Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bruckneudorf

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Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bruckneudorf enthält die 26 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Bruckneudorf im Burgenland (Bezirk Neusiedl am See).[1]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Kaiser-Franz-Joseph Denkmal
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König-Franz-Joseph Denkmal
ObjektID: 5913
Bahnhofplatz
Standort
KG: Bruckneudorf
Das Denkmal zeigt Franz Joseph I. als König von Ungarn (in Uniform eines ungarischen Generals der Kavallerie) und wurde zum 50-jährigen Thronjubiläum 1898 im damals zu Ungarn gehörenden Bruckneudorf errichtet. Es ist die einzige Darstellung dieser Art im heute österreichischen Gebiet.[2]
Schule, Kindergarten (ehem. Gymnasium)
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Schule, Kindergarten (ehem. Gymnasium)
ObjektID: 5904
Bahnhofplatz 5
Standort
KG: Bruckneudorf
Dieses historistische Gebäude wurde 1893 erbaut, war anfangs eine ungarische Staatsvolksschule, später Gymnasium, Kindergarten und beherbergt heute das Gemeindeamt. Die ursprüngliche Raumstruktur ist teilweise erhalten.
Objekt 20, Benedekkaserne, Dienstgebäude Datei hochladen Objekt 20, Benedekkaserne, Dienstgebäude
ObjektID: 5908
Dammstraße 1
Standort
KG: Bruckneudorf
Ehem. Erbsenschälerei
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Ehem. Erbsenschälerei
ObjektID: 129960

seit 2013

Gärtnergasse 1
Standort
KG: Bruckneudorf
Die k. u. k. Militär-Konservenfabrik in Bruckneudorf wurde 1896 errichtet. Sie war bis in die 1960er-Jahre in Betrieb. Die Erbsenfabrik ist ein Beispiel des romantischen Industriebaus in Österreich.

Die ehemalige Erbsenschälerei soll zu einer Volksschule adaptiert werden.[3]

Römische Villa Heidwiesen Datei hochladen Römische Villa Heidwiesen
ObjektID: 29838
Heidwiesen
Standort
KG: Bruckneudorf
1831 entdeckt, 1930 und 1950 ergraben, 1975/1976 Abnahme der Bodenmosaiken, teilweise im Landesmuseum Burgenland ausgestellt, Gelände wurde eingeebnet, Anlage um 100 n. Chr. entstanden, um 300 Vergrößerung und Ausgestaltung der Mosaiken und Wandmalereien, in der Spätantike aufgegeben.[4]
Wohnhaus, Benedekkaserne Datei hochladen Wohnhaus, Benedekkaserne
ObjektID: 6213
Lagerstraße 4
Standort
KG: Bruckneudorf
Ehem. Militär-Konservenfabrik Datei hochladen Ehem. Militär-Konservenfabrik
ObjektID: 5906
Lagerstraße 8-10
Standort
KG: Bruckneudorf
Das Fabriksgebäude mit aufwendig gestalteter Fassade wurde 1896 durch den Wiener Fabrikanten Carl Littmann nach Plänen von Rudolf Breuer errichtet. Im Dezember 2018 verursachte ein Brand erhebliche Schäden.
Objekt 200, Forstamtsgebäude Datei hochladen Objekt 200, Forstamtsgebäude
ObjektID: 6212
Leo-Schmidl-Gasse 2
Standort
KG: Bruckneudorf
Gründerzeit
ÖBB-Wohnhaus d. Ostbahn Wien-Nickelsdorf Datei hochladen ÖBB-Wohnhaus der Ostbahn Wien-Nickelsdorf
ObjektID: 6214
Parndorferstraße 6
Standort
KG: Bruckneudorf
Das Wohnhaus der ehem. Wien–Raaber Bahn, ab 1870 Staats–Eisenbahn–Gesellschaft, wurde um 1900 errichtet. Das rechteckige Gebäude ist zweigeschossig mit einer Rohziegelfassade und hat ein flaches ziegelgedecktes Walmdach
Objekt 80, Drei-Monarchen-Kapelle Datei hochladen Objekt 885, Drei-Monarchen-Kapelle
ObjektID: 6209
Am Hang des Lagerberges
Standort
KG: Bruckneudorf
Die Drei-Monarchen-Kapelle, auch Dreikaiserhütterl, wurde 1847 errichtet und 1980 renoviert. 1814 fand hier nach der Besiegung Napoleons ein großes Sappeur-Mineur-Manöver statt, bei dem die Kaiser von Österreich und Russland, die Könige von Preußen, Bayern und Dänemark und andere Fürsten anwesend waren.
Objekt 342, Schießstättengebäude I Datei hochladen Objekt 342, Schießstättengebäude I
ObjektID: 6210

Standort
KG: Bruckneudorf
Das Schießstättengebäude I., das sogenannte Kaiserhaus, besteht seit 1900. Zuvor, 1867, Errichtung einer Elementarschießstätte mit zwanzig Schusslinien. 2004/05 erfolgte eine Generalsanierung.
Objekt 343, Schießstättengebäude II Datei hochladen Objekt 343, Schießstättengebäude II
ObjektID: 6211

Standort
KG: Bruckneudorf
Kirchenruine Heidwiesen bzw. Königsbrunn (Chunigesbrunn) Datei hochladen Kirchenruine Heidwiesen bzw. Königsbrunn (Chunigesbrunn)
ObjektID: 5911

Standort
KG: Bruckneudorf
Ein kleiner Rechteckbau mit hufeisenförmiger Apsis aus dem 13. Jahrhundert. 1956 aufgefunden und 1962 restauriert.
Objekt 23, Kriegerdenkmal Datei hochladen Objekt 23, Kriegerdenkmal
ObjektID: 29918
am Ende der Lagerstrasse
Standort
KG: Bruckneudorf
Nach Plänen des Architekten Emil Krause wurde das Kriegerdenkmal 1915/16 von der Firma Gustav Orglmeister nach dem Vorbild des Leipziger Völkerschlachtdenkmal von Kriegsgefangenen erbaut. Die Bauleitung hatte Max Maurüber. Die Einweihung erfolgte 1917, nach der Besatzungszeit Austausch der ursprünglich österreichischen und ungarischen Wappen in jene des Burgenlandes und Niederösterreich. 1982 gestalteten Walter Kimmelmann und Alfred Svejnoha die Wappen von Österreich, Ungarn sowie des Hauses Habsburg-Lothringen. Die Anlage besteht aus dem 24 m hohen Turm, dem davor liegendem Bassin mit Springbrunnen und seitlichen Banknischen, Restaurierung von 2008–2010.
Königshof, Objekt 1BW
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Königshof, Objekt 1
ObjektID: 6017
Königshof 1
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Das heutige Königshof wurde Anfang des 17. Jahrhunderts in der Nähe der Mühle bei Wilfleinsdorf am Leithaufer erbaut. Es wurde als schlossartiger Gutshof neu errichtet, und schon 1621 von den Aufständischen Bethlen Gábors verbrannt und verwüstet. Schloss Königshof war bis 1912 der Sitz des Herrschaftsverwalters vom Stift Heiligenkreuz über die ungarischen Besitzungen, Kaisersteinbruch, Winden.
Pavillon/Gloriette in der Uchatiuskaserne (Objekt 217) Datei hochladen Pavillon/Gloriette in der Uchatiuskaserne (Objekt 217)
ObjektID: 74388

seit 2019


Standort
KG: Kaisersteinbruch
Die Wiener Baufirma Janisch & Schnell errichtete ab 1916 ein neues Lager für 2000 bis 3000 Kriegsgefangene. Als Dank für den guten Verdienst plante man ein Reiterstandbild für Karl I., den letzten Kaiser. Betonsockel und der auf Betonsäulen ruhende Baldachin auf einem Erdhügel konnten fertig gestellt werden. Danach wurde das Ende der Monarchie ausgerufen.[5]
Figurenbildstock hl. Johann Nepomuk Datei hochladen Figurenbildstock hl. Johann Nepomuk
ObjektID: 6023
bei Königshof 2
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Der barocke Bildstock des hl. Johannes Nepomuk steht rechts vom Hauptportal des Schlosses Königshof. Die Inschrift am Sockel enthält ein Chronogramm des Jahres 1731.
Figurenbildstock hl. Bernhard-von-Clairvaux Datei hochladen Figurenbildstock hl. Bernhard-von-Clairvaux
ObjektID: 6024
bei Königshof 2
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Der barocke Bildstock des hl. Bernhard von Clairvaux steht links vom Hauptportal des Schlosses Königshof. Die Inschrift am Sockel enthält ein Chronogramm des Jahres 1727.
Ehem. Pfarrhof
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Ehem. Pfarrhof
ObjektID: 6016
Kirchenplatz 2
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Der ehemalige Pfarrhof wurde 1649 durch den Bauherrn Stift Heiligenkreuz mit Steinmetzarbeiten von Ambrosius Regondi erbaut. Das Gebäude wurde 2007 zum „Haus Kaisersteinbruch“ privatisiert.
Kath. Pfarrkirche hll. Rochus u. Sebastian
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Kath. Pfarrkirche hll. Rochus u. Sebastian
ObjektID: 6015
Kirchenplatz 4
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Baubeginn 1618 durch Meister Andre Ruffini für das Kaisersteinbrucher Steinmetzhandwerk, 1683 Zerstörung in den Türkenkriegen, 1745 Barockisierung und Erweiterung durch Elias Hügel, Steinaltäre von Ambrosius und Giorgio Regondi, Antonius Pery, Johann Paul Schilck und Elias Hügel, Johann Baptist Kral, Simon Sasslaber, Franz Trumler und Joseph Winkler. Durch eine Feuersbrunst 1814 schwere Schäden, der Zweite Weltkrieg hinterlässt eine Ruine. Heute ist die Kirche wieder ein barockes Gesamtkunstwerk.
Torbau Datei hochladen Barockes Friedhofsportal
ObjektID: 6027
bei Kirchenplatz 4
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Barockes Friedhofsportal, links und rechts Sandstein-Figuren der hll. Sebastian (Antonius Pery) und Rochus (Johann Jacob Pock mit 1680 bezeichnet). In der Muschelnische auf einer Wolke kniende Madonna aus hartem Kaiserstein (Alexius Payos, 1585). Architektur von Ambrosius Ferrethi.
Figurenbildstock hl. Barbara Datei hochladen Figurenbildstock hl. Barbara
ObjektID: 6022
bei Kirchenplatz 4
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Die Marienstatue aus Kaiserstein wurde 1718 von Elias Hügel nach dem Modell seiner Ehefrau Maria Elisabetha geschaffen.
Gröschlmühle samt Wohntrakt Datei hochladen Gröschlmühle samt Wohntrakt
ObjektID: 6018
Königshof 3, 4
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Bereits 1244, 1257 und 1279 wurde eine Mühle jenseits der Leitha bei Wilfleinsdorf dokumentiert. Die erste gesicherte Nennung genau dieser Mühle (Königshofer Mühle) ist eine Abtretungsurkunde von 1285 an das Stift Heiligenkreuz. Abt Michael Schnabel ließ die Mühle 1649 neu aufbauen,[6] Maurermeister Adam Löffler von Bruck an der Leitha, Steinmetzmeister Ambrosius Regondi im Steinbruch. Durch Abt Robert Leeb (1728 bis 1755) erfolgten Umbauarbeiten, nach Überschwemmungen 1811 ein Neubau.
Kuruzzenkreuz Datei hochladen Kuruzzenkreuz
ObjektID: 6026
gegenüber Waldgasse 15
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Steinmetzmeister Paul Cleritz errichtet 1646 dieses Pestkreuz. Früher im Bereich der Steinbrüche, schwer beschädigt, seit 1993 in der Waldgasse (Truppenübungsplatz), dort restauriert von Ferenc Gyurcsek.
Bildstock
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Bildstock
ObjektID: 6025
gegenüber Hauptstraße 15
Standort
KG: Kaisersteinbruch
Der Bildstock Sonnenuhr-Stein wurde 1992 vom Museums- und Kulturverein Kaisersteinbruch errichtet, Plan und Steinmetzarbeiten Friedrich Opferkuh, Bildhauer Alexandru Ciutureanu.
Hügelgräberfeld im Rumwald Datei hochladen Hügelgräberfeld im Rumwald
ObjektID: 124982

seit 2013

Rumwald
Standort
KG: Kaisersteinbruch

Anmerkung: Die Koordinaten beziehen sich auf das Grundstück

Legende[Quelltext bearbeiten]

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Weitere Bilder vorhanden Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Eigenes Foto hochladen Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Bruckneudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Burgenland – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2019.
  2. http://www.bruckneudorf.eu/index.php/kultur-tourismus/franz-joseph-denkmal
  3. Neue Volksschule in Bruckneudorf. burgenland.orf.at, 20. Juni 2019, abgerufen am 20. Juni 2019.
  4. Heinrich Zabehlicky, Die römische Palastanlage und andere römische Fundstellen aus Bruckneudorf und Kaisersteinbruch, in: Kleiner Führer durch die römische Palastanlage von Bruckneudorf, Sonderdruck der Mitteilungen des Museums- und Kulturvereines Kaisersteinbruch, Hrsg. Helmuth Furch, Nr. 48, 1998, S. 2ff.
  5. Helmuth Furch: Historisches Lexikon Kaisersteinbruch, Kriegsgefangenenlager Kaisersteinbruch, Erster Weltkrieg. Josef Wolf, ehem. Bürgermeister Bd. 2. Kaisersteinbruch 2004.
  6. Stift Heiligenkreuz Archiv, Königshofer Protocolle, Rubr. 49, fasc.XII; Nr. 11/2
  7. lt. GIS Burgenland; GstNr. 113/2 lt. BDA nicht zutreffend
  8. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.