lit.Cologne

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Die lit.Cologne (Eigenschreibweise: lit.COLOGNE) ist ein internationales Literaturfestival, das seit März 2001 jährlich im Frühjahr in Köln stattfindet. Neben Lesungen für Erwachsene gibt es ein Festival für Kinder und Jugendliche, die lit.kid.Cologne. Abgesehen von dem Frühjahrsfestival organisieren die Macher der lit.Cologne in jedem Herbst ein lit.Cologne Spezial sowie die phil.Cologne, die sich der Vermittlung von philosophischen Fragen verschrieben hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die lit.Cologne im Jahr 2000 von Werner Köhler, Rainer Osnowski[1] und Edmund Labonté.[2] Sie sind seither die Geschäftsführer des Festivals. Die erste lit.Cologne fand vom 21. bis zum 25. März 2001 statt und empfing bei 65 Veranstaltungen insgesamt 30.000 Besucher, 2012 waren es bereits 172 Veranstaltungen mit 84.000 Zuschauern.[3] Im März 2013 richtete die lit.Cologne 206 Veranstaltungen aus, zu denen 90.000 Besucher kamen.[4]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Veranstaltungen der lit.Cologne finden im Zeitraum von 11 Tagen in unterschiedlichen Spielstätten im Kölner Stadtgebiet statt.

Nationale und internationale Autoren lesen aus ihren Büchern, in den vergangenen Jahren u. a. T.C. Boyle, Bret Easton Ellis, Julia Franck, Jonathan Franzen, John Irving, Daniel Kehlmann, Doris Lessing, Henning Mankell, Eva Menasse, Susan Sontag, Zadie Smith, Tomas Tranströmer, Martin Walser und Juli Zeh, außerdem Künstler wie Charles Aznavour, Herbert Grönemeyer, Karl Lagerfeld, Patti Smith sowie Politiker, z.B. Stéphane Hessel, Kofi Annan, Michail Gorbatschow und Garri Kasparow. Gelesen werden die deutschen Übersetzungen ihrer Texte von Schauspieler/innen wie zum Beispiel Mario Adorf, Senta Berger, Iris Berben, Matthias Brandt, Hannelore Hoger oder Christoph Waltz.

Neben der klassischen Autorenlesung konzipiert die lit.Cologne Begegnungen zwischen Autoren, Musikern, Künstlern und Schauspielern; so traf z. B. Herta Müller Ai Weiwei und Robert Gernhardt Marcel Reich-Ranicki. Außerdem produziert die lit.Cologne literarische Programme, in denen Schauspieler/innen und Moderatoren/innen sich in dramatisierter Form literarischen Stoffen zuwenden, z. B. der Lüge (Roger Willemsen und Dieter Hildebrandt), der Hypochondrie (Cordula Stratmann, Gustav Peter Wöhler und Ingo Naujoks), der Masturbation (Hannelore Hoger, Richy Müller und Andreas Platthaus) oder dem Kitsch (Senta Berger, Jürgen Tarrach und Dieter Moor).

Die lit.Cologne endete anfangs[5] und beginnt mittlerweile mit der Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises bei einer festlichen Gala im Kölner WDR-Funkhaus.[6] Seit 2010 verleiht sie mit dem Silberschweinpreis einen Debütantenpreis, der mit 2.222 EUR dotiert ist.

Das Hörbuchlabel Random House Audio veröffentlicht seit 2007 eine lit.Cologne Edition, die Höhepunkte des Festivals zusammenfasst.[7]

Das lit.kid.Cologne-Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche. Seit 2011 finden in dessen Rahmen sogenannte Klassebuch-Lesungen statt, an denen Schulklassen zu günstigen Preisen teilnehmen können.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als privatwirtschaftliches Kulturereignis konzipiert, finanziert sich das Literaturfestival durch Eintrittskarten sowie durch die Unterstützung von Sponsoren und Partnern. Zu den Hauptsponsoren zählen (2013) die RheinEnergie AG, die Lanxess AG und Thalia Holding. Medienpartner sind der WDR und der Kölner Stadtanzeiger. Förderer der lit.kid.Cologne ist die Imhoff-Stiftung.

Seit 2013 hat sich die lit.Cologne dem Thema Inklusion angenommen, zahlreiche Veranstaltungen sind seitdem barrierefrei.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Guinness-Buch der Rekorde für die größte Deutschstunde der Welt in der ausverkauften Lanxess Arena
  • 2010: Kölner Kulturpreis für das Kulturereignis des Jahres 2009
  • 2012: Marketingpreis Germany at its best vom Wirtschaftsministerium NRW für das größte Literaturfestival Europas.[8]
  • 2013: Kölner Kulturpreis für das Kulturereignis des Jahres 2012
  • 2013: Ohrenorden der Bürgergesellschaft Köln
  • 2013: Belobigung der Stadt Köln im Rahmen des Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik für die Bemühungen, die lit.Cologne barrierefrei zu gestalten.[9]
  • 2016: Kölner Kulturpreis für das Kulturereignis des Jahres 2015

   Quelle: [10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lit.Cologne – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Rückblicke

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Oehlen: Lit.Cologne-Chef Osnowski: „Der Erfolg ist groß, der Erlös eher gering“. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 12. März 2014.
  2. Werner Köhler: Leute: Runde Geburtstage – Edmund Labonté (60). In: BuchMarkt, 24. Januar 2017.
  3. Litcologne: über 90.000 Besucher erwartet. Auftakt zum Literatur-Rausch. In: Buchreport, 6. März 2013.
  4. Max Florian Kühlem: „Sie müssten sehen, wie reibungslos alles läuft.“ In: Börsenblatt, 6. März 2013, Interview mit dem Lit.Cologne-Macher Rainer Osnowski.
  5. Verleihung des Deutschen Hörbuch Preises. In: tagesschau, 20. März 2005.
  6. Die Hörbuch-Gala 2012. In: Deutscher Hörbuchpreis, 14. Juni 2012.
  7. lit.Cologne. In: Verlagsgruppe Random House.
  8. lit.Cologne: Europas größtes Literaturfestival. In: germanyatitsbest.de, 2012, aufgerufen am 18. September 2017.
  9. Nicole Trum: Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik 2013. In: Stadt Köln, 3. Dezember 2013.
  10. Wir über uns. In: litcologne.de, aufgerufen am 18. September 2017.