Liste der neuzeitlich ausgestorbenen Säugetiere

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Die Rote Liste der Gefährdeten Arten der IUCN 2016 listet 92 Säugetierarten, die seit dem Jahre 1500 ausgestorben oder mutmaßlich ausgestorben sind. Daneben werden zahlreiche Arten in den Kategorien „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) oder „unzureichende Datenlage“ (Data deficient) aufgeführt, die entweder seit Jahrzehnten nicht mehr nachgewiesen wurden oder nur von einem älteren Holotypus bekannt sind. Manche ausgestorbene Taxa sind auch gar nicht in der Roten Liste erfasst. Den Großteil machen die Nagetiere mit 41 Arten aus, gefolgt von den Beuteltieren mit 13 Arten, den Cetartiodactyla mit 13 Arten und den Raubtieren mit 8 Arten. In Australien, wo 28 Arten ausgestorben sind, waren die Säugetiere am stärksten von der Aussterbewelle betroffen. Seit die europäischen Siedler im 18. Jahrhundert begannen, das Land zu kolonialisieren, verschwanden nach und nach immer mehr Beuteltiere und Nagetiere, sei es durch Überjagung, Lebensraumverlust oder durch die Einfuhr faunenfremder Beutegreifer wie dem Rotfuchs oder dem Marder, an die sich die endemische Säugetierfauna Australiens nicht schnell genug anpassen konnte. In Tasmanien wurde der Beutelwolf bis zu Beginn der 1930er Jahre als Schädling angesehen. Als man ihn dann unter Schutz stellte, war es bereits zu spät. Das letzte Exemplar starb 1936 im Zoo von Hobart. In der Karibik, wo 22 Arten ausgestorben sind, waren nicht nur Menschen, verwilderte Katzen und Ratten für das Verschwinden der Nagetiere und Insektenfresser verantwortlich, sondern auch Vulkanausbrüche, wie der des Montagne Pelée auf Martinique im Jahre 1902. In Südafrika wurden die großen Grasfresser wie das Quagga oder der Blaubock als Konkurrenz für die Viehherden betrachtet und dementsprechend gnadenlos verfolgt. Auch die Beutegreifer wie Atlasbär, Berberlöwe und Kaplöwe wurden als potentielle Gefahr für Menschen und Weidevieh ausgerottet. In Indonesien und auf den Philippinen gelten viele Nagetiere als Delikatesse. Manche von ihnen, wie die Ilin-Borkenratte sind nur durch den Holotypus bekannt und vermutlich ein Opfer der Überjagung geworden. Für die Zukunft stellt auch der Klimawandel eine Bedrohung dar.[1] Möglicherweise spielte er bereits beim Aussterben des Telefomin-Kuskus (Phalanger matanim) eine Rolle. Der war nur von einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet im Telefomin District in Papua-Neuguinea bekannt, das durch Dürre, Nachtfrost und Feuer komplett zerstört wurde. Auch mehrere Nagetiertaxa auf Inseln konnten keine Verteidigungsstrategien gegen die invasiven Ratten und die mit ihnen eingeschleppten Krankheitserreger entwickeln und verschwanden nach kurzer Zeit aus ihren Lebensräumen. Stellers Seekuh wurde nur kurze Zeit nach ihrer Entdeckung wegen ihres Fleisches und ihrer Haut ausgerottet.

Liste der nach 1500 ausgestorbenen Säugetierarten und -unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beutelsäuger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beutelratten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

argentinische Beutelratte, die nur vom Holotypus aus dem Jahre 1962 bekanntgeworden ist.

Kletterbeutler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 entdeckt und Anfang der 2000er-Jahre bereits nicht mehr nachgewiesen.

Kängurus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östliches Hasenkänguru
Östliches Irmawallaby
Mondnagelkänguru
nur von einem Exemplar aus dem Jahre 1932 bekannt.
das letzte Exemplar starb 1937 in Gefangenschaft

Rattenkängurus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nacktbrustkänguru
Breitkopfkänguru
Diese Art ist nur von subfossilem Knochenmaterial bekannt, sie könnte jedoch bis zu Beginn der Kolonialisierung Australiens durch die Europäer überlebt haben.
Die letzten fünf Exemplare wurden 1875 gesammelt und an das National Museum in Victoria verkauft.
Nur von einem 1933 entdeckten Schädel und von einem weiteren subfossilen Schädel bekannt.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der letzte Nachweis war im Jahre 1923.

Nasenbeutler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweinsfuß-Nasenbeutler
Kleiner Kaninchennasenbeutler
der letzte bestätigte Nachweis stammt aus dem Jahre 1901. Unbestätigte Beobachtungen der Aborigines gab es den 1950er-Jahren.
Das letzte lebende Exemplar wurde 1931 gesichtet. Die letzten Knochen wurden 1967 im Gewölle eines Keilschwanzadlers entdeckt.
das letzte Exemplar wurde 1943 gesammelt. Vermutlich hat die Art bis in die 1960er-Jahre überlebt.
wurde in den 1940er Jahren durch Füchse ausgerottet.
nur durch sieben Exemplare bekannt, die 1920 gesammelt wurden.

Thylacinidae[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beutelwolf
nach jahrzehntelanger gnadenloser Bejagung starb das letzte Exemplar 1936 im Zoo von Hobart.

Insektenfresser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nesophontes edithae

Karibische Spitzmäuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesamte Familie ist nach 1500 ausgestorben. Zu ihr zählten die folgenden Arten:

nur durch subfossiles Material bekannt, das auf die Zeit zwischen 991 und 1153 n. Chr. datiert ist. Jedoch ist es möglich, dass diese Art erst in post-kolumbischer Zeit durch Ratten ausgerottet wurde.
durch subfossiles Material bekannt, das in Verbindung mit Rattenknochen gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass diese Art bis zur europäischen Besiedelung Hispaniolas in post-kolumbischer Zeit überlebt hat.
durch subfossiles Material bekannt, das in Verbindung mit Rattenknochen gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass diese Art bis zur europäischen Besiedelung Kubas in post-kolumbischer Zeit überlebt hat.
durch subfossiles Material bekannt, das in Verbindung mit Rattenknochen gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass diese Art bis zur europäischen Besiedelung Kubas in post-kolumbischer Zeit überlebt hat.
durch subfossiles Material bekannt, das in Verbindung mit Rattenknochen gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass diese Art bis zur europäischen Besiedelung Hispaniolas in post-kolumbischer Zeit überlebt hat.
durch subfossiles Material bekannt, das in Verbindung mit Rattenknochen gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass diese Art bis zur europäischen Besiedelung Hispaniolas in post-kolumbischer Zeit überlebt hat.

Schlitzrüssler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nur durch subfossiles Material bekannt, das in Verbindung mit Rattenknochen gefunden wurde. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass die Art bis zur Besiedelung Hispaniolas durch die Europäer überlebt hat.

Spitzmäuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
galt bereits um 1908 als ausgestorben, bis die Art im Jahre 1985 kurzfristig wiederentdeckt wurde. Intensive Suchen seit den 2000er-Jahren sind bisher fehlgeschlagen.
nur von zwei männlichen Exemplaren aus dem Jahre 1899 und einem weiteren Männchen aus dem Jahre 1970 bekannt.
Ursprünglich als Unterart der Südlichen Kurzschwanzspitzmaus (Blarina carolinensis) betrachtet. Nur von 27 Exemplaren bekannt, die 1954 gesammelt wurden.

Tenrekartige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldmulle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur von drei Exemplaren bekannt.
Nur vom Holotypus aus dem Jahre 1949 bekannt.

Fledertiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blattnasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

größte bekannte Art der Vampirfledermäuse. Nur durch subfossiles Material bekannt, das auf die Zeit zwischen 1482 und 1795 datiert wird.

Flughunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

das letzte Exemplar wurde 1968 erlegt. Eine unbestätigte Sichtung soll es 1974 gegeben haben.
das letzte Exemplar wurde 1864 auf Mauritius gesammelt.
nur vom Typusmaterial aus dem Jahre 1874 bekannt.
nur vom Holotypus aus dem Jahre 1859 bekannt.
nur von einem Museumsexemplar bekannt, das erst 2009 wissenschaftlich beschrieben wurde.
nur von einem Museumsexemplar bekannt, das erst 2009 wissenschaftlich beschrieben wurde.
nur von drei Exemplaren (von denen nur noch zwei existieren) bekannt, die im Jahre 1870 beschrieben wurden.
nur vom Holotypus bekannt, der 1990 gesammelt wurde.
  • Aru-Flughund (Pteropus aruensis) (Aru-Inseln, Indonesien, 1990er-Jahre?)
der letzte bestätigte Nachweis war vor 1867. Ein zahnloser Kiefer, der zu dieser Art gehören könnte, wurde im Jahr 1992 gefunden.

Neuseelandfledermäuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

bis 1967 in den letzten Refugien durch Ratten ausgerottet.

Glattnasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurden nur noch 20 Exemplare gezählt. Bei einer intensiven Suche im Jahre 2009 wurde kein Exemplar mehr nachgewiesen.
Nur vom Holotypus bekannt, der Ende des 19. Jahrhunderts gesammelt wurde.
subfossil von einem Schädel bekannt, der 1973 beschrieben wurde. Daneben existiert ein Reisebericht von Robert Etheridge aus dem Jahre 1889, in dem eine Fledermaus erwähnt wird, die größer ist als Chalinolobus morio.
bisher wurden nur Weibchen gefunden. Der letzte Nachweis war im Jahr 1989.
zweifelhafte Art, die nur vom Holotypus bekannt geworden ist.
nur vom zerstörten Holotypus bekannt, der 1840 beschrieben wurde.
nur vom Holotypus aus dem Jahr 1962 bekannt.

Hufeisennasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur vom Holotypus aus dem Jahr 1844 bekannt.

Incertae sedis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Boryptera alba (Réunion, 1801)
nur von einem Reisebericht aus dem Jahre 1801 bekannt.

Primaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meerkatzenverwandte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
der letzte gesicherte Nachweis stammt aus dem Jahre 1978. Jedoch könnte ein frisches im Jahre 2001 erworbenes rötliches Affenfell dieses Taxon repräsentieren.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Angola-Diademmeerkatze (Cercopithecus mitis mitis) (Angola)
Nominatform der Diademmeerkatze. Nach Angaben des Mammalogen Jonathan Kingdon aus dem Jahr 1997 ist diese Unterart wahrscheinlich ausgestorben.

Sakiaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt, könnte bis ins frühe 18. Jahrhundert überlebt haben.

Gibbons[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Yunnan-Weißhandgibbon (Hylobates lar yunnanensis) (China, 1990er-Jahre)
1988 zuletzt gesichtet. Eine intensive Suche im Jahre 2007 blieb ergebnislos.

Hasenartige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfeifhasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sardische Pfeifhase wurde zuletzt im Jahre 1774 gesehen.

Nagetiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gould-Maus
Weißfußkaninchenratte
Kleine Häschenratte

Stachelratten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt. Hat vermutlich bis zur Besiedelung Kubas durch die Europäer überlebt.
nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt. Hat vermutlich bis zur Besiedelung Kubas durch die Europäer überlebt.
durch subfossiles Knochenmaterial aus der Zeit der Arawak-Kultur bekannt. Ein Reisebericht von Fernandez de Oviedo y Valdez, der zwischen 1536 und 1546 auf Hispaniola gelebt hatte, könnte dieses Tier beschreiben.
nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt, das auf die Zeit der frühen europäischen Besiedelung datiert wird.

Baumratten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langschwanzmäuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fast kompletter Schädel von Coryphomys musseri (links) im Größenvergleich zum Schädel einer Hausratte
nur vom Holotypus aus dem Jahre 1927 bekannt.
nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt.
nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt.
Die Art galt einst als Plage in ihrem Verbreitungsgebiet. Seit 1845 wurde sie nicht mehr nachgewiesen.
Wurde durch von Ratten eingeschleppte Trypanosomenerreger ausgerottet.
  • Maclear-Ratte (Rattus macleari) (Weihnachtsinsel, Australien, 1903)
Wurde durch von Ratten eingeschleppte Trypanosomenerreger ausgerottet.
nur von drei Exemplaren bekannt, die 1910 und 1956 gesammelt wurden.
der letzte Nachweis war zwischen 1856 und 1857.
Nur von zwei Exemplaren bekannt, die 1896 gesammelt wurden.
Nur von zwei Exemplaren bekannt, von denen eines im Jahre 1843 gesammelt wurde.
Nur von einem Schädel bekannt, der 1845 gefunden wurde.
Nur von Schädelfragmenten bekannt.
Der letzte gesicherte Nachweis stammt aus dem Jahre 1901. Da aber 1977 ein Schädel dieser Art in einem Eulengewölle nachgewiesen wurde, könnte die Langschwanz-Hüpfmaus viel länger überlebt haben.
nur vom Holotypus aus dem Jahre 1953 bekannt.
nur vom Holotypus aus dem Jahre 1946 bekannt.
nur durch drei Exemplare bekannt, die zwischen 1886 und 1888 auf Guadalcanal gesammelt wurden.
nur von einem Exemplar bekannt, das zwischen 1886 und 1888 auf Guadalcanal gesammelt wurde.
der letzte gesicherte Nachweis stammt aus dem Jahre 1933. Jedoch lassen frisch ausgepolsterte Nester dieser Art aus dem Jahre 1970 die die Vermutung zu, dass sie bis in die 1970er-Jahre überlebt haben könnte.
nur von zwei Exemplaren bekannt, die 1890 in Togo gesammelt wurden.
nur vom Holotypus aus dem Jahre 1883 bekannt.
Letzte unbestätigte Sichtung im Jahre 2009, vermutlich durch Meeresspiegelanstieg ausgestorben

Chinchillas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nur von einem Schädel bekannt, der vor 1910 in der Region Cusco in Peru zu Tage gefördert wurde.

Wühler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nur von neun Exemplaren bekannt, die 1960 in Brasilia gesammelt wurden.
die letzte Population wurde 1902 beim Ausbruch des Montagne Pelée ausgelöscht.
wurde gegen 1881 von Mungos ausgerottet. Ein Exemplar lebte zwischen 1849 und 1852 im Londoner Zoo.
nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt. Könnte bis zur Besiedelung Barbudas durch die Europäer im frühen 17. Jahrhundert überlebt haben.
nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt. Möglicher Aussterbezeitraum zwischen 1847 und 1890.
Währende einer Suchexpedition im Jahr 1997 wurde kein Exemplar mehr nachgewiesen.
nur von vier Exemplaren bekannt, die 1897 auf María Madre gesammelt wurden.
Berichte über Reisratten auf Nevis hat es vom 17. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre gegeben.
  • Pemberton-Hirschmaus (Peromyscus pembertoni) (San Pedro Nelasco, Golf von Kalifornien, 1930er-Jahre)
nur von zwölf Exemplaren bekannt, die 1931 auf San Pedro Nelasco gesammelt wurden.
nur von zwei Exemplaren bekannt, die 1894 und 1947 gesammelt wurden.
nur von den Typusexemplaren bekannt, die 1942 gesammelt wurden.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Gull-Wiesenwühlmaus (Microtus pennsylvanicus nesophilus) (Great Gull Island, Long Island Sund, 1898)
Unterart der Wiesenwühlmaus (Microtus pennsylvanicus), 1889 entdeckt und 1898 bereits nicht mehr nachgewiesen.
Unterart der Wiesenwühlmaus (Microtus pennsylvanicus). Der letzte Nachweis war im Jahr 1998.
Unterart der Rocky-Mountains-Wühlmaus (Microtus montanus). Der letzte Nachweis war im Jahr 1933.
Unterart der Baumwollmaus (Peromyscus gossypinus), zuletzt im Jahr 1938 gesichtet.
  • San-Miguel-Hirschmaus (Peromyscus maniculatus streatori) (San Miguel Island, 1860er-Jahre?)
  • Ponce-de-Leon-Küstenmaus (Peromyscus polionotus decoloratus) (Ponce de Leon, Florida, 1959)
Unterart der Küstenmaus (Peromyscus polionotus), zuletzt im Jahr 1959 gesichtet.
  • Sigmodon arizonae arizonae (Camp Verde, Arizona, 1932)
Nominatform der Arizona-Baumwollratte, zuletzt im Jahr 1932 gesichtet.
  • Sigmodon arizonae jacksoni (Fort Whipple, Yavapai County, Arizona, 1916)
Unterart der Arizona-Baumwollratte, nur vom Holotypus aus dem Jahr 1916 bekannt.
  • Synaptomys cooperi paludis (Kansas, 1946)
Unterart des Südlichen Moorlemmings, zuletzt im Jahre 1946 gesichtet.
  • Synaptomys cooperi relictus (Nebraska, 1968)
Unterart des Südlichen Moorlemmings, zuletzt im Jahre 1968 gesichtet.

Taschenratten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Goff-Pinientaschenratte (Geomys pinetis goffi) (Florida, 1955)
Unterart der Südöstlichen Taschenratte oder Pinientaschenratte (Geomys pinetis). Die letzten Exemplare wurden 1955 gesichtet.
  • Sherman-Pinientaschenratte (Geomys pinetis fontanelus) (Georgia, 1950)
Unterart der Südöstlichen Taschenratte oder Pinientaschenratte (Geomys pinetis). Die letzten Exemplare wurden 1950 bei Savannah, Georgia gesammelt.
  • Thomomys bottae abstrusus (Fish Spring Valley, Nye County, Nevada, 1933)
Unterart der Gebirgs-Taschenratte (Thomomys bottae). Nur von fünf Exemplaren bekannt, die 1933 gesammelt wurden.
  • Thomomys bottae curtatus (San Antonio, Nye County, Nevada, 1931)
Unterart der Gebirgs-Taschenratte (Thomomys bottae). Nur von zwölf Exemplaren bekannt, die 1931 gesammelt wurden.
  • Thomomys bottae subsimilis (Arizona, 1917)
Unterart der Gebirgs-Taschenratte (Thomomys bottae). Nur vom 1917 gefundenen weiblichen Holotypus aus den Harquahala Mountains in Arizona bekannt.
  • Thomomys mazama louiei (Washington, 1956)
Unterart der Mazama-Taschenratte (Thomomys mazama). Zuletzt im Jahre 1956 gesichtet. Expeditionen in den Jahren 1977, 1986 und 1995 konnten eine weitere Existenz dieser Unterart nicht bestätigen.
Unterart der Mazama-Taschenratte (Thomomys mazama). Die letzten fünf bekannten Exemplare wurden zwischen 1961 und 1962 gesammelt.

Taschenmäuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nominatform der Weißohr-Taschenmaus (Perognathus alticolus). Zuletzt im Jahre 1934 nachgewiesen.
  • Dipodomys microps russeolus (Dolphin Island, Großer Salzsee, 1940er-Jahre)
Unterart der Meißelzahn-Kängururatte (Dipodomys microps). Starb bei Überschwemmungen auf Dolphin Island infolge drastischer Wasserstandsschwankungen aus.
  • Dipodomys californicus eximius (Marysville Buttes, Kalifornien, 1983)
Unterart der Kalifornischen Kängururatte (Dipodomys californicus). Zuletzt im Jahre 1983 nachgewiesen.
  • Dipodomys heermanni morroensis (Morro Bay, Kalifornien, 1991)
Unterart der Heermann-Kängururatte (Dipodomys heermanni). Zuletzt im Jahre 1991 nachgewiesen.
  • Microdipodops megacephalus nexus (Humboldt County, Lander County, Nevada, 1980er Jahre)
Unterart der Dunklen Kängurumaus. Seit 30 Jahren nicht mehr nachgewiesen.

Hörnchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Tamias umbrinus nevadensis (Sheep Mountains, Nevada, 1960)
Unterart des Uinta-Chipmunks (Tamias umbrinus). Der letzte Nachweis war im Jahr 1960.
Unterart des Königsriesenhörnchens (Ratufa indica). Der letzte Nachweis war im Jahr 1945.

Cetartiodactyla[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hippopotamus madagascariensis
Schomburgk-Hirsch
Blaubock
Auerochse

Flusspferde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt, das auf die Zeit zwischen 155 und 415 n. Chr. datiert wird. Mündlichen Überlieferungen zufolge könnte es aber bis nach 1500 überlebt haben.
nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt, das auf die Zeit zwischen 640 und 1400 n. Chr. datiert wird. Mündlichen Überlieferungen zufolge könnte es aber bis nach 1500 überlebt haben. Augenzeugenberichte über angebliche Flusspferdsichtungen in Madagaskar gab es bis 1976.

Hirsche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
1932 wurde der letzte Schomburgk-Hirsch in der Wildnis geschossen. 1938 wurde das letzte in menschlicher Obhut gehaltene Exemplar von einem Betrunkenen erschlagen.
nach 17-jähriger Abwesenheit wurde ein Exemplar dieser Kantschil-Art im Jahre 1990 wiederentdeckt. Eine weitere Existenz dieser Art kann jedoch nicht bestätigt werden, da weitere Nachweise in der Folgezeit ausgeblieben sind.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hornträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das letzte Exemplar, ein Weibchen, starb 1627 in Polen.
Der letzte Nachweis war im Jahre 1951.
Der letzte Nachweis war im Jahre 1983.
Der letzte Nachweis ist ein Fell, das sich im Zoologischen Institut in Peking befindet und auf den 24. August 1972 datiert ist.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nordafrikanische Kuhantilope
Über den Aussterbezeitpunkt in der Wildnis liegen unterschiedliche Angaben vor. Manche Quellen geben 1902 an, die IUCN den Zeitraum zwischen 1945 und 1954. Das letzte Exemplar in menschlicher Obhut starb 1923 im Zoo von Paris.
Der letzte Nachweis war im Jahre 1925.
Erlegter Bergwisent (1898)
Der letzte freilebende, reinrassige Kaukasus-Wisent wurde 1927 getötet. 1908 wurde der letzte in Gefangenschaft lebende Kaukasus-Wisent mit dem Flachlandwisent gekreuzt.
Das letzte Exemplar wurde 1790 getötet.
Das letzte Weibchen wurde 1892 gesehen.
Das letzte Weibchen starb im Jahre 2000. Ein geklontes Kalb überlebte 2009 für wenige Minuten.

Echte Schweine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur durch subfossiles Material bekannt. Könnte bis ins frühe 17. Jahrhundert überlebt haben.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nominatform des Visayas-Pustelschwein (Sus cebifrons)
  • Südliches Wüstenwarzenschwein (Phacochoerus aethiopicus aethiopicus) (Oranje-Freistaat, 1896)
Die letzten Exemplare fielen 1896 der Rinderpest zum Opfer.
  • Sus scrofa libycus
früher von der Südtürkei bis Palästina beheimatete Unterart
  • Sardisches Wildschwein (Sus scrofa meridionalis)
Unterart aus Korsika und Sardinien

Wale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Chinesischer Flussdelfin
Das letzte gestrandete Weibchen wurde 2002 fotografiert. Eine Suche auf dem Jangtse in den Jahren 2006 und 2007 schlug fehl.

Unpaarhufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pferde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Syrischer Halbesel
Quagga
Unterart des Asiatischen Esels. Das letzte Exemplar starb 1928 im Tiergarten Schönbrunn in Wien.
  • Quagga (Equus quagga quagga) (Oranje-Freistaat, 1883)
Unterart des Steppenzebras. Das letzte Exemplar starb 1883 im Artis Magistra Zoo in Amsterdam.
Das letzte Exemplar starb in den 1880er-Jahren im Zoo von Moskau.
Die letzten Exemplare wurden 1808 aus wirtschaftlichen Gründen an die Bauern verteilt.

Nashörner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die letzten Exemplare fielen Wilderern im Jahre 2006 zum Opfer.
  • Bengalisches Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus inermis) (Bangladesch, Assam und Myanmar, 1910)
Das Bengalische Java-Nashorn wurde 1910 zuletzt gesichtet.
  • Annamitisches Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus annamiticus) (Vietnam, 2010)
Galt schon einmal als ausgestorben, bevor es 1990 wiederentdeckt wurde. Im Frühjahr 2010 fiel das letzte bekannte Weibchen Wilderern zum Opfer.

Seekühe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das letzte Exemplar wurde 1768 von Pelztierjägern erschlagen.

Raubtiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falklandfuchs
Honshū-Wolf
Karibische Mönchsrobbe
Japanischer Seelöwe

Hunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das letzte Exemplar wurde 1876 geschossen.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das letzte Exemplar wurde 1905 erlegt.
Die letzten Exemplare wurden 1889 vergiftet.
der letzte Florida-Rotwolf-Hybride wurde 1917 in Alabama erlegt.

Robben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Exemplare wurden 1952 gesichtet.
Der letzte bestätigte Nachweis stammt aus der Umgebung der Insel Takeshima im Jahre 1951. Sichtungen eines juvenilen Exemplares bei Rebun im Jahre 1974 sind nicht bestätigt.

Marder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Seenerz (Neovison macrodon) (New Brunswick, Kanada, 1894)
Das letzte Exemplar wurde 1894 erlegt.
Der letzte Exemplar wurde 1979 gesichtet. Eine Suche nach der Art in den 1990er-Jahren blieb ohne Ergebnis.
Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der letzte Nachweis ist ein überfahrenes Tier, das 1964 auf einer Straße im Saint Joseph Parish gefunden wurde.

Skunks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Conepatus leuconotus telmalestes (Texas, 1960er-Jahre?)
Unterart des Ferkelskunks (Conepatus leuconotus). Galt 1945 als ausgestorben, nachdem bis dahin nur die Typusexemplare aus dem Jahre 1905 bekannt geworden sind. Ein Skunk, der Anfang der 1960er-Jahre im Waller County, etwa 100 km südwestlich der Typuslokalität, gefunden wurde, könnte dieses Taxon repräsentieren.
  • Conepatus leuconotus figginsi (Synonym: Conepatus leuconotus fremonti) (Fremont County, Baca County, Colorado, 1933)
Unterart des Ferkelskunks (Conepatus leuconotus). Zuletzt im Jahre 1933 nachgewiesen.

Katzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Java-Tiger
Kaspischer Tiger
Sansibar-Leopard
  • Kaplöwe (Panthera leo melanochaitus) (Kap-Provinz, Natal, 1865)
Der letzte reinrassige Kaplöwe wurde 1865 in Natal getötet
Der letzte reinrassige Berberlöwe wurde 1922 geschossen.
  • Balitiger (Panthera tigris balica) (Bali, 1937)
Das letzte Balitigerweibchen wurde am 27. September 1937 geschossen.
  • Java-Tiger (Panthera tigris sondaica) (Java, 1980er-Jahre)
Die letzte bestätigte Sichtung war im Jahre 1980.
Berichten zufolge soll das letzte Exemplar 1959 im Nordiran geschossen worden sein. Angeblich wurden 1972 frische Felle dieser Unterart im illegalen Handel angeboten.
Der letzte Nachweis war im Jahre 1991.
Puma-Unterart mit einem umstrittenen Status. Der letzte bekannte Östliche Puma wurde 1938 in Maine erlegt. 2011 wurde die Unterart vom USFWS offiziell für ausgestorben erklärt.
Die letzte Sichtung war im Jahre 1983.

Madagassische Raubtiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nur durch subfossiles Knochenmaterial bekannt. Ein Reisebericht von Étienne de Flacourt aus dem Jahre 1658 beschreibt ein Raubtier namens Antamba, das eine Riesenfossa gewesen sein könnte.

Schleichkatzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem das letzte bekannte Exemplar 1929 in menschlicher Obhut starb, hielt man diese Art für vermutlich ausgestorben, bis die Zoological Survey of India in den Jahren 1987 und 1990 zwei frische Felle erhielt. In der Folgezeit gab es jedoch keine Nachweise mehr.
  • Königsgenette (Genetta poensis) (Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo, Liberia, Ghana, Bioko, 1940er-Jahre?)
nur von 10 Exemplaren bekannt, von denen die letzten im Jahre 1946 gesammelt wurden.

Bären[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das letzte Exemplar wurde 1922 im Tulare County geschossen.
Die letzten Exemplare fielen Anfang der 1960er-Jahre den Vergiftungs- und Abschussaktionen der Farmer zum Opfer.
  • Atlasbär (Ursus arctos crowtheri) (Atlasgebirge von Marokko bis Libyen, 1870)
Der letzte sichere Beleg ist ein Weibchen, das 1840 an den Ausläufern des Petuan-Gebirges in Algerien geschossen wurde. Nach unbestätigten Berichten des Naturforschers Jules René Bourguignat soll es jedoch noch 1867 im Edough-Massiv im östlichen Algerien Bären gegeben haben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tim Flannery: The Future Eaters: An Ecological History of the Australasian Lands and People, Grove/Atlantic Inc; 2002