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Liste der Schiffswracks an der Küste Namibias

Geodaten zu dieser Seite vorhanden
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bom Jesus (Namibia)
Bom Jesus (Namibia)
Bom Jesus
Dunedin Star
Fukuseki Meru No. 7
Eduard Bohlen
Frotamerica
Otavi
Shawnee
Suiderkus
Zeila
Henrietta Spasheti
unbekannt
Walvis Bay
Windhoek
Lüderitz
Henties Bay
Torra Bay
Oranjemund
Schiffswracks an der Küste Namibias
Sichtbare Wracks
Nicht mehr sichtbare Wracks
Orte

Dies ist eine Liste der Schiffswracks an der Küste Namibias. Entlang der über 1350 Kilometer langen Atlantikküste Namibias strandeten seit den Anfängen der Schifffahrt zahlreiche Schiffe. Nicht zuletzt deswegen wird der nördliche Teil der NamibSkelettküste“ genannt.

Einige Wracks sind bis heute zu sehen.

Liste der Schiffswracks

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Schiffsname Gesunken Bemerkung Koordinaten Foto
Achillet 1971 Stückgutfrachter nordwestlich von Walvis Bay
Acme[1] Juli 1893 Dampfschiff bei der Kunenemündung
Annebelle 1. August 1969 vor Swakopmund-Vineta
Anita I 1954 Pelican Point
Anita II 1968 Trawler Henties Bay
Ann 8. Januar 1845 Ambrose Bay
Anne Mondell 1840er Ichaboe Island
Arkona nördlich der Spencer Bay, nördlich der Otavi
Atlantic Harvester 27. Mai 1967 Mercury Island
Atlantic 1977 32 Kilometer nördlich von Torra Bay
Atlantic Pride 7. März 1972 weiterhin sichtbar zwischen den Mündungen des Huab und Koichab
Auckland 20. Februar 1990 Posession Island
Balgowan Castle August 1904 12 Meilen südlich von Sylvia Hill bei Easter Cliffs
Bali 24. Dezember 1910 Penguin Islands
Benguela Eagle 5. Juni 1973[2] Trawler, der 25 km nördlich der Ugabmündung sank
Black Prince[3] 1917 Dampfschiff vor Lüderitz
Bom Jesus 1533 Eine portugiesische Nao, die Lissabon am 7. März 1533 verließ, und 2008 an der Atlantikküste bei Oranjemund entdeckt wurde. Sie gilt als einer der bedeutendsten Funde der Welt.[4] Die Schiffsladung enthielt Elefantenstoßzähne, Bronze-Barren, Navigationsinstrumente und Goldmünzen.[5] Nicht publiziert
(Oranjemund)
Foto
Bradford City 1. November 1941
Brandaris 5. August 1968 12 Meilen nördlich der Conception Bay
Britisch Prince 1. November 1915 Possession Island
Canute März 1861 Ichaboe Island
Catherine D 1887 Hottentottenbucht
Cawdor Castle 30. Juli 1925 südlich der Eduard Bohlen
Chamarel[6] August 2012 Mauritischer Kabelleger; Schiff wurde nach Ausbruch eines Feuers am 9. August 2012 sich selbst überlassen; einen Tag später gesunken; danach an Land gezogen und bis 2013 verschrottet[7] 21°54′46′′S
14°06′01′′O
Foto
City of Baroda 2. April 1943 Britisches Dampfschiff, das 90 Meilen südlich von Lüderitz sank, nachdem es von der deutschen U-509 torpediert worden war
Clara and Florence 1873 Ichaboe Island
Collinstar Februar 1965 Chamais-Bucht in Meob-Chamais
Consortium Omega 9. Juli 1981 Der südafrikanische Fischtrawler sank in der Conception Bay
Copenhagen 1928 Der dänische Fünfmaster sank nach dem 22. Dezember 1928 an unbekannter Stelle vor Namibia
Daphne 23. November 1845 Sank auf bei Ichaboe Island auf dem Weg nach Blyth, Northumberland
Dee 6. Februar 1905 Lief bei Possession Island, auf dem Weg von Kapstadt nach Lüderitzbucht auf Grund
Diaz 8. Februar 1926 Northcliff bei Saddle Hill
Dolphin 8. Januar 1960 Conception Bay
Dunedin Star 29. November 1942 Das Kühlschiff lief 80 km südlich des Kunene an der Skelettküste auf Grund.[8] 18°08′00″S
011°33′00″E
Fotos
Dunmuir 1971 Fischtrawler der NN von Walvis Bay sank
Eduard Bohlen 5. September 1909 Der Frachter lief am 5. September 1909 südlich der Conception Bay[9] auf Grund.[10][11] 23°59′45.3″S
014°27′27″E

weitere Fotos
Erycina[6] 4. September 1896 Norwegische Bark zum Verladen von Guano, die Anfang September 1896 leck schlug; später aufgegeben und an Land gespült; heute vermutlich gänzlich zerstört
Frotamerica 15. Februar 2013 Das Frachtschiff lief am 15. Februar 2013 33 km nördlich von Lüderitz auf Grund.[12][13] 26°22′12″S
015°02′24″E

weitere Fotos
Fukuseki Maru No. 7 22. März 2018 Japanischer Trawler der bei starkem Seegang unweit nördlich von Meile 108, etwa 1,5 km vor der Küste, auf Grund lief; jegliche Bergungsversuche scheiterten[14] -21.436075
13.810246
Foto
Maridal[3] 1926 vor Possesion Island auf Grund gelaufen
Gertrud Woermann II[6] 20. November 1904 Mit Proviant, Soldaten und Pferden geladen und im Nebel auf Land gelaufen; bis 1912 sichtbar; heute erinnert ein Leuchtfeuer an die Stelle
Foto
Gethen[6] 26. Januar 1954 Trawler, der vor der Norddüne bei Henties Bay auf Grund lief; heute ist womöglich bei Niedrigwasser der Motorblock noch sichtbar
Henrietta Spasheti[6][15] 14. Juli 1968 Der Trawler lief im Juli 1968 165 Seemeilen nördlich von Walvis Bay bei Koigabmond auf Grund; heute am Südrand von Torra Bay sichtbar. 20°27′28″S
013°15′01″E
Foto Foto
Montrose[6] 1973 Lief 1973 ebenfalls am Südrand von Torra Bay auf Grund Foto
Natal Coast 1955 Der Dampfer lief 1955 18 km nördlich von Swakopmund bei Nebel auf einer Sandbank auf Grund. Die Mannschaft war unverletzt und konnte, nachdem die Küstenwache eingetroffen war, das Schiff verlassen. Foto
Otavi 1945 Der Dampfer lief 1945 105 km nördlich von Lüderitz in der Spencer Bay[16] auf Grund. 25°43′56″S
014°50′00″E

weitere Fotos
Resplendent[17] 18. Februar 2020 Trawler von Hangana hatte Wassereinbruch und sank schnell; 26 Seeleute gerettet, Kapitän vermisst und Suche eingestellt.[18] Wrack liegt in 318 Meter Tiefe.[19] 21°51'40.2"S
12°51'35.2"E
Shawnee[20] 1976 Trawler, der bei Conception Bay auf Land auffuhr[21] 23°40'23.1"S
14°30'12.9"E
Sir Charles Elliot[22] 3. Dezember 1942 Südafrikanischer Schlepper, der 1942 auf Land lief; er war zuvor zur Rettung der Dunedin Star im Einsatz
Suiderkus[23][24] 16. Dezember 1976 Trawler (Baujahr 1964), der unweit von Möwe Bay auf Grund lief; heute noch in großen Teilen zu sehen Ungefähr
19°22'S
012°42'E
Foto
SW Seal[6] Nördlich von Torray Bay zu sehendes Wrack
Vipava[6][24] 7. Juli 1968 Bei dichtem Nebel lief dieser jugoslawische Frachter 16 Meilen nördlich von Swakopmund auf Grund; ein herbeigerufener Schlepper konnte das Schiff nicht frei bekommen; das Schiff wurde daraufhin verlassen, was zum Totalverlust führte
Winston[6] 1970[25] Der südafrikanische Trawler lief bei dichtem Nebel zwei Meilen südlich der Ugab-Mündung auf Grund; jahrelang gut erhalten, zerbrach er; heute dennoch teilweise gut sichtbar
Zeila 25. August 2008 Der Trawler lief am 25. August 2008 14 km südlich von Henties Bay auf Grund.[26] 22°14′28″S
014°21′13″E
unbekannt[6] 18xx Amerikanisches Walfangschiff in der Omaruru-Mündung; Teile wurden später zum Bau der ersten Häuser in Henties Bay genutzt
unbekannt Unbekanntes Wrack an der Westküste der Lagune von Walvis Bay 22°54′25″S
014°26′11″E
Commons: Schiffswracks in Namibia – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. SS Acme (+1893). Wrecksite.eu. Abgerufen am 10. September 2025.
  2. Benguela Eagle (+1973). Wrecksite.eu. Abgerufen am 10. September 2025.
  3. a b Metje + Ziegler History. Offizielle Website von Metje + Ziegler. Abgerufen am 2. April 2020.
  4. Roff Smith: Diamond Shipwreck. In: National Geographic. Oktober 2009, abgerufen am 7. März 2018 (englisch).
  5. Mary Seely, John Pallett: Namib, Secrets of a desert uncovered. Venture Publications, Windhoek, ISBN 978-0-86976-781-8.
  6. a b c d e f g h i j Shipwrecks. Henties Bay Tourism. Abgerufen am 8. März 2018.
  7. Chamarel project. (Memento des Originals vom 9. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kraatz.com.na Kraatz Marine; abgerufen am 8. März 2018.
  8. Amy Schoeman: Skeleton Coast. Struik, 2003, ISBN 1-86872-891-9, S. 98 (englisch).
  9. Siehe englische Seite Conception Bay (Namibia)
  10. Skeleton Coast, Swakopmund & Walvis Bay. Brian McMorrow (PBase), abgerufen am 22. März 2013 (englisch).
  11. Ship Descriptions – E. In: The Ships List. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2012; abgerufen am 22. März 2013 (englisch).
  12. Wreck Frotamerica
  13. Pressemeldung: Geisterschiff vor Lüderitzbucht
  14. „Fukuseki“ nur noch Schrott?. Allgemeine Zeitung, 5. April 2018.
  15. Siehe geoview.info
  16. Karte
  17. Hake trawler sinks off coast...skipper missing. New Era, 19. Februar 2020.
  18. Search for missing skipper called off. Informanté, 19. Februar 2020.
  19. Press Release, Nr. 394. Ohlthaver & List/Hangana Seafood, 4. März 2020.
  20. Namibian Shipwrecks. Ultimate Safaris. (PDF) Abgerufen am 8. März 2018.
  21. Shipwrecks at Skeleton Coast. I Dream Africa. (Memento des Originals vom 16. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.idreamafrica.com.na Abgerufen am 9. März 2018.
  22. The Shipwrecks of the Skeleton Coast of Namibia. Discover Namibia. (Memento des Originals vom 8. März 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.namibia-accommodation.com Abgerufen am 8. März 2018.
  23. Three Shipwrecks on Namibia’s Skeleton Coast. Namibia Tourism Board. Abgerufen am 8. März 2018.
  24. a b Norman Hooke: Modern Shipping Disasters 1963-1987. Lloyd's of London Press, London 1989, S. 452–453, 503.
  25. Wrack Winston an Namibias Küste verschwindet allmählich vorgestellt im Namibiana Buchdepot. Abgerufen am 25. Februar 2019.
  26. Wreck Zeila