Liste der Schwimmbäder in Frankfurt am Main

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Auf dem Gebiet der Stadt Frankfurt am Main befinden sich öffentliche und nicht-öffentliche Schwimmbäder, die nachfolgend genannt werden.

Öffentliche Bäder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenbecken Rebstockbad
Das Brentanobad in Frankfurt am Main gilt als das größte Beckenbad Deutschlands

Hallenbäder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freibäder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht öffentliche Bäder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gartenhallenbad Fechenheim in Frankfurt-Fechenheim

Ehemalige Schwimmbäder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schwimmbad der Sportgemeinschaft Westend im Grillschen Altarm der Nidda am Niedwald[2] (1955 - 1972?)
  • Stadtbad Mitte in der Innenstadt
  • Tillybad (1994 geschlossen wegen zu hoher Renovierungskosten, nun Vereinsgewässer des Schwanheimer Angelvereins)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Flussbäder
Der Mainverlauf um 1850 in Frankfurt mit den eingezeichneten Badeschiffen, Schwimmschulen und Badeanstalten
Das Hausener Bad an der Nidda 1904 in Hausen

1774 wurde in Frankfurt am Main die erste deutsche Badeanstalt als Flussbad am Main eröffnet.[3]

1800 eröffnete der Frankfurter Arzt Johann Gottfried Kohl ein Badeschiff.[4]

Entlang der Nidda gab es ebenfalls einige Flussbäder, die später teilweise in Beckenbäder umgebaut wurden. So das Freibad Eschersheim, Freibad Hausen, das Brentanobad und das Tillybad.

  • Freibad Hausen

Das 1904 als Flussbad eröffnete Hausener Freibad wurde 1961 zum Beckenbad umgebaut (Die Umbaukosten betrugen zusammen mit dem Umbau des Höchster Freibades ca. 4,5 Millionen DM[5]). 1961 wurde das Freibad nach einem nachträglichen Einbau einer Wassererwärmungsanlage wiedereröffnet. Die Umbaukosten betrugen 100.000 DM. Im Herbst 2009 wurde das Bad für eine komplett Sanierung geschlossen. Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf 6,8 Million Euro. Die Wiedereröffnung erfolgte am 21. April 2011.[6]

  • Freibad Eschersheim

Das Freibad Eschersheim wurde als Flussbad nach dem Ersten Weltkrieg eröffnet. Nach dem Umbau in ein Beckenbad wurde das Bad im Mai 1971 wiedereröffnet. Die Baukosten betrugen mehr als 3 Millionen DM[5]. Im Herbst 2008 wurde das Bad für eine Grundsanierung geschlossen und wurde am 12. Mai 2010 wiedereröffnet. Die Kosten beliefen sich auf ca. 6,5 Millionen Euro.[7]

  • Städtisches Schwimmbad

Dieses Bad wurde von 1894–96 am südlichen Teil der Klingerstraße errichtet, dieser Straßenteil hieß ab da „Am Schwimmbad“.[8] Das Bad wurde im Zweiten Weltkrieg zu 80 % zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte bereits 1945 der Reinigungs- und Heilbadbereich wiedereröffnet werden. 1949 konnte ein Schwimmbecken eröffnet werden.[5]

  • Hallenschwimmbad Frankfurt Ost (heute Gartenhallenbad Fechenheim)

Das Gartenhallenbad wurde 1928 von dem Architekten und Hochschullehrer Martin Elsaesser erbaut. Es galt damals als soziale Errungenschaft für die Arbeiterschaft. Da das Gartenhallenbad im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt wurde, beschlagnahmten es die amerikanische Besatzungsmacht 1945 zusammen mit einigen Reinigungsbädern.[5]

  • Bezirksbad Höchst

1955 wurde das Bezirksbad Höchst mit einer Schwimmhalle, Wannen- und Brausebädern errichtet. Die Kosten betrugen 3,6 Millionen DM. 2006 wurde ein neues Edelstahlbecken eingebaut und der Sanitärtrakt erneuert.

  • Stadtbad Mitte

1960 wurde das neue Stadtbad Mitte, als Nachfolger des Städtischen Schwimmbades, in der Hochstraße neu eröffnet. Die Ausstattung umfasste zwei Schwimmhallen mit je einem Schwimmbecken, einem zusätzlichen Lehrschwimmbecken, Reinigungs- und Medizinische Abteilungen und zwei Gymnastiksäle. Die Kosten betrugen ca. 13 Millionen DM. Es galt als eines der schönsten Schwimmbäder Deutschlands. 1966 bis 1967 wurde der medizinische Bereich instandgesetzt.[5]

  • Bezirksbad Sachsenhausen (jetzt Textorbad)

Im Jahre 1964 wurde das Bezirksbad Sachsenhausen eröffnet. Die Kosten betrugen 6,5 Millionen DM. Das inzwischen Textorbad genannte Hallenbad wurde am 30. April 2004 geschlossen. An seiner Stelle entstand ein öffentlich zugänglicher Neubau, als Teil einer Seniorenwohnanlage, mit einem 25 Meter Becken mit 5 Bahnen und einer durchgängigen Wassertiefe vom 1,35 Metern. Die Kosten beliefen sich auf 4 Millionen Euro, wovon 600.000 Euro aus öffentlichen Mitteln stammen. Die Neueröffnung fand am 20. November 2009 statt.[9]

  • Bezirksbad Nordweststadt (heute Titus-Thermen)

Mit der Errichtung des Nordwestzentrums wurde auch das Bezirksbad 1968 eröffnet. 1992 wurde an Stelle des Hallenbades das Erlebnisbad Titus-Therme eröffnet. Das Bad ist Bestandteil eines Gebäudekomplexes, der ein Hotel, ein Restaurant und einen Fitness-Center umfasst.

  • Bezirksbad Bornheim (heute Panoramabad)

Das Bezirksbad Bornheim wurde im September 1970 eröffnet und 1990 zum Panoramabad mit einem Außenbereich und Sauna umgebaut. 2013 wurden das Dach und die Außenfassade des Bades für 6 Millionen Euro saniert.[10]

  • Silobad

Am 12. Juli 1956 wurde das Silobad, auch Farbwerksbad, als erstes beheiztes Freibad Frankfurts im Stadtteil Unterliederbach eröffnet. Das Bad war ein Geschenk der damaligen Farbwerke Hoechst zur 600-Jahr-Feier von Höchst. 1995 ging das Bad für einen symbolischen Betrag von einer Deutschen Mark an die Stadt Frankfurt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roland Burgard, Gerhard Sieweck, Karin Nieswandt, Hans Georg Göllner (Fotos): Panoramabad Bornheimer Hang. Hrsg.: Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Dezernat Bau, Hochbauamt; Dezernat Sport, Sport- und Badeamt (= Schriftenreihe des Hochbauamtes zu Bauaufgaben der Stadt Frankfurt am Main. Nr. 21). 1. Auflage. Stadt Frankfurt am Main - Der Magistrat, 1990, ISSN 0175-3045.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frankfurter Neue Presse: Knapp acht Millionen Euro für zwei Freibäder, 4. März 2008
  2. Wassersport Westend e.V > Verein > Ausflug in die Geschichte
  3. Fußnote in Baden, Reisen und ein Kurort in historischer Perspektive [1] In: Zur Kur in Bad Ems S. 13; von Hermann Sommer, Hanau 1999
  4. Das neue Badschiff zu Frankfurt am Mayn (Artikel) (Kupfertafeln 19, 20, 21 zum Artikel und Erklärungen zu den Tafeln) In: Journal des Luxus und der Moden July 1800 S. 377-379, S. 379-380, Tafeln 19, 20, 21
  5. a b c d e Jahresberichte der Stadt Frankfurt 1945-1972: Sport- und Badeamt (Memento vom 6. September 2013 im Internet Archive).
  6. Frankfurter Rundschau: Anschwimmen im neuen L, 23. April 2011
  7. FR-online: Eschersheimer Freibad wieder offen, 12. Mai 2010
  8. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 6. Leipzig 1906, S. 834-839. Frankfurt am Main
  9. Frankfurter Neue Presse: Bahn frei für die Wassersportler (PDF; 3,7 MB), 21. November 2009
  10. Frankfurter Neue Presse: Sport in Bornheim wird noch schöner, 11. Juli 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]