Liste von Persönlichkeiten der Stadt Flensburg

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Wappen der Stadt Flensburg

Die Liste von Persönlichkeiten der Stadt Flensburg umfasst die von der Stadt zu Ehrenbürgern ernannten Persönlichkeiten, die Söhne und Töchter der Stadt sowie die mit der Stadt verbundenen Persönlichkeiten.

Gesonderte Personengruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1868 in Flensburg geborene Hugo Eckener, Konstrukteur von Luftschiffen wie der LZ 129 „Hindenburg“ und Anwärter auf den Posten als Reichspräsident, wurde 1924 zum Ehrenbürger ernannt.

Die Stadt Flensburg hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen (chronologisch nach Zeitpunkt der Verleihung):

Bismarck-Relief des Südermarktbrunnens, der heute nicht mehr existiert
  • 1851: Friedrich Ferdinand Tillisch, Minister für das Herzogtum Schleswig
  • 1857: Christian Rönnekamp, Kaufmann und Reeder
  • 1867: Edwin von Manteuffel, Gouverneur des preußischen Königs
  • 1872: Karl von Wrangel, General, der „Trommler von Kolding“; zudem existiert von ihm seit 1903 ein Denkmal im Stadtpark[1]
  • 1895: Otto Fürst von Bismarck, Reichskanzler
  • 1911: Friedrich Wilhelm Selck, Kommerzienrat
  • 1917: Heinrich Schuldt, Stadtrat und Schiffsreeder
  • 1924: Hugo Eckener, Luftfahrtpionier
  • 1930: Hermann Bendix Todsen, Oberbürgermeister unter dem sich die Stadt durch Eingemeindungen, insbesondere Mürwik, erheblich vergrößerte
  • 1937: Wilhelm Frick, deutscher Innenminister und Nationalsozialist. Am 24. Januar 1994 distanzierte sich der Rat der Stadt Flensburg von dieser Entscheidung.[2]
  • 1937: Friedrich Andersen, Theologe und nationalsozialistischer Kommunalpolitiker. Am 24. Januar 1994 distanzierte sich der Rat der Stadt Flensburg von dieser Entscheidung.[2]
  • 2015: Renate Delfs, Volksschauspielerin[3]

In Flensburg geborene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian V. (1646–1699), König von Dänemark und Norwegen zwischen 1670 und 1699
Georg Waitz (1813–1886), Historiker und 1848/1849 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
Nach dem dänischen Chirurgen Niels Thorkild Rovsing (1862–1927) wurde das Rovsing-Zeichen benannt.

Bis 1800[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1801 bis 1850[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1851 bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1901 bis 1920[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Petuh-Tante“ Gerty Molzen (1906–1990) arbeitete als Schauspielerin, Kabarettistin, Sängerin, Buchautorin und Texterin.

1921 bis 1940[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Hansen (1926–2007) war von 1986 bis 1994 Präsident des Deutschen Sportbundes.
Dieter Thomas Heck, 1937 in Flensburg geboren, moderierte 15 Jahre lang die ZDF-Hitparade.

1941 bis 1960[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jurist Jürgen Storbeck (* 1946) baute als erster Direktor die europäischen Polizeibehörde Europol auf.
Die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn (* 1952) war von 1995 bis 2005 NRW-Umweltministerin.
Der Schauspieler Peter Heinrich Brix (* 1955) ist bekannt aus den Fernsehserien Großstadtrevier und Neues aus Büttenwarder.

1961 bis 1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen (* 1961) gewann 2008 und 2012 eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen im Mannschaftsreiten.

Ab 1981[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kim Frank (* 1982) sang in der um die Jahrtausendwende erfolgreichen Indiepop-Band Echt.

Persönlichkeiten, die in Flensburg gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren bis 1800[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren 1801 bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Expressionist Emil Nolde (1867–1956) ließ sich als Schnitzer und Zeichner an der Kunstgewerbeschule ausbilden.

Geboren 1901 bis 1950[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rötger Feldmann (* 1950) alias Brösel, Schöpfer der Comicfigur Werner, arbeitete als Lithograf in Flensburg.
  • Werner Heyde alias Fritz Sawade (1902–1964), Obergutachter der Euthanasie-Aktion-T4
  • Leon Jensen (1904–?), Stadtpräsident der Stadt Flensburg
  • Ivo Braak (1906–1991), Autor, Hörspielsprecher, Rezitator und Pädagoge, der 1948 zum Professor an der Pädagogischen Hochschule Flensburg ernannt wurde.
  • Hans Joachim Beyer (1908–1971), Historiker, nationalsozialistischer Volkstumsforscher und SS-Hauptsturmführer, der in den 1950er-Jahren an der Pädagogischen Hochschule Flensburg lehrte
  • Waldemar Krause (1908–1992), SS-Offizier und ehemaliger Leiter der Bezirkskriminalpolizeistelle Flensburg
  • Elsa Oehmigen (1908–1995), als letzte Drehorgelspielerin ein Flensburger Original
  • Heinz Adler (1912–1990), Politiker, Oberbürgermeister der Stadt Flensburg von 1963 bis 1977
  • Klaus Kahlenberg (1912–2006), Journalist, bekannt als Radiosprecher des letzten Wehrmachtberichts beim Reichssender Flensburg
  • Gerd Sannemüller (1914–2008), Komponist, Pianist und Musikwissenschaftler, ehemaliger Dozent an der Pädagogischen Hochschule Flensburg.
  • Beate Uhse (1919–2001), Pilotin und Unternehmerin, die im Jahr 1962 mit dem Institut für Ehehygiene in der Angelburger Straße 58 den ersten Sexshop der Welt und in Folge die Beate Uhse AG gründete.[4] Sie erhielt das Bundesverdienstkreuz und durfte sich 1999 zu ihrem 80. Geburtstag im Goldenen Buch der Stadt Flensburg verewigen. Die Ehrenbürgerwürde erhielt sie jedoch nie.[5][6]
  • Wilhelm Ludwig Christiansen (1920–2011), Stadtführer und Politiker, der Bücher über und in Petuh veröffentlichte
  • Erwin Lingk (1920–1979), Politiker (SPD)
  • Hans-Joachim Marx (1923–2010), Komponist und Dirigent
  • Horst Joachim Frank (1928–2005), Germanist und Universitätsprofessor an der Pädagogischen Hochschule Flensburg für Didaktik des Deutschunterrichts
  • Karl Sablotzke (1932–1985), Opernsänger am Schleswig-Holsteinischen Landestheater
  • Dietrich Oldenburg (* 1933), Jurist und Schriftsteller
  • Wolfgang Stribrny (1935–2011), Historiker, ordentlicher Professor für Geschichte an der Universität Flensburg von der Berufung 1974 bis zur Pensionierung 1997
  • Peter Nicolaisen (1936–2013), Anglist, Literaturwissenschaftler und Professur am Englischen Seminar der 1994 gegründeten Universität Flensburg, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte.
  • Dieter Pust (* 1938), Autor und Stadthistoriker
  • Haide Klüglein (* 1939), Schwimmerin des Flensburger Schwimmklubs
  • Jörg Haasters (* 1940), Orthopäde, der apl. Professor an der Universität Flensburg wurde
  • Karla Etschenberg (* 1941), Pädagogin und Professorin für Didaktik der Biologie, die 2000 an die Universität Flensburg wechselte, wo sie 2005 emeritiert wurde.
  • Uwe Appold (* 1942), Diplom-Designer, Bildhauer und Maler
  • Margrit Siebert (* 1944), Tischtennisspielerin des TTC Ramsharde, deutsche Pokalsiegerin 1974
  • Hauke Brunkhorst (* 1945), Erziehungswissenschaftler und Soziologe, der seit 1996 Soziologie als Professor an der Universität Flensburg lehrt.
  • Matthias Janz (* 1947), Leiter des Flensburger Bachchors
  • H. Dieter Neumann (* 1949), Roman-Autor, dessen Krimis über Segeln in Flensburg und auf der Flensburger Förde handeln
  • Rötger Feldmann (* 1950) alias Brösel, deutscher Comiczeichner (Werner)
  • Bea Lundt (* 1950), Historikerin, die seit 1998 als Professorin für Geschichte des Mittelalters und für Geschichtsdidaktik an der Universität Flensburg lehrt.
  • Klaus Rave (* 1950), Honorarprofessor an der Flensburger Fachhochschule seit 2013
  • Nasrin Siege (* 1950), Kinderbuchautorin, aufgewachsen in Flensburg und Hamburg

Geboren ab 1951[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Paul (* 1951), Historiker für Sozial- und Bildgeschichte, lehrt seit 1994 an der Universität Flensburg
  • Robert Bohn (* 1952), Historiker, der seit 2001 Direktor der Einrichtung und Professor für mittlere und neuere Geschichte an der Europa-Universität Flensburg ist.
  • Monika Kneip (* 1952), Tischtennisspielerin des TTC Ramsharde, deutsche Pokalsiegerin 1974
  • Adelbert von Deyen (* 1953), Musiker, Komponist, Maler und Grafiker
  • Elin Fredsted (* 1953), Sprachwissenschaftlerin, die seit 2000 an der Europa-Universität Flensburg lehrt und über Petuh publizierte
  • Werner Fröhlich (* 1953), Ökonom, Sozial- und Personalwissenschaftler, der 1994 einen Ruf auf die Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Universität Flensburg erhielt
  • Gerd Grözinger (* 1953), Ökonom und Soziologe, an das Internationale Institut für Management der Universität Flensburg wechselte, wo er 1999 in Volkswirtschaftslehre habilitierte.
  • Olav Hohmeyer (* 1953), Ökonom und Professor für Energie- und Ressourcenwirtschaft an der Universität Flensburg
  • Bernd Scherers (* 1953), Kirchenmusiker und Hochschullehrer, der 1994 zum Professor für Musikdidaktik an die Universität Flensburg berufen wurde.
  • Heiner Dunckel (* 1954), Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Flensburg seit 1996, Kandidat für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017
  • Michael Ruck (Politikwissenschaftler) (* 1954), Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, der 2001 zum Professor sowie Direktor am Institut für Geschichte und ihre Didaktik der Universität Flensburg wurde.
  • Kirsten Krüger (* 1955), Tischtennisspielerin des TTC Ramsharde, deutsche Pokalsiegerin 1974
  • Uwe Danker (* 1956), Historiker, der 1994 Universitätsprofessor und Direktor am Institut für Geschichte und ihre Didaktik der Universität Flensburg wurde.
  • Beatrix Niemeyer-Jensen (* 1957), Professorin für Erwachsenenbildung und Weiterbildung an der Europa-Universität Flensburg
  • Wenzel Matiaske (* 1958), Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Universität Flensburg von 2000 bis 2008
  • Gert Postel (* 1958), Hochstapler „Dr. Dr. Bartholdy“
  • Stephan Panther (* 1961), Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer mit Professur für Internationale und Institutionelle Ökonomik mit Regionalschwerpunkt Spanien/Lateinamerika an der Universität Flensburg seit 2003
  • Matthias Bauer (* 1962), Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Flensburg seit 2007
  • Jörn-Axel Meyer (* 1962), Universitätsprofessor und Wirtschaftsingenieur, der von 1997 bis 2002 Inhaber des ersten Universitätslehrstuhls für die BWL der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland an der Universität Flensburg war.
  • Daniel Jurgeleit (* 1963), Fußballtrainer beim SC Weiche Flensburg 08
  • Kim Schmidt (* 1965), Comiczeichner
  • Ansgar Hüning (* 1966), Sänger (Bariton)
  • Johannes Woyke (* 1968), Professor für biblische Theologie und Religionspädagogik an der Europa-Universität Flensburg
  • Lars Christiansen (* 1972), dänischer Handballer
  • Peter Nikolaus Heikenwälder (* 1972), Maler und Grafiker mit Lehrauftrag für Malerei an der Europa-Universität Flensburg 2007/2008
  • Krešimir Matijević (* 1975), Professor für Alte Geschichte und Geschichtsdidaktik an der Europa-Universität Flensburg
  • Wladimir Klitschko (* 1976), ukrainischer Boxer, der im Herbst 1995 seine Boxkarriere in seiner Wahlheimat Deutschland beim Box-Bundesligisten BC Sparta Flensburg begann[7]
  • Astrid Schwabe (* 1977), Juniorprofessorin für Public History sowie Historisches Lernen im Sachunterricht an der Europa-Universität Flensburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Persönlichkeiten der Stadt Flensburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.flensburg-online.de/fotos/1-29.html
  2. a b Broder Schwensen: „In dankbarer Freude“. Verleihungen des Flensburger Ehrenbürgerrechts während der NS-Zeit. In: Stadtarchiv Flensburg in Zusammenarbeit mit dem IZRG Schleswig und der BU Flensburg (Hrsg.): Zwischen Konsens und Kritik – Facetten kulturellen Lebens 1933–1945 (= Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte 4). Stadtarchiv Flensburg 1999, ISBN 3-931913-03-1, S. 37–57, hier S. 37f.
  3. Flensburger Tageblatt: Die erste Ehrenbürgerin von Flensburg, vom 16. März 2015, abgerufen am 19. März 2015
  4. Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. Flensburg 2009. Kapitel Sexshop
  5. Beate Uhse – eine Ehrenbürgerin, die keine ist, vom: 15. Februar 2015, abgerufen am: 15. Februar 2015
  6. Berliner Zeitung: Sonnenblumen und Aktien, vom: 4. August 2001; abgerufen am 15. Februar 2015
  7. Björn Jensen: Klitschkos Erfolg begann in der Nähe von Flensburg. In: Hamburger Abendblatt. 12. November 2014; abgerufen am 7. Juli 2016.