Liste der Stolpersteine in Krefeld

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Stolpersteinverlegung am 8. Mai 2017 (Nordwall 80)

Die Stolpersteine in Krefeld sind Teil eines europaweiten Projekts des Künstlers Gunter Demnig. Die Stolpersteine sind Mahnmale, die an das Schicksal der Menschen erinnern sollen, die in Krefeld gewohnt und von den Nationalsozialisten deportiert und unter anderem in Konzentrationslagern und Vernichtungslagern ermordet wurden. Stolpersteine haben eine aus Messing bestehende Oberfläche von 96 × 96 mm und werden meist vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnhaus des auf dem Stolperstein Genannten niveaugleich in den Gehweg einzementiert.

In Krefeld begann die Verlegung im Dezember 2006. Dem voraus ging ein zähes Ringen auf kommunaler Ebene. Unter anderem äußerte die Jüdische Gemeinde Krefeld Bedenken gegenüber dem Projekt, da sie die Würde der Opfer als gefährdet ansah, weil man „auf ihnen herumtrampeln“ würde. Nachdem sich der Stadtrat Anfang November 2005 ebenfalls gegen die Aktion Stolpersteine ausgesprochen hat, führten Schüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule eine Unterschriftenaktion für ein Bürgerbegehren durch und sammelten etwa 14.000 Unterschriften. Ein großes Echo der regionalen und auch überregionalen Presse war die Folge. Noch vor dem Start des eigentlichen Bürgerbegehrens einigten sich die Vertreter auf einen Kompromiss, so dass das Projekt starten konnte.[1] Ende 2008 waren 41 Stolpersteine in Krefeld verlegt[2], im Februar 2016 104 und im Mai 2017 118 Stolpersteine. Alle wurden von Gunter Demnig hergestellt und installiert.

Inhaltsverzeichnis

Friedrich Lewerentz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Lewerentz
Inschrift HIER WOHNTE
FRIEDRICH
LEWERENTZ
JG. 1875
VERHAFTET 22.8.1944
GESTAPOHAFT
KZ SACHSENHAUSEN 1944
TODESMARSCH
TOT 1945
Stolperstein für Friedrich Lewerentz (Hammerschmitdtplatz 1)
Standort Hammerschmitdtplatz 1 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber SPD Krefeld
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 18. Dezember 2006
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Friedrich „Fritz“ Lewerentz, geboren am 3. Juli 1878 in Loddin.

Der Sozialdemokrat Friedrich Lewerentz war bis 1933 Mitglied im Krefelder Stadtrat, er wurde von den Nationalsozialisten nach dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 im Rahmen der Aktion Gewitter am 22. August verhaftet und in das Gefängnis Anrath gebracht. Später wurde er in das KZ Sachsenhausen verbracht. Im April 1945 stirbt Friedrich Lewerentz auf einem der Todesmärsche von KZ-Häftlingen.[3]

Else Müller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Else Müller
Inschrift HIER WOHNTE
ELSE MÜLLER
GEB. COPPEL
JG. 1894
DEPORTIERT 1944
THERESIENSTADT
BEFREIT
TOT 1.6.1945
Stolperstein für Else Müller (Roßstraße 249)
Standort Roßstraße 249 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Schüler und Schülerinnen der Kurt Tucholsky Gesamtschule
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 18. Dezember 2006
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Else Müller Geb. Koppel, geboren am 1. Juni 1894 in Krefeld.[4]

Else Müller war Jüdin und mit Fritz Müller, der dem christlichen Glauben angehörte, verheiratet. Im September 1944 wurde Else Müller mit dem letzten Transport aus Krefeld gemeinsam mit ihrer Tochter Ilse in ein Arbeitslager der Organisation Todt, einer nationalsozialistischen Bauorganisation für Militärbauten, verschleppt. Anfang 1945 wurde sie in das KZ Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung durch die russische Armee im Mai 1945 kümmerte sich Else Müller um die Lagerinsassen, die an Typhus erkrankt waren. Sie steckte sich mit dieser Krankheit an und starb kurze Zeit später.[5] Ihre Tochter Ilse (geb. 1925) ist wohl eine der letzten Überlebenden der 1944 zur Zwangsarbeit Deportierten. Die Familie Müller wurde in ihrem Haus an der Roßstraße ausgebombt und zog in eine Behelfswohnung an die Uerdinger Parkstraße. Ilse Kassel-Müller wurde am 17. September 1944 mit dem letzten Juden-Transport gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer im sechsten Monat schwangeren Schwester Lore und deren Mann Werner Gabelin deportiert. Während Schwester und Schwager ins KZ Theresienstadt gebracht wurden, landete die damals 19-jährige Ilse mit ihrer Mutter zunächst zur Zwangsarbeit in der NS-Organisation Todt in Zeitz in Sachsen-Anhalt. Fritz Kassel blieb mit dem damals zwei Jahre alten Richard Gabelin in Krefeld zurück.

Im Februar 1945 wurde auch Else Müller ins KZ Theresienstadt deportiert. Sie traf dort neben ihrer Tochter Lore und deren Mann auch ihren Bruder und ihre Stiefmutter. Lore gebar am 21. Dezember 1944 im KZ einen Jungen, Thomas Gabelin. Ilse Kassel: „Das war ein großes Wunder, denn noch eine Woche vorher wurden Mütter mit Kindern von dort in die Gaskammern ins Vernichtungslager Auschwitz geschickt.“

Else Müller wurde in Theresienstadt am 8. Mai 1945 von Truppen der Roten Sowjetarmee befreit. Allerdings hatte die Befreiung zur Folge, dass eine grassierende Typhus-Epidemie sich in der Folge rasch über das Lager hinaus ausbreitete. Man rief zu freiwilligen Helfern auf. Auch Else Müller meldete sich zur Pflege der Schwerkranken. Sie infizierte sich dabei und starb an der tückischen Krankheit. Sie starb an ihrem 51. Geburtstag, dem 1. Juni 1945. Ihr Leichnam wurde verbrannt, sie erhielt ein Urnengrab auf dem Ehrenfriedhof der tschechischen Nation in Theresienstadt. Seit Jahren erinnert ihre Tochter Ilse mit einer Traueranzeige in der Zeitung jeweils am 1. Juni an ihre Mutter.

Ilse Kassel-Müller wurde in Zeitz am 13. April 1945 von derselben US-Einheit befreit, die auch die Tore des KZ Buchenwald geöffnet hatte. Sie brauchte mehrere Wochen, ehe sie sich per Fahrrad, Motorrad und mit Lkw-Mitfahrgelegenheiten wieder in ihre Heimatstadt durchschlagen konnte.

Ihr Vater Fritz Müller wurde nach dem Krieg rehabilitiert und betrieb ein Elektrogeschäft an der Kölner Straße 25. 19 Jahre lang war er als Obermeister für die Elektro-Innung tätig. Ihre Schwester Lore Gabelin und ihr Mann überlebten Theresienstadt. Ilse Müller heiratete 1957 Helmut Kassel, der Beamter bei der Verwaltung der Stadt war. Im selben Jahr übersiedelte das Paar zum Dahlerdyk, wo Ilse Kassel-Müller noch heute wohnt. Ihr Mann verstarb 1997.[6]

Paula Billstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paula Billstein
Inschrift HIER WOHNTE
PAULA BILLSTEIN
GEB. ROTHE
JG. 1877
VERHAFTET 1937
KZ MORINGEN
KZ LICHTENBURG
TOT 4.7.1938
Stolperstein für Paula Billstein (Ritterstraße 189)
Standort „Trampelpfad“ an der ehemaligen Fabrik „Im Brahm“, Ritterstraße 189 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Die Grünen, Krefeld
Finanzierung Die Grünen
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 18. Dezember 2006
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Paula Billstein Geb. Rothe, geboren am 2. Oktober 1877 in Krefeld.

Paula Rothe war mit dem Arbeiter Wilhelm Billstein verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Söhne (Aurel und Wilhelm) und eine Tochter (Josefine). Die Familie lebte in einer Genossenschaftswohnung an der Ritterstraße. Von 1924 bis 1933 war Paula Billstein Stadtverordnete für die KPD in Krefeld. Auch ihr Sohn Aurel war für die KPD politisch aktiv und wollte für den Reichstag beziehungsweise den preußischen Landtag kandidieren. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endete ihre politische Karriere. Sohn Aurel wurde 1933 in das KZ Sonnenburg gebracht und stand nach seiner Entlassung unter weiterer Beobachtung durch die Gestapo. Da Aurel Billstein sich weiter in der KPD engagierte und denunziert wurde, wurde er 1934 zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Durch einen vertraulichen Brief an ihren Sohn geriet auch Paula Billstein ins Visier der Gestapo und wurde 1937 verhaftet. Paula Billstein wurde am 19. Januar 1938 in das Frauenkonzentrationslager Moringen gebracht und am 21. März 1938 in das Frauenkonzentrationslager Lichtenburg verlegt. In der KZ-Haft erkrankte Paula Billstein schwer. Am 29. Juni 1938 wurde sie wegen „Krankheit“ entlassen und von ihrer Tochter Josefine dort abgeholt. Paula Billstein starb wenige Tage nach ihrer Entlassung am 4. Juli 1938 in Krefeld.

Sohn Aurel leistete noch Kriegsdienst in der Strafdivision 999 und geriet in Sowjetische Kriegsgefangenschaft. Er kehrte 1947 nach Krefeld zurück und engagierte sich wieder in der Kommunalpolitik. 1990 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Krefeld übertragen. Er starb am 12. Februar 1996 in Krefeld.

Tochter Josefine starb 1945, als Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion versuchten ihr ein Akkordeon zu stehlen...[7]

Eugen Frank und Luise Frank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugen Frank und Luise Frank
Inschrift HIER WOHNTE
EUGEN FRANK
JG. 1884
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???


HIER WOHNTE
LUISE FRANK
GEB. WALLERSTEIN
JG. 1882
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???
Stolperstein für Eugen Frank (Friedrichstraße/Ecke St. Anton-Straße) Stolperstein für Luise Frank (Friedrichstraße/Ecke St. Anton-Straße)
Standort Alte Friedrichstrasse 11, (heute Friedrichstraße / Ecke St. Anton-Straße) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Eugen Frank, geboren am 29. Mai 1884 in Wittlich.[8]
  • Luise Frank Geb. Wallerstein, geboren am 22. Oktober 1892 in Krefeld.[9]

Der Kaufmann Eugen Frank war mit Luise Wallerstein verheiratet, gemeinsam hatten sie zwei Kinder (Helmut und Suse). Eugen Frank lebte mit seiner Familie in Krefeld und war Vorstandsmitglied der jüdischen Kultusvereinigung. Dort oblag ihm 1940 die Betreuung der Kleiderkammer, der auch andere Orte angeschlossen waren. Deportiert wurden er und seine Frau am 22. April 1942 in das Ghetto Izbica. Dort verliert sich ihre Spur[10]

Arthur Daniels, Marta Daniels, Kurt Daniels und Hannelore Daniels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arthur Daniels, Marta Daniels, Kurt Daniels und Hannelore Daniels
Inschriften HIER WOHNTE
ARTUR DANIELS
JG. 1881
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET 5.1.1942


HIER WOHNTE
MARTHA DANIELS
GEB. SERVOS
JG. 1887
DEPORTIERT 1941
RIGA
 ???


HIER WOHNTE
KURT DANIELS
JG. 1914
FLUCHT 1939
ENGLAND
ÜBERLEBT

HIER WOHNTE
HANNELORE DANIELS
JG. 1921
DEPORTIERT 1941
RIGA
ÜBERLEBT
Stolperstein für Artur Daniels (Issumer Straße 7) Stolperstein für Martha Daniels (Issumer Straße 7) Stolperstein für Kurt Daniels (Issumer Straße 7) Stolperstein für Hannelore Daniels (Issumer Straße 7)
Standort Issumer Straße 7 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Arthur Daniels, geboren am 16. Januar 1881 in Krefeld-Linn.[11]
  • Marta Daniels Geb. Servos, geboren am 9. Oktober 1887 in Krefeld.[12]
  • Kurt Daniels, geboren am 5. Januar 1914 in Krefeld-Linn
  • Hannelore Daniels, geboren am 3. Februar 1921 in Krefeld-Linn.

Arthur Daniels war mit Marta Servos verheiratet und hatte zwei Kinder (Kurt und Hannelore). Die Familie lebte in Krefeld-Linn als Kaufmann und Viehhändler. Nach einer „Schutzhaft“ im Jahr 1938 erfolgte die Vermögensbeschlagnahme und die anschließende Deportation. Aktenkundig ist weiter, dass „In der Nacht vom 27./28.11.1941 sich eine Frau Platen im Luftschutzkeller geäußert habe: Es ist eine Schande, daß der arme Jude Daniels jetzt Linn verlassen muß. Zum Beispiel hat Daniels 10 Kühe, die werden jetzt verkauft und das Geld stecken die da oben in die Tasche.“ Frau Platen geriet daraufhin ebenfalls in Schwierigkeiten.[13]

Arthur und Marta Daniels wurden am 11. Dezember 1941 in das Ghetto Riga deportiert. Arthur Daniels starb am 5. Januar 1942 im Lager Salaspils. Das Schicksal von Marta Daniels ist unbekannt. Sie wurde zum 8. Mai 1945 vom Amtsgericht Krefeld, 1946, für tot erklärt.
Kurt Daniels konnte am 7. Juni 1939 nach Belgien emigrieren und überlebte den Holocaust.
Hannelore Daniels wurde am 11. Dezember 1941 in das Ghetto Riga deportiert und überlebte den Holocaust.

Jakob Daniel, Luise Daniel und Hans Daniel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakob Daniel, Luise Daniel und Hans Daniel
Inschriften HIER WOHNTE
JAKOB DANIEL
JG. 1885
DEPORTIERT 1941
RIGA
 ???


HIER WOHNTE
LUISE DANIEL
JG. 1891
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET 10.1.1945
KZ STUTTHOF


HIER WOHNTE
HANS DANIEL
JG. 1922
DEPORTIERT 1941
RIGA
 ???
Stolperstein für Jakob Daniel (Lindenstraße 9) Stolperstein für Luise Daniel (Lindenstraße 9) Stolperstein für Hans Daniel (Lindenstraße 9)
Standort Lindenstraße 9 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Jakob daniel, geboren am 29. Oktober 1885 in Krefeld.[14]


Der Kaufmann Jakob Daniel war mit Luise Selig verheiratet, gemeinsam hatten sie zwei Kinder (Lore und Hans). Die Familie lebte in Krefeld betrieb eine Gewürzhandlung. Jakob Daniel wurden 1936 Devisenvergehen zur Last gelegt, es folgte 1938 Passentzug und vom 17. November 1938 bis 10. Dezember 1938 „Schutzhaft“ im KZ Dachau. Am 11. Dezember 1941 wurden Jakob, Luise und Hans Daniel in das Ghetto Riga deportiert. Das Vermögen der Familie wurde 1941 mit der Deportation beschlagnahmt.[15] Jakob Daniel starb am 1. Mai 1943 im Ghetto Theresienstadt. Luise Daniel wurde am 9. August 1944 in das KZ Stutthof verbracht und starb dort am 10. Januar 1945. Hans Daniels weiteres Schicksal ist nicht bekannt, er starb vermutlich 1942 im Lager Riga-Salaspils.

Karl Henning[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Henning
Inschrift HIER WOHNTE
KARL HENNING
JG. 1909
VERHAFTET 1937
KZ BUCHENWALD
ERMORDET 27.1.1938
Stolperstein für Karl Henning (Oberbruch 49)
Standort Oberbruch 49 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Zeugen Jehovas
Finanzierung Zeugen Jehovas
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Karl Hennig, geboren am 2. April 1909 in Kaldenhausen.

Karl Henning verlor schon als Kind seine Mutter. Sein Vater heiratete ein zweites Mal. Die neue Frau, Maria Henning, bekam noch ein eigenes Kind und die beiden wuchsen als Brüder auf. Nach der Schule machte Karl Henning eine Lehre als Schlosser bei den Büttner-Werken, bis er wegen Arbeitsmangel entlassen wurde. Er war längere Zeit arbeitslos und auf wechselnde Jobs angewiesen. 1932/1933 begannen er und seine Mutter sich für die Zeugen Jehovas zu interessieren. Sie intensivierten einen Kontakt auf und bald betrachteten sie sich als ihnen zugehörig. Das fiel nun unglücklicherweise in die Zeit, als die Zeugen Jehovas verboten wurden.

Im Juli 1935 ging Karl Henning auf der Dießemer Straße von Haus zu Haus und erzählte von der Bibel und den Zeugen Jehovas. Dabei wurde er – eventuell auf Grund einer Denunziation – von der Polizei gestellt und durchsucht. Da man nur einen handgeschriebenen Werbezettel bei ihm fand, blieb es anscheinend bei einer Verwarnung. Ein Jahr später – im Juni 1936 – wurde Karl Henning allerdings wegen der Teilnahme an Zusammenkünften der Zeugen Jehovas festgenommen und am 24. August 1936 in einer Verhandlung vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichtes in Krefeld zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Am 13. Dezember 1936 wurde Karl Henning aus der Haft entlassen.

Am 20. Juni 1937 beteiligte sich Karl Henning an der Verteilung eines „Offenen Briefes“ der Zeugen Jehovas. Er wurde erneut festgenommen. Aus dem Bericht der Gestapo nach der Aktion: „Trotz der erhaltenen Strafe hat Henning sich nicht zurückgezogen, sondern hat wieder mit seinen Glaubensbrüdern den Verkehr aufgenommen. Man kann bei H. sagen, dass er nach der Verurteilung noch fanatischer geworden ist, als vorher. […] Henning ist ein unverbesserlicher und fanatischer Anhänger und Förderer der illegalen I.B.V. Obschon er schon wegen einer solchen Sache vorbestraft und vorher schon verschiedentlich verwarnt und schon aus der Arbeit entlassen worden ist, betätigt er sich nach wie vor.“

Der neue Prozess fand am 26. August 1937 vor dem Sondergericht in Düsseldorf fand statt. Diesmal wurde er zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem Ende der Strafe im September 1938 wurde er zunächst in das Polizeigefängnis Krefeld überführt. Einem Vernehmungsbeamten erklärte Karl Henning: „Wenn ich jetzt aus der Haft entlassen würde, glaube ich weiterhin an die Bibel, jedoch würde ich nichts unternehmen, was irgendwie zum Schaden eines Mitmenschen sein könnte. Wenn ich nun nach meiner Entlassung Soldat werden würde, so würde ich der Pflicht genügen, würde jedoch nicht im Kriegsfall zur Waffe greifen, weil es in der Bibel steht: „Mein ist die Rache.“ Ich will vergelten, oder meinen nächsten lieben wie dich [mich?] selbst.“

Anlässlich der Entlassung von Karl Henning aus der Vollzugsanstalt Wuppertal-Elberfeld schickte der Anstaltsleiter am 10. August 1938 eine negative Stellungnahme an die Gestapo Düsseldorf. Dies war ein Routinevorgang: „Henning hat sich hier hausordnungsmäßig geführt und zufriedenstellend gearbeitet. Der Gesamteindruck seiner Persönlichkeit ist nicht besonders günstig. Künftiges Wohlverhalten kann nicht mit Sicherheit angenommen werden.“

Dieses Zeugnis wurde von Düsseldorf nach Krefeld geschickt. Krefeld beantragte am 20. September 1938 die Schutzhaft. Der Gefängnisarzt in Wuppertal hatte auf Wunsch bereits die Haft- und Lagerfähigkeit bescheinigt, obwohl Karl Henning an einem Herzklappenfehler litt. Deswegen war er „Nicht geeignet für schwere Arbeiten.“

Ein Gestapo-Sachbearbeiter in Düsseldorf beantragte die Inschutzhaftnahme von Karl Henning beim Gestapa in Berlin. In dem Begleitschreiben an die „Kommandantur des staatlichen Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar“ vom 8. November 1938 wurde die dortige Verwaltung von der Krefelder Gestapo auf den Neuzugang mit der Auflistung seiner bisherigen Strafen eingestimmt. Als Prognose führten die Beamten aus: „Da bei ihm nach seiner Entlassung wieder mit den gleichen Straftaten zu rechnen ist, erscheint eine längere Unterbringung im Lager eine Notwendigkeit, die vielleicht geeignet ist, ihn von seinen staatsfeindlichen Ideen zu heilen“. Lagerkommandant Koch schickte am 27. Dezember 1938, also nur sieben Wochen später, ein Telegramm folgenden Wortlautes an die Gestapo in Düsseldorf: „H. ist am 27.12.38 um P 0.05 Uhr an Lungenoedem verstorben. Falls innerhalb 24 Stunden nicht ein Antrag auf Überführung der Leiche hier eingeht, wird die Leiche in Weimar eingeäschert. Auf einen an die Friedhofsverwaltung in Weimar zu richtenden Antrag können die Angehörigen die Asche an die Verwaltung des Heimatfriedhofes übersenden lassen. Die Sterbeurkunde ist beim Standesamt in Weimar zu beantragen.“ Frau Henning wurde von dem Krefelder Gestapo-Beamten Schommer noch am gleichen Tag vom Tod ihres Stiefsohnes benachrichtigt. Sie verzichtete auf die Überführung der Asche. [16]

Willi Jans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willi Jans
Inschrift HIER WOHNTE
WILLI JANS
JG. 1919
VERHAFTET 1941
KZ DACHAU
ERMORDET 26.10.1943
Stolperstein für Willi Jans (Prinz-Ferdinand-Straße 5)
Standort Prinz-Ferdinand-Straße 5 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Willi Jans, geboren am 12. November 1919.

Der Lebensweg von Willi Jans ist ohne den Familienhintergrund kaum zu verstehen. Willi Jans, geboren am 12. November 1919, war der Sohn der gelernten Textilarbeiterin Magdalena „Lenchen“ Jans geb. Roß und des Fabrikarbeiters Peter Jans. Willi hatte einen älteren Bruder Joseph. Die Eltern waren beide überzeugte Anhänger der KPD. Als der Vater 1928 seinen Arbeitsplatz verlor, eröffnete er einen kleinen Obst- und Gemüseladen. 1933 musste sich Peter Jans zeitweise verstecken, weil eine sogenannte Inschutzhaftnahme zu befürchten war. Natürlich war das nicht gut für das Geschäft und 1935 musste der Laden endgültig aufgegeben werden. Willi war inzwischen aus der Schule gekommen und hatte begonnen, als Textilarbeiter Geld zu verdienen.

Als in Spanien der Bürgerkrieg begann, meldete sich Peter Jans als Kämpfer für die Sache der Republik in einer Internationalen Brigade. Die Lage Magdalena Jans in Deutschland wurde dadurch noch schwieriger. Man drohte ihr den noch nicht volljährigen Willi in Fürsorgeerziehung zu stecken. Magdalena Jans floh 1937 mit ihren beiden Söhnen über Brüssel nach Paris und Spanien. Damit sich Willi Jans den Internationalen Brigaden anschließen konnte, fälschte er seine Papiere, denn als unter 18-jährigen hätte man ihn nicht akzeptiert. Willi Jans erhielt eine militärische Ausbildung und nahm an mehreren Schlachten (u. a. am Ebro) teil. Der Familie Jans wurde derweil die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt.

Nachdem die Faschisten auch in Spanien siegten, mussten die Mitglieder der Internationalen Brigaden das Land verlassen. Die Familie Jans wurde auf verschiedene Internierungslager und Arbeitskommandos in Frankreich (Argelès, Gurs, Bellac) verteilt. Während sich die anderen Familienmitglieder in Frankreich halten konnten und sich dort dem Widerstand zugehörig fühlen, kehrte Willi Jans nach Deutschland zurück, um bei seiner Großmutter zu leben. Da jedoch alle „Rotspanienkämpfer“ routinemäßig verhaftet wurden, erlitt Willi Jans nun auch noch dieses Schicksal. Die Gestapo ließ ihn 1941 in ein Konzentrationslager einweisen „zumindest für die Dauer des Krieges“. Willi Jans starb am 26. Oktober 1943 im KZ Dachau. Er wurde gerade 23 Jahre alt.

Magdalena Jans kehrte übrigens aus Spanien zurück. 1968 trat sie in die DKP ein. 1998 starb die immer noch überzeugte Kommunistin in Venlo. Sie war fast 100 Jahre alt geworden. [16]

Ruth Alexander, Olga Alexander und Ilse Alexander[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruth Alexander, Olga Alexander und Ilse Alexander
Inschriften HIER WOHNTE
RUTH ALEXANDER
JG. 1925
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???


HIER WOHNTE
OLGA ALEXANDER
GEB. SIMON
JG. 1897
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???


HIER WOHNTE
ILSE ALEXANDER
JG. 1927
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???
Stolperstein für Ruth Alexander (Rheinbabenstraße 106) Stolperstein für Olga Alexander (Rheinbabenstraße 106) Stolperstein für Ilse Alexander (Rheinbabenstraße 106)
Standort Rheinbabenstraße 106 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Ruth Alexander, geboren am 28. März 1925 in Xanten.[17]
  • Olga Alexander Geb. Simon, geboren am 18. Januar 1897 in Krefeld.[18]
  • Ilse Alexander, geboren am 27. Dezember 1927 in Xanten.[19]

Olga Alexander wurde am 22. April 1942 gemeinsam mit ihren Töchtern Ilse und Ruth in das Ghetto Izbica deportiert. Sie war verheiratet mit Alex Alexander, einem Viehhändler, der am 16. Januar 1941 in Krefeld starb. Bereits in der Nacht vom 10./11. November 1938 drangen 8 Personen in die Wohnung der Familie Alexander in Krefeld-Linn ein und raubten Geld und eine Armbanduhr. Alex Alexander wurde vom 10. bis 23. November 1938 in „Schutzhaft“ genommen. [20]

Paul Prison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Prison
Inschrift HIER WOHNTE
PAUL PRISON
JG. 1912
VERHAFTET 1938
KZ GROSS ROSEN
ERMORDET 1.4.1942
Stolperstein für Paul Prison (Ritterstraße 221)
Standort: Ritterstraße 221 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Paul Prison, geboren am 24. April 1912 in Süchteln.

Die Familie Prison scheint nicht sesshaft gewesen zu sein. Paul Prison besuchte jedenfalls keine Schule. Er blieb Analphabet und arbeitete als Korbflechter. Ein Foto von Paul Prison konnte bislang nicht gefunden werden. Er muss aber ein relativ auffälliges Äußeres gehabt haben, denn bei einer Schlägerei hatte er ein Auge eingebüßt. Unter anderem wegen dieser Schlägerei war Paul Prison der Polizei bekannt.

Den nach 1933 an nationalsozialistischen Normen orientierten Behörden ist er spätestens 1936 aufgefallen, wo er vom Gesundheitsamt untersucht wurde. Der Bericht des Arztes fiel ungünstig aus. Dabei spielte auch die Lebensweise der Familie eine Rolle. Als „nach Zigeunerart umherziehend“ passte sie nicht in das von den Nationalsozialisten vorgegebenen Bild des deutschen Volkes. Der Grund für unangepasstes Verhalten wurde in vorgeblich rassischer Minderwertigkeit gesehen.

Paul Prison wurde in den Krefelder Krankenanstalten nach Maßgabe des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses zwangssterilisiert. Als 1938 die Kriminalpolizei von der Reichsregierung angewiesen wurde, alle im NS-Staat sozial unerwünschten Menschen zu festzusetzen, wurde auch Paul Prison verhaftet.

Bis zum März 1941 befand er sich im KZ Buchenwald unter der Häftlingskategorie Asozial. Von Weimar aus wurde Paul Prison in das wenig bekannte KZ Groß-Rosen überstellt. Dort kam er 1942 ums Leben. Über die näheren Umstände ist nichts bekannt.[16]

Hans Kreuels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Kreuels
Inschrift HIER WOHNTE
HANS KREUELS
JG. 1930
DEPORTIERT 1943
ERMORDET 3.8.1943
'HEILANSTALT'
AM STEINHOF/WIEN
Stolperstein für Hans Kreuels (Uerdinger Straße 739)
Standort Uerdinger Straße 739 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2007
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Hans Kreuels, geboren am 18. September 1930.

Hans Kreuels war das jüngste von sieben Geschwistern. Bei seiner Geburt im Jahr 1930 hatte es Komplikationen gegeben. Die Wehen waren zu schwach. Also musste mit einer Geburtszange geholfen werden. Unglücklicherweise wurde das Gehirn des Säuglings dabei verletzt. Der Junge nahm dauerhaften Schaden. Er lernte nie richtig laufen und konnte auch nur wenige Worte sprechen. Nach einer ärztlichen Untersuchung in den städtischen Krankenanstalten im April 1934 beantragte der untersuchende Chefarzt die Aufnahme des Kindes in eine geeignete Anstalt. Im Dezember 1934 wurde Hans K. in die Rheinische Provinzial-Kinderanstalt für seelisch Abnorme in Bonn aufgenommen. Mit dem Vermerk, dass das Kind an Idiotie leide, unruhig sowie unreinlich sei und weiterer Pflege in einer Schwachsinnigen-Pflegeanstalt bedürfe, kam es im Mai 1935 in das St. Josefshaus in Hardt bei Mönchengladbach. Für die Verwandten war es so etwas einfacher Kontakt zu dem Jungen halten. Regelmäßig holten sie ihn zur Weihnachtszeit nach Hause. Offensichtlich fiel es der Familie trotz der Pflegebedürftigkeit des Jungen schwer, ihn wieder in die Anstalt zu geben. Wiederholt bedurfte es der ausdrücklichen Aufforderung durch die Schwester Oberin, dass der Patient zurückgebracht wurde.

Vielleicht ahnte die Mutter, dass sich ihr Jüngster im St.-Josefshaus nicht in Sicherheit befand. Auch die konfessionell gebundenen Heil- und Pflegeanstalten wurden in der NS-Zeit Teil des im Wortsinne mörderischen Gesundheitssystems. Kuriert wurde nicht mehr der einzelne Kranke, sondern ein imaginärer „Volkskörper“. Dessen Gesundheit konnte der Tod von Kranken durchaus dienlich sein, besonders wenn man sie für erblich belastet und unheilbar hielt. Körperlich und geistig Behinderte galten als minderwertig. Schon die Schulkinder lernten, wie teuer die Pflege dieser „Ballastexistenzen“ sei und dass man das Geld doch besser für gesunde, arische Familien ausgeben solle. In der Konsequenz gab es immer weniger Geld für Pflege, selbst an Nahrungsmitteln wurde schließlich gespart.

In der „Euthanasie-Aktion“ zwischen 1940/1941 wurden zehntausende Kranke ermordet. Nach öffentlichen Protesten ging das Regime in späteren Jahren verdeckt zu Werke. Angeblich wegen der Kriegssituation mussten Pflegeanstalten geräumt, die Kranken „in Sicherheit“ gebracht werden. Im Rahmen dieser „Aktion Brandt“ fanden Transporte über weite Strecken so auch von Mönchengladbach nach Wien statt.

Die damalige Kinderklinik Am Spiegelgrund in Wien, damals Teil Nazi-Deutschlands, wurde ein Ort des Verbrechens. Seit 1940 war die Klinik zuständig für die „Betreuung“ behinderter Jugendlicher vorwiegend aus dem annektierten Österreich. 1943 wurden auch kranke Kinder aus Hamburg, Bad Kreuznach und Mönchengladbach nach Wien gebracht. Die Gruppe von 144 kleinen Patienten aus Mönchengladbach, die nach einer zweitägigen Fahrt am 20. Mai 1943 eintraf, stammte aus der Heil- und Pflegeanstalt Josefhaus. Dass es den Kindern auch in Mönchengladbach nicht besonders gut gegangen war, lässt sich aus einem Bericht des Wiener Stadtrates für das Gesundheitswesen Prof. Max Gundel an das Reichsministerium des Inneren schließen. Danach trafen die Kinder bereits in stark verwahrlostem Zustand in Wien ein. Offensichtlich waren sie völlig verdreckt, und das nicht nur wegen der langen Reise.

Zunächst wurde der Krefelder Hans K. in die Wagner von Jaureggsche Heil- und Pflegeanstalt, Pavillon 22 bzw. 18, eingewiesen. Hans K.s zweite Adresse in Wien war ab dem 16. Juli 1943 die Wiener städtische Nervenklinik für Kinder, Pavillon 15, auf demselben Gelände. Dieser Pavillon war eigentlich die Säuglingsabteilung, faktisch war es aber die Sektion, in der die Euthanasiemorde an Kindern und „debilen, bildungsunfähigen Jugendlichen“ vorgenommen wurden. Zwölf Tage nach der Überstellung von Hans K. schickten die Ärzte ein negatives Gutachten über ihren Schützling an den „Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden“ in Berlin. Der kommissarische Anstaltsleiter Dr. Ernst Illing attestierte, dass eine Besserung der körperlichen und geistigen Leiden „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen“ wären.

Dieses Attest war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Todesurteil für den Patienten. Die weitere „Betreuung“ wurde von Dr. Marianne Türk übernommen. Ob die Ärztin bereits ohne Reaktion des Reichsausschusses – diese trafen in der Regel sechs bis acht Wochen nach dem Posteingang in Berlin ein – daranging, Hans K. langsam mit Luminal zu vergiften, ist nicht nachzuweisen. Tatsache ist, dass sich der Zustand des Patienten rapide verschlechterte, seitdem er in ihrer Obhut war. Am 3. August 1943 teilte Dr. Türk der Familie mit, dass der Zustand ihres Sohnes sich besorgniserregend verschlechtert hatte. Dies entsprach dem üblichen Verfahren.

Am Abend desselben Tages, um 18 Uhr, starb Hans K. Die Untersuchung der Leiche ergab, dass der Junge bei einer Körpergröße von 132 cm ganze 20 Kilogramm wog. Als Zusammenfassung des Befundes wurde stomatitis ichorosa – auf Deutsch schrieb die Ärztin Dr. Uiberrak: „jauchige Mundschschleimhautentzündung“ – und marasmus universalis – „allgemeine Mangelernährung“ – angegeben. Auch eine eitrige Bronchitis und Veränderungen an der Magenschleimhaut wiesen darauf hin, dass man Hans K. zumindest nicht ausreichend versorgt hatte. Das Hirn wurde entnommen (Gewicht 1170 gr.) und in einer Lösung mit 4 % Formaldehyd eingelegt.

Die Mutter von Hans K., Maria K., forderte von der Klinik eine Erklärung, an welcher Krankheit denn das Kind so schnell gestorben wäre. Das Misstrauen dürfte dadurch verstärkt worden sein, dass man Maria K. noch Ende Juni mitgeteilt hatte, dass sich der Junge in die neue Umgebung gut eingelebt habe. Man teilte ihr mit: „... das Essen mundet ihm anscheinend sehr“. Die Ärztin verwies auf die Grunderkrankung, eine zusätzliche Bronchitis und eine schwere Entzündung der Mundschleimhaut. Die Stellungnahme von Frau Dr. Türk offenbart ihre persönliche Überzeugung: „Für das Kind konnte der Tod nur eine Erlösung bedeuten, da das Leiden unheilbar war.“ So war die Krankheit nur durch den Tod des Patienten zu kurieren.

Das präparierte Gehirn von Hans K. wurde wiederholt für medizinische Untersuchungen in Anspruch genommen. Erst spät entwickelte sich das Bewusstsein, dass die Nutzung der Hirne von Opfern des NS-Krankenmordes nicht mehr dem aktuellen Verständnis medizinischer Ethik entspricht. Eine symbolreiche Bestattung der Präparate fand am 28. April 2002 auf dem Wiener Zentralfriedhof statt.[16]

Josef Dannenberg, Else Dannenberg und Ursula Dannenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Josef Dannenberg, Else Dannenberg und Ursula Dannenberg
Inschriften HIER WOHNTE
JOSEF DANNENBERG
JG. 1894
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET


HIER WOHNTE
ELSE DANNENBERG
GEB. KANTHAL
JG. 1897
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET


HIER WOHNTE
URSULA DANNENBERG
JG. 1923
FLUCHT 1939
ENGLAND
ÜBERLEBT
Stolperstein für Josef Dannenberg (St.-Anton-Straße 97) Stolperstein für Else Dannenberg (St.-Anton-Straße 97) Stolperstein für Ursula Dannenberg (St.-Anton-Straße 97)
Standort: St.-Anton-Straße 97 (vor Hinterhof) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:

Josef und Else Dannenberg wurden am 22. April 1942 in das Ghetto Izbica deportiert, dort verliert sich ihre Spur. Tochter Ursula konnte am 26. Mai 1939 nach England emigrieren. Ursula Dannenberg überlebte den Holocaust.

Berta Davids[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berta Davids
Inschrift HIER WOHNTE
BERTA DAVIDS
GEB. WINTER
JG. 1875
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
TREBLINKA
ERMORDET 1942
Stolperstein für Berta Davids (Klever Straße 3)
Standort Klever Straße 3 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Berta Davids Geb. Winter, geboren am 7. November 1875 in Hüls bei Krefeld.[23]

Berta Winter heiratete in Hüls den Klempner Josef Davids, der einen Laden für Haushaltsgeräte unterhielt und Vorbeter der jüdischen Gemeinde war. Am 25. Juli 1942 wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 26. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka transportiert. Sie wurde zum 8. Mai 1945 für tot erklärt. Der Ehemann Josef Davids starb am 24. April 1939 in Hüls. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Krefeld-Hüls. [24]

Valentin Davids und Hedwig Davids[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Valentin Davids und Hedwig Davids
Inschriften HIER WOHNTE
VALENTIN DAVIDS
JG. 1868
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
TOT 2.12.1942


HIER WOHNTE
HEDWIG DAVIDS
GEB. KIEFER
JG. 1876
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
TOT 15.5.1943
Stolperstein für Valentin Davids (Kölner Straße 544) Stolperstein für Hedwig Davids (Kölner Straße 544)
Standort Kölner Straße 544 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Schüler und Schülerinnen des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Valentin Davids, geboren am 15. August 1868 in Hüls bei Krefeld.[25]
  • Hedwig Davids Geb. Rives, geboren am 10. Oktober 1876 in Osterath.[26]

Hedwig und Valentin Davids wurden am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Valentin Davids starb dort am 2. Dezember 1942. Hedwig Davids starb dort 15. Mai 1943.

Clementine Frank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clementine Frank
Inschrift HIER WOHNTE
CLEMENTINE FRANK
JG. 1859
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
TOT 29.12.1942
Stolperstein für Clementine Frank (Breite Straße 5)
Standort: Breite Straße 5 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Clementine Frank, geboren am 24. August 1859 in Krefeld.[27]

Clementine Frank wurde am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, dort starb sie am 29. Dezember 1942.

Klara Heymann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klara Heymann
Inschrift HIER WOHNTE
KLARA HEYMANN
GEB. MEYER
JG. 1888
DEPORTIERT 1943
THERESIENSTADT
AUSCHWITZ
ERMORDET 1944
Stolperstein für Klara Heymann (Angerhausenstraße 14)
Standort: Angerhausenstraße 14 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Klara Heymann Geb. Meyer, geboren am 22. März 1888 in Krefeld.[28]

Klara Heymann entstammt aus einer jüdischen Metzgerfamilie. Sie heiratete in erster Ehe einen Nicht-Juden, der im Ersten Weltkrieg fiel. Aus dieser Ehe entstammte eine Tochter. Klara Heymann genoss als Kriegerwitwe und Mutter einer „halbjüdischen“ Tochter zunächst einen gewissen Schutz. In zweiter Ehe heiratete sie einen Juden und bekam weitere Kinder. Als ihr Sohn Werner die Stadtgrenzen Krefelds unerlaubt verließ, wurde er sofort verhaftet, was zur Deportation von Mutter und Sohn führte. Klara Heymann wurde am 25. Juni 1943 in das Ghetto Theresienstadt und am 4. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dort starb Klara Heymann. Sohn Werner Heymann überlebte den Holocaust und schrieb später ein Buch über seine Erinnerungen.[29]

Max Hirsch und Johanna Hirsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Hirsch und Johanna Hirsch
Inschriften HIER WOHNTE
MAX HIRSCH
JG. 1873
FLUCHT 1939 HOLLAND
DEPORTIERT
AUSCHWITZ
ERMORDET 22.10.1942


HIER WOHNTE
JOHANNA HIRSCH
GEB. LEVY
JG. 1874
FLUCHT 1939 HOLLAND
DEPORTIERT
AUSCHWITZ
ERMORDET 22.10.1942
Stolperstein für Max Hirsch (Hochstraße 62) Stolperstein für Johanna Hirsch (Hochstraße 62)
Standort: Hochstraße 62 (Ecke Marktstraße) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:

Max Hirsch war Kaufmann und mit Johanna Levy verheiratet. Gemeinsam emigrierten sie 1939 in die Niederlande. Nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen wurden sie ab dem 3./5. Oktober 1942 im Durchgangslager Westerbork interniert und gemeinsam am 19. Oktober 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Mit Datum des 22. Oktober 1942 wurden Max und Johanna Hirsch für tot erklärt.

Meta Hirsch und Rudolf Hirsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meta Hirsch und Rudolf Hirsch
Inschriften HIER WOHNTE
META HIRSCH
GEB. SAMSON
JG. 1880
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
AUSCHWITZ
ERMORDET 1944


HIER WOHNTE
RUDOLF HIRSCH
JG. 1907
FLUCHT 1939
PALÄSTINA
ÜBERLEBT
Stolperstein für Meta Hirsch (Wilhelmshofallee 74) Stolperstein für Rudolf Hirsch (Wilhelmshofallee 74)
Standort: Wilhelmshofallee 74 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Meta Hirsch Geb. Samson, geboren am 18. Oktober 1880 in Essen.[32]
  • Rudolf Hirsch, geboren am 17. November 1907 in Krefeld.

Meta Hirsch wurde am 21. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt und von dort aus am 9. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dort verliert sich ihre Spur... Ihr Sohn Rudolf Hirsch betrieb ein kleines Schuhgeschäft, das Schuhaus Hirsch zunächst am Neumarkt Ecke Hochstrasse, Später zog das Geschäft um. Als Kommunist und Jude war er früh den Repressalien der Nationalsozialisten ausgesetzt. 1938 emigrierte er nach Palästina. Das Schuhhaus Hirsch wurde zwangsarisiert und von einem Angestellten, der der NSDAP angehörte übernommen. Auch nach 1945 bekam Rudolf Hirsch sein Geschäft nicht zurück, ihm wurde sogar die Einreise in die Britische Besatzungszone verweigert. Der neue Eigentümer des Schuhgeschäfts Grüterich behauptete vor Gericht, „das Schuhhaus wäre übertragen worden, weil der Inhaber es so heruntergewirtschaftet habe.“ ...

Im Gedenken an Rudolf Hirsch wurde die Hirschgasse zwischen Königstrasse und Lohstraße nach Rudolf Hirsch benannt.[33]

Dr. Kurt Hirschfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dr. Kurt Hirschfelder
Inschrift HIER WOHNTE
DR. KURT HIRSCHFELDER
JG. 1878
BW
Standort: Ostwall 148 (Hochstraße 62) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum Erstverlegung 19. November 2008 / Neuverlegung 11. Juni 2015
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Dr. Kurt Isidor Hirschfelder, geboren am 11. März 1878 in Rexingen.[34]

Kurt Hirschfelder studierte an den Universitäten in Freiburg, München und Berlin Medizin. 1906 ließ er sich als erster Kinderarzt in Krefeld nieder und richtete dort eine Mütterberatungsstelle ein. Er wohnte und praktizierte im Haus Ostwall 148 und sorgte 1914 für die Eröffnung eines Säuglingsheimes des Krefelder Frauenvereins im Haus Petersstraße 71. Während des Ersten Weltkrieges war er Sanitätsoffizier. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde ihm im April 1933 die Kassenzulassung entzogen und im Dezember 1933 musste er die Leitung des Säuglingsheimes abgeben. Nach der Pogromnacht wurde Dr. Hirschfelder gezwungen, sein Automobil abzugeben und musste in das Haus Hohenzollernstraße 46 umziehen. Im August 1941 zog er in das Haus Westwall 50. Vor seiner Deportation in den Osten setzte Dr. Kurt Hirschfelder seinem Leben am 29. Oktober 1941 ein Ende.[35]

Der ursprünglich am 19. November 2008 verlegte Stolperstein wurde bei Bauarbeiten am Ostwall versehentlich vernichtet. Am 11. Juni 2015 wurde am Ostwall ein neuer Stolperstein im Gedenken an Dr. Kurt Hirschfelder verlegt.[36] Wegen erneuten Bauarbeiten am Ostwall 148 ist der Stolperstein zur Zeit von der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld (Villa Merländer) eingelagert. (Stand Juni 2017).

Dr. Hugo Kaufmann, Georg Kaufmann und Erna Kaufmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dr. Hugo Kaufmann, Georg Kaufmann und Erna Kaufmann
Inschriften HIER WOHNTE
DR. HUGO KAUFMANN
JG. 1873
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
TOT 17.2.1942


HIER WOHNTE
GEORG KAUFMANN
JG. 1921
FLUCHT 1939
ENGLAND
ÜBERLEBT


HIER WOHNTE
ERNA KAUFMANN
GEB. KOOPMANN
JG. 1882
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
AUSCHWITZ
ERMORDET 1944
Stolperstein für Dr. Hugo Kaufmann (Nordwall 75) Stolperstein für Georg Kaufmann (Nordwall 75) Stolperstein für Erna Kaufmann (Nordwall 75)
Standort: Nordwall 75 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Dr. Hugo Kaufmann, geboren am 27. September 1873 in Krefeld.[37]
  • Georg Kaufmann, geboren am 14. Februar 1921 in Düsseldorf.
  • Erna Kaufmann Geb. Koopmann, geboren am 20. August 1882 in Krefeld.[38]

Georg Kaufmann konnte am 11. Februar 1939 nach London emigrieren und überlebte den Holocaust. Seine Eltern Dr. Hugo Kaufmann und seine Frau Erna wurden am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Hugo Kaufmann starb am 16. Februar 1943 im Ghetto Thereienstadt. Erna Kaufmann starb am 9. Oktober 1944 im Vernichtungslager Auschwitz.

Hermann Koppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann Koppel
Inschrift HIER WOHNTE
HERMANN KOPPEL
JG. 1856
EINGEWIESEN
'HEILANSTALT' BENDORF-SAYN
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET 1942
Stolperstein für Hermann Koppel (Kölner Straße 25)
Standort Kölner Straße 25 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Hermann Koppel, geboren am 30. November 1856 in Neukirchen-Vluyn.[39]

Der Metzger Hermann Koppel war mit Josefine Voss verheiratet, gemeinsam hatten sie vier Kinder (u.a. Tochter Else Koppel - siehe Else Müller Roßstraße 249). Hermann Koppel heiratete ein zweites mal. Am 19. Juni 1908 heiratete er Ida Winkler. Hermann Koppel wurde am 1. Dezember 1941 in die Jüdische Heil- und Pflegeanstalt Bendorf-Sayn eingewiesen und von dort aus am 15. Juni 1942 in das Ghetto Izbica deportiert worden. Seine Ehefrau Ida wurde mit dem sogenannten Altentransport im Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. [6]

Sara Koppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sara Koppel
Inschrift HIER WOHNTE
SARA KOPPEL
GEB. FALK
JG. 1859
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET
Stolperstein für Sara Koppel (Uerdinger Straße 109)
Standort Uerdinger Straße 109 (vor Freifläche / Parkplatz) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Sara Klara Koppel Geb. Falk, geboren am 16. Mai 1859 in Krefeld.[40]

Sara Klara Koppel wurde am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt und von dort am 21. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Dort verliert sich ihre Spur... Ihr Sohn Hugo, der eine Firma die Öle und Fette importierte betrieb, wurde nach den Novemberpogromen 1938 verhaftet und im KZ Dachau inhaftiert. Um seine Firma zu „arisieren“ wurde er wieder entlassen. Hugo Koppel und seiner Frau Hilde gelang es mit ihrer Tochter Marion 1939 nach England zu emigrieren. Er arbeitete in Slough als Vertreter für eine Margarinefabrik. Hugo, Hilde und Marion Koppel überlebten den Holocaust.

Wilhelm Rose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Rose
Inschriften HIER WOHNTE
WILHELM ROSE
JG. 1938
DEPORTIERT 1940
AUSCHWITZ
ERMORDET 10.7.1943
Stolperstein für Wilhelm Rose (Glindholzstraße 107)
Standort Glindholzstraße 107 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Wilhelm Rose, geboren am 24. April 1938 in Krefeld.

Wilhelm Rose wurde als „Zigeuner“ verfolgt und am 21. Mai 1943 mit einem Sammeltransport nach Auschwitz deportiert. Wilhelm Rose wurde am 10. Juli 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.

Ingeborg Zander, Karl Zander und Helga Zander[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingeborg Zander, Karl Zander und Helga Zander
Inschriften HIER WOHNTE
INGEBORG ZANDER
JG. 1923
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET


HIER WOHNTE
KARL ZANDER
JG. 1886
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
AUSCHWITZ
ERMORDET 1944


HIER WOHNTE
HELGA ZANDER
JG. 1926
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET
Stolperstein für Ingeborg Zander (Ostwall 48) Stolperstein für Karl Zander (Ostwall 48) Stolperstein für Helga Zander (Ostwall 48)
Standort Ostwall 48 (Ecke Südwall) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 19. November 2008
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Karola Ingeborg Carla Inge Zander, geboren am 30. Dezember 1923 in Krefeld.[41]
  • Karl Zander, geboren am 5. April 1883 in Wanlo.[42]
  • Helga Zander, geboren am 20. März 1926 in Krefeld.[43]

Karl Zander wurde am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt und von dort aus am 6. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, dort verliert sich seine Spur... Seine Töchter Ingeborg und Helga wurden am 22. April 1942 in das Ghetto Izbica deportiert, dort verliert sich auch ihre Spur... Helga und Ingeborg Zander wurden später für tot erklärt.

Willi Conrads[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Conrads
Inschriften HIER WOHNTE
WILLI CONRADS
JG. 1919
EINGEWIESEN 1935
SÜCHTELN-JOHANNISTHAL
'VERLEGT' 1941
HADAMAR
ERMORDET 1941
AKTION T4
Stolperstein für Willi Conrads (Germaniastraße 51)
Standort Germaniastraße 51 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Wilhelm Conrads, geboren am 9. Augst 1911.

Wilhelm „Willi“ Conrads wurde 1935 wegen Schizophrenie in die Heil- und Pflegeanstalt Süchteln-Johannistal eingewiesen und von dort aus am 30. Juni 1941 nach Hadamar verlegt. Die Todesanzeige, ohne genaues Todesdatum, erfolgte am 9. Juli 1941. Wilhelm Conrads wurde im Rahmen der Aktion T4 im Juli 1941 ermordet.

Bruno de Beer, Johanna de Beer, Ida de Beer und Rudolf de Beer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruno de Beer, Johanna de Beer, Ida de Beer und Rudolf de Beer
Inschriften HIER WOHNTE
BRUNO DE BEER
JG. 1887
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???

HIER WOHNTE
JOHANNA DE BEER
GEB. KATZ
JG. 1894
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???

HIER WOHNTE
IDA DE BEER
JG. 1922
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???

HIER WOHNTE
RUDOLF DE BEER
JG. 1925
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???
Stolperstein für Bruno de Beer (Dießemer Straße 89) Stolperstein für Johanna de Beer (Dießemer Straße 89) Stolperstein für Ida de Beer (Dießemer Straße 89) Stolperstein für Rudolf de Beer (Dießemer Straße 89)
Standort Dießemer Straße 89 (Vor dem Spielplatz SpieDie) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber SPD Krefeld-Mitte
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Bruno de Beer, geboren am 20. Mai 1887 in Krefeld.[44]
  • Johanna de Beer Geb. Katz, geboren am 11. Oktober 1894 in Vorst.[45]
  • Ida de Beer, geboren am 6. April 1922 in Krefeld.[46]
  • Rudolf Rudi de Beer, geboren am 6. November 1925 in Krefeld.[47]

Auf dem Gelände Dießemer Straße 89 betrieb Bruno de Beer einen Schrotthandel. Verheiratet war er mit Johanna Katz, gemeinsam hatten sie einen Sohn und eine Tochter. Sohn Rudolf ging wohl in die Lehre und Tochter Ida arbeitete in einem Haushalt. Bruno de Beer wurde vom 17. November 1938 bis zum 1. Dezember 1938 im KZ Dachau inhaftiert. Am 22. April 1942 wurde die gesamte Familie in das Ghetto Izbica deportiert. Dort verliert sich ihre Spur. Die Familie de Beer wurde zum 8. Mai 1945 am 12. April 1950 vom Amtsgericht Krefeld für tot erklärt.[48]

Moritz Frank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moritz Frank
Inschrift HIER WOHNTE
MORITZ FRANK
JG. 1880
ZWANGSARBEIT
KREFELD
TOT 22.8.1942
Stolperstein für Moritz Frank (Lewerentzstraße 21)
Standort Lewerentzstraße 21 (Ecke Gerberstraße) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Der stolperstein erinnert an Moritz Frank, geboren am 9. März 1880 in Krefeld.

Der Kaufmann Moritz Frank war Mitinhaber der Seidenhandlung Hertzmann und Frank an der Neusser Straße. Moritz Frank war mit der nicht-jüdischen Klara Risse verheiratet, gemeinsam bekamen sie noch vor dem Ersten Weltkrieg drei Kinder - Kurt, Herbert und Edith. Im April 1933 kam noch Tochter Ruth dazu. Während des Ersten Weltkrieges war Moritz Frank Soldat und wurde verwundet. Nach den Novemberpogromen 1938 emigrierten Seine Söhne Kurt und Herbert und seiner Tochter Edith nach Ost-Afrika. Als Weltkriegsteilnehmer und durch die sogenannte „Mischehe“ blieb Moritz Frank vor vor einer Deportation geschützt, wurde aber gezwungen von März bis August 1941 in der sogenannten „Judenkolonne“ im Forstwald Zwangsarbeit zu leisten. Krank und geschwächt stirbt Moritz Frank am 22. August 1942 in Krefeld.[49]

Erna Frankenberg und Else Frankenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erna Frankenberg und Else Frankenberg
Inschriften HIER WOHNTE
ERNA FRANKENBERG
JG. 1901
DEPORTIERT 1942
IZBICA
 ???

HIER WOHNTE
ELSE FRANKENBERG
JG. 1903
GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET
FLUCHT IN DEN TOD
20.4.1942
Stolperstein für Else Frankenberg (Nordstraße 15) Stolperstein für Erna Frankenberg (Nordstraße 15)
Standort Nordstraße 15 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Die stolpersteine erinnern an:
  • Erna Frankenberg, geboren am 10. Juli 1901 in Krefeld.[50]
  • Else Frankenberg, geboren am 8. November 1903 in Krefeld.[51]

Else Frankenberg beging nach der Ankündigung ihrer Deportation am 20. April 1942 in Krefeld Selbstmord. Ihre Schwester Erna wurde am 22. April 1942 in das Ghetto Izbica deportiert, dort verliert sich ihre Spur... Zum 8. Mai 1945 wurde Erna Frankenberg 1948 vom Amtsgericht Krefeld für tot erklärt.

Anna Hermes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Hermes
Inschrift HIER WOHNTE
ANNA HERMES
JG. 1919
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ
ERMORDET 5.5.1943
Stolperstein für Anna Hermes (Geldernsche Straße 175)
Standort Geldernsche Straße 175 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Der stolperstein erinnert an Anna Hermes, geboren am 2. Oktober 1919 in Krefeld.[52]

Anna Hermes wurde 1942 in das Vernichtunglager Auschwitz deportiert, dort starb sie am 5. Mai 1943.

Michael Levy, Rosa Levy, Max Levy, Paul Levy, Trude Levy, Hilde Levy und Erich Levy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Levy, Rosa Levy, Max Levy, Paul Levy, Trude Levy, Hilde Levy und Erich Levy
Inschriften HIER WOHNTE
MICHAEL LEVY
JG. 1870
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 12.2.1943


HIER WOHNTE
ROSA LEVY
GEB. GOLDMANN
JG. 1864
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 13.8.1942


HIER WOHNTE
MAX LEVY
JG. 1899
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
AUSCHWITZ


HIER WOHNTE
PAUL LEVY
JG. 1904
FLUCHT 1937
SÜDAFRIKA
ÜBERLEBT


HIER WOHNTE
TRUDE LEVY
GEB. Meyer
JG. 1908
FLUCHT 1937
SÜDAFRIKA
ÜBERLEBT


HIER WOHNTE
HILDE LEVY
GEB. BEHR
JG. 1921
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
BERGEN - BELSEN
ÜBERLEBT


HIER WOHNTE
ERICH LEVY
JG. 1911
FLUCHT 1938
MEXIKO
ÜBERLEBT
Stolperstein für Michael Levy (Neusser Straße 38) Stolperstein für Rosa Levy (Neusser Straße 38) Stolperstein für Max Levy (Neusser Straße 38) Stolperstein für Paul Levy (Neusser Straße 38) Stolperstein für Trude Levy (Neusser Straße 38) Stolperstein für Hilde Levy (Neusser Straße 38) Stolperstein für Erich Levy (Neusser Straße 38)
Standort Neusser Straße 38 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Michael Levy, geboren am 23. Februar 1870 in Krefeld.[53]
  • Rosa Levy Geb. Goldberg, geboren am 9. Juli 1864 in Neuenheerse.[54]
  • Max Levy, geboren am 2. Januar 1899 in Krefeld.[55]
  • Paul Levy, geboren am 18. Juli 1904 in Krefeld.
  • Trude Levy Geb.Meyer, geboren am 6. Februar 1908 in Boppard.
  • Hilde Levy Geb. Behr, geboren am 10. März 1921 in Köln-Holweide.[56]
  • Erich Levy, geboren am 25. April 1911 in Krefeld.

Michael, Rosa, Hilde und Max Levy wurden am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Rosa Levy starb am 13. August 1942 und Michael Levy starb am 12. Februar 1943 im Ghetto Theresienstadt. Max Levy wurde am 6. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz verbracht. Dort verliert sich seine Spur. Max Levy wurde zum 8. Mai 1945, 1950 vom Amtsgericht Krefeld für tot erklärt. Hilde Levy überlebte das KZ Bergen-Belsen und kehrte am 26. Juli 1945 für kurze Zeit nach Krefeld zurück.

Paul und Trude Levy konnten am 22. Januar 1937 nach Johannesburg in Südafrika emigrieren. Erich Levy konnte am 24. Oktober 1938 nach Mexiko auswandern. Paul, Trude und Erich Levy überlebten den Holocaust.

Meta Joseph, Hedwig Willner, Irma de Vries, Liselotte Voss und Edith Willner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meta Joseph, Hedwig Willner, Irma de Vries, Liselotte Voss und Edith Willner
Inschriften HIER WOHNTE
META JOSEPH
GEB. WILLNER
JG. 1909
DEPORTIERT 1941
RIGA
 ???


HIER WOHNTE
HEDWIG WILLNER
GEB. PINS
JG. 1883
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET 1943 IN
AUSCHWITZ


HIER WOHNTE
IRMA DE VRIES
GEB. WILLNER
JG. 1911
FLUCHT 1938 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1942
ERMORDET 1943 IN
AUSCHWITZ


HIER WOHNTE
LISELOTTE VOSS
GEB. WILLNER
JG. 1912
FLUCHT 1938
RHODESIEN
ÜBERLEBT


HIER WOHNTE
EDITH WILLNER
JG. 1914
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET IN
STUTTHOF
Stolperstein für Meta Joseph (Oelschlägerstraße 63) Stolperstein für EHedwig Willner (Oelschlägerstraße 63) Stolperstein für Irma de Vries (Oelschlägerstraße 63) Stolperstein für Liselotte Voss (Oelschlägerstraße 63) Stolperstein für Edith Willner (Oelschlägerstraße 63)
Standort Oelschlägerstraße 63 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Meta Joseph Geb. Willner, geboren am 15. November 1909 in Gladbeck.[57]
  • Hedwig Willner Geb. Pins, geboren am 31. Juli 1883 in Lüdinghausen.[58]
  • Irma de Vries Geb. Willner, geboren am 12. August 1911 in Oedt.
  • Liselotte Voss Geb. Willner, geboren am 31. Juli 1912 in Oedt.
  • Edith Willner, geboren am 27. März 1914 in Oedt.[59]

Hedwig Willner wurde gemeinsam mit ihren Töchtern Meta und Edith am 11. Dezember 1941 in das Ghetto Riga deportiert. Von dort aus wurden sie am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof gebracht. Hedwig Willner starb dort am 10. Januar 1945. Die Schneiderin Meta Joseph starb vermutlich am 27. Dezember 1944, wurde 1956 zum 31. Dezember 1945 vom Amtsgericht Krefeld für tot erklärt. Edith Willner starb vermutlich nach dem 2. November 1943 in Stutthof, sie wurde 1956 zum 31. Dezember 1945 vom Amtsgericht Krefeld für tot erklärt.

Irma de Vries konnte zunächst nach Amsterdam flüchten, wurde nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen im Durchgangslager Westerbork interniert und 1942/43 mit ihrer 2 1/2 jährigen Tochter nach Auschwitz deportiert. Irma de Vries starb vermutlich im Vernichtungslager Sobibor. Am 7. Mai 1951 wurde Irma de Vries vom Amtsgericht Uerdingen zum 8. Mai 1945 für tot erklärt.

Liselotte Voss konnte am 26. Juli 1939 nach Bulawajo in Rhodesien emigrieren. 1966 wurde sie in Deutschland Wiedereingebürgert.

Margarethe Papendell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Margarethe Papendell
Inschrift HIER WOHNTE
MARGARETHE PAPENDELL
JG. 1941
EINGEWIESEN 1943
HEILANSTALT
WALDNIEL-HOSTERT
'KINDERFACHABTEILUNG'
ERMORDET 30.6.1943
Stolperstein für Margarethe Papendell (Inrather Straße 145)
Standort Inrather Straße bei Haus 145 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Lebenshilfe Krefeld e.V.
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Margarethe Papendell, geboren am 9. Juni 1941 in Krefeld.

Margarethe Papendell war das jüngste von 8 Kindern der Eheleute Elisabeth und Jakob Papendell. Aufgrund einer durch einen Unfall ausgelösten Behinderung von Margarethe, wurde sie 1943 in die Heil- und Pflegeanstalt in Bonn untergebracht und später in die Kinderfachabteilung Waldniel, einer Außenstelle der Heil- und Pflegeanstalt Süchteln, verlegt. Als sie eingewiesen wurde war sie gut genährt und gepflegt. Margarethe starb kurz nach ihrem zweiten Geburtstag aufgrund einer „akuten Herz- und Kreislaufschwäche“, so die erhaltene Krankenakte. Historiker gehen davon aus, dass sie keines „normalen“ Todes gestorben ist. Einen Hinweis auf den Grund für Margarethes Einweisung lieferte gegenüber der Westdeutschen Zeitung ihre Schwester Rosemarie Mori, die 1947 geboren wurde. „Ich erinnere mich daran, dass zu Hause manchmal von einem jüdischen Jungen die Rede war.“ In einem Telefongespräch im Frühjahr 2013 bestätigt ihr Bruder Jakob Papendell Rosemaries Hinweis auf den jüdischen Jungen, den die Mutter möglicherweise versteckt hielt: Jakob Papendell, der seit vielen Jahren in Australien lebt: „Mutter hat immer Butterbrote geschmiert für die Judenkinder, die hungerten. Wir hatten selbst nicht viel, aber die waren noch ärmer. Irgendwas war da auch mit einem kleinen jüdischen Jungen. Ein eingeheirateter Onkel hat meiner Mutter damals damit gedroht, sie bei der Gestapo anzuzeigen, wenn sie ihn weiter verstecke.“ [60]

Paul Vogt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Vogt
Inschrift HIER WOHNTE
PAUL VOGT
JG. 1929
EINGEWIESEN 1938
HEILANSTALT
WALDNIEL-HOSTERT
'KINDERFACHABTEILUNG'
ERMORDET 1943
Stolperstein für Paul Vogt (Hohenzollernstraße 2)
Standort Hohenzollernstraße 2 (Ecke Bismarckplatz) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Dezember 2011
Anmerkungen Der stolperstein erinnert an Paul Vogt, geboren 1929 in Krefeld.

Paul Vogt wurde 1938 in die Kinderfachabteilung Waldniel, einer Außenstelle der Heil- und Pflegeanstalt Süchteln eingewiesen, dort starb er 1943.

Elfriede Bruckmann, Thekla Bruckmann, Olga Bruckmann, Albrecht Bruckmann, Mirjam Bruckmann, Sara Marcus, Willy Marcus, Anita Bruckmann, Jenny Bruckmann und Ingeborg Lotte Marcus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elfriede Bruckmann, Thekla Bruckmann, Olga Bruckmann, Albrecht Bruckmann, Mirjam Bruckmann, Sara Marcus, Willy Marcus, Anita Bruckmann, Jenny Bruckmann und Ingeborg Lotte Marcus
Inschriften HIER WOHNTE
ELFRIEDE BRUCKMANN
JG. 1894
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET


HIER WOHNTE
THEKLA BRUCKMANN
JG. 1890
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET


HIER WOHNTE
OLGA BRUCKMANN
JG. 1879
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET


HIER WOHNTE
ALBRECHT BRUCKMANN
JG. 1883
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET


HIER WOHNTE
MIRIJAM BRUCKMANN
GEB. EISNER
JG. 1892
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET


HIER WOHNTE
SARA MARCUS
GEB. BRUCKMANN
JG. 1886
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET


HIER WOHNTE
WILLY MARCUS
JG. 1885
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET


HIER WOHNTE
ANITA BRUCKMANN
JG. 1922
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET


HIER WOHNTE
Jenny BRUCKMANN
JG. 1932
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET


HIER WOHNTE
INGEBORG LOTTE MARCUS
JG. 1923
FLUCHT 1938
ENGLAND
Stolperstein für Elfriede Bruckmann (Südwall 34) Stolperstein für Thekla Bruckmann (Südwall 34) Stolperstein für Olga Bruckmann (Südwall 34) Stolperstein für Albrecht Bruckmann (Südwall 34) Stolperstein für Mirijam Bruckmann (Südwall 34) Stolperstein für Sara Marcus (Südwall 34) Stolperstein für Willy Marcus (Südwall 34) Stolperstein für Anita Bruckmann (Südwall 34) Stolperstein für Jenny Bruckmann (Südwall 34) Stolperstein für Ingeborg Lotte Marcus(Südwall 34)
Standort Südwall 34 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 11. Juni 2015
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Elfriede Bruckmann, geboren am 20. Juni 1894 in Krefeld.[61]
  • Thekla Bruckmann geboren am 9. Dezember 1890 in Krefeld.[62]
  • Olga Bruckmann, geboren am 12. September 1879 in Krefeld.[63]
  • Albrecht Bruckmann, geboren am 8. Januar 1883 in Krefeld.[64]
  • Mirjam Bruckmann Geb. Eisner, geboren am 31. Juli 1892 in Warschau.[65]
  • Sara Marcus Geb. Bruckmann, geboren 1886 in Krefeld.
  • Willy Marcus, geboren 1885.
  • Anita Bruckmann, geboren am 5. Juni 1922 in Krefeld.[66]
  • Jenna Bruckmann, geboren am 21. Juli 1902 in Goch.[67]
  • Ingeborg Lotte Marcus, geboren 1923.

Albrecht Bruckmann war der Sohn des Viehhändlers Salomon Bruckmann und seiner Frau Maria Mayer. Albrecht Bruckmann wurde Seidenwarenhändler und gründete nach dem Ersten Weltkrieg eine Seidenwarenhandlung die er seit 1925 mit seinem Bruder Ludwig im Haus Südwall 61 betrieb. 1892 heiratete er Mirjam Eisner, gemeinsam hatten sie die Kinder Anita, Rudolf und Jenny. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten übersiedelte die Familie im Juni 1933 nach Kopenhagen. Dort starb Sohn Rudolf (geb. 1924) im Februar 1934. Die Familie Bruckmann kehrte wieder zurück nach Krefeld, wo sie ab Juni 1934 im Haus Südwall 34 wohnten. Nach der Pogromnacht 1938 wurde Albrecht Bruckmann verhaftet und im KZ Dachau inhaftiert. Als ehemaliger Frontkämpfer wurde er jedoch sehr bald wieder entlassen. Im September 1939 musste die Familie in das „Judenhaus“ Hubertusstraße 159 umziehen, am 19. August 1941 dann in das „Judenhaus“ Gerberstraße 33. Am 11. Dezember 1941 wurde die Familie Bruckmann in das Ghetto Riga deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist nicht bekannt.

Olga, Thekla und Elfriede Bruckmann waren die Schwestern von Albrecht Bruckmann. Olga Bruckmann war von Beruf Haushälterin, nach einem kurzen Aufenthalt in Breslau kehrte sie 1918 wieder zurück nach Krefeld. Thekla Bruckmann war von Beruf Putzmacherin und lebte kurzzeitig in Geldern. Elfriede Bruckmann war von Beruf Verkäuferin, arbeitete aber auch in der Landwirtschaft. Gemeinsam mit ihrem Bruder Richard gründeten die Schwestern 1919 die Samt- und Seidenstoffhandlung Geschw. Bruckmann, in die 1923 nach dem Ausscheiden von Richard Bruder Leopold eintrat. Leopold Bruckmann trat 1927 wieder aus der Firma aus. Olga, Thekla und Elfriede Bruckmann verlegten nun die Samt- und Seidenwarenhandlung in das Haus Südwall 34, das ihrem Bruder Albrecht gehörte. Ab 1929 wohnten sie auch dort. 1939 wurden sie gezwungen ihr Geschäft aufzugeben und zogen im April 1939 in ihr Elternhaus Hülserstraße 404. Olga Bruckmann war von Mai bis September 1940 in der jüdischen Heil- und Pflegeanstalt Bendorf - Sayn untergebracht. Von dort kehrte sie nach Krefeld zurück. Am 22. April 1942 wurden die Schwestern in das Ghetto Izbica deportiert, dort verliert sich ihre Spur.

Clara Bruckmann war ebenfalls eine Bruckmann-Schwester. Von Beruf war sie Kontoristin und Geschäftsinhaberin. Clara Bruckmann ging 1921 nach Berlin wo sie Willy Marcus heiratete. Tochter Ingeborg Lotte wurde dort 1923 geboren. Im Dezember 1933 kehrte Clara Bruckmann nach Krefeld zurück und zog zu ihren Geschwistern in das Haus Südwall 34. Tochter Ingeborg Lotte und Ehemann Willy folgten 1934. 1938 ging Tochter Ingeborg Lotte für ein halbes Jahr in die Schweiz, nach Montreux und kehrte am 2. November 1938 wieder zurück nach Krefeld, um am 22. Dezember 1938 endgültig nach England in die Grafschaft Essex auszuwandern. Clara Marcus und ihr Mann zogen wie ihre Geschwister im April 1939 in das Haus Hülserstraße 404. Am 18. Dezember 1941 wurden Willy und Clara Marcus nach Riga deportiert. Dort verliert sich ihre Spur.[68]

Elisabeth Erdtmann und Helga Erdtmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Erdtmann und Helga Erdtmann genannt Anja Lundholm
Inschriften HIER WOHNTE
ELISABETH ERDTMANN
GEB. BLUMENTHAL
JG. 1893
GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET
FLUCHT IN DE TOD
7.12.1938


HIER WOHNTE
HELGA ERDTMANN
GENANNT
ANJA LUNDHOLM
JG. 1918
FLUCHT 1941 ITALIEN
VERHAFTET 1943
GEFÄNGNIS INSBRUCK
1943 RAVENSBRÜCK
BEFREIT/ÜBERLEBT
Stolperstein für Elisabeth Erdtmann (Uerdinger Straße 1) Stolperstein für Helga Erdtmann (Uerdinger Straße 1)
Standort Uerdinger Straße 1 (vor Engel-Apotheke) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Schüler und Schülerinnen des Ricarda-Huch-Gymnasium (Krefeld)
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 11. Juni 2015
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Elisabeth Erdtmann Geb. Blumenthal, geboren 1893 in Darmstadt.
  • Helga Erdtmann, geboren am 28. April 1918 in Düsseldorf.

Elisabeth Blumenthal entstammte einer angesehenen jüdischen Familie aus Darmstadt. Verheiratet war sie mit dem aus Oberschlesien stammenden Apotheker Erich Erdtmann. 1913 kam das Ehepaar nach Krefeld, wo Erich Erdtmann die Engel-Apotheke übernahm. Am 28. April 1918 wurde Tochter Helga geboren. Nach 1933 entwickelte sich Erich Erdtmann zum überzeugten Nationalsozialisten und drangsalierte und erniedrigte seine jüdische Ehefrau. Nach Berichten der Tochter wählte Elisabeth Erdtmann am 7. Dezember 1938 den Freitod.

Die Tochter Helga Erdtmann floh 1941 nach Italien und schloss sich dort einer Widerstandsgruppe an. 1943 wurde sie verhaftet und über das Gefängnis Innsbruck in das KZ Ravensbrück verbracht. Im April 1945 gelang es ihr auf einem der „Todesmärsche“ zu fliehen. Helga Erdtmann überlebte den Holokaust und erlangte große Bekanntheit als Schriftstellerin Anja Lundholm. Sie starb am 4. August 2007 in Frankfurt am Main.[69][70]

Albert Italiander, Emma Italiander, Siegfried Italiander, Johanna Wyngaard und Martha Hildach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert Italiander, Emma Italiander, Siegfried Italiander, Johanna Wyngaard und Martha Hildach
Inschriften HIER WOHNTE
ALBERT ITALIANDER
JG. 1860
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 7.10.1943


HIER WOHNTE
EMMA ITALIANDER
GEB. GRÜNEWALD
JG. 1865
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
BEFREIT/ÜBERLEBT


HIER WOHNTE
SIEGFRIED ITALIANDER
JG. 1891
DEPORTIERT 1941
RIGA
ERMORDET DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT


HIER WOHNTE
JOHANNA WYNGAARD
GEB. ITALIANDER
JG. 1893
DEPORTIERT 1941
RIGA
1944 STUTTHOF
ERMORDET 30.12.1944


HIER WOHNTE
MARTHA HILDACH
GEB. ITALIANDER
JG. 1895
DEPORTIERT 1944
THERESIENSTADT
BEFREIT/ÜBERLEBT
Stolperstein für Albert Italiander (Rheinstraße 67) Stolperstein für Emma Italiander (Rheinstraße 67) Stolperstein für Siegfried Italiander (Rheinstraße 67) Stolperstein für Johanna Wyngaard (Rheinstraße 67) Stolperstein für Martha Hildach (Rheinstraße 67)
Standort Rheinstraße 67 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 11. Juni 2015
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Albert Italiander, geboren am 20. Februar 1860 in Krefeld.[71]
  • Emma Italiander Geb. Grünwald, geboren 1866 in Dortmund.
  • Siegfried Italiander, eboren am 6. Mai 1893 in Krefeld.[72]
  • Johanna Wyngaard Geb. Italiander, geboren am 5. April 1893 in Krefeld.[73]
  • Martha Hildach Geb. Italiander, geboren 1895 in Krefeld.

Albert Italiander erlernte bei seinem Vater den Bereuf des Optikers und heiratete 1886 Emma Grünwald. Das Ehepaar bekam vier Kinder. Albert Italiander wurde später Antiquitäten- und Kunsthändler und firmierte zunächst in der Gerberstraße 49, später im Haus Ostwall 147. Albert Italiander war in der jüdischen Gemeine aktiv und leitete den Synagogenchor. Durch wirtschaftliche Schwierigkeiten zog die Familie 1935 in die Wohnung Rheinstraße 67 und betrieb dort den Kunsthandel in der zwei Zimmer Wohnung weiter. 1939 war er gezwungen sein Geschäft aufzugeben. 1940 musste die Familie in das „Judenhaus“ Bogenstraße 73 und 1941 in das „Judenhaus“ Neußerstraße 63a ziehen. Albert und Emma Italiander wurde am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, dort starb Albert Italiander am 7. Oktober 1942 (oder 7. Februar 1943).

Der unverheiratete, zweitälteste Sohn Siegfried war kaufmännischer Angestellter und eine Zeitlang Prokurist bei der Schuhcremefabrik Gebrüder Hertzmann. Tochter Martha heiratete 1924 den katholischen Zahntechniker Karl Hildach, gemeinsam bekamen sie drei Kinder. Die Ehe wurde jedoch 1937 geschieden. Tochter Johanna heiratete im November 1941 Oskar Wyngaard. Am 11. Dezember 1941 wurde Johanna mit ihrem Mann und ihrem Bruder Siegfried in das Ghetto Riga deportiert. Martha Hildach wurde im September 1944 ebenfalls nach Theresienstadt deportiert wo sie ihre Mutter wiedertraf. Martha Hildach und Emma Italiander überlebten den Holocaust und kehrten im Juli 1945 nach Krefeld zurück. Johanna Wyngaard wurde am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof gebracht und starb dort am 30. Dezember 1944. Ihr Mann Oskar starb nach schweren Mißhandlungen bereits im März 1944 im Ghetto Riga. Das weitere Schicksal von Siegfried Italiander ist unbekannt.[74]

Bernhard Sommer und Helene Sommer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernhard Sommer und Helene Sommer
Inschriften HIER WOHNTE
BERNHARD SOMMER
JG. 1888
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
ERMORDET 29.4.1942


HIER WOHNTE
HELENE SOMMER
GEB. MICHEL
JG. 1885
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
ERMORDET 7.5.1942
CHELMNO/KULMHOF
Stolperstein für Bernhard Sommer (Seidenstraße 45) Stolperstein für Helene Sommer (Seidenstraße 45)
Standort Seidenstraße 45 (vor Hofanlage) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Liselotte Lenz, Geb. Sommer (Nichte)
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 11. Juni 2015
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Bernhard Sommer, geboren am 9. Juli 1888 in Krefeld.[75]
  • Helene Sommer Geb. Michel, geboren am 5. Mai 1885 in Mainz.[76]

Bernhard Sommer war Rohproduktenhändler und heiratete 1919 Helene Michel aus Mainz. 1927 kehrte er mit seiner Ehefrau aus Bottrop nach Krefeld zurück. Das Ehepaar wohnte im Hinterhof Seidenstraße 45, zusammen mit seinem Vater Leopold Sommer. 1941 musste das Ehepaar Sommer in das „Judenhaus“ Neußer Straße 63a umziehen. Am 27. Oktober 1941 wurden sie in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Bernhard Sommer starb dort am 29. April 1942. Helene Sommer wurde am 6. Mai 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof gebracht und dort am 7. Mai 1942 ermordet.[77]

Marta Daniels, Kurt Daniels, Ruth Daniels und Werner Daniels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marta Daniels, Kurt Daniels, Ruth Daniels und Werner Daniels
Inschriften HIER WOHNTE
MARTA DANIELS
GEB. DAHL
JG. 1886
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 1944
AUSCHWITZ


HIER WOHNTE
KURT DANIELS
JG. 1913
FLUCHT 1939 BELGIEN
1940 FRANKREICH
INTERNIERT GURS, DRANCY
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ


HIER WOHNTE
RUTH DANIELS
JG. 1914
FLUCHT 1939
ENGLAND


HIER WOHNTE
WERNER DANIELS
JG. 1919
FLUCHT 1939 BELGIEN
1940 FRANKREICH
INTERNIERT GURS
1942 MITGLIED DER
RESISTANCE
Stolperstein für Marta Daniels (Alte Krefelder Straße 39) Stolperstein für Kurt Daniels (Alte Krefelder Straße 39) Stolperstein für Ruth Daniels (Alte Krefelder Straße 39) Stolperstein für Werner Daniels (Alte Krefelder Straße 39)
Standort Alte Krefelder Straße 39 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2016
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Marta Daniels Geb. Dahl, geboren am 4. Januar 1886 in Krefeld.
  • Kurt Daniels, geboren am 14. März 1913 in Krefeld.[78]
  • Ruth Daniels, geboren 1914.
  • Werner Daniels, geboren 1919.

Marta Daniels (geborene Dahl) war die Witwe des Viehhändlers Hermann Daniels, der bereits 1932 starb. Gemeinsam hatten sie die Kinder Kurt, Ruth und Werner. Sohn Kurt hatte eine Lehre im Textilhandel abgeschlossen uns arbeitete in verschiedenen jüdischen Unternehmen. Tochter Ruth hatte die höher Schule absolviert und arbeitete als Sekretärin. Sohn Werner besuchte das Realgymnasium am Moltkeplatz und erhielt, als seine Mutter das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte, ein Stipendium. Im Februar 1939 konnte Werner Daniels noch sein Abitur machen.

Ruth Daniels floh 1939 nach England und erhielt in London eine Anstellung als Krankenschwester. Kurt und Werner Daniels flohen im März 1939, im Abstand einiger Wochen, zu Verwandten nach Belgien. Mutter Marta Daniels zog 1942 nach Wuppertal um sich dort ihren, im Ersten Weltkrieg, erblindeten Bruder zu kümmern. Marta Daniels wurde im selben Jahr in das Ghetto Theresienstadt und von dort 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dort wurde sie 1944 ermordet. Kurt und Werner Daniels flüchteten nach dem Einmarsch der deutschen Truppen nach Südfrankreich und wurden dort als „unerwunschte Ausländer“ im Camp de Gurs interniert. Kurt Daniels wurde über das Sammellager Drancy nach Auschwitz gebracht wo er 1942 ermordet wurde. Werner Daniels konnte aus dem Internierungslager fliehen und schloss sich unter dem Namen René Dizier der Résistance an. Ruth und Werner Daniels überlebten den Holocaust und kehrten nie wieder nach Deutschland zurück.[79]

Alfred Goldstein, Erna Goldstein, Edgar Goldstein und Friedrich-Josef Wihl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred Goldstein, Erna Goldstein, Edgar Goldstein und Friedrich-Josef Wihl
Inschriften HIER WOHNTE
ALFED GOLDSTEIN
JG. 1889
FLUCHT 1935 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1944
BERGEN - BELSEN
ERMORDET 24.12.1944

HIER WOHNTE
ERNA GOLDSTEIN
GEB. WIHL
JG. 1892
FLUCHT 1935 HOLLAND
MIT HILFE
ÜBERLEBT

HIER WOHNTE
FRIEDRICH-JOSEF WIHL
JG. 1889
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1942 CHELMNO/KULMHOF
ERMORDET 8.5.1942

HIER WOHNTE
EDGAR GOLDSTEIN
JG. 1922
FLUCHT 1935 HOLLAND
SCHICKSAL UNBEKANNT
Stolperstein für Alfred Goldstein (Bogenstraße 73) Stolperstein für Erna Goldstein (Bogenstraße 73) Stolperstein für Friedrich-Josef Wihl (Bogenstraße 73) Stolperstein für Edgar Goldstein (Bogenstraße 73)
Standort Bogenstraße 73 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2016
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Alfred Goldstein, geboren am 10. August 1889 in Krefeld.[80]
  • Erna Goldstein Geb. Wihl, geboren am 3. November 1892.
  • Friedrich-Josef Wihl, geboren am 20. Juli 1889 in Krefeld.[81]
  • Edgar Goldstein, geboren am 8. Juni 1922.

Max Gompertz, Ilse Gompertz, Georg Gompertz, Ruth Gompertz und Esther Gompertz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Gompertz, Ilse Gompertz, Georg Gompertz, Ruth Gompertz und Esther Gompertz
Inschriften HIER WOHNTE
MAX GOMPERTZ
JG. 1869
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET


HIER WOHNTE
ILSE GOMPERTZ
GEB. NEUSTADT
JG. 1892
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET


HIER WOHNTE
GEORG GOMPERTZ
JG. 1904
FLUCHT 1938
SHANGHAI


HIER WOHNTE
RUTH GOMPERTZ
VERH: HILLS
JG. 1911
FLUCHT 1938
AUSTRALIEN


HIER WOHNTE
ESTHER GOMPERTZ
VERH: DEVRIES
JG. 1919
FLUCHT 1938
AUSTRALIEN
Stolperstein für Max Gompertz (Uerdinger Straße 412) Stolperstein für Ilse Gompertz (Uerdinger Straße 412) Stolperstein für Georg Gompertz (Uerdinger Straße 412) Stolperstein für Ruth Gompertz (Uerdinger Straße 412) Stolperstein für Esther Gompertz (Uerdinger Straße 412)
Standort Uerdinger Straße 412 (im Schönhausenpark) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Der Hausbesitzer der Villa Schönhausen Gerald Wagener stiftete vier Stolpersteine, den fünten Stolperstein stifteten Schüler und Schülerinnen der Ricarda-Huch-Schule.
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2016
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Max Rudi Gompertz, geboren am 7. März 1869 in Krefeld.[82]
  • Ilse Gompertz Geb. Neustadt, geboren am 3. Februar 1892 in Höxter.[83]
  • Georg Gompertz, geboren am 4. Februar 1904.
  • Ruth Gompertz Verheiratete Hills, geboren am 2. November 1911.
  • Esther GompertzVerheiratete Devries, geboren am 29. Januar 1919.

Der Mützenfabrikant Max Gompertz war mit Rosa Spanier verheiratet, gemeinsam hatten sie vier Kinder. Seine Frau starb 1916. In zweiter Ehe war er mit Ilse Gompertz verheiratet. 1918 erwarben sie die Villa Schönhausen. 1919 wurde Tochter Ruth geboren. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten mussten sie ihr Anwesen 1932/33 an die Stadt Krefeld verkaufen, konnten aber bis 1936 dort wohnen bleiben. Während die Kinder Ruth, Georg und Esther auswandern konnten zogen die Eltern Max und Ilse zunächst in die Elisabethstraße und waren 1941 gezwungen in das Ghettohaus Stadtgarten 12 zu ziehen. Max und Ilse Gompertz wurden am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt und am 26. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Max und Ilse Gompertz wurden später für tot erklärt.

Die beiden Töchter aus erster Ehe überlebten den Holocaust ebenfalls nicht. Henriette Bernheim (Geb. Gompertz) wurde in Auschwitz-Birkenau ermordet. Klara Stern (Geb. Gompertz) beging nach der Zustellung des Deportationsbefehls Selbstmord.[84][85]

Max Mayer, Rosel Mayer, Ruth Mayer, Alfred Mayer und Doris Mayer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Mayer, Rosel Mayer, Ruth Mayer, Alfred Mayer und Doris Mayer
Inschriften HIER WOHNTE
MAX MAYER
JG. 1896
'SCHUTZHAFT' 1938
DACHAU
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1944 BERGEN-BELSEN
BEFREIT
TOT 13.5.1945


HIER WOHNTE
ROSEL MAYER
GEB. KAUFMANN
JG. 1896
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1944 AUSCHWITZ
ERMORDET 1945
STUTTHOF


HIER WOHNTE
RUTH MAYER
JG. 1921
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1944 CHELMNO/KULMHOF
ERMORDET 11.7.1944


HIER WOHNTE
ALFRED MAYER
JG. 1924
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1944 BUCHENWALD
AUSSENLAGER SCHLIEBEN
BEFREIT


HIER WOHNTE
DORIS MAYER
JG. 1924
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1944 AUSCHWITZ
STUTTHOF
ERMORDET AUG. 1944
Stolperstein für Max Mayer (Bruchstraße 31) Stolperstein für Rosel Mayer (Bruchstraße 31) Stolperstein für Ruth Mayer (Bruchstraße 31) Stolperstein für Alfred Mayer (Bruchstraße 31) Stolperstein für Doris Mayer (Bruchstraße 31)
Standort Bruchstraße 31 (vor Freifläche/Parkplatz) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2016
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:

Das Ehepaar Max und Rosel Mayer wohnte ursprünglich in Lank, dort wurden auch die Kinder Ruth, Alfred und Doris geboren. 1930 eröffnete Max Mayer in Uerdingen sein eigenes Ladengeschäft. Seine Frau Rosel, eine gelernte Putzmacherin, stand als „mithelfende Familienangehörige“ mit hinter der Ladentheke. Max Mayer wurde während der Novemberpogrome 1938 verhaftet und am 17. November 1938 im KZ Dachau inhaftiert. Am 10. Dezember 1938 wurde er aus dem Lager entlassen, um seinen Betrieb zu verkaufen. Danach musste Max Mayer Zwangsarbeit im Tiefbau leisten. Die Familie Mayer wurde am 27. Oktober 1941 in das Ghetto Łódź/Litzmannstadt deportiert. Kurz vor Auflösung des Ghettos Łódź/Litzmannstadt wurde die Familie Mayer in Konzentrationslager deportiert.

Max Mayer kam im August 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz und anschließend in das KZ Bergen-Belsen dort starb er, nach seiner Befreiung, am 13. Mai 1945.
Rosel Mayer kam im August 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz und anschließend in das KZ Stutthof, dort verliert sich ihre Spur.
Ruth Mayer kam am 10. Juli 1944 in das Vernichtungslager Kulmhof, dort starb sie am 11. Juli 1944.
Doris Mayer kam im August 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz und am 28. August 1944 in das KZ Stutthof, dort starb sie.
Alfred Mayer kam im August 1944 in das Kz Buchenwald - Außenlager Schlieben, dort wurde er befreit.[90]

Karl Merländer und Richard Merländer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Merländer und Richard Merländer
Inschriften HIER WOHNTE
KARL MERLÄNDER
JG. 1867
OPFER DES POGROMS 1938
MISSHANDELT
TOT AN DEN HAFRFOLGEN
25.12.1938


HIER WOHNTE
RICHARD MERLÄNDER
JG. 1874
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET
Stolperstein für Karl Merländer (Friedrich-Ebert-Straße 42) Stolperstein für Richard Merländer (Friedrich-Ebert-Straße 42)
Standort Friedrich-Ebert-Straße 42 (vor Villa Merländer) (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2016
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:

Richard und Samuel Merländer waren die Söhne des Kaufmanns Bendix Merländer (1833–1897) und seiner Frau Johanne Levy (1834–1911). Gemeinsam hatten sie zwei Schwestern (Charlotte, geb. 1866 und Helene, geb. 1869) und noch einen Bruder (Max, geb. 1871). Die Eltern führten in Mülheim eine Kurzwarenhandlung, später ein Geschäft für Damenkonfektionsware. Richard Merländer wurde wie sein Vater Kaufmann und gründete 1904 gemeinsam mit Siegfried Strauß und Hermann Heymann die Samt- und Seidenstoffgroßhandlung Merländer, Strauß & Co. 1905 zog Richard Merländer von Mülheim nach Krefeld.

Zwischen 1924 und 1925 ließ sich Richard Merländer die Villa Merländer als sein privates Wohnhaus an der Friedrich-Ebert-Straße in Krefeld bauen. Einen Raum des neuen Hauses ließ sich Merländer vom Krefelder Künstler Heinrich Campendonk mit Wandgemälden verzieren.

Um 1928 zog sein Bruder Samuel, der seinen Namen in Karl ändern ließ, als Rentner in die Villa Merländer. Zuvor war Karl Merländer als Vertreter in Berlin tätig gewesen.

Weil Richard Merländer Homosexuell und jüdischer Abstammung war, wurde er nach 1933 von Nationalsozialisten verfolgt. 1938 musste Richard Merländer seine Firma aufgeben; sein Vermögen wurde beschlagnahmt. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Villa Merländer verwüstet und die Brüder Misshandelt. Karl Merländer erlitt einen „Herzbänderriss“ und starb am 25. Dezember 1938 im Uerdinger Krankenhaus an den Folgen der Pogromnacht. Er hinterließ einen Sohn (Kurt, geb. 1898) der später emigrieren konnte.

Richard Merländer musste schließlich sein Haus verkaufen, doch auch über den Erlös daraus konnte er nicht frei verfügen. 1941 musste er deshalb in das „Judenhaus“ Bismarckstraße 118 und am 23. Juli 1942 in ein Zimmer in der Pension in der Hubertusstraße 68 ziehen. Von dieser Adresse ist ein letzter Brief von Richard Merländer an seinen Lebensgefährten Ludwig Hagemes in Berlin erhalten. Am 25. Juli 1942 wurde Richard Merländer in das KZ Theresienstadt deportiert und im September 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Mit Beschluss des Amtsgerichts Krefeld vom 11. Dezember 1950 wurde Richard Merländer zum 8. Mai 1945 für tot erklärt.[92]

Heinrich Plum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Plum
Inschrift HIER WOHNTE
HEINRICH PLUM
JG. 1903
IM WIDERSTAND / KPD
'SCHUTZHAFT' 1933
ZUCHTHAUS ANRATH
1934 ZUCHTHAUS
LÜTTRIGHAUSEN, CELLE
1939 BUCHENWALD
BEFREIT
Stolperstein für Heinrich Plum (Lohstraße 58)
Standort Lohstraße 58/60 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 16. Februar 2016
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Heinrich Plum, geboren am 6. Oktober 1903.

Der Arbeiter Heinrich (Heiner) Plum war Knecht und später Steinformer. Als Mitglied und politischer Leiter der KPD wurde er bereits 1933 unter „Schutzhaft“ gestellt und interniert. Im September desselben Jahres wurde er auf „Ehrenwort“ wieder entlassen. Sein weiteres wirken im kommunistischen Widerstand wurde jedoch verraten und er wurde zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Er verbüßte seine Haftstrafe in den Zuchthäusern Anrath, Lüttringhausen und Celle. Nach seiner Entlassung 1939 wurde er am Krefelder Bahnhof direkt von der Gestapo wieder verhaftet und in das KZ Buchenwald deportiert. Mehrere seiner Entlassungsgesuche wurden abgelehnt. 1945 wurde er durch amerikanischen Soldaten befreit.

Heinrich (Heiner) Plum litt schwer an den Haftfolgen und starb am 24/25. August 1950 in Krefeld.[79]

Dr. Ernst Ascher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dr. Ernst Ascher
Inschrift HIER WOHNTE
DR. ERNST ASCHER
JG. 1876
BERUFSVERBOT 1938
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1944 AUSCHWITZ
ERMORDET
Stolperstein für Dr. Ernst Ascher (Hohenzollernstraße 24)
Standort Hohenzollernstraße 24 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 8. Mai 2017
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Ernst Ascher, geboren am 12. Januar 1876 in Jastrow.

Dem Arzt Dr. Ernst Ascher wurde 1938 die Approbation entzogen und er erhielt Berufsverbot. Am 25. Juli 1942 wurde er in das Ghetto Theresienstadt und am 15. Mai 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dort verliert sich seine Spur...[93][94]

Hermann Goldschmidt und Jeanette Goldschmidt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann Goldschmidt und Jeanette Goldschmidt
Inschriften HIER WOHNTE
HERMANN
GOLDSCHMIDT
JG. 1872
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 16.12.1943


HIER WOHNTE
JEANETTE
GOLDSCHMIDT
GEB. LEVEN
JG. 1866
GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET
TOT 22.10.1939
Stolperstein für Hermann Goldschmidt (Niederstraße 38) Stolperstein für Jeanette Goldschmidt (Niederstraße 38)
Standort Niederstraße 38 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 8. Mai 2017
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Jeanette Goldschmidt, Geb. Leven, geboren 1866.
  • Hermann Goldschmidt, geboren 1872.

Hermann Goldschmidt war mit Jeanette Leven verheiratet. Seine Frau Jeanette Goldschmidt verstarb am 22. Oktober 1939 und wurde auf dem jüdischen Friedhof beerdigt. Der Witwer Hermann Goldschmidt wurde 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, dort starb er am 16. Dezember 1943.[94]

Auguste Hertz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auguste Hertz
Inschrift HIER WOHNTE
AUGUSTE HERTZ
JG. 1859
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 23.9.1942
Stolperstein für Auguste Hertz (Nordwall 80)
Standort Nordwall 80 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber Pfarrer Goll aus der Schweiz
Finanzierung Spenden
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 8. Mai 2017
Anmerkungen Der Stolperstein erinnert an Auguste Hertz, geboren am 15. August 1859 in Krefeld.

Die unverheiratete Auguste Hertz wurde am 25. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort starb sie am 23. September 1942 an Entkräftung.[95]

Anna Herz, Hedwig Herz, Hermann Herz, Elisabeth Herz und Antonie Coppel, Alfred Coppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Herz, Hedwig Herz, Hermann Herz, Elisabeth Herz und Antonie Coppel, Alfred Coppel
Inschriften HIER WOHNTE
ANNA HERZ
GEB. KAUFMANN
JG. 1873
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET


HIER WOHNTE
HERMANN HERZ
JG. 1899
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET

HIER WOHNTE
ELISABETH HERZ
GEB. KATZ
JG. 1902
DEPORTIERT 1942
IZBICA
ERMORDET

HIER WOHNTE
ALFRED COPPEL
JG. 1909
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1944 AUSCHWITZ
ERMORDET 15.11.1944
DACHAU

HIER WOHNTE
ANTONIE COPPEL
GEB. HERZ
JG. 1903
DEPORTIERT 1941
ŁODZ/LITZMANNSTADT
1944 AUSCHWITZ
ERMORDET 1.12.1944
STUTTHOF

HIER WOHNTE
HEDWIG HERZ
JG. 1916
FLUCHT1939
ENGLAND
Stolperstein für Anna Herz (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Hermann Herz (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Elisabeth Herz (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Antonie Coppel (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Alfred Coppel (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Hedwig Herz (Bahnhofstraße 48)
Standort Bahnhofstraße 48 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 8. Mai 2017
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Anna Herz Geb. Kaufmann, geboren am 20. Mai 1873 in Heilbronn[96]
  • Hermann Herz, geboren am 7. Dezember 1899 in Uerdingen[97]
  • Elisabeth Herz Geb. Katz, geboren 1902
  • Alfred Coppel, geboren am 1. September 1909 in Neukirchen-Vluyn[98]
  • Antonie Coppel Geb. Herz, geboren am 29. April 1903 in Krefeld[99]
  • Hedwig Herz, geboren 1916

Rudolf Müller und Sophie Müller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Müller und Sophie Müller
Inschriften HIER WOHNTE
RUDOLF MÜLLER
JG. 1868
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1943
SOBIBOR
ERMORDET 1943


HIER WOHNTE
SOPHIE MÜLLER
GEB. HIRSCH
JG. 1877
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1943
SOBIBOR
ERMORDET 1943
Stolperstein für Rudolf Müller (Hohenzollernstraße 79) Stolperstein für Sophie Müller (Hohenzollernstraße 79)
Standort Hohenzollernstraße 79 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 8. Mai 2017
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:

Der Krefelder Krawattenfabrikant Rudolf Müller und seine Frau Sophie erlebten die Novemberpogrome 1938 im eigenen Haus in der Hohenzollernstraße 79. Ihre Möbel und Geschirr wurden zertrümmert und aus den Fenstern geworfen, Bilder zerschnitten. Im Anschluss musste die Krawattenfabrik zwangsverkauft werden. Mit Hilfe ihres Sohnes konnten sie am 1. August 1939 in die Niederlande emigrieren. Nach der Besetzung durch die deutschen Truppen wurden sie im Durchgangslager Westerbork interniert und am 6. Juli 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert. Dort starben sie am 9. Juli 1943.[94]

Leopold Spanier und Rosa Spanier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leopold Spanier und Rosa Spanier
Inschriften HIER WOHNTE
LEOPOLD SPANIER
JG. 1871
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1943
SOBIBOR
ERMORDET 1943


HIER WOHNTE
ROSA SPANIER
GEB. LEVEN
JG. 1877
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1943
SOBIBOR
ERMORDET 1943
Stolperstein für Leopold Spanier (Hohenzollernstraße 46) Stolperstein für Rosa Spanier (Hohenzollernstraße 46)
Standort Hohenzollernstraße 46 (Standort)
Initiator, Stifter bzw. Auftraggeber
Finanzierung
Enthüllungs-/ Einweihungsdatum 8. Mai 2017
Anmerkungen Die Stolpersteine erinnern an:
  • Rosa Ruth Spanier Geb. Leven, geboren am 25. März 1877 in Krefeld.[102]
  • Leopold Spanier, geboren am 14. Juli 1871 in Paderborn.[103]

Rosa und Leopold Spanier wurde 1937 der Mietvertrag für ihr Geschäft durch die Stadt Krefeld gekündigt, wenig später verloren sie auch ihre Wohnung in der Hohenzollernstraße 46. Am 9. Januar 1939 floh das Ehepaar in die Niederlande. Nach der Besetzung durch die deutschen Truppen wurden sie im Durchgangslager Westerbork interniert und am 4. Mai 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert. Dort starben sie am 7. Mai 1943.[94]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stolpersteine in Krefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westdeutsche Zeitung 24. März 2006: Stolpersteine: Kompromiss gefunden
  2. Artikel vom 29. November 2008 (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive)
  3. rp-online.de (vom 12. Dezember 2006): Erste Stolpersteine erinnern an NS-Opfer, abgerufen am 11. Juni 2017
  4. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Müller, Else
  5. Schülerzeitung der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Krefeld (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive)
  6. a b villamerlaender.de: IV_2016 | Roßstr. 249 | Für Else Müller, abgerufen am 12. Juni 2017
  7. villamerlaender.de: VI_2016 | Paula Billstein | Ritterstraße 189 , abgerufen am 17. Juni 2017
  8. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Frank, Eugen
  9. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Frank, Luise
  10. Krefelder Juden. Krefelder Studien 2, 1981, Seite 290
  11. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Daniels, Arthur
  12. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Daniels, Marta
  13. Juden in der Zeit des Nationalsozialismus, Krefeld 1988, Seite 98 und Krefelder Juden. Krefelder Studien 2, 1981, S. 281.
  14. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Daniel, Jakob
  15. Krefelder Juden. Krefelder Studien 2, 1981, S. 281.
  16. a b c d NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld, Dr. Ingrid Schupetta
  17. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Alexander, Ruth
  18. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Alexander, Olga
  19. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Alexander, Ilse
  20. Krefelder Juden. Krefelder Studien 2, 1981, S. 262 und 386.
  21. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Dannenberg, Josef Joseph
  22. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Dannenberg, Else
  23. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Davids, Berta
  24. Werner Mellen: Juden in Krefeld-Hüls. Krefeld 2003, ISBN 3-935526-04-0
  25. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Davids, Valentin
  26. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Davids, Hedwig
  27. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Frank, Clementine
  28. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Heymann / van Hoffs, Klara
  29. spd-krefeld.de: Stolpersteine in Krefeld - Rundgang mit Frau Dr. Ingrid Schupetta, abgerufen am 11. Juni 2017
  30. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Hirsch, Max
  31. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Hirsch, Johanna
  32. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Hirsch, Meta
  33. Antifaschistischer Stadtrundgang 2011 (PDF), abgerufen am 16. Juni 2017
  34. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Hirschfelder, Kurt Isidor
  35. rp-online.de (vom 12. Juni 2015): Der jüdische Arzt Kurt Hirschfelder, abgerufen am 15. Juni 2017
  36. rp-online.de (vom 11. Juni 2015): Gedenksteine für NS-Opfer: Künstler soll 26 Euro Gebühr an Stadt zahlen, abgerufen am 15. Juni 2017
  37. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Kaufmann, Hugo
  38. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Kaufmann, Erna
  39. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Koppel, Hermann
  40. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Koppel, Sara Clara Klara
  41. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Zander, Karola Ingeborg Carla Inge
  42. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Zander, Karl
  43. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Zander, Helga
  44. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Beer, Bruno de
  45. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Beer, Johanna de
  46. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Beer, Ida de
  47. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Beer, Rudolf Rudi de
  48. spd-krefeld-mitte.de (vom 19. Dezember 2011): SPD-Mitte-Vorstandsmitglieder übernehmen Patenschaft für Stolpersteine, abgerufen am 15. Juni 2017
  49. villamerlaender.de: Lewerentzstr. 21 | Die Geschichte von Moritz Frank, abgerufen am 12. Juni 2017
  50. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Frankenberg, Erna
  51. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Frankenberg, Else
  52. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Hermes, Anna
  53. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Levy, Michael
  54. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Levy, Rosa
  55. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Levy, Max
  56. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Levy, Max
  57. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Joseph, Meta
  58. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Willner, Hedwig
  59. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Willner, Edith
  60. Egon Traxler: Ein Stolperstein erinnert auch an das Bombeninferno vor 70 Jahren im Juni 1943.- Die Heimat, S. 138–141; Krefeld 2012
  61. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bruckmann, Elfriede
  62. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bruckmann, Thekla
  63. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bruckmann, Olga
  64. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bruckmann, Albrecht
  65. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bruckmann, Mirjam
  66. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bruckmann, Anita
  67. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Bruckmann, Jenny
  68. rp-online.de (vom 12. Juni 2015): Seidenweberfamilie Bruckmann, abgerufen am 10. Juni 2017
  69. rp-online.de (vom 15. Februar 2017): Erinnerungen an Anja Lundholm, abgerufen am 10. Juni 2017
  70. rp-online.de (vom 12. Juni 2015): Die Apothekerfrau Elisabeth Erdtmann, abgerufen am 10. Juni 2017
  71. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Italiander, Albert
  72. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Italiander, Siegfried
  73. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Wyngaard, Johanna
  74. rp-online.de (vom 12. Juni 2015): Familie Italiander - engagierte Juden, abgerufen am 9. Juni 2017
  75. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Sommer, Bernhard
  76. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Sommer, Helene
  77. rp-online.de (vom 12. Juni 2015): Steine gegen das Vergessen, abgerufen am 11. Juni 2017
  78. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Daniels, Kurt
  79. a b rp-online.de (vom 15. Februar 2016): Künstler verlegt Steine zu Erinnerung an NS-Opfer, abgerufen am 5. Juni 2017
  80. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Goldstein, Alfred
  81. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Wihl, Friedrich Joseph Josef
  82. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Gompertz, Max Rudi
  83. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Gompertz, Ilse
  84. rp-online.de (vom 17. Februar 2016): Uerdingens erste Stolpersteine, abgerufen am 5. Juni 2017
  85. villamerlaender.de: Stolpersteine für Krefeld, abgerufen am 5. Juni 2016
  86. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Mayer, Max
  87. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Mayer, Rosel Rosalie
  88. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Mayer, Ruth
  89. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Mayer, Doris
  90. villamerlaender.de: Stolpersteine für Krefeld, abgerufen am 5. Juni 2016
  91. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Merlaender, Richard
  92. Ingrid Schupetta: Richard Merländer, Seidenhändler aus Krefeld - Nachforschungen über einen Unbekannten (PDF), abgerufen am 16. Juni 2017
  93. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Ascher, Ernst
  94. a b c d rp-online.de (vom 9. Mai 2017): Stolpersteine für die Fragen der Jugend, abgerufen am 5. Juni 2017
  95. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Hertz, Auguste Sara
  96. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Herz, Anna
  97. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Herz, Hermann
  98. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Coppel, Alfred
  99. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Coppel, Antonie
  100. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Müller, Rudolf Rudolph
  101. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Müller, Sophie Sofie
  102. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Spanier, Rosa Ruth
  103. bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Spanier, Leopold