Diese Seite wurde als informative Liste oder Portal ausgezeichnet.

Liste der Stadtteile von St. Pölten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

St. Pölten ist die Landeshauptstadt des größten österreichischen Bundeslandes Niederösterreich. Das Stadtgebiet von St. Pölten ist in vierzehn Stadtteile gegliedert, die im Gegensatz zu Graz oder Wien nicht nummeriert werden.[1][2] Quer durch die Stadt verläuft von Norden nach Süden die Traisen, die oft auch Stadtteilgrenze ist.

Bis 1922, als mit Oberwagram, Spratzern, Teufelhof, Unterwagram und Viehofen die ersten Ortschaften eingemeindet wurden, bestand das Stadtgebiet aus der heutigen Katastralgemeinde St. Pölten.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurden weitere 19 Katastralgemeinden eingemeindet. Davon blieben nach 1955 nur Harland, Oberradlberg, Stattersdorf, Unterradlberg und Völtendorf bei der Stadt.

Nach der Abtretung von 0,67 km² von Harland an Pyhra 1957 wurden 1969 Ragelsdorf, Waitzendorf, Weitern und Witzendorf eingemeindet.

Die größte Anzahl an Eingemeindungen fand zum Jahreswechsel 1971/72 statt. Zum Teil gegen großen Widerstand der Bevölkerung wurden 37 Ortschaften in das Stadtgebiet aufgenommen. Darunter befanden sich die damals eigenständigen Gemeinden Gerersdorf, Pottenbrunn, Ratzersdorf und St. Georgen am Steinfelde. 1982 wurden neun Katastralgemeinden wieder ausgemeindet und die Gemeinde Gerersdorf neu errichtet.

Der größte Stadtteil nach Fläche ist Pottenbrunn, nach Einwohnern und Bevölkerungsdichte Zentrum Nord. Der kleinste Stadtteil nach Fläche ist Eisberg, nach Einwohnern und Bevölkerungsdichte St. Pölten West. Die nach Einwohnerzahlen und Bevölkerungsdichte kleinste Katastralgemeinde ist Reitzersdorf, nach der Fläche Wetzersdorf.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Name: Name des Stadtteils fett hervorgehoben, darunter die Katastralgemeinden, die vollständig oder teilweise zum Stadtteil gehören.[3] Abweichende Schreibweisen der Ortschaftsnamen sind mitA markiert.
  • EW: Gesamteinwohnerzahl des Stadtteils fett hervorgehoben, darunter die Einwohnerzahlen der Ortschaften jeweils mit Stand 31. Dezember 2015.[4]
  • Fl.: Gesamtfläche des Stadtteils in Quadratkilometern (km²) fett hervorgehoben, darunter Flächen der Katastralgemeinden[4]
  • BD: Gesamtbevölkerungsdichte des Stadtteils in Einwohner pro Quadratkilometern (1/km²) fett hervorgehoben, darunter Bevölkerungsdichten der Ortschaften
  • Eingem.: Jahr der Eingemeindung. Die Spalte wird nach der Eingemeindung der bevölkerungsreichsten Ortschaft, die fett hervorgehoben ist, sortiert.[5]
  • Lage: Karte der Lage des Stadtteils im Stadtgebiet
  • PLZ: Postleitzahlen des Stadtteils. Die häufigste Postleitzahl steht an erster Stelle.[6]
  • Bemerkung: Zusätzliche Informationen zum Stadtteil
  • Bild: Ein Bild aus dem Stadtteil

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name EW Fl. BD PLZ Bemerkung Bild
Name EW Fl. BD PLZ Bemerkung Bild
Eisberg
 St. Pölten (teilweise)
1.686
22.180
2,47
11,79
683
1.881
3100 Neuer Stadtteil beim Stadtwald, in der Nähe von der Innenstadt.
Harland
 Altmannsdorf (teilweise)
 Harland (teilweise)
 Ochsenburg (teilweise)
 Spratzern (teilweise)
 Windpassing (teilweise)
2.124
110
1.655
328
6.801
54
4,39
1,33
2,01
3,04
6,94
1,41
484
83
823
108
980
38
3104 3100 Ehemaliger Industrieort im Südosten der Stadt. Nach der Schließung der Harlander Coats vorwiegend Wohnbezirk. Die Katastralgemeinden sind zusammengewachsen. Amtshaus Harland
Innenstadt
 St. Pölten (teilweise)
5.493
22.180
1,91
11,79
2.876
1.881
3100 Kernbezirk. Hier befinden sich die historische Altstadt mit Behörden, Museen und dem Sitz des Bischofs von St. Pölten sowie das Landhausviertel als Sitz der niederösterreichischen Landesregierung. Rathaus
Pottenbrunn
 Pengersdorf
 Pottenbrunn
 Wasserburg (teilweise)
 Zwerndorf
2.883
44
2.522
73
59
17,07
2,45
8,28
6,21
1,00
169
18
305
12
59
3140 3100 Der flächenmäßig größte Stadtteil, bis 1971 eigenständige Gemeinde im Norden der Stadt. Markanteste Gebäude sind das Schloss Pottenbrunn und das Schloss Wasserburg. Während Pengersdorf, Wasserburg und Zwerndorf eigenständige Dörfer sind, ist Pottenbrunn nur durch die S 33 von Ratzersdorf getrennt. Pfarrkirche Pottenbrunn
Radlberg
 Oberradlberg
 Unterradlberg
 Wasserburg (teilweise)
1.418
493
836
73
6,14
2,13
3,15
6,21
231
231
265
12
3105 Ehemals bäuerlich geprägter Stadtteil im Nordwesten der Stadt. Großes Industriegebiet an der S 33 mit einem Werk der Egger-Gruppe, wo neben Holzprodukten auch „Radlberger“ Getränke und „Egger-Bier“ erzeugt werden. Radlberg ist durch einen Berg und die Traisen vom Rest der Stadt getrennt. Kirche Radlberg
Ratzersdorf
 Ratzersdorf an der Traisen
 Oberzwischenbrunn
 Unterzwischenbrunn
1.873
1.626
67
34
9,99
5,58
2,06
2,46
187
291
33
14
3100 Ehemals bäuerlich geprägter Stadtteil im Nordosten der Stadt. Heute, unter anderem durch gezielte Förderung der Stadt, beliebter Wohnstadtteil. Im Bereich der Anschlussstelle St. Pölten-Nord der S 33 umfangreiches Gewerbegebiet. Ratzersdorf ist im Norden mit Pottenbrunn und im Süden mit Wagram de facto zusammengewachsen. Kirche Ratzersdorf
Spratzern
 Harland (teilweise)
 Hart (teilweise)
 Spratzern (teilweise)
 Völtendorf (teilweise)
 Wolfenberg (teilweise)
3.558
1.655
1.354
6.801
143
16
7,16
2,01
3,12
6,94
2,00
0,74
497
823
434
980
72
22
3106 3385 3100 Der Stadtteil im Südwesten beherbergt neben großen Wohnsiedlungen einige der größten Betriebe der Stadt, vor allem durch die gute Anbindung an die quer durch den Stadtteil verlaufende A1. Spratzern ist mit St. Pölten verwachsen. Kirche Spratzern
St. Georgen am Steinfelde
 Altmannsdorf (teilweise)
 Dörfl bei Ochsenburg
 Eggendorf
 Ganzendorf
 Hart (teilweise)
 Kreisberg
 Mühlgang
 Ochsenburg (teilweise)
 Reitzersdorf
 St. Georgen am Steinfelde
 Steinfeld
 Wetzersdorf
 Windpassing (teilweise)
 Wolfenberg (teilweise)
 Wörth
3.475
110
17
1.226
78
1.354
22
544
328
3
402
112
12
54
16
50
15,6
1,33
0,68
1,02
0,78
3,12
0,91
0,96
3,04
0,91
0,67
1,72
0,55
1,41
0,74
1,04
223
83
25
1.241
100
434
24
567
108
3
600
65
22
38
22
48
3151 3100 Bis 1971 eigenständige Gemeinde im Süden der Stadt. Hier befinden sich neben Wohnsiedlungen die Werke Wörth, einer der größten Weichen­produzenten des Landes. Viele der Katastral­gemeinden sind Weiler mit oft nur wenigen Häusern, die Ortschaften Eggendorf, Hart, Mühlgang, St. Georgen und Wörth sind zu einem gemeinsamen Siedlungsgebiet mit Spratzern verwachsen. Der Großteil des ehemaligen Stadtteils Ochsenburg gehört auch zu St. Georgen. St. Georgen
Stattersdorf
 Oberwagram (teilweise)
 Stattersdorf
2.071
4.151
1.915
5,12
3,46
4,92
404
1.200
389
3100 3104 Mit der Papierfabrik Salzer und einer Außenstelle der Harlander Coats ehemaliges Industriedorf im Osten der Stadt. Heute vor allem Wohnort. Stattersdorf ist im Norden mit Wagram verwachsen und von St. Pölten und Spratzern nur durch die Traisen getrennt. Kapelle
St. Pölten West
 Hafing
 Matzersdorf
 Nadelbach
 Pummersdorf
 Schwadorf
 Spratzern (teilweise)
 St. Pölten (teilweise)
 Teufelhof (teilweise)
 Völtendorf (teilweise)
 Waitzendorf
 Witzendorf
933
33
26
72
104
28
6.801
22.180
519
143
342
66
16,31
1,53
1,15
1,64
3,23
1,11
6,94
11,79
0,84
2,00
3,43
1,72
57
22
23
44
32
25
980
1.881
618
72
100
38
3100 Der flächenmäßig zweitgrößte, aber bevölkerungsmäßig kleinste Stadtteil St. Pöltens ist ländlich geprägt und besteht aus einzelnen Dörfern. Hier befinden sich mehrere Naherholungsgebiete und Wanderwege.
Viehofen
 Ragelsdorf
 St. Pölten (teilweise)
 Viehofen (teilweise)
 Weitern
3.152
821
22.180
4.845
222
7,79
3,70
11,79
2,58
1,84
405
222
1.881
1.878
121
3107 3100 Ehemaliges Industriedorf im Nordwesten der Stadt. Neben Wohnbezirken beherbergt es ein Gewerbegebiet mit dem Traisenpark im Zentrum und mit den Viehofner Seen ein wichtiges Naherholungsgebiet der Stadt. Ragelsdorf und Weitern sind eigenständige Dörfer, Viehofen ist mit St. Pölten verschmolzen. Schloss Viehofen
Wagram
 Oberwagram (teilweise)
 Unterwagram
7.145
4.151
2.355
5,75
3,46
2,43
1.243
1.200
969
3108 3100 Beliebter Wohnstadtteil im Osten der Stadt. Hier befindet sich das größte Kino der Stadt und die Niederösterreichische Landessportschule. Ober- und Unterwagram sind nur durch die Traisen vom Stadtgebiet entfernt. Kirche Wagram
Zentrum Nord
 St. Pölten (teilweise)
 Viehofen (teilweise)
12.899
22.180
4.845
3,87
11,79
2,58
3.333
1.881
1.878
3107 3100 Nördlicher Teil vom alten Stadtteil St. Pölten. Im Stadtteil sind das Universitätsklinikum St. Pölten, die HTBLuVA St. Pölten und die Fachhochschule St. Pölten, sowie die Grätzl Glanzstadt, auf dem Gelände der ehemaligen Glanzstofffabrik, beheimatet.
Zentrum Süd
 Spratzern (teilweise)
 St. Pölten (teilweise)
 Teufelhof (teilweise)
12.696
6.801
22.180
519
4,94
6,94
11,79
0,84
2.570
980
1.881
618
3107 3100 Im neu definierten, vom Gewerbe geprägten Stadtteil befinden sich unter anderem die New Design University, das Freibad City Splash, das WIFI St. Pölten und der Alpenbahnof.
Stadt St. Pölten 56.360 108,44 520

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A Abweichende Schreibweise von Ortschaftsnamen:
  • KG Dörfl bei Ochsenburg: Dörfl
  • KG St. Georgen am Steinfelde: Sankt Georgen am Steinfelde
  • KG St. Pölten: Sankt Pölten
  1. Lebensraum. Reich - Echt - Weltoffen. In: st-poelten.at. Landeshauptstadt St.Pölten, abgerufen am 22. Januar 2022.
  2. Siegfried Kamper: Masterplan 25|50 - Stadtteile. (PDF) In: st-poelten.at. Landeshauptstadt St. Pölten, 14. Oktober 2021, abgerufen am 19. August 2022.
  3. Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Niederösterreich Teil 1, St. Pölten (Stadt) – Stadtteile, S. 10 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).
    Spezielle Quellenangaben: St. Pölten. Statistischer Jahresbericht 2006
  4. a b Magistrat der Stadt St. Pölten: Statistischer Jahresbericht 2015.
  5. Historische Stadtentwicklung
  6. Ortschaften mit Postleitzahlen auf statistik.at, erstellt am 12. Jänner 2017.