Liste grenzüberschreitender und transnationaler Welterbestätten

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Grenzüberschreitende Naturerbestätte Victoriafälle
Nationalmuseum für westliche Kunst in Tokio, Teil der transnationalen Welterbestätte Das architektonische Werk von Le Corbusier

Grenzüberschreitende und transnationale Welterbestätten verdeutlichen in besonderer Weise die Grundsätze der internationalen Zusammenarbeit und Solidarität, die der Welterbekonvention zugrunde liegen. Die meisten UNESCO-Welterbestätten sind demjenigen der Vertragsstaaten der Welterbekonvention zugeordnet, auf dessen Territorium sie liegen. Einige Welterbestätten liegen aber auf dem Territorium mehr als eines Staates. Diese Stätten werden als grenzüberschreitend oder transnational bezeichnet. Die konkrete Ausformung internationaler Zusammenarbeit manifestiert sich vor allem im Management dieser Welterbestätten.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche UNESCO-Kommission unterscheidet diese beiden Begriffe wie folgt:[1]

  • Eine grenzüberschreitende Welterbestätte ist ein zusammenhängendes Gebiet, das sich über zwei oder mehr Vertragsstaaten der Welterbekonvention erstreckt, wie z. B. der Muskauer Park, der sich auf deutschem und polnischem Staatsgebiet befindet.
  • Eine transnationale Welterbestätte setzt sich aus zwei oder mehr geografisch getrennten Teilgebieten in zwei oder mehr Vertragsstaaten der Welterbekonvention zusammen, wie z. B. das architektonische Werk von Le Corbusier.

Auch in den Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt wird ein grenzüberschreitendes Gut (transboundary property) als einzelnes Gut definiert, das sich in dem Hoheitsgebiet aller betroffenen Vertragsstaaten befindet, die an das Gut angrenzen, und ein transnationales Gut (transnational property) als ein aus mehreren Bestandteilen bestehendes Sammelgut (serial property), dessen Bestandteile sich innerhalb des Hoheitsgebiets verschiedener Vertragsstaaten befinden, die nicht aneinander angrenzen müssen.[2]

Bei der Klassifizierung der Welterbestätten auf der Website des UNESCO Welterbe-Zentrums wird diese Unterscheidung jedoch nicht vorgenommen. Unter der Bezeichnung englisch transboundary bzw. französisch transfrontalier werden dort alle Welterbestätten erfasst, an denen zwei oder mehr Vertragsstaaten beteiligt sind.[3]

Manchen dieser grenzüberschreitenden oder transnationalen Welterbestätten liegt eine gemeinsame Nominierung durch mehrere Vertragsstaaten zugrunde. Beispiele dafür sind unter anderen Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen, Sangha Trinational und die beiden obigen Beispiele des Muskauer Parks und des Werks von Le Corbusier.

Andere dieser Stätten wurden zunächst als nationales Welterbe anerkannt und erst durch spätere Erweiterungen zu grenzüberschreitenden oder transnationalen Welterbestätten. Ein Beispiel dafür ist der Nationalparkkomplex W-Arly-Pendjari, von dem der zu Niger gehörende Teil des Nationalpark W bereits 1996 in die Welterbeliste eingetragen worden war, der aber erst 2017 durch die Erweiterung um Gebiete in Burkina Faso und Benin zur grenzüberschreitenden Welterbestätte wurde.

In den Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt werden die beiden vorgenannten Wege zur Bildung einer grenzüberschreitenden oder transnationalen Welterbestätte beschrieben. Den betroffenen Vertragsstaaten wird dringend empfohlen, einen gemeinsamen Verwaltungsausschuss oder ein ähnliches Gremium einzurichten, um die Verwaltung der gesamten Welterbestätte zu überwachen.[2]

Grenzüberschreitende oder transnationale Welterbestätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Juli 2017 sind 37 grenzüberschreitende oder transnationale Stätten in der Welterbeliste eingetragen, 19 als Kulturerbe (K), 16 als Naturerbe (N) und zwei als gemischte Stätten (K/N). Mit dem Strengen Naturreservat Berg Nimba steht eine der grenzüberschreitenden Naturerbestätten auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes, (R). Insgesamt sind 65 Vertragsstaaten an mindestens einer grenzüberschreitenden oder transnationalen Stätte beteiligt.

Die folgende Tabelle listet diese Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr, in dem sie transnational oder grenzüberschreitend wurden.

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Vertragsstaaten Anmerkungen
Mt Saint Elias.jpg Nationalparks Kluane, Wrangell-Saint-Elias und Provinzpark Tatshenshini-Alsek 1979 N 72 KanadaKanada Kanada
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
1979 als grenzüberschreitende Naturerbestätte eingeschrieben, 1992 und 1994 erweitert.
Mount Nimba Strict Nature Reserve-108450.jpg Strenges Naturreservat Berg Nimba 1981 N
(R)
155 ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste
GuineaGuinea Guinea
Ruinas de Sao Miguel das Missoes.jpg Jesuitenreduktionen der Guaraní 1984 K 275 ArgentinienArgentinien Argentinien
BrasilienBrasilien Brasilien
1983 waren zunächst die Ruinen der brasilianischen Missionsstation von São Miguel das Missões als Weltkulturerbe eingetragen worden, 1984 wurde das Welterbe um die argentinischen Missionen Nuestra Señora de Loreto, Nuestra Señora de Santa Ana, San Ignacio Miní und Santa Maria la Mayor erweitert.
Victoria Falls Waterfall-Devils-Cataract.jpg Mosi-oa-Tunya / Victoria-Fälle 1989 N 509 SambiaSambia Sambia
SimbabweSimbabwe Simbabwe
0 Rome - Centre historique (1).JPG Historisches Zentrum Roms, die extraterritorialen Stätten des Heiligen Stuhls in der Stadt und Sankt Paul vor den Mauern 1990 K 91 ItalienItalien Italien
Heiliger StuhlHeiliger Stuhl Heiliger Stuhl
Schon 1980 bei der Eintragung des historischen Zentrum Roms als italienisches Welterbe hatte das Welterbekomitee empfohlen, den Heiligen Stuhl einzuladen, der Welterbe-Konvention beizutreten und die Welterbestätte zu erweitern. Gemäß einem von Italien und dem Heiligen Stuhl gemeinsam eingereichten Antrag wurden 1990 die in der Altstadt Roms liegenden exterritorialen Besitzungen des Heiligen Stuhls und die außerhalb der Altstadt liegende Basilika Sankt Paul vor den Mauern mit in das Welterbe aufgenommen.
La Amistad International Park.JPG Talamanca-Gebirge und Nationalpark La Amistad 1990 N 205 Costa RicaCosta Rica Costa Rica
PanamaPanama Panama
Das 1983 eingerichtete Weltnaturerbe wurde 1990 durch die Erweiterung um den Nationalpark La Amistad zum grenzüberschreitenden Welterbe.
2005-09 Białowieski Park Narodowy 3.jpg Waldgebiet Białowieża 1992 N 33 PolenPolen Polen
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland
Das 1979 in Polen eingerichtete Welterbe wurde durch die Erweiterung von 1992 zum grenzüberschreitenden Welterbe.
SummitLake.JPG Waterton-Glacier International Peace Park 1995 N 354 KanadaKanada Kanada
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Dobšinská Ice Cave, 24.jpg Höhlen im Aggteleker und Slowakischen Karst 1995 N 725 SlowakeiSlowakei Slowakei
UngarnUngarn Ungarn
Das im östlichen Grenzgebiet zwischen Ungarn und der Slowakei gelegene Naturerbe umfasst etwa 566 km2 mit mehr als 1000 bekannten Höhlen.
Cirque de Soaso et massif du Mont-Perdu.jpg Pyrenäen - Mont Perdu 1999 K/N 773 FrankreichFrankreich Frankreich
SpanienSpanien Spanien
1997 als französische Stätte eingerichtet, zwei Jahre später um den spanischen Teil erweitert.
Curonian Spit NP 05-2017 img17 aerial view at Epha Dune.jpg Kurische Nehrung 2000 K 994 LitauenLitauen Litauen
RusslandRussland Russland
Das die fast 100 km lange Halbinsel umfassende Welterbe wird durch die russisch-litauische Grenze in zwei fast gleich große Bereiche geteilt.
Neusiedler See Schilf.JPG Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See 2001 K 772 OsterreichÖsterreich Österreich
UngarnUngarn Ungarn
Teilgebiete des grenzüberschreitenden Kulturerbes sind auch im Rahmen weiterer UNESCO-Programme als Biosphärenreservat und gemäß der Ramsar-Konvention unter Schutz gestellt.
Uvs-noor.jpg Uws-Nuur-Becken 2003 N 769 MongoleiMongolei Mongolei
RusslandRussland Russland
Die Naturerbestätte besteht aus zwölf Teilarealen, sieben nördlich, fünf südlich der mongolisch-russischen Grenze. Da Russland und die Mongolei verschiedenen UNESCO-Regionen zugerechnet werden, ist dies die erste „transregionale“ Welterbestätte.
Das neue Schloss im Fürst- Pückler-Park. IMG 9305WI.jpg Muskauer Park / Park Mużakowski 2004 K 1127 DeutschlandDeutschland Deutschland
PolenPolen Polen
Hadrians Wall with Weedkiller.JPG Grenzen des Römischen Reiches 2005 K 430 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
DeutschlandDeutschland Deutschland
Das seit 1987 bestehende Kulturerbe Hadrianswall in Nordengland wurde 2005 durch die Erweiterung um den Obergermanisch-Raetischen Limes zu einem transnationalen Welterbe mit der Bezeichnung Grenzen des Römischen Reichs. 2008 wurde dieses Welterbe um den Antoninuswall in Südschottland erweitert.
Bellebelfort.jpg Belfriede in Belgien und Frankreich 2005 K 943 BelgienBelgien Belgien
FrankreichFrankreich Frankreich
Das Welterbe umfasste bei der Einschreibung 1999 zunächst 32 Belfriede in Flandern und Wallonien, 2005 grenzüberschreitend erweitert um 23 französische und einen weiteren belgischen Belfried.
Struve Geodetic Arc-fr.svg
Struve-Bogen 2005 K 1187 NorwegenNorwegen Norwegen
SchwedenSchweden Schweden
FinnlandFinnland Finnland
RusslandRussland Russland
EstlandEstland Estland
LettlandLettland Lettland
LitauenLitauen Litauen
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland
UkraineUkraine Ukraine
Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau
Das Weltkulturerbe Struve-Bogen versammelt 34 repräsentative Messpunkte in zehn Ländern, die sich in Nord-Süd-Richtung über etwa 2800 km erstrecken. Dieses Kulturerbe würdigt die internationale, wissenschaftliche Zusammenarbeit während der fast 40-jährigen Messkampagne zur genauen Bestimmung der Erdfigur in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
High Coast (Höga kusten) - by Pudelek 4.jpg Höga Kusten / Kvarken-Archipel 2006 N 898 FinnlandFinnland Finnland
SchwedenSchweden Schweden
Das bi-nationale Naturerbe stellt die geologisch bedeutende Küstenzone sowie marine Ökosysteme im Bottnischen Meerbusen unter Schutz.
1014097-Wassu stone circles-The Gambia.jpg Senegambische Steinkreise 2006 K 1226 GambiaGambia Gambia
SenegalSenegal Senegal
Das 2006 eingetragene, bi-nationale Kulturerbe umfasst vier Gruppen von Steinkreisen, die Steinkreise von Kerr Batch und Wassu in Gambia sowie die Steinkreise von Sine Ngayène und Wanar im Senegal.
Kamenná lúka, Národný park Poloniny.jpgDSCN0147 - Flickr - Infomastern.jpg Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas 2007 N 1133 AlbanienAlbanien Albanien
BelgienBelgien Belgien
BulgarienBulgarien Bulgarien
DeutschlandDeutschland Deutschland
ItalienItalien Italien
KroatienKroatien Kroatien
OsterreichÖsterreich Österreich
RumänienRumänien Rumänien
SlowakeiSlowakei Slowakei
SlowenienSlowenien Slowenien
SpanienSpanien Spanien
UkraineUkraine Ukraine
Bereits 2007 als bi-nationales Welterbe der Slowakei und der Ukraine mit der Bezeichnung Buchenurwälder in den Karpaten eingetragen, wurde das Naturerbe 2011 um fünf deutsche alte Buchenwälder erweitert, und nochmals 2017 auf neun weiteren Staaten ausgedehnt. Das Naturerbe besteht nunmehr aus 78 einzeln ausgewiesenen Waldgebieten. Die Gesamtfläche der eingetragenen Buchenwälder beträgt 92.023 ha, wovon etwa 30 Prozent in der Ukraine liegen.
RhB ABe 4-4 III mit Bernina-Express am Lago Bianco.jpg Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina 2008 K 1276 ItalienItalien Italien
SchweizSchweiz Schweiz
Bi-nationales Welterbe aufgrund des etwa 2,5 km lange Streckenabschnitts der Berninabahn von der schweizerisch-italienischen Grenze bis Tirano in Italien.
Phoca vitulina 3.jpg Wattenmeer der Nordsee 2009 N 1314 DanemarkDänemark Dänemark
DeutschlandDeutschland Deutschland
NiederlandeNiederlande Niederlande
Zunächst 2009 als bi-nationales Welterbe der Niederlande und Deutschlands eingerichtet, wurde das Naturerbe 2014 um das dänische Wattenmeer zu einem tri-nationalen Welterbe erweitert. Bereits 2011 war der deutsche Beitrag um den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer erweitert worden. Teilgebiete des Welterbes sind auch im Rahmen weiterer UNESCO-Programme als Biosphärenreservat und gemäß der Ramsar-Konvention unter Schutz gestellt.
Rock Art Foz Coa 01.jpg Prähistorische Felsritzungen im Tal von Côa und in Siega Verde 2010 K 866 SpanienSpanien Spanien
PortugalPortugal Portugal
Das 1998 eingetragene Welterbe umfasste zunächst den portugiesischen Parque Arqueológico do Vale do Côa und wurde 2010 um das spanische Siega Verde erweitert.
Lake Lugano.jpg Monte San Giorgio 2010 N 1090 ItalienItalien Italien
SchweizSchweiz Schweiz
Zunächst 2003 als Schweizer Welterbe eingetragen, wurde das Naturerbe sieben Jahre später um den italienischen Teil nach Süden erweitert.
D-BW-Uhldingen-Mühlhofen - Pfahlbaumuseum - Haus Schussenried.jpg Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen 2011 K 1363 DeutschlandDeutschland Deutschland
FrankreichFrankreich Frankreich
ItalienItalien Italien
OsterreichÖsterreich Österreich
SchweizSchweiz Schweiz
SlowenienSlowenien Slowenien
Das serielle Welterbe umfasst 111 Areale, davon 56 in der Schweiz, 19 in Italien, 18 in Deutschland, 11 in Frankreich, 5 in Österreich und 2 in Slowenien.
Lobéké buffalo.jpg Sangha Trinational 2012 N 1380 KamerunKamerun Kamerun
Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo
Zentralafrikanische RepublikZentralafrikanische Republik Zentral­afrikanische Republik
Das Weltnaturerbe wurde 2012 als tri-nationales Welterbe eingerichtet und umfasst die Nationalparks Nouabalé-Ndoki, Lobéké und Dzanga-Ndoki in der Republik Kongo, in Kamerun und in der Zentralafrikanischen Republik.
Minas de Almadén (RPS 21-07-2012) carretilla en una galería.png Historische Stätten der Quecksilbergewinnung: Almadén und Idrija 2012 K 1313 SlowenienSlowenien Slowenien
SpanienSpanien Spanien
Das Welterbe umfasst die Quecksilberbergwerke von Almadén und Idrija mit der jeweils zugehörigen Infrastruktur.
Sehlabathebe National Park.jpg Maloti-Drakensberg-Park 2013 K/N 985 LesothoLesotho Lesotho
SudafrikaSüdafrika Südafrika
Das Welterbe umfasste 2000 den Ukhahlamba-Drakensberg Park und seit 2013 den Sehlabathebe-Nationalpark in Lesotho.
Церква Св.Духа (Потелич).JPG Holzkirchen in den Nordkarpaten 2013 K 1424 PolenPolen Polen
UkraineUkraine Ukraine
Jeweils acht polnische und ukrainische Holzkirchen in den nördlichen Karpaten.
Qhapaq ñan Grande route inca.jpg
Qhapaq Ñan – Anden-Straßensystem 2014 K 1459 ArgentinienArgentinien Argentinien
BolivienBolivien Bolivien
ChileChile Chile
EcuadorEcuador Ecuador
KolumbienKolumbien Kolumbien
PeruPeru Peru
Die Hauptstrecke, auch Königsstraße der Anden oder Große Inkastraße genannt, erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über etwa 6000 km. Das Straßennetzwerk hat einschließlich Nebenstrecken und Querverbindungen eine Gesamtlänge von mehr als 30.000 km. Das Welterbe setzt sich zusammen aus 137 Einzelarealen mit 308 archäologischen Fundstätten, die etwa 600 km des Straßensystems abdecken.
Silk Road 1992.jpg Routen der Seidenstraße 2014 K 1442 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
KasachstanKasachstan Kasachstan
KirgisistanKirgisistan Kirgisistan
Aksu Jabagly 2.JPG Westliches Tian-Shan-Gebirge 2016 N 1490 KasachstanKasachstan Kasachstan
KirgisistanKirgisistan Kirgisistan
UsbekistanUsbekistan Usbekistan
Notre Dame du Haut(ws).jpg Das architektonische Werk von Le Corbusier – ein herausragender Beitrag zur „Modernen Bewegung“ 2016 K 1321 ArgentinienArgentinien Argentinien
BelgienBelgien Belgien
DeutschlandDeutschland Deutschland
FrankreichFrankreich Frankreich
IndienIndien Indien
JapanJapan Japan
SchweizSchweiz Schweiz
Das serielle Weltkulturerbe umfasst 17 Einzelstätten in drei UNESCO-Regionen. Der Schwerpunkt liegt in Europa mit zehn Stätten in Frankreich, zwei in der Schweiz und jeweils einer in Belgien und Deutschland, außerhalb Europas sind Argentinien, Indien und Japan mit je einer Stätte beteiligt.
13st Radimlja.jpg Stećci - Mittelalterliche Grabsteine 2016 K 1504 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina
KroatienKroatien Kroatien
MontenegroMontenegro Montenegro
SerbienSerbien Serbien
Das serielle Weltkulturerbe umfasst 30 Grabstein-Ensembles an 28 Orten. Der Schwerpunkt liegt mit 22 Ensembles in Bosnien und Herzegowina, dazu kommen zwei Ensembles im südlichen Kroatien und jeweils drei Ensembles im westlichen Montenegro und westlichen Serbien.
Elephants bath park w wide 2006.jpg Nationalparkkomplex W-Arly-Pendjari 2017 N 749 BeninBenin Benin
Burkina FasoBurkina Faso Burkina Faso
NigerNiger Niger
Der zum Niger gehörende Teil des Nationalpark W war 1996 in die Liste des Welterbes eingeschrieben worden, 2017 Erweiterung um den Nationalpark Arly in Burkina Faso und den Nationalpark Pendjari im Benin.
Daursky reserve.jpg Daurische Landschaften 2017 N 1448 MongoleiMongolei Mongolei
RusslandRussland Russland
Umfasst unter anderem das Daurisches Naturreservat in Russland. Nach dem Uws-Nuur-Becken ist dies das zweite gemeinsame Naturerbe Russlands und der Mongolei.
Zadar PortaTerraferma.jpg Venezianisches Verteidigungs­system des 15. bis 17. Jahrhunderts 2017 K 1533 ItalienItalien Italien
KroatienKroatien Kroatien
MontenegroMontenegro Montenegro
Das Welterbe umfasst insgesamt sechs befestigte Städte, in Italien Bergamo, Peschiera del Garda und Palmanova, in Kroatien Zadar und die Festung St. Nikola in Šibenik-Knin sowie Kotor in Montenegro.

Sonderfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manchen Stätten, die Potential für transnationale und grenzüberschreitende Welterbestätten hätten oder gehabt hätten, wurden dennoch als voneinander getrennte Welterbestätten in die Welterbeliste eingetragen.

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Vertragsstaaten Anmerkungen
Iguazu National Park Falls.jpg Nationalpark Iguazú 1984 N 303 ArgentinienArgentinien Argentinien Mit zwei Jahren Abstand wurden die beiden Nationalparks, die den argentinischen bzw. brasilianischen Teil der Iguazú/Iguaçu-Wasserfälle umfassen, als zwei selbständige Weltnaturerbestätten eingetragen.
Iguacu-004.jpg
Nationalpark Iguaçu 1986 N 355 BrasilienBrasilien Brasilien
Sundarbans-crosji.jpg Nationalpark Sundarbans 1987 N 452 IndienIndien Indien Zehn Jahre nachdem der indische Nationalpark Sundarbans zum Weltnaturerbe erklärt wurde, wurden auch Mangrovenwälder der Sundarbans in Bangladesch in die Liste des Welterbes eingetragen. Beides sind eigenständige Naturerbestätten.
Sundarban mangrove.jpg Mangrovenwälder der Sundarbans 1997 N 798 BangladeschBangladesch Bangladesch
Hwando Mountain Fortress 3.JPG Hauptstädte und Grabmäler des antiken Königreichs Koguryo 2004 K 1135 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China Das chinesische Welterbe umfasst die drei Hauptstädte Wunu Shancheng, Guonei Cheng und Wandu Shancheng des Königreichs Koguryŏ, das im 1. Jahrtausend n. Chr. das nördlichste und größte der drei Reiche von Korea war, sowie 40 der Gräber seiner Herrscher am Donggou-Fluss. Das nordkoreanische Welterbe besteht aus 12 Gruppen von Grabstätten der Könige von Koguryŏ aus der Zeit nach der Verlegung der Hauptstadt nach Pjöngjang. Obwohl im gleichen Jahr zum Welterbe erklärt, handelt es sich hierbei um zwei eigenständige Einträge in die Liste des Welterbes.
One of the Three Mausoleums at Kangso (10104282095).jpg Koguryo-Grabstätten 2004 K 1091 Korea NordNordkorea Nordkorea
Land of Frankincense-118845.jpg Land des Weihrauchs 2000 K 1010 OmanOman Oman Die Kulturerbestätte im Oman war 2000 zunächst unter der Bezeichnung Die Weihrauchstraße in das Welterbe aufgenommen worden, und wurde 2005 umbenannt in Land des Weihrauchs. Ebenfalls 2005 wurde die Welterbestätte Weihrauchstraße – Wüstenstädte im Negev in Israel in die Liste des Welterbes eingeschrieben. Beide Stätten stehen im engen Zusammenhang mit der Weihrauchstraße, einer der ältesten Handelsrouten der Welt.
Avdat 02.jpg Weihrauchstraße – Wüstenstädte im Negev 2005 K 1107 IsraelIsrael Israel
Cerkov Prenesenia ostatkov svateho Mikulasa Ruska Bystra okres Snina.jpg Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten 2008 K 1273 SlowakeiSlowakei Slowakei Neben der 2008 eingetragenen slowakischen Welterbestätte Holzkirchen in den Karpaten gibt es seit 2013 getrennt davon auch die bi-nationale Welterbestätte Holzkirchen in den Karpaten in Polen und der Ukraine. Insgesamt gehören 24 Holzkirchen in den Karpaten als Bestandteile serieller Welterbestätten zum Weltkulturerbe.
Radruż2.jpg Holzkirchen in den Nordkarpaten 2013 K 1424 PolenPolen Polen
UkraineUkraine Ukraine

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Welterbe über Grenzen hinweg. In: www.unesco.de. Deutsche UNESCO-Kommission, abgerufen am 31. Januar 2019.
  2. a b Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. (PDF, 352 kB) Die Richtlinien der UNESCO. Übersetzung des Sprachendienstes des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, Januar 2008, abgerufen am 12. Juli 2017 (Abschnitt III.C. Ziffern 134. bis 139.).
  3. World Heritage List – Transboundary / Liste du patrimoine mondial – Transfrontaliers. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 12. Juli 2017.