Liste tödlich verunglückter Formel-1-Fahrer

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Das Grab von Ayrton Senna in Morumbi.

Die Gefahr von schweren Unfällen gilt als untrennbar mit der Formel 1 verbunden. Ihre Folgen haben sich allerdings seit Gründung der sogenannten „Königsklasse“ im Jahr 1950 drastisch verändert. Bis in die 1970er Jahre hinein waren tödliche Unfälle häufig. Sie wurden betrauert, aber auch als unkalkulierbares Risiko akzeptiert. Doch die immer schneller werdenden Formel-1-Autos veranlassten die Piloten bald zu Protesten. Sie wollten nicht länger Spielbälle der Veranstalter und Teams sein und engagierten sich für mehr Sicherheit. Seit vielen Jahren schon verhindern immer schärfere Sicherheitsbestimmungen für Fahrzeuge und Strecken schlimme Unfallfolgen.

Jules Bianchi ist der bislang letzte tödlich verunglückte Fahrer der Formel 1. Am 17. Juli 2015 erlag Bianchi einem Schädel-Hirn-Trauma, das er sich neun Monate zuvor beim Großen Preis von Japan zugezogen hatte.

Die unten aufgeführten Listen tödlich verunglückter Formel-1-Fahrer bieten einen Überblick über deren Unfälle. Dabei werden jedoch nur Unfälle berücksichtigt, die sich während offizieller Grand-Prix-Wochenenden, bei Testfahrten oder in anderen Motorsportserien ereignet haben. Nicht aufgeführt sind Fahrer, die infolge von anderweitigen Unfällen starben (so kamen beispielsweise der frühere Weltmeister und Teamchef Graham Hill sowie sein Fahrer Tony Brise 1975 bei einem Flugzeugabsturz nach Testfahrten ums Leben).

Bei Formel-1-Rennen und -Trainings tödlich verunglückte Fahrer[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt führt die Fahrer auf, die unmittelbar tödlich bei einem Formel-1-Rennen und -Training verunglückt sind oder an den Folgen dieses Unfalls in den folgenden 30 Tagen verstorben sind. Die „30-Tage-Frist“ ist an die Festlegungen für die statistische Erfassung der Verkehrstoten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union und der FIA angelehnt.[1][2][3][4]

Später verstorbene Teilnehmer sind im Abschnitt „#Fahrer, die an den Spätfolgen verstorben sind“ aufgeführt.

Land Fahrer Datum Fahrzeug/Team Details
BelgienBelgien de Tornaco, CharlesCharles de Tornaco 18. September 1953 Ferrari (Ecurie Francorchamps) Gran Premio di Modena (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
ArgentinienArgentinien Onofre Marimón 31. Juli 1954 Maserati Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Training)
ItalienItalien Alborghetti, MarioMario Alborghetti 11. April 1955 Maserati Grand Prix Automobile de Pau (Rennen zählte nicht zur WM)
ItalienItalien Musso, LuigiLuigi Musso 6. Juli 1958 Ferrari Großer Preis von Frankreich/Reims (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Collins, PeterPeter Collins 3. August 1958 Ferrari Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis-Evans, StuartStuart Lewis-Evans 25. Oktober 1958 Vanwall Großer Preis von Marokko 1958/Casablanca (Rennen) – 6 Tage später (Verbrennungen)
Vereinigte Staaten 49Vereinigte Staaten Schell, HarryHarry Schell 13. Mai 1960 Ecurie Bleue BRDC International Trophy, Silverstone (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bristow, ChrisChris Bristow 19. Juni 1960 Cooper-Climax Großer Preis von Belgien/Spa-Francorchamps (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stacey, AlanAlan Stacey 19. Juni 1960 Lotus-Climax Großer Preis von Belgien/Spa-Francorchamps (Rennen)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Summers, ShaneShane Summers 1. Juni 1961 Cooper-Climax Silver City Trophy/Brands Hatch (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Graf Berghe von Trips, WolfgangWolfgang Graf Berghe von Trips 10. September 1961 Ferrari Großer Preis von Italien/Monza (Rennen); Postum Vizeweltmeister
Mexiko 1934Mexiko Ricardo Rodríguez 1. November 1962 Lotus-Climax (Rob Walker Racing Team) Mexiko/Mexiko-Stadt (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
Rhodesien und NjassalandFöderation von Rhodesien und Njassaland Gary Hocking 21. Dezember 1962 Lotus-Climax (Rob Walker Racing Team) GP Natal/Südafrika (Training; Rennen zählte nicht zur WM)
NiederlandeNiederlande Godin de Beaufort, CarelCarel Godin de Beaufort 2. August 1964 Porsche Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Training)
ItalienItalien Bandini, LorenzoLorenzo Bandini 10. Mai 1967 Ferrari Großer Preis von Monaco/Monte Carlo (Rennen) – 3 Tage später (Verbrennungen)
FrankreichFrankreich Schlesser, JoJo Schlesser 7. Juli 1968 Honda Großer Preis von Frankreich/Rouen (Rennen)
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Mitter, GerhardGerhard Mitter 1. August 1969 BMW (F2) Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Training)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Courage, PiersPiers Courage 21. Juni 1970 De Tomaso-Ford Großer Preis der Niederlande/Zandvoort (Rennen)
OsterreichÖsterreich Rindt, JochenJochen Rindt 5. September 1970 Lotus-Ford Großer Preis von Italien/Monza (Training); Postum Weltmeister
SchweizSchweiz Siffert, JosephJoseph Siffert 24. Oktober 1971 B.R.M. England/Brands Hatch – „World Championship Race“ (Rennen; Rennen zählte nicht zur WM)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williamson, RogerRoger Williamson 29. Juli 1973 March-Ford Großer Preis der Niederlande/Zandvoort (Rennen)
FrankreichFrankreich François Cevert 6. Oktober 1973 Tyrrell-Ford Großer Preis der USA/Watkins Glen (Training)
OsterreichÖsterreich Koinigg, HelmutHelmut Koinigg 6. Oktober 1974 Surtees-Ford Großer Preis der USA/Watkins Glen (Rennen)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Donohue, MarkMark Donohue 19. August 1975 March-Ford Großer Preis von Österreich/Spielberg (Warm Up) – 2 Tage später (Hirn-Thrombus)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Pryce, TomTom Pryce 5. März 1977 Shadow-Ford Großer Preis von Südafrika/Kyalami (Rennen)
SchwedenSchweden Peterson, RonnieRonnie Peterson 11. September 1978 Lotus-Ford Großer Preis von Italien/Monza (Rennen) – 1 Tag später (Embolie)
KanadaKanada Villeneuve, GillesGilles Villeneuve 8. Mai 1982 Ferrari Großer Preis von Belgien/Zolder (Training)
ItalienItalien Paletti, RiccardoRiccardo Paletti 13. Juni 1982 Osella-Ford Großer Preis von Kanada/Montréal (Rennen)
OsterreichÖsterreich Ratzenberger, RolandRoland Ratzenberger 30. April 1994 Simtek-Ford Großer Preis von San Marino/Imola (Training)
BrasilienBrasilien Senna, AyrtonAyrton Senna 1. Mai 1994 Williams-Renault Großer Preis von San Marino/Imola (Rennen)

Fahrer, die an den Spätfolgen verstorben sind[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt führt die Fahrer auf, die nach über 30 Tagen an den Spätfolgen eines Unfalls bei Formel-1-Rennen oder -Training verstorben sind. Die „30-Tage-Frist“ ist an die Festlegungen für die statistische Erfassung der Verkehrstoten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union und der FIA angelehnt.[1][2][3][4]

Land Fahrer Datum Fahrzeug/Team Details
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Taylor 8. September 1966 Brabham-B.R.M. Großer Preis von Deutschland/Nürburgring (Rennen) – 4½ Wochen später (Brandwundeninfektion)
FrankreichFrankreich Bianchi, JulesJules Bianchi 17. Juli 2015 Marussia-Ferrari Großer Preis von Japan/Suzuka (Rennen) – 9 Monate später (Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas)

Bei Formel-1-Testfahrten tödlich verunglückte Fahrer[Bearbeiten]

Land Fahrer Datum Fahrzeug/Team Details
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Earl, Cameron C.Cameron C. Earl 18. Juni 1952 ERA (MIRA) Testfahrten in Nuneaton (GB)
ItalienItalien Castellotti, EugenioEugenio Castellotti 14. März 1957 Ferrari Testfahrten in Modena (I)
ItalienItalien Cabianca, GiulioGiulio Cabianca 15. Juni 1961 Cooper (Scuderia Castellotti) Testfahrten in Modena (I)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bob Anderson 14. August 1967 Brabham-Climax (DW Racing Enterprises) Testfahrten in Silverstone (GB)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Revson, PeterPeter Revson 22. März 1974 Shadow-Ford Testfahrten in Kyalami (ZA)
AustralienAustralien McGuire, BrianBrian McGuire 29. August 1977 McGuire Testfahrten in Brands Hatch (GB)
FrankreichFrankreich Depailler, PatrickPatrick Depailler 1. August 1980 Alfa Romeo Testfahrten in Hockenheim (D)
ItalienItalien de Angelis, ElioElio de Angelis 15. Mai 1986 Brabham BMW Turbo Testfahrten in Le Castellet (F) am 14. Mai 1986
SpanienSpanien de Villota, MaríaMaría de Villota 11. Oktober 2013 Marussia Testfahrten bei Duxford (GB) am 3. Juli 2012 - Spätfolgen des Unfalls (Schädelbruch)

Formel-1-Fahrer, die bei anderen Motorsportrennen oder bei Testfahrten ums Leben kamen[Bearbeiten]

Land Fahrer Datum Details
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Fry, JoeJoe Fry 29. Juli 1950 Bergrennen im Blandford Military Camp in Dorset
FrankreichFrankreich Sommer, RaymondRaymond Sommer 10. September 1950 Rennen in Cadours, Südfrankreich
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Green, CecilCecil Green 29. Juli 1951 Rennen der AAA auf dem Winchester Speedway, USA
ItalienItalien Fagioli, LuigiLuigi Fagioli 20. Juni 1952 Sportwagenrennen in Monte Carlo, Training – starb drei Wochen später
ItalienItalien Bonetto, FeliceFelice Bonetto 21. November 1953 Carrera Panamericana in Silao/Mexiko
FrankreichFrankreich Mairesse, GuyGuy Mairesse 24. April 1954 Montlhéry/Frankreich
ItalienItalien Ascari, AlbertoAlberto Ascari 26. Mai 1955 Private Sportwagen-Testfahrt in Monza
FrankreichFrankreich Levegh, PierrePierre Levegh 11. Juni 1955 24-Stunden-Rennen von Le Mans
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Beauman, DonDon Beauman 9. Juli 1955 Sportwagen-Rennen in Wicklow/Irland
FrankreichFrankreich Rosier, LouisLouis Rosier 29. Oktober 1956 Rennen Coup de Salon in Paris
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wharton, KenKen Wharton 12. Januar 1957 Sportwagen-Rennen in Ardmore/Neuseeland
Spanien 1945Spanien de Portago, AlfonsoAlfonso de Portago 12. Mai 1957 Mille Miglia von Brescia
ItalienItalien Carini, PieroPiero Carini 30. Mai 1957 Sportwagenrennen bei St. Etienne
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MacKay-Fraser, HerbertHerbert MacKay-Fraser 14. Juli 1957 Coupe de Vitesse, F2-Rennen in Reims
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Whitehouse, WilliamWilliam Whitehouse 14. Juli 1957 Formel-2-GP von Reims
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Scott-Brown, ArchieArchie Scott-Brown 19. Mai 1958 Sportwagen-Rennen in Spa-Francorchamps
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bauer, ErwinErwin Bauer 2. Juni 1958 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Whitehead, PeterPeter Whitehead 21. September 1958 Tour de France für Automobile
FrankreichFrankreich Behra, JeanJean Behra 1. August 1959 Sportwagenrennen Berlin-AVUS
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bueb, IvorIvor Bueb 1. August 1959 Trophée Auvergne in Clermont-Ferrand
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Blanchard, HarryHarry Blanchard 31. Januar 1960 1000-km-Rennen in Buenos Aires
Venezuela 1954Venezuela Chimeri, EttoreEttore Chimeri 27. Februar 1960 Grand Prix für Sportwagen in Kuba
Kanada 1957Kanada Ryan, PeterPeter Ryan 2. Juli 1962 Coupe de Vitesse des Juniors in Reims
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mayer, TimTim Mayer 28. Februar 1964 Tasman-Serie/Australien/Longford
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hansgen, WaltWalt Hansgen 7. April 1966 Testfahrten für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans
ItalienItalien Russo, GiacomoGiacomo Russo 18. Juni 1967 Formel-3-Rennen in Caserta, Italien
BelgienBelgien Berger, GeorgesGeorges Berger 23. August 1967 Marathon de la Route auf dem Nürburgring
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Clark, JimJim Clark 7. April 1968 Formel-2-EM-Lauf in Hockenheim
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Spence, MikeMike Spence 7. Mai 1968 500 Meilen von Indianapolis, Training
ItalienItalien Scarfiotti, LudovicoLudovico Scarfiotti 8. Juni 1968 Berg-EM-Lauf in Rossfeld bei Berchtesgaden
BelgienBelgien Bianchi, LucienLucien Bianchi 30. März 1969 24-Stunden-Rennen von Le Mans, Vortraining
AustralienAustralien Hawkins, PaulPaul Hawkins 26. Mai 1969 Tourist-Trophy-Rennen im Oulton Park
MexikoMexiko Solana, MoisésMoisés Solana 27. Juli 1969 Bergrennen von Valle de Bravo-Bosencheve in Mexiko
NeuseelandNeuseeland McLaren, BruceBruce McLaren 2. Juni 1970 CanAm-Testfahrten in Goodwood
ItalienItalien Giunti, IgnazioIgnazio Giunti 10. Januar 1971 1000-km-Rennen in Buenos Aires
MexikoMexiko Rodríguez, PedroPedro Rodríguez 11. Juli 1971 Interserie-Rennen auf dem Norisring
SchwedenSchweden Bonnier, JoakimJoakim Bonnier 11. Juni 1972 24-Stunden-Rennen von Le Mans
SchweizSchweiz Moser, SilvioSilvio Moser 26. Mai 1974 1000-km-Rennen von Monza
SchweizSchweiz Herbert Müller 24. Mai 1981 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Stommelen, RolfRolf Stommelen 24. April 1983 Sportwagenrennen in Riverside/USA
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Winkelhock, ManfredManfred Winkelhock 12. August 1985 Sportwagen-WM, 1000 km von Mosport/Kanada
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bellof, StefanStefan Bellof 1. September 1985 Sportwagen-WM, 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps
OsterreichÖsterreich Gartner, JoJo Gartner 1. Juni 1986 24-Stunden-Rennen von Le Mans
FrankreichFrankreich Pironi, DidierDidier Pironi 23. August 1987 Powerboat-Unfall bei der Isle of Wight/England
NeuseelandNeuseeland Hulme, DenisDenis Hulme 4. Oktober 1992 Herzinfarkt während eines Tourenwagenrennens auf dem Mount Panorama Circuit
ItalienItalien Alboreto, MicheleMichele Alboreto 25. April 2001 Sportwagen-Testfahrten auf dem Lausitzring im Audi R8 LM
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wilson, JustinJustin Wilson 24. August 2015 Lauf der IndyCar Series auf dem Pocono Raceway
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Miller, ChetChet Miller 1 15. Mai 1953 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Scarborough, CarlCarl Scarborough 1 30. Mai 1953 500 Meilen von Indianapolis, Rennen
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Ayulo, ManuelManuel Ayulo 1 16. Mai 1955 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vukovich, BillBill Vukovich 1 30. Mai 1955 500 Meilen von Indianapolis
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Keith Andrews 1 15. Mai 1957 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Pat O’Connor 1 30. Mai 1958 500 Meilen von Indianapolis
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Unser, JerryJerry Unser 1 17. Mai 1959 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Cortner, BobBob Cortner 1 19. Mai 1959 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bettenhausen, TonyTony Bettenhausen 1 12. Mai 1961 500 Meilen von Indianapolis, Training
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sachs, EddieEddie Sachs 1 30. Mai 1964 500 Meilen von Indianapolis

1 Diese Piloten nahmen an der Formel-1-Weltmeisterschaft nur im Rahmen des Indy 500 teil, das von 1950 bis 1960 offizieller Wertungslauf der F1-WM war. Sie werden aber allgemein nicht als Formel-1-Fahrer angesehen.

Tödlich verunglückte Formel-1-Fahrer, die ehemalige oder amtierende Weltmeister waren oder beim Unfall in der F1-WM führten[Bearbeiten]

Land Fahrer Datum Fahrzeug Unfall WM-Erfolge bzw. WM-Situation
ItalienItalien Ascari, AlbertoAlberto Ascari 26. Mai 1955 Ferrari 750 Monza Private Sportwagen-Testfahrt in Monza zweifacher Automobil-Weltmeister (1952, 1953, beide WM ausgeschrieben nach Formel-2-Reglement)
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Graf Berghe von Trips, WolfgangWolfgang Graf Berghe von Trips 10. September 1961 Ferrari Großer Preis von Italien/Monza (Rennen) starb als F1-WM-Führender; wurde mit Ende des Unglücksrennens von Phil Hill von Rang 1 um nur einen Punkt verdrängt
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Clark, JimJim Clark 7. April 1968 Lotus 48 Formel-2-EM-Lauf in Hockenheim zweifacher Formel-1-Weltmeister (1963, 1965)
OsterreichÖsterreich Rindt, JochenJochen Rindt 5. September 1970 Lotus-Ford Großer Preis von Italien/Monza (Training) starb als F1-WM-Führender und wurde zu Saisonende mit einem verbleibenden Vorsprung von fünf Punkten vor Jacky Ickx postum Weltmeister
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bellof, StefanStefan Bellof 1 1. September 1985 Porsche 956 Sportwagen-WM, 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps starb als amtierender Sportwagen-Weltmeister (1984 auf Porsche)
NeuseelandNeuseeland Hulme, DenisDenis Hulme 4. Oktober 1992 BMW M3 Herzinfarkt während eines Tourenwagenrennens auf dem Mount Panorama Circuit ehemaliger Formel-1-Weltmeister (1967)
BrasilienBrasilien Senna, AyrtonAyrton Senna 1. Mai 1994 Williams-Renault Großer Preis von San Marino/Imola (Rennen) dreifacher Formel-1-Weltmeister (1988, 1990, 1991)

1 Dieser Pilot war nie Formel-1-Weltmeister, aber zum Zeitpunkt des Unfalls amtierender Weltmeister einer FIA-WM und bei einem Formel-1-Rennstall unter Vertrag.

Anzahl der tödlich verunglückten F1-Piloten nach ihrer Nationalität[Bearbeiten]

Rang Land Anzahl
F1-Rennen F1-Tests Andere Gesamt
01 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 9 2 7 18
02 ItalienItalien Italien 4 3 7 14
03 FrankreichFrankreich Frankreich 3 1 5 9
04 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2 1 5 081
05 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland 2 - 4 6
06 OsterreichÖsterreich Österreich 3 - 1 4
07 BelgienBelgien Belgien - 1 2 3
SchweizSchweiz Schweiz 1 - 2
09 MexikoMexiko Mexiko 1 - 1 2
SchwedenSchweden Schweden 1 - 1
AustralienAustralien Australien - 1 1
NeuseelandNeuseeland Neuseeland - - 2
13 ArgentinienArgentinien Argentinien 1 - - 1
BrasilienBrasilien Brasilien 1 - -
KanadaKanada Kanada 1 - -
NiederlandeNiederlande Niederlande 1 - -
Rhodesien und NjassalandFöderation von Rhodesien und Njassaland Föderation von Rhodesien und Njassaland 1 - -
SpanienSpanien Spanien - - 1
VenezuelaVenezuela Venezuela - - 1

1 Piloten, die in der Zeit von 1950 bis 1960 beim Indy 500 ums Leben kamen, wurden nicht mitgezählt

Strecken, auf denen Fahrer bei offiziellen Formel-1-Rennen tödlich verunglückten[Bearbeiten]

Bei oder nach Unfällen auf der alten Nordschleife des Nürburgrings verloren fünf F1-Piloten ihr Leben
Im italienischen Monza starben drei Fahrer bei F1-Rennen
Auf dem Indianapolis Motor Speedway in den USA ereigneten sich die meisten tödlichen Unfälle
Rang Strecke Land Unfälle
Gesamt Erster Letzter
1 Nürburgring Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland 5 1954 1969
2 Monza ItalienItalien Italien 3 1961 1978
3 Brands Hatch Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2 1961 1971
Spa-Francorchamps BelgienBelgien Belgien 1960 1960
Zandvoort NiederlandeNiederlande Niederlande 1970 1973
Watkins Glen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1973 1974
Imola ItalienItalien Italien 1994 1994
8 Pau FrankreichFrankreich Frankreich 1 1954
Reims FrankreichFrankreich Frankreich 1958
Ain-Diab MarokkoMarokko Marokko 1958
Mexiko-Stadt MexikoMexiko Mexiko 1962
Natal Sudafrika 1961Südafrika Südafrika 1962
Monte Carlo MonacoMonaco Monaco 1967
Rouen FrankreichFrankreich Frankreich 1968
Spielberg OsterreichÖsterreich Österreich 1975
Kyalami Sudafrika 1961Südafrika Südafrika 1977
Zolder BelgienBelgien Belgien 1982
Montréal KanadaKanada Kanada 1982
Suzuka JapanJapan Japan 2014
Indianapolis Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1 8 1 1953 1959

1 Das Indy 500 gehörte von 1950 bis 1960 offiziell zur Formel-1-Weltmeisterschaft, d. h. es waren auch F1-Fahrzeuge zugelassen. Die Fahrer, die dort verunglückten, kamen allerdings nicht in F1-Autos ums Leben. Zudem wurde das Indy 500 trotz seiner vorübergehenden Zugehörigkeit zur F1-WM nicht als klassisches Formel-1-Rennen betrachtet, da es sich um ein Rennen auf einem Ovalkurs handelt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Beteiligte und Verunglückte - Getötete bei Verkehrsunfällen, Seite des Statistisches Bundesamt (Deutschland), abgerufen am 23. August 2015.
  2. a b Verkehrsunfälle, Seite des Bundesamt für Statistik (Schweiz), abgerufen am 23. August 2015.
  3. a b Verkehrsunfallstatistik 2007, Information des Statistik Austria, abgerufen am 23. August 2015.
  4. a b FIA-Unfalldatenbank - Der Bianchi-Unfall und seine Folgen, auto-motor-sport.de vom 21. Juli 2015, abgerufen am 23. August 2015.
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