstil, baugeschichtlich, sozialgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung.

über der Ufermauer der Zschopau errichteter dreigeschossiger Putzbau mit Kellergeschoss (Klinker), dreigliedrige Fassade wird betont durch Putzlisenen und geometrische Gestaltung in Putz und Klinker, Zwerchdach, Walmdach mit Schopf.

09305818
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: ehemalige Badeanstalt und Kinderbewahranstalt (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift)
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: ehemalige Badeanstalt und Kinderbewahranstalt (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 15
(Karte)
1884 historisierende Klinkerfassade mit Fachwerkdachgeschoss, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung.

Klinkerbau mit Fachwerkelementen, Außenanlagen heute nicht mehr vorhanden.

09240165
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Magdalene-Clauß-Stiftung: ehemaliges Ledigenwohnheim mit Kinderbewahranstalt und Kirchgemeindesaal mit Einfriedung (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift)
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Magdalene-Clauß-Stiftung: ehemaliges Ledigenwohnheim mit Kinderbewahranstalt und Kirchgemeindesaal mit Einfriedung (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 17
(Karte)
1909 Reformstil-Architektur, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

dreigeschossig, steiles Dach, Reliefs über Eingängen, Darstellung Biene, zugleich als Kinderbewahranstalt erbaut, gehört zu Magdalene-Clauß-Stiftung.

09240164
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Pförtnerhaus (Nr. 18), Gärtnerei (Nr. 20) und Verwaltungsgebäude (ehemaliges Gartenhaus, Nr. 26) (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift)
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Pförtnerhaus (Nr. 18), Gärtnerei (Nr. 20) und Verwaltungsgebäude (ehemaliges Gartenhaus, Nr. 26) (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 18; 20; 26
(Karte)
Ende 19. Jh. baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.
  • Ehemalige Gärtnerei (Zur Baumwolle 20 – Flst. 351/14): als Sengenhaus bezeichnet, kleines Gebäude mit Mansarddach, drei Dachhäuschen, Fenster- und Türgewände aus Porphyrtuff (?), klassizistisches Portal
  • ehemaliges Pförtnerhaus (Zur Baumwolle 18 – Flst. 1/6): neben der Försterbrücke, schlichter Klinkerbau mit Zierfachwerk, Drempel und Satteldach, winkliger Grundriss
  • Verwaltungsgebäude (ehemaliges Gartenhaus, Zur Baumwolle 26 – Flst. 351/2): am Hintereingang der Baumwollspinnerei gelegen, T-förmiger Grundriss, schlichter Putzbau, hinterer Bereich mit Mansarddach und drei straßenseitigen Dachhäuschen.
09305162
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Lindenhaus: ehemaliges Kutscher- und Stallgebäude mit Verbindungsbau (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift)
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Lindenhaus: ehemaliges Kutscher- und Stallgebäude mit Verbindungsbau (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 29; 31
(Karte)
2. Hälfte 19. Jh. (Kutscher- und Stallgebäude) baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

zweigeschossige Putzbauten mit Mezzaningeschoss, einfachen Schwebegiebeln und Satteldächern.

09240161
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Altes Herrenhaus mit Tor zum Park (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift)
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Altes Herrenhaus mit Tor zum Park (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 33
(Karte)
um 1830 (Altes Herrenhaus) stattlicher biedermeierlicher Putzbau, erstes Wohnhaus der Fabrikantenfamilie Clauß, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

dreigeschossiger Putzbau mit zwei zu sieben Achsen, mittiges Türportal mit kannelierten Pilastern und Segmentbogen, im ersten Obergeschoss die drei mittleren Fenster mit Segmentbögen, sonst gerade Fensterbedachungen, Walmdach mit drei Dachhäuschen.

09240159
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Villa Immenhof: Fabrikantenvilla (Nr. 39) und Remise (Nr. 39a) (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift)
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Baumwollspinnerei E. I. Clauß Nachfolger: Villa Immenhof: Fabrikantenvilla (Nr. 39) und Remise (Nr. 39a) (siehe Sachgesamtheit 09240155, gleiche Anschrift) Zur Baumwolle 39; 39a
(Karte)
1895 jüngerer Wohnsitz der Fabrikantenfamilie Clauß, Villa im Landhausstil um 1900, Remise im Heimatstil der Zeit um 1910, repräsentative Gebäude mit baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Gehörte Fabrikanten Clauß, Baumwollspinnerei, Remise mit Bedienstetenwohnräumen.

09240158
 


Finkenmühle: Zwei Wasserturbinen und Getriebe einer Mühle
Finkenmühle: Zwei Wasserturbinen und Getriebe einer Mühle Zur Finkenmühle 4
(Karte)
vor 1890 technikgeschichtlich von Bedeutung.

Turbine: wahrscheinlich voll beaufschlagte einkränzige Axialturbine der Bauart Henschel-Jonval mit senkrechter Welle, beide Turbinen gleiche Art, nebeneinander angeordnet, Henschel-Jonval-Turbinen Vorgänger der Francis-Bauart, „Finkenmühle“ ursprünglich Getreidemühle, Holzschleiferei, später Akkumulatorenfabrik, heute Gaststätte und Pension.

09240722
 

Falkenau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Hetzdorfer Viadukt; Eisenbahnstrecke Dresden – Werdau (Ehemaliges Eisenbahnviadukt über die Flöha)
Weitere Bilder
Hetzdorfer Viadukt; Eisenbahnstrecke Dresden – Werdau (Ehemaliges Eisenbahnviadukt über die Flöha) (Karte) 1866–1868 zu den ersten größeren Eisenbahnviadukten Sachsens gehörig, von baugeschichtlicher und eisenbahngeschichtlicher Bedeutung, zudem von landschaftsgestaltendem Charakter.

Viadukt über das Flöhatal, vier große u. 13 kleine Bögen über Flöhatal, errichtet 1866–1868 im Zuge des Eisenbahnstreckenbaus zwischen Dresden und Werdau über Freiberg, Chemnitz und Zwickau, wichtige sächsische Hauptbahn, einetagige Steinbogenbrücke, Höhe 43 Meter (bauzeitlich damit die höchste einetagige Brücke der Reichsbahn), Länge 326 Meter, gekrümmte Streckenführung mit einem Radius von 570 m, Planung Oberingenieur Sorge, Bauausführung Sektionsingenieur Claus, Bausumme 1,652 Millionen Mark, 1986 Beschluss, das Brückenbauwerk außer Betrieb zu nehmen, da es im Laufe der Jahre unter den enormen Verkehrsbelastungen (auch aufgrund der gekrümmten Streckenführung) sowie der Witterung gelitten hatte und die Höchstgeschwindigkeit für Züge inzwischen auf 10 km/h begrenzt werden musste, mit der Trassenbegradigung (hierfür u. a. Neubau zweier Brückenbauwerke über Hetzbach- und Flöhatal) 1992 Stilllegung des Viadukts, heute als Fußgängerbrücke in Nutzung, Objekt bereits in der DDR-Bezirksdenkmalliste des Kreises Hainichen als Denkmal verzeichnet. Zur Streckengeschichte: Eisenbahnstrecke Dresden–Werdau (Streckenkürzel DW, Teilstück der „Sachsen-Franken-Magistrale“ zw. Dresden und Nürnberg) aus mehreren, ursprünglich eigenständigen Teilstrecken bestehend, darunter aus der ersten, 1845 eröffneten Teilstrecke zwischen dem Bogendreieck Werdau und Zwickau (1855 Eröffnung des Teilabschnitts Dresden–Tharandt, 1858 Chemnitz–Zwickau, 1862 Tharandt–Freiberg, 1869 Freiberg–Chemnitz), die Bahnstrecke sollte Dresden und v. a. das Freitaler Steinkohlenrevier an die Ferneisenbahnstrecke Leipzig–Hof der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn anbinden und entwickelte sich zu einer bedeutenden Güterverkehrsachse zwischen Schlesien und Süddeutschland.

09240738
 
Kursächsische Postmeilensäulen (Sachgesamtheit): Postmeilensäule
Weitere Bilder
Kursächsische Postmeilensäulen (Sachgesamtheit): Postmeilensäule (Karte) 1722 Viertelmeilenstein, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Kopie eines Viertelmeilensteines mit der Reihennummer 25, der Jahreszahl 1722 und dem in gold aufgebrachten Posthorn und den Initialen „AR“. Der Stein besteht aus, Hilbersdorfer Porphyrtuff und stand ursprünglich an der Poststraße Dresden–Freiberg–Oederan–Chemnitz–Zwickau–Hof. Er wurde um wenige Meter versetzt. 1971/72 wurde er durch die PGH Bauhütte Karl-Marx-Stadt restauriert. Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679–1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu. Reihennummer 25, Jahreszahl 1722, Posthorn und Initialen „AR“ in gold aufgebracht, Hilbersdorfer Porphyrtuff.

09240725
 


Baumwollspinnerei, Ledigenwohnheim (Ehemaliges Ledigenwohnheim der Baumwollspinnerei) Am Fabrikweg 1
(Karte)
1904 stattlicher Putzbau mit zwei Seitenrisaliten und Uhrenturm, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

zweigeschossiger Putzbau mit Eckquaderung über hohem Kellergeschoss in Klinkerbauweise, zwei Seitenrisalite, Walmdach mit mittigem Uhrenturm, rückwärtiger, nachträglicher Anbau, Speisesaal.

09240733
 


Nördliches Wohnhaus eines Vierseithofes Am Haltepunkt 3
(Karte)
1901 Putzbau mit übergiebeltem Mittelrisalit, baugeschichtlich von Bedeutung.

Massiv, Putzbänder, waagrechte Fensterverdachungen, teilw. originale Fenstergewände, Mittelrisalit, Krüppelwalmdach, Sockel Polygonmauerwerk, Fenster verändert, wichtig als Bauernhaus um die Jahrhundertwende.

09240731
 


Falkenauer Schule An der Aue 1
(Karte)
1913 zeittypischer Putzbau mit Mansardwalmdach, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

zweigeschossiger Putzbau über Sockelgeschoss, Gliederung durch Lisenen, Mansardwalmdach mit Dachhäuschen, Uhrenturm, Schiefereindeckung.

09240734
 


Südwestliches Wohnstallhaus und nordwestliches Seitengebäude (Stall) eines Dreiseithofes Dorfstraße 44
(Karte)
um 1800 beide Gebäude in Fachwerkbauweise, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung.
  • Wohnhaus: Erdgeschoss massiv, Bruchstein, Fachwerk-Obergeschoss mit wenigen Streben, Krüppelwalmdach, liegender Dachstuhl, Kreuzgewölbe im Mittelflur, im Erdgeschoss zu große Fenster, aber guter Originalzustand
  • Stallgebäude: Heuboden, Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss massiv, achtteilige Fenster mit vier Flügeln, Kreuzstockfenster, Krüppelwalmdach, Erdgeschoss Feldstein, Giebeldreiecke verbrettert.
09240724
 


Nordwestliches Wohnstallhaus und südliches Seitengebäude eines Bauernhofes Dorfstraße 64
(Karte)
um 1800 beide Gebäude in Fachwerkbauweise, teils verbrettert, baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung.
  • Wohnstallhaus: Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss massiv, Bruchstein, zwei Türportale, originale Fenstergewände, Stube, steiles Krüppelwalmdach mit liegendem Dachstuhl
  • Seitengebäude: Erdgeschoss mit ehem Pferdestall massiv (Bruchstein), Stichbogenportal u. Durchfahrt, Obergeschoss Fachwerk, zum Teil verbrettert, strebenreich, Kreuzgewölbe, Krüppelwalmdach
  • Hof gepflastert, Torbogen zwischen beiden Gebäuden erneuert, Wohnhaus mit Wasserhaus und angebautem ehemaligen Bierkeller.
09240723
 


Flöhabrücke Falkenau; Schulbrücke (Straßenbrücke über die Flöha)
Flöhabrücke Falkenau; Schulbrücke (Straßenbrücke über die Flöha) Ernst-Thälmann-Straße
(Karte)
1895 dreibogig, baugeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung.

Die rund 42 m lange Brücke überspannt mit drei Steinbögen von 10,5 m + 10,8 m + 10,5 m lichter Weite die Flöha. Die beiden Pfeiler von 2,05 m Breite stehen mit einer Schiefe von 86,1 gon zum Fluss. Die Gewölbe sind korbbogenförmig in hammerrechtem Schichtenmauerwerk ausgeführt. Das gesamte Mauerwerk besteht aus einem grün-grau gefärbten Hornblendschiefer mit einigen eingestreuten Gneissteinen aus örtlichen Vorkommen der näheren Umgebung. Die Pfeiler sind beidseitig durch halbkreisförmige Vorlagen bis in Kämpferhöhe der Bögen gestalterisch hervorgehoben. Das schlichte Bauwerk zeichnet sich durch eine solide handwerkliche Bauweise und harmonische Gestaltung aus und prägt maßgeblich das Ortsbild. Bei dem Umbau der Brücke 1993/1994 wurde die Fahrbahn verbreitert und beidseitig mit 1,25 m breiten Kappen ausgeführt. Als Gestaltungselemente für die umgebaute Brücke wurden die Pfeilervorlagen durch kleine kanzelartige Brüstungen in der Auskragung ausgeführt. Die Brücke überführt die Staatsstraße 237 und unterführt die Flöha.

09240729
 


Südwestliche Scheune eines Vierseithofes Ernst-Thälmann-Straße 12
(Karte)
1890 im Landkreis sonst nicht anzutreffendes, seltenes Beispiel der Scheunenbauweise der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, baugeschichtlich von Bedeutung, auch wichtig für die Kulturlandschaft.

Fachwerk-Konstruktion mit Ziegelausfachung an der Giebelseite und der Hoftraufseite, Fachwerk-Erdgeschoss mit Fachwerkdrempel, Satteldach, Fachwerk feldseitig verbrettert, Scheune um 1974 etwa vier Meter gekürzt, innere Gestaltung blieb vollständig erhalten, Ziegelmauerwerk an Außenseiten blieb unverputzt, zwei Holzschiebetore, eine Kellertür, Scheune teilweise unterkellert.

09240642
 


Wohnhaus Ernst-Thälmann-Straße 33
(Karte)
Mitte 19. Jh. Obergeschoss Fachwerk, baugeschichtlich von Bedeutung.

Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss massiv, leicht verändert, wichtig für Ortsbild.

09240728
 


Baumwollspinnerei Georg Liebermann (ehem.) (Spinnereigebäude I, Spinnereigebäude IIa und Spinnereigebäude IIb einer ehemaligen Baumwollspinnerei)
Baumwollspinnerei Georg Liebermann (ehem.) (Spinnereigebäude I, Spinnereigebäude IIa und Spinnereigebäude IIb einer ehemaligen Baumwollspinnerei) Ernst-Thälmann-Straße 39
(Karte)
1853 das Ortsbild prägender Fabrikkomplex von ortsgeschichtlichem Wert, Expansion des Unternehmens Ende 19. Jh. durch den Berliner Fabrikanten Georg Liebermann (1844–1926), Bruder des Malers Max Liebermann.

1809 Gründung einer Walkmühle durch Tuchfabrikant Eduard Magnus Fiedler(Oederan) – 1836 Ankauf einer Mahlmühle und einer 1821 gegründeten Spinnmühle datiert Fiedler auf dem heutigen Areal, 1851 Bau einer Tuchfabrik nach Brand der Mahlmühle (Fiedlersche Fabrik bestand aus Spinnerei, Maschinenweberei, Walke und Appretur, Kessel- und Maschinenhaus, Wollschweißerei, Kardentrocknerei, Ateliergebäude und 8 Wohnhäuser), um 1855 etwa 260 Beschäftigte, technische Ausstattung: acht Vor- und Feinspinn-, zwölf Rauhmaschinen, sechs Walk- und 16 Transversal-Scheermaschinen sowie 20 mechan. Webstühle, Antrieb über Wasserkraft, ab 1867 durch Jouval-Turbine, 1879 Kauf der Fabrik datiert Berliner Kaufmann Georg Liebermann (Bruder des Malers Max Liebermann), Einrichtung einer Baumwollspinnerei, Großbetrieb zur Produktion hochwertiger Garne in Sachsen, 1883 Großbrand, Wiederaufbau, 1881, 1895 Erweiterung des Kesselhauses und Einbau von Galloway-Kessel, Neubau Schornstein, Neubau Maschinenhaus, 1895 Neubau Spinnereigebäude IIa, Verwaltungsgebäude zwischen 1879 und 1895 (1935 Aufstockung u. Erweiterung), 1899 Neubau Spinnereigebäude II b, 1901 Neubau Wasserturm auf Treppenhaus u. Neubau Spinnereigebäude III (1909 Aufstockung), zw. 1903 und 1913 weitere Erneuerung Kesselanlagen,1907 Neubau Wolllager, 1912 Neubau Kohlebunker einschl. Kohlenförderanlage, Errichtung von Arbeiterwohnhäusern datiert Liebermann-Stiftung ab 1897 (Ernst-Thälmannstraße 32,34,36, Fabrikweg 3,4,6,7,8), 1902 Neubau Ledigenwohnheim, soziale Absicherung durch Zusatzrenten für Belegschaft, 1902 Neubau Fabrikantenvilla Plauer Straße 2, Flurstück 232/11, 1911 Verkauf datiert Fabrik datiert Liebermann an Tüllfabrik AG Plaue/Flöha, als „Georg Liebermann KG“ firmierend, 1912 Neubau Abfallgebäude und Staubturm (Arch. Händel & Franke, Leipzig), 1921 Neubau Turbinenhaus, Ausstattung Francisturbine 303 PS, später Einbau Kaplanturbine, 1925 Neubau Kessel- und Maschinenhaus (Arch. Kornfeld & Benirschke, Chemnitz), 1929 Betriebsausstattung mit 120000 Spindeln zur Herstellung von Garnen und Zwirnen aus ägypt. Baumwolle(Rohstoffverbrauch 10.000 Baumwollbarren pro Jahr) – Hauptabnehmer Chemnitzer Strumpf- und Trikotagenindustrie und In- und Ausland, ab 1935 zunehmend Verarbeitung von Zellwolle, 1935/37 Neubau Verwaltungsgebäude(Arch. Heinz Kirchner, Chemnitz), Aufstellung weiterer Ringspinn- und Zwirnmaschinen, Beschäftigtenzahl 1939 um 900 Personen, ab 1941 Unternehmen „arisiert“ und als „Baumwollspinnerei Falkenau AG“ firmierend, Produktion von kardierten u. gekämmten Garnen aus Zellwolle, 1946/47 Demontage, später VEB, produzierte bis in die 1970er Jahre ausschließlich Zellwolle, zahlreiche Umbauten, ab 1968/72 Musterbetrieb der DDR-Textilindustrie durch Rationalisierung/Technisierung: Falkenau erster Betrieb für „Open-End-Spinntechnologie“ in der Welt (Viskosefasern wurden im Elementenspinnverfahren in Großproduktion verarbeitet), erstmals Einführung Vierschichtsystem-Rollende Woche, Versuche zur Verspinnung synthetischer und Baumwollfasern um 1979, ab 1990 Demontage, Abwicklung, Verkauf

  • Spinnereigebäude I (Altbau): 1851/1883 fünfgeschossiger, rechteckiger Massivbau, verputzt mit Pilastergliederung, Segmentbogenfensterachsen, Tragkonstruktion gusseiserne Säulen mit Walzeisenunterzügen
  • Spinnereigebäude IIa: 1895 (Arch. Paul Fiedler, Flöha) nordwestlich liegend, dreigeschossiger Klinkerbau mit Lisenengliederung, große symmetrische Bogenfensterachsen, Flachdach mit Attika am Giebel, Tragkonstruktion gusseiserne Säulen mit Walzeisenunterzügen, Spinnereigebäude IIb: 1899/1901 (Arch. Paul Fiedler, Flöha) nordöstlich liegend, dreigeschossiger Klinkerbau, Lisenengliederung, große querrechteckige Fensterachsen, Tragkonstruktion gusseiserne Säulen mit Walzeisenunterzügen, Flachdach Kranzgesims mit Konsolfries, sechsgeschossiges Treppenhaus mit Wasserturm mit Zeltdach.

Quellen: Randy Kämpf, Sabrina Pawlak: Baumwollspinnerei Falkenau. Pionierbetrieb im VEB VBSZ Flöha. Seminararbeit IWTG Freiberg. Freiberg 2004, Staatsarchiv Chemnitz, GA Falkenau.

09240727
 


Bahnhof Hetzdorf (Flöhatal); Schmalspurbahn Hetzdorf–Eppendorf–Großwalterdorf; Eisenbahnstrecke Reitzenhain–Flöha: Empfangsgebäude mit Stellwerksanbau, Wirtschaftsgebäude und Lokschuppen des Bahnhofs Hetzdorf
Weitere Bilder
Bahnhof Hetzdorf (Flöhatal); Schmalspurbahn Hetzdorf–Eppendorf–Großwalterdorf; Eisenbahnstrecke Reitzenhain–Flöha: Empfangsgebäude mit Stellwerksanbau, Wirtschaftsgebäude und Lokschuppen des Bahnhofs Hetzdorf Lindenstraße 5
(Karte)
1893 zeittypische Klinkerbauten, baugeschichtlich und eisenbahngeschichtlich von Bedeutung.
  • Empfangsgebäude: zweigeschossiger roter Klinkerbau über Natursteinsockel, Drempel, Zahnschnittfries, im Giebel Klinkerzier, flaches Satteldach, östlicher eingeschossiger Anbau mit drei großen Segmentbogenfenstern
  • Nebengebäude: eingeschossiger Klinkerbau über Natursteinsockel, flaches Satteldach
  • Güterschuppen: Fachwerkbau mit Klinkerausfachung, Satteldach.
09240737
 


Dorfkirche Falkenau (Kirche mit Ausstattung) Straße der Einheit 3
(Karte)
um 1955 Saalkirche mit Turm, zeittypischer Kirchenbau im traditionalistischen Stil, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung.

Mit Glockenturm und Uhr, Sgraffito, originale Innenausstattung und Außengestaltung, innen: Taufe, Bänke, Emporen bemalt, Decke bemalt, Orgel vermutlich aus Vorgängerbau, im Obergeschoss Gemeindesaal.

09240730
 


Villa Straße der Einheit 32
(Karte)
um 1930 zeittypischer Putzbau mit Klinkergliederung, baugeschichtlich von Bedeutung.

Putz und Klinker, Bauhausbeeinflussung, im Eingangsbereich Klinkergestaltung, sehr guter Originalzustand, so Fenster, Treppenaufgänge, Türen, Gitter, Putzstruktur, geflammter Klinker, teilw. im Sockelbereich Zahnschnittfries, farbiges Glas in Treppenhausfenster.

09240735
 


Wohnhaus Straße der Einheit 38
(Karte)
1907 Putzbau mit Klinkergliederung und übergiebeltem Mittelrisalit, Freigespärre in den Giebeln, baugeschichtlich von Bedeutung.

Putzfassade, Mittelrisalit, Ecktürmchen mit Pyramidendach, Zwerchgiebel, Schwebegiebel, Putzfassade mit Klinkerbändern und Klinkergesims, Sockel verputzt, oranger und gelber Klinker, ein Bleiglasfenster mit ornamentaler Verzierung, Fenster alle original.

09240736
 

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kulturdenkmale in Flöha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien