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Liste tödlich verunglückter Formel-1-Fahrer

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Das Grab von Ayrton Senna in Morumbi

Das Risiko von schweren Unfällen gilt als untrennbar mit der Formel 1 verbunden. Ihre Folgen haben sich allerdings seit Gründung der sogenannten „Königsklasse“ im Jahr 1950 drastisch verändert. Bis in die 1970er Jahre hinein waren tödliche Unfälle häufig. Sie wurden betrauert, aber auch als unkalkulierbares Risiko akzeptiert. Doch die immer schneller werdenden Formel-1-Autos veranlassten die Piloten bald zu Protesten. Sie wollten nicht länger Spielbälle der Veranstalter und Teams sein und engagierten sich für mehr Sicherheit. Seit vielen Jahren schon verhindern immer schärfere Sicherheitsbestimmungen für Fahrzeuge und Strecken schlimme Unfallfolgen.

Seit 1994 starben Formel-1-Piloten nur an den Spätfolgen von Kollisionen durch besonders ungünstige Umstände. María de Villota stieß 2012 bei Testfahrten mit geringer Geschwindigkeit gegen die Ladefläche eines Lkw, erlitt einen Schädelbruch und verlor ein Auge, und verstarb überraschend ein Jahr später. Jules Bianchi fuhr 2014 beim Großen Preis von Japan in einen Radlader, der ein anderes Unfallfahrzeug barg, und erlag 2015 einem Schädel-Hirn-Trauma.

Die unten aufgeführten Listen tödlich verunglückter Formel-1-Fahrer bieten einen Überblick über deren Unfälle. Dabei werden jedoch nur Unfälle berücksichtigt, die sich während offizieller Grand-Prix-Wochenenden, bei Testfahrten oder in anderen Motorsportserien ereignet haben. Nicht aufgeführt sind Fahrer, die infolge von anderweitigen Unfällen starben (so kamen beispielsweise der frühere Weltmeister und Teamchef Graham Hill sowie sein Fahrer Tony Brise 1975 bei einem Flugzeugabsturz nach Testfahrten ums Leben).

Bei Formel-1-Rennen und -Trainings tödlich verunglückte Fahrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Abschnitt führt die Fahrer auf, die unmittelbar tödlich bei einem Formel-1-Rennen und -Training verunglückt sind oder an den Folgen dieses Unfalls in den folgenden 30 Tagen verstorben sind. Die „30-Tage-Frist“ ist an die Festlegungen für die statistische Erfassung der Verkehrstoten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union und der FIA angelehnt.[1][2][3][4]

Später verstorbene Teilnehmer sind im Abschnitt „#Fahrer, die an den Spätfolgen verstorben sind“ aufgeführt.

Land Fahrer Datum Fahrzeug/Team Details
BelgienBelgien Charles de Tornaco 18. September 1953 Ferrari (Ecurie Francorchamps) Gran Premio di Modena (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
ArgentinienArgentinien Onofre Marimón 31. Juli 1954 Maserati Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Training)
ItalienItalien Mario Alborghetti 11. April 1955 Maserati Grand Prix Automobile de Pau (Rennen zählte nicht zur WM)
ItalienItalien Luigi Musso 06. Juli 1958 Ferrari Großer Preis von Frankreich/Reims (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Collins 03. August 1958 Ferrari Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stuart Lewis-Evans 25. Oktober 1958 Vanwall Großer Preis von Marokko 1958/Casablanca (Rennen) – 6 Tage später (Verbrennungen)
Vereinigte Staaten 49Vereinigte Staaten Harry Schell 13. Mai 1960 Ecurie Bleue BRDC International Trophy, Silverstone (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chris Bristow 19. Juni 1960 Cooper-Climax Großer Preis von Belgien/Spa-Francorchamps (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alan Stacey 19. Juni 1960 Lotus-Climax Großer Preis von Belgien/Spa-Francorchamps (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Shane Summers 01. Juni 1961 Cooper-Climax Silver City Trophy/Brands Hatch (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Wolfgang Graf Berghe von Trips 10. September 1961 Ferrari Großer Preis von Italien/Monza (Rennen); postum Vizeweltmeister
Mexiko 1934Mexiko Ricardo Rodríguez 01. November 1962 Lotus-Climax (Rob Walker Racing Team) Mexiko/Mexiko-Stadt (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
Rhodesien und NjassalandFöderation von Rhodesien und Njassaland Gary Hocking 21. Dezember 1962 Lotus-Climax (Rob Walker Racing Team) GP Natal/Südafrika (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
NiederlandeNiederlande Carel Godin de Beaufort 02. August 1964 Porsche Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Training)
ItalienItalien Lorenzo Bandini 10. Mai 1967 Ferrari Großer Preis von Monaco/Monte Carlo (Rennen) – 3 Tage später (Verbrennungen)
FrankreichFrankreich Jo Schlesser 07. Juli 1968 Honda Großer Preis von Frankreich/Rouen (Rennen)
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Gerhard Mitter 01. August 1969 BMW (F2) Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Training)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage 21. Juni 1970 De Tomaso-Ford für Frank Williams Racing Cars Großer Preis der Niederlande/Zandvoort (Rennen)
OsterreichÖsterreich Jochen Rindt 05. September 1970 Lotus-Ford Großer Preis von Italien/Monza (Training); postum Weltmeister
SchweizSchweiz Joseph Siffert 24. Oktober 1971 B.R.M. England/Brands Hatch – „World Championship Race“ (Rennen; Rennen zählte nicht zur WM)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Roger Williamson 29. Juli 1973 March-Ford Großer Preis der Niederlande/Zandvoort (Rennen)
FrankreichFrankreich François Cevert 06. Oktober 1973 Tyrrell-Ford Großer Preis der USA/Watkins Glen (Training)
OsterreichÖsterreich Helmut Koinigg 06. Oktober 1974 Surtees-Ford Großer Preis der USA/Watkins Glen (Rennen)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Donohue 19. August 1975 March-Ford Großer Preis von Österreich/Spielberg (Warm Up) – 2 Tage später (Hirn-Thrombus)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tom Pryce 05. März 1977 Shadow-Ford Großer Preis von Südafrika/Kyalami (Rennen)
SchwedenSchweden Ronnie Peterson 11. September 1978 Lotus-Ford Großer Preis von Italien/Monza (Rennen) – 1 Tag später (Embolie); postum Vizeweltmeister
KanadaKanada Gilles Villeneuve 08. Mai 1982 Ferrari Großer Preis von Belgien/Zolder (Training)
ItalienItalien Riccardo Paletti 13. Juni 1982 Osella-Ford Großer Preis von Kanada/Montréal (Rennen)
OsterreichÖsterreich Roland Ratzenberger 30. April 1994 Simtek-Ford Großer Preis von San Marino/Imola (Qualifying)
BrasilienBrasilien Ayrton Senna 01. Mai 1994 Williams-Renault Großer Preis von San Marino/Imola (Rennen)

Fahrer, die an den Spätfolgen verstorben sind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Abschnitt führt die Fahrer auf, die nach über 30 Tagen an den Spätfolgen eines Unfalls bei Formel-1-Rennen oder -Training verstorben sind. Die „30-Tage-Frist“ ist an die Festlegungen für die statistische Erfassung der Verkehrstoten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union und der FIA angelehnt.[1][2][3][4]

Land Fahrer Datum Fahrzeug/Team Details
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Taylor 08. September 1966 Brabham-B.R.M. Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Rennen) – 4½ Wochen später (Brandwundeninfektion)
FrankreichFrankreich Jules Bianchi 17. Juli 2015 Marussia-Ferrari Großer Preis von Japan/Suzuka (Rennen) – 9 Monate später (Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas)

Bei Formel-1-Testfahrten tödlich verunglückte Fahrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Fahrer Datum Fahrzeug/Team Details
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Cameron C. Earl 18. Juni 1952 ERA (MIRA) Testfahrten in Nuneaton (GB)
ItalienItalien Eugenio Castellotti 14. März 1957 Ferrari Testfahrten in Modena (I)
ItalienItalien Giulio Cabianca 15. Juni 1961 Cooper (Scuderia Castellotti) Testfahrten in Modena (I)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bob Anderson 14. August 1967 Brabham-Climax (DW Racing Enterprises) Testfahrten in Silverstone (GB)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Peter Revson 22. März 1974 Shadow-Ford Testfahrten in Kyalami (ZA)
AustralienAustralien Brian McGuire 29. August 1977 McGuire Testfahrten in Brands Hatch (GB)
FrankreichFrankreich Patrick Depailler 01. August 1980 Alfa Romeo Testfahrten in Hockenheim (D)
ItalienItalien Elio de Angelis 15. Mai 1986 Brabham BMW Turbo Testfahrten in Le Castellet (F) am 14. Mai 1986
SpanienSpanien María de Villota 11. Oktober 2013 Marussia Testfahrten bei Duxford (GB) am 3. Juli 2012 - Spätfolgen des Unfalls (Schädelbruch)

Formel-1-Fahrer, die bei anderen Motorsportrennen oder bei Testfahrten ums Leben kamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Fahrer Datum Details
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Joe Fry 29. Juli 1950 Bergrennen im Blandford Military Camp in Dorset
FrankreichFrankreich Raymond Sommer 10. September 1950 Rennen in Cadours, Südfrankreich
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Cecil Green 29. Juli 1951 Rennen der AAA auf dem Winchester Speedway, USA
ItalienItalien Luigi Fagioli 20. Juni 1952 Sportwagenrennen in Monte Carlo, Training – starb drei Wochen später
ItalienItalien Felice Bonetto 21. November 1953 Carrera Panamericana in Silao/Mexiko
FrankreichFrankreich Guy Mairesse 24. April 1954 Montlhéry/Frankreich
ItalienItalien Alberto Ascari 26. Mai 1955 Private Sportwagen-Testfahrt in Monza
FrankreichFrankreich Pierre Levegh 11. Juni 1955 24-Stunden-Rennen von Le Mans
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Don Beauman 07. September 1955 Sportwagen-Rennen in Wicklow/Irland
FrankreichFrankreich Louis Rosier 29. Oktober 1956 Rennen Coup de Salon in Paris
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ken Wharton 12. Januar 1957 Sportwagen-Rennen in Ardmore/Neuseeland
Spanien 1945Spanien Alfonso de Portago 12. Mai 1957 Mille Miglia von Brescia
ItalienItalien Piero Carini 30. Mai 1957 Sportwagenrennen bei St. Etienne
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Herbert MacKay-Fraser 14. Juli 1957 Coupe de Vitesse, F2-Rennen in Reims
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich William Whitehouse 14. Juli 1957 Formel-2-GP von Reims
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Archie Scott-Brown 19. Mai 1958 Sportwagen-Rennen in Spa-Francorchamps
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Erwin Bauer 02. Juni 1958 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Whitehead 21. September 1958 Tour de France für Automobile
FrankreichFrankreich Jean Behra 01. August 1959 Sportwagenrennen Berlin-AVUS
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ivor Bueb 01. August 1959 Trophée Auvergne in Clermont-Ferrand
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Harry Blanchard 31. Januar 1960 1000-km-Rennen in Buenos Aires
Venezuela 1954Venezuela Ettore Chimeri 27. Februar 1960 Grand Prix für Sportwagen in Kuba
Kanada 1957Kanada Peter Ryan 02. Juli 1962 Coupe de Vitesse des Juniors in Reims
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim Mayer 28. Februar 1964 Tasman-Serie/Australien/Longford
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Walt Hansgen 07. April 1966 Testfahrten für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans
ItalienItalien Giacomo Russo 18. Juni 1967 Formel-3-Rennen in Caserta, Italien
BelgienBelgien Georges Berger 23. August 1967 Marathon de la Route auf dem Nürburgring
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ian Raby 07. November 1967 Formel-2-EM-Lauf in Zandvoort
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark 07. April 1968 Formel-2-EM-Lauf in Hockenheim
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Spence 07. Mai 1968 500 Meilen von Indianapolis, Training
ItalienItalien Ludovico Scarfiotti 08. Juni 1968 Berg-EM-Lauf in Rossfeld bei Berchtesgaden
BelgienBelgien Lucien Bianchi 30. März 1969 24-Stunden-Rennen von Le Mans, Vortraining
AustralienAustralien Paul Hawkins 26. Mai 1969 Tourist-Trophy-Rennen im Oulton Park
MexikoMexiko Moisés Solana 27. Juli 1969 Bergrennen von Valle de Bravo-Bosencheve in Mexiko
NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren 02. Juni 1970 CanAm-Testfahrten in Goodwood
ItalienItalien Ignazio Giunti 10. Januar 1971 1000-km-Rennen in Buenos Aires
MexikoMexiko Pedro Rodríguez 11. Juli 1971 Interserie-Rennen auf dem Norisring
SchwedenSchweden Joakim Bonnier 11. Juni 1972 24-Stunden-Rennen von Le Mans
ArgentinienArgentinien Nasif Estéfano 21. Oktober 1973 Langstreckenrennen in Aimogasta
SchweizSchweiz Silvio Moser 26. Mai 1974 1000-km-Rennen von Monza
SchweizSchweiz Herbert Müller 24. Mai 1981 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Rolf Stommelen 24. April 1983 Sportwagenrennen in Riverside/USA
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Manfred Winkelhock 12. August 1985 Sportwagen-WM, 1000 km von Mosport/Kanada
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Stefan Bellof 01. September 1985 Sportwagen-WM, 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps
OsterreichÖsterreich Jo Gartner 01. Juni 1986 24-Stunden-Rennen von Le Mans
FrankreichFrankreich Didier Pironi 23. August 1987 Powerboat-Unfall bei der Isle of Wight/England
NeuseelandNeuseeland Denis Hulme 04. Oktober 1992 Herzinfarkt während eines Tourenwagenrennens auf dem Mount Panorama Circuit
ItalienItalien Michele Alboreto 25. April 2001 Sportwagen-Testfahrten auf dem Lausitzring im Audi R8 LM
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Justin Wilson 24. August 2015 Lauf der IndyCar Series auf dem Pocono Raceway
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Chet Millera 15. Mai 1953 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Carl Scarborougha 30. Mai 1953 500 Meilen von Indianapolis, Rennen
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Manuel Ayuloa 16. Mai 1955 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Bill Vukovicha 30. Mai 1955 500 Meilen von Indianapolis
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Keith Andrewsa 15. Mai 1957 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Pat O’Connora 30. Mai 1958 500 Meilen von Indianapolis
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Jerry Unsera 17. Mai 1959 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Bob Cortnera 19. Mai 1959 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tony Bettenhausena 12. Mai 1961 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Sachsa 30. Mai 1964 500 Meilen von Indianapolis
a Diese Piloten nahmen an der Formel-1-Weltmeisterschaft nur im Rahmen des Indy 500 teil, das von 1950 bis 1960 offizieller Wertungslauf der F1-WM war. Sie werden aber allgemein nicht als Formel-1-Fahrer angesehen.

Tödlich verunglückte Formel-1-Fahrer, die ehemalige oder amtierende Weltmeister waren oder beim Unfall in der F1-WM führten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Fahrer Datum Fahrzeug Unfall WM-Erfolge bzw. WM-Situation
ItalienItalien Alberto Ascari 26. Mai 1955 Ferrari 750 Monza Private Sportwagen-Testfahrt in Monza zweifacher Automobil-Weltmeister (1952, 1953, beide WM ausgeschrieben nach Formel-2-Reglement)
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Wolfgang Graf Berghe von Trips 10. September 1961 Ferrari Großer Preis von Italien/Monza (Rennen) starb als F1-WM-Führender; wurde mit Ende des Unglücksrennens von Phil Hill von Rang 1 um nur einen Punkt verdrängt
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark 07. April 1968 Lotus 48 Formel-2-EM-Lauf in Hockenheim zweifacher Formel-1-Weltmeister (1963, 1965)
OsterreichÖsterreich Jochen Rindt 05. September 1970 Lotus-Ford Großer Preis von Italien/Monza (Training) starb als F1-WM-Führender und wurde zu Saisonende mit einem verbleibenden Vorsprung von fünf Punkten vor Jacky Ickx postum Weltmeister
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Stefan Bellofb 01. September 1985 Porsche 956 Sportwagen-WM, 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps starb als amtierender Sportwagen-Weltmeister (1984 auf Porsche)
NeuseelandNeuseeland Denis Hulme 04. Oktober 1992 BMW M3 Herzinfarkt während eines Tourenwagenrennens auf dem Mount Panorama Circuit ehemaliger Formel-1-Weltmeister (1967)
BrasilienBrasilien Ayrton Senna 01. Mai 1994 Williams-Renault Großer Preis von San Marino/Imola (Rennen) dreifacher Formel-1-Weltmeister (1988, 1990, 1991)
b Dieser Pilot war nie Formel-1-Weltmeister, aber zum Zeitpunkt des Unfalls amtierender Weltmeister einer FIA-WM und bei einem Formel-1-Rennstall unter Vertrag.

Anzahl der tödlich verunglückten F1-Piloten nach ihrer Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Land Anzahl
F1-Rennen F1-Tests Andere Gesamt
01 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 9 2 7 18
02 ItalienItalien Italien 4 3 7 14
03 FrankreichFrankreich Frankreich 3 1 5 9
04 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2 1 5 081
05 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland 2 - 4 6
06 OsterreichÖsterreich Österreich 3 - 1 4
07 BelgienBelgien Belgien - 1 2 3
SchweizSchweiz Schweiz 1 - 2
09 MexikoMexiko Mexiko 1 - 1 2
SchwedenSchweden Schweden 1 - 1
AustralienAustralien Australien - 1 1
NeuseelandNeuseeland Neuseeland - - 2
13 ArgentinienArgentinien Argentinien 1 - - 1
BrasilienBrasilien Brasilien 1 - -
KanadaKanada Kanada 1 - -
NiederlandeNiederlande Niederlande 1 - -
Rhodesien und NjassalandFöderation von Rhodesien und Njassaland Föderation von Rhodesien und Njassaland 1 - -
SpanienSpanien Spanien - - 1
VenezuelaVenezuela Venezuela - - 1
a Piloten, die in der Zeit von 1950 bis 1960 beim Indy 500 ums Leben kamen, wurden nicht mitgezählt.

Strecken, auf denen Fahrer bei offiziellen Formel-1-Rennen tödlich verunglückten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei oder nach Unfällen auf der alten Nordschleife des Nürburgrings verloren fünf F1-Piloten ihr Leben
Im italienischen Monza starben drei Fahrer bei F1-Rennen
Auf dem Indianapolis Motor Speedway in den USA ereigneten sich die meisten tödlichen Unfälle
Rang Strecke Land Unfälle
Gesamt Erster Letzter
1 Nürburgring Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland 5 1954 1969
2 Monza ItalienItalien Italien 3 1961 1978
3 Brands Hatch Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2 1961 1971
Spa-Francorchamps BelgienBelgien Belgien 1960 1960
Zandvoort NiederlandeNiederlande Niederlande 1970 1973
Watkins Glen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1973 1974
Imola ItalienItalien Italien 1994 1994
8 Pau FrankreichFrankreich Frankreich 1 1954
Reims FrankreichFrankreich Frankreich 1958
Ain-Diab MarokkoMarokko Marokko 1958
Mexiko-Stadt MexikoMexiko Mexiko 1962
Natal Sudafrika 1961Südafrika Südafrika 1962
Monte Carlo MonacoMonaco Monaco 1967
Rouen FrankreichFrankreich Frankreich 1968
Spielberg OsterreichÖsterreich Österreich 1975
Kyalami Sudafrika 1961Südafrika Südafrika 1977
Zolder BelgienBelgien Belgien 1982
Montréal KanadaKanada Kanada 1982
Suzuka JapanJapan Japan 2014
Indianapolis Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1 8a 1953 1959
a Das Indy 500 gehörte von 1950 bis 1960 offiziell zur Formel-1-Weltmeisterschaft, d. h. es waren auch F1-Fahrzeuge zugelassen. Die Fahrer, die dort verunglückten, kamen allerdings nicht in F1-Autos ums Leben. Zudem wurde das Indy 500 trotz seiner vorübergehenden Zugehörigkeit zur F1-WM nicht als klassisches Formel-1-Rennen betrachtet, da es sich um ein Rennen auf einem Ovalkurs handelt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Beteiligte und Verunglückte - Getötete bei Verkehrsunfällen, Seite des Statistisches Bundesamt (Deutschland), abgerufen am 23. August 2015.
  2. a b Verkehrsunfälle, Seite des Bundesamt für Statistik (Schweiz), abgerufen am 23. August 2015.
  3. a b Verkehrsunfallstatistik 2007, Information des Statistik Austria, abgerufen am 23. August 2015.
  4. a b FIA-Unfalldatenbank - Der Bianchi-Unfall und seine Folgen, auto-motor-sport.de vom 21. Juli 2015, abgerufen am 23. August 2015.
Diese Seite wurde am 28. Januar 2008 in dieser Version in die Auswahl der informativen Listen und Portale aufgenommen.