Liste von Mitgliedern der Corps Helvetia

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Die Liste von Mitgliedern der Corps Helvetia gibt einen Überblick von meist Schweizer Persönlichkeiten, die einer Helvetia angehört haben, geordnet nach Hochschule. Vom Ende des Spätmittelalters bis zur Gründung der Universität Zürich (1833) und der Universität Bern (1834) gab es in der deutschsprachigen Schweiz nur die 1460 gegründete Universität Basel. Daher studierten bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Schweizer an deutschen Universitäten. Mit dem Aufkommen der Corpslandsmannschaften an den deutschen Universitäten schlossen sich die Schweizer Studenten in eigenen Corpslandsmannschaften zusammen, denen sie den Namen Helvetia gaben. Diese gehörten den jeweiligen Senioren-Conventen (SC) an. Auch an den beiden Zürcher Hochschulen gab es eine Helvetia. Diese rekrutierten sich aus einem deutlich höheren Anteil Schweizer Studenten als das jeweilige zweite SC-Corps, Tigurina an der Universität und Rhenania an der ETH.

Universität Freiburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1815–1829 und 1838–1844/45 bestand an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eine Helvetia.[1][2]

Universität Göttingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Georg-August-Universität Göttingen bestand eine Helvetia 1824–1829.

Universität Heidelberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bestand 1811–1817, 1824–1828, 1831–1847 und 1859–1862 eine Helvetia.

Universität München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zirkel der Helvetia München (1829)

In den ersten Jahren nach der Verlegung von Landshut nach München bestand an der Ludwig-Maximilians-Universität ab 1829 eine Helvetia.[3][4]

Universität Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Eberhard-Karls-Universität bestand 1812–1823 eine Helvetia.[5]

  • Johann Jakob Hug (1801–1849), Schweizer Jurist und Politiker, Gründungsvater des Kantons Basel-Landschaft
  • Josef Scherer (1791–1854), Schweizer Mediziner und Politiker
  • Michael August Wegelin (1797–1867), Schweizer Jurist und Politiker, St. Galler Kantonsrat, Gesandter zur Tagsatzung

Universität Würzburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Julius-Maximilians-Universität bestand 1820–1824 eine Helvetia.[6]

Universität Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akkreditiert war die Grün-Helvetia.[7]

  • Halil Edhem-Bey (1861–1938), Direktor der antiken Museen in Konstantinopel
  • Carl Mayer von Mayerfels (1825–1883), deutscher Heraldiker, Kunsthistoriker und Altertumsforscher
  • Heinrich Morf (1854–1921), Schweizer Romanist, Sprachwissenschaftler und Literaturwissenschaftler
  • Alfred von Planta (1857–1922), Schweizer Jurist, Politiker, Industrieller und Diplomat, Präsident des Schweizer Nationalrates

ETH Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwarz-Helvetia im WSC bestand von 1861 bis 1865.

  • Arnold Bachofen (1840–1894), Basler Architekt, Schweizer Oberstleutnant
  • Wilhelm Bachofen (1841–1922), Basler Bauunternehmer und Grossrat
  • Hermann Dingler (1846–1935), Botaniker, Professor an der Forstakademie Aschaffenburg
  • Eugen Fahrländer (1844–1917), Oberstkorpskommandant der Schweizer Armee
  • Hermann Freuler (1841–1903), Schweizer Politiker, Mitglied des Schweizer Ständerates
  • Rudolf Gallati (1845–1904), Schweizer Politiker, Präsident des Schweizer Nationalrates
  • Jules Folly (1846–1906), Schweizer Ingenieur und Oberst, Leiter der Abteilung für Festungsbau im Bundesamt für Genie
  • Fritz Lotz (1842–1894), Schweizer Architekt und Genie-Oberstleutnant, Kommandant der baselstädtischen Feuerwehr und Basler Grossrat
  • Arnold Ringier (1845–1923), Schweizer Politiker, Forstwart und Offizier, Regierungsrat des Kantons Aargau
  • Hieronimus Seeli (1838–1912), erster Glarner Kantonsoberförster
  • Jakob Johann von Weyrauch (1845–1917), Mathematiker, Professor und Rektor der Technischen Hochschule Stuttgart

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kösener Korpslisten 1910, 46 (Helvetia Freiburg), S. 184; 74a (Helvetia Göttingen), S. 305; 115 (Helvetia Heidelberg), S. 455–459; 172a (Helvetia München), S. 752; 195a (Helvetia Tübingen), S. 862; 195a (Helvetia Würzburg), S. 913; 210 (Helvetia Zürich), S. 946
  • Samuel Mühlberg: Das Corps Helvetia Zürich (sog. Schwarz-Helvetia), Mitgründer des WSC. Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, Band 50 (2005), S. 471–493.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Corps Helvetia Heidelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Richter: Das Corps Helvetia IV zu Freiburg i. Br., 1839–1844. Einst und Jetzt, Bd. 18 (1973), S. 132–141.
  2. Adolf A. Steiner: Rückblick auf 100 Jahre Geschichte der Alt-Helvetia Freiburg i. Br. Einst und Jetzt, Bd. 46 (2001), S. 301–328.
  3. Max Richter: Helvetia München 1829–1831. Einst und Jetzt, Bd. 14 (1969), S. 98–109.
  4. Max Richter: Helvetia und Alt-Helvetia – Neu-Helvetia und Landsmannschaft Helvetia, alle in München [1848–1854]. Einst und Jetzt, Bd. 16 (1971), S. 145–146.
  5. Rainer Assmann: Helvetia (II) Tübingen 1821/22. Einst und Jetzt, Bd. 35 (1990), S. 167–169.
  6. Samuel Mühlberg: Die Landsmannschaft Helvetia II Würzburg und ihr Stifter Samuel Schindler aus Glarus [1820–1824]. Einst und Jetzt, Bd. 48 (2003), S. 147–152.
  7. Max Richter: Das Corps Helvetia zu Zürich. 15. 2. 1878 bis 2. 5. 1885, S. 33–43. Einst und Jetzt, Sonderheft 1976.