Liste der RBMK

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Reaktoren der sowjetischen Bauart RBMK wurden ausschließlich in der Sowjetunion gebaut; es handelte sich um eine Reaktorlinie, die auch zur Plutoniumgewinnung für militärische Zwecke genutzt werden konnte.

In Betrieb befindliche Reaktoren sind farblich gekennzeichnet.

Standorte Reaktoren der 1. Generation von RBMK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1950er Jahre wurde in der UdSSR mit der Entwicklung eines Druckröhrenreaktors mit Siedewasserkühlung und Graphit-Moderator begonnen. Ende der 1960er Jahre waren mehrere kleine Anlagen in Betrieb. Danach ging man sogleich auf Blockleistungen von 1.000 Megawatt (MW) über.

Staat Bezeichnung Inbetrieb­nahme Stilllegung Reaktortyp/
Reaktormodell
Bruttoleis­tung (MW)
Russische Föderation APS-1 Obninsk 1954 2002 AM-1 (Vorgänger RBMK) 6
Russische Föderation AMB-100 Belojarsk 1964 1983 AMB-100 (Vorgänger RBMK) 108
Russische Föderation AMB-200 Belojarsk 1969 1990 AMB-200 (Vorgänger RBMK) 160
Russische Föderation Leningrad-1 (Sosnowy Bor-1) 1973 (geplant 2019)Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Leningrad-2 (Sosnowy Bor-2) 1975 (geplant 2021)Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Kursk-1 1976 (geplant 2022)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Ukraine Tschernobyl-1 1977 1996 RBMK-1000 800
Ukraine Tschernobyl-2 1978 1991 RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Kursk-2 1979 (geplant 2024)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000

Standorte Reaktoren der 2. Generation von RBMK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sicherheitssysteme und Hilfsanlagen bei den Blöcken aus der zweiten RBMK-1000-Generation sind umfangreicher ausgelegt und verbessert.

Der RBMK-1500 ist der größte jemals gebaute Reaktor der Welt. Was die abgegebene elektrische Leistung betrifft, soll er vom Areva EPR übertroffen werden, sobald dieser Reaktortyp in Betrieb geht. Der RBMK-1500 war er nur als Block 1 und Block 2 von Ignalina in Betrieb.

Zum Zeitpunkt der Katastrophe von Tschernobyl befanden sich acht RBMK-Reaktoren im Bau. Dies waren Kursk-5 und Kursk-6, Smolensk-3 und Smolensk-4, Tschernobyl-5 und Tschernobyl-6 sowie Ignalina-2 und Ignalina-3.

Staat Bezeichnung Inbetrieb­nahme Stilllegung Reaktortyp/
Reaktormodell
Bruttoleis­tung (MW)
Russische Föderation Leningrad-3 (Sosnowy Bor-3) 1979 (geplant 2025)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Kostroma-1 Bau 1990 eingestellt RBMK-1500 15001.500
Russische Föderation Kostroma-2 Bau 1990 eingestellt RBMK-1500 15001.500
Russische Föderation Leningrad-4 (Sosnowy Bor-4) 1981 (geplant 2026)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Ukraine Tschernobyl-3 1981 2000 RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Smolensk-1 1982 (geplant 2028)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Litauen Ignalina-1 1983 2004 RBMK-1500 13001.300[2]
Ukraine Tschernobyl-4 1983 1986 explodiert RBMK-1000 10001.000
Ukraine Tschernobyl-5 Bau 1987 eingestellt RBMK-1000 10001.000
Ukraine Tschernobyl-6 Bau 1987 eingestellt RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Kursk-3 1983 (geplant 2029)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Kursk-4 1985 (geplant 2030)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Smolensk-2 1985 (geplant 2030)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Litauen Ignalina-2 1987 2009 RBMK-1500 13001.300[2]

Standorte Reaktoren der 3. Generation von RBMK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Bezeichnung Inbetrieb­nahme Stilllegung Reaktortyp/
Reaktormodell
Bruttoleis­tung (MW)
Russische Föderation Smolensk-3 1990 (geplant 2050)Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren[1] RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Smolensk-4 Bau 1993 eingestellt - RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Kursk-5 Bau 2012 eingestellt - RBMK-1000 10001.000
Russische Föderation Kursk-6 Bau 1993 eingestellt - RBMK-1000 10001.000
Litauen Ignalina-3 Bau 1988 eingestellt - RBMK-1500 15001.500
Litauen Ignalina-4 Planung 1988 eingestellt - RBMK-1500 15001.500

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Nuclear Power in Russia. World Nuclear Association (WNA), 22. März 2017, abgerufen am 23. April 2017 (englisch).
  2. a b Der Reaktor wurde ursprünglich mit 1500 MW gebaut, aber 1993 auf 1300 MW gedrosselt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]