Live (Band)

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Live bei einem Auftritt im Jahr 2008

Live ist eine US-amerikanische Rockband aus York in Pennsylvania. In den 1990er Jahren erlangte die alternative Band internationale Bekanntheit.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder von Live sind Chris Shinn (Gesang und Gitarre), Chad Taylor (Gitarre), Patrick Dahlheimer (Bass) und Chad Gracey (Schlagzeug). Der ehemalige Sänger Ed Kowalczyk verließ die Band im November 2009.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Name der in den frühen 1980er Jahren gegründeten Band war First Aid. Es folgten mehrere Namensänderungen, darunter Public Affection. Unter diesem Namen veröffentlichte die Band 1989 das Album The Death of a Dictionary.

Nach einer Reihe von missglückten Versuchen, im Musikgeschäft Fuß zu fassen, verpflichteten Live 1990 Jerry Harrison von den Talking Heads, um das Album Mental Jewelry zu produzieren. Dieses Album basiert auf den Texten des indischen Philosophen Jiddu Krishnamurti. Mit Mental Jewelry gelang es Live, eine Fangemeinde zu erobern.

1994 erschien das Album Throwing Copper, das vor allem in den USA vom Erfolg der Singles Selling the Drama, I Alone und Lightning Crashes profitierte. Anschließend brachten Live noch vier Alben heraus, deren kommerzieller Erfolg sich jedoch in Grenzen hielt und ein gespaltenes Echo bei der Kritik hervorrief. Vor allem Secret Samadhi, der 1997 erschienene Nachfolger zu Throwing Copper, bot nach Ansicht vieler Kritiker überproduziertes, überwiegend schwaches Songmaterial, erreichte allerdings nochmals die Spitze der US-Charts. Danach wurden Live in Europa nur noch wenig wahrgenommen, tourten aber weiterhin mit beachtlichem Erfolg durch die USA. 2004 veröffentlichten sie ihr Greatest-Hits-Album Awake, das neben einigen alternativen Aufnahmen und einem zuvor unveröffentlichten Song aus der Zeit um das Album Throwing Copper auch eine Cover-Version des Liedes I Walk the Line von Johnny Cash enthält.

Ende 2009 gab die Band ihre Trennung bekannt. Ed Kowalczyk wurde von seinen Bandkollegen anschließend verklagt und versucht sich seitdem als Solokünstler, die restlichen Bandmitglieder gründeten zusammen mit Candlebox-Sänger Kevin Martin zunächst die Band The Gracious Few.

Im Juni 2011 äußerte Chad Taylor in einem Zeitungsinterview, dass er zusammen mit Chad Gracey und Patrick Dahlheimer die Gruppe ohne Kowalczyk wieder aufleben lassen wolle. Kowalczyk habe verlautbart, an keiner erneuten Zusammenarbeit mit den dreien interessiert zu sein. Im März 2012 präsentierten Live ihren neuen Sänger Chris Shinn.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1991 Mental Jewelry 73
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 1991
Verkäufe: + 1.000.000
1994 Throwing Copper 28
(26 Wo.)
11
(16 Wo.)
37
(11 Wo.)
1
(121 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. April 1994
Verkäufe: + 8.500.000
1997 Secret Samadhi 23
(9 Wo.)
10
(13 Wo.)
17
(8 Wo.)
31
(3 Wo.)
1
(46 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Februar 1997
Verkäufe: + 2.500.000
1999 The Distance to Here 13
(7 Wo.)
11
(6 Wo.)
47
(2 Wo.)
56
(2 Wo.)
4
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Oktober 1999
Verkäufe: + 1.250.000
2001 V 17
(5 Wo.)
24
(7 Wo.)
37
(5 Wo.)
80
(1 Wo.)
22
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 2001
2003 Birds of Pray 43
(4 Wo.)
27
(5 Wo.)
71
(2 Wo.)
28
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2003
2006 Songs from Black Mountain 73
(1 Wo.)
66
(3 Wo.)
73
(2 Wo.)
52
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. April 2006
2014 The Turn 133
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2014

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2004 Awake: The Best of 65
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. November 2004

Weitere Veröffentlichungen

  • 1989: The Death of a Dictionary
  • 1990: Divided Mind, Divided Planet
  • 1991: Four Songs
  • 2007: Radiant Sea
  • 2008: Live at the Paradiso – Amsterdam

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1994 Selling the Drama
Throwing Copper
89
(4 Wo.)
30
(3 Wo.)
43
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1994
I Alone
Throwing Copper
48
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1994
1995 Lightning Crashes
Throwing Copper
33
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1995
All Over You
Throwing Copper
48
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1995
1997 Lakini's Juice
Secret Samadhi
29
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1997
Freaks
Secret Samadhi
60
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1997
Turn My Head
Secret Samadhi
36
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1997
1999 The Dolphin's Cry
The Distance to Here
62
(2 Wo.)
78
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1999
2003 Heaven
Birds of Pray
59
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 2003

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Live – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien