Liste von Anschlägen im Schienenverkehr

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In dieser Liste von Anschlägen im Schienenverkehr sind Ereignisse aufgenommen, bei denen der Vorsatz bestand, gezielt einen Schienenverkehrsunfall herbeizuführen.

Unfälle und Schadensereignisse, die sich im normalen Betrieb ereigneten und nicht auf gezielte äußere Einwirkung zurückzuführen sind, werden in der Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr und Kesselzerknall erfasst.

1800 bis 1849[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Priestewitz (Königreich SachsenKönigreich Sachsen Sachsen)
7. April 1839 – Missgünstige Konkurrenten von Johann Andreas Schubert, dem Konstrukteur der SAXONIA, hätten eine Weiche verstellt, so dass die Lokomotive auf eine andere, abgestellte Lokomotive auffuhr. Der Sachschaden sei gering gewesen. Diese Geschichte wird heute als Anekdote eingestuft.[1]
Hauptartikel: LDE – Saxonia#Geschichte
Main-Neckar-Bahn (Großherzogtum HessenGroßherzogtum Hessen Hessen)
23. September 1848 – Revolutionäre in der Badischen Revolution lösten Kleineisen an den Schwellen und untergruben ein Gleisjoch. Zwei Lokomotiven, die einen Leerzug zogen, entgleisten und stürzten vom Bahndamm. Die Mitarbeiter der Bahn kamen mit dem Leben davon.[2][3]

1850 bis 1899[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platte River (Vereinigte Staaten 31Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten)
3. September 1861 – Bei einem Anschlag auf die Platte-Brücke durch Guerillakämpfer der Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg auf einen Zug der Nordstaaten kamen knapp 20 Personen ums Leben. Der Anschlag betraf einen gemischten Zug der Hannibal and St. Joseph Railroad und eine Brücke auf deren Bahnstrecke, die als erste den Staat Missouri querte. Sie erschloss unter anderem den östlichen Endpunkt des Pony Express in Saint Joseph und war damit von erheblicher strategischer Bedeutung. Die Guerillas beschädigten die Stützen der etwa 50 Meter langen Brücke über den Platte River so, dass dies vom Zug aus nicht zu erkennen war. Als in der Dunkelheit gegen 23:15 Uhr der Zug von Hannibal nach St. Joseph auf die Brücke fuhr, brach diese unter dem Zug mit seinen etwa 100 Reisenden zusammen und seine Fahrzeuge stürzten zehn Meter tief in den Fluss. Die Armee der Union gab den Befehl aus, die Guerillas zu verfolgen und zu erschießen. Die Konföderation reklamierte das Attentat als kriegsrechtlich zulässige Handlung.[4]
Beja (Portugal Konigreich 1830Portugal Portugal)
18. September 1865 – Aufgrund einer absichtlichen Beschädigung am Oberbau muss ein Zug durch eine Notbremsung angehalten werden. Dabei werden auch Reisende aus dem Zug geschleudert. Drei Tote und zwei Schwerverletzte sind die Folge.[5]
Schwarzenau (Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich)
4. November 1875 – Durch das Lösen der Befestigungen eines Gleisstücks der äußeren Schiene in einer Kurve, die beim Bahnhof Schwarzenau auf einem 10 Meter hohen Damm mit 5 ‰ Gefälle auf eine Brücke zulief, entgleiste ein Personenzug von Wien Franz-Josefs-Bahnhof nach Prag entlang der Tangente des Kurvenbogens. Mindestens 9 Menschen starben.
Chillón (SpanienSpanien Spanien)
27. April 1884 – Nach dem unbekannte Täter eine Brücke über den Fluss Alcudia beschädigt hatten, stürzt ein Zug in den Fluss. 59 Menschen kamen dabei ums Leben. Dies war der bis dahin schwerste Eisenbahnunfall in der Geschichte Spaniens.
Verunglückter Hofzug des Zaren
Charkow (Russisches Kaiserreich 1858Russisches Kaiserreich Russland)
17. Oktoberjul./ 29. Oktober 1888greg.: Vermutlich kein Attentat lag dem Unfall des Hofzuges des Zaren Alexander III. bei Borki zugrunde. Allerdings hielten sich diesbezüglich hartnäckig Gerüchte. Der Zug entgleiste auf der Fahrt von der Krim nach St. Petersburg südlich von Charkow. 23 Reisende starben. Die Angaben zu den Verletzten schwanken zwischen 12 und 36 Personen. Die Zarenfamilie blieb unverletzt, obwohl der Speisewagen, in dem sie sich zum Unfallzeitpunkt aufhielt, stark beschädigt wurde. Die Unfallursache wurde nie aufgeklärt, da sich Bahngesellschaft und Staatsbeamte gegenseitig die Schuld zuwiesen. Vermutlich war die Unfallursache eine Kombination aus einem zu schweren Zug, der zu schnell auf unzureichendem Oberbau fuhr.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Borki
Lincoln (Vereinigte Staaten 37Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten)
9. August 1894: – Auf einer 13 Meter hohen und etwa 130 Meter langen Fachwerkbrücke der Chicago, Rock Island and Pacific Railroad wurden bei Wilderness Park in Lincoln, Nebraska, Schienennägel entfernt. Ein Zug aus Fairbury, Nebraska, der aus einer Lokomotive und zwei Reisezugwagen bestand, überquerte die Brücke gegen 21:20 Uhr. Der Zug entgleiste und stürzte ab. Die Feuerbüchse der Lokomotive brach auf und die hölzernen Wagen fingen Feuer. Elf der 33 Fahrgäste des Zuges kamen ums Leben. Die Untersuchung ergab, dass die Bahnanlage vorsätzlich beschädigt worden war und der Zug deswegen entgleiste. Die Polizei verhaftete den Afroamerikaner George Washington Davis, der zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe der Unfallstelle gesehen worden sein soll. Nach zwei Prozessen vor einer Jury wurde er in einem reinen Indizienprozess – er selbst bestritt die Tat immer – wegen Totschlags verurteilt. Eine Verurteilung wegen Mordes scheiterte. Ein Motiv konnte ihm nie nachgewiesen werden. Er wurde nach zehn Jahren durch Gouverneur John H. Mickey begnadigt.[6]

1900 bis 1909[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horrem (Kerpen) (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich)
28. November 1901 – Gegen 19 Uhr entgleiste der Personenzug Nr. 640 von Verviers nach Köln Hauptbahnhof in der Nähe des Bahnhofs Horrem, weil eine ausgewechselte alte Schiene, die zwischen den Gleisen gelagert war, quer über das Gleis gelegt und mit Draht befestigt worden war. Vier Tote, drei Schwerverletzte und zwölf Leichtverletzte waren die Folge.[7]
Drebkau (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich)
29. Mai 1903 – Beim Bahnhof Drebkau entgleiste der Personenzug Nr. 983 auf der Bahnstrecke Großenhain–Cottbus, nachdem ein betrunkener Zimmermann eine neben der Strecke gelagerte Bahnschwelle quer über das Gleis gelegt hatte. Die Lokomotive und drei folgende Wagen entgleisten, wobei der der Lokomotive direkt folgende Wagen vollständig zertrümmert wurde. Ein Toter, drei Schwer- und fünf Leichtverletzte waren die Folge.[8]
Rehfelde (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich)
3. September 1907 – Nachdem bei einem Schienenstück die Befestigungsschrauben in den Schwellen gelockert worden waren, entgleiste nachts der Schnellzug Nr. 6 von Insterburg nach Berlin mit einer Geschwindigkeit von ca. 85 km/h beim Bahnhof Rehfelde. Ein Teil der Wagen stürzte um. Fettgasbehälter im Speisewagen brachen, das Gas strömte aus und entzündete sich. Der Wagen verbrannte vollständig, die beiden benachbarten Wagen je zur Hälfte. Ein Reisender verbrannte, darüber hinaus wurden acht Menschen verletzt. Für die Ergreifung des Täters oder der Täter wurde eine Belohnung von zunächst 2.000 Mark ausgesetzt, die später auf 5.000 Mark erhöht wurde – vergeblich.[9]

1910 bis 1919[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarry (Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Frankreich) – Absturz nach Brückensprengung
17. September 1914 – Französisches Militär sprengte eine Brücke über die Marne bei Sarry, ohne die zuständigen Eisenbahner zu verständigen oder die Strecke selbst zu sichern. Ein Lazarettzug stürzte in die entstandene Lücke. 57 Menschen kamen ums Leben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Sarry
Rossendale-Edenfield (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
25. September 1916 – Bei einem Bombenangriff durch ein deutsches Zeppelin-Luftschiff wurde der Bahnhof von Ewood Bridge and Edenfield an der Bahnstrecke von Bury nach Bacup zerstört.[10]
Homburg (Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich)
9. Februar 1917 – Bei Homburg, auf der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken, entgleiste der D 32 nach einem Luftangriff.[11]
London (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
13. Juni 1917 – Deutsche Flugzeuge des Typs Gotha G.I bombardierten während des Ersten Weltkriegs unter anderem den Bahnhof Liverpool Street. Dies war der erste derartige Angriff. Eine 1000-Pfund-Bombe traf den Bahnhof und tötete 162 Menschen, 432 wurden darüber hinaus verletzt.[12]
Gjunis (Serbien Konigreich 1882Königreich Serbien Serbien)
11. Oktober 1917 – Bei Gjunis auf der Bahnstrecke Belgrad–Niš wurden Schienen gesprengt. Dadurch entgleiste ein „Transportzug“[Anm. 1], dessen sämtliche Fahrzeuge einen Bahndamm hinab stürzten. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte.[13]

1920 bis 1929[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneidemühl (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich)
20. Januar 1920 – Zwischen Schönlanke und Schneidemühl lösten drei Täter die Verschraubung der Schienen und brachten damit einen Güterzug zum Entgleisen. Ein nachfolgender Schnellzug konnte nicht mehr rechtzeitig gewarnt werden und fuhr in die Trümmer. Im Zug gab es 18 Tote und 20 Verletzte. Die drei Attentäter wurden gefasst, zum Tode verurteilt und hingerichtet.[14]
Eisenbahnattentat während der Märzkämpfe
Ammendorf (heute Halle Süd) (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich)
16. März 1921 – Im Zuge der Märzkämpfe in Mitteldeutschland lösten linksradikale Arbeiter Gleisbefestigungen auf der zweigleisigen Strecke. Zwei Güterzüge entgleisten, drei Eisenbahner starben.[15]
Zwischen Leipzig und Halle (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich)
16. Mai 1921 – Im Nachklang der Märzkämpfe in Mitteldeutschland erfolgte ein Anschlag auf einen Schnellzug. 5 Menschen starben, zahlreiche wurden verletzt.[16]
Duisburg (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich)
30. Juni 1923 – Während der Alliierten Rheinlandbesetzung explodierte in einem belgischen Militärzug eine Zeitzünderbombe, als der Zug bei Duisburg den Rhein querte. 8 Menschen starben. Die Zahl der Verletzten soll hoch gewesen sein, ist aber nicht bekannt, da die Besatzung bei solchen Unfällen grundsätzlich verhinderte, dass Informationen nach außen drangen.[17]
Starogard Gdański (PolenPolen Polen)
1. Mai 1925 – Der Schnellzug D 4 von Eydtkuhnen nach Berlin Charlottenburg entgleiste. 29 Tote, 10 Schwer- und 23 Leichtverletzte waren die Folge. Die polnische Seite behauptete, die Entgleisung sei Folge eines Anschlags gewesen, die deutsche, dass der Zug wegen Mängeln am Oberbau entgleist sei. Die Unfallursache wurde nie eindeutig geklärt.
Die entgleiste Lokomotive des D 8 nach dem Anschlag bei Leiferde
Leiferde (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich)
19. August 1926 – Um einen Bahnpostwagen auszurauben, beschädigten die beiden Täter das Gleis der Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Leiferde und Meinersen, der heutigen Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin. Der D 8 Berlin–Köln entgleiste. 24 Menschen starben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Täter wurden gefasst und zum Tode verurteilt, aufgrund eines Gnadengesuchs aber 1927 zu lebenslanger Zuchthausstrafe begnadigt.
Anting (Republik China 1912–1949Republik China 1912–1949 Republik China)
26. August 1926 – Eine der Bürgerkriegsparteien entfernte ein Gleisstück aus der Bahnstrecke Shanghai–Nanjing. Vermutlich sollte der Sonderzug eines Generals der Gegenseite zum Entgleisen gebracht werden. Allerdings befuhr die beschädigte Stelle zuerst ein ziviler Zug. 20 Menschen starben.[18]
Britisch-Indien (Britisch-IndienBritisch-Indien Britisch-Indien)
Oktober 1927 / Ende 1928 – Mindestens 13 Anschläge fanden in diesem Zeitraum statt, teils politisch motiviert, teils waren es Raubüberfälle.[19] Darunter:
  • 28. Januar 1928 – Räuber entfernten vier Laschen der Gleisverbindungen auf einer Brücke bei Kyauktaga, um einen Güterzug entgleisen zu lassen und ihn dann auszurauben. Der fuhr aber mit so geringer Geschwindigkeit, dass das Gleis hielt. Der folgende Schnellzug dagegen, der „Mail“, von Mandalay nach Rangun (heute: Myanmar, damals: Burma), entgleiste und vier seiner Wagen stürzten 50 Meter tief in einen Fluss. 54 Menschen starben, mehr als 30 wurden darüber hinaus verletzt.
  • 8. Juli 1928. Nach Entfernen von Laschen am Gleis entgleiste ein Zug bei Belur. 25 Menschen starben, 60 wurden schwer verletzt.
  • 12. Juli 1928. Nach Entfernen eines Schienenstücks entgleiste der Calcutta-Gaya Mail.
  • 4. Oktober 1928 und
  • 5. Oktober 1928: Zwei weitere Anschläge, von denen einer rechtzeitig entdeckt wurde.
  • 25. Oktober 1928: Versuchter Anschlag auf den Sonderzug des Gouverneurs von Bombay, Frederick Sykes.
  • 13. Dezember 1928. Ein weiterer Anschlag führt dazu, dass ein Zug entgleist.
  • „Etwas später“. Raubüberfall auf einen Zug bei Hindubagh, mit dem Lohngelder der Bahn transportiert wurden.
Shenyang (Mukden) (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
4. Juni 1928 – Japanische Offiziere, die die Expansion Japans in der Mandschurei fördern wollten, verübten ein Sprengstoffattentat auf den chinesischen Machthaber, Marschall Zhang Zuolin, der sich auf dem Rückzug von Peking nach Shenyang (damals: Mukden) befand. Sein Sonderzug musste in den Vororten von Shenyang die Südmandschurische Eisenbahn unterqueren, die von Japan betrieben wurde. Ein Offizier der japanischen Kwantung-Armee ließ hier eine Bombe explodieren, als der Sonderzug unter dem Viadukt durchfuhr, wobei Zhang Zuolin getötet wurde.[20]
Braunschweig (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich)
1928–1931 Der Versicherungsangestellte Friedrich Opitz verübte nach Feierabend 64 Anschläge! Drei Eisenbahner wurden verletzt. Nach drei Raubmorden und dutzenden Raubüberfällen wurde er 1936 mit dem Fallbeil hingerichtet.[21]

1930 bis 1939[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jinzhou (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
29. Dezember 1930Räuber beschädigten den Oberbau der Eisenbahnstrecke von Shenyang (damals: Mukden) nach Peking. Ein Schnellzug entgleiste. Mindestens 80 Menschen starben, weitere 20 wurden als Geiseln entführt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall in Jinzhou
Anzbach (OsterreichÖsterreich Österreich)
31. Dezember 1930 – Der vermutlich geistesgestörte Lehrer Sylvester Matuska verübte bei Anzbach – westlich von Wien – einen folgenlosen Eisenbahnanschlag.
Anzbach (OsterreichÖsterreich Österreich)
30. Januar 1931 – Sylvester Matuska verübte einen zweiten Anschlag an derselben Stelle. Die Lok eines Nachtschnellzugs entgleiste. Es entstand aber nur geringer Schaden.
Jüterbog (Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich)
8. August 1931 – Sylvester Matuska sprengte gegen 22:00 Uhr bei Jüterbog unter der Lok des Schnellzuges D 43 von Basel nach Berlin ein Stück Schiene weg, was den Zug zum Entgleisen brachte. 82 Verletzte waren die Folge.[22]
Biatorbágy (UngarnUngarn Ungarn)
13. September 1931 – Sylvester Matuska sprengte nahe der westlich von Budapest gelegenen Ortschaft Biatorbágy das Gleis auf der 25 m hohen mehrbogigen Eisenbahnbrücke. Lokomotive, Gepäckwagen, Schlafwagen und drei Personenwagen des Nachtschnellzuges Budapest–Wien stürzten ab. 24 Tote, 14 schwer und zahlreiche leicht Verletzte waren die Folge. In Wien wurde Matuska am 1. Oktober 1931 auf Ersuchen der ungarischen Polizei vernommen, weil er als angeblicher Fahrgast des verunglückten Zuges Schadenersatz forderte. Bei einer zweiten Vernehmung am 7. Oktober 1931 wurde er verhaftet und gab die Taten zu. Im Strafprozess konnten seine Motive nicht eindeutig geklärt werden. Matuska machte zeitweise einen verwirrten Eindruck und äußerte religiöse Wahnvorstellungen. Das Schwurgericht verurteilte ihn wegen zweier Anschläge bei Anzbach zu sechs Jahren schwerem Kerker. Nach vier Jahren Strafverbüßung wurde er wegen des Anschlags von Biatorbágy an Ungarn ausgeliefert. Dort wurde er wegen Mordes zum Tode verurteilt. Österreich hatte für die Auslieferung allerdings eine Begnadigung zur lebenslanger Haft zur Bedingung gemacht.[23]
Japanische Experten inspizieren den Ort des Sprengstoffanschlages auf die Südmandschurische Eisenbahn
Shenyang (Mukden) (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
18. September 1931 – Zwei Offiziere der Kwantung-Armee, einer davon war vermutlich der Spion und spätere Kommandeur der 14. Division, Doihara Kenji, verübten einen Sprengstoff-Anschlag auf die durch Japan betriebene Südmandschurische Eisenbahn. Infolge dieses als „Mukden-Zwischenfall“ bezeichneten Ereignisses wurde die Mandschurei von japanischen Truppen besetzt und im März 1932 der japanische Satellitenstaat Mandschukuo gegründet.
Hauptartikel: Mukden-Zwischenfall
Liaoning (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
27. September 1931 – Räuber entfernen etwa 90 km westlich von Shenyang (damals: Mukden) Schienen aus der Strecke, so dass der Zug von Mukden nach Peking entgleist. Sie rauben den Zug aus und töten dabei auch Reisende und Zugpersonal. 30 Menschen sterben, viele weitere werden darüber hinaus verletzt.[24]
Puçol (SpanienSpanien Spanien)
9. Dezember 1933 – Der Schnellzug Barcelona–Sevilla entgleiste, nachdem Anarchisten mit Bomben eine Eisenbahnbrücke beschädigt hatten. 13 Tote waren die Folge.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Puçol
Bad Abbach (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich)
24. Juli 1938 – Bei Bad Abbach auf der Donautalbahn wurden Steine auf das Gleis gelegt und ein Güterzug entgleiste.[25]
Kanton (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
3. Januar 1938 – Ein japanischer Bombenangriff beschädigt einen Tunnel, in dem daraufhin ein Zug entgleist. 42 Menschen starben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Kanton
Kowloon-Canton Railway (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
16. Januar 1938 – Drei Wagen eines Schnellzuges brannten aus. Brandstiftung wurde vermutet. 87 Menschen starben, 30 wurden darüber hinaus verletzt. (Siehe: hier)
Songjiang (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
8. September 1938 – Bei einem japanischen Luftangriff auf den Bahnhof von Songjiang wurde auch ein mit Flüchtlingen überfüllter Zug, der dort gehalten hatte, getroffen. Mindestens 300 Menschen starben und 400 weitere wurden darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Luftangriff von Songjiang
Sant Vicenç de Calders (Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik Spanien)
9. Oktober 1938 – Bei einem Luftangriff auf einen Zug während des Spanischen Bürgerkriegs starben 60 Menschen, 100 wurden darüber hinaus verletzt.
Britisch-Indien (Britisch-IndienBritisch-Indien Britisch-Indien)
12. Januar 1939 und 1929-1939 – Bei Hazaribagh, Bihar, entgleiste ein Zug, nachdem das Gleis mutwillig beschädigt worden war. 21 Menschen starben, 71 wurden darüber hinaus verletzt. In den folgenden Monaten ereigneten sich weitere solche Anschläge. Eine Untersuchung stellte fest, dass es in den zehn vergangenen Jahren 131 versuchte oder vollendete Sabotageakte gegen die Eisenbahnen in Indien gegeben hatte.[26]
Xàtiva (Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik Spanien)
12. Februar 1939 – Bei einem Luftangriff auf den Bahnhof von Xàtiva in den letzten Tagen des Spanischen Bürgerkriegs starben 129 Menschen, 200 wurden darüber hinaus verletzt.
Hauptartikel: Bombardement von Xàtiva
Carlin (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten)
12. August 1939 – Der Fernzug City of San Francisco, der zwischen Chicago und Oakland über Illinois verkehrte, entgleiste bei Carlin, Nevada, in der Wüste von Nevada. Dieser Abschnitt seines Laufweges gehörte zum Netz der Southern Pacific Railroad. Der Zug hatte Verspätung und war mit höchst möglicher Geschwindigkeit unterwegs. Der Unfall ereignete sich um 21:33 Uhr, als der Zug über eine Brücke fuhr, die den Humboldt River überspannte. Fünf Wagen stürzten in den Fluss, drei weitere rutschten die Böschung hinunter. 24 Tote und 121 Verletzte waren die Folge des Unfalls. Sowohl der Coroner als auch ein Sachverständigengremium seitens der Eisenbahn kamen zu der Feststellung, dass eine Eisenbahnschiene entfernt worden war, was die Entgleisung verursacht habe. Wegen der intransparenten Haltung der Bahngesellschaft bei der Unfalluntersuchung blieb allerdings bis heute das Gerücht bestehen, dass die Unfallursache auch ein Fehler von dieser Seite gewesen sein könnte – z. B. zu hohe Geschwindigkeit.[27]
Zwischen Shanghai und Nanjing (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
1. Oktober 1939 – Bei einem Anschlag chinesischer Guerillas entgleiste ein Militärzug der japanischen Besatzungsmacht. 30 Japaner kamen ums Leben, weitere wurden darüber hinaus verletzt.[28]

1940 bis 1949[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yunnan (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
1. Februar 1940 – Bei einem japanischen Luftangriff auf eine Brücke der Yunnan-Bahn bei km 235 (der chinesischen Kilometrierung) wurde auch ein Zug getroffen. 85 Menschen starben, weitere 120 wurden verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall in Yunnan
Britisch-Indien (Britisch-IndienBritisch-Indien Britisch-Indien)
5. August 1940 – Nachdem eine Schiene absichtlich entfernt worden war, entgleiste der Dacca Mail 128 km von Kalkutta (heute: Kolkatta) entfernt.[Anm. 2] 34 Menschen starben, 90 wurden darüber hinaus verletzt.[29]
Suzhou (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
29. November 1940 – Guerillas der Kuomintang sprengten den Oberbau unter einem Zug, der von Shanghai nach Nanking unterwegs war. Dabei starben etwa 100 Menschen, weitere 300 sollen verletzt worden sein.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Suzhou
Krylbo (SchwedenSchweden Schweden)
19. Juli 1941 – Nahe dem Bahnhof des kleinen schwedischen Ortes Krylbo, der heute ein Teil der Stadt Avesta ist, explodierte ein deutscher Güterzug, der mit Munition zum finnischen Tornio unterwegs war. Es ist bis heute nicht eindeutig geklärt, ob es ein Unfall oder ein Attentat des britischen Geheimdienstes Special Operations Executive war. Für letzteres spricht, dass am folgenden Tag der Militärattaché der britischen diplomatischen Vertretung in Schweden, Malcolm Munthe, aus Schweden ausgewiesen wurde. Offiziell wurde der Vorfall als Eisenbahnunfall dargestellt.
Hauptartikel: Explosion von Krylbo
Britisch-Indien (Britisch-IndienBritisch-Indien Britisch-Indien)
16. Mai 1942 – Räuber ließen einen Zug, der von Karatschi nach Lahore unterwegs war, entgleisen. Die Lokomotive und sechs Wagen stürzten um. Die Fahrgäste wurden mit Äxten und Schusswaffen angegriffen und ausgeraubt. 22 Menschen starben, 26 wurden darüber hinaus verletzt.[30]
Białystok (PolenPolen Polen)
19. September 1943 – Nach einem Anschlag auf den Schnellzug mit Wehrmachtsteil DmW 31 entgleist der Zug. 23 Menschen sterben, 33 weitere werden verletzt.[31]
Verschiedene Orte (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion)
März bis Juni 1944 – Die deutsche Luftwaffe flog mit 350 Bombern in der Sowjetunion Großangriffe auf Eisenbahnzentren, um die sowjetische Sommeroffensive zu stören. Trotz erheblicher Zerstörungen konnte das aber den anschließenden militärischen Erfolg der Sowjetunion und den Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte nicht verhindern.[32]
Köppern (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich)
4. Oktober 1944 – Der Zug Nr. 2021 von Frankfurt nach Usingen wurde kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Köppern von Tieffliegern angegriffen. 31 Menschen starben. Siehe: hier.
Bahnhof Elm (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich)
25. November 1944 – Bei einem Luftangriff auf den Bahnhof wurde das Empfangsgebäude komplett zerstört.[33]
Fulda Hauptbahnhof (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich)
27. Dezember 1944 – Bei einem Luftangriff auf den Bahnhof wurde eine Unterführung unter den Gleisen verschüttet, die eine große Zahl von Menschen als behelfsmäßigen Luftschutzraum aufgesucht hatte. Mehr als 700 Menschen, darunter zahlreiche Zwangsarbeiter, starben.[34]
Snåsa (NorwegenNorwegen Norwegen)
13. Januar 1945 – Die Kompanie Linge, eine britisch-norwegische Geheimdiensteinheit, die in Norwegen Sabotagen hinter den Linien der deutschen Wehrmacht durchführte, sprengte die Brücke der Nordlandsbanen über den Jørstadelva, einen Fluss bei Snåsa. Die Operation trug den Kodenamen „Woodlark“. Sechs Stunden nach der Sprengung der Brücke überfuhr ein Truppentransportzug der Wehrmacht die Stelle und stürzte in den Fluss. 70–80 Personen starben, etwa 100 wurden verletzt. 1995 wurde an der Brücke dafür ein Denkmal errichtet. Dies ist bis heute der verlustreichste Eisenbahnunfall in Norwegen.[35]
Treuchtlingen (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich)
23. Februar 1945 – Bei einem Luftangriff auf den Bahnhof Treuchtlingen starben in einer von Bomben getroffenen Gleisunterführung, die von zahlreichen Menschen als provisorischer Luftschutzkeller aufgesucht worden war, etwa 300 Menschen.[36]
Waldkappel (Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich)
31. März 1945 – Bei einem Luftangriff explodierte ein Munitionszug im Bahnhof Waldkappel. Dabei starben 17 Menschen.
Hauptartikel: Luftangriff auf Waldkappel
Konkoita (ThailandThailand Thailand)
1. Februar 1947 – Eine hölzerne Eisenbahnbrücke der Thailand-Burma-Eisenbahn war durch Brandstiftung abgebrannt und eingestürzt. Eine vom thailändischen Verkehrsminister Momluang Kri Detchatiwong benutzte Motordraisine stürzte in die so entstandene Lücke. Der Minister und eine Person aus seiner Begleitung kamen ums Leben.
Tientsin (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
Mai 1947 – 100 Menschen starben als ein aus Lokomotive und 13 Wagen bestehender Zug in einem Hinterhalt auf eine von kommunistischen Guerillas gelegte Landmine auffuhr. Der Zug war von Tientsin nach Shenyang (Mukden) unterwegs. Der Anschlag ereignete sich ca. 55 km von Tientsin entfernt. Die Lokomotive und die drei folgenden Wagen entgleisten und wurden beschädigt. Die Guerillas plünderten anschließend den Zug.[37]
Tientsin (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
23. Juli 1947 – Ein Personenzug von Schanghai nach Tientsin fuhr 107 km vor seinem Ziel auf eine Landmine, die explodierte. Der Zug entgleiste. 27 Menschen starben, 12 wurden darüber hinaus schwer verletzt[38]
Amritsar (IndienIndien Indien)
22. September 1947 – Ein Zug mit mehr als 4.500 moslemischen Flüchtlingen wurde von bewaffneten Sikhs bei Amritsar überfallen und drei Stunden lang beschossen. 3418 Menschen starben oder wurden anschließend vermisst, 1328 weitere wurden verletzt.[39]
Kamoke (IndienIndien Indien)
25. September 1947 – Ein Zug mit Hindu- und Sikh-Flüchtlingen wurde von bewaffneten Moslems in Kamoke überfallen. Dabei starben 340 Flüchtlinge, weitere 250 wurden verletzt.[40]
Arras (Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Frankreich)
3. Dezember 1947 – Während eines Generalstreiks der Eisenbahner wurden über 30 m Gleis der Bahnstrecke Paris–Lille so fachkundig gelockert, dass die Signalanlagen unbeeinträchtigt blieben. Der Nachtpostzug von Paris nach Tourcoing entgleiste. 21 Menschen starben.[41]
Dhanbad (IndienIndien Indien)
15. Mai 1948 – Nach einem (vermuteten) Sabotageakt entgleiste der Dhera Dun Express aus Howrah auf einem 12 Meter hohen Damm. 31 Menschen starben, 101 wurden darüber hinaus verletzt, 19 von ihnen schwer.[42]
Lilong (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
3. September 1948 – Mindestens 25 Menschen starben, 98 weitere wurden verletzt, als bei Lilong, Guangdong, ein Zug entgleiste, der von Hankow nach Kanton unterwegs war. Ursache soll eine Manipulation am Oberbau gewesen sein.[43]
Pengpu (China Republik 1928Republik China (1912–1949) China)
September 1948 – Kommunistische Guerillas hatten auf einer Bahnstrecke ca. 140 km nordwestlich von Nanking eine Landmine gelegt. Unter einem Zug, der nach Pukow unterwegs war, explodierte sie. Die Lokomotive und der folgende Wagen wurden vollständig zerstört, 100 Menschen starben.[44]
Móra la Nova (SpanienSpanien Spanien)
12. Februar 1949 – Der Schnellzug Barcelona–Madrid entgleiste in einer Kurve vor dem Bahnhof Móra la Nova (Streckenkilometer 536,6), die in einem Gefälle lag. Die Lokomotive wurde aus der Kurve in eine darunter liegenden Schlucht getragen, mehrere Wagen fielen auf sie. 40 Menschen starben, etwa 100 wurden darüber hinaus verletzt. Die Franco-Diktatur behauptete als Ursache einen kommunistischen Anschlag. Befestigungen der Schienen seien entfernt worden.[45]
Matsukawa-Zwischenfall
Fukushima (JapanJapan Japan)
17. August 1949 – Nachdem Bolzen und Muttern der Gleisverbindungen gelockert und zahlreiche Nägel, die die Schienen auf den Schwellen fixiert hatten, herausgezogen worden waren, entgleiste ein Zug, der von Aomori nach Ueno fuhr und soeben Matsukawa, das heutige Fukushima, durchquert hatte. Die drei Männer auf der Lokomotive starben. In der damaligen Hysterie der Kommunistenverfolgung wurden 20 Mitglieder der Tōshiba-Matsukawa-Fabrikgewerkschaft, der Kokurō (Eisenbahnergewerkschaft) und der Kommunistischen Partei Japans verhaftet. Die Prozesse zogen sich über 14 Jahre hin und endeten mit Freisprüchen.
Hauptartikel: Matsukawa-Zwischenfall

1950 bis 1959[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bitroi (IndienIndien Indien)
12. April 1950 – Nach einer Manipulation am Gleis kurz vor der Tarara-Brücke entgleiste der „Kumaon-Express“ der Oudh and Tirhut Railway. Während die Lokomotive und der erste Wagen das andere Ufer noch erreichten, stürzten die übrigen Fahrzeuge in den Fluss. 36 Menschen starben, 101 wurden darüber hinaus verletzt.[46]
Jasidih (IndienIndien Indien)
7. Mai 1950 – Nach Entfernen eines Schienenstücks stürzte ein Teil des Punjab Mail von Kalkutta (heute: Kolkata) nach Neu Delhi von einem Bahndamm. 92 Menschen starben, 67 wurden schwer verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Jasidih
Benares (IndienIndien Indien)
13. August 1950 – Auf einer Brücke bei Benares (heute: Varanasi) war durch Entfernen einer Lasche das Gleis absichtlich beschädigt worden. Ein Güterzug entgleiste. In die Unfallstelle fuhr der Toofan-Express von Neu Delhi nach Kalkutta hinein. Dessen Lokomotive und drei Wagen stürzten in den Fluss. 29 Menschen starben, 113 wurden darüber hinaus verletzt.[47]
Bhairabazar (PakistanPakistan Pakistan)
9. September 1950 – Vor einer Brücke entfernten Saboteure Schienenverbindungen, so dass der Schnellzug von Dhaka nach Chittagong bei Bhairabazar (damals: Ostpakistan, heute: Bangladesch) entgleiste, die Lokomotive und drei Wagen in einen Fluss stürzten. Etwa 50 Menschen starben.[48]
Hai-Van-Pass (VietnamVietnam Vietnam)
24. Juni 1953 – Während des Indochinakriegs war der Hai-Van-Pass (auch: Wolkenpass / Col des Nuages), über den auch die Eisenbahnhauptstrecke zwischen Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) führt, als strategisch wichtiger Gebirgspass schwer umkämpft. Als dort ein mit zwei Lokomotiven bespannter Zug auf eine Bogenbrücke fuhr, sprengten die Việt Minh ein Brückensegment. Beide Lokomotiven und 18 Wagen stürzten knapp 20 Meter in die Tiefe. Mehr als 100 Menschen starben.[49]
Birma (Birma 1948Birma Birma)
4. März 1957 – Aufständische ließen den Schnellzug von Mandalay nach Rangun (heute: Myanmar, damals: Burma) entgleisen. Mehr als 30 Menschen starben.[50]
Tasikmalaja (IndonesienIndonesien Indonesien)
8. Mai 1959 – Ein Schnellzug von Banjar[Anm. 3] nach Bandung entgleiste bei Tasikmalaja und stürzte in eine Schlucht. Von offizieller Seite wurde als Ursache ein Eingriff Außenstehender in den Bahnbetrieb angegeben. 92 Menschen starben, 14 wurden darüber hinaus verletzt.[51]

1960 bis 1969[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

San Sebastián (SpanienSpanien Spanien)
1960 – Die Euskadi Ta Askatasuna (ETA) nahm ihren „Kampf“ auf. Als erste bekanntgewordene Aktion wurde ein Zug zum Entgleisen gebracht. Am 28. Juni 1960 wurden bei einem Bombenattentat im Amara-Bahnhof in San Sebastián mehrere Menschen verletzt und ein Kind kam ums Leben.
Birma (Birma 1948Birma Birma)
26. März 1961 – Aufständische sprengten einen Teil des Schnellzugs Mandalay–Rangun in die Luft und griffen die überlebenden Reisenden mit automatischen Waffen an. 23 Menschen starben, 100 wurden darüber hinaus verletzt. 60 Personen wurden als Geiseln genommen.[52]
Siliguri (IndienIndien Indien)
19. April 1961 – Aufgrund von Sabotage entgleiste ein Personenzug bei Siliguri, Westbengalen. 23 Menschen starben, 77 wurden darüber hinaus verletzt.[53]
Vitry-le-François (FrankreichFrankreich Frankreich)
18. Juni 1961 – Die Explosion einer vermutlich von der Organisation de l’armée secrète (OAS) gelegten Bombe brachte den Schnellzug Straßburg–Paris zum Entgleisen. 28 Menschen starben, 170 wurden verletzt.
Ghatshila (IndienIndien Indien)
20. Oktober 1961 – Nach einer Beschädigung des Gleises durch Sabotage entgleisten Lokomotive und sieben Wagen eines Schnellzuges von Howrah nach Ranchi. 27 Menschen starben, 105 wurden darüber hinaus verletzt.[54]
Isenbüttel (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
17. Februar 1962 – Durch Steine, die auf die Bahnstrecke Braunschweig–Wieren gelegt worden waren, entgleiste der Zug Pto 3131. 3 Menschen starben, 25 wurden darüber hinaus verletzt.[55]
Montevideo (UruguayUruguay Uruguay)
4. August 1963 – Durch Sabotage wurde ein Reisezug zum Entgleisen gebracht. Zwei Wagen wurden zerstört. 40 Menschen starben.[56]
Norddeutschland (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
1966 – Ein Erpresser, der sich als „Roy Clark“ bezeichnete, forderte Geld von der Deutschen Bundesbahn. Nachdem keine Reaktion erfolgte, kam es zu mehreren Anschlägen. In einem Fall war es Glück, dass sich der Unbekannte im Fahrplan geirrt hatte und anstatt des leichten Triebwagens ein schwerer Güterzug die Strecke befuhr.[57] Am 21. Dezember 1967 konnte der staatenlose ehemalige Fremdenlegionär Alexander Bordan Hembluck als Bombenleger und Drohbriefschreiber überführt werden.[58]
Assam (IndienIndien Indien)
Februar 1966 – Eine Bombe explodierte im „Assam Mail“.[Anm. 4] Es war der erste Anschlag von dreien, die in einer Serie stattfanden. Zugerechnet wurde er der Freiheitsbewegung der Naga. 37 Menschen starben.[59]
Lumding (IndienIndien Indien)
20. April 1966 –Bei dem zweiten Bombenanschlag, diesmal auf einen Zug im Bahnhof von Lumding, starben 55 Menschen, 127 weitere wurden darüber hinaus verletzt.[60]
Diphu (IndienIndien Indien)
23. April 1966[Anm. 5] – Der dritte Bombenanschlag dieser Serie kostete 40 Menschen das Leben, 60 weitere wurden verletzt.[61]
Belgaum (IndienIndien Indien)
26. Mai 1966 – Nachdem eine zwei Gleisstücke verbindende Lasche mutwillig entfernt worden war, entgleiste ein Zug von „Banglapore“[Anm. 6] nach Pune (Poona). 22 Menschen starben, 21 wurden darüber hinaus verletzt.[62]

Bensheim (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
17. September 1966 – Durch Steine, die Kinder auf die Bahnstrecke Bensheim–Worms gelegt hatten, entgleiste ein Personenzug. Ein Mensch starb, 15 wurden darüber hinaus verletzt.[63]
Brennerbahn (ItalienItalien Italien)
30. September 1967 – Bei einem Anschlag des Befreiungsausschuss Südtirol starben im Zug Innsbruck–Trient zwei Polizisten.[64]

Hauptstuhl (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
16. Oktober 1968 – Auf der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken wurden Halte- und Sicherungsbolzen einer Eisenbahnweiche entfernt und sie auf Ablenkung gestellt. Lokomotive und 7 Wagen des D 216 entgleisten mit 120 km/h. 1 Mensch starb, 14 wurden darüber hinaus verletzt.[65]
Baden-Württemberg (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
24. Februar 1969 – Durch auf die Schienen gelegte Steine entgleiste auf der Höllentalbahn im Schwarzwald ein Triebwagen und stürzte ab. 4 Verletzte waren die Folge.[66]
Dortmund (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
5. März 1969 – Der Lokomotivführer eines Güterzugs wird von einem Stein getroffen, den ein Jugendlicher geworfen hat. Der Lokomotivführer war drei Minuten bewusstlos.[67]
Jajpur Road (IndienIndien Indien)
14. Juli 1969 – Der Auffahrunfall eines Güterzuges auf einen im Bahnhof Jajpur Keonjhar Road stehenden Personenzug wird auf den Eingriff Betriebsfremder in die Signalanlagen zurückgeführt. 85 Menschen starben.

1970 bis 1979[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gioia Tauro (ItalienItalien Italien)
22. Juli 1970 – Bei einer Explosion und der darauf folgenden Entgleisung des Zuges verloren sechs Menschen ihr Leben. 66 Personen wurden verletzt.
Hauptartikel: Attentat von Gioia Tauro
Thalfingen (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
24. Januar 1971 – Auf der Bahnstrecke Aalen–Ulm wurde ein Hemmschuh montiert. Der fällige Eilzug 1921 blieb jedoch zuvor wegen eines Getriebeschadens liegen, so dass es zu keinem Unfall kam.[68]
Adelsdorf (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
10. Mai 1971 – Kinder legen Steine auf das Gleis der Bahnstrecke Forchheim–Höchstadt, wodurch ein Nahverkehrstriebwagen entgleist. 2 Verletzte sind die Folge.[69]
Solingen (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
10. Mai 1971 – Der Nahverkehrszug 2594 nach Wuppertal-Oberbarmen fährt in einen auf das Gleis gesetzten Hemmschuh, schleift ihn mit, bis er in einer Weiche hängen bleibt. Die Lokomotive und zwei Wagen entgleisen.[70]
Potgietersrus (Mokopane), Transvaal (Sudafrika 1961Südafrika Südafrika)
31. März 1972 – Aufgrund von Sabotage entgleiste die Lokomotive eines Zuges kurz bevor er eine Flussbrücke befuhr. Die Lokomotive stürzte in das fast ausgetrocknete Flussbett und riss dabei einige Personenwagen mit. 38 Menschen starben, 174 wurden darüber hinaus verletzt.[71]
Darmstadt (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
24. Mai 1972 – Spielende Kinder setzen eine Planierraupe in Betrieb, die zwischen den Bahnhöfen Darmstadt Ost und Darmstadt Nord auf der Odenwaldbahn zum Stehen kommt. In sie fährt mit 50 km/h ein Nahverkehrstriebwagen. 9 Menschen werden verletzt.[72]
Erdbach (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
13. August 1973 – Durch den Eingriff Betriebsfremder im Bahnhof Mademühlen auf der Westerwaldquerbahn wurden 16 Güterwagen von einem Zug abgekuppelt und begannen im Gefälle bergabwärts zu rollen. Nach 15 km und Querung von 20 Bahnübergängen trafen sie auf den Prellbock des Bahnhofs Erdbach, überfuhren ihn und schlugen 50 Meter weiter in ein Wohnhaus ein, wo eine Frau ums Leben kam.[73]
Dußlingen (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
21. Mai 1974 – Durch auf das Gleis der Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen gelegte Steine entgleiste eine Lokomotive.[74]
Denkmal für die Opfer des Bombenanschlags im Bahnhof von San Benedetto Val di Sambro am 4. August 1974
San Benedetto Val di Sambro (ItalienItalien Italien)
4. August 1974 – Bei einem Bombenanschlag auf den Italicus Express – den Nachtschnellzug RomMünchen – durch die rechtsextreme Terrororganisation Ordine Nuovo starben 12 Menschen, 48 wurden darüber hinaus verletzt.
Raum Stuttgart (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
2. September 1974 – Bei einem Erpressungsversuch, untermauert mit der Drohung eines Anschlags auf den Bahnverkehr, wurden 3,8 Millionen DM gefordert.[75]
Baden-Württemberg (Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland)
6. Oktober 1975 – 1978 – Der Erpresser Monsieur X verübt in erpresserischer Absicht eine ganze Reihe von Anschlägen auf Züge der Deutschen Bundesbahn.
Hauptartikel: Monsieur X
Alexandria (AgyptenÄgypten Ägypten)
14. August 1976 – In Alexandria in Ägypten explodierte eine in einem Gepäckfach versteckte Bombe. Acht Menschen starben, 51 wurden verletzt.
Moskau (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion)
8. Januar 1977 – Bombenserie in der Moskauer Metro. Sieben Menschen starben, 37 wurden verletzt.
Riegel am Kaiserstuhl (DeutschlandDeutschland Deutschland)
17. Oktober 1977 – Der Erpresser Monsieur X manipulierte das Gleis und der Italia-Express Kopenhagen–Rom entgleiste bei einer Geschwindigkeit von 140 km/h. 19 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.[76]
Ajaraka (IndienIndien Indien)
23. November 1977 – Nachdem eine Schiene aus dem Gleis entfernt wurde, entgleiste der Nachtzug von Ahmedabad nach Neu-Delhi in der Nähe von Ajaraka. 20 Menschen starben und weitere 21 wurden verletzt. Der oder die Täter konnten nie ermittelt werden.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Ajaraka

1980 bis 1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dunmurry (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
17. Januar 1980 – Eine Bombe der IRA explodierte während eines Transportes vorzeitig in einem Personenzug bei Dunmurry in Nordirland. Drei Menschen kamen ums Leben, darunter einer der Attentäter, fünf weitere wurden verletzt, darunter der zweite Attentäter.
Romeas (Kampuchea 1979Kampuchea Kampuchea)
10. Juni 1980 – Guerillas stoppten einen Personenzug 70 km nordwestlich von Phnom Penh[Anm. 7] mit einem Minen- oder Raketenangriff und beschossen ihn anschließend. Mehr als 150 Menschen starben, etwa 250 wurden darüber hinaus verletzt.[77]
Bologna (ItalienItalien Italien)
2. August 1980 – Der Bombenanschlag auf den Hauptbahnhof von Bologna forderte 85 Todesopfer und 200 Verletzte. Verantwortlich für die Tat ist eine rechtsextreme Terrororganisation, die sich Nuclei Armati Rivoluzionari nennt.
Hauptartikel: Anschlag von Bologna 1980
Iserlohn (DeutschlandDeutschland Deutschland)
25. September 1980 – Kinder legten Steine in die Spurrillen eines Bahnübergangs beim Bahnhof Iserlohn-Ost. Der Nahverkehrstriebwagen Nto 6127 entgleiste und prallte gegen ein Haus. 13 Menschen wurden verletzt.[78]
Belfast (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
12. Oktober 1980 – Eine Bombe der IRA explodierte im zwischen Dublin und Belfast verkehrenden Intercity-Zug in der Nähe des Hauptbahnhofs von Belfast. Eine Reisende kam dabei ums Leben.[79]
Parsberg (DeutschlandDeutschland Deutschland)
5. November 1980 – Beim Verladen von Panzern der US-Streitkräfte auf einen Güterzug schoss ein Soldat eine Granate auf einen anderen Panzer ab. Motiv war Eifersucht. 2 Tote und zwei weitere Verletzte waren die Folge, die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg musste für längere Zeit gesperrt werden.[80]
München (DeutschlandDeutschland Deutschland)
14. April 1981 – Der Zug „Akropolis“ fährt in eine Baumsperre. Sachschaden.[81]
Dangarva (IndienIndien Indien)
18. Juli 1981 – Vermutlich durch Sabotage – Laschen, die Schienenstücke verbanden, waren entfernt worden – entgleiste ein von Neu-Delhi nach Ahmedabad fahrender Zug 800 Meter vor dem Bahnhof von Dangarva im Bundesstaat Gujarat. 35 Menschen starben[82], 70 wurden darüber hinaus verletzt.
Bahawalpur (PakistanPakistan Pakistan)
31. Juli 1981 – Ein Zug, der von Karatschi nach Lahore unterwegs war und wegen des anstehenden Id Al-Fitr sehr stark besetzt war, entgleiste, weil einige Schienenlaschen entfernt worden waren. Mehr als 30 Menschen starben.[83]
Ambazac (FrankreichFrankreich Frankreich)
29. März 1982 – Im Capitole von Paris nach Toulouse verübte der linksextreme Terrorist Carlos einen Anschlag, bei dem fünf Menschen starben und 29 verletzt wurden. Zwanzig Kilometer vor Limoges explodierte die im zweiten der zehn Wagen deponierte Bombe. Der Zug kam erst zwei Kilometer nach dem Anschlag zum Stehen.

Ostercappeln (DeutschlandDeutschland Deutschland)
2. August 1982 – Zwei Soldaten der britischen Streitkräfte bringen nach einer Amokfahrt ihren Panzer auf den Gleisen der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg zum Stehen. Der D 15233 fährt in den Panzer und zertrümmert ihn. Die beiden Soldaten kommen ums Leben, der Lokomotivführer und 20 Reisende werden verletzt.[84]
Lyon (FrankreichFrankreich Frankreich)
31. Dezember 1983 – In der Silvesternacht 1983 explodierte in einem TGV südlich von Lyon ein Sprengsatz, außerdem im Bahnhof Marseille-St-Charles. Auch hier war der Terrorist Carlos für die zweifache Bluttat verantwortlich (vier Tote).
Apenninbasistunnel (ItalienItalien Italien)
23. Dezember 1984 – bei einem Bombenanschlag der Mafia im Apenninbasistunnel auf den Rapido 904 starben 17 Menschen, 267 wurden darüber hinaus verletzt.
Mankulam (Sri LankaSri Lanka Sri Lanka)
20. Januar 1985 – Separatistische Tamilen brachten zwischen den Bahnhöfen Mankulam und Murukandy durch Minen einen Personenzug zum Stehen und griffen ihn dann mit Schusswaffen an. Mindestens 36 Menschen starben.[85]
Bunowo (BulgarienBulgarien Bulgarien)
9. März 1985 – Sieben Menschen, darunter zwei Kinder, starben als ein Wagen des Schnellzuges Sofia–Burgas explodiert. Der Sprengsatz wurde mittels Zeitzünder zur Explosion gebracht und sollte im naheliegenden Tunnel losgehen und so mehr Opfer fordern. Auf Grund einer Verspätung des Zuges explodierte die Bombe im Bahnhof. Verantwortlich für die Bluttat war die Türkische Befreiungsbewegung in Bulgarien, die bis 1989 weitere vier Attentate verübte.
Mosambik (MosambikMosambik Mosambik)
2. August 1985 – Bei einem Eisenbahnunfall starben 58 Menschen, 160 wurden darüber hinaus verletzt. Nach Angabe der Regierung war es ein betrieblich bedingter Unfall. Die Guerillas behaupteten einen von ihnen durchgeführten Sabotageakt als Ursache.[86]
Bheramara (BangladeschBangladesch Bangladesch)
15. Mai 1986 – An einer Bahnstrecke in der Nähe von Bheramara wurden Laschen entfernt, die Schienenstücke verbanden. Daraufhin entgleiste ein Schnellzug und mehrere Personenwagen kippten in einen Kanal, an dem die Strecke entlang führte. Mindestens 25 Menschen starben, 45 wurden darüber hinaus verletzt.[87]
Cuzco (PeruPeru Peru)
25. Juni 1986 – In Cuzco, Peru, starben sieben Menschen, darunter drei Deutsche, bei einem Anschlag auf einen mit Touristen besetzten Zug. Beschuldigt wurde die Terrorgruppe „Leuchtender Pfad“.
Pessene (MosambikMosambik Mosambik)
31. Dezember 1987 – Guerillas ließen einen Zug mit 1500 Gastarbeitern, die aus Südafrika zurückkehrten durch die Explosion einer Landmine entgleisen und beschossen den Zug anschließend. Einige Fahrgäste wurden entführt. 22 Menschen starben, 77 wurden darüber hinaus verletzt.[88]
HangzhouShanghai (China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China)
26. Juni 1989 – In einem Zug von Hangzhou nach Shanghai explodierte Dynamit in einer Toilette und zeriss einen Teil eines Wagens. Unklar blieb, ob dies ein Anschlag oder ein Unfall war. 20 Menschen starben, 11 wurden darüber hinaus schwer verletzt.[89]

1990 bis 1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cherlapally (IndienIndien Indien)
10. Oktober 1990 – Bei einem Anschlag von Naxaliten auf einen Personenzug in Cherlapally bei Hyderabad im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh geriet ein Zug in Brand. 40 Menschen starben.[90]
Kompongi (Kambodscha 1989Kambodscha Kambodscha)
17. Oktober 1990 – Guerillas ließen einen Zug entgleisen und beschossen ihn. 50 Menschen starben.[91]
Mumbai (IndienIndien Indien)
9. November 1991 – Zehn Passagiere starben bei einem Anschlag auf einen Vorortzug in Mumbai (Bombay).
Baku (AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan)
19. März 1994 – In der U-Bahn von Baku wurden bei einem von Armeniern verübten Anschlag 14 Menschen getötet und 49 verletzt.
Quipungo (AngolaAngola Angola)
31. Mai 1993 – Aufgrund eines Anschlags durch Unita-Rebellen entgleiste ein Zug. 355 Menschen starben.[92]
Baku (AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan)
3. Juli 1994 – Ein weiterer Anschlag auf die Metro forderte 13 Tote und 58 Verletzte.
Diphu (IndienIndien Indien)
25. Februar 1995 – In einem Militärzug explodierten Bomben. 25 Menschen starben.[93]
Tokio (JapanJapan Japan)
20. März 1995 – In der U-Bahn von Tokio kostete ein Anschlag mit dem hochgiftigen Nervengas Sarin zwölf Menschen das Leben und forderte etwa 1.000 Verletzte, 37 davon schwer (5.000 melden sich in Krankenhäusern). Verantwortlich für die Tat war Ōmu Shinrikyō, deren Anführer Shōkō Asahara am 16. Mai 1995 festgenommen und im Jahre 2004 zum Tode verurteilt wurde.
Paris (FrankreichFrankreich Frankreich)
25. Juli 1995 – An der RER-Station Saint-Michel in Paris wurden durch eine Bombenexplosion acht Menschen getötet und 119 verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich die algerische Bewaffnete Islamische Gruppe (GIA).
Paris (FrankreichFrankreich Frankreich)
6. Oktober 1995 – In der Métro von Paris wurden bei einer Bombenexplosion 16 Menschen verletzt.
Hyder (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten)
9. Oktober 1995 – Ein Anschlag auf den Fernzug Sunset Limited der Eisenbahngesellschaft Amtrak in der Nähe von Hyder im US-Bundesstaat Arizona forderte einen Toten und 78 Verletzte. Das FBI eröffnete eine Großfahndung, der oder die Täter wurden aber nie gefasst.
Hauptartikel: Zuganschlag von Arizona
Paris (FrankreichFrankreich Frankreich)
17. Oktober 1995 – Zwischen den Pariser Metrostationen Musée d’Orsay und Saint-Michel explodierte in einem RER-Metrozug ein Sprengsatz, 30 Menschen wurden verletzt.
Moskau (RusslandRussland Russland)
11. Juni 1996 – Mitten im morgendlichen Berufsverkehr wurden bei einer Bombenexplosion in der Moskauer Metro vier Menschen getötet und zwölf verletzt.
Paris (FrankreichFrankreich Frankreich)
3. Dezember 1996 – In der Pariser RER-Metro wurden bei einem Bombenattentat vier Menschen getötet und 91 verletzt. Wegen der Anschlagsserie in der französischen Hauptstadt wurden im Oktober 2002 zwei Algerier als Mittäter zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
Assam (IndienIndien Indien)
30. Dezember 1996 – Auf den Brahmaputra Mail, der nach Delhi unterwegs war, wird ein Anschlag verübt. Im Gleis war eine Bombe an einer Stelle der Strecke platziert worden, die der Zug mit hoher Geschwindigkeit befuhr. Die Bombe wurde vermutlich ferngesteuert ausgelöst. Drei Wagen des Zuges wurden zerstört, sechs weitere entgleisten, 33 Menschen starben. Die indische Regierung vermutete assamesische Separatisten hinter dem Anschlag.[94]
Lehra Khanna (IndienIndien Indien)
8. Juli 1997 – Bei einem Bombenanschlag auf einen Reisezug im Bahnhof Lehra Khanna, Punjab, sterben 33 Menschen.[95]
Khaipur (PakistanPakistan Pakistan)
17. Juni 1998 – 23 Menschen wurden bei einem Bombenanschlag auf zwei Züge in Khairpur, Pakistan, getötet.
Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin (DeutschlandDeutschland Deutschland)
8. Dezember 1998 – Ein Erpresser löste bei Uchtspringe (Altmark) Schrauben und hob das Gleis ca. 3 cm an. Trotzdem entgleiste der mit 250 km/h darüber fahrende ICE nicht.[96][97]
Wilmersdorf bei Angermünde (DeutschlandDeutschland Deutschland)
16. Dezember 1998 – Derselbe Erpresser lockerte erneut Schrauben an Schienen, diesmal am Gleis der Angermünde-Stralsunder Eisenbahn.[98]
Klein Bünzow (DeutschlandDeutschland Deutschland)
18. Dezember 1998 – Derselbe Erpresser manipulierte erneut das Gleis der Angermünde-Stralsunder Eisenbahn, diesmal zwischen Anklam und Greifswald. Ein Güterzug entgleiste. Es entstand Sachschaden in Millionenhöhe. Der Erpresser und sein Komplize wurden am 23. Dezember 1998 verhaftet.[99][100]
Grdelica (Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien)
12. April 1999 – Während des Kosovokrieges griff ein F-15E Strike Eagle-Kampfflugzeug der NATO kurz hintereinander zwei Mal die Morava-Brücke bei Grdelica mit Luft-Boden-Rakete des Typs AGM-130 an. Beide Male wurde dabei der Schnellzug D 393 NišRistovac getroffen, der die Brücke gerade befuhr. 14 Tote und 16 Verletzte waren die Folge.

2000 bis 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zenza do Itombe (AngolaAngola Angola)
10. August 2001 – 252 Tote und 165 Verletzte forderte der Anschlag auf einen Reisezug im Angolanischen Bürgerkrieg auf der Bahnstrecke Zenza do Itombe–Dondo, einer Zweigstrecke der Luandabahn.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Zenza
Godhra (IndienIndien Indien) – Brandanschlag
27. Februar 2002 – Aus einer Menschenmenge, die sich hauptsächlich aus Muslimen zusammensetzte, wurde im Bahnhof Goghra Junction ein mit hinduistischen Pilgern besetzter Zug angegriffen. Die Pilger kamen aus Ayodhya und gehörten überwiegend der Bewegung Vishva Hindu Parishad an, die dort 1992 die Babri-Moschee abgerissen hatte, um dort den hinduistischen Ram-Janmabhumi-Tempel (wieder) zu errichten. In einen Wagen des Zuges wurde Petroleum gegossen und angezündet. 59 Menschen starben, 48 wurden darüber hinaus verletzt. Der Anschlag war die Initialzündung für größere Unruhen und Pogrome gegen Muslime im Bundesstaat Gujarat, bei denen 1000 – 2000 Menschen ums Leben kamen.
Rafiganj (IndienIndien Indien) – Entgleisung
10. September 2002 – Der Rajdhani Express, der Kalkutta mit Neu-Delhi verbindet, entgleiste auf der Brücke über den Fluss Dhave beim Bahnhof Rafiganj bei Gaya, zwei Wagen stürzten in den Fluss. Mehr als 130 Menschen starben, 50 wurden vermisst, mehr als 150 verletzt. Die offizielle Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass Laschen an Schienenstößen entfernt worden waren. Es blieb aber umstritten, ob es ein Anschlag oder ein Unfall war.
Gooty (IndienIndien Indien)
21. Dezember 2002 – Nachdem ein Stück des Gleises herausgesägt worden war, entgleiste ein Schnellzug der South Central Railway, der zwischen Hyderabad und Bangalore verkehrte, in der Nähe der Stadt Gooty im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. 20 Menschen kamen dabei ums Leben. Niemand bekannte sich zu der Tat. Die Beweislage gegen einen Verdächtigen, der 13 Monate nach der Tat verhaftet wurde und der der islamistischen Terrororganisation Laschkar e-Taiba nahestand, blieb dürftig.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Gooty
Daegu (Korea SudSüdkorea Südkorea)
18. Februar 2003 – In der Metro von Daegu (Südkorea) starben bei einem Selbstmordversuch 192 Menschen. Darüber hinaus wurden 148 verletzt. Die hohe Zahl der Opfer beruhte auch auf einem äußerst mangelhaften Brandschutz.
Mumbai (IndienIndien Indien)
13. März 2003 – bei einer Serie von Anschlägen am 12. März in Mumbai war indirekt auch ein Regionalzug betroffen. Bei der Explosion eines Sprengsatzes, der in einem Frauen-Abteil der 1. Klasse versteckt war, starben am 13. März elf Menschen.[101]
Kislowodsk (RusslandRussland Russland)
3. September 2003 – Sieben Tote und 80 Verletzte gab es bei einer Explosion in einem Vorortzug. Ganz in der Nähe erfolgte der nächste Anschlag:
Jessentuki (RusslandRussland Russland)
5. Dezember 2003 – 46 Todesopfer und 170 Verletzte forderte ein Selbstmordanschlag auf einen Eisenbahnzug in Jessentuki/Südrussland.
Moskau (RusslandRussland Russland)
6. Februar 2004 – Beim Anschlag auf eine vollbesetzte U-Bahn in Moskau wurden 39 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt.
Madrid (SpanienSpanien Spanien)
11. März 2004 – Bei den Madrider Zuganschlägen durch islamische Terroristen explodierten zehn Bomben in Madrider Vorortzügen und zudem im Bahnhof Madrid-Atocha. Sie forderten 191 Tote und 2051 Verletzte.
Hauptartikel: Madrider Zuganschläge
Uzunovo/Bogatishchevo (RusslandRussland Russland)
12. Juni 2005 – Zwischen den Bahnhöfen Uzunovo und Bogatischchewo, 153 km von Moskau entfernt, wird morgens um 7:10 Uhr ein Bombenanschlag auf den Zug Grozny-Moskau verübt. Die Lokomotive und die ersten vier Personenwagen entgleisen. 42 Menschen werden verletzt. Die Ermittler stellen die Zündvorrichtung etwa 50 Meter vom Bahndamm entfernt sicher.[102]
London (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
7. Juli 2005 – Anschläge islamistischer Selbstmordattentäter in Londoner U-Bahn-Stationen und Bussen. Insgesamt 56 Tote und etwa 700 Verletzte waren zu beklagen. Drei der Explosionen fanden gleichzeitig um etwa 8:50 Uhr WEZ in fahrenden U-Bahn-Zügen statt. Jeweils sieben Todesopfer forderten die Anschläge bei Liverpool Street und Edgware Road. Der schwerste der Anschläge ereignete sich zwischen King’s Cross St. Pancras und Russell Square mitten im Tunnel statt und forderte 28 Tote.
Jaunpur (IndienIndien Indien)
28. Juli 2005 – Bei einem Bombenanschlag auf den Shramjivi Express bei Jaunpur starben 13 Menschen, weitere 50 wurden verletzt. Die Verantwortung wurde dem Students Islamic Movement of India (SIMI) zugeschrieben.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Jaunpur
Mumbai (IndienIndien Indien)
11. Juli 2006 – Mehrere Bombenanschläge auf Nahverkehrszüge in Mumbai mit 207 Toten und 714 Verletzten. Verantwortlich für den Anschlag wurden die Laschkar e-Taiba und die SIMI gemacht.
Belacoba (IndienIndien Indien)
20. November 2006 – In einem Zug explodierte in der Nähe des Bahnhofs Belacoba in Westbengalen eine Bombe. Sieben Menschen starben, 53 wurden darüber hinaus verletzt.[103]
Diwana (IndienIndien Indien)
18. Februar 2007 – Bei einem Bombenanschlag auf den Samjhauta Express starben 68 Menschen, weitere 50 wurden verletzt.
Malaja Wischera (RusslandRussland Russland)
14. August 2007 – Auf der Schnellfahrstrecke Sankt Petersburg–Moskau explodierte nahe Malaja Wischera ein Sprengsatz, wodurch der Newski-Express, unterwegs von Moskau nach Sankt Petersburg, bei knapp 130 km/h entgleiste. Von den 250 Fahrgästen an Bord des Zuges wurden 60 verletzt, 38 von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
Colombo (Sri LankaSri Lanka Sri Lanka)
26. Mai 2008 – Bei einem Bombenanschlag auf den Panadura train im Vortortbahnhof Dehiwala station starben acht Menschen, weitere 72 wurden verletzt.
Bologoje (RusslandRussland Russland)
27. November 2009 – In der Nähe von Bologoje (Russland) entgleisten nach einer Explosion drei der 14 Waggons des mit etwa 650 Reisenden besetzten Schnellzuges Newski-Express auf der Schnellfahrstrecke Sankt Petersburg–Moskau. Mindestens 26 Fahrgäste kamen dabei ums Leben und rund 100 wurden verletzt. Der Chef der Russischen Staatseisenbahnen, Wladimir Jakunin, sprach offiziell von einem terroristischen Anschlag.[104]

Seit 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moskau (RusslandRussland Russland)
29. März 2010 – Bei zwei Explosionen in der Moskauer Metro, die Selbstmordattentäterinnen zugeschrieben werden, starben mindestens 37 Fahrgäste, weitere 70 wurden verletzt.
Manikpara (IndienIndien Indien)
28. Mai 2010 – Bei einem Anschlag maoistischer Naxaliten auf den Jnaneswari Express von Howrah (Kalkutta) nach Mumbai entgleisten alle dreizehn Wagen, vier kippten in das Gleis der Gegenrichtung. Ein entgegenkommender Güterzug fuhr in die Unfallstelle. Der Unfall forderte 148 Tote und mehr als 200 weitere Verletzte.
Minsk (WeissrusslandWeißrussland Weißrussland)
11. April 2011 – Bei der Detonation eines Sprengsatzes auf dem Bahnsteig der Station Kastrytschnizkaja (Кастрычніцкая) der Metro Minsk kamen 15 Personen ums Leben.
Rangiya (IndienIndien Indien)
10. Juli 2011 – Bei einem Bombenanschlag auf eine Bahnstrecke zwischen Rangiya und Ghagrapar wurde ein Stück des Gleises weg gesprengt. Als anschließend der Schnellzug von Guwahati nach Puri, Nalbari, Assam, die Strecke befuhr, entgleiste er. 100 Menschen wurden verletzt.[105]
Nellore (IndienIndien Indien)
30. Juli 2012 – Im Tamil Nadu Express geriet ein Schlafwagen in Brand. Die Ursache ist ungeklärt. Einige Umstände deuten darauf hin, dass es ein Anschlag war. 32 Menschen starben, 27 wurden darüber hinaus schwer verletzt.
Hauptartikel: Eisenbahnunfall von Nellore
Dozan (PakistanPakistan Pakistan)
16. August 2013 – Zwei Menschen starben bei einem Raketenangriff der Balochistan Liberation Army auf den Jaffar Express in Dozan, einem Vorort von Machh in Belutschistan, kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Bolan.[106]
Naseerabad Distrikt (PakistanPakistan Pakistan)
21. Oktober 2013 – Sieben Menschen wurden bei einem Bombenanschlag auf den Jaffar Express getötet und 17 weitere verletzt.[107]
Kunming (China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China)
1. März 2014 – Bei einem Messerangriff einer Gruppe uigurischer Separatisten auf Reisende im Bahnhof von Kunming wurden 34 Menschen getötet, 143 weitere verletzt.
Hauptartikel: Massaker im Bahnhof Kunming
Sibi (PakistanPakistan Pakistan)
8. April 2014 – 16 Menschen starben bei einem Bombenanschlag der Terrororganisation United Baluch Army auf den Jaffar Express im Bahnhof von Sibi.[108]
Belgisch-französische Grenze (FrankreichFrankreich Frankreich, BelgienBelgien Belgien)
21. August 2015 – Bei einem vereitelten Anschlag auf einen Thalys-Zug werden mehrere Personen verletzt[Anm. 8].
Hauptartikel: Anschlag im Thalys-Zug 9364
Jerusalem (IsraelIsrael Israel)
Oktober 2015 – Bei einer Messerattacke auf wartende Reisende an einer Haltestelle der Stadtbahn Jerusalem durch einen palästinensischen Jugendlichen wurden zwei Menschen verletzt. Der Täter wurde im Mai 2016 wegen versuchten Mordes zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt.[109]
Bahnstrecke Van–Täbris (TurkeiTürkei Türkei)
2016 – Nach einem Bombenanschlag wurde zumindest der Personenverkehr auf der Strecke bis auf weiteres eingestellt.[110]
Brüssel (BelgienBelgien Belgien)
22. März 2016 – Bei einem Bombenanschlag auf die Metro Brüssel starben mindestens 20 Menschen, etwa 130 wurden teils schwer verletzt. Etwa eine Stunde vorher detonierten bei einem Anschlag am Flughafen Brüssel-Zaventem zwei Sprengsätze. Beide Anschläge wurden offenbar gemeinsam geplant.
Winterhausen / Würzburg (DeutschlandDeutschland Deutschland)
18. Juli 2016 – Ein als minderjährig und unbegleitet registrierter Flüchtling griff Reisende in einer Regionalbahn auf der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg mit einem Beil und einem Messer an. Vier Reisende aus Hongkong wurden dabei schwer verletzt.[Anm. 9] Der Täter wurde in der Folge von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei erschossen. Die Ermittlungsbehörden gehen von einer islamistisch motivierten Tat aus.
Salez-Sennwald (SchweizSchweiz Schweiz)
13. August 2016 – In einem Zug der S4 von Sargans nach St. Gallen ging ein Mann mit einem Messer und Brandbeschleuniger auf Fahrgäste los. Drei Personen – darunter der Täter – starben, sieben weitere erlitten ebenfalls schwere Brand- und Stichverletzungen.[111]
Sulz-Röthis (OsterreichÖsterreich Österreich)
16. August 2016 – In einem Regionalzug der ÖBB, der von Feldkirch nach Bregenz unterwegs war, griff ein geistig verwirrter Mann zwei Reisende mit einem Messer an, die dabei erheblich verletzt wurden.[111]
Berlin (DeutschlandDeutschland Deutschland)
3. Januar 2017 – Ein Zug der S1 kollidierte zwischen den Bahnhöfen Mexikoplatz und Zehlendorf mit einem rund 20 kg schweren Granitblock, der auf das Gleis gelegt worden war. Es entstand Sachschaden in Höhe von 100.000 €. Drei Wagen wurden beschädigt.[112]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jack Riley: Terrorism and Rail Security. 2004.
  • Hans-Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszenen der Gegenwart = Eisenbahnunfälle in Deutschland Bd. 2. Pürgen 1983, ISBN 3-921304-50-4.
  • Peter Semmens: Katastrophen auf Schienen. Eine weltweite Dokumentation. Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71030-3
  • Thomas Wunschel: Aus niederen Gründen – Sabotage und Attentate als Unfallursache. In: Martin Weltner: Bahn-Katastrophen. Folgenschwere Zugunfälle und ihre Ursachen. München 2008, ISBN 978-3-7654-7096-7, S. 132–135.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeint ist wohl ein Militärtransport.
  2. Die Ortsangabe bei Semmens, S. 104, „bei Jairampur“, konnte mit keinem Ort belegt werden, der 128 km von Kalkutta entfernt liegen soll.
  3. Semmens, S. 162, schreibt „Bandjar“.
  4. Genauere Zeit- und Ortsangaben zu diesem Anschlag fehlen.
  5. Semmens, S. 171, nennt – unzutreffend – den 26. April 1966 als Tag des Anschlags.
  6. Der Ortsname ist nicht zu identifizieren. Vielleicht ist Bangalore gemeint.
  7. Das entspricht in etwa der Lage des Bahnhofs Romeas.
  8. Unter den Verletzten befindet sich auch der überwältigte Attentäter.
  9. Darüber hinaus verletzte der Täter auf seiner Flucht eine Frau, die ihren Hund ausführte.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verkehrsmuseum Dresden gGmH (Hrsg.): Deutschland wird mobil. 175 Jahre Leipzig-Dresdner Eisenbahn. Dresden 2014. ISBN 978-3-936240-03-0, S. 35.
  2. Wunschel, S. 132.
  3. Eine Reproduktion der Zeichnung zum Unfallbericht ist in der Dauerausstellung des Verkehrsmuseums Nürnberg zu sehen.
  4. Preston Filbert: The Half Not Told. The Civil War in a Frontier Town. ISBN 0-8117-1536-1.
  5. Luís Filipe Rosa Santos: Os Acessos a Faro e aos Concelhos Limítrofes na Segunda Metade do Séc. XIX. Faro 1995, S. 130.
  6. Lincoln Journal-Star v. 22. Februar 2010: Epilogue: A forgotten mystery of death and destruction und Original story from 1894: Death by fire.
  7. Ludwig Ritter von Stockert: Eisenbahnunfälle. Ein Beitrag zur Eisenbahnbetriebslehre. Bd. 1, Leipzig 1913, S. 269, Nr. 197. Stockert macht keine Angaben dazu, ob der oder die Täter festgestellt werden konnten.
  8. Ludwig Ritter von Stockert: Eisenbahnunfälle. Ein Beitrag zur Eisenbahnbetriebslehre. Bd. 1, Leipzig 1913, S. 270, Nr. 198.
  9. Ludwig Ritter von Stockert: Eisenbahnunfälle. Ein Beitrag zur Eisenbahnbetriebslehre. Bd. 1, Leipzig 1913, S. 270, Nr. 199.
  10. World War One – News – Rossendale Free Press.
  11. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 72.
  12. Justin D. Murphy: Military Aircraft, Origins to 1918: An Illustrated History of Their Impact. 2005, S. 66; Getting Henry D. Sokolski: MAD: Nuclear Mutual Assured Destruction, Its Origins and Practice. (pdf) 2004. ISBN 1-58487-172-5, S. 19f; Neil Hanson: The first Blitz : the secret German plan to raze London to the ground in 1918. London 2008, S. 126 f.
  13. Ludwig Stockert: Eisenbahnunfälle (Neue Folge) – Ein weiterer Beitrag zur Eisenbahnbetriebslehre. Berlin 1920, Nr. 317.
  14. Wunschel, S. 134.
  15. Wunschel, S. 133.
  16. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 110.
  17. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 84.
  18. Twenty Killed in Shanghai Wreck, United Press. In: The Beaver Falls Tribune v. 26. August 1926, S. 1.
  19. Semmens, S. 82f.
  20. Thomas Weyrauch: Chinas unbeachtete Republik. 100 Jahre im Schatten der Weltgeschichte. Band 1: 1911–1949. Longtai 2009. ISBN 978-3-938946-14-5; Ronald Suleski: Civil Government in Warlord China. Tradition, Modernization and Manchuria = Studies in modern Chinese History 3. New York 2002, ISBN 0-8204-5278-5.
  21. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45522444.html Der Spiegel: Krachen wird es, Ausgabe 1/1968.
  22. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 113.
  23. Julius Donath: Die Psychopathologie des Eisenbahnattentäters Sylvester Matuska. In: International Journal of Legal Medicine. Springer, Berlin, Heidelberg. Band 20, Nr. 1, Dezember 1933. S. 53–58; Bruno Schultz: Der Fall Sylvester Matuska. In: Archiv für Kriminologie. Vogel, Berlin 1932, Band 91, S. 127 ff; Wunschel, S. 133.
  24. NN: Britisher killed by Bandits. In: The Singapore Free Press and Mercantile Advertiser v. 28. September 1931.
  25. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 46.
  26. Semmens, S. 98.
  27. Howard Hickson: Recalling a Train Wreck. (mit Fotografien); Howard Hickson: Recalling a Train Wreck. In: Northeastern Nevada Historical Society Quarterly (80-1); F.S. Foote, Jr.: City of San Francisco Wreck. In: Northeastern Nevada Historical Society Quarterly (90-1).
  28. NN: Japanese Military Train Derailed. In: The Strait Times v. 2. Oktober 1939.
  29. Semmens, S. 104.
  30. Semmens, S. 104.
  31. Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Bd.1: Landsberg-Pürgen 1979, S. 137.
  32. Rolf-Dieter Müller: Der Bombenkrieg 1939–1945. Berlin 2004, S. 176.
  33. Rolf Brüning: Mit Dampf auf der Nord-Süd-Strecke zwischen Main und Fulda = Farbbildraritäten aus dem Archiv Dr. Rolf Brüning 9. Hövelhof 2014, S. 83.
  34. Thomas Heiler und Beate Kann: Eisenbahnknotenpunkt Fulda. Erfurt 2011, S. 75.
  35. List of rail accidents and disasters in Norway; Svein Sando: Hommelvikulykken m.m.V (Unfall von Hommelvik u. a.); Fra Vidkun Quisling til Einar Gerhardsen. In: Samfunnsmagasinet v. 21, April 2006.
  36. Gedenktafel im Bahnhof Treuchtlingen.
  37. NN: Land mine wrecks train, killing 100. In: Spokane Daily Chronicle v. 31. Mai 1947.
  38. Semmens, S. 120.
  39. Special Correspondent: Ghastly Toll in Massacres. In: The Age v. 26. September 1947.
  40. Special Correspondent: Ghastly Toll in Massacres. In: The Age v. 26. September 1947.
  41. Semmens, S. 122.
  42. Semmens, S. 124.
  43. NN: 25 Chinese dead in train wreck, Spokane Daily Chronicle v. 4. September 1948.
  44. NN: Mine blows up train in China, 100 killed. In: Eugene Register-Guard v. 16. September 1948.
  45. NN: Descarrila el expreso Barcelona-Madrid, ¿accidente o sabotaje?. In: La Vanguerdia v. 29. November 2014.
  46. Semmens, S. 127.
  47. Semmens, S. 127.
  48. Semmens, S. 128.
  49. Indochina Rail Crash Kills 100. In: Playground News (Fort Walton Beach, Florida) v 25. Juni 1953. 8. Jahrgang, Nr. 22, S. 8.
  50. Semmens, S. 157.
  51. Semmens, S. 162.
  52. Semmens, S. 164.
  53. Semmens, S. 164.
  54. Semmens, S. 165.
  55. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 158.
  56. Semmens, S. 168.
  57. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46196307.html Der Spiegel: Hat mei Bomb gezünd, Ausgabe 43/1967.
  58. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45522444.html Der Spiegel: Krachen wird es, Ausgabe 1/1968.
  59. Semmens, S. 171.
  60. NN: 55 killed, 127 hurt in India train blast. In: The Miami News v. 21. April 1966; Semmens, S. 171.
  61. Semmens, S. 171; NN: Train blast death toll climbs to 40. In: The Spokesman-Review v. 25. April 1966.
  62. Semmens, S. 171.
  63. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 158.
  64. Trient: Bombenattentat auf Zug — Zwei Tote. Polizisten opferten sich für die Reisenden. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 1. Oktober 1967, S. 1.
  65. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 158.
  66. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 158.
  67. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 158.
  68. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 159.
  69. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 159.
  70. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 159.
  71. Semmens, S. 177.
  72. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 159.
  73. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 159.
  74. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 159.
  75. Ritzau: Katastrophenszenen, S. 159.
  76. Wunschel, S. 135; Ritzau, Katastrophenszenen, S. 159f, nennt 20 Verletzte.
  77. Semmens, S. 187.
  78. Hans-Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszenen der Gegenwart = Eisenbahnunfälle in Deutschland Bd. 2. Pürgen 1983. ISBN 3-921304-50-4, S. 160.
  79. Chronology of the conflict 1978 und Sutton Index of Deaths 1978. In: University of Ulster: Conflict and Politics in Northern Ireland (CAIN).
  80. Hans-Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszenen der Gegenwart = Eisenbahnunfälle in Deutschland Bd. 2. Pürgen 1983. ISBN 3-921304-50-4, S. 161.
  81. Hans-Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszenen der Gegenwart = Eisenbahnunfälle in Deutschland Bd. 2. Pürgen 1983. ISBN 3-921304-50-4, S. 161.
  82. Semmens, S. 189.
  83. Semmens, S. 189.
  84. Hans-Joachim Ritzau, Jürgen Höstel: Die Katastrophenszenen der Gegenwart = Eisenbahnunfälle in Deutschland Bd. 2. Pürgen 1983. ISBN 3-921304-50-4, S. 162.
  85. Semmens, S. 192.
  86. Semmens, S. 209.
  87. Semmens, S. 211.
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  90. NN: Major train disasters in Andhra. In: zeenews.india.com.
  91. Semmens, S. 223.
  92. Semmens, S. 224.
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  94. Smriti Chand: Indian Railway: Significance and Problems of Indian Railways
  95. Smriti Chand: Indian Railway: Significance and Problems of Indian Railways.
  96. Berliner Zeitung vom 9. Dezember 1998, http://www.berliner-zeitung.de/archiv/taeter-loesten-schrauben-und-hoben-gleise-an---zug-wurde-nicht-beschaedigt-erneut-anschlag-auf-ice-strecke-nach-berlin,10810590,9521736.html
  97. Berliner Zeitung vom 21. Dezember 1998, http://www.berliner-zeitung.de/archiv/bundesgrenzschutz-verstaerkt-patrouillen-auf-berlin-strecken,10810590,9527558.html
  98. Berliner Zeitung vom 21. Dezember 1998, http://www.berliner-zeitung.de/archiv/anschlagserie,10810590,9527800.html
  99. Wunschel, S. 135.
  100. Berliner Zeitung vom 24. Dezember 1998, http://www.berliner-zeitung.de/archiv/verdaechtiger-legt-gestaendnis-ab-zwei-maenner-aus-sachsen-in-haft---gsg-9-greift-bei-gelduebergabe-auf-autobahnrastplatz-zu---beteiligung-an-drei-anschlaegen-zugegeben-polizei-nimmt-bahn-erpresser-fest,10810590,10935096.html
  101. Schweizer Eisenbahn-Revue 5/2003 S. 2015.
  102. NN: Railroad Traffic Restored. In: RIA Novosti v. 13. Juni 2005.
  103. Indian Railways – A political Blog.
  104. sda: Verheerender Anschlag. In: Eisenbahn-Revue International. 1/2010, S. 36.
  105. Over 100 hurt in Guwahati-Puri Express train derailment. In: Jagran Post, 11. Juli 2011. Abgerufen am 4. September 2014. 
  106. Three killed as Jaffar Express attacked in Bolan 31 injured in attack.
  107. Seven killed in bomb explosion in Jaffar Express train in Quetta.
  108. UBA bomb attack on Jaffar Express in Sibi leaves 16 dead, 44 injured.
  109. Wiedergabe einer Meldung aus Times of Israel vom 24. November 2016. In: HaRakevet 115, S. 14.
  110. NN: System Improvements. In HaRakevet 115(Dezember 2016), S. 22 (23).
  111. a b sda: Messerattacken in Zügen. In: Eisenbahn-Revue International, 10/2016, S. 514.
  112. db/schr: Anschlag auf Berliner S-Bahn mit Granitblock im Gleis. In: Eisenbahn-Revue International 2/2017, S. 64.