Liste der Stolpersteine in München

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Verlegung von 13 neuen Stolpersteinen in der Ickstattstraße 13, Juni 2017

Die Liste der Stolpersteine in München enthält die auf Privatgrund verlegten Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunstprojekts von Gunter Demnig in München verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in München lebten und wirkten. Der Münchner Stadtrat beschloss 2015, dass auf öffentlichem Grund keine Stolpersteine verlegt werden.[1] Deshalb gibt es über die auf Privatgrund verlegten Stolpersteine hinaus eine hohe Zahl an nicht verlegten Stolpersteinen für München, die zu einem kleinen Teil in Ausstellungen zu sehen sind. Die Mehrzahl ist jedoch eingelagert.[2]

Bislang wurden 90 Stolpersteine in sieben Stadtbezirken verlegt. Hier noch nicht erfasst sind die Verlegungen von Juni und Oktober 2017 und vom November 2018.[3] Drei weitere Stolpersteine sind im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten ausgestellt.[4] Die restlichen Stolpersteine werden in einem Keller verwahrt.

Verlegte Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM

Altstadt-Lehel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Standort Leben
Stolperstein für Else Basch (München).jpg
HIER WOHNTE
ELSE BASCH
GEB. ORDENSTEIN
JG. 1878
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 18.6.1944
Widenmayerstraße 16 (Eingang Liebigstraße)
Else Basch, geboren am 4. August 1878 in Nürnberg. Ihre Eltern waren Josef Ordenstein, ein Hopfenhändler am Tegernsee und später in München, und Ida geb. Lauchheimer. Sie hatte drei Geschwister, Ludwig (geboren am 25. April 1877 in Nürnberg), Frieda (geboren 1881) und Richard (geboren 14.12.1862, verstorben 28.02.1914). Sie heiratete am 20. Januar 1902 in Nürnberg den Fabrikanten Julius Basch (siehe unten) und übersiedelte nach München. Das Paar hatte einen Sohn, Ernst (siehe unten), und wohnte in der Steinsdorfstraße 15. Else und Julius Basch erwarben das Geschäftshaus Zum schönen Turm in der Kaufingerstrasse, welches heute als Hirmer-Haus bekannt ist.
Der arisierte Familienbesitz in der Kaufingerstraße
Im Jahr 1926 übersiedelte die Familie in die Widenmayerstraße 16. Ihr Ehemann wurde 1938 ins KZ Dachau verschleppt. Er verstarb am 1. Oktober 1940 in München. Nach dem Verlust ihrer Wohnung wurde Else Basch im November 1941 in das Krankenheim der Israelitische Kultusgemeinde aufgenommen. Am 11. Juni 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie am 18. Juni 1944 ums Leben gebracht wurde.[5]

Ihr Sohn konnte rechtzeitig emigrieren. Ihr Bruder Ludwig Ordenstein, Kaufmann und ledig, wurde bereits am 22. August 1942 in Theresienstadt ermordet. Für ihn wurde ein Stolperstein angefertigt (Landwehrstr. 22), der noch aufbewahrt wird.[5]

Stolperstein für Ernst Basch (München).jpg
HIER WOHNTE
ERNST BASCH
JG. 1909
FLUCHT 1935
USA
Widenmayerstraße 16 (Eingang Liebigstraße)
Ernst Basch, geboren am 11. März 1909 in München, war der Sohn von Julius Basch und Else geb. Ordenstein. Er studierte Jura in Berlin, wurde jedoch wegen seiner Herkunft nicht in den Justizdienst aufgenommen. „Basch erkannte rasch, welche Gefahr von den Nazis ausging.“[6] Er und seine Frau flohen bereits im Frühjahr 1933 in die Vereinigten Staaten. Ernst Basch versuchte auch seine Eltern zur Flucht zu bewegen, freilich vergebens. 1937 veröffentlichte er unter dem Pseudonym E.B. Ashton – um die Eltern zu schützen – in London und New York den mehr als 300 Seiten starken Band The fascist: his state and his mind.[7] 1949 forderte er die Rückstellung des einstigen Besitzes seiner Eltern, einigte sich jedoch mit der Allianz, die das Geschäftshaus der Eltern 1940 gekauft hatte, auf eine Ausgleichszahlung.[8] Er arbeitete als Schriftsteller und Übersetzer in der Nähe von New York und verstarb am 20. Februar 1983.
Stolperstein für Julius Basch (München).jpg
HIER WOHNTE
JULIUS BASCH
JG. 1876
VERHAFTET 1938
DACHAU
1940 ZWANGSVERKAUF
DES BESITZES
GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET
TOT 1940
Widenmayerstraße 16 (Eingang Liebigstraße)
Julius Basch, geboren am 15. Januar 1876 in München, war der Sohn von Ludwig Basch, eines Kaufmanns, und Maria geb. Löwenmeyer. Er wurde Kaufmann und Fabrikant und heiratete am 20. Januar 1902 in Nürnberg Else geb. Ordenstein. Das Paar hatte einen Sohn, Ernst (siehe oben), und wohnte in der Steinsdorfstraße 15. Im Jahr 1926 übersiedelte die Familie in die Widenmayerstraße 16. Julius Basch und seine Frau erwarben das Geschäftshaus Zum schönen Turm in der Kaufingerstraße. 1935 emigrierte Sohn Ernst in die USA. 1938, nach den Novemberpogromen, wurde Julius Basch in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. „Auf Entlassung konnte in solchen Fällen nur hoffen, wer glaubhaft versicherte, umgehend aus Deutschland zu emigrieren. Damit waren erhebliche Kosten für die Auswanderung und für eine Vielzahl diskriminierender Abgaben und Sondersteuern verbunden.“[8] Das Geschäftshaus in der Kaufingerstraße wurde in der Folge „arisiert“, ebenso die darin untergebrachte Textilhandelsgesellschaft Bamberger & Herz. Julius Basch verstarb am 1. Oktober 1940 in München. Die Todesursache ist unbekannt.[5]

Seine Ehefrau wurde im Juni 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt ums Leben gebracht. Sein Sohn konnte überleben.

Stolperstein für Klara Strauss (München).jpg
HIER WOHNTE
KLARA STRAUSS
GEB. MARX
JG. 1875
GEDEMÜTIGT / ENTRECHTET
FLUCHT IN DEN TOD
7.11.1941
Widenmayerstraße 16 (Eingang Liebigstraße)
Klara Strauss, geb. Marx wurde am 18. April 1875 in Mannheim geboren. Ihre Eltern waren der Industrielle Adolf Marx und Frieda geb. Wolff. Am 22. Juli 1900 heiratete sie den Industriellen Siegfried Strauss (1863–1930) aus München. Das Paar lebte ab Mai 1911 in der Widenmayerstraße 16 / III. Die Witwe wurde im Juni 1939 gezwungen, ihre Wohnung abzugeben und in Sammelquartiere zu ziehen, zuerst in der Gedonstraße, danach in der Leopoldstraße. Am 7. November 1941 nahm sich Klara Strauss das Leben, um der Deportation zu entgehen.[9]

Au-Haidhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Standort Leben
HIER WOHNTE
DR. ANTON BRAUN
JG. 1910
EINGEWIESSEN 1938
HEILANSTALT EGLFING-HAAR
'VERLEGT' 24.10.1940
SCHLOSS HARTHEIM
ERMORDET 24.10.1940
'AKTION T 4'
Franziskanerstraße 41 Dr. Anton Braun
Mariahilfstraße 9 Heinrich Goldstein
Mariahilfstraße 9 Hilda Goldstein
Zeppelinstraße 16 Isaak Gordin
Zeppelinstraße 16 Jakob Gordin
Zeppelinstraße 16 Maila Gordin
Zeppelinstraße 16 Nahum Gordin
Zeppelinstraße 16 Wolfgang Gordin
Mariahilfstraße 7 Josephine Hamberger
Mariahilfstraße 7 Ludwig Hamberger
Mariahilfstraße 7 Dora Helbing
Mariahilfstraße 7 Friedrich David Helbing
Stolperstein für Viktoria Klimm (München).jpg
HIER WOHNTE
VIKTORIA KLIMM
JG. 1885
ZEUGIN JEHOVAS
VERHAFTET 1936
FLUGBLATTAKTION
1937 MORINGEN
RAVENSBRÜCK
ERMORDET 16.12.1942
Entenbachstraße 45
Viktoria Klimm wurde am 21. Dezember 1885 im schwäbischen Irsee (nahe Kaufbeuren) geboren. Sie war Zeugin Jehovas und wurde am 23. Juli 1936 zum ersten Mal verhaftet, weil sie den Hitlergruß verweigerte. Nach ihrer Freilassung nahm sie an einer reichsweiten Flugblattaktion, die am 12. Dezember 1936 von den Zeugen Jehovas organisiert wurde, teil. Sie wurde erneut verhaftet und zuerst in das KZ Moringen verschleppt, in der Folge nach Lichtenburg und Ravensbrück. Am 1. Juli 1942 wurde sie schließlich ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo sie am 16. Dezember 1942 vom NS-Regime ermordet wurde.[10]

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Standort Leben
Stolperstein für Eugenie Benario (München).jpg
HIER WOHNTE
EUGENIE BENARIO
GEB. GUTMANN
JG. 1876
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 18.1.1943
Haydnstraße 12
Eugenie Benario, geb. Gutmann wurde am 6. September 1876 in Nürnberg geboren. Ihre Eltern waren der Bankier Ignaz Gutmann und Olga geb. Hellmann. Am 2. April 1900 heiratete sie den Anwalt und Schriftsteller Leo Benario (20. September 1869 in Marktbreit – 11. Februar 1933 in München). Das Paar hatte drei Kinder, alle in München geboren: Otto (siehe unten), Oskar (geb. am 20. August 1905) und Olga (geb. am 12. Februar 1908). Ab April 1915 lebte die Familie in der Jakob-Klar-Straße 1. Ihr Mann war ein bekannter Sozialdemokrat und verfasste eine Reihe sozialkritischer Werke, darunter 1908 die Studie Die Wucherer und ihre Opfer.[11] Ihre Tochter Olga schloss sich den Kommunisten an und absolvierte eine militärische Ausbildung in der Sowjetunion. Dort lernte sie Hauptmann Luís Carlos Prestes kennen, einen brasilianischen Kommunistenführer, wurde dessen Leibwächterin und Geliebte. Sie soll Prestes in Moskau geheiratet haben, doch ist dies nicht verbürgt. Nach ihrer Beteiligung an einem Umsturzversuch in Brasilien wurde sie verhaftet und von der brasilianischen Regierung an das NS-Regime ausgeliefert. Sie, kam hochschwanger in Deutschland an und gebar ihre Tochter, Anita Leocádia Prestes, am 27. November 1936 in einem Berliner Gefängnis. Später wurde sie in das KZ Ravensbrück deportiert und am 23. April 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet.[12]

Am 11. Juli 1942 wurden Eugenie Benario und ihr Sohn Otto mit dem Transport II/14 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transport­nummern waren 663 und 664. Sie wurde am 18. Januar 1943 vom NS-Regime in Theresienstadt ermordet.[13][14]

Ihr Sohn Otto wurde im September 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Die kleine Enkeltochter Anita konnte die Shoah überleben und wurde eine bekannter Historikerin.

Stolperstein für Otto Max Wilhelm Benario (München).jpg
HIER WOHNTE
OTTO MAX WILHELM
BENARIO
JG. 1901
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN AUSCHWITZ
Haydnstraße 12
Otto Max Wilhelm Benario wurde am 27. Januar 1901 in München geboren. Seine Eltern waren der Rechtsanwalt und Schriftsteller Leo Benario (1869–1933) und Eugenie geb. Gutmann (siehe oben). Er hatte einen Bruder, Oskar (geboren am 20. August 1905), und eine Schwester Olga (1908–1942). Er war Bankangestellter und unverheiratet. Ab April 1915 lebte die Familie in der Jakob-Klar-Straße 1. Am 10. Juli 1942 wurden Otto Benario und seine Mutter mit dem Transport II/14 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 663 und 664. Seine Mutter wurde dort am 18. Januar 1943 vom NS-Regime ermordet. Otto Benario wurde am 29. September 1944 mit den Transport Ek ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 707 von 2.500. Er wurde dort vom NS-Regime ermordet.[15][16]

Seine Schwester Olga Benario-Prestes wurde vom NS-Regime am 23. April 1942 in Bernburg ermordet.

BW
HIER WOHNTE
FRANZISKA BLOCH
GEB. ADLER
JG. 1885
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Herzog-Heinrich-Straße 5 Franziska Bloch geb. Adler
BW
HIER WOHNTE
UND PRAKTIZIERTE

DR. OSKAR MAX
BLOCH
JG. 1876
GEDEMÜTIGT / ENTRECHTET
TOT 10.4.1937
Herzog-Heinrich-Straße 5 Oskar Max Bloch
Stolperstein für Ella Grünbaum (München).jpg
HIER WOHNTE
ELLA GRÜNBAUM
GEB. STERN
JG. 1900
FLUCHT 1939 ITALIEN
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ
Ickstattstraße 13
Ella Grünbaum geb. Stern
Stolperstein für Joseph Grünbaum (München).jpg
HIER WOHNTE
JOSEPH GRÜNBAUM
JG. 1895
FLUCHT 1939 ITALIEN
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ
Ickstattstraße 13
Chaim Joseph Grünbaum
Stolperstein für Miriam Grünbaum (München).jpg
HIER WOHNTE
MIRIAM GRÜNBAUM
JG. 1939
FLUCHT 1939 ITALIEN
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ
Ickstattstraße 13
Miriam Grünbaum
Stolperstein für Rosa Günther (München).jpg
HIER WOHNTE
ROSA GÜNTHER
JG. 1886
ZEUGIN JEHOVAS
VERHAFTET 1936
FLUGBLATTAKTION
1937 MORINGEN
RAVENSBRÜCK
ERMORDET 22.10.1942
AUSCHWITZ
Isartalstraße 34
Rosa Günther wurde am 22. Februar 1886 geboren. Sie war Zeugin Jehovas und verteilte Flugblätter gegen das NS-Regime. Am 1. Juli 1937 wurde sie aus diesem Grunde festgenommen und in der Folge vom Sondergericht München zu einer 6-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Im Anschluss daran wurde sie in das KZ Moringen verschleppt, am 21. Februar 1937 ins KZ Lichtenburg, in der Folge nach Ravensbrück schließlich ins Konzentrationslager Auschwitz. Dort wurde sie am 22. Oktober 1942 vom NS-Regime ermordet.[10]
HIER WOHNTE
ELSE LEVI
GEB.JOSEPH
JG. 1889
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Waltherstraße 29 Else Levi
HIER WOHNTE
KARL LEVI
JG. 1887
'SCHUTZHAFT' 1938
DACHAU
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Waltherstraße 29 Karl Levi
HIER WOHNTE
LISELOTTE HERMINE
LEVI
JG. 1924
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Waltherstraße 29 Lieselotte Hermine Levi
HIER WOHNTE
NANETTE
NEUBURGER
JG. 1867
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 9.8.1942
Waltherstraße 29 Nanette Neuburger
Stolperstein für Amalie Rosner (München).jpg
HIER WOHNTE
AMALIE ROSNER
GEB. LAUFER
JG. 1877
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Ickstattstraße 13
Amalie Rosner geb. Laufer
Stolperstein für Erna Rosner (München).jpg
HIER WOHNTE
ERNA ROSNER
JG. 1915
FLUCHT 1936
PALÄSTINA
Ickstattstraße 13
Erna Rosner
HIER WOHNTE
GUSTA ROSNER
JG. 1913
FLUCHT 1938
USA
Ickstattstraße 13
Gusta Rosner
Stolperstein für Henriette Rosner (München).jpg
HIER WOHNTE
HENRIETTE ROSNER
JG. 1917
FLUCHT 1936
PALÄSTINA
Ickstattstraße 13
Henriette Rosner
Stolperstein für Julius Jehuda Rosner (München).jpg
HIER WOHNTE
JULIUS JEHUDA
ROSNER
JG. 1880
VERHAFTET
BUCHENWALD
'VERLEGT' 12.3.1942
BERNBURG
ERMORDET 12.3.1942
Ickstattstraße 13
Julius Jehuda Rosner
Stolperstein für Rosa Leonora Rosner (München).jpg
HIER WOHNTE
ROSA LEONORA
ROSNER
JG. 1909
FLUCHT 1938
USA
Ickstattstraße 13
Rosa Leonora Rosner
Stolperstein für Samuel Rosner (München).jpg
HIER WOHNTE
SAMUEL ROSNER
JG. 1920
FLUCHT 1936
PALÄSTINA
Ickstattstraße 13
Samuel Rosner
Stolperstein für Helene Simons (München).jpg
HIER WOHNTE
HELENE SIMONS
GEB. DEUTSCHMANN
JG. 1879
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Bayerstraße 25
Helene Simons wurde am 7. Oktober in Breslau geboren. Ihre Eltern waren der Fabrikbesitzer Max Deutschmann und Molly geb. Sachs (1848–1903).[17] Sie wurde als Konzertsängerin ausgebildet. Im Alter von 20 heiratete sie Dr. Hugo Neumann, einen Augenarzt aus Breslau. Das Paar zog nach Berlin. Ihr Mann fiel im Ersten Weltkrieg. Im Jahr 1922 heiratete sie die Arzt Dr. Ernst Simons (1869–1934), der aus Neuss stammte. Beide Ehen blieben kinderlos. Nach der Pensionierung ihres Mannes zog das Paar nach Bad Reichenhall in Bayern, besaßen eine Villa und freundeten sich mit dem Pastor und dessen Frau an. Das Ehepaar Simons konvertierte zum Protestantismus. Nach der Machtübernahme durch die Nazis und nach dem Tod ihres Mann verlor Helene Simons ihr Haus und musste am 3. Mai 1941 die Stadt verlassen. Am 5. Juni 1941 nahm sie Quartier in der Pension Royal in Münchens Bayerstraße. Am 12. November 1941 wurde sie in das Barackenlager in der Knorrstraße 148 verbracht und am 20. November 1941 Richtung Osten deportiert, zusammen mit tausend Juden aus München. Der Zug sollte ursprünglich nach Riga gelangen, ist aber nie dort angekommen. Helene Simons und die anderen Passagiere wurden unmittelbar nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.[18]

Initiiert wurde dieser Stolperstein von Sibylle Schwarzbeck, deren Großeltern enge Freunde von Ernst und Helene Simons waren, und ihrem Mann. Sibylle Schwarzbeck hielt auch eine Rede bei der Verlegungszeremonie.[19]

Maxvorstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Standort Leben
Stolperstein für Otto Binder (München).jpg
HIER WOHNTE
OTTO BINDER
JG. 1904
IM WIDERSTAND / KPD
VERHAFTET 4.2.1942
VON GESTAPO GEFOLTERT
VOLKSGERICHTSHOF
TODESURTEIL
HINGERICHTET 28.6.1944
MÜNCHEN-STADELHEIM
Augustenstraße 100 Otto Binder[20]
HIER WOHNTE
JAKOB KLOPFER
JG. 1878
'SCHUTZHAFT' 1938
TOT AN HAFTFOLGEN
25.5.1939
Elisenstraße 3 Jakob Klopfer
HIER WOHNTE
MARIA KLOPFER
GEB. BACHMANN
JG. 1888
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Elisenstraße 3 Maria Klopfer
HIER WOHNTE
EMIL OESTREICHER
JG. 1878
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET SEPT. 1942
TREBLINKA
Türkenstraße 26 Emil Oestreicher
Stolperstein für Wilhelm Olschewski (München).jpg
HIER WOHNTE
WILHELM OLSCHEWSKI
JG. 1871
IM WIDERSTAND / KPD
'SCHUTZAHFT' 1933
DACHAU
VERHAFTET 4.2.1942
GEFÄNGNIS STADELHEIM
GEFOLTERT
ÄRZTLICHE HILFE VERWEIGERT
TOT 30.4.1943
Augustenstraße 100 Wilhelm Olschewski
Stolperstein für Willy Olschewski (München).jpg
HIER WOHNTE
WILLY OLSCHEWSKI
JG. 1902
IM WIDERSTAND / KPD
VERHAFTET 1942
VON GESTAPO GEFOLTERT
VOLKSGERICHTSHOF
TODESURTEIL
HINGERICHTET 28.6.1944
MÜNCHEN-STADELHEIM
Augustenstraße 100 Willy Olschewski
Stolperstein für Max Sax (München).jpg
HIER WOHNTE
MAX SAX
JG. 1873
EINGEWIESEN 1909
HEILANSTALT EGLFING-HAAR
VERHUNGERT 30.7.1943
Von-der-Tann-Str. 7
Max Sax wurde 1873 geboren. Er wurde 1909 auf der psychiatrischen Station der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar untergebracht. Er war „unheilbar krank“ und siebzig Jahre alt, als ihn die Ärzte bewusst verhungern ließen. Er starb am 30. Juli 1943. Bereits 1939 hatte der Direktor der Klinik, der Psychiater und Neurologe Hermann Pfannmüller, der Regierung von Oberbayern angeboten, „dass wir Ärzte hinsichtlich ärztlicher Betreuung lebensunwerten Lebens auch die letzte Konsequenz im Sinne der Ausmerze ziehen.“[21] Max Sax wurde Opfer des NS-Mordprojekts an behinderten Menschen.

Schwabing-Freimann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Standort Leben
Seestraße 8 Annemarie Baldauf
Seestraße 8 Günther Baldauf
Seestraße 8 Gustav Baldauf
Seestraße 8 Margarete Baldauf
Leopoldstraße 52a Lotte Bechhöfer
Leopoldstraße 52a Rosa Bechhöfer
Leopoldstraße 52a Susi Bechhöfer
Seestraße 8 Alfred Löffler
Seestraße 8 Ilse Jetti Löffler
Seestraße 8 Max Michels

Schwabing-West[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Standort Leben
HIER WOHNTE
BENNO BING
JG. 1874
FLUCHT 1933
TSCHECHOSLOWAKEI
FRANKREICH
INTERNIERT DRANCY
DEPORTIERT 1942
AUSCHWITZ
ERMORDET 21.12.1942
Keuslinstraße 4 Benno Bing
HIER WOHNTE
UND ARBEITETE

SIGMUND FLEISCHER
JG. 1889
FLUCHT POLEN
FRÜHJAHR 1939
ERMORDET IM
BESETZTEN POLEN
Keuslinstraße 4 Sigmund Fleischer
BW
HIER WOHNTE
ERNA WILHELMINE
MITTEREDER
JG. 1925
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Römerstraße 7 Erna Wilhelmine Mittereder wurde am 20. April 1925 in München geboren. Ihre Eltern waren der Rechtsanwalt Franz Mittereder und Rosa geb. Loewi (siehe unten). Die Familie lebte zuerst in der Kaiserstrasse 33, später in der Römerstraße 7. Erna Wilhelmine Mittereder arbeitete als Hausmädchen. Im Juni 1940 musste sie mit ihrer Mutter in die Bauerstraße 22 übersiedeln. Am 20. November 1941 wurden die zwei Frauen nach Litauen deportiert, gemeinsam mit tausend Juden aus München. Der Zug sollte ursprünglich nach Riga geführt werden, kam dort allerdings nie an. Mutter, Tochter und alle anderen Deportierten wurden am 25. November 1941 unmittelbar nach ihrer Ankunft in Kaunas erschossen.[22][23][24]
BW
HIER WOHNTE
ROSA MITTEREDER
GEB. LOEWI
JG. 1891
DEPORTIERT 1941
KAUNAS
ERMORDET 25.11.1941
Römerstraße 7 Rosa Mittereder geb. Loewi wurde am 25. März 1891 in Adelsdorf geboren. Ihre Eltern waren Sigmund Loewi und Agathe geb. Heumann. Am 16. JulI 1923 heiratete sie den Rechtsanwalt Franz Mittereder (1885–1926). Das Paar hatte eine Tochter, Erna Wilhelmine (siehe oben). Die Familie lebte zuerst in der Kaiserstrasse 33, später in der Römerstraße 7. Am 20. November 1941 wurden Rosa Mittereder und ihre Tochter nach Litauen deportiert, gemeinsam mit tausend Juden aus München. Der Zug sollte ursprünglich nach Riga geführt werden, kam dort allerdings nie an. Mutter, Tochter und alle anderen Deportierten wurden am 25. November 1941 unmittelbar nach ihrer Ankunft in Kaunas erschossen.[25][26]
Stolperstein für Heinrich Oestreicher (München).jpg
HIER WOHNTE
HEINRICH OESTREICHER
JG. 1868
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 15.3.1943
Viktor-Scheffel-Straße 19
Heinrich Oestreicher wurde am 12. Mai 1868 in München geboren. Seine Eltern waren Amson Oestreicher und Johanna geb. Levinger. Er war Großhändler für Pelze und Wolle. Am 20. Februar 1896 heiratete er Anna geb. Wirth (1869–1935). Das Paar hatte zwei Kinder, Maximilian (geb. am 15. Mai 1898) und Erna (geb. am 19. September 1899). Er lebte in der Viktor-Scheffel-Straße 19. In diesem Gebäude gab es drei jüdische Familien. Zwei Familien konnten in die USA auswandern. 1939 musste er seine Wohnung verlassen und danach viermal in verschiedene Sammelwohnungen umziehen. Von Februar bis Mai 1942 wurde er im Barackenlager in der Knorrstraße 148 interniert. Am 23. Juli 1942 wurde Heinrich Oestreicher mit dem Transport II/18 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert.[27] Er wurde am 15. März 1943 vom NS-Regime ermordet.[28]
Stolperstein für Amalie Schuster (München).jpg
HIER WOHNTE
AMALIE SCHUSTER
GEB. REICHENBERGER
JG. 1884
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 30.4.1944
Franz-Joseph-Straße 19
Amalie Schuster, geb. Reichenberger wurde am 31. März 1884 in München geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Benzion Reichenberger und Rosa geb. Reichenberg. Sie heiratete Joseph Schuster, ebenfalls Kaufmann (siehe unten). Die Hochzeit fand am 2. März 1911 in München statt. Das Paar lebte in der Widenmayerstraße 46/III, später in der Franz-Joseph-Straße 1. Ab 1938, als ihr Mann nicht mehr arbeiten durfte, war das Paar von Unterstützung durch Verwandte in Deutschland und aus dem Ausland abhängig. Am 18. Juli 1942 wurden Amalie Schuster und ihr Ehemann mit dem Transport II/17 von München ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportsnummern waren 840 und 841. Mann und Frau starben in Theresienstadt, Joseph Schuster am 23. Januar 1943, Amalie Schuster am 2. Mai 1944.[29][30][31]
Stolperstein für Joseph Schuster (München).jpg
HIER WOHNTE
JOSEPH SCHUSTER
JG. 1873
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 23.1.1943
Franz-Joseph-Straße 19
Joseph Schuster, wurde am 5. Juli 1873 in Köln geboren. Seine Eltern waren Bernhard und Emilie Schuster. Er besuchte ein Gymnasium seiner Heimatstadt. Danach lebte er ein Jahr lang in England, 18 Jahre in Frankreich und 4 Jahre in der Schweiz. Er wurde Kaufmann und heiratete Amalie geb. Reichenberger (siehe oben). Die Hochzeit fand am 2. März 1911 in München statt. Das Paar lebte in der Widenmayerstraße 46/III, später in der Franz-Joseph-Straße 1. Im Jahr 1926 wurde er ein Händler für Juttesäcke. 1938 musste er sein Gewerbe niederlegen. Danach waren er und seine Frau auf Unterstützung von Verwandten in Deutschland und aus dem Ausland angewiesen. Am 18. Juli 1942 wurden Joseph Schuster und seine Frau mit dem Transport II/17 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 840 und 841. Beide wurden in Theresienstadt ums Leben gebracht. Laut Sterbeurkunde verstarb Joseph Schuster am 23. Januar 1943 um 7 Uhr im Raum 117 des Gebäudes Q 306. Als offizielle Todesursache wurde „Angina pectoris (Herzbräune)“ angegeben.[32][33][34]
Stolperstein für Jeanette Weiss (München).jpg
HIER WOHNTE
JEANETTE WEISS
GEB. BAUER
JG. 1871
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 8.8.1942
Viktor-Scheffel-Straße 16
Jeanette Weiss, geb. Bauer wurde am 27. März 1871 in Wien geboren. Ihre Eltern waren Heinrich Bauer und Magdalena geb. Hamburger. Sie war verheiratet mit Emanuel Weiß (1869–1925), einem Möbelhersteller. Das Paar hatte zehn Kinder, neun davon in München geboren.[35] Sie wurde Möbelhändlerin. Am 5. Juni 1942 wurde Jeanette Weiss mit dem Transport II / 2 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Am nächsten Tag wurde ihre behinderte Tochter Julie Katharina (siehe unten) ebenfalls nach Theresienstadt deportiert. Jeanette Weiss verlor ihr Leben dort am 6. August 1942.[36][37]

Bereits zu ihren Lebzeiten wurden drei ihrer Söhne vom NS-Regime ermordet: Leopold am 20. Juni 1941 im KZ Dachau (siehe unten), Joseph am 25. November 1941 in Kaunas und Friedrich am 27. Mai 1942 in Berlin-Plötzensee. Ihre Tochter Julie Katharina Weiss (siehe unten) wurde am 19. Oktober 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihre Tochter Rosa Vetter, die seit 1933 in Traunstein lebte, konnte die Shoah überleben.

Stolperstein für Julie Katharina Weiss (München).jpg
HIER WOHNTE
JULIA KATHARINA
WEISS
JG. 1901
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
AUSCHWITZ
Viktor-Scheffel-Straße 16
Julie Katharina Weiss wurde am 30. Mai 1901 in München geboren. Ihre Eltern waren Emanuel Weiss und Jeanette geb. Bauer (siehe oben). Sie hatte neun Geschwister.[35] Sie litt an einer schweren Wirbelsäulenverkrümmung und war auf beiden Beinen gelähmt. Mehrmals war sie im Sanatorium Neufriedenheim in der Fürstenrieder Straße in stationärer Langzeitbehandlung, zuletzt von März 1936 bis Juni 1941. Ihre Mutter wurde am 5. Juni 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Am nächsten Tag wurde auch Julie Katharina Weiss mit dem Transport II/3 nach Theresienstadt deportiert. Ihre Mutter verstarb dort am 6. August 1942. Am 19. Oktober 1944 wurde Julie Katharina Weiss mit dem Transport Es in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Ihre Transportnummer war 334 von 1.500. Sie wurde dort vom NS-Regime ermordet.[38][39]

Auch drei ihrer Brüder wurden vom NS-Regime ermordet, Leopold im KZ Dachau (siehe unten), Joseph in Kaunas und Friedrich in Berlin-Plötzensee.

Stolperstein für Leopold Weiss (München).jpg
HIER WOHNTE
LEOPOLD WEISS
JG. 1899
VERHAFTET 1939
SACHSENHAUSEN
DACHAU
ERMORDET 20.6.1941
Viktor-Scheffel-Straße 16
Leopold Weiss wurde am 27. Februar 1899 in München geboren. Seine Eltern waren Emanuel Weiss und Jeanette geb. Bauer (siehe oben). Er hatte neun Geschwister.[35] Er wurde Kaufmann. Am 31. Mai 1928 heiratete er Margarete geb. Doppers (geboren am 29. Dezember 1899 in Duisburg). Die Hochzeit fand in Frankfurt an der Oder statt, wo auch das erste Kind des Paares geboren wurde. Insgesamt hatten Leopold und Margarete Weiss drei Kinder, Renate (geb. am 7. Mai 1928), Herbert (geb. am 15. August 1929) und Ellen (geb. am 15. August 1934), die beide in München geboren wurden. Das Paar wurde später geschieden. Leopold Weiss wurde verhaftet und am 30. Oktober 1939 in das KZ Sachsenhausen deportiert. Er wurde am 20. Juni 1941 vom NS-Regime im KZ Dachau ermordet.[40]

Seine Mutter verlor ihr Leben im Konzentrationslager Theresienstadt. Mindestens drei seiner Geschwister wurden ebenfalls vom Nazi-Regime ermordet, Joseph in Kaunas, Friedrich in Berlin-Plötzensee und Julie Katharina (siehe oben) in Auschwitz.

Stolperstein für Judith Ziegler (München).jpg
HIER WOHNTE
JUDITH ZIEGLER
GEB. GRÜNBERG
JG. 1864
DEPORTIERT 1943
THERESIENSTADT
ERMORDET 11.5.1943
Viktor-Scheffel-Straße 14
Judith Ziegler, geb. Grünberg wurde am 25. Dezember 1864 in Kuldīga, Lettland geboren. Ihre Eltern waren Heimann Grünberg und Jessie geb. Brode. Am 5. August 1885 heiratete sie Hermann Ziegler (1859–1934), einen Generaldirektor. Die Hochzeit fand in Breslau statt. Das Paar zog 1931 nach München. Die Witwe wurde am 20. April 1943 mit dem Transport XX in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Sie verstarb dort am 11. Mai 1943.[41]

Sendling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Standort Leben
Stolperstein für Betty Berger (München).jpg
HIER WOHNTE
BETTY BERGER
GEB. SUFRYIN
JG. 1893
DEPORTIERT 20.11.1941
ERMORDET 25.11.1941
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Betty Berger, geb. Sufrin bzw. Sufryn wurde am 4. Dezember 1893 in Tyczyn, Galizien, geboren. Ihr Vorname wird auch mit Brenda bzw. Babette angegeben. Ihre Eltern waren Leib Wolf Sufryn, ein Kaufmann, und Gisela, auch Golde, geb. Teitelbaum. 1926 heiratete sie in München den Kaufmann Simon Berger (siehe unten) und wurde Kauffrau. Das Paar hatte zwei Töchter, Esther und Hanna, geboren 1929 und 1930 in München (siehe unten). Ab Mai 1940 war die Familie stets auf Quartiersuche und war zeitweilig im Übernachtungsheim der Israelitischen Kultusgemeinde untergebracht. Am 20. November 1941 wurden Betty Berger, der Ehemann und die beiden Töchter gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die vierköpfige Familie Berger.[42]
Stolperstein für Esther Berger (München).jpg
HIER WOHNTE
ESTHER BERGER
JG. 1929
DEPORTIERT 20.11.1941
ERMORDET 25.11.1941
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Esther Berger, geboren am 11. Juni 1929 in München, war die ältere Tochter von Simon Berger (siehe unten) und Betty geb. Sufrin (siehe oben). Sie hatte eine jüngere Schwester, Hanna (siehe unten). Am 20. November 1941 wurden die beiden Schwestern und ihre Eltern gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die vierköpfige Familie Berger.[42]
Stolperstein für Hanna Berger (München).jpg
HIER WOHNTE
HANNA BERGER
JG. 1930
DEPORTIERT 20.11.1941
ERMORDET 25.11.1941
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Hanna Berger wurde am 17. Dezember 1930 in München geboren. Ihre Eltern waren die Kaufleute Simon Berger (siehe unten) und Betty geb. Sufrin (siehe oben). Sie hatte eine ältere Schwester, Esther (siehe oben). Am 20. November 1941 wurden die beiden Schwestern und ihre Eltern gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die 10-jährige Schülerin.[42]
Stolperstein für Simon Berger (München).jpg
HIER WOHNTE
SIMON BERGER
JG. 1896
DEPORTIERT 20.11.1941
ERMORDET 25.11.1941
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Simon Berger wurde am 4. Dezember 1893 in Sokolow, Galizien, geboren. Seine Eltern waren Pinkus Berger, ein Kaufmann, und Sima geb. Kaufmann. 1926 ehelichte er in München die Kauffrau Betty geb. Sufrin (siehe oben). Das Paar hatte zwei Töchter, Esther und Hanna, geboren 1929 und 1930 in München (siehe oben). Im Mai 1940 musste die Familie aus der Familienwohnung in der Theklastraße 3/III ausziehen und vorübergehend im Übernachtungsheim der Israelitischen Kultusgemeinde nächtigen. Von Juli 1940 bis 1. November 1941 fanden sie Quartier in einer Sammelwohnung in der Kreisstraße 3. Die letzten Wochen vor der Deportation verbrachten sie wieder im Übergangsheim. Am 20. November 1941 wurden Simon Berger, die Ehefrau und die beiden Töchter gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Alle Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen, darunter auch die vierköpfige Familie Berger.[42]
Stolperstein für Julia Früh (München).jpg
HIER WOHNTE
JULIA FRÜH
GEB. BÄR
JG. 1874
DEPORTIERT 16.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
TREBLINKA
Kyreinstraße 3
Julia Früh, geb. Bär wurde am 6. Januar 1874 in Heilbronn geboren. Ihre Eltern waren Hellmann Bär, ein Kaufmann, und Sophie geb. Mendle. Sie hatte zumindest eine jüngere Schwester, Natalie Mayer (siehe unten). Sie heiratete den Ziegeleibesitzer Max Früh (geboren am 8. Februar 1861 in Langenzenn). Das Paar hatte drei Kinder, Michael, Emil und Meta. Nachgewiesen sind Münchner Wohnsitze ab Oktober 1898, zuerst in der Lindwurmstraße, dann 28 Jahre lang am St.-Anna-Platz 2/I und ab April 1927 in der Kyreinstraße 3/II re. Ab 5. Januar 1942 wurde sie im Internierungslager Clemens-August-Straße 9/I angehalten. Am 16. Juli 1942 wurden Julia Früh, ihre Schwester und deren Ehemann mit dem Transport II/16 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 789 bis 791. Am 19. September 1942 wurden sie mit Transport Bo in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Ihre Transportnummern waren 1298 bis 1300 von 2003. Dort wurden Julia Früh, Schwester und Schwager ermordet.[5][43]
Stolperstein für Emanuel Gutmann (München).jpg
KAUFHAUS GUTMANN
SEIT 1912
HIER ARBEITETE

EMANUEL GUTMANN
JG. 1873
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 1943
Lindwurmstraße 205
Emanuel Gutmann wurde am 29. Dezember 1873 in Gemmingen geboren. Seine Eltern waren Adolf Gutmann, ein Handelsmann, und Babette geb. Sontheimer. Anfang 1893 zog er nach München. Er heiratete Sophie geb. Marx (siehe unten). Um 1910 kaufte das Paar das Haus Lindwurmstraße 205, 1912 errichteten sie dort das Kaufhaus Gutmann, welches sie gemeinsam führten.

Im Rahmen der sogenannten „Arisierungen“ wurde Emanuel Gutmann unter Zwang eine Verzichtserklärung auf Haus und Betrieb abverlangt. Nach der Reichspogromnacht im November 1938 wurde er in das KZ Dachau verschleppt und kam schwerkrank zurück. Im September 1941 musste das Ehepaar seine Wohnung in der Elisabethstraße 30/I verlassen und in das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Kaulbachstraße 65 übersiedeln. Am 16. März 1942 wurden sie im Barackenlager in der Knorrstraße 148 interniert. Am 23. Juni 1942 wurde sie mit dem Transport II/8 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Emanuel Gutmann wurde am 24. Oktober 1943 ebendort vom NS-Regime ermordet.[5][44]

Seine Frau verstarb ein Jahr später ebenfalls in Theresienstadt.

Stolperstein für Sofie Gutmann (München).jpg
KAUFHAUS GUTMANN
SEIT 1912
HIER ARBEITETE

SOFIE GUTMANN
GEB. MARX
JG. 1878
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 1944
Lindwurmstraße 205
Sophie Gutmann, geb. Marx wurde am 16. Mai 1878 in Heilbronn geboren. Ihre Eltern waren Elias Marx, ein Metzger, und Fanny geb. Ottenheimer. Sie hatte zumindest fünf Geschwister, darunter Louis Marx (1873–1943), Therese Klugmann (1874–1966), Benno Marx (1883–1968) und Carolene/Karoline Mayer. Anfang 1901 zog sie nach München. Sie heiratete Emanuel|Gutmann (siehe oben). Gemeinsam mit ihrem Mann führte sie ab 1912 das Kaufhaus Gutmann in der Lindwurmstraße 205. Haus und Betrieb wurden „arisiert“, der Mann kam ins KZ Dachau und wurde schwerkrank entlassen. Im September 1941 musste das Ehepaar seine Wohnung in der Elisabethstraße 30/I verlassen und in das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Kaulbachstraße 65 übersiedeln. Am 16. März 1942 wurden sie im Barackenlager in der Knorrstraße 148 interniert. Am 23. Juni 1942 wurde sie mit dem Transport II/8 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Emanuel Gutmann wurde am 24. Oktober 1943 ebendort vom NS-Regime ermordet, Sophie Gutmann am 11. Oktober 1944.[5][45]

Zumindest zwei ihrer Geschwister, Louis und Caroline, wurden ebenfalls im Rahmen der Shoah ermordet.

Stolperstein für Eugenie Isaac (München).jpg
HIER WOHNTE
EUGENIE ISAAC
GEB. LAY
JG. 1867
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 29.1.1943
Kyreinstraße 3
Eugenie Isaac, geb. Lay wurde am 7. August 1867 in Pforzheim geboren Ihre Eltern waren Adolf Lay und Louise geb. Bodenheim. Sie war mit Jakob Isaac verheiratet, einem Kaufmann. Das Paar lebte in Köln und hatte zwei Kinder, Gertrud (geb. am 19. März 1896) und Adolf (geb. am 27. November 1897). Ihr Mann starb bereits am 21. März 1901 in Köln. 1909 zog die Witwe nach München. Im Mai 1942 wurde sie gezwungen, in das Barackenlager in der Knorrstraße 148 zu übersiedeln. Einige Wochen später, am 24. Juni 1942, wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort starb sie am 29. Januar 1943.[5]

Das Schicksal ihrer Kinder ist nicht bekannt.

Stolperstein für Wilhelm Mamma (München).jpg
HIER WOHNTE
WILHELM MAMMA
JG. 1902
DEPORTIERT 20.11.1942
ERMORDET 25.11.1942
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Wilhelm Mamma wurde am 27. Februar 1902 in Bozen (Südtirol) geboren. Seine Eltern waren Bernhard Mamma, ein Kaufmann in München, und Anna geb. Schwarz (1878–1938). Er hatte zwei Schwestern und einen Bruder.[46] 1927 zog er nach München, 1931 heiratete er Jetty geb. Spieler (geboren am 31. Juli 1906 in München). Die Ehe wurde später geschieden. Am 20. November 1941 wurde er gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Wilhelm Mamma und alle anderen Passagiere dieses Zuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.[5]

Seine ältere Schwester Frieda Hajek wurde nach Ujazdów deportiert und ebenfalls von den Nazis ermordet. Sein Bruder konnte in Bratislava überleben, seine jüngere Schwester in München.

Stolperstein für David Mayer (München).jpg
HIER WOHNTE
DAVID MAYER
JG. 1873
DEPORTIERT 16.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
TREBLINKA
Kyreinstraße 3
David Mayer wurde am 15. Mai 1873 in Kitzingen am Main geboren. Seine Eltern waren Moses Mayer, ein Kaufmann, und Ida geb. Mainzer. Am 2. März 1909 heiratete er in Heilbronn Natalie geb. Bär (siehe unten). Das Paar hatte einen Sohn, Alfred (geboren am 12. Dezember 1909 in Rosenheim). 1924 übersiedelte die Familie von Rosenheim nach München und wohnte durchgehend bis zur Deportation in der Kyreinstraße 3/II. Am 16. Juli 1942 wurden David und Natalie Mayer gemeinsam mir Natalies Schwester Julia Früh mit dem Transport II/16 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 789 bis 791. Am 19. September 1942 wurden sie mit Transport Bo in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Ihre Transportnummern waren 1298 bis 1300 von 2003. Dort wurden beide ermordet, ebenso die Schwester seiner Frau.[5][47]
Stolperstein für Natalie Mayer (München).jpg
HIER WOHNTE
NATALIE MAYER
GEB. BÄR
JG. 1878
DEPORTIERT 16.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
TREBLINKA
Kyreinstraße 3
Natalie Mayer geb. Bär wurde am 11. Dezember 1878 in Heilbronn geboren. Ihre Eltern waren Hellmann Bär, ein Kaufmann, und Sophie geb. Mendle. Sie hatte zumindest eine ältere Schwester, Julia Früh (siehe oben). Am 2. März 1909 heiratete sie in Heilbronn den Kaufmann David Mayer (siehe oben). Das Paar hatte einen Sohn, Alfred (geboren am 12. Dezember 1909 in Rosenheim). 1924 übersiedelte die Familie von Rosenheim nach München und wohnte durchgehend bis zur Deportation in der Kyreinstraße 3/II. Am 16. Juli 1942 wurden Natalie Mayer, ihr Ehemann und ihre Schwester mit dem Transport II/16 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 789 bis 791. Am 19. September 1942 wurden sie mit Transport Bo in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Ihre Transportnummern waren 1298 bis 1300 von 2003. Dort wurden Ehepaar und Schwester ermordet.[5][48]
Stolperstein für Irma Reiss (München).jpg
HIER WOHNTE
IRMA REISS
GEB. KULLMANN
JG. 1892
DEPORTIERT 20.11.1942
ERMORDET 25.11.1942
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Irma Reiß wurde am 23. Juli 1892 in Busenberg geboren. Ihre Eltern waren Benedikt Kullmann, ein Kaufmann und Ida geb. Vollmer. Sie heiratete 1919 Richard Samuel Reiß (siehe unten) und wurde Hausfrau. Das Paar hatte drei Kinder, Oskar (geb. am 6. Mai 1921 in Bad Dürkheim), Helene (geboren am 25. Juli 1926 in München) und Wolfgang (geb. am 26. Dezember 1932 in München, siehe unten). Das Paar musste 1940 die Wohnung in der Mandlstraße 1a/I verlassen und lebte danach in der Kyreinstraße 3. Am 20. November 1941 wurden Irma Reiß, ihr Ehemann und ihr jüngerer Sohn gemeinsam mit tausend Juden aus München nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Die Reiß-Familie und alle anderen Passagiere dieses Deportationszuges wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.[5]

Der Bericht über ihren Tod wurde von ihrem Sohn Oskar im Jahr 1994 an Yad Vashem übermittelt. Er berichtete auch über die Morde an Vater und Bruder, an beiden Großelternpaaren und an seiner Tante Alice. Zu dieser Zeit lebte er in Denver, Colorado.[49][50] Am 1. April 2017 trat Dr. Oscar Kully Reiss in einer Episode von Hometown Heroes auf und berichtete, dass auch seine Schwester Helene die Shoah in den USA überleben konnte, "indem ihr von Familienmitgliedern im Elsaß-Lothringen geholfen wurde, nachdem der Krieg in Europa ausgebrochen war."[51] Er war damals 95 Jahre alt.

Stolperstein für Richard Reiss (München).jpg
HIER WOHNTE
RICHARD REISS
JG. 1890
DEPORTIERT 20.11.1942
ERMORDET 25.11.1942
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Richard Reiß wurde am 10. Juni 1890 in Rödersheim geboren. Seine Eltern waren Elias Reiß, ein Viehhändler, und Rosa geb. Vollmer. Er hatte zumindest eine Schwester, Alice (geb. 1894). Er wurde ebenfalls Viehhändler und war ab 1919 mit Irma geb. Kullmann verheiratet (siehe oben). Das Paar hatte drei Kinder, Oskar (geb. am 6. Mai 1921 in Bad Dürkheim), Helene (geboren am 25. Juli 1926 in München) und Wolfgang (siehe unten). 1940 musste die Familie die Wohnung in der Mandlstraße 1a/I räumen und in die Kreisstraße 3 übersiedeln. Am 20. November 1941 wurden Richard Reiß, seine Frau und deren Sohn Wolfgang nach Litauen deportiert. Der Zug sollte ursprünglich Riga erreichen, kam aber nie dort an. Die Familie Reiß wurde sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen.[5]

Auch seine Eltern und seine Schwester wurden vom NS-Regime ermordet. Sein älterer Sohn und seine Tochter waren von den Eltern weggeschickt worden und konnten die Shoah in den USA überleben.

Stolperstein für Wolfgang Reiss (München).jpg
HIER WOHNTE
WOLFGANG REISS
JG. 1932
DEPORTIERT 20.11.1942
ERMORDET 25.11.1942
KAUNAS
Kyreinstraße 3
Wolfgang Reiß wurde am 26. Dezember 1932 in München geboren. Seine Eltern waren Richard Reiß und Irma geb. Kullmann (siehe oben). Er hatte zwei ältere Geschwister, Oskar und Helene. Er war ein Schuljunge. Die letzten Tage vor der Deportation verbrachte er in einem Pflegeheim für jüdische Kinder. Am 20. November 1941 wurden Wolfgang Reiß und seine Eltern nach Litauen deportiert. Alle drei wurden sofort nach der Ankunft in Kaunas am 25. November 1941 erschossen. Der Junge war noch nicht neun Jahre alt.[42]

Alle seine Großeltern wurden vom NS-Regime ermordet, auch seine Tante Alice. Seine Geschwister könnten in der Emigration überleben.

Verlegedaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunter Demnig verlegt in München, Juni 2017

Die Stolpersteine in München wurden von Gunter Demnig an folgenden Tagen persönlich verlegt:

  • 1. September 2007: Viktor-Scheffel-Straße 19 (1 Stolperstein)
  • 12. August 2008: Viktor-Scheffel-Straße 14 und 16 (4)
  • 17. Mai 2009: Haydnstraße 12 (2), Kyreinstraße 3 (11)
  • 20. November 2011: Kyreinstraße 3 (Eugenie Isaac)
  • 18. April 2013: Lindwurmstraße 205 (2), Widenmayerstraße 16/Hauseingang Liebigstraße (3)
  • 21. Dezember 2013: Entenbachstraße 45 (2)
  • 22. Mai 2014: Von-der-Tann-Straße 7 (1)
  • 3. Juli 2016: Widenmayerstraße 16/Hauseingang Liebigstraße (Ernst Basch)
  • 4. Juli 2016: Bayerstraße 25 (1), Franz-Joseph-Straße 19 (2)
  • 27. Juni 2017: Ickstattstraße 13 (13), Herzog-Heinrich-Straße 5 (6) und Römerstraße 7 (2)
  • 14. Oktober 2017: Augustenstraße 98 (3), Baumstraße 4 (1), Landwehrstraße 20 (1), Pestalozzistraße 36 (1)
  • 12. November 2018: Eisenstraße 3 (2), Franziskanerstraße 41 (1), Ickstattstraße 13 (1), Keuslinstraße 4 (2), Leopoldstraße 52a (3), Mariahilfstraße 7 und 9, Seestraße 8 (7), Türkenstraße 26 (1), Waltherstraße 29 (4), Zeppelinstraße 16

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stolpersteine in München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dominik Hutter: Münchner Stadtrat lehnt Stolpersteine ab. Süddeutsche Zeitung, 29. Juni 2015, abgerufen am 6. August 2018.
  2. Rudolf Stumberger: In München darf niemand stolpern in neues deutschland vom 1. Dezember 2012
  3. Jakob Wetzel: 32 neue Stolpersteine auf einmal, Erinnerungskultur in München, Süddeutsche Zeitung (München), 29. Oktober 2018
  4. Stolpersteine, Initiative für München e.V.: Ausgestellte Stolpersteine, abgerufen am 24. April 2018
  5. a b c d e f g h i j k l Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen mehrfach zwischen 19. Juli und 6. August 2017 (mit einem Porträt)
  6. Wolfgang Görl: [ Neue Stolpersteine für ermordete Juden verlegt - trotz Verbots], Süddeutsche Zeitung (München), 4. Juli 2016, abgerufen am 6. August 2017
  7. Trove: The fascist : his state and his mind / by E.B. Ashton (pseud.), abgerufen am 5. August 2017
  8. a b Allianz: Die „Arisierung“ des Geschäftshauses Kaufingerstrasse in München, abgerufen 24. Juni 2017
  9. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017
  10. a b Verein Lila Winkel: Stolpersteinverlegung für 2 Zeuginnen Jehovas, 21. Dezember 2013, abgerufen am 20. Juli 2017
  11. Reinhard Weber: Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern nach 1933, Oldenbourg Verlag, 2006, S. 24
  12. Der Stolperstein für Olga Benario-Prestes liegt seit 12. Februar 2008 in Berlin-Neukölln, siehe: Liste der Stolpersteine in Berlin-Neukölln
  13. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  14. holocaust.cz: EUGENIE BENARIO, abgerufen am 19. Juli 2017
  15. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  16. holocaust.cz: OTTO BENARIO, abgerufen am 19. Juli 2017
  17. Gravestone of Molly Deutschmann née Sachs, abgerufen am 19. Juli 2017
  18. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 16. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  19. : Stolpersteine auch in München! – Zu den drei Verlegungen am 4. Juli 2016, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  20. Quelle für die Abschriften der Inschriften
  21. Karl Stankiewitz: Das organisierte Morden in Haar, Abendzeitung (München), 22. Mai 2014, abgerufen am 13. Juni 2017
  22. Wolfgang Görl: 21 Stolpersteine für die Opfer der Nationalsozialisten, Süddeutsche Zeitung (München), 27. Juni 2017, abgerufen am 19. April 2018
  23. MyHeritage: Suche nach Erna Wilhelmine Mittereder, (mit einem Porträt)
  24. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. April 2018 (mit einem Porträt)
  25. Wolfgang Görl: 21 Stolpersteine für die Opfer der Nationalsozialisten, Süddeutsche Zeitung (München), 27. Juni 2017, abgerufen am 19. April 2018
  26. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. April 2018 (mit einem Porträt)
  27. holocaust.cz: HEINRICH ÖSTREICHER, abgerufen am 19. Juli 2017
  28. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  29. http://m.taz.de/Stolpersteine-in-Muenchen/!5324372;m/
  30. holocaust.cz: AMALIE SCHUSTER, abgerufen am 19. Juli 2017
  31. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  32. holocaust.cz: JOSEF SCHUSTER, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit dem Faksimile eines Totenscheins)
  33. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  34. http://m.taz.de/Stolpersteine-in-Muenchen/!5324372;m/
  35. a b c Die Kinder von Emanuel und Jeannette Weiss waren:
    • Joseph (geboren am 12. April 1894 in Vienna),
    • Johann/Hans (geb. am 21. Februar 1897),
    • Leopold (geb. am 1899, eigener Stolperstein),
    • Adolf (1900-1917),
    • Julie Katharina (geb. 1901),
    • Friedrich (geb. am 15. Februar 1903),
    • Leo (geb. am 21. Mai 1904),
    • Magdalena (geb. am 11. Dezember 1905),
    • Rosa (geb. am 5. August 1907, später verheiratete Vetter) und
    • Henriette (geb. am 1. Mai 1911).
    Siehe Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (Stichwörter Jeanette Weiss, Julie Katharina Weiß und Leopold Weiß)
  36. holocaust.cz: JEANETTE WEISS, abgerufen am 19. Juli 2017
  37. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  38. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  39. holocaust.cz: JULIA WEISS, abgerufen am 19. Juli 2017
  40. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017
  41. Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 19. Juli 2017 (mit einem Porträt)
  42. a b c d e Stadtarchiv München: Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, abgerufen am 4. August 2017
  43. holocaust.cz: JULIE FRÜH, abgerufen am 5. August 2017
  44. holocaust.cz: EMANUEL GUTMANN, abgerufen am 5. August 2017
  45. holocaust.cz: SOPHIE GUTMANN, abgerufen am 5. August 2017
  46. Die Geschwister von Wilhelm Mamma waren:
    • Frieda Hajek (geboren am 17. Januar 1901 in Bozen)
    • Johanna Gmeiner (geboren am 13. Juli 1905 in Gries bei Bozen)
    • Philipp (geboren am 17. September 1912 in München).
  47. holocaust.cz: DAVID MAYER, abgerufen am 5. August 2017
  48. holocaust.cz: NATALIE MAYER, abgerufen am 5. August 2017
  49. The Central Database of Shoah Victims' Names: IRMA REISS, abgerufen am 4. August 2017
  50. The Central Database of Shoah Victims' Names: Reports submitted by Oscar Kully Reiss, abgerufen am 5. August 2017
  51. Hometown Heroes: Survivor, Soldier, Scientist, 1. April 2017, abgerufen am 4. August 2017.