Liste der Kulturdenkmale in Lampertswalde

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Die Liste der Kulturdenkmale in Lampertswalde enthält die Kulturdenkmale in Lampertswalde.[Anm. 1]

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

Lampertswalde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Gedenkstein für die Opfer des Faschismus
Gedenkstein für die Opfer des Faschismus (Karte) Wahrscheinlich 1985 (Gedenkstein); wahrscheinlich 1968 (Ehrenhain) ortshistorische Bedeutung

Gedenkstein aus grob behauenem rotem Granit auf flachem Sockel, Inschrift: ursprüngliche "Den Befreiern unserer Heimat von Faschismus und Krieg in ehrendem Gedenken", Ehrenhain aus quadratischen Granitplatten bestehend, Lage: in Fortführung der Weißiger Straße. Einige Granitplatten und die Inschriftbestandteile "Den Befreiern" sowie "von Faschismus und Krieg" zu unbekanntem Zeitpunkt entfernt.

08958828


Bahnhofsgebäude, Güterschuppen und Toilettenhäuschen der Bahnhofsanlage Bahnhofstraße 44
(Karte)
um 1870 Bahnhofsensemble der

Gründerzeit ohne Beeinträchtigung erhalten, Ziegelbauten dokumentieren den ursprünglichen Bauzustand, baugeschichtlich und eisenbahngeschichtlich von Bedeutung Bahnhofsgebäude: Klinkerbau mit Ecklisenen über winkligem Grundriß mit Anbauten, Obergeschoß teilweise mit Schieferbehang, Güterschuppen: Ziegelbau, Rampe erneuert, Dachüberstand mit profilierten Sparren, Toilette: kleiner Klinkerbau, Satteldach mit Reiter, Bahnstrecke Großenhain - Cottbus

08958648


Wegestein Blochwitzer Straße -
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 2 m hoher Sandsteinkubus mit Inschrift: "Dorf Lampertswalde, Brockwitz, Blochwitz, Weißig"

08958647


Kirche (mit Ausstattung), mit Kirchhof, Einfriedung, Grabmal und Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Großenhainer Straße -
(Karte)
1694 (Kirchturm) ortshistorische und städtebauliche Bedeutung, Wertigkeit für die Kulturlandschaft, schlichte Saalkirche mit barockem Südturm, malerisches Ensemble mit Alter Schule und Pfarrhaus

Denkmaltext

Die erhöht liegende Saalkirche bietet zusammen mit dem Pfarrhaus und der Zufahrt ein malerisches Bildatiert Kirche romanischen Ursprungs, ihre heutige Gestalt aus den Jahren 1875/76. Dem großen rechteckigen Saal mit Satteldach ist an der Südseite der Turm von 1694 auf mächtigem quadratischem Unterbau vorgelagert, mit schön geschwungener Haube als Abschluss. Im Inneren zweigeschossige Emporen. Altar, Kanzel, das Fresko an der Ostwand und die Fenster auf der Nord- und Südseite 1973 von Werner Juza gestaltet. Im Turmuntergeschoss Denkmal der Demut von Miltitz, bezeichnet 1598. Kohl-Orgel von 1861, klanglich verändert (Dehio Sachsen I, S. 14)

Kriegerdenkmal: zwei seitlich den Kircheneingang flankierende rote Porphyrtufftafeln mit Inschrift: "Unseren Helden 1914-1918", Sandsteingrabmal (17. Jh.): mit von Engel gehaltenem Medaillon (Papierrolle), darüber zwei Putten mit emporgehobener Krone, Inschrift als Schriftband, Einfriedungsmauer mit Torbogen

Sandsteingrabmal

08958638


Portalbogen einer ehemaligen Schule Großenhainer Straße 5
(Karte)
bez. 1838 Reste des Sandsteinportals eines schlichten Schulgebäudes, als Kirchschullehn und Alte Schule von ortshistorischer Bedeutung zweigeschossiger Putzbau mit originalen Kellergewölben, mit Satteldach, Biberschwanzdeckung, über der Tür Reste des Sandsteinportals mit Schlußstein, dort bezeichnet "K.L. 1838" und Inschrift: "Wo gute Kinderzucht gedeiht, das ganze Vaterland sich freut", Einfriedungsmauer verputzt, - trotz Rekonstruktion denkmalwert, Denkmalwert 2011 nicht bestätigt, Denkmal auf den Portalrest beschränkt 08958637


Pfarrhof mit Pfarrhaus, Seitengebäude und Einfriedung Großenhainer Straße 7
(Karte)
18. Jh. Pfarrhaus mit verbrettertem Fachwerk-

Obergeschoss, Seitengebäude in Fachwerkbauweise, weitgehend original erhaltenes Hofensemble von baugeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung hoher Sockel mit angeschrägter Stützmauer, EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, alle Seiten verbrettert, originale Fenster, Krüppelwalmdach, Biberschwanzdeckung, Seitengebäude: Fachwerkkonstruktion mit Satteldach, zum Teil Einfriedungsmauer

08958636


Wohnhaus (Nr. 11, mit angebautem Stallgebäude), Seitengebäude (Nr. 11a, Ausgedingehaus mit Anbau) und Scheune eines Dreiseithofes Großenhainer Straße 11; 11a
(Karte)
um 1870 weitgehend original erhaltene zeit- und landschaftstypische Hofanlage, geschlossen erhalten, Wohnhaus der Gründerzeit, im Giebel Zwillingsfenster, Seitengebäude Obergeschoss

Fachwerk verputzt, baugeschichtlich und wirtschaftsgeschichtlich von Bedeutung Ausgedinge mit Anbau: EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, verputzt, originale Fenster, Giebel Fachwerk, verputzt, Satteldach, profilierte Türgewände (mit Schlußstein, bezeichnet ?), Scheune: eingeschossiger Putzbau mit zwei großen Segmentbogentoren, Satteldach, Biberschwanzdeckung, Wohnhaus: zweigeschossiger Putzbau mit Sandsteingewänden, Satteldach

08958639


Wohnstallhaus eines Dreiseithofes Großenhainer Straße 19b
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. (Wohnstallhaus) weitgehend original erhaltenes Fachwerkgebäude, selten im Ortsbild,

Fachwerk-Obergeschoss verputzt, baugeschichtlich von Bedeutung EG massiv, Sandsteingewände, Obergeschoss Fachwerk verputzt, originale Fenster, zum Teil Schiebefenster, Satteldach, Biberschwanz-Kronendeckung

08958640

Adelsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Denkmal für den Wiederaufbau des Dorfes nach 1950, mit Ehrenhain Dorfstraße -
(Karte)
nach 1945 ortshistorische Bedeutung

Ziegelmauer mit drei polierten roten Granitplatten in Reihe, goldene Inschrift, darüber Betonvorsprung mit Schriftstand: "Aus Trümmern blüht neues Leben", Ehrenhain mit zwei Linden und Buchsbaumhecke

08958644


Gedenkstein für die Opfer des Faschismus Eichenstraße -
(Karte)
nach 1945 (Denkmal) ortshistorische Bedeutung

Granitsteinsockel, darauf roter polierter Granitkubus mit goldener Inschrift: "Hier ruhen 7 Antifaschisten, von der SS im Mai 1945 ermordet"

08958646


Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Eichenstraße -
(Karte)
bez. 1922 (Kriegerdenkmal) ortshistorische Bedeutung

Sandsteinkubus, im oberen Drittel als Eisernes Kreuz ausgebildet, an Vorderseite plastische Modellierung eines Helms, Inschrift mit Namen der Toten, Einfriedung durch Beetanlage, nachträglich auch die Toten des 2. Weltkrieges eingefügt

08958645


Turmholländer (Rest) Eichenstraße 2
(Karte)
1856 ortsgeschichtliche und technikgeschichtliche Bedeutung

Lage: Ortsumgehungsstraße Richtung Folbern, dreigeschossiger Stumpf einer Turmwindmühle, Bruchsteinmauerwerk verputzt, originaler Putz, Reste des Mühlenwerks aus Holz erhalten

08958642


Transformatorenhäuschen Eichenstraße 7
(Karte)
1. Hälfte 20. Jh. Zeugnis für Elektrifizierung des Ortes, technikgeschichtlich von Bedeutung

eingeschossiger Putzbau auf quadratischem Grundriß, Krüppelwalmdach, Biberschwanzdeckung, darüber turmartiger Aufbau, verschiefert, Zeltdach, Biberschwanzdeckung, Lage: Ecke Wilhelm-Pieck-Straße

08958643


Wohnhaus mit Stallanbau und Scheune eines Dreiseithofes Eichenstraße 23
(Karte)
um 1920, im Kern älter von bauhistorischer Relevanz und

ortsgeschichtlicher Bedeutung für Wiederaufbau des Ortes, im Heimatstil Wohnhaus: zweigeschossiger Putzbau, rundbogiger Eingangsbereich, zum Teil historische Fenster, rückwärtig Oberlaube aus Holz, Krüppelwalmdach mit sehr spitzen Zwerchgiebeln und liegenden Schleppluken, Wirtschaftsanbau: eingeschossiger Putzbau mit Drempel, Ladeluken, Satteldach, Scheune: Putzbau mit zwei Einfahrten, mit nach außen aufschlagenden Toren, seitlicher Eingang mit darüberliegenden Lüftungsschlitzen, Ziegelverblendung unter der Traufe, Satteldach

08958660

Blochwitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 159 sowie 41 Läufersteine (siehe auch Sachgesamtheitsdokument - Obj. 09305644) (Karte) nach 1828 vermessungsgeschichtlich und landesgeschichtlich von

Bedeutung als Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 Denkmaltext Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons wurden die Grenzen Europas auf dem Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 neu festgelegt. Sachsen, das an der Seite Napoleons gekämpft hatte und somit zu den Unterlegenen gehörte, musste auf Beschluss der Siegermächte fast zwei Drittel seines Territoriums abtreten. Nahezu alle diese Gebiete wurden Preußen zugeteilt und gingen in der preußischen Provinz Sachsen auf. Die neue Grenze verlief – beginnend in Wittig am Fluss Witka (heute Polen) quer durch die Oberlausitz, traf bei Strehla auf die Elbe, zog sich weiter westlich bis Schkeuditz und endete schließlich südlich von Leipzig an der heutigen Grenze zu Sachsen-Anhalt. Noch heute ist sie an der Teilung der Kirchenprovinzen zwischen Sachsen und Brandenburg nachvollziehbar.

Eine erste Markierung der neu geschaffenen Grenzlinie erfolgte bereits 1815 durch paarweise aufgestellte Holzpfähle. Die Abstände zwischen den Grenzzeichen waren nicht einheitlich, sondern nahmen Bezug auf örtliche Gegebenheiten wie Gräben, Flüsse oder Fahrwege und variierten zwischen 200 und 4350 Metern. Ab 1828 ersetzte man die hölzernen Grenzpfähle sukzessive durch wesentlich solidere Grenzsteine, deren Gestaltung auf preußische Entwürfe zurückgeht und die als Pilare (spanisch „Säule“) bezeichnet werden. Insgesamt können vier Arten von Grenzsteinen unterschieden werden. Sie sind von Ost nach West nummeriert, wobei die Zählung an der Elbe neu beginnt (rechtselbisch Grenzsteine Nummer 1 – 212, linkselbisch Nummer 1 – 74). Östlich der Elbe sind die Steine zwischen Nummer 1 und Nummer 82 zunächst als Granitquaderpaar ausgebildet, zwischen denen ein Läuferstein den genauen Grenzverlauf markiert. Von Nummer 82 bis 148 stehen Pyramidenstümpfe direkt auf der Grenzlinie. Danach wechseln die Formen unsystematisch zwischen schlanken Sandsteinstelen und Pyramidenstümpfen mit Plinthen. Wesentliche Erkenntnisse zum Verlauf der ehemaligen sächsisch-preußischen Grenze haben mehrere ehrenamtliche Heimatforscher zusammengetragen.

Die Denkmaleigenschaft der Sächsisch-Preußischen Grenzsteine ergibt sich aus ihrer geschichtlichen Bedeutung, sie erinnern an ein für Sachsens Geschichte einschneidendes Ereignis. Das öffentliche Erhaltungsinteresse begründet sich aus der großen Aufmerksamkeit, welche einzelne Personen, Gruppen und Kommunen diesen steinernen Zeugnissen der Historie entgegenbringen. Mittlerweile sind mehrere Publikationen erschienen, liegt eine umfänglichere Dokumentation vor und wurden mindestens an einem Abschnitt der einstigen Grenze sogar Beschilderungen aufgestellt.

LfD/ 2014

Pyramidenstumpf aus Sandstein direkt auf der Grenzlinie, gegenüberliegend eingemeißelt Nummer und Landeskürzel (farblich nicht gefasst), dazwischen 41 Läufersteine in unregelmäßigen Abständen

08958832


Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 160 sowie 19 Läufersteine (siehe auch Sachgesamtheitsdokument - Obj. 09305644) (Karte) nach 1828 vermessungs- und landesgeschichtlich von Bedeutung als

Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 Denkmaltext Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons wurden die Grenzen Europas auf dem Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 neu festgelegt. Sachsen, das an der Seite Napoleons gekämpft hatte und somit zu den Unterlegenen gehörte, musste auf Beschluss der Siegermächte fast zwei Drittel seines Territoriums abtreten. Nahezu alle diese Gebiete wurden Preußen zugeteilt und gingen in der preußischen Provinz Sachsen auf. Die neue Grenze verlief – beginnend in Wittig am Fluss Witka (heute Polen) quer durch die Oberlausitz, traf bei Strehla auf die Elbe, zog sich weiter westlich bis Schkeuditz und endete schließlich südlich von Leipzig an der heutigen Grenze zu Sachsen-Anhalt. Noch heute ist sie an der Teilung der Kirchenprovinzen zwischen Sachsen und Brandenburg nachvollziehbar.

Eine erste Markierung der neu geschaffenen Grenzlinie erfolgte bereits 1815 durch paarweise aufgestellte Holzpfähle. Die Abstände zwischen den Grenzzeichen waren nicht einheitlich, sondern nahmen Bezug auf örtliche Gegebenheiten wie Gräben, Flüsse oder Fahrwege und variierten zwischen 200 und 4350 Metern. Ab 1828 ersetzte man die hölzernen Grenzpfähle sukzessive durch wesentlich solidere Grenzsteine, deren Gestaltung auf preußische Entwürfe zurückgeht und die als Pilare (spanisch „Säule“) bezeichnet werden. Insgesamt können vier Arten von Grenzsteinen unterschieden werden. Sie sind von Ost nach West nummeriert, wobei die Zählung an der Elbe neu beginnt (rechtselbisch Grenzsteine Nummer 1 – 212, linkselbisch Nummer 1 – 74). Östlich der Elbe sind die Steine zwischen Nummer 1 und Nummer 82 zunächst als Granitquaderpaar ausgebildet, zwischen denen ein Läuferstein den genauen Grenzverlauf markiert. Von Nummer 82 bis 148 stehen Pyramidenstümpfe direkt auf der Grenzlinie. Danach wechseln die Formen unsystematisch zwischen schlanken Sandsteinstelen und Pyramidenstümpfen mit Plinthen. Wesentliche Erkenntnisse zum Verlauf der ehemaligen sächsisch-preußischen Grenze haben mehrere ehrenamtliche Heimatforscher zusammengetragen.

Die Denkmaleigenschaft der Sächsisch-Preußischen Grenzsteine ergibt sich aus ihrer geschichtlichen Bedeutung, sie erinnern an ein für Sachsens Geschichte einschneidendes Ereignis. Das öffentliche Erhaltungsinteresse begründet sich aus der großen Aufmerksamkeit, welche einzelne Personen, Gruppen und Kommunen diesen steinernen Zeugnissen der Historie entgegenbringen. Mittlerweile sind mehrere Publikationen erschienen, liegt eine umfänglichere Dokumentation vor und wurden mindestens an einem Abschnitt der einstigen Grenze sogar Beschilderungen aufgestellt.

LfD/ 2014 Ca. 1,50 m hohe, schlanke Sandsteinstele mit allseitig eingemeißelten Schriftfeldern für Nummer 160 und Länderkürzel KS/ KP direkt auf der Grenzlinie, zugehörig 19 Läufersteine in unregelmäßigen Abständen auf der Grenzlinie

Reste einer weißen Farbfassung erhalten

08958711


Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 158 sowie 31 Läufersteine (siehe auch Sachgesamtheitsdokument - Obj. 09305644) (Karte) nach 1828 vermessungsgeschichtlich und landesgeschichtlich von

Bedeutung als Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 Denkmaltext Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons wurden die Grenzen Europas auf dem Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 neu festgelegt. Sachsen, das an der Seite Napoleons gekämpft hatte und somit zu den Unterlegenen gehörte, musste auf Beschluss der Siegermächte fast zwei Drittel seines Territoriums abtreten. Nahezu alle diese Gebiete wurden Preußen zugeteilt und gingen in der preußischen Provinz Sachsen auf. Die neue Grenze verlief – beginnend in Wittig am Fluss Witka (heute Polen) quer durch die Oberlausitz, traf bei Strehla auf die Elbe, zog sich weiter westlich bis Schkeuditz und endete schließlich südlich von Leipzig an der heutigen Grenze zu Sachsen-Anhalt. Noch heute ist sie an der Teilung der Kirchenprovinzen zwischen Sachsen und Brandenburg nachvollziehbar.

Eine erste Markierung der neu geschaffenen Grenzlinie erfolgte bereits 1815 durch paarweise aufgestellte Holzpfähle. Die Abstände zwischen den Grenzzeichen waren nicht einheitlich, sondern nahmen Bezug auf örtliche Gegebenheiten wie Gräben, Flüsse oder Fahrwege und variierten zwischen 200 und 4350 Metern. Ab 1828 ersetzte man die hölzernen Grenzpfähle sukzessive durch wesentlich solidere Grenzsteine, deren Gestaltung auf preußische Entwürfe zurückgeht und die als Pilare (spanisch „Säule“) bezeichnet werden. Insgesamt können vier Arten von Grenzsteinen unterschieden werden. Sie sind von Ost nach West nummeriert, wobei die Zählung an der Elbe neu beginnt (rechtselbisch Grenzsteine Nummer 1 – 212, linkselbisch Nummer 1 – 74). Östlich der Elbe sind die Steine zwischen Nummer 1 und Nummer 82 zunächst als Granitquaderpaar ausgebildet, zwischen denen ein Läuferstein den genauen Grenzverlauf markiert. Von Nummer 82 bis 148 stehen Pyramidenstümpfe direkt auf der Grenzlinie. Danach wechseln die Formen unsystematisch zwischen schlanken Sandsteinstelen und Pyramidenstümpfen mit Plinthen. Wesentliche Erkenntnisse zum Verlauf der ehemaligen sächsisch-preußischen Grenze haben mehrere ehrenamtliche Heimatforscher zusammengetragen.

Die Denkmaleigenschaft der Sächsisch-Preußischen Grenzsteine ergibt sich aus ihrer geschichtlichen Bedeutung, sie erinnern an ein für Sachsens Geschichte einschneidendes Ereignis. Das öffentliche Erhaltungsinteresse begründet sich aus der großen Aufmerksamkeit, welche einzelne Personen, Gruppen und Kommunen diesen steinernen Zeugnissen der Historie entgegenbringen. Mittlerweile sind mehrere Publikationen erschienen, liegt eine umfänglichere Dokumentation vor und wurden mindestens an einem Abschnitt der einstigen Grenze sogar Beschilderungen aufgestellt.

LfD/ 2014

Scharrierter Sandsteinkubus mit gegenüberliegend eingemeißelten Schriftfeldern für Nummer 158 und Länderkürzel KS/ KP direkt auf der Grenzlinie, zugehörig 31 Läufersteine in unregelmäßigen Abständen auf der Grenzlinie

Reste von einer weißen Farbfassung erhalten

09305490


Hofmauer eines Bauernhofes, mit Toranlage davor zwei Hofbäume Brößnitzer Straße 7; 7a
(Karte)
18. Jh. Relikt der ländlichen Bauweise im 18.

Jh., straßenbildprägend und baugeschichtlich von Bedeutung Rundbogen-Toranlage mit zwei seitlichen Torpfeilern, Bruchsteinmauer verputzt, Torpfeiler mit mehrfach profilierten Abdeckplatten, Rundbogentor mit verwittertem Schlußstein (Sandstein), Leutepforte schräg abgedeckt, Toranlage flankiert von zwei Linden

08958805


Seitengebäude eines Dreiseithofes Brößnitzer Straße 9
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. Fachwerk-Wohnstallhaus, Teil der alten Ortsstruktur, baugeschichtlich

von Bedeutung EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, zwei Ladeluken, Giebel Fachwerk, verbrettert, Rückseite Fachwerk, Krüppelwalmdach

08958804


Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Hauptstraße 4 (hinter)
(Karte)
nach 1918 (Kriegerdenkmal) ortsgeschichtlich von Bedeutung

ca. 2,70 m hoher Sandsteinkubus mit großem Eisernem Kreuz aus Sandstein als Bekrönung, im Kreuz Relief eines nackten knienden Soldaten mit Helm und Schwert, darüber Inschrift: "Denkt daran", darunter die Namen der Gefallenen und eingemeißeltes Schwertmotiv, Denkmal eingefriedet

08958803


Kirche (einschließlich Ausstattung), Kirchhof mit Einfriedung und zwei Grabmalen der Rittergutsfamilie Crome Hauptstraße 6
(Karte)
1576 Dendro äußerlich schlichte Saalkirche, an der Südseite gedrungener Turm mit mächtiger Haube, Inneres

von höchstem malerischen Reiz, baugeschichtlich, kunstgeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung Denkmaltext


Evangelische Pfarrkirche. Die heutige Saalkirche von 1668 unter Verwendung des gotischen Vorgängerbaus errichtet. Das Äußere schlicht, mit Satteldach und Rundbogenfenstern. Der Grundriß des Saales und des eingezogenen Chores im Osten nahezu quadratisch. In der Mitte der Südseite der gedrungene Turm mit achtseitigem Glockengeschoß und mächtiger Haube. Im Turmuntergeschoß zwei niedrige, langgestreckte Räume mit Kreuzgratgewölbe: Vorhalle zur Kirche und Sakristei. Tür zum Kircheninneren spitzbogig, Sakristeitür rundbogig. Das Innere von höchstem malerischen Reiz. Einheitliche Ausstattung und Ausmalung aus den Jahren um 1668. Ab 1993 Restaurierung des Innenraumes, insbesondere der Holzdecke. Durchgehende Kassettendecke, ornamentale Bemalung mit Kreisen in Zinnoberrot, Weiß und Grau. In den gleichen Farben gefaßte Emporenbrüstung: Akanthusranken auf rotem Grundatiert Die Orgelempore im Westen ausbauchend, von Säulen mit ionischen Kapitellen getragen. Ihre Brüstung im Unterschied zur Empore an der Südseite aus Brett-Balustern. Bemalung des Gestühls im Saal und des herrschaftlichen Gestühls im Chor wie die der Empore. Die figürlichen Wandmalereien an der Ostwand und den östlichen Teilen der Nord- und Südwand zeigen insgesamt sechs Heilige jeweils in Zweiergruppen unter Arkaden, wohl 2. H. 15. Jh. Der Altar von 1668 mit Abendmahlsdarstellung, flankiert von zwei toskanischen Säulen. Seitlich davon Voluten und Fruchtgehänge. Darüber Gebälk und im Auszug Darstellung der Himmelfahrt Christi. Die Kanzel um 1550. Der Kanzelkorb, von ionischen Pilastern gegliedert, auf einer kannelierten Säule. An zentraler Stelle, zwischen Saal und Chor, die polygonale Umfriedung für den Taufstein, an der Front Kruzifix. Der Taufstein mittelalterlich, seine Holzverkleidung und der aufwendige Taufdeckel von 1668. Orgel von 1864 mit Gehäuse im Rundbogenstil. (Dehio Sachsen I, S. 66)

Grabmale der Familie Crome: 1. Terese Olga (25.6.1878-19.1.1885), 2. Marie Louise Crome geb. Haferland (15.9.1845-10.1.1890)

08958802


Seitengebäude (Wohnstallhaus) eines Dreiseithofes Hauptstraße 16a
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. Obergeschoss Fachwerk verputzt, Teil der alten

Ortsstruktur, baugeschichtlich von Bedeutung Erdgeschoss massiv, mit Sandsteinfenster- und -türgewänden, Obergeschoss Fachwerk, verputzt, Giebel massiv, zum Teil historische Fenster, Rückseite Fachwerk, verbrettert, Dachüberstand, Satteldach, Krüppelwalmdach zur Straßenseite hin, Biberschwanzdeckung, laut ALK-Daten Nummer 16a, (bildet Dreiseithof mit Nummer 16)

08958800


Wohnstallhaus eines Dreiseithofes Hauptstraße 18a
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. Fachwerk-Wohnstallhaus, Fledermausgaupen im Dach, original

erhaltener zeit- und landschaftstypischer Bau als Zeugnis bäuerlichen Wirtschaftens, baugeschichtlich von Bedeutung EG massiv, mit Sandsteintür- und -fenstergewänden, Dachschürze, Obergeschoss Fachwerk mit Lehmausfachung, originale Drehflügelfenster, Giebel Fachwerk, teils verbrettert, teils verputzt, Dachüberstand, Krüppelwalmdach zur Straßenseite, Satteldach, Taubenschlag, Biberschwanzdeckung, drei Fledermausgaupen, an Rückseite vermutlich Reste eines Backofens aus Bruchstein, (bildet Dreiseithof mit Nummer 18)

08958801


Transformatorenhäuschen Siedlung 3 (bei)
(Karte)
1. Hälfte 20. Jh. Zeugnis für die Elektrifizierung des Ortes, technikgeschichtlich von Bedeutung

eingeschossiger Putzbau auf quadratischem Grundriß, als Zwischendach Krüppelwalmdach, darauf turmartiger Aufbau, Zeltdach

08958826

Brockwitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Denkmal für die Gefallenen des 2. Weltkrieges (Karte) nach 1945 (Kriegerdenkmal) ortshistorische Bedeutung

großer Naturstein mit seitlich herausgearbeitetem Kreuz, an Schauseite Granitplatte mit Namen der Gefallenen, Einfriedung durch Buchsbaumhecke und Beetbepflanzung

08958657


Wohnhaus eines Dreiseithofes Dorfanger 17
(Karte)
2. Hälfte 19. Jh. Fachwerk-Wohnhaus, Giebel massiv mit aufwendig gestaltetem

Zwillingsfenster im Giebel, zeit- und landschaftstypischer Bau, baugeschichtlich von Bedeutung EG massiv, Obergeschoss Fachwerk verputzt, Giebel massiv und verputzt, profilierte Steingewände, im Giebel Zwillingsrechteckfenster mit profilierter Sohlbank und gerader Bedachung, Putzornamentik, Satteldach

08958655


Wohnstallhaus eines ehemaligen Dreiseithofes Dorfanger 21
(Karte)
2. Hälfte 19. Jh. Fachwerk-Obergeschoss verputzt, Teil der alten

Ortsstruktur, baugeschichtlich von Bedeutung EG massiv, Obergeschoss Fachwerk verputzt, originale Fenster, Giebel Fachwerk, zum Teil verputzt, zum Teil verbrettert, Satteldach

08958656


Scheune eines Dreiseithofes Dorfanger 25
(Karte)
2. Hälfte 19. Jh. Teil der alten Ortsstruktur in gutem Originalzustand, Holzkonstruktion

verbrettert, baugeschichtlich und wirtschaftsgeschichtlich von Bedeutung Holzkonstruktion verbrettert, Dachtraufe in Art der Fledermausgaupen über Toreinfahrt, Satteldach mit liegender Schleppluke, Biberschwanz-Kronendeckung

08958659

Brößnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 163 sowie 8 Läufersteine (siehe auch Sachgesamtheitsdokument - Obj. 09305644) (Karte) nach 1828 vermessungsgeschichtlich und landesgeschichtlich von

Bedeutung als Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 Denkmaltext Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons wurden die Grenzen Europas auf dem Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 neu festgelegt. Sachsen, das an der Seite Napoleons gekämpft hatte und somit zu den Unterlegenen gehörte, musste auf Beschluss der Siegermächte fast zwei Drittel seines Territoriums abtreten. Nahezu alle diese Gebiete wurden Preußen zugeteilt und gingen in der preußischen Provinz Sachsen auf. Die neue Grenze verlief – beginnend in Wittig am Fluss Witka (heute Polen) quer durch die Oberlausitz, traf bei Strehla auf die Elbe, zog sich weiter westlich bis Schkeuditz und endete schließlich südlich von Leipzig an der heutigen Grenze zu Sachsen-Anhalt. Noch heute ist sie an der Teilung der Kirchenprovinzen zwischen Sachsen und Brandenburg nachvollziehbar.

Eine erste Markierung der neu geschaffenen Grenzlinie erfolgte bereits 1815 durch paarweise aufgestellte Holzpfähle. Die Abstände zwischen den Grenzzeichen waren nicht einheitlich, sondern nahmen Bezug auf örtliche Gegebenheiten wie Gräben, Flüsse oder Fahrwege und variierten zwischen 200 und 4350 Metern. Ab 1828 ersetzte man die hölzernen Grenzpfähle sukzessive durch wesentlich solidere Grenzsteine, deren Gestaltung auf preußische Entwürfe zurückgeht und die als Pilare (spanisch „Säule“) bezeichnet werden. Insgesamt können vier Arten von Grenzsteinen unterschieden werden. Sie sind von Ost nach West nummeriert, wobei die Zählung an der Elbe neu beginnt (rechtselbisch Grenzsteine Nummer 1 – 212, linkselbisch Nummer 1 – 74). Östlich der Elbe sind die Steine zwischen Nummer 1 und Nummer 82 zunächst als Granitquaderpaar ausgebildet, zwischen denen ein Läuferstein den genauen Grenzverlauf markiert. Von Nummer 82 bis 148 stehen Pyramidenstümpfe direkt auf der Grenzlinie. Danach wechseln die Formen unsystematisch zwischen schlanken Sandsteinstelen und Pyramidenstümpfen mit Plinthen. Wesentliche Erkenntnisse zum Verlauf der ehemaligen sächsisch-preußischen Grenze haben mehrere ehrenamtliche Heimatforscher zusammengetragen.

Die Denkmaleigenschaft der Sächsisch-Preußischen Grenzsteine ergibt sich aus ihrer geschichtlichen Bedeutung, sie erinnern an ein für Sachsens Geschichte einschneidendes Ereignis. Das öffentliche Erhaltungsinteresse begründet sich aus der großen Aufmerksamkeit, welche einzelne Personen, Gruppen und Kommunen diesen steinernen Zeugnissen der Historie entgegenbringen. Mittlerweile sind mehrere Publikationen erschienen, liegt eine umfänglichere Dokumentation vor und wurden mindestens an einem Abschnitt der einstigen Grenze sogar Beschilderungen aufgestellt.

LfD/ 2014

Pyramidenstumpf mit Plinthe aus Sandstein, direkt auf der Grenzlinie, gegenüberliegend eingemeißelt Nummer 163 und Landeskürzel K.P.-K.S., dazwischen 8 Läufersteine in unregelmäßigen Abständen

08958820


Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 162 sowie 12 Läufersteine (siehe auch Sachgesamtheitsdokument - Obj. 09305644) (Karte) nach 1828 vermessungs- und landesgeschichtlich von Bedeutung als

Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 Denkmaltext Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons wurden die Grenzen Europas auf dem Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 neu festgelegt. Sachsen, das an der Seite Napoleons gekämpft hatte und somit zu den Unterlegenen gehörte, musste auf Beschluss der Siegermächte fast zwei Drittel seines Territoriums abtreten. Nahezu alle diese Gebiete wurden Preußen zugeteilt und gingen in der preußischen Provinz Sachsen auf. Die neue Grenze verlief – beginnend in Wittig am Fluss Witka (heute Polen) quer durch die Oberlausitz, traf bei Strehla auf die Elbe, zog sich weiter westlich bis Schkeuditz und endete schließlich südlich von Leipzig an der heutigen Grenze zu Sachsen-Anhalt. Noch heute ist sie an der Teilung der Kirchenprovinzen zwischen Sachsen und Brandenburg nachvollziehbar.

Eine erste Markierung der neu geschaffenen Grenzlinie erfolgte bereits 1815 durch paarweise aufgestellte Holzpfähle. Die Abstände zwischen den Grenzzeichen waren nicht einheitlich, sondern nahmen Bezug auf örtliche Gegebenheiten wie Gräben, Flüsse oder Fahrwege und variierten zwischen 200 und 4350 Metern. Ab 1828 ersetzte man die hölzernen Grenzpfähle sukzessive durch wesentlich solidere Grenzsteine, deren Gestaltung auf preußische Entwürfe zurückgeht und die als Pilare (spanisch „Säule“) bezeichnet werden. Insgesamt können vier Arten von Grenzsteinen unterschieden werden. Sie sind von Ost nach West nummeriert, wobei die Zählung an der Elbe neu beginnt (rechtselbisch Grenzsteine Nummer 1 – 212, linkselbisch Nummer 1 – 74). Östlich der Elbe sind die Steine zwischen Nummer 1 und Nummer 82 zunächst als Granitquaderpaar ausgebildet, zwischen denen ein Läuferstein den genauen Grenzverlauf markiert. Von Nummer 82 bis 148 stehen Pyramidenstümpfe direkt auf der Grenzlinie. Danach wechseln die Formen unsystematisch zwischen schlanken Sandsteinstelen und Pyramidenstümpfen mit Plinthen. Wesentliche Erkenntnisse zum Verlauf der ehemaligen sächsisch-preußischen Grenze haben mehrere ehrenamtliche Heimatforscher zusammengetragen.

Die Denkmaleigenschaft der Sächsisch-Preußischen Grenzsteine ergibt sich aus ihrer geschichtlichen Bedeutung, sie erinnern an ein für Sachsens Geschichte einschneidendes Ereignis. Das öffentliche Erhaltungsinteresse begründet sich aus der großen Aufmerksamkeit, welche einzelne Personen, Gruppen und Kommunen diesen steinernen Zeugnissen der Historie entgegenbringen. Mittlerweile sind mehrere Publikationen erschienen, liegt eine umfänglichere Dokumentation vor und wurden mindestens an einem Abschnitt der einstigen Grenze sogar Beschilderungen aufgestellt.

LfD/ 2014

Ca. 1 m hoher Sandsteinkubus mit ringsum eingemeißelten Schriftfeldern für Nummer 162 und Länderkürzel KS/ KP direkt auf der Grenzlinie, dazwischen 12 Läufersteine in unregelmäßigen Abständen

Länderkürzel nachträglich abgearbeitet und unkenntlich gemacht

08958827


Sächsisch-Preußischer Grenzstein: Pilar Nr. 161 sowie 15 Läufersteine (siehe auch Sachgesamtheitsdokument - Obj. 09305644) (Karte) nach 1828 vermessungs- und landesgeschichtlich von Bedeutung als

Zeitdokument der historischen Grenzziehung zwischen Sachsen und Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 Denkmaltext Nach dem Ende der Herrschaft Napoleons wurden die Grenzen Europas auf dem Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 neu festgelegt. Sachsen, das an der Seite Napoleons gekämpft hatte und somit zu den Unterlegenen gehörte, musste auf Beschluss der Siegermächte fast zwei Drittel seines Territoriums abtreten. Nahezu alle diese Gebiete wurden Preußen zugeteilt und gingen in der preußischen Provinz Sachsen auf. Die neue Grenze verlief – beginnend in Wittig am Fluss Witka (heute Polen) quer durch die Oberlausitz, traf bei Strehla auf die Elbe, zog sich weiter westlich bis Schkeuditz und endete schließlich südlich von Leipzig an der heutigen Grenze zu Sachsen-Anhalt. Noch heute ist sie an der Teilung der Kirchenprovinzen zwischen Sachsen und Brandenburg nachvollziehbar.

Eine erste Markierung der neu geschaffenen Grenzlinie erfolgte bereits 1815 durch paarweise aufgestellte Holzpfähle. Die Abstände zwischen den Grenzzeichen waren nicht einheitlich, sondern nahmen Bezug auf örtliche Gegebenheiten wie Gräben, Flüsse oder Fahrwege und variierten zwischen 200 und 4350 Metern. Ab 1828 ersetzte man die hölzernen Grenzpfähle sukzessive durch wesentlich solidere Grenzsteine, deren Gestaltung auf preußische Entwürfe zurückgeht und die als Pilare (spanisch „Säule“) bezeichnet werden. Insgesamt können vier Arten von Grenzsteinen unterschieden werden. Sie sind von Ost nach West nummeriert, wobei die Zählung an der Elbe neu beginnt (rechtselbisch Grenzsteine Nummer 1 – 212, linkselbisch Nummer 1 – 74). Östlich der Elbe sind die Steine zwischen Nummer 1 und Nummer 82 zunächst als Granitquaderpaar ausgebildet, zwischen denen ein Läuferstein den genauen Grenzverlauf markiert. Von Nummer 82 bis 148 stehen Pyramidenstümpfe direkt auf der Grenzlinie. Danach wechseln die Formen unsystematisch zwischen schlanken Sandsteinstelen und Pyramidenstümpfen mit Plinthen. Wesentliche Erkenntnisse zum Verlauf der ehemaligen sächsisch-preußischen Grenze haben mehrere ehrenamtliche Heimatforscher zusammengetragen.

Die Denkmaleigenschaft der Sächsisch-Preußischen Grenzsteine ergibt sich aus ihrer geschichtlichen Bedeutung, sie erinnern an ein für Sachsens Geschichte einschneidendes Ereignis. Das öffentliche Erhaltungsinteresse begründet sich aus der großen Aufmerksamkeit, welche einzelne Personen, Gruppen und Kommunen diesen steinernen Zeugnissen der Historie entgegenbringen. Mittlerweile sind mehrere Publikationen erschienen, liegt eine umfänglichere Dokumentation vor und wurden mindestens an einem Abschnitt der einstigen Grenze sogar Beschilderungen aufgestellt.

LfD/ 2014

Ca. 1,50 m hohe, schlanke Sandsteinstele mit ringsum eingemeißelten Schriftfeldern für Nummer 161 und Länderkürzel KS/ KP (stark verwittert, schlecht lesbar) direkt auf der Grenzlinie, dazwischen 15 Läufersteine in unregelmäßigen Abständen

08958831


Straßenbrücke über den Tränkebach Dorfstraße -
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. Steinbogenbrücke (Bruchstein), baugeschichtliche Bedeutung

mit langgestreckten Stützmauern und beidseitiger Brüstung, eine Seite der Brücke später verbreitert, im Sockelbereich Betonverstärkung eingebracht (keine gravierende Beeinträchtigung)

08958824


Taubenhaus Dorfstraße 1
(Karte)
19. Jh. weitgehend original erhaltenes Zeugnis bäuerlichen Wirtschaftens, kulturgeschichtlich von

Bedeutung rechteckiger Grundriß, von seltener Bauart hinsichtlich der Funktion als Taubenhaus, Holzkonstruktion verbrettert, Walmdach

08959143


Seitengebäude (mit angebautem Backhaus) eines Bauernhofes Dorfstraße 7a
(Karte)
um 1800 Zeugnis ländlichen Wirtschaftens als Teil

der alten Ortsstruktur, Obergeschoss Fachwerk, baugeschichtlich von Bedeutung EG massiv, Obergeschoss einriegeliges Fachwerk, Giebel Fachwerk, verbrettert, originale Drehflügelfenster, Satteldach, an Rückseite Backofen aus Bruchstein, Satteldach

08958825


Wirtschaftsgebäude (Leiterhaus) Dorfstraße 9b (neben)
(Karte)
19. Jh. (Leiterhaus) seltenes, noch erhaltenes Beispiel eines öffentlichen Gebäudes zur

Unterbringung von Leitern, ortsgeschichtlich von Bedeutung verputzte Mauer parallel zum Straßenverlauf, auf Holzpfosten mit Kopfstreben ruhendes Pultdach, Biberschwanzdeckung, saniert

08958829


Seitengebäude (Wohnstallhaus), Scheune und Stallgebäude der ehemaligen Wassermühle sowie Hofpflasterung Dorfstraße 15; 15a
(Karte)
bez. 1905, im Kern älter weitgehend original erhaltenes Mühlenensemble von ortshistorischer Bedeutung

Repräsentative große Hofanlage: Wohngebäude (Ausgedinge) mit angebautem Stallteil und im Winkel stehender Scheune, Wohnteil mit an den Jugendstil angelehnter Ornamentik. Scheune: einseitiger Krüppelwalm, Biberschwanzdeckung, Lüftungsrosetten, Putzgliederung, obere Scheuneneinfahrt (zum Teil neu aufgemauert), Wohn- und Stallgebäude: Erdgeschoß Bruchstein, Obergeschoß teilweise Ziegel, Sand- und Kunststeingewände, Satteldach mit Biberschwanzdeckung, Pflasterung im Hof, Mühlentechnik bis auf Reste entfernt

08958822


Grabmal Tenner und Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges auf dem Friedhof Dorfstraße 20
(Karte)
1924 Sandstein-

Grabmal mit Inschrifttafel für Friedrich Ernst und Anna Pauline Tenner (Spender des Friedhofsgrundes an die Gemeinde), ortsgeschichtliche Bedeutung Grabmal an Friedhofsmauer, Sandstein, rechts und links je ein Pfeiler mit dekorativer angedeuteter Kämpferleiste rahmen eine tieferliegende Nische, oberer Abschluss polygonal gebrochener Giebelaufsatz mit floralem Zierwerk (Mohnkapseln, Eichenlaub u. ä.), rechteckige vorgelegte Stufe in Korrespondenz mit Sockelband der Mauer und in Nische kleines halbrundes vorgelagertes Podest, vor Grabmal ca. 50 cm hohe Sandsteinbrüstung als Rahmung mit gepaarten kreisrunden Öffnungen mit Kreuzmotiv, Steinplatte mit Inschrift: "Hier ruht in Gott: Unser lieber Vater Friedrich Ernst Tenner, geb. datiert 9. Okt. 1848, gest. datiert 15. Nov. 1930, unsere liebe Mutter Frau Anna Pauline Tenner, geb. Sommer, geb. datiert 2. Dez. 1852, gest. datiert 2. Okt. 1923. Ruhet sanft!" Kriegerdenkmal: Sandsteinsockel, zweistufiger Granitsockel, darüber pyramidaler Granitaufbau mit Bekrönung, Schauseite Eisernes Kreuz sowie moderne Inschrifttafel: "Zum Gedenken der im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Brößnitzer"

09300224


Transformatorenhäuschen Dorfstraße 24
(Karte)
1. Hälfte 20. Jh. Zeugnis für die Elektrifizierung des Ortes, technikgeschichtlich von Bedeutung

quadratischer Putzbau mit Eckbetonung durch breite Lisenen, als Zwischendach Krüppelwalmdach, turmartiger Aufbau, verkleidet, Zeltdach

08958823

Mühlbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wegestein Am Bach -
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 1,80 m hoher Sandsteinkubus, im oberen Drittel als Dreieck ausgebildet, Inschrift: "Mühlbach, Lampertswalde, Hain", stark verwittert

08958641

Niegeroda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wegestein (Karte) 19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 2 m hohe Granitstele, im oberen Bereich als Dreieck ausgebildet, Inschrift stark verwittert

08959023


Wegestein Dorfstraße -
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 1,80 m hoher Sandsteinkubus mit Dreieckaussparung im oberen Bereich, Inschrift: "Weißig, Ortrand, Nigeroda, Brockwitz, Radeburg"

08958811


Wegestein Dorfstraße 1 (vor)
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 1,10 m hoher Wegestein aus Sandstein, Inschrift: "Oelsnitz, Brösnitz, Strauch, Feldweg/ 18..", Datierung verwittert

08958810


Transformatorenhäuschen Dorfstraße 13 (neben)
(Karte)
1. Hälfte 20. Jh. Zeugnis der Elektrifizierung des Ortes, technikgeschichtlich von Bedeutung

quadratischer Putzbau, als Zwischendach Krüppelwalmdach, turmartiger Aufbau, verkleidet, Zeltdach

08958813


Wohnhaus (Nr. 35) und Seitengebäude (Wohnstallhaus, Nr. 36) eines Bauernhofes Dorfstraße 35; 36
(Karte)
um 1870 (Wohnhaus) Wohnhaus

gründerzeitlicher Massivbau, Seitengebäude mit altem Portal, Teil der alten Ortsstruktur, baugeschichtlich von Bedeutung Wohnhaus: zweigeschossiger Putzbau mit Putzgliederung und Eckbetonung durch Putznutung im EG, profilierte Steingewände in beiden Geschossen, 4:6 Achsen, eine Achse zugesetzt, unter den Fenstern im Obergeschoss Putzspiegel, profiliertes Gurtgesims, im Obergeschoss Gurtband zwischen den Fenstern, Satteldach, Wohnstallhaus: zweigeschossiger Putzbau, 3:4 Achsen (eine zugesetzt), einfache Putzgliederung am Giebel, profilierte Steingewände, Tür mit Schlußstein, Winterfenster, Satteldach, Biberschwanzdeckung

08958812

Oelsnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Häuslerhaus Am Bach 14
(Karte)
um 1800 Massivbau mit seltenen Holzfenstergewänden, einfaches Beispiel ländlichen Wohnens,

baugeschichtlich und sozialgeschichtlich von Bedeutung eingeschossiger Bruchsteinbau, verputzt, Giebel Fachwerk mit Lehmausfachung, verbrettert, Holzfenstergewände, Satteldach, Küche mit Gewölbe in Mittelachse, Holzbalken-Brettdecken, Besonderheit im stehenden Dachstuhl: Windverband in Mittelachse, große Sparrenabstände

08958818


Herrenhaus (Nr. 1), Gesindehaus (Nr. 2), Taubenhaus (zu Nr. 4) und Park (Gartendenkmal) eines Rittergutes Am Park 1; 2; 4
(Karte)
im Kern um 1770 (Herrenhaus) Herrenhaus im klassizistischen Stil, von baugeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung

Herrenhaus (Nummer1): schlichter zweigeschossiger Putzbau, 4:11 Achsen, im Obergeschoss Sandsteinfenstergewände, Eingangsbereich gegliedert durch vier Pilaster, vorgelagerter Balkon auf vier dorischen kannelierten Säulen ruhend, kräftiges Gebälk, darüber Balustrade mit Eckpostamenten, Dacherker mit großem halbrundem Fenster, breites Walmdach, originale Tür und Türblatt,

Taubenhaus (Nummer4): achteckiger Putzbau mit gefaltetem Kegeldach, Biberschwanz-Kronendeckung, darüber Taubenschlag, Holzkonstruktion, Welsche Haube mit Laterne,

Gesindehaus (Nummer2) (heute Wohnhaus): breitgelagerter Bruchsteinbau, verputzt, Mansarddach mit Krüppelwalm

08958815


Wegestein Am Sportplatz -
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 0,40 m hoher Sandsteinkubus, Inschrift: "G.hain, Skässchen (?)", im unteren Bereich Dreieckaussparung

08958814


Kirche (mit Ausstattung), Kirchhof mit Einfriedung, Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges und Glockenstuhl Hauptstraße 21
(Karte)
1866 von kirchengeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung

Denkmaltext


Evangelische Pfarrkirche. Neugotischer Bau mit Satteldach von 1866. Der quadratische Westturm mit achtseitigem Glockengeschoß und schöner Haube von 1751. Der Chor polygonal geschlossen. Das Äußere der Kirche von Strebepfeilern gegliedert, schlichte Spitzbogenfenster. Im Inneren dreischiffig, mit Emporen und aufgemalten Rippen im Gewölbe. Klangschöne Schleifladen-Orgel von Nagel, 1872. (Dehio Sachsen I, S. 665)

Kriegerdenkmal: vierstufiger Granitsockel, darüber sich nach oben verjüngender Granitkubus, Bekrönung durch Aufbau mit Kreuz, an allen vier Seiten Inschrift mit Namen der Toten, an Schauseite Schwertrelief, davor angelehnte flache, polierte Granitplatte für die Gefallenen des 2. Weltkrieges, Glockenstuhl: Holz- und Stahlkonstruktion mit Bronzeglocke

08958819

Quersa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Sachgesamtheit Königlich-Sächsische Triangulierung: Landesvermessungssystem, bestehend aus zwei Dreiecksnetzen, dem Netz für die Gradmessung im Königreich Sachsen (Netz I. Classe/Ordnung) mit 36 Punkten und die Königlich Sächsische Triangulierung (Netz II. Classe/Ordnung) mit 122 Punkten, welche durch Vermessungssäulen (Triangulationssäulen) markiert sind sowie drei Basispunkten (so das Triangulationshaus Quersa) (alle Sachgesamtheitsbestandteile) (Karte) 1869-1870 (Basisendpunkt) als eines der modernsten Lagenetze in

Deutschland ist dieses Landesvermessungssystem ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Landesvermessung in Deutschland sowie in Sachsen, das System der Vermessungssäulen beider Ordnungen ist in seiner Gesamtheit ein Kulturdenkmal von überregionaler verkehrsgeschichtlicher Bedeutung. Denkmaltext Im Zeitraum 1862 bis 1890 erfolgte im Königreich Sachsen eine Landesvermessung, bei der zwei Dreiecksnetze gebildet wurden. Zum einen handelt es sich um das Netz für die Gradmessung im Königreich Sachsen (Netz I. Classe/Ordnung) mit 36 Punkten und die Königlich Sächsische Triangulierung (Netz II. Classe/Ordnung) mit 122 Punkten. Geleitet wurde diese Landesvermessung durch Prof. Christian August Nagel, wonach die Triangulationssäulen auch als "Nagelsche Säulen" bezeichnet werden. Dieses Vermessungssystem war eines der modernsten Lagenetze in Deutschlandatiert Die hierfür gesetzten Vermessungssäulen blieben fast vollständig an ihren ursprünglichen Standorten erhalten. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Landesvermessung in Deutschland sowie in Sachsen. Das System der Vermessungssäulen beider Ordnungen ist in seiner Gesamtheit ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung. Der Bau der drei Basispunkte bei Großenhain erfolgte, um einen Maßstab für das Gradmessungsnetz bestimmen zu können. Aus der mit Messstangen in hoher Genauigkeit bestimmten, ca. 9 km langen Basis oder Grundlinie zwischen Quersa und Raschütz wurde über ein Dreiecksnetz, das Basisvergrößerungsnetz, die Länge der Dreiecksseite 18-Collm nach 10-Keulenberg berechnet. Bereits 1865 hatte man sich für das Großenhainer Gebiet als Basisgelände entschieden. Die Bauarbeiten zur Markierung der Bodenpunkte hatte Amtsmaurermeister Müller bereits begonnen, als der Krieg von 1866 ausbrach. Später lag die im Frühjahr 1868 trassierte Eisenbahn Großenhain-Cottbus zu nahe am Vermessungsprofil. Eine nochmalige Verlegung um 300 m nach Norden machte sich erforderlich, ehe der heutige Standort am Communicationswege von Folbern nach Brockwitz und östlich des Espigweges gefunden war und ein entsprechendes Grundstück für das Basishäuschen gekauft werden konnte. Die Basispunkte sind sehr stabil gebaut, im Boden mit Pfeilern für den An- und Abschluss der Messung mit den Basisstangen, genau vertikal darüber der Beobachtungspfeiler für die Winkelmessungen. Quersa ist ein vollständig erhaltener Basispunkt. 2005 erfolgte seine Restaurierung.

LfD/2014 eingeschossiger Ziegelbau über nahezu quadratischem Grundriß, Gurtband aus Bruchstein, Putzreste, segmentbogige Blendnischen, an einer Seite Tür aus Eisen, Zahnschnitt unter profiliertem Kranzgesims, Zeltdach, Schmuckaufbau auf dem Dach in geländerartige Form von Säulen in Ziegelmauerung und dazwischen kreuzweise eingefügten steinernen Verstrebungen, Inschrift der Basisstation nicht erhalten, quadratischer Pfeiler besteht aus Laussnitzer Granit, 0,3 m hoch

08958658


Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Hauptstraße -
(Karte)
nach 1918 (Kriegerdenkmal) ortshistorische Bedeutung

zweistufiger roter grobbehauener Granitsockel, darüber in mehreren Granitblöcken errichteter pyramidaler Aufbau, roter Granit, poliert, Schauseite mit Inschrift: "Unseren im schweren Kampfe 1914-1918 gefallenen tapferen Helden aus Dankbarkeit und Liebe / Gemeinde Quersa", Einfriedung: bestehend aus Zaun und Bepflanzung

08958650


Transformatorenhäuschen Hauptstraße 11b (bei)
(Karte)
1. Hälfte 20. Jh. Zeugnis für Elektrifizierung des Ortes, technikgeschichtlich von Bedeutung

Putzbau über quadratischem Grundriß, Krüppelwalmdach als Zwischendach, turmartiger Aufbau, verschiefert, Zeltdach

08958651


Seitengebäude (Wohnstallhaus) eines Dreiseithofes Hauptstraße 58
(Karte)
Mitte 19. Jh. Teil der alten Ortsstruktur, weitgehend original

erhaltener Putzbau mit Zwillingsfenster im Giebel, baugeschichtlich von Bedeutung zweigeschossiger Bruchsteinbau, zum Teil originaler Putz mit Putzgliederung, Sandsteinfenstergewände, im Giebel rundbogige Zwillingsfenster, originale Fenster, Satteldach

08958652


Seitengebäude (Wohnstallhaus) eines Dreiseithofes Hauptstraße 66
(Karte)
bez. 1869 original erhaltener Bau als Teil der alten Ortsstruktur,

verputzter Bruchsteinbau mit Zwillingsfenster im Giebel, baugeschichtlich von Bedeutung zweigeschossiger Bruchsteinbau, verputzt, originaler Putz mit Putznutung an den Ecken, ornamentierte Gurtbänder, Sandsteinfenstergewände, originale Fenster und Winterfenster, Satteldach, über der Tür bezeichnet 1869

08958654

Schönborn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wegestein Dorfstraße -
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 2 m hoher Sandsteinkubus mit Inschrift: "Blochwitz, Lampertswalde, Großenhain, Ortrand, Linz, Schönborn im Amtsbezirk Hain"

08958634


Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Dorfstraße -
(Karte)
nach 1918 (Kriegerdenkmal) ortshistorische Bedeutung

zweistufiges Podest, roter Granitsockel mit seitlichen kugelbekrönten Pfeilern, kubischer Aufbau, der sich nach oben verjüngt, Inschrift mit Namen der Gefallenen auf polierter Oberfläche, Denkmal aus rotem Granit

08958628


Wegestein Dorfstraße -
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 2 m hoher Sandsteinkubus mit Inschrift: "Schönfeld, Liega", bei Liegaer Straße 1

08958630


Seitengebäude (ohne Anbau) eines Dreiseithofes Dorfstraße 1
(Karte)
Anfang 19. Jh. Relikt der ländlichen Fachwerkbauweise,

baugeschichtlich von Bedeutung EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Giebel massiv, Sandsteintürgewände mit Schlußstein

08958633


Wohnhaus, Einfriedung und Toreinfahrt eines Dreiseithofes Dorfstraße 2
(Karte)
um 1870 weitgehend original erhaltener zeit- und

landschaftstypischer Bau, schlichte gründerzeitliche Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung zweigeschossiger Putzbau mit profilierten Steingewänden in beiden Geschossen, 9:4 Achsen, originale Fenster, originales Türblatt, im Giebel Drillingsfenster, zur Hofseite Reste von Putzgliederung, Krüppelwalmdach, Schieferdeckung, Einfriedung: schmiedeeiserner Zaun und Toranlage mit drei Pfeilern

08958649


Seitengebäude (Wohnstallhaus) eines Dreiseithofes Dorfstraße 13
(Karte)
Mitte 19. Jh. Relikt der ländlichen Bauweise aus der Mitte des 19.

Jh., Obergeschoss Fachwerk, Giebel massiv, baugeschichtlich von Bedeutung EG Bruchstein, Hofseite Obergeschoss verputzt, Rückseite Fachwerk, originale Fenster, Sandsteinfenstergewände, Giebel massiv, Anbau aus Bruchstein, Satteldach

08958629


Wohnhaus (mit angebautem Stallgebäude) und Scheune eines Dreiseithofes Dorfstraße 23; 23a
(Karte)
bez. 1899 weitgehend original erhalten,

zeit- und landschaftstypische Gebäude, Wohnhaus aufwendig gestalteter Gründerzeitbau, baugeschichtlich und wirtschaftsgeschichtlich von Bedeutung Wohnhaus zweigeschossiger Putzbau, 6/3 Achsen, profiliertes Gurtgesims, originaler Putz, Steingewände im Obergeschoss mit Sohlbänken und gerader Bedachung, darüber Blendokuli mit floralem Motiv, Giebel mit einfacher Putzgliederung, Türsturz mit Inschrift: "Gott mit uns / Ziller / 1899", Satteldach. Scheune schlicht, Inschrift 1885.

08958631


Gasthof Dorfstraße 26
(Karte)
bez. 1869 reich gegliederte Putzfassade, noch von klassizistischer Wirkung, baugeschichtliche und

ortshistorische Bedeutung Polygonsockel, darüber zweigeschossiger Putzbau mit 4:9 Achsen, einfache Putzgliederung, Eckrustizierung, profilierte Steingewände in beiden Geschossen, im Obergeschoss mit gerader Bedachung und Putzornamentik, profiliertes Gurt- und Kranzgesims, Walmdach, über Türsturz Inschrift: "Erbauet im Jahre 1869 v. Friedr. Karl Löwe"

08958632


Turmholländer Dorfstraße 31
(Karte)
um 1880 Windmühle ohne technische Ausstattung, Zeugnis der ländlichen, dörflichen Versorgung,

versorgungsgeschichtliche und technikgeschichtliche Bedeutung zweigeschossiger Turmbau mit einfacher Putzgliederung, Mezzaningeschoß, Kegeldach, um 1912 mit Elektrizität betrieben

08958635


Reste eines Ringofens der ehemaligen Ziegelei Schönborn Ziegeleistraße 3
(Karte)
letztes Viertel 19. Jh. wahrscheinlich nach dem Hofmannschen

System gebauter Brennofen, Bedeutung für Technik- und Produktionsgeschichte und von Interesse für Ortsgeschichte sowie landschaftsprägend massiver Steinbau aus Bruchstein mit Ziegelpfeilern und Ziegelrahmungen der einzelnen rundbogigen Öffnungen. Mauerkrone Ziegel-Rollschicht.

08957876

Weißig a. Raschütz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Forsthaus, Garten, Toranlage mit Einfriedung Am Forsthaus 4
(Karte)
1804 einfacher dreigeschossiger Putzbau, ortshistorische

Bedeutung Forsthaus: einfacher dreigeschossiger Putzbau, sieben Achsen, seitlicher Anbau, drei Mittelfenster der Obergeschosse durch Stichbögen hervorgehoben, an der Rückseite apsidialer Anbau, mächtiges Walmdach,

Garten: privater Garten eines Forsthauses, symmetrisch auf die zentrale Mittelachse (N-S-Richtung) bezogene Gestaltung: Erschließungsweg von der Toranlage zum Eingang des Forsthauses, zwei Linden als Torbäume (Tilia spec.) vor der Toranlage (Einzeldenkmal) sowie vier Hausbäume: Baumpaar aus zwei Linden (Tilia spec.) markiert den Eingang zum Forsthaus, nördlich des Forsthauses Baumpaar aus Platane (Platanus x hispanica) und buntblättrigem Ahorn (Acer pseudoplatanus 'Leopoldii'), Einfriedung: Toranlage im Süden der aus vier Zaunspfeilern, die beiden Mittleren bekrönt mit Vasen, zweiflügliges Zufahrtstor aus Holzlattenkonstruktion in der Mitte, je eine einflüglige Pforte aus Holzlatten links und rechts, Holzlattenzaun

08958830


Turmholländer An der Mühle 4 (bei)
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. ortshistorische und mühlentechnische Bedeutung

mit Windrad (Mühlenflügel), turmartiger Aufbau aus Bruchsteinmauerwerk, vermutlich dreigeschossig, Sandsteinfenstergewände, gefaltetes Kegeldach

08958807


Wohnstallhaus eines Dreiseithofes Dorfstraße 11
(Karte)
bez. 1893 gründerzeitlicher Massivbau mit Zwillingsfenster im Giebel, Teil der alten

Ortsstruktur, baugeschichtlich von Bedeutung zweigeschossiger Bruchsteinbau, verputzt, Steingewände, im hinteren Bereich zwei Toreinfahrten mit Rundbögen, originale Fenster, profiliertes Steintürgewände, über der Tür bezeichnet 1893, am Giebel profilierte Steingewände sowie einfache Putzgliederung, im Giebeldreieck Zwillings-Rechteckfenster, gerade Bedachung der Fenster, Satteldach, (bildet Dreiseithof mit Nummer 12)

08958809


Seitengebäude eines Dreiseithofes Hauptstraße 17
(Karte)
2. Hälfte 19. Jh. Fachwerk-Wohnstallhaus, Teil der alten Ortsstruktur, baugeschichtlich von Bedeutung

EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Giebel massiv, Sandsteintürgewände, zum Teil Winterfenster, Satteldach, (bildet Dreiseithof mit Nummer 16)

08958808


Wegestein Niegerodaer Straße -
(Karte)
19. Jh. verkehrshistorische Bedeutung

ca. 1,50 m hohe Granitstele mit Resten von Inschrift, sonst stark verwittert

08958833

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Lampertswalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien