Liste von Plattenbaugebieten in Thüringen

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Hochhäuser am Roten Berg, Erfurt
Plattenbauten in Bieblach-Ost, Gera
Lobeda-Ost, Jena
Plattenbauten im Eichicht, Ilmenau
Sanierte und zurückgebaute Plattenbauten auf der Pörlitzer Höhe, Ilmenau
Saniertes Hochhaus, Stollen, Ilmenau
Eisenach Nord
Plattenbaugebiet Suhl-Nord, teilweise abgerissen oder saniert
Meiningen - Zentrum/West, der Altstadt angepasste Plattenbauten
Plattenbausiedlung Wutha-Mölmen (2006) zum Beginn des Stadtsanierungsprojektes
Plattenbausiedlung in der Ernst-Thälmann-Straße in Sollstedt

Diese Liste enthält die zu DDR-Zeiten errichteten Plattenbau-Wohngebiete im heutigen Thüringen. Viele von ihnen entstanden im Zuge der Umsetzung des Wohnungsbauprogramms von 1973.

In Thüringen gibt es in zahlreichen Städten Plattenbaugebiete, oftmals in Orten mit mehr als 5.000 Einwohnern. Entstanden sind diese meist im Zusammenhang mit der Errichtung neuer Kombinate in der Nähe. Heute haben die Plattenbaugebiete besonders in den größeren Städten mit hohen Leerstandsraten zu kämpfen. Seit 1990 wurden vielerorts Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung ergriffen. Sie beinhalten Sanierung, Abriss und Rückbau. Dennoch sind die Plattenbaugebiete oftmals die sozialen Brennpunkte der Städte.

Die größten Plattenbaugebiete Thüringens sind bzw. waren zu DDR-Zeiten Erfurt-Nord (bis 50.000 Einwohner), Erfurt-Südost (bis 40.000 Einwohner), Jena-Lobeda (bis 35.000 Einwohner), Gera-Lusan (bis 45.000 Einwohner) sowie die großteils aus Plattenbauten bestehende ehemalige Bezirksstadt Suhl (bis 55.000 Einwohner). Damit waren die größten Plattenbaugebiete Thüringens nur halb so groß wie die größten der DDR, die (beispielsweise in Halle-Neustadt) bis zu 100.000 Einwohner fassen konnten. Weitere Orte, die großteils aus Plattenbaugebieten bestehen, sind neben der Stadt Suhl auch Leinefelde, Hermsdorf und Seebach. Dort entstanden die Wohngebiete nach der Gründung großer Industriebetriebe im Ort, in Leinefelde war dies die Kammgarnspinnerei, in Hermsdorf die Keramischen Werke und in Seebach die Uhrenwerke.

Plattenbaugebiete nach Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern ist die Bauphase angegeben

  • Altenburg
    • Altenburg-Nord (Kauerndorfer Allee)
    • Altenburg-Südost (1971–1975)
  • Apolda
    • Paul-Schneider-Straße
    • Ernst-Thälmann-Ring
  • Arnstadt
    • Arnstadt Ost mit Wohnscheibe
    • Arnstadt West
    • Rabenhold
  • Bad Berka
    • Blankenhainer Straße (1978/79)
    • Solesmeser Straße (1980/81)
  • Bad Frankenhausen
    • Müldenerstraße (West)
  • Bad Langensalza
    • Süd (Gutenbergstraße)
    • Nord (Böhmenstraße/Käthe-Kollwitz-Straße)
  • Bad Lobenstein
    • Nord
  • Bad Salzungen
    • Rhönblick
    • An den Beeten
    • Wohngebiet 101
  • Eisenach
    • Goetheviertel
    • Katharinenstraße
    • Stedtfelder Straße
    • Palmental
    • Petersberg
    • Eisenach-Nord „Am Kuhgehänge“ (größtes Plattenbaugebiet in Eisenach)
    • Ernst-Thälmann-Viertel
  • Eisenberg
    • West (Saasaer Straße, Zeilbäume, Massenteich)
    • Rudolf-Elle-Straße
  • Erfurt
  • Gera
    • Zentrum (ab 1957)
    • An der Scheibe (ab 1957)
    • Bieblach (ab 1965)
    • Lusan (ab 1972)
    • Bieblach-Ost (ab 1986)
  • Gotha
    • westlicher Teil der Altstadt
    • Gotha-West
    • Clara-Zetkin-Straße
  • Greiz
    • Pohlitz: Gerhart-Hauptmann-Straße, Doktor-Otto-Nuschke-Straße
  • Heiligenstadt
    • Liethen
  • Hermsdorf
    • nördliche Stadterweiterung
  • Ilmenau
  • Jena
  • Kahla
    • Richard-Denner-Straße (Nord)
  • Leinefelde (Leinefelde besteht größtenteils aus Plattenbauten, hier wurde das Konzept der „Sozialistischen Stadt“ in Miniatur verwirklicht)
    • südliche Stadterweiterung
  • Lucka
    • Süd: Clara-Zetkin-Straße/Bischofsweg
  • Meiningen
    • Jerusalem (Utendorfer Straße und Kiliansberg, 1969–1983)
    • Zentrum/West (1988–1991)
  • Mühlhausen/Thüringen
    • Feldstraße/Margarethenstraße
  • Neuhaus am Rennweg
    • Schöne Aussicht
    • Kalugaer und Prachatitzer Straße
    • Apelsberg
  • Neustadt an der Orla
    • Thomas-Müntzer-Straße
  • Nordhausen
    • Stadtzentrum (Rautenstraße, Töpferstraße, Wolfstraße)
    • Frauenberg
    • Nordhausen-Ost (Leimbacher Straße)
    • Nordhausen-West (Bochumer Straße)
    • Nordhausen-Nord (Aueblick, Semmelweisstraße)
  • Pößneck
    • Ost: Rosa-Luxemburg-Straße
  • Rudolstadt
  • Saalfeld
    • Gorndorf
  • Schleiz
    • Oelschweg
    • Windmühlenweg
  • Schmalkalden
    • Am Walperloh
  • Schmölln
    • Heimstätte (Süd:Crimmitschauer Straße/Lohnsenstraße)
  • Seebach
    • Am Stein
    • Friedrich-Engels-Ring
    • Neue Straße
    • Wirtsgasse
  • Sömmerda
    • Ost (Frohndorfer Straße)
    • Süd (Thomas-Müntzer-Straße)
  • Sollstedt
    • Ernst-Thälmann-Straße
    • Heidenroder Straße
  • Sondershausen
    • Süd (Borntalstraße)
    • Ost (Crucisstraße, Hasenholzweg, Straße des Friedens)
  • Sonneberg
    • Wolkenrasen (grenznahstes Wohngebiet der DDR, nur wenige hundert Meter von der Innerdeutschen Grenze entfernt)
  • Stadtroda
    • Burgblick
  • Suhl
    • Suhl-Nord (Die 3000 Wohnungen sollen bis 2025 komplett abgerissen werden.)
    • Aue I und Aue II
    • Döllberg
    • Friedberg
    • Leninring (Am Himmelreich)
    • Suhl-Zentrum
  • Waltershausen
  • Weida
    • Frohe Zukunft
  • Weimar
    • Weimar besitzt, seiner historischen und klassischen Vergangenheit zum Trotz, zahlreiche, jedoch bereits zum Großteil sanierte oder aber rückgebaute Plattenbausiedlungen. Allerdings sind diese bis auf eine kleine Ausnahme außerhalb der historischen Altstadt zu finden.
    • Weimar-Altstadt (Einzelbauten zwischen Marktstraße und Rittergasse)
    • Weimar-Nord (häufig unsaniert, um die Lützendorfer Straße jedoch saniert)
    • Weimar-West (wird derzeit in weiten Teilen zurückgebaut)
    • Teile Oberweimars (insbesondere um den Diesterweg, größtenteils saniert)
    • Weimar-Südviertel (insbesondere um die südliche Shakespeare-, die Allende-, Neruda- und Gutenbergstraße, größtenteils saniert)
    • Merketal
    • Schöndorf-Waldstadt
  • Wutha-Farnroda
    • Mölmen
  • Zella-Mehlis
    • Mehliser Struth
  • Zeulenroda-Triebes
    • Nord: Otto-Grotewohl-Ring, Stadtbachring, Straße der DSF
    • West: Schleizer Straße/Doktor-Otto-Nuschke-Straße

Einwohnerentwicklung der Plattenbaugebiete in den kreisfreien Städten seit 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Erfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenquelle: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie[1]

Plattenbaugebiet Einwohner
(31. Dez. 1990)
Einwohner
(31. Dez. 2007)
Rückgang
gesamt (%)
Rückgang
pro Jahr (%)
Berliner Platz 8.473 5.839 –31,09 –1,83
Herrenberg 15.282 7.634 –50,05 –2,94
Johannesplatz 7.499 5.171 –31,04 –1,83
Moskauer Platz 14.489 8.066 –44,33 –2,61
Rieth 9.391 5.771 –38,55 –2,27
Roter Berg 13.093 5.883 –55,07 –3,24
Wiesenhügel 9.973 5.716 –42,69 –2,51

Jena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenquellen: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie[2], Melderegister Stadt Jena (ab 2007)[3]

Plattenbaugebiet Einwohner
(31. Dez. 1994)
Einwohner
(31. Dez. 2007)
Einwohner
(31. Dez. 2014)
Rückgang
gesamt (%)
Rückgang
pro Jahr (%)
Lobeda-West 11.796 9.117 9.724 –17,57 –0,89
Lobeda-Ost 10.898 5.684 5.774 –47,02 –2,35
Drackendorf / Lobeda-Ost 8.413 6.569 6.367 –24,32 –1,22
Winzerla[4] 14.549 11.088 10.460 –28,11 –1,41

Gera[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenquelle: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie[5]

Plattenbaugebiet Einwohner
(31. Dez. 1997)
Einwohner
(31. Dez. 2007)
Rückgang
gesamt (%)
Rückgang
pro Jahr (%)
Bieblach-Ost 10.251 6.019 –41,28 –4,13
Bieblach/Tinz 10.079 7.432 –26,27 –2,63
Lusan-Brüte 15.966 9.354 –41,41 –4,14
Lusan-Laune 11.334 8.449 –25,45 –2,55
Lusan-Zentrum 8.528 5.675 –33,45 –3,35

Weimar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenquelle: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie[6]

Plattenbaugebiet Einwohner
(31. Dez. 1990)
Einwohner
(31. Dez. 2007)
Rückgang
gesamt (%)
Rückgang
pro Jahr (%)
Nordstadt (teilw.) 4.999 5.415 +8,32 +0,49
Schöndorf (teilw.) 4.194 4.629 +10,37 +0,61
Weststadt 8.166 5.510 –32,53 –1,91

Suhl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenquelle: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie[7]

Plattenbaugebiet Einwohner
(31. Dez. 1994)
Einwohner
(31. Dez. 2007)
Rückgang
gesamt (%)
Rückgang
pro Jahr (%)
Aue (teilw.) 5.834 3.694 –36,68 –2,82
Döllberg (teilw.) 2.653 2.574 –2,98 –0,23
Friedberg (teilw.) 1.872 1.486 –20,62 –1,59
Ilmenauer Straße (teilw.) 11.081 7.111 –35,83 –2,76
Nord 14.075 6.022 –57,21 –4,40

Eisenach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Eisenach liegen keine Daten vor.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TLUG: Umwelt regional: Erfurt
  2. TLUG: Umwelt regional: Jena
  3. [1]
  4. Bemerkung: Alle Daten für Winzerla - auch in älteren Versionen dieses Artikels - beziehen sich auf das Neubaugebiet plus die plattenbaufreie Kernsiedlung Winzerla
  5. TLUG: Umwelt regional: Gera
  6. TLUG: Umwelt regional: Weimar
  7. TLUG: Umwelt regional: Suhl