Liste der Landtagswahlkreise in Rheinland-Pfalz

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Karte der Wahlkreise

Die Liste der Landtagswahlkreise in Rheinland-Pfalz listet alle Wahlkreise zur Wahl des Landtages von Rheinland-Pfalz auf.[1]

Gesetzliche Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Landtag von Rheinland-Pfalz gehören zur Zeit (2011) 101 Abgeordnete (Minimum lt. Landeswahlgesetz) in drei Fraktionen an, von denen 51 Sitze in Direktwahl, die restlichen Sitze über geschlossene Listen vergeben wurden. Die letzte Landtagswahl in Rheinland-Pfalz fand am 27. März 2011 statt- Obwohl die SPD insgesamt die meisten Mandate erhielt, gewann sie nur 23 Direktmandate, die CDU dagegen 28.[2]

Bei der vorigen Wahl 2006 erhielten die SPD 33 und die CDU 18 Direktmandate.[3] Die Erststimme wird Wahlkreisstimme, die Zweitstimme Landesstimme genannt. Die Parteien können wahlweise eine Landesliste für das gesamte Wahlgebiet oder je eine Bezirksliste in den vier Wahlbezirken aufstellen.[4]

Zur Landtagswahl 2016 wird das Landeswahlrecht geändert. Demnach ist eine Neuabgrenzung künftig vorzunehmen, wenn die Zahl der wahlberechtigten Einwohner um mehr als 25 % vom Durchschnitt abweicht. Darüber hinaus wird der Zuschnitt einiger Wahlkreise geändert, teils durch besagte Abweichungen, teils auch durch die Gebietsreform, bei der einige Verbandsgemeinden und verbandsfreie Gemeinden fusioniert wurden.[5] Der Gesetzentwurf wurde vom Landtag am 15. Oktober 2014 mit den Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen angenommen. Die CDU lehnte ihn dagegen wegen verfassungsrechtlicher Bedenken ab. [6]

Aktuelle Wahlkreiseinteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Land ist in 4 Bezirke und 51 Wahlkreise eingeteilt.[1]

Landtagswahlkreise in Rheinland-Pfalz
Nr. Wahlkreis Gebiet zur Wahl 2011 Änderungen zur Wahl 2016
Bezirk 1 Kreisfreie Stadt Koblenz, Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Neuwied, Altenkirchen (Westerwald), Rhein-Lahn-Kreis, Westerwaldkreis
1 Betzdorf/Kirchen (Sieg) umfasst vom Landkreis Altenkirchen (Westerwald) die Verbandsgemeinden Betzdorf (ehem.), Daaden-Herdorf und Kirchen (Sieg) erhält die Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis)
2 Altenkirchen (Westerwald) umfasst vom Landkreis Altenkirchen (Westerwald) die Verbandsgemeinden Altenkirchen (Westerwald), Flammersfeld, Gebhardshain (ehem.), Hamm (Sieg) und Wissen
3 Linz am Rhein/Rengsdorf umfasst vom Landkreis Neuwied die Verbandsgemeinden Asbach, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Rengsdorf, Unkel und Waldbreitbach
4 Neuwied umfasst vom Landkreis Neuwied die große kreisangehörige Stadt Neuwied sowie die Verbandsgemeinden Dierdorf und Puderbach
5 Bad Marienberg (Westerwald)/Westerburg umfasst vom Westerwaldkreis die Verbandsgemeinden Bad Marienberg (Westerwald), Hachenburg, Rennerod, Selters (Westerwald) und Westerburg verliert die Verbandsgemeinde Rennerod
6 Montabaur umfasst vom Westerwaldkreis die Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Ransbach-Baumbach, Wallmerod und Wirges verliert die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen
7 Diez/Nassau umfasst vom Rhein-Lahn-Kreis die Verbandsgemeinden Diez, Hahnstätten, Katzenelnbogen, Nassau und Nastätten
8 Koblenz/Lahnstein umfasst das rechts des Rheins gelegene Gebiet der kreisfreien Stadt Koblenz sowie vom Rhein-Lahn-Kreis die große kreisangehörige Stadt Lahnstein sowie die Verbandsgemeinden Bad Ems und Loreley
9 Koblenz umfasst das links des Rheins gelegene Gebiet der kreisfreien Stadt Koblenz
10 Bendorf/Weißenthurm umfasst vom Landkreis Mayen-Koblenz die verbandsfreie Gemeinde Bendorf sowie die Verbandsgemeinden Vallendar und Weißenthurm erhält die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen (Westerwaldkreis)
11 Andernach umfasst vom Landkreis Mayen-Koblenz die große kreisangehörige Stadt Andernach sowie die Verbandsgemeinden Pellenz und Mendig
12 Mayen umfasst vom Landkreis Mayen-Koblenz die große kreisangehörige Stadt Mayen sowie die Verbandsgemeinden Maifeld, Vordereifel und Rhein-Mosel
13 Remagen/Sinzig umfasst vom Landkreis Ahrweiler die verbandsfreien Gemeinden Remagen und Sinzig sowie die Verbandsgemeinden Bad Breisig und Brohltal
14 Bad Neuenahr-Ahrweiler umfasst vom Landkreis Ahrweiler die verbandsfreien Gemeinden Bad Neuenahr-Ahrweiler und Grafschaft sowie die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr
Bezirk 2 Kreisfreie Stadt Trier, Landkreise Bad Kreuznach, Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Daun, Rhein-Hunsrück-Kreis, Trier-Saarburg
15 Cochem-Zell umfasst den Landkreis Cochem-Zell Veränderung der Wahlkreisgrenze durch Wechsel dreier Gemeinden in den Rhein-Hunsrück-Kreis
16 Rhein-Hunsrück umfasst vom Rhein-Hunsrück-Kreis die verbandsfreie Gemeinde Boppard sowie die Verbandsgemeinden Emmelshausen, Kastellaun, Rheinböllen, Sankt Goar-Oberwesel und Simmern Veränderung der Wahlkreisgrenze durch Wechsel dreier Gemeinden aus dem Landkreis Cochem-Zell
17 Bad Kreuznach umfasst vom Landkreis Bad Kreuznach die große kreisangehörige Stadt Bad Kreuznach sowie die Verbandsgemeinden Bad Kreuznach, (ehem.) Bad Münster am Stein-Ebernburg, Langenlonsheim und Stromberg
18 Kirn/Bad Sobernheim umfasst vom Landkreis Bad Kreuznach die verbandsfreie Gemeinde Kirn sowie die Verbandsgemeinden Kirn-Land, Meisenheim, Rüdesheim und Bad Sobernheim
19 Birkenfeld umfasst den Landkreis Birkenfeld
20 Vulkaneifel umfasst den Landkreis Vulkaneifel
21 Bitburg-Prüm umfasst den Eifelkreis Bitburg-Prüm
22 Wittlich umfasst vom Landkreis Bernkastel-Wittlich die verbandsfreie Gemeinde Wittlich, die Verbandsgemeinde Wittlich-Land und die Gemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf erhält die übrigen Gemeinden der neuen Verbandsgemeinde Traben-Trarbach
23 Bernkastel-Kues/Morbach/Kirchberg (Hunsrück) umfasst vom Landkreis Bernkastel-Wittlich die verbandsfreie Gemeinde Morbach sowie die Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues und Thalfang am Erbeskopf sowie die Gemeinden der ehemaligen Traben-Trarbach und vom Rhein-Hunsrück-Kreis die Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) verliert die Gemeinden der neuen Verbandsgemeinde Traben-Trarbach
Veränderung der Wahlkreisgrenze durch Wechsel einer Gemeinde in den Landkreis Trier-Saarburg
24 Trier/Schweich umfasst die Stadtteile Biewer, Ehrang, Pfalzel und Ruwer/Eitelsbach der kreisfreien Stadt Trier sowie vom Landkreis Trier-Saarburg die Verbandsgemeinden Ruwer, Schweich an der Römischen Weinstraße und Trier-Land Veränderung der Wahlkreisgrenze durch Wechsel einer Gemeinde aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich
25 Trier umfasst die kreisfreie Stadt Trier ohne die Stadtteile Biewer, Ehrang, Pfalzel und Ruwer/Eitelsbach
26 Konz/Saarburg umfasst vom Landkreis Trier-Saarburg die Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell am See, Konz und Saarburg
Bezirk 3 Kreisfreie Städte Mainz, Worms, Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein, Speyer, Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Rhein-Pfalz-Kreis
27 Mainz I umfasst die Stadtteile Mainz-Altstadt, Mainz-Neustadt, Mainz-Oberstadt, Mainz-Hartenberg-Münchfeld und Mainz-Mombach der kreisfreien Stadt Mainz Tausch des Stadtteils Mombach gegen Laubenheim und Weisenau
28 Mainz II umfasst die Stadtteile Mainz-Bretzenheim, Mainz-Drais, Mainz-Ebersheim, Mainz-Finthen, Mainz-Gonsenheim, Mainz-Hechtsheim, Mainz-Laubenheim, Mainz-Lerchenberg, Mainz-Marienborn und Mainz-Weisenau der kreisfreien Stadt Mainz Tausch der Stadtteile Laubenheim und Weisenau gegen Mombach
29 Bingen am Rhein umfasst vom Landkreis Mainz-Bingen die große kreisangehörige Stadt Bingen am Rhein sowie die Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Rhein-Nahe und Sprendlingen-Gensingen
30 Ingelheim am Rhein umfasst vom Landkreis Mainz-Bingen die große kreisangehörige Stadt Ingelheim am Rhein und die verbandsfreie Gemeinde Budenheim sowie die Verbandsgemeinden Bodenheim, Heidesheim am Rhein und Nieder-Olm
31 Rhein-Selz/Wonnegau umfasst vom Landkreis Mainz-Bingen die Verbandsgemeinde Rhein-Selz sowie vom Landkreis Alzey-Worms die Verbandsgemeinden Eich, Monsheim und Wonnegau Umbenannt vom „Wahlkreis Nierstein/Oppenheim“
32 Worms umfasst die kreisfreie Stadt Worms
33 Alzey umfasst vom Landkreis Alzey-Worms die verbandsfreie Gemeinde Alzey sowie die Verbandsgemeinden Alzey-Land, Wöllstein und Wörrstadt
34 Frankenthal (Pfalz) umfasst die kreisfreie Stadt Frankenthal (Pfalz) sowie vom Rhein-Pfalz-Kreis die verbandsfreie Gemeinde Bobenheim-Roxheim und die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim
35 Ludwigshafen am Rhein I umfasst die Stadtteile Ludwigshafen-Südliche Innenstadt, Ludwigshafen-Nördliche Innenstadt, Ludwigshafen-Friesenheim, Mundenheim und Rheingönheim der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein
36 Ludwigshafen am Rhein II umfasst die Stadtteile Ludwigshafen-Gartenstadt, Maudach, Oggersheim, Ludwigshafen-Oppau und Ruchheim der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein
37 Mutterstadt umfasst vom Rhein-Pfalz-Kreis die verbandsfreien Gemeinden Böhl-Iggelheim, Limburgerhof und Mutterstadt sowie die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Maxdorf und Rheinauen
38 Speyer umfasst die kreisfreie Stadt Speyer sowie vom Rhein-Pfalz-Kreis die verbandsfreie Gemeinde Schifferstadt und die Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen
Bezirk 4 Kreisfreie Städte Kaiserslautern, Pirmasens, Zweibrücken, Landau in der Pfalz, Neustadt an der Weinstraße, Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz, Südliche Weinstraße, Bad Dürkheim, Germersheim, Donnersbergkreis
39 Donnersberg umfasst den Donnersbergkreis erhält die Verbandsgemeinde Hettenleidelheim (Landkreis Bad Dürkheim)
40 Kusel umfasst den Landkreis Kusel
41 Bad Dürkheim umfasst vom Landkreis Bad Dürkheim die verbandsfreien Gemeinden Bad Dürkheim und Grünstadt sowie die Verbandsgemeinden Deidesheim, Freinsheim, Grünstadt-Land, Hettenleidelheim und Wachenheim an der Weinstraße verliert die Verbandsgemeinde Hettenleidenheim
42 Neustadt an der Weinstraße umfasst die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße sowie vom Landkreis Bad Dürkheim die verbandsfreie Gemeinde Haßloch und die Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
43 Kaiserslautern I umfasst die kreisfreie Stadt Kaiserslautern ohne die Ortsbezirke Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach sowie ohne die ehemaligen Ortsbezirke Betzenberg und Lämmchesberg/Universitätswohnstadt nach dem Stand vom 30. Juni 2004
44 Kaiserslautern II umfasst die Ortsbezirke Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach sowie die ehemaligen Ortsbezirke Betzenberg und Lämmchesberg/Universitätswohnstadt nach dem Stand vom 30. Juni 2004 der kreisfreien Stadt Kaiserslautern sowie vom Landkreis Kaiserslautern die Verbandsgemeinden Enkenbach-Alsenborn und Kaiserslautern-Süd sowie die Gemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Otterberg
45 Kaiserslautern-Land umfasst vom Landkreis Kaiserslautern die Verbandsgemeinden Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl, Ramstein-Miesenbach und Weilerbach sowie die Gemeinde der ehemaligen Verbandsgemeinde Otterbach
46 Zweibrücken umfasst die kreisfreie Stadt Zweibrücken sowie vom Landkreis Südwestpfalz die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land und die Gemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Wallhalben
47 Pirmasens-Land umfasst vom Landkreis Südwestpfalz die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein, Pirmasens-Land und Waldfischbach-Burgalben sowie die Gemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen
48 Pirmasens umfasst die kreisfreie Stadt Pirmasens sowie vom Landkreis Südwestpfalz die Verbandsgemeinde Rodalben erhält die Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels (Landkreis Südliche Weinstraße)
49 Südliche Weinstraße umfasst vom Landkreis Südliche Weinstraße die Verbandsgemeinden Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern, Herxheim und Landau-Land sowie vom Landkreis Germersheim die Verbandsgemeinde Kandel erhält die Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich
verliert die Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels
50 Landau in der Pfalz umfasst die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz und vom Landkreis Germersheim die Verbandsgemeinde Lingenfeld sowie vom Landkreis Südliche Weinstraße die Verbandsgemeinden Edenkoben, Maikammer und Offenbach an der Queich verliert die Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich
51 Germersheim umfasst vom Landkreis Germersheim die verbandsfreien Gemeinden Germersheim und Wörth am Rhein sowie die Verbandsgemeinden Bellheim, Hagenbach, Jockgrim und Rülzheim

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1947[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Vorbereitungen der ersten Landtagswahlen am 18. Mai 1947 beschließt die Landesregierung von Rheinland-Pfalz am 27. März 1947 die Landesverordnung über die Wahl zum ersten Landtag von Rheinland-Pfalz. Durch diese wird in § 3 der Landesverordnung Rheinland-Pfalz in fünf Wahlbezirke eingeteilt. Diese Wahlbezirke sind identisch mit den 5 vorhandenen Regierungsbezirken. Die Anzahl der Abgeordneten pro Regierungsbezirk wird festgelegt.

Anzahl der zu wählenden Abgeordneten
Wahlkreis Anzahl
Regierungsbezirk Koblenz 31
Regierungsbezirk Montabaur 08
Regierungsbezirk Rheinhessen 13
Regierungsbezirk Trier 13
Regierungsbezirk Pfalz 35

1950[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Vorbereitungen der zweiten Landtagswahlen am 29. April 1951 beschloss der Landtag von Rheinland-Pfalz am 7. Dezember 1950 das erste Landeswahlgesetz. Durch den § 14 des Gesetzes wurde Rheinland-Pfalz nun in sieben Wahlkreise eingeteilt. Die Wahlkreise orientierten sich wiederum an den vorhandenen Regierungsbezirken, jedoch wurden die Regierungsbezirke Koblenz und Pfalz nunmehr geteilt. Die Anzahl der Abgeordneten pro Wahlkreis wurde erneut festgelegt.

Anzahl der zu wählenden Abgeordneten
Wahlkreis Gebiet Anzahl
Wahlkreis 1 vom Regierungsbezirk Koblenz die Kreise Altenkirchen (Westerwald), Neuwied, Ahrweiler, Mayen, Koblenz-Stadt und -Land 18
Wahlkreis 2 vom Regierungsbezirk Koblenz die Kreise Cochem, Zell, Simmern, Sankt Goar, Kreuznach, Birkenfeld 12
Wahlkreis 3 Regierungsbezirk Trier 14
Wahlkreis 4 Regierungsbezirk Montabaur 08
Wahlkreis 5 Regierungsbezirk Rheinhessen 13
Wahlkreis 6 vom Regierungsbezirk Pfalz die Kreise Frankenthal-Stadt und -Land, Ludwigshafen-Stadt und -Land, Speyer-Stadt und -Land, Neustadt-Stadt und -Land, Landau-Stadt und -Land sowie Germersheim 19
Wahlkreis 7 vom Regierungsbezirk Pfalz die Kreise Kirchheimbolanden, Rockenhausen, Kusel, Kaiserslautern-Stadt und -Land, Zweibrücken-Stadt und -Land, Pirmasens-Stadt und -Land sowie Bergzabern 16

1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Vorbereitungen der siebenten Landtagswahlen am 21. März 1971 beschloss der Landtag von Rheinland-Pfalz am 7. Juli 1970 eine Änderung des Landeswahlgesetzes. Durch den § 12 des Gesetzes wurde Rheinland-Pfalz nun in sechs Wahlkreise eingeteilt. Die Anzahl der Abgeordneten pro Wahlkreis wurden wiederum festgelegt.

Anzahl der zu wählenden Abgeordneten
Wahlkreis Gebiet Anzahl
Wahlkreis 1 Landkreis Altenkirchen (Westerwald), Landkreis Neuwied, Oberwesterwaldkreis, Unterwesterwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis 15
Wahlkreis 2 Landkreis Ahrweiler, Landkreis Mayen, Landkreis Koblenz, Koblenz, Landkreis Cochem-Zell, Rhein-Hunsrück-Kreis, Landkreis Birkenfeld, Landkreis Bad Kreuznach 22
Wahlkreis 3 Landkreise Daun, Prüm, Bitburg, Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg sowie die kreisfreie Stadt Trier 13
Wahlkreis 4 Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms sowie die kreisfreien Städte Mainz und Worms 14
Wahlkreis 5 Landkreise Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Landau-Bad Bergzabern, Germersheim sowie die kreisfreien Städte Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein, Speyer, Neustadt und Landau 21
Wahlkreis 6 die Landkreise Donnersbergkreis, Kusel, Kaiserslautern, Zweibrücken, Pirmasens und die kreisfreien Städte Kaiserslautern, Zweibrücken und Pirmasens 15

1972[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1972 erfolgte die nächste Neueinteilung der Wahlkreise. Am 4. Juli 1972 wurde das Landesgesetz zur Änderung des Landeswahlgesetzes verabschiedet, in dessen Folge Rheinland-Pfalz nun in vier Wahlkreise aufgeteilt wurde. Bei gleichbleibender Zahl der Landtagsmandate erhöhte sich dadurch die Zahl der Abgeordneten je Wahlkreis.

Anzahl der zu wählenden Abgeordneten
Wahlkreis Gebiet Anzahl
Wahlkreis 1 Landkreise Altenkirchen (Westerwald), Ahrweiler, Neuwied, Oberwesterwaldkreis, Unterwesterwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis, Mayen-Koblenz und die kreisfreie Stadt Koblenz 26
Wahlkreis 2 Landkreise Cochem-Zell, Rhein-Hunsrück-Kreis, Birkenfeld, Bad Kreuznach sowie der Regierungsbezirk Trier 24
Wahlkreis 3 Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Ludwigshafen sowie die kreisfreien Städte Mainz, Worms, Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein und Speyer 24
Wahlkreis 4 Landkreise Bad Dürkheim, Landau-Bad Bergzabern, Germersheim, Kaiserslautern, Kusel, Donnersbergkreis, Pirmasens sowie die kreisfreien Städte Neustadt, Kaiserslautern, Zweibrücken, Pirmasens und Landau 26

1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer geringfügigen Änderung der Mandatszahlen im Jahr 1978, bei der der Wahlkreis 1 ein Mandat vom Wahlkreis 4 bekam, und einer Neufassung des Landeswahlgesetzes im Jahre 1982, welche aber keine Neueinteilung der Wahlkreise mit sich brachte und die Mandatsverteilung beibehielt, änderte sich 1989 die Wahlkreiseinteilung des Landes Rheinland-Pfalz drastisch. Mit dem Landeswahlgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1989 wurde Rheinland-Pfalz nunmehr in vier Wahlbezirke und 51 Wahlkreise eingeteilt. Diese Einteilung ist auch gegenwärtig mit geringfügigen Änderungen gültig. Teilweise änderten sich die Bezeichnungen von Gebietskörperschaften, im geringen Umfang wechselten auch Stimmbezirke den Wahlkreis. Durch die neue Wahlkreiseinteilung wurde nun auch genau ein Direktmandat je Wahlkreis vergeben.

Wahlkreiseinteilung mit dem Stand vom 20. Dezember 1989
Landtagswahlkreise in Rheinland-Pfalz
Nr. Wahlkreis Gebiet
Bezirk 1 Kreisfreie Stadt Koblenz, Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Neuwied, Altenkirchen (Westerwald), Rhein-Lahn-Kreis, Westerwaldkreis
1 Betzdorf/Kirchen (Sieg) umfasst vom Landkreis Altenkirchen (Westerwald) die verbandsfreie Gemeinde Herdorf sowie die Verbandsgemeinden Betzdorf, Daaden und Kirchen (Sieg)
2 Altenkirchen (Westerwald) umfasst vom Landkreis Altenkirchen (Westerwald) die Verbandsgemeinden Altenkirchen (Westerwald), Flammersfeld, Gebhardshain, Hamm (Sieg) und Wissen
3 Linz am Rhein/Rengsdorf umfasst vom Landkreis Neuwied die Verbandsgemeinden Asbach, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Rengsdorf, Unkel und Waldbreitbach
4 Neuwied umfasst vom Landkreis Neuwied die große kreisangehörige Stadt Neuwied sowie die Verbandsgemeinden Dierdorf und Puderbach
5 Bad Marienberg (Westerwald)/Westerburg umfasst vom Westerwaldkreis die Verbandsgemeinden Bad Marienberg (Westerwald), Hachenburg, Rennerod, Selters (Westerwald) und Westerburg
6 Montabaur umfasst vom Westerwaldkreis die Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Ransbach-Baumbach, Wallmerod und Wirges
7 Diez/Nassau umfasst vom Rhein-Lahn-Kreis die Verbandsgemeinden Diez, Hahnstätten, Katzenelnbogen, Nassau und Nastätten
8 Koblenz/Lahnstein umfasst das rechts des Rheins gelegene Gebiet der kreisfreien Stadt Koblenz sowie vom Rhein-Lahn-Kreis die große kreisangehörige Stadt Lahnstein sowie die Verbandsgemeinden Bad Ems, Braubach und Loreley
9 Koblenz umfasst das links des Rheins gelegene Gebiet der kreisfreien Stadt Koblenz
10 Bendorf/Weißenthurm umfasst vom Landkreis Mayen-Koblenz die verbandsfreie Gemeinde Bendorf sowie die Verbandsgemeinden Vallendar und Weißenthurm
11 Andernach umfasst vom Landkreis Mayen-Koblenz die große kreisangehörige Stadt Andernach sowie die Verbandsgemeinden Andernach-Land und Mendig
12 Mayen umfasst vom Landkreis Mayen-Koblenz die große kreisangehörige Stadt Mayen sowie die Verbandsgemeinden Maifeld, Mayen-Land, Rhens und Untermosel
13 Remagen/Sinzig umfasst vom Landkreis Ahrweiler die verbandsfreien Gemeinden Remagen und Sinzig sowie die Verbandsgemeinden Bad Breisig und Brohltal
14 Bad Neuenahr-Ahrweiler umfasst vom Landkreis Ahrweiler die verbandsfreien Gemeinden Bad Neuenahr- Ahrweiler und Grafschaft sowie die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr
Bezirk 2 Regierungsbezirk Trier, Landkreise Bad Kreuznach, Birkenfeld, Cochem-Zell, Rhein-Hunsrück-Kreis
15 Cochem-Zell umfasst den Landkreis Cochem-Zell
16 Rhein-Hunsrück umfasst den Rhein-Hunsrück-Kreis mit Ausnahme der Verbandsgemeinde Kirchberg.
17 Bad Kreuznach umfasst vom Landkreis Bad Kreuznach die große kreisangehörige Stadt Bad Kreuznach sowie die Verbandsgemeinden Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein-Ebernburg, Langenlonsheim und Stromberg
18 Kirn/Bad Sobernheim umfasst vom Landkreis Bad Kreuznach die verbandsfreie Gemeinde Kirn sowie die Verbandsgemeinden Kirn-Land, Meisenheim, Rüdesheim und Bad Sobernheim
19 Birkenfeld umfasst den Landkreis Birkenfeld
20 Daun umfasst den Landkreis Daun
21 Bitburg-Prüm umfasst den Eifelkreis Bitburg-Prüm
22 Wittlich umfasst vom Landkreis Bernkastel-Wittlich die verbandsfreie Gemeinde Wittlich und die Verbandsgemeinden Kröv-Bausendorf, Manderscheid und Wittlich-Land
23 Bernkastel-Kues/Morbach umfasst vom Landkreis Bernkastel-Wittlich die verbandsfreie Gemeinde Morbach sowie die Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues, Neumagen-Dhron, Thalfang und Traben-Trarbach und die Verbandsgemeinde Kirchberg im Rhein-Hunsrück-Kreis
24 Trier/Schweich umfasst die Stadtteile Biewer, Ehrang, Pfalzel und Ruwer/Eitelsbach der kreisfreien Stadt Trier sowie vom Landkreis Trier-Saarburg die Verbandsgemeinden Ruwer, Schweich an der Römischen Weinstraße und Trier-Land
25 Trier umfasst die kreisfreie Stadt Trier ohne die Stadtteile Biewer, Ehrang, Pfalzel und Ruwer/Eitelsbach
26 Konz/Saarburg umfasst vom Landkreis Trier-Saarburg die Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell, Konz und Saarburg
Bezirk 3 Kreisfreie Städte Mainz, Worms, Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein, Speyer, Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Ludwigshafen
27 Mainz I umfasst die Stadtteile Mainz-Altstadt, Mainz-Neustadt, Mainz-Oberstadt, Mainz-Hartenberg-Münchfeld und Mainz-Mombach der kreisfreien Stadt Mainz
28 Mainz II umfasst die Stadtteile Mainz-Bretzenheim, Mainz-Drais, Mainz-Ebersheim, Mainz-Finthen, Mainz-Gonsenheim, Mainz-Hechtsheim, Mainz-Laubenheim, Mainz- Lerchenberg, Mainz-Marienborn und Mainz-Weisenau der kreisfreien Stadt Mainz
29 Bingen am Rhein umfasst vom Landkreis Mainz-Bingen die große kreisangehörige Stadt Bingen am Rhein sowie die Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Rhein-Nahe und Sprendlingen-Gensingen
30 Ingelheim am Rhein umfasst vom Landkreis Mainz-Bingen die große kreisangehörige Stadt Ingelheim am Rhein und die verbandsfreie Gemeinde Budenheim sowie die Verbandsgemeinden Bodenheim, Heidesheim am Rhein und Nieder-Olm
31 Nierstein/Oppenheim umfasst vom Landkreis Mainz-Bingen die Verbandsgemeinden Guntersblum und Nierstein-Oppenheim sowie vom Landkreis Alzey-Worms die verbandsfreie Gemeinde Osthofen und die Verbandsgemeinden Eich, Monsheim und Westhofen
32 Worms umfasst die kreisfreie Stadt Worms
33 Alzey umfasst vom Landkreis Alzey-Worms die verbandsfreie Gemeinde Alzey sowie die Verbandsgemeinden Alzey-Land, Wöllstein und Wörrstadt
34 Frankenthal (Pfalz) umfasst die kreisfreie Stadt Frankenthal (Pfalz) sowie vom Landkreis Ludwigshafen die verbandsfreien Gemeinden Bobenheim-Roxheim und Lambsheim sowie die Verbandsgemeinde Heßheim
35 Ludwigshafen am Rhein I umfasst die Stadtteile Südliche Innenstadt, Nördliche Innenstadt, Friesenheim, Mundenheim und Rheingönheim der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein
36 Ludwigshafen am Rhein II umfasst die Stadtteile Gartenstadt, Maudach, Oggersheim, Oppau und Ruchheim der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein
37 Mutterstadt umfasst vom Landkreis Ludwigshafen die verbandsfreien Gemeinden Altrip, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof, Mutterstadt und Neuhofen sowie die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Maxdorf und Rheinauen
38 Speyer umfasst die kreisfreie Stadt Speyer sowie vom Landkreis Ludwigshafen die verbandsfreien Gemeinden Römerberg und Schifferstadt und die Verbandsgemeinde Dudenhofen
Bezirk 4 Kreisfreie Städte Kaiserslautern, Pirmasens, Zweibrücken, Landau in der Pfalz, Neustadt an der Weinstraße, Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Pirmasens, Südliche Weinstraße, Bad Dürkheim, Germersheim, Donnersbergkreis
39 Donnersberg umfasst den Donnersbergkreis
40 Kusel umfasst den Landkreis Kusel
41 Bad Dürkheim umfasst vom Landkreis Bad Dürkheim die verbandsfreien Gemeinden Bad Dürkheim und Grünstadt sowie die Verbandsgemeinden Deidesheim, Freinsheim, Grünstadt-Land, Hettenleidelheim und Wachenheim an der Weinstraße
42 Neustadt an der Weinstraße umfasst die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße sowie vom Landkreis Bad Dürkheim die verbandsfreie Gemeinde Haßloch und die Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)
43 Kaiserslautern I umfasst die kreisfreie Stadt Kaiserslautern ohne die Ortsbezirke Betzenberg, Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Lämmchesberg/Universitätswohnstadt, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach
44 Kaiserslautern II umfasst die Ortsbezirke Betzenberg, Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Lämmchesberg/Universitätswohnstadt, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach der kreisfreien Stadt Kaiserslautern sowie vom Landkreis Kaiserslautern die Verbandsgemeinden Enkenbach-Alsenborn, Hochspeyer und Kaiserslautern-Süd und Otterberg
45 Kaiserslautern-Land umfasst vom Landkreis Kaiserslautern die Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl, Otterbach, Ramstein-Miesenbach und Weilerbach
46 Zweibrücken umfasst die kreisfreie Stadt Zweibrücken sowie vom Landkreis Pirmasens die Verbandsgemeinden Wallhalben und Zweibrücken-Land
47 Pirmasens-Land umfasst vom Landkreis Pirmasens die Verbandsgemeinden Dahn, Hauenstein, Pirmasens-Land, Thaleischweiler-Fröschen und Waldfischbach- Burgalben
48 Pirmasens umfasst die kreisfreie Stadt Pirmasens sowie vom Landkreis Pirmasens die Verbandsgemeinde Rodalben
49 Südliche Weinstraße umfasst vom Landkreis Südliche Weinstraße die Verbandsgemeinden Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern, Herxheim und Landau-Land
50 Landau in der Pfalz umfasst die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz und vom Landkreis Germersheim die Verbandsgemeinde Lingenfeld sowie vom Landkreis Südliche Weinstraße die Verbandsgemeinden Edenkoben, Maikammer und Offenbach an der Queich
51 Germersheim umfasst vom Landkreis Germersheim die verbandsfreien Gemeinden Germersheim und Wörth am Rhein sowie die Verbandsgemeinden Bellheim, Hagenbach, Jockgrim, Kandel und Rülzheim

* Die Veränderungen zur aktuellen Wahlkreiseinteilung sind kursiv gehalten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einteilung der Wahlkreise zu den Wahlen 2011 und 2016
  2. Landtagswahl 2011: Gewählte Bewerberinnen und Bewerber
  3. Landtagswahl 2006: Gewählte Bewerber
  4. http://www.wahlrecht.de/landtage/rheinland-pfalz.htm
  5. Gesetzentwurf der Landesregierung
  6. Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz: Wahlkreise werden anders eingeteilt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]