Zum Inhalt springen

Liste der amtierenden deutschen Landesverbraucherschutzminister

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bundesrepublik Deutschland
Bundesrepublik Deutschland

Als Landesverbraucherschutzminister werden umgangssprachlich die für den Verbraucherschutz zuständigen Minister der deutschen Länder bezeichnet, unabhängig von der jeweils geltenden offiziellen Ressortbezeichnung. Die Verbraucherschutzminister der Länder arbeiten seit dem BSE-Skandal 2001 in einer eigenen Fachministerkonferenz, der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) zusammen, an der auch der zuständige Bundesminister teilnimmt. Durch ihre Mitgliedschaft im Bundesrat wirken die Verbraucherschutzminister an der Gesetzgebung des Bundes mit.

Amtierende Verbraucherschutzminister der deutschen Länder

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Länderministern sind zwölf Frauen und vier Männer. Sieben sind Mitglied der CDU, jeweils drei der SPD und der Grünen, zwei der Linken sowie einer der Freien Wähler.

Die gegenwärtig längste Amtszeit hat Peter Hauk aus Baden-Württemberg (seit Mai 2016).

Land Name Amtsantritt Regierung[1] Partei Bild
Baden-Württemberg Peter Hauk 12. Mai 2016 Kretschmann II
Kretschmann III
CDU
Bayern Thorsten Glauber 12. November 2018 Söder II
Söder III
Freie Wähler
Berlin Felor Badenberg 27. April 2023 Wegner CDU
Brandenburg Hanka Mittelstädt 11. Dezember 2024 Woidke IV SPD
Bremen Claudia Bernhard 15. August 2019 Bovenschulte I
Bovenschulte II
Linke
Hamburg Anna Gallina 10. Juni 2020 Tschentscher II
Tschentscher III
Grüne
Hessen Ingmar Jung 18. Januar 2024 Rhein II CDU
Mecklenburg-Vorpommern Jacqueline Bernhardt 15. November 2021 Schwesig II Linke
Niedersachsen Miriam Staudte 8. November 2022 Weil III
Lies
Grüne
Nordrhein-Westfalen Silke Gorißen 29. Juni 2022 Wüst II CDU
Rheinland-Pfalz Katharina Binz 18. Mai 2021 Dreyer III
Schweitzer
Grüne
Saarland Petra Berg 26. April 2022 Rehlinger SPD
Sachsen Dirk Panter 19. Dezember 2024 Kretschmer III SPD
Sachsen-Anhalt Franziska Weidinger 16. September 2021 Haseloff III CDU
Schleswig-Holstein Cornelia Schmachtenberg 12. November 2025 Günther II CDU
Thüringen Beate Meißner 13. Dezember 2024 Voigt CDU

Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet 2002 als Länderarbeitsgemeinschaft gesundheitlicher Verbraucherschutz (LAGV) durch die Agrarminister- (AMK) und die Gesundheitsministerkonferenz wurde sie 2007 umbenannt und arbeitet der VSMK und AMK zu[2]. Da der Vollzug regelmäßig Sache der Länder ist, dient sie einer untereinander abgestimmten Rechtsanwendung in den Bereichen

  • Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit und Ernährung,
  • Tierschutz und -gesundheit,
  • wirtschaftlicher Verbraucherschutz und
  • damit zusammenhängendem Berufsrecht.

Dazu sind Arbeitsgruppen[3] gebildet, die mit Vertretern der höchsten Landesbehörden unter Einbindung von Sachverständigen und Praktikern insbesondere Auslegungsfragen beantworten und Anwendungshilfen für die örtlichen Verwaltungs-, also auch Polizeibehörden entwickeln. So haben die von der Arbeitsgemeinschaft Tierschutz (LAV-AGT) erarbeiteten Handbücher[4] für die Kontrolle von Tiertransporten, Nutztierhaltungen und Schlachtungen starke praktische Bedeutung, da die meisten deutschen Amtstierärzte nach diesen Vollzugshinweisen verfahren.[5]

  1. In den Bundesländern Berlin, Hamburg und Bremen heißt die Regierung „Senat“, in Bayern und Sachsen „Staatsregierung“, in Rheinland-Pfalz „Ministerrat“ und in den restlichen Bundesländern „Landesregierung“.
  2. Eigendarstellung der VMSK
  3. Ziff. 7 der Geschäftsordnung@1@2Vorlage:Toter Link/www.verbraucherschutzministerkonferenz.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2022. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. der LAV
  4. abrufbar über das Friedrich-Loeffler-Institut
  5. am Beispiel Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt