Liurai (Aileu)

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Suco Liurai im Verwaltungsamt Aileu (Gemeinde Aileu). Für den Suco Liurai im Verwaltungsamt Remexio (Gemeinde Aileu) siehe Liurai (Remexio).
Liurai
Reisfelder in Liurai
Der Suco Liurai liegt im Südwesten des Verwaltungsamts Aileu.
Daten
Fläche 51,88 km²[1]
Einwohnerzahl 4,122 (2015)[1]
Chefe de Suco Domingos Rodrigues Pinheiro
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Banderahun 480
Coulaudo 394
Fatubessi 488
Fatulmau 302
Laclo 643
Quirilelo 614
Raimanso 473
Rairema 728
Banderahun (Osttimor)
Banderahun
Banderahun
Koordinaten: 8° 45′ S, 125° 32′ O

Liurai (Suco Liurai, Suku Liurai) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Aileu (Gemeinde Aileu).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liurai
Orte Position[2] Höhe
Banderahun 8° 45′ S, 125° 32′ O 1169 m
Fatubessi 8° 49′ S, 125° 31′ O 1677 m
Maurusa (Ost) 8° 45′ S, 125° 31′ O 1221 m
Maurusa (West) 8° 45′ S, 125° 30′ O 1223 m
Quirilelo 8° 49′ S, 125° 30′ O 1804 m
Raimanso 8° 46′ S, 125° 31′ O 1320 m
Rairema 8° 48′ S, 125° 32′ O 1341 m

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Liurai eine Fläche von 10,33 km².[3] Nun sind es 51,88 km².[1] Der Suco Liurai liegt im Südwesten des Verwaltungsamts Aileu. Nordwestlich liegen die Sucos Hoholau und Seloi Craic, nördlich der Suco Seloi Malere und östlich die Sucos Fahiria, Bandudato, Lahae und Fatubossa. Im Südosten grenzt Liurai an das zur Gemeinde Ainaro gehörende Verwaltungsamt Maubisse mit seinem Suco Liurai und im Südwesten an das zur Gemeinde Ermera gehörende Verwaltungsamt Letefoho mit seinen Sucos Eraulo und Ducurai. Im Grenzgebiet zu Fatubossa entspringt der Fluss Ormoi, der dann nach Osten abfließt. Im Nordwesten von Liurai entspringt der Kuralalan, der in den im Norden entspringenden Rio Liurai mündet. Zusammen mit den im Südwesten entspringenden Malubui bildet der Liurai dann den Manolane, der dann im Nordosten den Suco verlässt.[4]

Im Nordosten reicht die Stadt Aileu in den Suco Liurai hinein. An ihr vorbei führt eine Überlandstraße, die nach Dili im Norden und Maubisse und Betano im Süden führt. Entlang vom Manolane liegt die größte Siedlung im Suco: Banderahun (Bandeira Hun, Bandeira). Am Nebenfluss Kuralalan liegt das Dorf Maurusa, das etwas weiter östlich an der Grenze zu Hoholau einen Namensvetter hat. Im Zentrum des Sucos liegt der Ort Raimanso (Raimaso), im Westen Fatulai und im Osten Rairema. Nach Süden hin liegen die Dörfer Fatubessi (Fatubesi) und Quirilelo (Quirlelo, Kirilelo). Grundschulen gibt es in Banderahun, Maurusa (West) und Rairema. Banderahun hat eine Polizeistation, Maurusa (West) eine medizinische Station und in Quirilelo und Fatulai jeweils eine Vorschule.[5]

Im Suco befinden sich die acht Aldeias Banderahun, Coulaudo, Fatubessi, Fatulmau, Laclo, Quirilelo, Raimanso und Rairema.[6]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 4.122 Einwohner (2015), davon sind 2.141 Männer und 1.981 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 79,5 Einwohner/km². Im Suco gibt es 688 Haushalte.[1] Über 49 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an, nur etwas weniger Mambai. Kleine Minderheiten sprechen Galoli oder Makasae.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Banderahun gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[8]

Anfang September 1999 zerstörten während der Krise in Osttimor Mitglieder der AHI-Miliz (Aku Hidup dengan Integrasi/Indonesia) systematisch mehrere Sucos in Aileu, so auch Liurai am 8. September. Häuser wurden niedergebrannt und das Nutzvieh getötet.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Domingos Rodrigues Pinheiro zum Chefe de Suco gewählt[9] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Liurai (Aileu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  6. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  7. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Liurai (tetum; PDF; 8,3 MB)
  8. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  9. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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