Livio Retti

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Deckenfresko in der Ordenskapelle des Ludwigsburger Schlosses

Livio Retti (* 30. November 1692 in Laino; † 2. Januar 1751 in Ludwigsburg) war ein italienischer Maler des Barock, der in Süddeutschland tätig war.

Livio Retti entstammte einer Künstlerfamilie, sein Vater Lorenzo Mattia Retti war Stuckateur, der Stuckateur Donato Riccardo Retti sowie die Architekten Leopoldo Retti und Paolo Retti waren seine Brüder. Sein Onkel, der Stuckateur und Baumeister Donato Giuseppe Frisoni, der 1714 den Auftrag zur Fortführung des Schlossbaues von Schloss Ludwigsburg bekam, ließ 1717 die Familie aus Laino nach Ludwigsburg kommen. 1732 erfolgte seine Ernennung zum württembergischen Hofmaler, 1743 die Ernennung zum kurpfälzischen Hofmaler. Retti malte die Ordenskapelle des Schlosses Ludwigsburg aus. Zwischen 1736 und 1738 malte er das Rathaus von Schwäbisch Hall mit Fresken aus, insbesondere dem Deckenfresko Sieg des Christentums über das Heidentum im Großen Saal (1945 verbrannt). Retti war nach Quellen ferner in den Schlössern Ansbach, Mergentheim und Würzburg tätig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eberhard von Cranach-Sichart: Retti, Livio. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 28: Ramsden–Rosa. E. A. Seemann, Leipzig 1934, S. 191.
  • Kuno Ulshöfer: Ein Brief des Hofmalers Livio Retti über die Rathausbilder in Schwäbisch Hall. In: Württembergisch Franken 57, 1973, S. 287–289.
  • Hermann Mildenberger: "Die wohltätige Macht des Feuers - Die zerstörende Macht des Feuers" (zwei Allegorien von Livio Andreas Retti). In: Württembergisch Franken 62, 1978, S. 83–92.
  • Hermann Mildenberger: Allegorie der Musik und der fünf Sinne. Deckenfresken von Livio A. Retti (1692/93 bis 1751) im Musiksaal der Keckenburg in Schwäbisch Hall. In: Württembergisch Franken 64, 1980, S. 161–178.