Liste der Kulturdenkmale in Limmritz

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Die Liste der Kulturdenkmale in Limmritz enthält die Kulturdenkmale im Döbelner Ortsteil Limmritz.[Anm. 1]

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

Limmritz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wohnhaus der ehemaligen Seifensiederei Am Bahndamm 38
(Karte)
1939 durch die Heimatschutzarchitektur geprägtes Holzhaus in sehr

gutem Originalzustand von baugeschichtlicher Bedeutung Denkmaltext 1939 als Wohnhaus der ehemaligen Seifensiederei für Eduard Hahn aus Limmritz erbaut. Für die Bauausführung war Erich Göhring aus Chemnitz verantwortlich. Eingeschossiges Holzhaus, als Zweifamilienhaus konzipiert, über längsrechteckigem Grundriss, Zwillingsfenster aus der Bauzeit mit Sprossenteilung der Oberlichter, waagerechter Stulpschalung außen, Abschluss durch Satteldach mit großem, mittig angeordnetem Dacherker, ebenfalls mit Satteldach. Gut proportioniertes Haus in landschaftstypischer Bauweise, welches sich gut in das Landschafts- und Dorfbild einfügt. Die Wände bestehen aus Schlackenbeton und Doppel-T-Trägern bzw. Holzstützen, welche Außen mit einer Stulpschalung und Innen mit Sperrholz verkleidet wurden. Die Hohlräume zwischen den Holzstützen enthielten keine Füllung. Durch seine qualitätvolle Gestaltung und Authentizität erlangt das Holzhaus baugeschichtliche Bedeutung.

LfD/2013 1939 als Wohnhaus der ehemaligen Seifensiederei für Eduard Hahn aus Limmritz erbaut. Für die Bauausführung war Erich Göhring aus Chemnitz verantwortlich. Eingeschossiges Holzhaus, als Zweifamilienhaus konzipiert, über längsrechteckigem Grundriss, Zwillingsfenster aus der Bauzeit mit Sprossenteilung der Oberlichter, waagerechter Stulpschalung außen, Abschluss durch Satteldach mit großem, mittig angeordnetem Dacherker, ebenfalls mit Satteldach. Gut proportioniertes Haus in landschaftstypischer Bauweise, welches sich gut in das Landschafts- und Dorfbild einfügt. Die Wände bestehen aus Schlackenbeton und Doppel-T-Trägern bzw. Holzstützen, welche Außen mit einer Stulpschalung und Innen mit Sperrholz verkleidet wurden. Die Hohlräume zwischen den Holzstützen enthielten keine Füllung. Durch seine qualitätvolle Gestaltung und Authentizität erlangt das Holzhaus baugeschichtliche Bedeutung.

LfD/2013

09304727


Soldatengrab Am Bahndamm 39 (oberhalb)
(Karte)
nach 1945 (Soldatengrab) Grabmal für 2 Soldaten, die am 21.04.1945 auf dem Rückzug erschossen wurden, von

ortsgeschichtlicher Bedeutung Gefreiter Fritz Schramm geb. 25.10.1923, Obergefreiter Helmut Neumann geb. 13.10.1924, Naturstein mit polierter Schrifttafel, Flurstück evtl. auch 32

09208044


Eisenbahnbrücke Gasthofsberg -
(Karte)
1852 Steinbogenbrücke mit Natursteinverblendung, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung

Bruchsteinbrücke mit einem Bogen, an der Westseite schließen noch Stützmauern aus grob behauenen Natursteinquadern an, 12 m Spannweite

09208039


Eisenbahnviadukt Kleinlimmritz
(Karte)
1846–1852 vierzehnbogiger Viadukt über die Zschopau von großer baugeschichtlicher,

landschaftsprägender und verkehrsgeschichtlicher Bedeutung Bruchsteinbrücke, gehört zur Eisenbahnstrecke Riesa-Chemnitz, 260 m lang, 31,7 m hoch, 14 Rundbögen, 5 vergrößerte Mittelbögen, Stützen durch Betonquader verstärkt, auch Gemarkung Ziegra mit den Flurstücken 309, 311, 312 und Gemarkung Saalbach (Gemeinde Hartha) mit Flurstück 72/6

09208041


Wohnstallhaus Kleinlimmritz 72
(Karte)
2. Hälfte 18. Jh. vermutlich Häusleranwesen, in sehr gutem Originalzustand erhaltener Fachwerkbau von

hausgeschichtlicher und sozialgeschichtlicher Bedeutung EG massiv, Winterfenster, Anbau mit Schleppdach, seitlicher Anbau mit Sichtfachwerk, Obergeschoss Fachwerk verputzt, Satteldach bzw. Frackdach

09208040


Empfangsgebäude mit Wartehallenanbau Limmritzer Hauptstraße -
(Karte)
1897 gut erhaltenes Empfangsgebäude - Typenbau - in gutem

Originalzustand, ortshistorische und verkehrsgeschichtliche Bedeutung 2,5stöckiger Klinkerbau - Typ 1 mit gedrehtem Wartehallenanbau, Segmentbogenfenster, Fenstergewände gelber Klinker, (im EG z. T. Fenster zugesetzt), ebenso Gesimse, Segmentbögen über den Fenstern mit gelben und braunen Klinkern, ebenso braune Klinkerstreifen zwischen Fenstern, flaches Satteldach, Anbau in rotgelber Klinkerbauweise, Wartehallenanbau: roter Klinker, gelbe Lisenen, Pultdach

09208037


Wohnhaus der ehemaligen Nagelfabrik Limmritzer Hauptstraße 21
(Karte)
E. 19. Jh. Putzbau mit ornamentaler Gestaltung, ortshistorisch von Interesse

2geschossig, massiv, Sockel mit Polygonalmauerwerk, Porphyr, profilierte Fenstergewände, Sohlbänke mit Konsolen, Gurtgesimse, über den Fenstern angeputzte Segmentbögen mit Schlussstein, an der Schauseite die beiden Mittelachsen durch Putzquaderung hervorgehoben, im Obergeschoss zwischen den Fenstern Putzornament, profiliertes Traufgesims, Satteldach

09208038


Seitengebäude und Scheune sowie Einfriedungsmauer und Toreinfahrt (straßenseitig) eines Dreiseithofes Limmritzer Hauptstraße 49
(Karte)
1. H. 19. Jh., Kern wahrscheinlich älter straßenbildprägender Bauernhof mit weitgehend original erhaltenen Wirtschaftsgebäuden in

Fachwerkbauweise, als Zeugnisse der ursprünglichen Dorfstruktur von ortshistorischem sowie baugeschichtlichem Wert Nebengebäude: setzt sich aus 2 Teilen mit unterschiedlichen Firsthöhen und Gebäudebreiten zusammen, Westseite überwiegend massiv, EG massiv, Obergeschoss Sichtfachwerk, 2 Achsen massiv ausgesetzt, Fenster z. T. mit alter Sprossung, Satteldach, Giebel verbrettert, Westseite massiv, Scheune: Sichtfachwerk, Satteldach, verschiefert, 3 alte Blitzableiter, Wohnstallhaus zu sehr verändert

09208047


Wohnstallhaus, zwei Seitengebäude und Scheune eines Vierseithofes Limmritzer Hauptstraße 56
(Karte)
um 1800 geschlossen erhaltene Hofanlage

mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden in Fachwerkbauweise, teils verbrettert von baugeschichtlichem, sozialgeschichtlichem sowie ortsbildprägendem Wert EG Bruchsteinmauerwerk, Satteldach, stumpfwinkeliger Grundriß (Zugang zum Hof war nicht möglich)

09208046


Häuslerhaus Schmiedegasse 41
(Karte)
17. Jh. sehr altes Fachwerkgebäude mit inzwischen seltener anzutreffender Konstruktion,

nachträglich erweitert, von großer hausgeschichtlicher Bedeutung EG weitgehend massiv (Bruchstein), Obergeschoss teilweise einriegeliges Fachwerk mit Kopfstreben, Fenster mit alter Sprossung, westliche Giebelseite massiv, Satteldach, Gebäude an der Ostseite später erweitert, zweiriegeliges Fachwerk, bis dahin durchgehende Schwelle, Haus langjährig leerstehend in ausgesprochen schlechtem baulichen Zustand (2012)

09208045


Scheune und Seitengebäude der ehemaligen Schmiede Schmiedegasse 44
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. gut erhaltene Wirtschaftsgebäude der alten

Dorfschmiede, welche ein wichtiges Zeugnis alter Dorfstrukturen und des ursprünglich im Dorf notwendigen Handwerks darstellen, woraus sich der ortsgeschichtliche und sozialgeschichtliche Wert des Bauensembles ableitet Denkmaltext Die alte Dorfschmiede besteht heute noch aus dem ehemaligen Wohnhaus, ursprünglich mit Schmiedewerkstatt, einem benachbarten Seitengebäude mit Stallung und den gegenüberliegenden Wirtschaftsgebäuden, der Scheune und einem später angefügtem Seitengebäude. Die Straße führte offensichtlich mitten durch diese kleine Hofanlage hindurch. Aufgrund baulicher Veränderungen sind die alte Dorfschmiede und das benachbarte Seitengebäude nicht denkmalwürdig. Der diesen Gebäuden gegenüberliegende Komplex, bestehend aus der älteren Scheune und einem später angefügtem Seitengebäude ist dagegen auf Grund seines guten Originalzustandes denkmalwürdig. Die Scheune ist, die Hanglage nutzend, offensichtlich teilweise zweigeschossig. In diesem Bereich finden wir massive Erdgeschossmauern und ein verbrettertes Fachwerk im Obergeschoss. Eine Besonderheit bildet das hohe abschließende Walmdach, welches ein Hinweis für eine Bauzeit der Scheune vor 1800, vielleicht auch vor 1700 sein kann. Später, vermutlich Anfang oder Mitte des 19. Jh., könnte das Seitengebäude angebaut worden sein, in dem später eine Garage untergebracht wurde. Dieses Gebäude ist zweigeschossig mit massivem verputztem Erdgeschoss und verbrettertem Fachwerk im Obergeschoss. Abgeschlossen wird das Gebäude durch ein Krüppelwalmdach. Durch die extreme Hanglage und vermutlich auch die Zugehörigkeit zur Schmiede ist ein unverwechselbares Hausensemble entstanden, welches durch seine konstruktiven Besonderheiten, aber auch durch die Zugehörigkeit zur alten Dorfschmiede sowohl baugeschichtliche, als auch ortsgeschichtliche Bedeutung erlangt.

LfD/2013 Die alte Dorfschmiede besteht heute noch aus dem ehemaligen Wohnhaus, ursprünglich mit Schmiedewerkstatt, einem benachbarten Seitengebäude mit Stallung und den gegenüberliegenden Wirtschaftsgebäuden, der Scheune und einem später angefügtem Seitengebäude. Die Straße führte offensichtlich mitten durch diese kleine Hofanlage hindurch. Aufgrund baulicher Veränderungen sind die alte Dorfschmiede und das benachbarte Seitengebäude nicht denkmalwürdig. Der diesen Gebäuden gegenüberliegende Komplex, bestehend aus der älteren Scheune und einem später angefügtem Seitengebäude ist dagegen auf Grund seines guten Originalzustandes denkmalwürdig. Die Scheune ist, die Hanglage nutzend, offensichtlich teilweise zweigeschossig. In diesem Bereich finden wir massive Erdgeschossmauern und ein verbrettertes Fachwerk im Obergeschoss. Eine Besonderheit bildet das hohe abschließende Walmdach, welches ein Hinweis für eine Bauzeit der Scheune vor 1800, vielleicht auch vor 1700 sein kann. Später, vermutlich Anfang oder Mitte des 19. Jh., könnte das Seitengebäude angebaut worden sein, in dem später eine Garage untergebracht wurde. Dieses Gebäude ist zweigeschossig mit massivem verputztem Erdgeschoss und verbrettertem Fachwerk im Obergeschoss. Abgeschlossen wird das Gebäude durch ein Krüppelwalmdach. Durch die extreme Hanglage und vermutlich auch die Zugehörigkeit zur Schmiede ist ein unverwechselbares Hausensemble entstanden, welches durch seine konstruktiven Besonderheiten, aber auch durch die Zugehörigkeit zur alten Dorfschmiede sowohl baugeschichtliche, als auch ortsgeschichtliche Bedeutung erlangt.

LfD/2013

09304729


Wohnhaus, vermutlich Häusleranwesen Schmiedegasse 45
(Karte)
um 1800 landschaftstypisches Fachwerkhaus in gutem Originalzustand von

baugeschichtlichem, sozialgeschichtlichem und ortsbildprägendem Wert Denkmaltext Schlichtes Fachwerkhaus in traditioneller Bauweise, vermutlich um 1800 errichtet. Zweigeschossig über längsrechteckigem Grundriss mit massivem Erdgeschoss (möglicherweise verputzte Lehmwände) und zweiriegligem Fachwerk im Obergeschoss. Hausabschluss durch steiles Satteldach. Durch seine Authentizität (abgesehen von marginalen baulichen Veränderungen) dokumentiert das Haus das Bauhandwerk seiner Entstehungszeit ebenso wie die Lebensweise der ländlichen Bevölkerung (Häusler, Gärtner), woraus sich der bau- und sozialgeschichtliche Wert des Hauses ableitet. Durch seine dominante Straßenlage prägt das Gebäude maßgeblich das Ortsbild.

09304728


Brücke Technitzer Straße -
(Karte)
1870–1871 verkehrsgeschichtlich bedeutende dreibogige Steinbrücke über die Freiberger Mulde,

landschaftsprägend Bei diesem Bauwerk handelt es sich um eine dreibogige Brücke, mit den Spannweiten von 10,92 m und 20,1 m und 10,92 m. Die Dicke der Pfeiler beträgt 5,98 m. Die Brücke ist 65,0 m lang. Das Bauwerk zeigt eine schöne Natursteingestaltung. Zu beachten sind die flachen und schlanken Bögen, das Wechselspiel zwischen dem Quadermauerwerk der Gewölbe aus grauem Sandstein und dem rötlichen Polygonmauerwerk der Stirnmauern aus Hohenlaufter Granit, sowie die mächtigen hervorstehenden Pfeiler. Das Bauwerk überführt die Bundesstraße 175 und unterführt die Freiberger Mulde. Als Baustoffe wurden Sandstein, Hohenlaufter Granit und Stahlbeton eingesetzt.

09206466


Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Döbeln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien