Liste von Anschlägen auf Juden und jüdische Einrichtungen im deutschsprachigen Raum nach 1945

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Die Liste von Anschlägen auf Juden und jüdische Einrichtungen im deutschsprachigen Raum nach 1945 umfasst antisemitische und antisemitisch motivierte Straftaten oder solche, bei denen man aufgrund der Tatumstände von ebendiesem Zusammenhang ausgeht, und beinhaltet auch Angriffe auf israelische Institutionen oder auf Gedenkstätten des Holocaust.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da in Deutschland das Bundeskriminalamt keine gesonderte Statistik über judenfeindliche Hintergründe von Straftaten führt, sind verlässliche Daten über den Komplex schwer zu finden. 2001 führte das Bundesinnenministerium neue Kriterien für die Erfassung der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) ein, die die „tatauslösende politische Motivation“ berücksichtigen und nach rechtsextremen, linksextremen und migrationsbezogenen Tätermileus unterscheiden, vielfach werden jedoch Straftaten mit politischem Hintergrund nicht als solche erkannt und entsprechend nicht in dieser Rubrik erfasst. Die Zahlen unterscheiden sich teilweise deutlich von denen gesellschaftlicher Gruppen, die systematisch Vorfälle erfassen. So führt zum Beispiel die Berliner Amadeu Antonio Stiftung seit 2002 eine Chronik antisemitischer Straftaten auf der Grundlage von Presseauswertung. Bei allen Zahlenangaben wird von einer großen Dunkelziffer ausgegangen.[1]

Im März 2004 hatte die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) eine Studie über das Anwachsen des Antisemitismus in der Europäischen Union vorgelegt. Das auf Deutschland bezogene Ergebnis zeigte, dass es im Jahr 2000 einen erheblichen Anstieg an antisemitisch motivierten Handlungen gab.[2] Die seit 2001 veröffentlichten Zahlen des Bundesinnenministeriums waren bis 2009 konstant auf dem hohen Niveau von durchschnittlich 1690, also täglich vier bis fünf antisemitischen Delikten.[1] Meistens handelt es sich dabei um Propagandadelikte, Sachbeschädigungen, Volksverhetzungen sowie Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, es fallen darunter auch Pöbeleien gegen Jüdinnen und Juden, Brandanschläge auf Synagogen, Schändungen jüdischer Friedhöfe oder auch die Zerstörung von Stolpersteinen. Mit 1800 registrierten Fällen gilt das Jahr 2006 als das mit den meisten Übergriffen.[3] Im Jahr 2009 zählte die Statistik 1690 Übergriffe. 2010 ging die Zahl auf 1268 zurück, 2011 waren es 1239 Delikte, 2012 stieg die Zahl wieder etwas an auf 1374 und 2013 ging sie zurück auf 1275 Delikte.[4] Davon zu unterscheiden ist die Registrierung antisemitischer Gewaltdelikte, die im Jahr 2012 mit 41 Taten und 2013 mit 51 Taten angegeben sind.

In Antworten der Bundesregierung auf regelmäßige Kleinen Anfragen durch die Fraktion der Linken werden seit einigen Jahren quartalsweise die polizeilich erfassten antisemitischen Straftaten veröffentlicht.[5] Zum Beispiel wurden im ersten Halbjahr 2012, unter Vorbehalt der endgültigen Werte, insgesamt 436 Straftaten gemeldet, darunter waren dreizehn Gewalttaten. 425 dieser Taten, davon elf Gewalttaten, werden dem rechtsextremen Milieu zugeordnet, drei dem linksextremen und dreizehn Tätern mit Migrationshintergrund, davon zwei Gewalttaten. Acht Delikte sind unter sonstige politisch motivierte Kriminalität eingetragen.[6]

In Österreich werden antisemitische Angriffe nicht gesondert registriert. Nach der EUMC-Studie kommt es selten zu physischen Taten, stattdessen seien „eher durch verworrene und traditionell verwurzelte Stereotype“ gekennzeichnete Äußerungen im Alltag stark verbreitet.[7]

Für die Deutschschweiz werden antisemitische Vorfälle durch den Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) jährlich erfasst und registriert und in Abgleich mit den von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) gesammelten Daten veröffentlicht. Seit 2011 beobachtet der SIG zudem systematisch verschiedene Internetseiten, so wurden in diesem Jahr insgesamt 112 antisemitische Vorfälle gemeldet, von denen es sich bei 76 um Äußerungen im Internet handelt. (2010 waren lediglich fünf Internetdelikte bei einer Gesamtzahl von 34 Vorfällen aufgeführt.) Die übrigen 36 Angriffe des Jahres 2011 bestanden aus neun Schmierereien, einer Beleidigung, 15 antisemitischen Zuschriften über Briefe oder Mails, fünf Verbreitungen von antisemitischen Schriften und sechs unter Verschiedenes eingetragenen Delikten. Es wurden keine körperlichen Übergriffe registriert.[8]

Gemäß der EUMC-Studie stammen die Täter zum einen aus der rechten Szene, oft handelt es sich um „junge Männer weißer Hautfarbe, die von rechtsextremistischem Gedankengut beeinflusst sind“. Eine weitere Gruppe besteht aus Tätern, die häufig als „junge Muslime, Personen nordafrikanischer Abstammung oder Immigranten“ klassifiziert werden[7] und deren Motive einen deutlichen Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt haben.[1] Der Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2011 wies aus, dass etwa 90 Prozent aller antisemitischen Straftaten von Tätern begangen wurden, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden. Weitere Tätergruppen wurden dem Linksextremismus im Zusammenhang sowohl mit einer Israel- wie einer Kapitalismuskritik und dem Umfeld des Islamismus zugeordnet.[9]

Chronologische Auflistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der folgenden Liste sind einige der Angriffe und Anschlägen auf Juden und jüdische wie israelische Einrichtungen und auf Gedenkstätten im deutschsprachigen Raum aufgenommen, die über mediale Diskussionen öffentliche Aufmerksamkeit erhielten.

Nicht aufgelistet ist die Vielzahl der antisemitischen Straftaten, die in Deutschland vier bis fünfmal pro Tag registriert werden. Diese umfassen Übergriffe und Beleidigungen gegenüber Menschen, bei denen eine jüdische Herkunft vermutet wird oder bekannt ist, die Schändungen und Verwüstungen von jüdischen Friedhöfen, das Einwerfen von Fensterscheiben, das Schmieren und Sprühen von antisemitischen Parolen, Hakenkreuzen und SS-Runen auf Synagogen und jüdische wie israelische Einrichtungen oder auf Gedenkstellen, Aufmärsche und Ansammlungen, auf denen antisemitische Parolen gerufen werden, die Störung von Gedenkfeierlichkeiten oder religiösen Festen, das Verteilen, Verbreiten oder Anbringen von Hetzschriften und Hetzplakaten, die Demolierung und Beschmierung von Fahrzeugen von bekannten Juden oder Leuten, die sich für die Belange von Juden einsetzen, das Verschicken antisemitischer Drohungen über Post und Mail und vieles mehr.[10] Sachbeschädigungen auf jüdischen Friedhöfen sind bereits seit unmittelbarer Nachkriegszeit gleichbleibend hoch. Die Statistik weist aus, dass schon 1947 in Ost- und Westdeutschland wöchentlich ein jüdischer Friedhof geschändet wurde, im Durchschnitt wurden zwischen 2000 und 2009 in Deutschland 50,9 derartige Vorfälle pro Jahr registriert.[1]

Ereignis Datum Ort Anmerkung
Schändung der Neuen Synagoge Düsseldorf  Jan. 1959 Düsseldorf Unbekannte beschmieren das Düsseldorfer Gotteshaus mit Hakenkreuzen.[11]
Schändung der Synagoge in Köln 24. Dez. 1959 Köln Zwei DRP-Mitglieder beschmierten am Abend des 24. Dezembers die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Köln mit Hakenkreuzen und der Aufschrift „Deutsche fordern: Juden raus“.[12] In den folgenden Wochen ereigneten sich hunderte ähnlicher Vorfälle in der Bundesrepublik, die als „antisemitische Schmierwelle“ Bekanntheit erlangten.[13]
Anschlag auf die israelische Botschaft 08. Sep. 1969 Bonn Unbekannt gebliebene Täter verübten einen Anschlag mit Handgranaten auf das Gebäude, zeitgleich wurden Anschläge auf die Botschaften in Den Haag und Brüssel ausgeführt. Im politischen Kontext sind die Taten dem palästinensischen Terrorismus zugeordnet.[14]
Brandbombe im Gemeindehaus Fasanenstraße 09. Nov. 1969 Berlin-Charlottenburg Die linksradikale Gruppe Tupamaros West-Berlin deponierte während einer Gedenkveranstaltung zum 31. Jahrestag der Novemberpogrome eine Bombe im Gemeindehaus. Der Anschlag scheiterte wegen eines defekten Zeitzünders. 2004 bekannte sich Albert Fichter, ein Mitglied der Gruppe, zu der Tat. Als Initiator gilt Dieter Kunzelmann, dem keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden konnte.[15]
Versuch einer Flugzeugentführung auf dem Flughafen München-Riem 10. Feb. 1970 München Bei dem Versuch der Entführung einer El Al-Maschine durch ein palästinensisches Kommando kam es zu einem Handgemenge, dabei starb der 32-jährige Arie Katzenstein, elf weitere Personen wurden schwer verletzt.
Brandanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum 13. Feb. 1970 München Im Treppenhaus des Gebäudes, in dessen oberen Stockwerk ein Altenheim eingerichtet war, wurde Benzin verteilt und angezündet. Bei dem Anschlag starben sieben Überlebende des Holocaust. Täter wurden nicht ermittelt.[16][17]
Bombenanschlag auf einen Swissair-Flug 21. Feb. 1970 Zürich An Bord einer Coronado auf einem regulären Linienflug von Zürich nach Tel Aviv detonierte eine Bombe palästinensischen Ursprungs. Die Maschine stürzte bei Würenlingen ab, dabei starben alle 47 Insassen. Die Täter wurden nicht gefasst.[18]
Bombenanschlag auf einen Flug mit OE-LCU der Austrian Airlines 21. Feb. 1970 Frankfurt am Main Zwanzig Minuten nach dem Start einer Caravelle für den Flug von Frankfurt nach Wien explodierte an Bord eine Bombe palästinensischer Herkunft und riss ein Loch in den Rumpf. Das Flugzeug konnte umkehren und sicher in Frankfurt landen, alle 38 Passagiere überlebten.[19]
Geiselnahme bei der Olympiade 05. Sep. 1972 München Bei dem Olympia-Attentat stürmten Mitglieder der palästinensischen Organisation Schwarzer September das Wohnquartier der israelischen Mannschaft und nahmen elf Mitglieder als Geiseln. Zwei Israelis starben bereits in den ersten Stunden der Geiselnahme. Bei einem gescheiterten Befreiungsversuch auf dem Militärflugplatz Fürstenfeldbruck starben am Abend desselben Tages alle verbleibenden neun Geiseln, ein Polizist und fünf der Terroristen. Insgesamt kamen 17 Menschen ums Leben.
Paketbombenanschlag auf Heinz Galinski  Aug. 1975 Berlin Paketbombenanschlag auf Heinz Galinski [20]
Sprengung von zwei Sendeanlagen 18. Jan. 1979 Koblenz / Münster Während der deutschen Erstausstrahlung des Fernsehfilms Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss sprengte eine sich selbst Internationale revolutionäre Nationalisten nennende rechtsradikale Gruppe die Leitungen zum Südwestfunk-Sender Waldesch bei Koblenz und nahezu zeitgleich die Richtfunkstelle Nottuln bei Münster, so dass die Sendung in etwa hunderttausend Haushalte unterbrochen war.[21]
Sprengstoffanschlag auf den Stadttempel 22. Apr. 1979 Wien Im Hof der Synagoge wurde ein halbes Kilogramm Plastiksprengstoff gezündet, es entstand großer Sachschaden, alle Glasfenster zersplitterten, verletzt wurde niemand. Die palästinensische Gruppe Adler der Revolution (As-Saika) erklärte sich als Urheber des Anschlags.[22]
Mord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke 19. Dez. 1980 Erlangen Der Verleger und seine Lebensgefährtin wurden in ihrem Wohnhaus erschossen, vermutlich durch ein Mitglied der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Der mutmaßliche Täter Uwe Behrendt, der nicht gefasst wurde, soll später Selbstmord begangen haben.[23]
Mord an Heinz Nittel 01. Mai 1981 Wien Der österreichische Politiker war Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft und Mitbegründer des Jewish Welcome Service Vienna. Er wurde mit den gezielten Schüssen eines Attentäters der palästinensischen Gruppe Fatah Revolutionärer Rat vor seinem Wohnhaus ermordet.[24]
Terroranschlag auf den Stadttempel 29. Aug. 1981 Wien Während einer Sabbatfeier stürmten zwei mutmaßliche Mitglieder der palästinensischen Gruppe Fatah Revolutionärer Rat die Synagoge, warfen Handgranaten und schossen in die Menge. Es starben zwei Menschen, 21 wurden verletzt.[25]
Mord an Blanka Zmigrod 23. Feb. 1992 Frankfurt am Main Die jüdische Garderobenfrau Blanka Zmigrod wird im Frankfurter Westend auf offener Straße mit einem Kopfschuss getötet. Der schwedische Rechtsterrorist John Ausonius steht im Verdacht, den Mord begangen zu haben. Im Dezember 2016 wurde er nach Deutschland ausgeliefert, die Anklage durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wurde im Mai 2017 erhoben.[26]
Sprengstoffanschlag auf das Mahnmal Putlitzbrücke 29. Aug. 1992 Berlin-Moabit Das Deportationsmahnmal wurde bei dem Anschlag schwer beschädigt und musste demontiert werden. Im März 1993 erfolgte die Wiederaufstellung. Die drei Täter aus rechtsextremistischem Umfeld gaben Hass auf Ausländer und Juden an und sahen sich durch die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen motiviert.[27]
Misshandlung eines Holocaustüberlebenden mit Todesfolge 21. Nov. 1992 Wülfrath In einem Seniorenheim wird der 92-jährige Holocaustüberlebende Alfred Salomon von einem anderen Bewohner der Einrichtung wegen seiner jüdischen Herkunft beschimpft und geschlagen. Der Angreifer ist ein ehemaliger Obersturmführer der Organisation Todt. Salomon erleidet infolge des Angriffs einen Herzinfarkt und stirbt.[28]
Brandanschlag auf die Lübecker Synagoge (1) 25. Mär. 1994 Lübeck Vier Täter mit rechtsextremem Hintergrund warfen Molotowcocktails. Das Feuer wurde schnell entdeckt, so dass die fünf Menschen, die im Obergeschoss des Hauses schliefen, nicht in Lebensgefahr gerieten.

Die Täter wurden gefasst und ein Jahr später zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und vier Jahren verurteilt.[29]

Brandanschlag auf die Lübecker Synagoge (2) 07. Mai 1995 Lübeck Zweiter Brandanschlag auf diese Synagoge. Ein angrenzendes Gebäude brannte aus, die Ermittlungen wurden im August 1997 eingestellt, da es keinen Hinweis auf die Täter gab.[29]
Sprengstoffanschläge auf das Grab von Heinz Galinski  Sep. 1998 und  Dez. 1998 Berlin-Charlottenburg Mit zwei Sprengstoffanschlägen auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße wurde der Stein auf Galinskis Grab fast vollständig zerstört.[30] Ob ein Zusammenhang mit Straftaten der terroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund besteht, wird ermittelt.[31]
Brandanschlag auf die Erfurter Neue Synagoge 20. Apr. 2000 Erfurt Der Brand wurde von Anwohnern gelöscht. Zwei Täter mit rechtsradikalem Hintergrund wurden ein Jahr später zu Haftstrafen von ein bis zwei Jahren verurteilt.[32]
Bombenanschlag am S-Bahnhof Wehrhahn 27. Juli 2000 Düsseldorf Eine Rohrbombe traf zehn russische Migranten mit mehrheitlich jüdischem Hintergrund. Eine Schwangere verlor ihr ungeborenes Kind. Der Anschlag wurde zunächst nicht aufgeklärt, 2015 wurden jedoch Beweisstücke auf verwertbare DNA-Spuren untersucht. Daraus ergaben sich neue Hinweise auf einen bereits damals Verdächtigen Rechtsextremisten, der am 1. Februar 2017 unter dem Verdacht festgenommen, den Anschlag verübt zu haben.[33]
Brandanschlag auf die Düsseldorfer Neue Synagoge 03. Okt. 2000 Düsseldorf Zwei Jugendliche arabischer Herkunft warfen drei Molotowcocktails gegen das Gebäude. Sie wurden gefasst und zu Bewährungsstrafen verurteilt.[34]
Brandanschlag auf die Essener Alte Synagoge 07. Okt. 2000 Essen Nach einer Demonstration von libanesischen Palästinensern bewarfen ca. 250 Randalierer die Alte Synagoge mit Steinen und verursachten Schäden von ca. 100 000 DM.[35] 186 Randalierer wurden vorläufig festgenommen, gegen 3 wurde Haftbefehl erlassen. Ein vorbestrafter Haupttäter wurde zu 30 Monaten Haft verurteilt.[36]
Mord an Abraham Grünbaum 07. Juni 2001 Zürich Ein Unbekannter erschoss 2001 den Rabbiner Abraham Greenbaum, der auf dem Weg zum Abendgebet in der Synagoge war. Trotz intensiver Ermittlungen blieb der Mord ungeklärt. Es wird überprüft, ob ein Zusammenhang mit den Taten der terroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund besteht.[37]
Anschlag auf den Jüdischen Friedhof Heerstraße 16. Mär. 2002 Berlin-Charlottenburg Im Eingangsbereich des Friedhofs wurde eine Rohrbombe gezündet, die Fenster der Trauerhalle wurden bei der Explosion zerstört.[38]
Brandanschlag auf die Synagoge Fraenkelufer 28. Apr. 2002 Berlin-Kreuzberg Unbekannt gebliebene Täter warfen Molotowcocktails auf das Gebäude, Sicherheitskräfte konnten den Brandsatz löschen. Die Synagoge war bereits im Jahr 2000 Ziel von Steinwürfen.[39]
Brandanschlag auf die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald 04. Sep. 2002 Wittstock/Dosse Bei dem Anschlag auf die Gedenkstätte zum Todesmarsch von KZ-Häftlingen brannte der Ausstellungsraum des Gebäudes nahezu aus, auf eine Erinnerungsstele wurden antisemitische Parolen gesprüht. Die Täter blieben unbekannt.[40]
Versuchter Anschlag auf das Jüdische Zentrum München 09. Nov. 2003 München Anlässlich der Grundsteinlegung eines neuen jüdischen Zentrums plante die neonazistische Vereinigung Kameradschaft Süd einen Bombenanschlag auf das Gelände. Die Polizei konnte dies im Vorwege vereiteln.[41]
Schändung des Mahnmals Putlitzbrücke  Nov. 2003 und  Dez. 2003 Berlin-Moabit Insgesamt viermal wurde das Deportationsmahnmal im Jahr 2003 Ziel von Schmierereien und Zerstörungen. Es war bereits 1992 durch einen Sprengstoffanschlag zerstört und nach der Restaurierung 1993 neu aufgestellt worden. Auch in anderen Jahren ist es des Öfteren angegriffen worden.[42]
Anschlag auf den Chabad-Kindergarten Or Avner 25. Feb. 2007 Berlin-Charlottenburg Von unbekannten Tätern wurde die Fassade der Kindertagesstätte mit antisemitischen Parolen beschmiert und eine Rauchbombe in das Gebäude geworfen. Da diese nicht zündete, blieb der Sachschaden verhältnismäßig gering.[43]
Misshandlung eines Schülers 19. Juli 2009 Gummersbach Zwei Männer verprügelten einen siebzehnjährigen Schüler aufgrund seiner jüdischen Herkunft und verletzten ihn schwer. Die Täter wurden ein Jahr später zu Haftstrafen von drei Jahren und vier Monaten bzw. zwei Jahren und vier Monaten verurteilt.[44]
Brandanschlag auf das Haus der Demokratie 23. Jan. 2010 Zossen In dem von der Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht betriebenen Haus wurde eine Ausstellung zum Thema Jüdisches Leben in Zossen gezeigt, das Gebäude brannte vollständig aus. Für die Tat wurde ein Anführer der Zossener Neonazi-Szene zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.[45]
Misshandlung eines Jugendlichen 16. Apr. 2010 Laucha an der Unstrut Ein in Israel geborener Jugendlicher wurde von einem jungen Mann zusammengeschlagen und antisemitisch beschimpft. Der Täter mit rechtsextremem Hintergrund wurde zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.[46] Bei dem Opfer handelte es sich um den jüngeren Bruder des Künstlers Shahak Shapira, der am Silvesterabend 2014 in Berlin selbst Opfer eines antisemitischen Übergriffs wurde.
Brandanschlag auf die Wormser Synagoge 17. Mai 2010 Worms Unbekannte Täter legten an acht verschiedenen Stellen des Gebäudes Feuer. Dieses konnte schnell gelöscht werden, so dass kein größerer Schaden entstand. Es wurde ein Schriftstück hinterlassen mit der Erklärung: „Sobald ihr nicht den Palästinensern Ruhe gibt, geben wir euch keine Ruhe.“ [47]
Steinwürfe auf eine jüdische Tanzgruppe 24. Juni 2010 Hannover Während eines Stadtteilfests warf eine Gruppe Jugendlicher mit arabischem Migrationshintergrund Steine auf eine Tanzgruppe der Liberalen Jüdischen Gemeinde und rief dabei „Juden raus“. Eine Tänzerin wurde leicht verletzt.[48]
Brandanschlag auf die Totenhalle des Jüdischen Friedhofs 29. Aug. 2010 Dresden Unbekannte Täter setzten die Tür der Begräbnishalle des Jüdischen Friedhofs in Brand. Die rechtzeitige Entdeckung konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindern.[49]
Brandanschlag auf Mainzer Neue Synagoge 30. Okt. 2010 Mainz Unbekannte Täter warfen einen Brandsatz auf die Synagoge, der allerdings keinen Schaden anrichtete. Das Gotteshaus war erst wenige Wochen zuvor, am 3. September 2010, eingeweiht worden.[50]
Brandanschlag auf das Wohnhaus eines Einwanderers 23. Jan. 2011 Gosen Ein Bungalow, in dem ein vor Jahren aus Israel immigrierter bekennender Jude wohnte, wurde mit Brandbeschleuniger angezündet und mit antisemitischen Parolen beschmiert. Da das Feuer zwischenzeitlich erloschen war, brannte das Haus nicht aus.[51]
Misshandlung eines Jugendlichen 25. Aug. 2011 Stuttgart Eine Gruppe von zehn Kindern und Jugendlichen verprügelte unter antisemitischen Beschimpfungen einen fünfzehnjährigen jüdischen Jugendlichen und verletzte ihn dabei schwer.[52]
Friedhofsschändung und Körperverletzung 19. Nov. 2011 Oldenburg Sechs Grabsteine des jüdischen Friedhof in Oldenburg wurde von fünf maskierten Tätern mit Farbbeuteln beworfen. Ein zufällig vorbeikommender Polizist verfolgte die Täter und wurde dabei mit Pfefferspray verletzt.[53] Im November 2012 wurde ein 21-jähriger vom Jugendschöffengericht am Amtsgericht Oldenburg wegen Störung der Totenruhe und Körperverletzung zu einer Strafe von 2 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.[54]
Misshandlung des Rabbiners Daniel Alter 28. Aug. 2012 Berlin-Schöneberg Daniel Alter wurde von vier Jugendlichen auf der Straße als Jude angesprochen und verprügelt, er erlitt dabei einen Jochbeinbruch. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden.[55] Rabbiner Alter war während der Tat in Begleitung seiner siebenjährigen Tochter, die ebenfalls bedroht wurde. [56]
Beleidigung des Generalsekretärs des Zentralrats der Juden in Deutschland Stephan J. Kramer 27. Sep. 2012 Berlin Kramer wurde nach dem Besuch einer Synagoge mit seinen Kindern auf der Straße angesprochen und aufgefordert, dahin zurückzugehen, wo er herkomme. Außerdem wurde ihm körperliche Gewalt angedroht.[57]
Schändung eines Gedenksteines, der an die ehemalige Synagoge in Waren erinnert 11. Okt. 2012 Waren Unbekannte beschmierten in der Nacht zum 11. Oktober einen Gedenkstein, der an die Synagoge in Waren erinnert.[58]
Misshandlung einer Transsexuellen 13. Mär. 2013 Berlin-Schöneberg Zwei arabisch sprechende Jugendliche schubsten eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle aus Litauen, nachdem sie gehört hatten, wie sie in hebräischer Sprache betete, sodass diese stürzte und dabei ihre Tasche fallen ließ. Außerdem stahlen sie ihren Ausweis, die Tasche sowie Geld. Die Frau wurde leicht verletzt.[59][60]
Misshandlung eines Discobesuchers 26. Mai 2013 Berlin-Mitte Drei Unbekannte beleidigten einen Mann in einer Disco und schlugen auf ihn ein, weil er ein pro-israelisches T-Shirt trug und sich als Jude zu erkennen gab. Der Mann wurde leicht verletzt. Die Täter flohen, bevor die Polizei eintreffen konnte.[61]
Misshandlung des Rabbiners Mendel Gurewitz 02. Juni 2013 Offenbach am Main Eine Gruppe von sechs bis zehn „südländisch aussehenden“ Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren beleidigte in einem Einkaufszentrum den Rabbiner Mendel Gurewitz, der sie daraufhin fotografierte, woraufhin das Sicherheitspersonal die Löschung der Aufnahmen verlangte. Er wurde beim Verlassen des Zentrums von den Jugendlichen weiter beleidigt, fotografiert und geschubst, ohne dass der Sicherheitsdienst eingriff. Gurewitz konnte im Auto eines zufällig vorbeifahrenden Bekannten entkommen.[62][63]
Zerstörung der Tür eines Gemeindezentrums 09. Nov. 2013 Pinneberg In der Nacht vom 9. zum 10. November 2013, dem 75. Jahrestag der Novemberpogrome 1938, zerstörten Unbekannte eine Glasscheibe der Eingangstür des jüdischen Gemeindezentrums in Pinneberg.[64][65]
Friedhofsschändung 24. Nov. 2013 Oldenburg Acht Gräber und die Trauerkapelle des jüdischen Friedhof in Oldenburg wurden in der Nacht vom 23. zum 24. November 2013 mit verfassungswidrigen Symbolen und dem Wort „Jude“ beschmiert.[66]
Brandanschlag auf Synagoge 29. Juli 2014 Wuppertal Drei Palästinenser warfen Brandsätze gegen den Eingang der Bergischen Synagoge.[67] Im Februar 2015 verurteilte das Amtsgericht Wuppertal die beiden volljährigen Täter zu jeweils einem Jahr und drei Monaten Bewährungshaft sowie 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Im Berufungsverfahren verurteilte das Landgericht Wuppertal die beiden im Januar 2016 zu 2 Jahren bzw. einem Jahr und elf Monaten Haft auf Bewährung.[68]
Anschlag auf die Wohnung einer Frankfurter Jüdin 31. Juli 2014 Frankfurt Unbekannte warfen in der Nacht eine volle Bierflasche in das Badezimmerfenster der bekannten Frankfurter Jüdin Elishewa Patterson. Patterson, die sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich gegen Antisemitismus positionierte, wurde von den Angreifern zugerufen: „Judenschwein“. Die Fensterscheibe wurde durch den Wurf stark beschädigt und musste ausgetauscht werden.[69]
Misshandlung eines Israelis 31. Dez. 2014 Berlin Der 26-jährige Israeli Shahak Shapira bat in der U-Bahn sieben jungen Männer arabischer Herkunft, damit aufzuhören, antisemitische Parolen zu singen und wurde daraufhin von ihnen verprügelt. In dem vollbesetzten Waggon schritt niemand ein. [70]
Friedhofsschändung 02. Feb. 2015 Oldenburg Symbole verfassungswidriger Organisationen wurden an Säulen im Eingangsbereich des jüdischen Friedhof in Oldenburg, sowie an eine Mauer und zwei Pkw in der Nähe geschmiert.[71]
versuchter Totschlag 01. Jan. 2016 Nürnberg In der U-Bahnstation Langwasser stieß ein 49-Jähriger einen anderen Mann ins Gleisbett und hinderte ihn durch Tritte gegen Kopf und Finger daran, wieder zum Bahnsteig hinaufzusteigen. Durch Eingreifen des VAG-Personals konnte das Opfer leicht verletzt gerettet werden. Der Täter erklärte bei seiner Festnahme: „Ich habe das gemacht, weil er ein Jude ist. Das nächste Mal mache ich es richtig“ und „Ich hasse alle Juden.“[72] Der einschlägig vorbestrafte und zum Tatzeitpunkt alkoholisierte Täter wurde im September 2016 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.[73] Das antisemitische Motiv wurde in der Pressearbeit der Polizei und im Urteil verschwiegen, auch weite Teile der Berichterstattung thematisierten es nicht.[74]

Antisemitismus in der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Staatsgründung der DDR im Oktober 1949 lebten in ihrem Staatsgebiet kaum mehr Jüdinnen oder Juden. Trotzdem kam es zu einer Reihe von antisemitisch motivierten Straf- und Gewalttaten. Auch die antisemitischen Vorurteile wurden nach 1945 nicht aufgearbeitet. Zwar versuchte sich der neu entstandene Staat als antifaschistischer Staat Legitimation zu verschaffen. Die Entnazifizierung verlief dabei vor allem auf den oberen Führungsebenen. Darunter blieben viele Mitläufer und NS-Täter weiter in führenden Positionen. Die Entnazifizierung, und damit auch die Auseinandersetzung mit Ursachen für Antisemitismus, wurde Anfang der 1950er Jahre für beendet erklärt. Der Wissenschaftler Harry Waibel versucht in seinen Arbeiten nachzuweisen, dass die SED nicht nur eine antisemitisch begründete, antizionistische Außenpolitik betrieb. Darüber hinaus habe die Partei dazu beigetragen, dass sich antisemitische Potentiale in breiten Bevölkerungsschichten entwickeln konnten. Eine breite, öffentliche und umfassende gesellschaftliche Aufarbeitung, beispielsweise des Antisemitismus in der DDR, fand nicht statt.[75] Die Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung Antisemitismus in der DDR – „Das hat’s bei uns nicht gegeben!“ versucht das Thema seit 2006 einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Ausstellung enthält u.a. eine Chronologie zu antisemitischen Straf- und Gewalttaten in der DDR.[76]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Hass im Alltag, Jüdische Allgemeine, 23. Dezember 2010, abgerufen am 28. September 2012.
  2. EU: Studie belegt ansteigenden Antisemitismus, migration-info.de, Mai 2004, abgerufen am 29. September 2012
  3. Judenfeindlichkeit ist gesellschaftsfähig geworden, Die Zeit, 9. November 2013
  4. Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums, 29. April 2014
  5. Petra Pau: Anfragen im Bundestag zum Thema Rechtsextremismus, abgerufen am 25. Februar 2015
  6. Antisemitische Straftaten 2012, I. und II. Quartal (PDF; 446 kB), abgerufen am 29. September 2012
  7. a b Tätliche Angriffe, Brandanschläge, Hassreden, Frankfurter Rundschau, 2. April 2004, abgerufen am 29. September 2012.
  8. Antisemitismusbericht des SIG und der GRA für die deutschsprachige Schweiz, Ausgabe 2011 (PDF; 2,5 MB), abgerufen am 29. September 2012
  9. www.bundestag.de: Etwa jeder fünfte Deutsche ist latent antisemitisch, abgerufen am 29. September 2012
  10. Amadeo Antonio Stiftung: Chronik antisemitischer Vorfälle, abgerufen am 29. September 2012
  11. Heiko Buschke: Deutsche Presse, Rechtsextremismus und nationalsozialistische Vergangenheit in der Ära Adenauer, S. 312 in der Google-Buchsuche
  12. Synagogen-Schändung. Die Nacht von Köln, Der Spiegel, 6. Januar 1960, abgerufen am 29. September 2012
  13. Hakenkreuzschmiererein in der BRD, Deutschlandradio, 24. Dezember 2009, abgerufen am 29. September 2012
  14. Alexander Elster, Heinrich Lingemann: Handwörterbuch der Kriminologie, Ergänzungsband, S. 115 in der Google-Buchsuche
  15. Wolfgang Kraushaar: Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus. Hamburger Edition, Hamburg 2005.
  16. Miryam Gümbel: Ein Anruf an Schabbat: Vor vierzig Jahren verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf das Gemeindehaus, Jüdische Allgemeine, 11. Februar 2010, abgerufen am 27. September 2012
  17. Brand ohne heiße Spur : Empörung über das Feuer im jüdischen Altersheim Die Zeit, 1970, Nr. 8, 20. Februar 1970, aktualisiert 21. November 2012, aufgerufen 5. Oktober 2017, Volltext kostenpflichtig
  18. Todesflug Swissair 330: Weshalb wurden die Täter nie gefasst?, Tagesanzeiger, 25. Juni 2010, abgerufen am 27. September 2012
  19. Rückblick: Bombenexplosion in Caravelle der AUA und Absturz von Swissair 330, abgerufen am 1. Oktober 2012
  20. http://www.abendblatt.de/archiv/article.php...%2FASV_HAB_19750821_HA_001.pdf, 5. Oktober 2017 nicht aufrufbar
  21. Holocaust: Die Vergangenheit kommt zurück, Der Spiegel, 29. Januar 1979, abgerufen am 3. Oktober 2012
  22. Josef Joffe: Terror im ersten Bezirk, Die Zeit, 4. September 1981, abgerufen am 27. September 2012
  23. Wolfgang Most: Vereinigung der Einzeltäter: Wehrsportgruppe Hoffmann, hagalil.com, 3. Januar 2006, abgerufen am 27. September 2012
  24. Heinz Nittel – Mordopfer seines Engagements, Schalom, Zeitschrift der österreichisch-israelischen Gesellschaft, 44. Jahrgang, Heft 1/2011, abgerufen am 29. September 2012
  25. Zum 20. Jahrestag: Der Terroranschlag auf eine Wiener Synagoge, hagalil.com, September 2001, abgerufen am 29. September 2012
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  71. Anja Michaeli:Jüdischer Friedhof: Wieder Farbschmierereien, Oldenburger Online-Zeitung, 14. Februar 2015
  72. Mann auf U-Bahn-Gleise geschubst: 49-Jähriger vor Gericht, Focus, 26. September 2016
  73. Mann auf Gleise geschubst: Fünf Jahre Haft für 49-Jährigen, SZ-Online, 28. September 2016
  74. Judith Werner: Nur Suff und Totschlag, Jüdische Allgemeine, 13. Oktober 2016
  75. Kritik des Antisemitismus in der DDR, in: Sozial.Geschichte Heft 3/2006, Zeitschrift für historische Analysen des 20. und 21. Jahrhunderts
  76. Amadeu Antonio Stiftung (Hg.): Antisemitismus in der DDR. Das Buch zur Ausstellung der Amadeu Antonion Stiftung, 2010, ISBN 978-3-940878-06-9.