Northrop Grumman LITEF

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Northrop Grumman LITEF GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1961
Sitz Freiburg im Breisgau, Deutschland
Leitung Eckehardt Keip
Mitarbeiter > 700
Umsatz > 120 Mill. EUR
Website www.northropgrumman.litef.com
Die Werksgebäude der NG Litef GmbH

Die Northrop Grumman LITEF GmbH wurde 1961 als Tochter des amerikanischen Litton-Konzerns in Freiburg im Breisgau gegründet. Im April 2001 erfolgte die Übernahme von Litton Industries durch Northrop Grumman. LITEF GmbH ist ein unabhängig handelndes Unternehmen innerhalb der Electronic Systems Division der Northrop Grumman Corporation, USA. Der Name LITEF leitet sich ab von LItton TEchnische Werke Freiburg. Sieben Jahre nach der Übernahme wurde der Name von LITEF GmbH in Northrop Grumman LITEF GmbH geändert.

Heute ist die Firma Northrop Grumman LITEF GmbH ein Unternehmen der Hochtechnologie mit über 700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 120 Millionen Euro.

LITEF ist einer der Marktführer auf dem Sektor der Navigations- und Bordrechnersysteme im zivilen und militärischen Bereich in Europa. Diese Systeme werden in Luftfahrt, Schifffahrt und in Landfahrzeugen eingesetzt, einige Sonderanwendungen sind im Bereich der Geologie und der Raumfahrt. LITEF entwickelt die Sensoren für ihre Systeme selbst.

LITEF ist Mitglied im Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden.[1]

Anfänge und Firmenentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anlass für die Firmengründung war der Ankauf des amerikanischen Kampfflugzeugs F-104G "Starfighter" durch die Bundesluftwaffe. Dabei vereinbarte man als Kompensationsgeschäft die Lizenzfertigung des Trägheitsnavigationssystems in Deutschland. Zu diesem Zweck wurde LITEF gegründet, parallel erfolgte außerdem die Übernahme der Freiburger Apparatebaufirma Hellige und der Hamburger Kompassfirma C. Plath durch Litton.

Seit 1973 entwickelte LITEF Bordcomputer, die in den Kampfflugzeugen Tornado, Alpha Jet und Eurofighter eingesetzt werden. Auch in Flugzeugen der Airbus-Familie werden Bordcomputer zur Unterstützung der Flugsteuerung eingesetzt. In den 1980er Jahren entwickelte LITEF auch eine Inertiale Messeinheit (IMU) für Flugzeuge.

In den 1970er Jahren begann die Entwicklung eines dynamisch abgestimmten, trocken gelagerten Kreisels für Strapdown-Anwendungen. Ab 1980 wurde der technologisch komplementäre Beschleunigungsmesser dazu entwickelt. Seit 1983 werden bei LITEF faseroptische Kreisel entwickelt. Im Jahre 1989 gelang es LITEF, als erstes Unternehmen überhaupt, Flüge mit einem Kurs-Lage-Referenzsystem auf der Basis eines Dreiachsen-Faserkreiselpaketes durchzuführen.

Seit Mitte der 1990er Jahre werden in LITEF auch mikromechanische Sensoren entwickelt, dazu gehören sowohl Beschleunigungsmesser als auch Drehratensensoren. LITEF entwickelt ASICs, entwickelt und produziert integrierte Optik-Bausteine und mikromechanische Sensoren selbst.

LITEF produziert inertiale Kurs-Lage-Referenz- und Navigationssysteme mit faseroptischen Kreiseln und mikromechanischen Beschleunigungsmessern.

Seit mehreren Jahren sind die personellen und finanziellen Schwerpunkte der über 100 Personen starken Entwicklungsabteilung die Neuentwicklung von siliziumbasierten Mikro-Elektro-Mechanischen Sensoren und Systemen (MEMS) - die in einem Trockenätzverfahren hergestellt werden -, die Erweiterung der Funktionalität und die Steigerung der Leistung (Performance) der faseroptischen Kreiselsysteme[2].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedsunternehmen des wvib
  2. Unternehmensregister LITEF GmbH

Koordinaten: 47° 58′ 52″ N, 7° 49′ 12″ O